seine Aktion nicht! Es ist eine Rettungs- matznahme für die Regierung Doll- f u ß, eine Sicherungsmahnahme für die brüchige Versailler Ordnung!
Eine phantasievotte Schwindelmeldung.
Deutschenfeinde und Abrüstungsgegner Arm in Arm.
London, 3. Aug. (ERB.) Der marxistisch« «Daily H e r a l d'^ meldet in großer Aufmachung, das französische Außenministerium besitze ein neues Geheimaktenstück mit Mitteilungen über schwere Verletzungen der Entwaffnungsbestimmungen von Versailles durch Deutschland. Das Blatt zahlt folgende Punkte auf:
1. Flugzeuge. Es werden Flugzeuge hergestellt, die sich mit größter Schnelligkeit in Bomben- und Kampsflugzeuge verwandeln lassen. Eine Vereinbarung zwischen dem Deutschen Luftsport- Derband und der Hitler-Jugend sieht die Ausbildung von Fliegern vor, die mit dem 12. Lebensjahr beginnt und mit dem 18. Lebensjahr beendet ist.
2. Giftgase. Mindestens eine Fabrik unter nationalsozialistischer Aufsicht macht Experimente mit Giftgasen für seine künftige Erzeugung.
3. Schwere Artillerie. 3n dieser Beziehung werden die Versailler Bestimmungen in Deutschland und in zwei Rachbarländern gebrochen, wo auf deutsche Bestellungen hin schwere Geschütze geliefert werden.
4. Maschinengewehre. Im Rheinland werden große Mengen leichter Maschinengewehre hergestellt, die von einem Oesterreicher namens Strange erfunden worden sind.
5. Gewehre und Revolver. Fabriken in Deutschland und mindestens eine große Waffenfabrik in einem Nachbarland stellen Gewehre und Revolver für Deutschland her. In der letzterwähnten Fabrik sind alle Werkführer und Aufseher Deutsche. In den rheinischen Fariken, wo Gewehre hergestellt werden, sind nur Nationalsozialisten beschäftigt, die vor ihrer Einstellung durch Eid zur Verschwiegenheit verpflichtet werden.
6. Tanks. Tanks werden entgegen dem Vertrag in Württemberg nach Entwürfen von Herrn Vollmer, Berlin, hergestellt.
7. Mannschaften. Ein Teil der SA. ist in der Weise gruppiert, daß die Reichswehr sofort durch völlig ausgebildete Mannschaften aufgefüllt und auf 300 000 Mann gebracht werden kann.
„Daily H e r a l d" bemerkt noch, Bemühungen Frankreichs, das Interesse der britischen Regierung an der Sache zu erregen, seien bisher erfolglos gewesen.
*
Diese Meldung ist bezeichnend für die Schwindelmeldungen, mit denen gewisse französische und m a r x i st i s ch e Kreise die Weltö"entlichkeit gegen uns auf^uputschen versuchen. Wie wenig überzeugend diese Manöver sind, beweist die von dem englischen marxistischen Blatt selbst zugestandene Tatsache, daß die englische Regie ^ung sich nicht bereit gezeigt habe, aus diese Manöver hereinzufallen. Die angeblich französischen Dokumente müssen also so gut wie überhaupt kein st i ch - haltiges Material enthalten haben. Daß ausgerechnet der marxistische „Daily Herold" diese Informationen lanziert, zeigt deutlich, aus welcher trüben Quelle die Abrüstungsgegner „ihr Material" schöpfen.
Ein Gewährsmann der französischen Spionage verhaftet. Solche Lumpen sind Frankreichs Quellen!
München, 3. Aug. (WTB.) Die P o l i - zeidirektionMünchen teilt mit: In B e r - l i n wurde der ehemalige russische Generalstabs- vberst Alexis Lampe unter dem Verdacht der
Spionage zugunsten einer <ir5T". wischen Macht verhaftet.
Wie wir dazu erfahren, gehört Lampe zu jenem Kreis russischer E nr i g r a n t en , dje teilweise für F r a n k r e i ch , teilweise für die G P il. gearbeitet und für beide Staaten spioniert haben.
Ein Beispiel für die verlogene französische preffehehe.
Berlin, 3. Aug. (ERD.) Die Pariser Presse lieferte in diesen Tagen ein neues, sehr bezeichnendes Beispiel über die Verlogenheit ihrer Berichterstattung über Deutschland bzw. deutsche nationalsozialistische Persönlichkeiten. Kürzlich ist der seinerzeit
an btm Ueberfall auf deutsche Autofahrer in Metz beteiligt gewesene Taxichauffeur Sigwart auf einer Fahrt nach auswärts überfallen worden. Die französische Presse behauptet nun, dieser Lieberfall sei von nationalsozialistischer Seite erfolgt und stelle einen Racheakt wegen der Metzer Vorgänge dar Den besten Beweis für die Haltlosigkeit und Llnwahrhaftigkeit dieser Darstellung gibt die Zeituna „La Libre Lorraine", die in einem ausführlichen Bericht über diesen Ucberfall ausdrücklich hervorhebt, daß es sich um einen ganz gewöhnlichen Raubüberfall handelt und daß der überfallene Chauffeur Sigwart selbst bekundet hat, er habe den Eindruck, daß der Täter es auf den Raub seiner Barschaft abgesehen habe.
Oie „Abrüstung" der Andern.
In Südengland finden gegenwärtig umfangreiche Manöver mit den Zöglingen höherer Lehranstalten statt, die in den Ferien einen Ausbildungskursus für d i e Offl- zierslaufbahn durchmachen. Wenn hier Knaben im Alter von 14 bis 18 Jahren mit modernsten Waffen vertraut gemacht werden, so schweigt die deutschfeindliche Presse darüber; sportliche Leibesübungen in Deutschland jedoch werden von dieser Presse in verlogenster Weise unter größter Aufmachung als Geheimrüstungen und Vorbereitungen zum Kriege ausgegeben. — Die jungen Kadetten holen ihre Bettsäcke ins Zeltlager.
Dollfuß im falschen Zug.
Aus Wien wird uns geschrieben:
Herr Dollfuß kämpft mit der zähen Verbissenheit eines ehrgeizigen Fanatikers um seine Stellung. Aber wenn er ehrlich ist, wird er sich eingestehen müssen, daß er von einem Erfolg heute eigentlich weiter entfernt ist als je. Er ist in der Wahl seiner Mittel nicht gerade zaghaft gewesen, er hat nach jedem Strohhalm gegriffen; die nationalsozialistischen Mandate in den Parlamenten sind suspendiert, die nationalsozialistischen Zeitungen sind verboten. Alles, was an Beamten irgendwie einer nationalsozialistischen Gesinnung verdächtig ist, wird kaltgestellt. An der erforderlichen Rücksichtslosigkeit hat es also nicht gefehlt. Aber es stellt sich immer mehr heraus, daß die Politik, wie sie Dollfuß verfolgte, in ihren Anfängen schon falsch gewesen ist.
Er hat versucht, so etwas wie ein eigenes österreichisches — selbstverständlich antideutsches — Ra.ionalbewußtsein großzuzüchten. Aber die Oesterreicher sind nicht mit ihm gegangen. Das gesunde Volksbewußtsein ist stärker gewesen, als alle diplomatischen kniffe.
Und wenn nicht die (Entente ft aoten ihre schützende Hand über ihn hielten, bann wäre Herr Dollfuß längst in der Versenkung verschwunden.
Allerdings, alle seine Demütigungen haben ihm nichts genutzt. Das Geld, das ihm in Aussicht gestellt war, hat er nid)t bekommen, weil selbst die französischen Bankiers nachgerade stutzig geworden sind und ihre Franks nicht in eine hoffnungslose Sache hineinstecken wollten. Je länger es aber dauert, bis dieses dünne Goldbäch- lein zu rieseln beginnt, desto schwieriger wird die Lage des Kabinetts Dollfuß. Denn die deutsche Grenzsperre beginnt sich mehr und mehr aus- zuwirken. Was man darüber aus den gerade von Reichsdeutschen besuchten österreichischen Reisegebieten hört, klingt katastrophal. Die Hotels stehen leer, die Bergbahnen decken in der Hochsaison nicht einmal die reinen Personalkosten. Die Salzburger Fest spie le, in die sehr erhebliche Geldmittel hineingesteckt waren, drohen zu einer aufgelegten Pleite zu werden. Und das alles, obwohl Herr Dollfuß'sich persönlich bemüht hat, einen Ersatz für die fehlenden Deutschen zu schaffen.
Man hat ausländische Journalisten in einer groß aufgezogenen Pressefahrt durch das Land gejagt. Man hat die Polen, die Tschechen und die Italiener zu mobilisieren versucht. Aber das große Loch, das durch das Fehlen der deutschen Gäste entstand, lieh sich nicht decken.
rind schNcßUch leben ja mittelbar oder unmittelbar ganze Provinzen vom Fremdenverkehr, denn die Bauern wieder werden ihre Erzeugnisse nicht los, weil die Hoteliers keinen Bedarf haben. Die Läden in den Fremdenzentren haben keinen Absatz. So geht das immer weiter und weiter.
Das ganze Volk also leidet, nur weil Dollfuß den richtigen Maßstab für die Dinge verloren hat.
Man kann nur wünschen, daß er möglichst bald die Einsicht zurückgewinnt und den Weg zu einer Verständigung mit Berlin findet; nicht nur in seinem Interesse — denn der Haß, den er züchten wollte, mutz ihn sehr bald selbst verschlingen —. aber im Interesse der Deut sch - ö st e r r e i ch e r. die zu schade dazu sind, als dah sie den Träumen eines „Möchte-gern-Diktators" geopfert werden.
„Oie Ratten verlassen daö Schiff .. Z4
Berlin, 3. Aug. (Til.) „Da er von einem endlichen Sieg der Razis in Oesterreich überzeugt ist", so wird dem Londoner „D a i l y E x p r e tz" aus Salzburg telegraphiert, „ hat Herr Max Reinhardt, der bekannte Theaterdirektor, sein zweihundert Jahre altes Schloß Leopoldskron, das zu den größten Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört, zum Verkaufe ausgeboten." Wie in dem Telegramm weiter mitgeteilt wird, will Professor Reinhardt auch seine ganze Einrichtung und die von ihm gesammelten Kunstwerke mitverkaufen. Der Preis für alles soll sich auf etwa 1 Mill. Mk. belaufen.
Ein intimer Freund Reinhardts äußerte sich dem Korrespondenten des „Daily Expreß" gegenüber wie folgt: „Roch vor kurzer Zeit war der Professor ohne Sorge, dah die Razis in Oe st erreich an d i e Regierung kommen könnten. Seit seiner Rückkehr nach Salzburg aber hat er die unzweifelhafte Sympathien des Volkes für Hitler und die Razis beobachtet und er fürchtet, dah es ihm hier genau so gehen werde, wie in Deutschland."
Schloh Leopoldskron ist, wie die „Rachtausgabe" berichtet, ein wunderbarer Rokokobau, der 1736 vollendet wurde. Professor Reinhardt hat in das Schloß ein Theater eingebaut, in dem er Privatvorstellungen für seine Gäste zu veranstalten pflegte.
Aus aller Welt.
Anklageschrift gegen die Reichstagsbrandstifler zugestellt.
In der Reichstagsbrand st iftungssache ist den Offizialverteidigern die Anklageschrift zuge.stellt worden; sie umfaßt mehrere hundert Seiten.
Auto stürzt in einen Kanal. — Sieben lote.
Sieben junge Leute aus Amsterdam, die sich zu einem Fischzug nach Andyk begeben hatten und seitdem verschwunden waren, sind mit ihrem Auto in den Rordholländischen Kanal gestürzt. Der geschlossene Personenkraftwagen, in dem die Vermißten Amsterdam verliehen, konnte in einer der vergangenen Rächte bei der Stadt Purmerend im Rordholländischen Kanal entdeckt und aus dem Wasser gezogen werden. Die sieben Insassen sind sämtlich ertrunken. Da die Tiefe des Wassers dort 4 bis 5 Meter beträgt, gelang es nur mit Mühe, das Auto mit Hilfe eines Kranes aus dem Wasser zu heben. Der Wagen und seine sieben erstickten Insassen boten grauenhaften Anblick. Die Lage, in der sie vorgefunden wurden, ergab, dah die Unglücklichen nach ihrem Sturz ins Wasser noch einen schrecklichen Todeskampf geführt haben müssen. Drei von den Ertrunkenen waren Brüder, von denen einer verheiratet und Vater von zwei Kindern war. Der genaue Hergang des Unglücks läßt sich nicht mehr feststellen, da keinerlei Zeugen in der Rähe waren. Die betreffende Landstrahe ist durch mehrere scharfe Kurven berüchtigt.
Verantwortlich für Politik: i. V.: Ernst Blumschein.
Pan im Hochsommer-Wald.
Don Ernst Keienburg.
Pan, der Sommerselige, lag auf der Bergwiese und blies die Flöte. Es war noch Morgen, der Rebel brütete über dem Jungholz, aber die Sonne färbte schon die Wipfel der Tannen. Im weihroten Kleestück ästen die Rehe und überfielen spielerisch den Wildbach. Die Kräuter verbreiteten durchdringenden, in der Feuchte des Morgens lange haftenden Geruch. Ein Frühsänger schlug schüchtern im Schneeballbusch, sonst war kein Laut als Oie sanfte fünfstimmige Weise des Waldschrats und das Gelächter des Buntspechts, das von Zeit zu Zeit darauf zu antworten schien.
Pan, der Iahrmillionenalte, kannte alle Wälder der Welt, von den silbrigen Hainen des Hcllesponl bis in die dumpfen Dickichte des Weihen Riis, von den ungerodeten Forsten Kanadas bis in die fieberschwangeren Urwälder des Gran Chaco — seine Sehnsucht aber blieb es, mit seiner Hirtenflöte durch Germanien zu schweifen, im kochenden Harzduft zu lagern und im Schatten der Eichen aus den Findlingsblöcken der Heide zu träumen.
*
Pan ist allerwegen und die Tiere des Waldes kennen seine Zottige Majestät. Gr kreuzte den Pfad der Elche in den sturmgestrählten Dickungen dec Rehrung, er grüßte im Sachsenwald die hoch geweihten Hirsche, die Springflut der Rehe im Odenwald, die Gemsen im Bayerischen Hochgebirge, den Sonnenflug des Seeadlers über den tausend Seen des Ostens, die sanften Tiere des Mittelaebirges, die Urhaftigkeit des Keilers in der wilden Eifel. Pan ist überall und der Lockung seines Spieles, wenn es durch die blaue Dämmerung getragen wird, kann niemand widerstehen, der vom Ursprung des Waldwesens gekostet hat.
Denn das, Mensch unserer Tage, wisse: im heimlichsten Winkel eines jeden von uns ist irgendwo spürbar, daß die Generationen vor uns jahrtausendelang durch Wald geschritten sind. Frage die Seher und Deuter und Dichter und horche in dich selbst hinein. Stehe in der Glut dieser Tage auf dem zähen Asphalt, atme in Schächten von Steinwänden die gestorbene Luft und dann schicke deine Sehnsüchte auf die Reise... versuche dir vorzustellen, daß die kühle Pforte des Waldes, des großen Erhalters und Erneuerers, aufgetan ist rings um deine Welt, jedem befchreitbar... versuche dir vorzustellen', daß ein Dach unter den Buchen klingt und die Felsen streift, während sein dunstiger Schleier bis unter die Drücke der sanft verflochtenen Zweige
emporstäubt, dann wirst du inne, welch eine zauberische Liebe in dir steckt zu Gott Pan und seinem Wald.
*
Für den, der den Wald mit der Seele sucht, ist Pan überall, wo die stolze Zier unserer Forsten dahinwallt über Ebenen und Hügel unter Sonne, Mond und (Sternen. Seht, da hockt er, der elbische Einsiedler mit dem steingrauen Gesicht und den listigen Augen und weist uns Menschenkindern den Weg in sein Reich. Im klingenden Aether rüttelt der Falke, die Farne stehen da wie grüne Flammen, der Fingerhut läutet, das Kornfeld rauscht mit seinem schweren Duft vom wachsenden Brot und die Wetterfichten, einsame Wächter auf kahlem Bergrücken, beben unter der mittägigen Glut. Dann kommen die Wetter, die aus dem Himmel niederstürzenden Gewitter, das Peitschen der Wotansgeißel, das Brüllen des Giehbachs, das Auffeufzen der betroffenen Reviere, die Entfesselung alles Großartigen und Wilden, das Erlebnis des sausenden Waldes, bis in die Poren durchblutend und mitreißend uns Zuschauer wider Willen, die wir unter einem Wursboden kauern und mit dem Aermel Ströme von Schweiß und Regen aus unseren Augen wischen. Es kommt die Versöhnung des Abends, da alle Wipfel feierlich gebreitet sind und verjüngt nach dem gewalttätigen Guß... d»a ist dann wieder das vertraute Aesen der Rehe auf den grüngoldenen Waldwiesen, das junge Wild mit den samtenen Augen ... bann kommt die Heerfahrt des Mondlichtes und das Erwachen der Rächt, jener Waldnacht, die dem Getier die heimlichsten Triebe öffnet, so wie sie uns Ratur- entfernten Schlaf bedeutet und Vergessen.
♦
Die Jahreszeiten wechseln im deutschen Walderlebnis, es wechseln die Landschaften, saüfte Rundungen und starrer Forst, hingezackt an einen glühenden Horizont, die Winterstürme werfen bald wieder körniges Eis vom Himmel und scheuchen Pan, den Sommerseligen, in seine Felshöhle; Buchenwälder wechseln mit tannendunkler Einsamkeit, des Herbstes späte Flammen mit dem Aufbruch des Frühlings, selbst die Tiere, diesen Landschaften innig verbunden, wechseln an Erscheinung, Form und Lebensweise — aber immer sind diese deutschen Waldmenschen da, die nicht müde werden, durch die Wälder zu pirschen, auf Wildkanzeln zu hocken und in Jagdhütten zu hausen, Gott Pan im Herzen und die Erkenntnis, daß das Kleinste groß wird — jeder Pilz, jede Knospe, jede spielerische Bewegung des Wildes — datz alles dies groß und wesenhaft wird vor dem Bewuhtfein der schöpferischen Allmacht.
„Kasserwalzer."
Das ist die richtige Sommerfrischen-Fttmoperette in einer idyllischen Tiroler Landschaft mit viel Liebe und vielen Verwechslungen, mit einem leutseligen habsburgischen Kaiser und weicher Walzermusik nach Motiven von S t r a u ß, M i l l ö ck e r und S u p p ä, mit frischer Kuhmilch und Schuhplattler, mit Manö- oerball und Watschentanz und original Salzkammerguter Naturjodler: eine der jüngsten Produktionen der Aafa, von Friedrich Z e 1 n i k lebendig und situationskomisch inszeniert. In der weiblichen Hauptrolle: Martha Eggert, die mit wienerischem Temperament und tadellosen Koloraturen das musikalische Leitmotiv der Operette zu populärer Wirkung bringt. Ihr Partner ist Willy E i ch b e r - ger, als fescher Reiteroffizier: ein für den Film neuentdeckter jugendlicher Liebhaber, den wir kürzlich schon in einer ebenfalls wienerischen, aber sehr viel ernsteren Umgebung kennen gelernt haben. Von den komischen Talenten ist diesmal ohne Zweifel Szöke S z a k a 11 an erster Stelle zu nennen, der ein paar unwiderstehlich witzige Momente hat; dann Hansi Niese, in wohlbeleibter Herzlichkeit; bann Trude Berliner, die genau das zu spielen hat, was man in der Reichshauptstadt als „kesse Rübe" zu bezeichnen pflegt. Hörbiger und Kämpers sind ebenfalls mit zwei typischen Lustspielfiguren beteiligt. — Das unbeschwert heitere Stück, das gestern im neuen Programm des Lichtspielhauses erschien, fand ein sehr dankbares Publikum. Dazu sieht man u. a. einen hübschen Bild- Bericht von den Havelschwänen und hört das Berliner Staatsopernorchester unter Kleiber die „Schöne blaue Donau" spielen.
Wundbehandlung in alter Zeit.
Daß der Mensch ber Eiszeit auch schon chirurgische Fertigkeiten besah, geht baraus hervor, bah schon in vorgeschichtlichen Epochen bie Schäbel-Tre- panation mit dem einfachen Feuersteinmesser aus- geführt würbe. Wenn aber eine solche Operation stattfanb, so muh man auch bie Wunde irgenbwie beyanbelt haben. In solchen Versuchen sieht Hans- Luitjen Ianhen die Anfänge ber Wunbbehanblung, wie er in einem Aufsatz ber „Deutichen Mebizini^ schen Wochenschrift' ausführt. Die Blutstillung, bie gewiß am meisten Sorge machte, hat man wohl am frühesten durch Zaubersprüche zu erreichen gesucht, wie sie bei den primitiven Völkern Vorkommen und auch unter den ältesten Denkmälern dec deutschen Sprache auftreten. Bei den ältesten Kulturvölkern ist die Wundbehandlung reich ausgebildet worden, wie man aus den verschiedenen allägyptischen me^ bizinischen Papyri ersieht. In den Gräbern Ober
Aegytens fanben sich 5000 Jahre alte Schienen aus Binsen und Baumrinde, mit denen Oberschenkelbrüche behandelt wurden. Die ältesten Abbildungen chirurgischer Operationen finden sich in einem Grabe der Totenstadt von Sakkarah aus der Zeit um 1600 v. Ehr.; es handelt sich dabei augenscheinlich um eine Operation an der Hand. Aus Alt-Israel wird überliefert, daß man die Wunden ausdrückte und mit Oel wusch. Auch in den Gesängen Homers finden wir bereits eine fortgeschrittene Kriegs-Chirur- gie, die die Geschosse entfernte, die Wunden mit lauem Wasser spülte und bittere Wurzeln auf ihnen zerquetschte, um durch den Saft zusammenziehend zu wirken. Diese Heilkunst übertrugen die Griechen auf benachbarte Völker- Davon zeugt u. a. eine Elektron-Vase, die aus einem skytischen Grabe Süd-Ruhlands stammt und auf der eine Wundbehandlung dargestellt ist. Die Behandlung der Wunden, wie sie der grohe griechische Arzt Hippokrates ausgebildet hat, blieb durch zwei Jahrtausende, bis ins 16. Jahrhundert n. Ehr. in Geltung. Bei den Germanen hören wir schon in der Frühzeit von kunstgerechten Verbänden. Römisch-griechifche Einflüsse bei der Wundbehandlung lassen sich in der Lex Visigothorum nachweisen. Die eiaentliche Heilkunde lag bei den Germanen in den Händen der ^rau; im Walthari-Lied wird besonders Speck als Heilmittel empfohlen; als älteste Heilpflanzen sind Bilsenkraut und Wermut überliefert. Auch im vorkolumbischen Amerika war man in der Chirurgie und Wundbehandlung schon ziemlich weit. Die Azteken nähten bie Wunben mit Haaren, und die Betäubung bei Operationen war bei ihnen gebräuchlich.
Zeitschriften.
— Die Augustnummer von Westermanns Monatsheften bringt u. a. eine frommer- liebe Erzählung aus den finnischen Schären „Greta und Lille", von Peter Hagen. Der als Volkswirt- schaftler bekannte Hans-Siegfried Weber veröffentlicht eine aktuelle Abhandlung „Wandlungen der Wirtschaft". Heinrich Zerkauten macht uns mit dem Maler Georg Siebert vertraut. Siebert gehört zu den deutschen Malern uer jüngeren Generation. Walther Linden, ber eine führende Stellung im Kampfbunb für deutsche Kultur hat, erzählt seine Erlebnisse auf einer Balkanfahrt. Weitere Abhandlungen: „Vom Werden ber Dorfkirche" von Dr. Siegfried Scharfe, „Fröhliche Mainlinie" von Hugo Frank, „Die elektrische Welle im Dienste der Menschheit" von Paul Gerhardt, „Samo", Erzählung von Karl Friedrich Kurz, und „Feldfliegers Wolkenglück", von Haupt-Heydemarck.
, Cjtr, sonst werden sie I
:itbt\\ nufaetragen. T
Ä mit üroas 'Butter nr non ben Kolben a z ist sehr einfad) unb ifa ausgezeichnet, ilartn aber auch bie ’ 1 Messer van ben jntier und Petersilie Im geben, gut schmecken bie $ ] Ifcn Mehlschwitze «e mit Erbsen ■ b dah man zweck hin ben Mais
' /, welche ben K
■ die Kalben auch " Me-chen bedeckt. M >s Maises erhalte Wmäfcige Art d |iP®-ter, bei denen die
-Herrn Erichs ■ WdjriebJ?^
V/ und beliebt ist: । ä xf.er)_ an die End I i an iljnen bei
1 -Uwe, bann blei id'cr.
W i>e
H:5* 1 '••3eÖ mir 00°
fL un i Dern)irl M'Aehl er *
Mrs I K&unftW1 nKieres Dollsten.
«.deUsbeschal jpsteit dazu; dn 6 ’ Mi Werk und h
I passen wieder in/ 1 - einzuglie
i „ff sich ausschlW
seinen Willens 1,1 lUrbellsbeschasM f [je für einen. I» i verscheucht die düs 11! ßrr Arbeitslosigkeit '.! j Reift, daß dem bei 8 I Erblühe bess're Zei H DieArbeitslo II | |oen Arbeitslosen 2 I I Laßt drum nicht t- ß j Lampst gegen Le'l W Dcweiht „dem
Ast diese ßotterie[ Ti Sorgt, daß die du
I Kecht bald oorube
Speise, ^Institut für ' ;ije n 3 ü d) I u n g ai !) uns geschrieben: 11 it nächsten Zeit w | -i ntgenbau und W | chtat wieder Spei I . Wir machen ai jL; ie Gemüse, welches J l «»ehme Abwechslui 1 \ Die Maiskolben 1 unb sind in diesem. | frkoblehndraten und J ' j unb Idjmatfljaft fu besonders geeignet I I; 3Übereilung gefch
I * Wölben werden in
! ben um Die- ’IDI hessischen Si
lsMstatthalter m H M aus dem 6fa Bungen, die c
BIS« n °der e ttjfoWünbe (Wen werden e K 2?^ bie all ,4.7 nehmen wird Wlnen L «r-s
k Ortsgruppe flu.t
I ’W-A e.t' i »Äinnm1 il|r "> ««rill "" " 'n ®i y > »V °*f°
M Ruf Un'sier I i- Ms1,,5*»
1,


