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4.7.1933 Erstes Blatt
 
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Aus der Provinzialhauptstadt

D'e Studentenschaft huldigt dem Reichsstallhalter vor der Universität.

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Als Abschluß der großen Rußlandwerbung wird das Rote Kreuz am Sonntag. 9. Juli, durch den Vertrieb eines HeftesBrüder in Not", das m die Hand jedes Deutschen kommen muß, eine Straßen- fammlung durchführen. Auch der Rundfunk wird für die Sammlung werben. Keiner stehe zurück, wenn es gilt, echte, volksdeutsche Brudergesinnung zu Zeigen. Die hungernden Brüder und Schwestern Ln sollen wissen und erfahren, daß ihnen

60 Millionen Deutsche die Hände über die Grenzen reichen.

Hungernde Deutsche in Rußland!

Ein Aufruf des Volksbundes für das Deutschtum im Ausland, Ortsgruppe Gießen.

Von der Ortsgruppe Gießen des VDA. wird mitgeteilt:

Das Deutschtum in Rußland, weit über eine Mil. lion Menschen, steht vor dem Hungertod. Die ?n2c, D0.P dort berichtet werden, sind erschüt­ternd. Wir können und dürfen vor ihnen nicht mehr passiv bleiben. In dieser furchtbaren Lage er­wachst dem VDA. die unbedingte Pflicht zu einer außerordentlichen Hilfsaktion, zu der sich alle amtlichen Stellen, alle Parteistellcn und alle privaten Hilfsorganisationen zur Verfügung stellen müssen. Nach seinem geistigen Neuaufbau hat der VDA. die erste große und umfassende Mög­lichkeit, feine ungeheuere Volksdeutsche Bedeutung herauszustellen. Zum ersten Male soll es zu gro­ßen Volksdeutschen Massenkundgebungen im ganzen Reiche kommen. Auch die Organisation der NSDAP.

sich mit der ihr eigenen Intensität an der Durchführung der Kundgebungen beteiligen

Die Ortsgruppe Gießen des VDA. ver­anstaltet diese Kundgebung am kommenden F r e i - tag,7.Juli, 20.30 Uhr, im Cafs Leib und fordert alle Vereine, alle Organisationen und alle amtlichen Stellen auf, ihre Mitglieder zu die er ge- meinjamen Kundgebung aller Deutschen aufzufor-

haben. Die Verleihling der Rettungsmedaille am Bande für Jugendliche wird bis zur Vollen­dung des 18. Lebensjahres ausgesetzt. Die Ver- leihungsurkundc für die Rettungsmedaille am Bande unterzeichnet der Reichspräsident selbst, die Ver- leihungsbescheinigung für die Erinnerungsmedaille der Reichsinnenminister. Für Rettungstaten vor dem 9. April 1933 dürfen die Landesregierungen selbst noch bis zum 8. April 1934 die landesrecht­lichen Auszeichnungen verleihen.

Selbstauslösung der Deutschen Volkspartei.

Berlin, 4. Juli. (VDZ.-Funkspruch.) Oer Par­teiführer der Deutschen Volkspartei, Reichstagsabge- ordnetcr Dingel dey, Hal folgende Verfügung bekannt gegeben:Da mit dem Wesen des jetzigen nationalsozialistischen Staates Parteien im alten Sinne nicht mehr vereinbar find, werden hierdurch mit sofortiger Wirkung sämt­liche Organisationen der Deutschen Volks Partei aufgelöst. Die Liquidation ist nach Möglichkeit zu beschleunigen. Aeber die Stellung der TNandatsträger sind mit den maßgebenden Stel­len Verhandlungen ausgenommen. Ich erwarte von allen Freunden der Deutschen Volkspartei, daß sie, getreu ihrer Ueberlieferung verant­wortungsfreudig an des Vaterlandes GrößeundFreiheit Mitarbeiten. Einig- keit und Recht und Freiheit sind des Glückes Unter­pfand. gez. D i n g e l d e y".

Eine Anordnung des ^steichsjugendführers.

Berlin, 4. Juli. (NSK.) Der Reichsjugend- fuhrer BaldurvonSchirach erläßt folgende Anordnung: Ich untersagehiermitjede Belästigung vonAngehörigenande- rerJugendbünde durch Mitglieder der HI. Wenn durch das Verhalten von Angehörigen deutscher Jugendverbände Anlaß zu Klagen ge­geben wird, ist auf dem Dienstwege an mich zu berichten. Soweit die Klagen ein Einschreiten not­wendig machen, werde ich bei denzuständi- gen staatlichen Stellen das Notwen­dige veranlassen. Einzelaktionen werden bestraft.

Vertagung der Londoner Konferenz?

London, 4. Juli. (WTB.-Funkspruch.s Das kleine Büro der weltwirtschaftskonferen; hat be­schlossen, heute nachmittag eine Vertagung der Konferenz sowie die Abhaltung einer Vollsitzung am Donnerstag zu empfehlen. Die Arbeiten der Unterausschüsse, die noch von Ruhen seien, sollen bis Donnerstag fortgesetzt wer-

aus Offenbach, die dabei ihrer Freude Ausdruck gab über die Tätigkeit der oberhessischen und ins­besondere über das einmütige -Zusammenarbeiten der evangelisch-kirchlichen Frauenvereine in Gie­ßen. Der Superintendent der Provinz Oberkir­chenrat D. Wagner grüßte die Festversamm­lung im Namen der Kirchenregierung und entbot ihr, indem er die Notwendigkeit fraulicher Arbeit überhaupt und insbesondere kirchlicher Frauen­vereinsarbeit betonte, beste Wünsche für den Weg Sum goldenen Jubiläum. Die Festrede hielt Pfar- rer Dechtolsheimer. Er berichtete von sei­nen Erinnerungen aus der Gründungsversamm­lung vor 25 Jahren, sprach den feiernden Vereinen den aufrichtigen Dank der Kirchengemeinden im Namen des Kirchenvorstandes aus und wünschte ihrem Wirken im Dienst der Gemeinde auch wei­terhin Gottes Segen. Ein eindringliches Schluß- ^vort sprach Landeskirchenrat Pfarrer A u s -

d. Er betonte die biblische Begründung dieser A^eit und rief auf zur ernsten Treue an diesem

Wr ÄrnVrin ÄSaSÄ* im Fr°ck Mm,t-rpr°sid-nt i>er L,chu,en DarmsE

Den Anfang seines heutigen Elends sehe der In­der in der Entdeckungsfahrt Vasco da Gamas. Nach ihm kamen die Holländer, die Franzosen und last not least derErzfeind", der Engländer. Zuerst seien es wenige Kaufleute; es folgten die Soldaten und als )-ü.^,'6/eit in Indien selbst ausbrach, war das 5k aLb-es Landes besiegelt. Während der napoleo­nischen Kriege sei es den Engländern gelungen, durch Betrug und Bestechung und dank ihrer skrupellosen Diplomatie, die Franzosen zu vertreiben und das Land ganz in ihre Hände zu bekommen. Seit dieser Zeit gehe England daran, systematisch jegliche Fabri­kation in Indien lahmzulegen. Auf die Tuch- herstelluna werde bis zu 70 Prozent Steuer gelegt, wahrend die englischen Lancashire- und Manchester- stoffe mit nur 2 Prozent verzollt eingeführt würden. Roch heute herrsche dasselbe Verhältnis. Unglaublich klinge es, wenn man höre, daß der Japaner seine Seide für 5 bis 10 Pf. pro Meter in Indien ver­kaufen könne.

Zum Ausbruch des Haffes gegen die englische Re- kV CS burS 005 Salzmonopol gekommen. Gandhi habe zum Boykott aufgefordert, legte aber damit den Grund für die Kämpfe der Folgezeit.

Erschütternd klang der Bericht über die Art der englischen Zivilisation. Der Engländer habe kein 3n= tere fe an einer Besserung der Verhältnisse. Kranken- ^ erwnf? ?bten unter 30 000 Einwohnern gebe es N'cht- Wasserleitungen seien in kleinen Städten nicht mu& ber H'ndu gehen, um seine heilige Waschung vornehmen zu können

Gegen diese englische Fremdherrschaft stemme sich das indische Volk nut heiligen Fanatismus. Mohaim medaner und Hindu seien sich in dieser Freiheitsbe- ^ie ii!n9e ^neration stehe einmütig hinter Gandhi, der das ungeheure Rachegefühl der Jungen zahme. Denn so glaube er schlüge Jn- dien los, so wäre nie mehr Friede in der Welt Des- halb sei sein Kampf ein passiver Widerstand. In dieser Passivität werde er bestärkt durch die indische Philosophie die ihm lehre, daß durch Willenskraft alles möglich sei. Gandhi sei Sozialist und Kommu- Nist im edelsten Sinne des Wortes, der nicht mit Kampf und Blut, sondern mit Liebe zum Ziel kom­men will. Gegen die Engländer richte sich seine Be­wegung nicht, nur gegen die englische Regierung. Diese Regierung in Indien zu beseitigen, sei sein einziges Ziel. Dem Redner wurde für seine Ausfüh­rungen, die er durch eine Reihe Lichtbilder ünter- stutzte, lebhafter Beifall zuteil.

Daten für Dienstag, den 4. Juli.

, , Ser Dichter Christian Fürchtegott Gellert

in Hainichen i. Sa. geb. (gest. 1769); 1776: Un- ??b?nglgkeitserklärung Nordamerikas; 1807- der "uHenlsche Nationalheld Giuseppe Garibaldi in N'ääa geb. (gest. 1882); - 1844: der Kunsthistoriker i

Sonntags - Rückfahrkarten zum Volkskonzert in Gießen. Die Reichsbahn gibt von allen Bahnhöfen der Strecken Gießen Yerborn, Gießen Friedberg, Gießen Marburg, GießenGrünberg, GießenHungenLaubach und GießenWeilburg Sonntagsrückfahrkarten nach Gie> ßen aus, um auch der Bevölkerung des Landes die Möglichkeit zu geben, das Konzert zu besuchen Die Karten gelten am Tage des Konzertes (6. Juli) von 12 6 5 24 Uhr. Um 24 Uhr mutz Die Rückfahrt an" getreten sein. 1

** Sonntags-Rückfahrtkarten zur ? /n Marburg. ®i<>

Reichsbahn gibt von allen Bahnhöfen im 11m- um Marburg Sonntags­rückfahrkarten aus Die Karten haben am 8. und 9; ^uli die tarifmäßige Gültigkeit, am 4., 5., 6. y*?P J- Auli haben diese Karten jeweils Gültiq- keit von 0 bis 24 Ahr. Die Rückfahrt ist späte- stens um 24 Ahr anzutreten

foHfrFpta ^"Gesellschaftsreisen. Die ®e- f SCn MER erfreuen sich in diesem ft Ä eluin einer lebhaften Beteiligung fiaV lnsbesondere um die Reisen inner-

fanög. Jin heutigen Anzeigenteil eue^?iftn?lefer Veranstaltungen im 3uli veröffentlicht. Neben Reisen nach Ober- Mpu und nach Rügen sind auch Fahrten nach Ostpreußen und Masuren vorgesehen. Der Neiseweg führt über die Seestrecke Swine- mundeZoppot, anschließend nach Danzig, Ma­rienburg, Tannenburg-Denkrnal, Alleinstein, Rud- Muny. Masurische Seen, Löhen. Angerburg und Königsberg. Die Rückfahrt erfolgt dann wieder mit den Dampfern desSsedienstes Ostpreußen"

Der nationalsozialistische Ab e n d f u n k " in Wien wird sein Erscheinen bis auf weiteres ein­stellen. Wie es heißt, soll auch das Mittagsblatt Kampfruf" nicht mehr erscheinen.

Wettervoraussage.

Da sich der Kern des Hochdruckgebietes immer noch über den britischen Inseln befindet, gelangt durch die Westseite der nordöstlichen Störung weiterhin kühle Luft südwärts, die auch bei uns Bildung von wechselhafter Bewölkung hervorruft. Auch der Temperaturanstieg wird dadurch etwas gehemmt. Im wesentlichen wird aber der hohe Druck das trockene Wetter erhalten und zeitweise auch Aufheiterung herbeiführen.

. Aussichten für Mittwoch: Leicht wech­selnd wolkig, aber auch aufheiternd, noch keine weitere Erwärmung und trocken.

Lufttemperaturen am 3. Juli: mittags 24,2 Grad ^elfius^abenbs 19,8 Grad; am 4. Juli, morgens 16,3 Grad. Maximum 25,3 Grad, Minimum 15,0 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 3. Juli: . abends 18,5 Grad; am 4. Juli: morgen. 17,9 Grad. I

den. Das Büro will aber welker bestehen blelben, um den Konferenzapparat intakt zu erhallen.

Kleine politische Nachrichten.

Der Reichsarbeitsminister und Stahlhelm­bundesführer Franz Seldte spricht heute von 19.45 Ahr bis 20 Ahr über alle deutschen Sender über das ThemaDie Eingliederung des Stahlhelms in den national­sozialistischen Staat".

'ffiie die TU. meldet, stehen die Verhandlungen die der V i z e k a n z l e r von P a p c n in Rom fuhrt, durchaus günstig. Man hofft, noch im Laufe diefer Woche zu einem gewissen Abschluß zu kommen. u 0

Die mancherlei Reden waren umrahmt von gemeinsamen Liedern, von schönen Chorliedern des Petrus-Frauenchors unter der sicheren Lei­tung von Lehrer Kröll, sowie von Duett- und Sologesang der Damen Stammler, Kühn und von der Heydt, in Inhalt und feiner Wiedergabe der ganzen Feier stimmungsvoN an- Darbietungen wurden mit herz­lichem Beifall ausgenommen, und die vielen An­wesenden hatten gewiß den tiefen Eindruck, als Mitarbeiter an einem großen und wichtigen Werk unserer evangelischen Kirche und unseres deutschen Volkes zu stehen, dem wir erhöhte Treue schuldig sind auch auf dem zukünftigen Weg. Das Wort eines Mitbegründers am An- aug. mit dem die Vorsitzende ihren Bericht schloß mag auch hier noch einmal alle zum Werk aufrufen und die Zuversicht zur Arbeit stärken ,,-L.un wir, was wir können, so wird Gott tun. was wir nicht können!"

Profap Kamdar: Indien

Das englische Seminar der Universität in Serbin- Dung mit dem Realgymnasium hatte am Freitag­abend zu einem Vortrag des Inders Pratap Ka m dar eingeladen, der über Land und Leute in Jn- Dien und über die Gandhi-Bewegung sprach. Wie großes Interesse man dem Vortrage entgegenbrachte zeigt die Tatsache, daß der Gesangsaal des Realaym- nasiums bis auf den letzten Platz besetzt war. Der Vortrag bot Gelegenheit, aus dem Munde eines Mitkämpfers der indischen Freiheitsbewegung man­ches Interessante über das Wunderland Indien zu erfahren Herr Pratap Kamdar ist eifrigster Anhän- ger Gandhis den er zur 3. Rounb Table Conference nach England begleitete.

3n gebrochenem, doch wohlverständlichem Deutsch führte der Redner ungefähr Folgendes aus: In der Vorstellung der Europäer lebe Indien als ein Wun- Oerlanb mit großem Reichtum, viel Göttern, heiligen ^.^mnnen, als ein Land, das erst englische Kultur zivilisiert habe, -tziefe Annahme weise er energisch zurück, entwarf dagegen ein lebendiges Bild von Jn- finuf h0raXC u Urzeit und seiner Entwicklung im Lauf der Jahrtausende.

Karl Woermann in Hamburg geb.; 1853: der LvZy11 ~ Beckmann in Solingen geb. (gelt 1923); 1888: der Dichter Theodor Storm in Hade» marfdjen geft (geb. 1817); - 1920: Der Bildhauer, S e(gebni857)aÖlrer ÄIin0er GroßjenL

Gießener Wochenmarktpreise.

, * Gieße n, 4. Juli. Es kosteten auf den, heutigen Wochenmarkt: Landbutter 120 Pfennig. Kochbutter 103, Matte 25, Wirsing (grün) 12

12 Spinat 12 bis 15: Romischkohl 10, Bohnen (grün) 30, Mischgemüse 10. Spargel 25 bis 40, Erbsen 15 bis 20

Tomaten 35 bis 45, Zwiebeln 10 bis 12.

^lte) 3 (pro Zentner 2,80 bis 3 Mk.) Rhabarber 8, Himbeeren 40, Stachelbeeren 15 Xirfdjen z0 bis 35, Erdbeeren 30 bis 45, (Wald) 60 lungc Hähne 80 bis 100, Suppenhühner 70 bis 80 Pfennig pro Pfund; Tauben 50 bis 60, Eier 85 ? , u^enkohl 10 bis 50, Salatgurken 20 bis 35*. Salat 3 bis 8, Einmachgurken 6, Käse 4 b^s 10 Oberkohlrabi 5 bis 10, Rettich 10 bis 15 Menmg Pro Stück; Rüben (gelbe) 8 bis 10, (rote) 10, Radieschen 5 bis 10 Pfennig pro Bund!

Der Polizeibericht met- Det. Wegen Sittlichkeitsoerbrechen, begangen an Hei. nen Kindern, wurde ein 54jähriger Former fest» genommen und dem Amtsgericht zugeführt. Er kam in Untersuchungshaft.

**mG^bru^5biebfta^L In der vergange. nen Nacht wurde in einem Ladengeschäft im Sei.

Ungebrochen und fünf Anzugsstoffe je 3,1r v!lcr' £ verschiedenen Farben, gestohlen. Die polizeilichen Ermittlungen sind eingeleitet.

* L e b e ns r e 11 u n g. Wie uns aus dem Leser» kreise mitgeteilt wird, hat sich an der ßebensrettung ^on^angestellten Paula Linde am vorigen Mcktwoch u. a. auch Herr Heinrich Ranft tatkräftig beteiligt. 1 ö

Der Volksbund für das Deutschtum im Ausland, Ortsgruppe Gießen.

gez- Prof. Dr. Th. M a y e r, 1. Vorsitzender, gez. Dr. W. H e n ß, 2. Vorsitzender.

25 Jahre evangelisch-kirchliche Zrauen- vereine in Gießen.

Die evangelischen kirchlichen Gemeindefrauen- b.crei"! 'n Gießen können in diesem Jahre auf eine 25jahrige Tätigkeit zurückblicken. Dieses Ju­biläum wurde am letzten Sonntag in schlichter Weise gefeiert. Vormittags war in der Stadt- kirche ein § e st g o t t e s d i e n st, der besonders von den Mitgliedern unserer Frauenvereine stark besucht war Die F e st p r e d i g t, der das Lo- sungswort des Tages, Psalm 138, Vers 8 zu- grunde lag rief auf zum Dank für Gottes Segen in per Arbeit der vergangenen Jahre und zur Bitte um Gottes Hilfe auch in der Zukunft auf. ©te wies hin auf die besonders bewegte Zeit dieses Dierteljahrhunderts, das durch den Krieg und seine Folgen auch die Arbeit unserer Frauei> vereine wesentlich bestimmte. Sie betonte die Rot- wendigkeit dieser Arbeit, die ihre Begründung und Wegrichtung im Evangelium findet, auch im neuen Reich des nationalen Aufbruchs, dem die große Aufgabe eines zuversichtlichen Wieder­aufbaus unseres deutschen Volkes aus sittlich- religiösen Kräften aufgetragen ist.

, .Aeben den kräftig gefangenen Chorälen war der feierliche Gottesdienst bereichert durch die schönen Lieder der Choralveremigung der Stadtkirche und der Chorschule unter Leitung unseres bewährten Stadtkirchorganisten Lehrer Simon.

Die Nachmittagsfeier fand im großen Saale der Liebigshöhe" statt, der trotz der vielen sonstigen Veranstaltungen dieses Tages

Der Führer der Arbeitersäule in der Deutschen Arbeitsfront, Pg. Walter Schuhmann, hat den langjährigen Reichsfachberater für Sied­lungswesen in der Reichsleitung der NSDAP. Pg. E u r d a zum Siedlungswart des Gesamtverbands deutscher Arbeiter und zum Beauftragten für Siedlungsfragen bei der Reichsleitung der NSDAP, ernannt.

*

Wie die Telegraphen-Union erfährt, sind d i e ®^bruöcr © Carl und Heinz Lahusen auf Grund der Verordnung zum Schutze von Volk und Staat in Schutzhaft genommen wor- öen, weil Bestrebungen im Gange sind, durch falsche Angaben die glatte Weiterführung des Lahusen- Prozesses zu stören.

bis zum letzten Platz besetzt war. Die Vorsitzende des Gesamtvereins Frau A. K i n d t gab nach kur-

I ln^l^»ir,e9-S^blet= °°" °ub°n M» §rauenvereine und entwarf ein leben- | aber als ber Glaub,

Alder vom Messest der llniversit«.

Neichsstatthatter Sprengel- wohnt dem Festakt in -er Neuen Aula bei.

i o n. Jrn Grunde erweise sie sich °ZÜWUH! unv ennoatj em leben- I aber als der Glaube an einen einzigen Gott den der filo9mir? ?Dn manni9fa$en Tätigkeit, wie Hindu in den verschiedensten Idolen anbete Deshalb sie auch heute noch m den sechs Gemeindefrauen- sei Indien auch das Land der vielen T-mn/s unh f^einnn geleistet und zum Aufbau unseres Dol- Götzenbilder. Der alleinige Gott habe drei formen MMLMZM UWMSZMD- großen Seele Brahma, zu der er nach mannigfacher Erdenwanderung zurückkehren muß. Der Hinduis- sei wie das Christentum eine Religion Der Liebe, nur mit viel mehr Zeremonie.

Ein wesentlicher Bestandteil dieser Religion sei das K a st e n y st e m, das etwa 400 o. Chr. feftgelegt roorben sei Die Bevölkerung werbe in die vier Äaften ber Priester, Solbaten, Kaufleute unb Bauern u?d Diener eingereiht je nach ihrer Tätigkeit. Mit /arliX61. ^rete das Wunberlanb mehr in unseren Gesichtskreis.