Nr. 2C6 Erstes Blati
183. Jahrgang
Montag, 4. September 1933
vniik und Verlag: vrühl'lche Univerfiisis-Vuch- und Steinörudcrei H. Lange in Stehen. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Zchnlstratze 7.
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Unser ganzes Leben verläuft zwischen Führung und Gefolgschaft. Das Volk prüft durch Widerstand auf allen Lebensgebieten d ie Fähigkeit der
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Der Kommunismus die unterste Stufe der Entwicklung.
Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bi® zum Nachmittag vorher.
Preis für l mm höhe für 2.»zeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrist 20°/. mehr.
Chefredakteur:
Dr. Friede. Will» Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für denAn- zeigenteil i.D.TH.KümmeI sämtlich in Gießen.
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Und so. wie es ist. lieben wir es und hangen an ihm. 3m Lause der tausendjährigen Ge- schichte sind uns alle seine im Einzelnen oft so verschiedenartigen Züge vertraut und teuer geworden. So groß ist diese Gemeinsamkeit, daß wir glücklich sind über jeden Beitrag, der uns aus ihm zugutekommt, wir prüfen nicht, wem wir die Musikalität unseres Volkes verdanken und wem die technischen Fähigkeiten, wer uns die Kunst des Fabulierens spendet und wer die Kühle des Denkens, von woher unsere Dichter kommen und von woher unsere Philosophen, die Staatsmänner oder die Feldherren, wir prüfen jedenfalls nicht, um sie dann vielleicht besonders zu werten, sondern höchstens, u m es einfach zu wissen, welcher Art die Wurzeln sind, aus denen das deutsche Volk seine Fähigkeiten zieht. Und wir sind so sehr Gemeinschaft geworden, daß uns nur ein Wunsch erfüllt, es möchten alle Bestandteile unsres Volkes ihr bestes Teil bei steuern zum Reichtum unseres gesamten nationalen Lebens. Solange jeder Teil dort gibt, wo er zu geben hat. wird dies mithelfen, unser Leben zu nützen. Wir werden daher darüber glücklich fein, und dementsprechend ist es unsere Sorge, dah jeder Teil auch das in seine Obhut nimmt, was er für unser gemeinsames Lebensgut beigetragen hat.
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Gesamtoerwaltung des Lebens überhaupt, auf dem der Politik, die gleiche Fähigkeit für alle zu behaupten. Denn dah alle Menschen in einer Ration fähig wären, einen Hof oder eine Fabrik zu verwalten, oder deren Verwaltung zu bestimmen, wird bestritten. Allein, dah sie alle fähig sind, den Staat zu verwalten oder dessen Verwaltung zu bestimmen. wird im Ramen der Demokratie feier- lichst attestiert.
Es ist dies ein Widerspruch in sich. Entweder die Menschen sind infolge gleicher Fähigkeit in der Lage alle gleich einen Staat zu verwalten; dann ist die Aufrechterhaltung des Eigentumsgedankens nicht nur ein Unrecht, sondern einfach eine Dummheit. Oder die Menschen sind wirklich nicht in der Lage, das gesamtgeschaffene materielle und kulturelle Gut einer Nation als gemeinsames Eigentum in gemeinsame Verwaltung zu nehmen; dann sind sie noch viel weniger in der Lage, den Staat gemeinsam zu regieren!
Die gemeinsame Verwaltung der Werte durch alle soll deshalb nicht möglich sein, weil sie nicht alle gleichmäßig an der Schaffung dieser Werte beteiligt waren. Dann ist aber die gemeinsame Verwaltung des Staates durch alle noch viel weniger möglich, weil der Staat am wenigsten seine Existenz allen verdankt, sondern nur einem bestimmten Teil, der der staatstragende und damit der staatserhaltende ist, deshalb, weil er einst auch der staatsbildende war. Diese Vorstellung ist kein Unrecht und ist auch keine Härte, sondern ist nur eine Feststellung der Wahrheit. Es ist also nur zu klar, ob die Bildung sagen wir des deutschen Volkes und deutschen Staates ein Produkt eines allseitigen Willens aller der daran Beteiligten war oder nicht.
Wir können dies ganz klar beantworten: Das deutsche Volk ist nicht anders entstanden wie fast alle der uns bekannten wirklich schöpferischen Kulturvölker der Welt. Eine kleine organisationsfähige und kulturell schöpferisch begabte Rasse hat im
Das Versagen des Bürgertums in der politischen Führung.
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General-Anzeiger für Oberhesfen
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Fast alle Völker der Welt bauen sich heute aus verschiedenen rassischen (3 r u n b ft o f • fen auf. Diese Urelemente sind die Träger voneinander abweichender Fähigkeiten. Nur in primitiven Funktionen des Lebens kann eine Gleichheit für alle Menschen angenommen werden. Darüber hinaus aber beginnen sie sofort in ihrem Wesen, ihrer Veranlagung und in Ihren Fähigkeiten auseinanderzufallen. Die Differenz zwischen den einzelnen Rassen kann z. T. sowohl äußerlich als damit selbstverständlich auch innerlich ganz enorm sein — und ist es auch. Die Spanne, die zwischen dem niedersten, noch sogenannten Menschen und unseren höchsten Rassen liegt, ist größer als die zwischen dem tiefsten Menschen und dem höchsten Affen. Würde es auf dieser Welt einige Rassen nicht geben, die zur Zeit ihr kulturelles Antlitz bestimmen, dann würde von einer menschlichen Kultur überhaupt wohl kaum zu reden fein. Nicht das Klima oder die Erziehung sind dafür verantwortlich zu machen, sondern nur der Mensch s e l b st, der von der Vorsehung mit dieser Fähigkeit begabt wurde.
Die höhere Nasse — zunächst höher im organisationsfähigen Sinne gesehen — unterwirft s i ch eine niedere und geht damit ein Verhältnis ein, das nunmehr nicht gleichwertige Rassen umfaßt. Damit erst erfolgt die Unterstellung einer Vielzahl von Menschen unter den Willen von nur wenigen, hergeleitet einfach aus dem Recht des Stärkeren, einem Recht, das, in der Natur gesehen, als einzig vorstellbar, weil vernünftig, gelten kann. So wenig der wilde Mustang freiwillig oder gar freudig das Joch des Menschen auf sich nimmt, genau so wenig ein Volk die Gewalt eines anderen.
Allein im Lause einer langen Entwicklung ist trotzdem sehr oft aus diesem Zwang für alle ein Segen geworden. Es bildeten sich jene Gemeinwesen, die durch das Zusammenschmieden ver-
oder anders geartete des Lebenspartners. Damit aber wird die Verwaltung des Arbeitsertrages zwangsläufig einer Aufteilung verfallen. Die von der Berücksichtigung der Leistung ausgeht. Das heißt mit anderen Worten: Das Geschaffene wird als Eigentum in dem Maße wieder verwaltet, wie es entstand.
Der Gedanke des Privateigentums ist daher unzertrennlich verbunden mit der Ueber- zeugung einer verschiedenartigen und verschiedenwertigen Leistungsfä- higkeit der Menschen und damit wieder mit der Verschiedenartigkeit und -Wertigkeit der Menschen selbst. Man kann aber nun nicht auf einem Gebiet des Lebens die V e r j ch jede n w e r t i g k e i t, die ich nun als verschiedene Veranlagung bezeichnen will, als moralischen Anspruch für ein bestimmtes (Ergebnis akzeptieren, um sie dann auf einem anderen Gebiet wieder adzu st reiten und damit unlogisch zu handeln; denn es ist unlogisch, zu erklären, das Privateigentum sei moralisch berechtigt, weil die Leistungsfähigkeit infolge ihrer verschiedenen Veranlagung nicht gleich ist und mithin die Ergebnisse dieser Leistung im einzelnen so verschieden ausfallen, dah man b e i ihrer Verwaltung hie Fähigkeit der Leistung zu berücksichtigen hat und umgekehrt auf dem wichtigsten Gebiet der
Laufe vieler Jahrhunderte andere Völker überlagert und z. T. aufgesaugt, z. T. sieb ongepaßt. Alle einzelnen Bestandteile unseres Volkes haben selbst- verständlich ihre besonderen Fähigkeiten in diesen Bund mitgebracht, geschaffen aber wurde er nur von einem einzigen volks- und staatsbildenden Kern. Dieses Kernvolk hat seine Sprache durchgesetzt, natürlich nicht ohne Entlehnung von den Unterworfenen, und es hat endlich alle einem gemeinsamen Schicksal solange unterstellt, daß das Leben des Staatsvolkes sich unlöslich verbunden hat mit dem Leben der allmählich ein- und angeschmolzenen anderen Bestandteile. Aus Siegern und Besiegten ist unterdes läng st eine Gemeinschaft geworden. Es ist unser heutiges deutsches Volk
Ausgehend von der Erkenntnis, daß alles Geschaffene nur durch dieselbe Kraft erhalten werden kann, die es schuf, kann auch ein Volkskörper nur erhalten werden von den Kräften, die ihn ins Leben riefen und durch ihre organisatorische Fähigkeit zusammenschweißten und erhärteten. Und alle, die ihr Volk lieben und seine Erhaltung wünschen, müssen daher dafür Sorge tragen, daß jener Teil feine politischen Fähigkeiten zur Auswirkung bringt, der einst der Träger der politischen Entstehung und Weiterbildung dieser Gemeinschaft war; denn wer die politische Führung der Nation einer anderen Kraft überantwortet als derjenigen, die einst im Lause langer Zeiträume die Nation gebildet hat, gibt diese damit früher ober später wieder frei. Wir hängen an unserem Volk, so wie es ist, und lieben es in .seiner inneren Vielgestaltigkeit und seinem damit bedingten äußeren Reichtum und möchten nicht, daß diese Gemeinschaft ihre Existenz auf dieser Welt verliert bloß deshalb, weil mit ihrer politischen Führung der falsche Teil betraut wurde.
Und dies ist tatsächlich geschehen. — Indem das Bürgertum als neuer Lebensstand die politische Führung der Nation beanspruchte und erhielt, war die vernünftig organische Entwicklung auf dem allerwichtigsten Gebiet durchbrochen worden. Das deutsche Bürgertum als gesellschaftliche Substanz war das Produkt einer im wesentlichen weniger auf politischen als vielmehr ökonomischen Funktionen beruhenden Auslese. Das liberalistische Zeitalter hat mit der Einführung von Geld und Besitz als Maßstab einer bestimmten Wertung im Bürgertum eine seinem innersten Wesen entsprechende gesellschaftliche Schicht gezeugt. Daß zahlreiche Angehörige dieser Gesellschaftsklasse auf vielen nichtmateriellen Gebieten ebenfalls Hervorragendes leisteten, hängt nicht zusammen mit einer etwa durch den „bürgerlichen" Begriff gegebenen Wertung als vielmehr mit den in ihnen vorhandenen rassischen Grundwerten.
Das Schlußwort des Führers auf dem Mrubergerparteikongreß
Die staaisphilosophische Begründung der nationalsozialistischen Weltanschauung.
schiedener Rassen das Wesen der Organisation begründeten. Diese aber erfordert Unterordnung des Willens und der Tätigkeit vieler unter den Willen und die Tatkraft immer eines Einzelnen! In eben dem Maße, in dem aber die Menschen die staunenerregenden Ergebnisse dieser Zusammenballung ihrer Fähigkeit und Arbeitskraft entdecken, erkennen sie nicht nur die Zweckmäßigkeit, sondern auch die Notwendigkeit eines solchen Vorgehens.
Und so Ist nicht dort eine arische Kultur von Größe und Bedeutung entstanden, wo Arier rein und ausschließlich unter sich lebten, sondern überall dort, wo sie mit anbersgearte- ten Rassen eine lebendige Verbindung eingingen, nicht im Sinne einer blutmähigen Vermischung, sondern einer organischen Zweckgemeinschaft. Und was für den Besiegten zunächst sicherlich als harter Zwang empfunden wurde, ist später trotzdem auch sein Segen geworden. Unbewußt wurde in dem Herrenvolk immer als IHoral die Erkenntnis lebendig, dah sein Herrentum nicht Willkür fein darf, sondern edle Vernunft.
Die Fähigkeit, andere zu unterwerfen, wurde ihnen oon der Vorsehung nicht gegeben, um diese sinnlos den Herren fühlen zu lassen ober zu quälen, sondern um aus der Verbindung seiner Genialität und der Kraft des anderen für beide gemeinsam ein menschenwürdiges, weil ihnen nützliches Dasein zu gehalten. Sowie aber dieser Prozeß der Volks- und Staatenbildung eingeleitet wurde, war das kommunistische Zeitalter der Menschheit beendet. Denn der Kommunismus ist nicht eine höhere Entwicklungsstufe, sondern er ist die pri- mitivste Ausgangsform.
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Führung, am meisten auf dem Gebiet der Politik. Denn es ist klar: Die Aufrichtung einer volklichen Gemeinschaft aus verschiedenen Raffebestandteilen hat nur dann einen Sinn, wenn sie von dem Teil führend getragen und verantwortet wird, der die Bildung erst übernommen und dann auch vollendet hat. So wie sich jede Kompanie verlassen fühlt und innerlich unglücklich und traurig ist, wenn ihr bewährter Führer fällt, so bricht unbewußt jedes Volk zusammen, dessen Führung versagt.
Indem das deutsche Bürgertum die politische Führung der Ration beanspruchte, hat sich eine Gesellschaft dem Volke als Führung vor- gestellt, die dafür nie geboren war. Und bas Volk hat bas erkannt unb inslinklsicher abgelehnt. So war es benkbar, baß eine feembe Rasse sich unterstehen konnte, mit einer primitiven Parole inmitten unseres Volkes eine alle Rarbe aufzureißen, um i m Proletariat eine Organisation berjenigen vorzunehmen, bie burch bas Fehlen einer wirklich geborenen Führung nunmehr fÜhrer - l o s geworben waren. Rur so war es auch verständlich, baß bas zu einer politischen Führung nicht im Geringsten bestimmte Bürgertum bie Methoden unb Gebräuche bes wirtschaftlichen Lebens auf bas Gebiet bet Politik zu übertragen versuchte. Der anonymen Aktie entspricht bann ber anonyme Stimmzettel unb ber Aktienmehrheit bie parlamentarische Koalition. Daß man mit beiben aber auf bie Dauer nicht ben Gebauten bes Privateigentums logisch ober gar ethisch unb moralisch begrünben konnte, war bann ebenfalls klar.
Je mehr diese Zeit in ihre innere Widerspräche hineinschlidderte, um so leichter war es einer konsequent oorgehenden fremden Rasse, das instinktiv rege gewordene Mißtrauen des Volkes in seine politische Führung vollends zu erschüttern. Wenn das Bürgertum sich aber aufbaute auf dem gänzlich unpolitischen Gedanken des individuellen Besitzes, dann fundierte man die im Volke gegebene Opposition vollkommen natürlich, auf jenem Teile, der an sich selbst nicht organisationsfähig war und auch heute nicht ist und daher im Kommunismus die primitivste, ihm in grauer Vorzeit einst eigene Ausdrucksform des Lebens plötzlich wieder- fand. Es ist daher kein Zufall, daß Hand in Hand damit eine Rückentwicklung auf allen Gebieten der Kultur planmäßig vom Kommunismus und seiner Führung propagiert und auch durchgeführt wurde.
Ebenso ist es aber auch natürlich, daß dieses Bürgertum als eine vollständig unorganische politische Führung ohne jede ursächliche Veranlagung und damit Befähigung dem Angriff des Marxismus gegenüber zusa m m enbrechen mußte, und aus dem gleichen Grunde war auch je-
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Diese haben an sich aber mit dem Begriff Bür- aertum nichts zu tun, denn um zu dieser Gesellschaftsklasse gerechnet zu werden, genügte eine rein wirtschaftlich glücklich ausschlagende V< o v genau so wie eine sich in einen bestimmten ökonomischen Erfolg umsetzende geistige oder kulturelle. Auf keinen Fall sind für die Wertung der Zugehörigkeit zu dieser Klasse heroische oderyel- dische Eigenschaften entscheidend. Im Gegenteil: Da das wirtschaftliche Leben meistens mehr unheroische als heroische Züge an sich hat, war das deutsche Bürgertum viel weniger heroisch als eben „wirtschaftli ch". Die bürgerlichen Parteien waren das getreue Spiegelbild dieser inneren Seelenverfassung: krämerhafte Vereinigungen ohne jede Befähigung für eine wirkliche Führung des Volkes. Und das Volk hat das auch genau gefühlt.
Die Schlußsitzung des großen Parteikongresses in der Festhalle beendete den 5. Reichsparteitag der NSDAP, in Nürnberg. Sie galt allein ber Entgegennahme der abschließenden Rede bes Führers. Unter den Ehrengästen befanden sich noch einmal alle die hervorragenden Vertreter der Oeffentlichkeit des In- und Auslandes, die schon den bedeutendsten Veranstaltungen der letzten Tage beigewohnt hatten. Bald nach 18.30 Uhr erschien der Fü h r e r mit seinen engeren Mitarbeitern, von der Menge stürmisch gefeiert. Nach dem Einmarsch ber Standarten begrüßte der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, die feit Eröffnung der Tagung neu erschienenen Gäste. Die Partei, so sagte Rudolf Heß, weiß insbesondere die Bedeutung der erstmaligen Anwesenheit der Diplomaten auf einem Parteitag der NSDAP, zu würdigen. Dann begann der Führer, abermals mit lebhaften Ovationen empfangen, feine Abschlußrede, in der er folgendes ausführte:
Wenige Stunden noch, unb die große Kundgebung der Partei ist beendet. Zug um Zug rollt durch die Nacht hinaus in die deutschen Gaue. Jeder kehrt wieder zurück zur Arbeit. Der eine auf seinen Acker, der andere in die Fabrik, ein dritter ins Büro; der Kampf des Lebens nimmt sie wieder gefangen und kann ihnen doch nicht die (Erinnerung löschen an die verlebten Tage. Mancher, der das Wesen dieser Bewegung nicht ersaßt hat, weil er sie selbst nicht erfassen kann, legt sich vielleicht die Fragen vor:
Menschen vollständig gleichen Wesens und gleicher Art und damit auch gleicher Fähigkeiten werden zwangsläufig auch in ihren Leistungen gleich fein. Diese Voraussetzung trifft zu bei völlig raffeneinheitlichen Völkern. Unter der Annahme dieser Voraussetzungen wird das Einzelergebnis der Tätigkeit solcher Lebewesen nur dem allgemeinen Durchschnitt aller entsprechen. Da, wie schon erwähnt, große Leistungen aber infolge des Fehlens der Möglichkeit einer Zufammen- fafjung vieler Individuen unter den Willen eines einzelnen dann nicht möglich sind, wird es sich bei den nunmehr im Durchschnitt geschaffenen Lebensgütern nur um ganz primitive Werte handeln. Es fehlt damit die Voraussetzung für eine klare Herausfchälung des Eigentumsbegriffes mangels der hierzu nötigen Leistungsabstände. Dieser Begriff verliert seinen inneren Sinn dann, wenn das Gesamtergebnis des Schaffens sich infolge ganz gleicher Leistungsanteile von vornherein gleichmäßig aufteilt. In diesem Zustande ist daher der Kommunismus eine ebenso natürliche wie auch moralisch verständliche Ordnung.
Mit dem Zusammentreffen verschieden st zu wertender Menschen wird auch das Ergebnis ihrer Leistungen verschieden sein, d. h. Die qualitativ höherstehende Rasse wird mehr zum Gesamtergebnis der gemeinsamen Arbeit beisteuern als die qualitativ schlechtere. Insbesondere aber werden die Fähigkeiten auf verschiedenen Ebenen liegen. Die primitive Fähigkeit der einen Rasse schafft von vornherein andere Werte als die hoher entwickelte
1. Warum wird eine solche Veranstaltung gemacht? und 2. wieso können die Menschen zu ihr kommen? Wie ift es möglich, daß Männer weit über das Land fahren, um irgendwo Dann aufzumarschieren, im Zeltlager zu schlafen, mit armer Kost fürlieb zu nehmen, und alles das, ohne dafür bezahlt zu werden?
Wieso ist das möglich?
Diese Fragen habe ich mir, meine Parteigenossen und -genossinnen gestellt, ehe ich dieses Werk begann. Ich frag mich damals: Wird man dies vom deutschen Volk fordern tonnen? Eine sehr schwerwiegende Frage; denn von ihrer Beantwortung hängt nicht etwa die Gründung einer Partei ab, die Möglichkeit oder Unmöglichkeit, eine Bewegung ins Leben zu rufen, sondern von dieser Antwort hängt ab das Schicksal der deutschen Nation. Wurde diese Frage verneint, Dann war jeder Versuch einer Regeneration unseres Volkes vergeblich. Glaubte man, sie bejahen zu können, mußte man dieses kühne Unterfangen wagen.
Wenn ich jahrelang in allen Situationen und unter allen Umständen an Den Sieg Dec nationalsozialistischen Bewegung geglaubt habe. Dann kam diese unerschütterliche Ueberzeugung aus einem gründlichen Durchdenken der Lebensund Entwicklungsgesetze. Weine politischen Gegner hatten versäumt, dasselbe zu tun.
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