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Dienstag, 4. April (955
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antwortete Dr. Wiener, hierbei handele es sich um ein Problem, das nur Deutschland und die deutschen Juden angehe. Jüdische Organisationen im Ausland würden gut tun, sich diesem Problem gegenüber zurückhaltend zu verhalten. Die Parole müsse sein: Ruhig abwarten im Vertrauen auf den Patriotismus der deutschen Juden, die es stets als selbstverständlich betrachtet hätten, für ihr deutsches Vaterland Opfer zu bringen.
Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher.
preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20°, mehr.
Chefredakteur:
Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.Tbyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein undfürdenAn- zeigenteil i. D.TH.Kümmel sämtlich in Biegen.
Berlin, 3. April. (WTB.) Der Nationalsozialistische Zeitungsdienst meldet: Weite Kreise des deutschen Voltes sind empört darüber, daß gewisse, in den letzten 14 Jahren an maßgeben- d e r Stelle stehende Männer jetzt die Grenze überschritten haben und von dein in Deutschland verdienten Gelde im Auslande ein gutes Leben führen. Wie wir von gut unterrichteter Seite hören, sind Erwägungen im Gange, daß besonders in den Fällen, wo es sich bei den ins Ausland Geflüchteten um Beamte oder im Staatsdienst stehende Männer handelt, Maßnahmen ergriffen werden können, die die ins Ausland Geflüchteten ihrer Rechte als verlustig ergangen erklären. Es ist in dieser Linie daran gedacht, daß ins Ausland geflüchtete Beamte, Notare usw., die durch die Flucht ins Ausland sich freiwillig als nicht zur deutschen Volksgemeinschaft gehörig bekannt haben und die Interessen ihrer Mandanten schwer geschädigt Haden, unter diese Bestimmungen fallen und keines der bisher innegehadten Rechte in Zukunft behalten ober wieder erlangen können.
stimmig seinen Austritt aus dem All meinen Deutschen Beamtenbund schlossen.
Oie Wiedereinführung des Ausreise- Sichtvermerks.
Berlin, 3. April. (WTB.) Der Reichsminister des Innern hat heute folgendes bestimmt:
Reichsangehörige bedürfen bis auf weiteres zum G r e n z ü d e r t r i t t bei der Ausreise aus dem Reichsgebiet eines Sichtvermerks. § 42 der Paßbekanntmachung vom 7. Juni 1932 findet insoweit keine Anwendung.
Der Ausreisesichtvermerk ist nach anliegenbem Muster zu erteilen. Die Frist, innerhalb deren der Sichtvermerk zum Grenzübertritt benutzt werden darf (N u tz u n g s f r i st), ist festzusetzen a) zur einmaligen Ausreise auf höchstens einen Monat, b) zur beliebig häufigen Ausreise auf höchstens sechs Monate.
Im übrigen finden die die Erteilung von Sichtvermerken regelnden Bestimmungen der Paßbekanntmachung vom 7. Juni 1932 Anwendung.
Diese Bekanntmachung tritt mit dem 4.April 1933 in Kraft.
Wer flüchtet bleibt draußen!
Maßnahmen gegen geflohene öffentliche Funktionäre in Sicht.
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Zugendertüchtigung und Arbeitsdienstpflicht.
Empfänge beim Reichsianzlcr.
Berlin, 3. April. (ERB.) Reichskanzler Hitler empfing heute mittag eine Reihe von Mitgliedern des Reichsfor st wirtschaft s- r a t e s, unter ihnen Exzellenz v. Stein. Der Kanzler wird weiter den Münchener Polizeipräsidenten und Reichsführer der SS. Himmler, sowie den bayerischen kommissarischen Ju- tizminister Dr. Frank empfangen.
Wie wir von zuständiger Seite weiter erfahren, ist für morgen eine Chefbesprechung unter Vorsitz des Reichskanzlers in Aussicht genommen, die den Fragen der Jugendertüchtigung und der Arbeitsdien st pflicht gewidmet sein soll. An dieser Besprechung werden teilnehmen Vizekanzler v. P a p e n , Reichs- Innenminister Dr. Frick. Reichsfinanzminister Dr. Graf Schwerin v. Krosigk, Reichswirtschafts- und Reichsernährungsminister Hu- g e n b e r g , Reichsarbeitsminister Seldte. Reichswehrminister v. Blomberg, Reichsminister Göring und der Reichsbankpräsident Dr. Schacht.
Abmachungen.
Der Vorstand des Bundes der technischen Ange- tcllten und Beamten beschloß am Sonntag in seiner aus allen deutschen Gauen beschickten Reichstagung einstimmig eine Kundgebung, in der es u. a. heißt, der Vorstand des Butab erkene es als seine Pflicht, sich und alle Gliederungen des Bundes der Reichsregierung und den Landesregierungen, den Verwaltungen und Behörden zur Mitarbeit an den zu lösenden gewaltigen Aufgaben zur Verfügung zu
Gleichzeitig hat der Bundesvorstand ein-
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und der Landvolkpartei erfolgt; sonst würde dieses Mandat den Ratioalsozialisten zufallen. Seither versagten Volkspartei und Landvolkpartei über je ein
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München, 4. April. (ERB. Funkspruch.) Das Zentralkomitee zur Abwehr der jüdischen Greuel- und Boykotthetze hielt gestern, wie der „Völkische Beobachter" meldet, unter dem Vorsitz seines Leiters Julius Streicher eine Sitzung ab, in der Streicher über den Verlauf des Boykotts in Deutschland berichtete. Dabei sei besonders erfreulich gewesen die eiserne Disziplin, mit der der Abwehrkampf in ollen Teilen des Reiches durchgeführt wurde und die auch vom Auslande bereitwilligst anerkannt wurde. Aber noch sei die Ge- fahr, die Deutschland bedrohe, nicht gebannt. Es gelte jetzt, die erstürmte Stellung auszubauen. Die Judensrage sei die ernsteste Frage, die von einem Volk zu lösen sei. Selbstverständlich werde von allen verantwortlichen Stellen weiter an der Aufklärung des deutschen Volkes gearbeitet, und viel- leicht würde bereits in allernächster Zeit eine Zentralstelle für Rassenfrage geschaffen. An alle deutschen Geschäfte würden in aller- nächster Zeit große Schilder ausgegeben, die sie als Deuts che kennzeichneten. Der Führer sprach bann alten Mitgliedern des Komitees seinen Donk für ihre Arbeit aus. Cr wird vermutlich in den nächsten Tagen nach Nürnberg zurückkehren.
Protest des Verbandes der Deutschen Hochschulen.
Darmstadt, S, April. lWSA.) Der Der- band der deutschen Hachlchulea der sämtliche Universitäten und andere Hochschulen Deutschlands umfaßt, wendet sich mit Entrüstung und schärfstem Protest gegen die jeder Grundlage entbehrende ® r e u e l p r opa- ganda im Auslande. Er wird alle zur Verfügung stehenden Kräfte zur Aufklärung und zur Abwehr einsehen. Der Verband so^ert die Hochschulen aller Kulturländer auf, auch ihrerseits sich einzusehen für die Widerlegung der uns in den Augen der Welt herabsetzenden Unwahrheiten. Professor Tillmann, Bonn; Professor Schlenk, Darmstadt.
Oer Eindruck in der Schweiz.
Genf 3. April. (WTB.) Die heute vorliegenden Schweizer Zeitungen berichten m großer Auf- machuna und sehr ausführlich über den Ab wehrboykott in Deutschland. Der Gesamteindruck geht dahin, daß der Boykott rich g und ohne jede Gewaltanwendung verlaufen ist. Mit gV Genugtuung wird festgestellt, daß das
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Die Gleichschaltung der Länderparlamente.
Umfangreicher Mandatsabbau.—Eine bedeutsame Kundgebung der Wirtschastsführer
abteilung der NSDAP, seien 19 Fachschaften für Reichsbahn, Reichspost, Steuer, Zoll, Reichswehr, Polizei, Justiz, Lehrer, kommunale Verwaltungen ujw. eingerichtet. Mitglieder können nur eingeschriebene Nationalsozialisten werden. Die übrigen Beamten können als Sympathisierende der Bewegung Anhänger werden. Als Nachrichtenblatt gilt die Nationalsozialistische Beamtenzeitung. Neben der Pflege der nationalen Aufgaben soll den Mitgliedern Ver- icherungsschutz, Krankenbeihilfe und Sterbegeldver- icherung gewährt werden. Für die Polizei und son- tige hochgesährdete Beamten beständen besondere
Hlanbal.
Die wir hören, erwägt die hessische Regierung im Augenblick noch, ob nicht die Abgeordnetenzahl des hessischen Landtags n o ch w e i t e r herabgesetzt werden soll, wie dies von der nationalsozialistischen Fraktion immer gefordert worden fei.
Heue Spitzenvertretung der Beamten» schaff?
Berlin, 3.April. (CNB.) Wie der Preußische Pressedienst der NSDAP, ausführt, soll künftig an die Stelle der demokratisch-parlarnentariichen ve- umtenverbände die B e a m t e n a b t e i l u n g d e r NSDAP, treten. 2ln ihrer Spetze stehe der durch den Führer ernannte Leiter. Neben den bisherigen hohen ethischen und ideellen Aufgaben werden die öeamtenabteilung auch die B e tr e u u n g de r B e- amtenschaft in wirtschaftlicher und personeller Hinsicht übernehmen und alle ständischen Arbeiten miterledigen. In der Beamten-
ünveränderte Abgabe zur Arbeitet- losenhilse.
Berlin, 3. April. (VdZ.) Der Reichsfinanzminister und der Reichsarbeitsminister haben, wie das Nachrichtenbüro des VdZ. meldet, eine Verordnung zur Durchführung der Abgabe zur Arbeitslosenhilfe im Rechnungsjahre 1933 erlassen. Die Verordnung bestimmt, daß die Vorschriften für die Abgabe zur Arbeitslosenhilfe auch für das Rechnungsjahr 1933 gelten sollen. Die Verordnung über die Vergütung der Krankenkassen, der Reichsknappschaft und Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung für ihre Mitwirkung bei der Verwaltung der Abgabe bleibt über den 31. März 1933 hinaus bis auf weiteres in Kraft. Die Ledig en st euer soll nach der neuen Verordnung wie bisher auch im Rechnungsjahr 1933 erhoben werden.
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Die Wirtschaft geschloffen hinter der Regierung.
Berlin, 2. April. (WTB.) Auf der Haupt- ausschußsihung des Deutschen. Jndu st rie- und Handelstages gab Präsident Dr. Grund eine Erklärung ab, in der es u. a heißt: Ich habe dem Herrn Reichskanzler in persönlicher Aussprache erklärt, daß die von uns vertretenen Unternehmer von Industrie und Handel, Schiffahrt, Banken und Verkehr sich vorbehaltlos zur freudigen Mitarbeit am nationalen Staat bekennen und bereit und entschlossen sind, an den Ausgaben der Erholung und Kräftigung der gewerblichen Wirtschaft Deutschlands mitzuarbeiten, daß die Industrie- und Handelskammern gleichermaßen bereit und entschlossen sind, ihre wirtschaftspolitische Arbeit und Beratung mit allen Kräften zum Besten der Rationalwirtschaft unter Hint- anstellung von Einzelinteressen weiterzuführen. Diese Bekundung des Willens zur Mitarbeit hat der Herr Reichskanzler mit Dank und Zustimmung entgegengenommen. „Unsere Stellung der Regierung gegenüber“, fuhr Dr. Grund fort, „kann keine andere sein, als die von einem starken Willen getragene förderliche Mitarbeit Das gebietet insbesondere ein Blick auf das Ausland." Der Präsident schloß mit dem Wunsch, daß es der Regierung gelingen möge, Deutschland auf dem Weg des Rechts, insbesondere auch der Anerkennung seines Rechts unter den Völkern und auf dem Weg der sittlichen und wirtschaftlichen Kräftigung voranzuführen, daß den deutschen Industrie- und Handelskammern aber be- schieden sein möge, als S e l b st v e r w a l - tungskörper der gewerblichen Wirtschaft Staat und Volk mit den Erfahrungen und dem Urteil erprobter Vertreter der gewerblichen Wirtschaft zu dienen und zu nützen.
Oer neue Kurs im Heichsverband der deutschen Industrie.
Berlin, 3. April. (CNB.) Der „Angriff schreibt zu der Berufung der Vertrauensleute der NSDAP, und der DNVP. in das Präsidium des Reichsverbands der Deutschen Industrie: Mit dieser Gleichschaltung ist der bisher vorherrschende wirt- schriftliche Liberalismus überwunden worden und an seiner Stelle wird die Welt- anschaung des Nationalsozialismus a u s* schlaggebend sein. Von nun ab wird auch im Reichsverband der Deutschen Industrie unbedingt das Primat der Politik herrschen. Mit dieser Gleichschaltung erfolgt automatisch auch eine Gleichschaltung der bisher getrennt laufenden Un- ternehmerpolitik und A r b c i t e r p o l i, » t i k. Darüber hinaus wird es jetzt nicht mehr nötig sein, „Konklaven" nach dem Muster des Herrn Schleicher zu veranstalten, um die Gegensätze in der Wirtschaftspolitik zwischen Industrie und Landwirtschaft 3um Ausgleich zu bringen. Und schließlich werden ähnliche Gcdankengänge die bisher so scharfen wirtschaftspolitischen Gegensätze zwischen Industrie und Handwerk weitgehend beseitigen. Die Berechtigung und die große Wirtschafts- und sozialpolitische Bedeutung der kleinen Betriebe wird nunmehr auch von den Führern der Industrie anerkannt. Man kann daher wohl sagen, daß diese Gleichschaltung des Reichsverbands der Deutschen Industrie eine wichtige Voraussetzung war, eine lieber br ücku ng aller Interessenten- und Klassengegensätze im deutschen Wirtschaftsleben und damit zugleich die Voraussetzung einer ersprießlichen Arbeit am Wiederaufbau unseres Volks.
MetzenerAnzeiger
General-Anzeiger für (vberheffen
Dnid und Verlag: Vrühl'sche Universitäts-Buch- und Zteindruckerel H. Lange in Gießen. Schriftlettung und Geschäftsstelle: Zchulstraße 7.
Verl in, 3. April. (ERB.) Das Gesetz über Ne Gleichschaltung der V o l ksv er t re » lunaenvon Reich unb ßänbern bat für tllc Landtage eine erhebliche Verminderung der Gesamtrnanbate zur Folge.
Voraussichtlich wird sich folgende Zusammensetzung des neuen Bayerischen Landtages ngeben (in Klammern die Ergebnisse der Wahl tom 24. April 1932):
RSDAP. 48 (43), Bayerische Volkspartei 30 (45), Sozialdemokraten 18 (20), Bauernbund 3 (9), reutschnationale 5 (3). Da die Kommunisten, die im bisherigen Landtag acht Mandate hatten, im neuen Landtag ausscheiden, dürfte dieser aus 104 Mitgliedern, gegenüber bisher 128 Abgeordneten bestehen. An der Hand der Listenverbindungen nuf) noch nachgeprüft werden, ob etwa noch je ein Mandat auf die Deutsche Volkspartei und auf den Christlichen Dolksdienst entfällt.
Der Sächsische Landtag wird sich nur lod) aus 70 Abgeordneten zusammensehen, während er bisher 96 Sitze aufwies. Es entfallen auf bie Rationalsozialisten 38 (bisher 13) Sitze, auf bie Deutschnationalen 6 (10), auf die DVP. 1 (8), auf die Christlich-Sozialen 1 (2), auf die Staatspartei 1 (3), auf das Zentrum 1 (0) und auf die CoAialbemotratcn 22 (32) Sitze. Die Kommunisten fallen wie überall aus.
Der Württembergische Landtag wird sich wahrscheinlich wie folgt zusammensetzen: Rationalsozialisten 26 (23). Zentrum 10 (17), Sozialdemokraten 9 (14), Kampffront Schwarz- Weiß-Rot 3 (3), Christlich-Sozialer Volksbienst 2 ($), Deutsche Demokratische Partei 1 (4), Bauern- imb Weingärtnerbunb 3 (9). Die Gesamtzahl ber Qlbgeorbneten des Landtags, bie bisher einschließlich ber Kommunisten 80 betrug, wirb demnach im (reuen Landtag nur noch 54 betragen. Die auf den Wahlvorschlag der Kommunisten entfallenden Kitze werden nicht gezählt. Die DVP. geht leer aus. Die Rationalsozialisten unb bie Deutschnationalen haben auch bei bieser Berechnung mit 2o unb 3 = 29 Sitzen zusammen bie Mehrheit bei insgesamt 54 Manbaten.
Der Badische Landtag wird folgende -kitzverteilung ausweisen. (In Klammern die Ergebnisse der Wahl vom Oktober 1929): RSDAP. ; 30 Eitze (9) (6 Ratsoz. unb 3 Lanbbündler), kozialbemokraten 8 Sitze (18), Zentrum 17 Ditze i34), DRVP. 2 Sitze (3), KPD. 6 Sitze (5), LAP. mit Wirtschaftsp. — Sitze (10), Demokraten — Sitze (6), Ev. Volksb. — Sitze (3). Insgesamt 63 Sitze (88). Bei Anwenbung der Verbindungsmöglichkeiten zwischen ber Deutschen . Dolkspartei, Wirtschaftspartei, Demokraten unb 6t>. Volksbienst würben auf biese Parteien 2 Sitze entfallen, so baß ber Babische ßanbtag in diesem Falle 59 Sitze umfassen wirb. Kommunisten kom- men in Wegfall.
Der neue Thüringer Landtag wird 59 (bisher 61) Abgeordnete haben. Auf Grund vorläufiger Berechnungen würde sich das Parlament die folgt zusammensehen: RSDAP. 30 Sitze (26), ' 6chwarz°Weih°Rot 7 Sitze (6), Sozialdemokraten 13 Sitze (15). Die Deutsche Dolkspartei und die Ltaatspartei, die bisher mit je einem Abgeordneten im Landtag vertreten waren, fallen ebenso wie bie Kommunisten, bie 9 statt bisher 10 Sitze erhalten würben, aus. Die Rationalsozialisten haben somit bie absolute Mehrheit.
0er neue Hessische Landtag.
Darmstabt, 3. April. (WSR.) Aus Grund des von der Reichsregierung erlassenen Gesetzes über die Gleichschaltung der Landtage usw. wird der hes- jijche Landtag von 7 0 auf 50 Mandate herabgesetzt. Unter Berücksichtigung der Ziffern ber Reichstagswahl vom 5. Mär; würde sich folgende Sihverteilung ergeben:
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Ziel erreicht unb bie Greuelpropa- ganbades Auslandes, an der sich übrigens die Schweiz nicht beteiligt hat, energisch abgeblasen wurde. Man erwartet, daß nunmehr eine Beruhigung eintritt, und weist in diesem Zusammenhang als bemerkenswert darauf hin, daß die Börse bereits mit einer überraschenden Hausse reagiert habe.
Kundgebung der amerikanischen Kirchenvereinigung.
Berlin, 3. April. (WTB.) Dem Präsidenten des Deutschen Evangelischen Kirch e n a u s s ch u s s e s ist von der größten amerikanischen Kirchenvereinigung, dem Bundesaus- schubberChristlichenKirchen, ein Telegramm zugegangen, in bem es heißt: „Die Beunruhigung christlicher Kreise Amerikas über Melbungen betreffenb antisemitische Bewegung in Deutschland bedeutet in keiner Weise, daß das amerikanische Volk bie Achtung vor bem beutschen Volk verloren hat, ober unsere Liebe zu unseren christlichen Brübern verringert worden ist. Wir haben vollesVerstänbnis für bie Anzeichen ber neuen Einheit und der neugeborenen Hoffnung im deutschen Volke unb nehmen innigen Anteil an ben Bestrebungen Deutschlanbs, gleichberechtigt bin ber Welt zu sein."
Stillschweigen in Amerika.
Reuyork, 3. April. (WTB.) (Reuter.) Ent- sprechenb ben Wünschen des Staatsdepartements und der führenden Kongreßmitglieder haben bie amerikanischen Juden sich zur Haltung des Stillschweigens gegenüber ber Lage ber 3üben in Deutschland entschlossen.
Jüdische Abwehr der Sreuellügen.
Amsterdam, 3. April. (WTB.) Der Ge- schäftssührer des Zentralvereins beut- scher Staatsbürger jübischen Glaubens. Dr. Wiener -Berlin, weilt zur Zeit in Hollanb, um hier an der Bekämpfung ber Greuel-Propaganda teilzunehmen. Er erklärte in einer Presseunterrebung. jeder Holländer könne sich durch eine Reise nach Deutschland davon überzeugen, bah bie neue beutsche Regierung überall f ü r Ruhe und Ordnung gesorgt habe. Zu seiner Genugtuung habe er feststellen können, bah die Greuel-Propaganda in Hollanb keinen großen Umfang gehabt habe. Auf eine Frage nach derzukünstigenStel- lung des Judentums in Deutschland
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