Ausgabe 
4.4.1933 Erstes Blatt
 
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Iiiei6eriif)t **» Sich«, htS ®ie6en Verden w* m L°chW, XclÄommuni' vnahen und in die rimincholizei ®[^en ia"n Otto Ärid Juj ^u,durch Zeugen be- T^ler von Slugblät, ' toinmt. Sud toutix ^>?tschaft Gießen vor- 11 >Pn beantragte, der ©utöe. Durch Land- Arbeiter Loh am 2. wch im Desihe einer Slugblänet derIdW. wurden noch in Die- 'reitet. Alle Perimen. ber die Aertellrng der werden gebeten, vieä '.le Gießen, Ziomer 42 n. Auf Wunsch wer« i behandelt.

Ludwig Ballbor( !, wurde am 1. April ' Polizeiamts Gießen in er linken lasche seines dem Führersitz sanden geladenen, hahchsen n Grunde wurde Ball' hier vorgefihrt. Ball n Führens einer §chuß- at Gesängnis bc> -kräftig. Er muhte die eßtzn in Schuyhaft bc* i wegen 'Mmanack efängnii ßiefjen über» misten aus Trohe, der iis Dietzen in Schuh«

wurden 5 Kommu« Lanner, aus Frank' eim festgenommen und us Sieben eingeliefert. >se Festnahmen können ung nicht gewacht wer«

mich nicht allein. Äe Aschen helfen, und der illes richtig anordnen. Grete tat 'Hf Mjj tiid) nicht beim Loschen leruhigtesich-llMM. ummt, und nun sahen

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Deutsche Reiterei im Mm.

Am Sonntagvormittag fand, veranstaltet vom Kavallerie -Berein Gießen, im Licht- -spielhaus Bahnhofstraße eine eindrucksvolle Film- " Vorführung statt. Der Vorsitzende des Kavallerie- Vereins Gießen, Herr Hartmann, hieß die in stattlicher Anzahl erschienenen Gäste willkommen und wies in kurzen Worten auf den Sinn dv Filme hin, die die Erinnerung an den Glanz der ehemaligen Reiterregimenter wachrufen und in der Bevölkerung, besonders aber in der Jugend den Wehrwillen wecken sollen.

Zunächst sah man hervorragende Bilder vom Reitertag 1932 in Hannover. Unter der Fülle der Bilder gefielen besonders die hervorragenden Aufnahmen vom Festzug Man sah die verschieden­sten Uniformen der ehemaligen deutschen Kavallerie, die schneidigen Ulanen und Husaren, die Reiter im schweren Küraß, die Uniformen der bayerischen und hessischen Reiterregimenter, alle auf schmucken, wohl- gepslegten Pferden. Manchem ehemaligen Reiter mag das Herz aufgegangen, in der Jugend aber dürste ein Abglanz'jener Zeit zurückgeblieben fein, die auch in unsere Tage ihr Licht zu werfen vermag. IDlit besonderem Beifall wurden die hessischen Reiter im Bild begrüßt.

Im Anschluß daran wurde unter dem Titel Vaterland" deutsche Reiterei, insbesondere die Kronprinz-Ulanen, in Frieden und Krieg gezeigt. Das Thema des Filmes, der dem Andenken der Ge­fallenen des Weltkrieges und der deutschen Reiterei gewidmet ist, ist geschickt in eine Spielhandlung ein- gesügt. Der Film führte zunächst auf einen Guts» Hof. Man hatte Gelegenheit, eine Reitjagd zu ver­folgen. In humorvoller Form wurden dann Re­krutenaushebung und Ausbildung bei den Strom prinz-Ulanen gezeigt, bis die Ereignisse des Welt­krieges den anderen Rahmen gaben. Man begleitete die Ulanen auf dem Weg über die französische Grenze, sah,sie ihren ersten gefährlichen Patvouillen- ritt machen, der große Opfer forderte, aber doch die für die nächste Schlacht ausschlaggebende Meldung i über den Stand der feindlichen Artillerie zurück- brachte. In weiteren Akten wurden eine kühne Brückensprengung hinter der russischen Front und der Durchbruch durch die feindlichen Linien gezeigt, dem die Zuschauer mit großem Interesse folgten. Schließlich sah man die Ulanen zu Ende des Krieges in den Schützengräben, in denen sie bis zuletzt die Tradition des Regiments hochhielten und nur auf Geheiß der Regierung in den Tagen des Waffen­stillstandes 1918 ihre Maschinengewehre ablieferten. Mit Bildern von der letzten Parade vor dem Kom­mandierenden des Regiments in Köln fand der Film feinen Abschluß.

Gemeinsam wurde im Anschluß an die Vorfüh­rung das Deutschlandlied gesungen.

Gictzencr Wochcnrnarktpreise.

* Gießen, 4. April. Cs kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter 110, Land» butter HO, Kochbutter 90, Matte 20 bis 25 Pf. das Pfund, Käse 5 bis 10, Eier 7 bis 8 Pf. das 6tüd; Wirsing, gelb, 12 bis 15, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 10 bis 15, Gelbe Rüben 10 bis 12, Rote Rüben 10, Spinat 20 bis 25, Hnter-Kohl- rabi 6 bis 8, Feldsalat 80 bis 100, Zwiebeln 10, Meerrettich 30 bis 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Rhabarber 40, Kartoffeln 3, Aepfel 20 bis 30, Dörrobst 35 bis 40, Obstmus 40 bis 45. Russe 40, Junge Hähne 70 bis 90, Suppenhühner 70 bis 80 Pf. das Pfund, Tauben 40 bis 60, Blumenkohl 30 bis 50, Salat 25 bis 30, Salatgurken 60 bis 70, Endivien 10 bis 20, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 30 Pf. das Stück, Ra- dieschen 12 bis 15 Pf. das Bund: Kartoffeln 2,50

Bornotizen.

Tageskalender für Dienstag: Stadttheater, 20 bis 23 Uhr,Die Räuber". NSDAP., Kreisleitung Gießen, 20 Uhr, Cafä Leib, Versammlung der NS.-Kriegsopserversorgung. Alldeutscher Verband, 20 Uhr, Hotel Schütz, Vor­trag überAufbruch der Nation". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, 16, 18 und 20.30 UhrBlutendes Deutschland".

** Iustizpersonalie. Das Gesuch des Mi­nisterialdirektors Ludwig N e u r o t b um Ver­setzung iin den einstweiligen Ruhestand ist unter Würdigung der von ihm vorgebrachten Gründe mit Wirkung vom 1. April 1933 ab genehmigt worden.

" Aufklärung des Kindesleichen- fundes. Der heutige Polizeibericht meldet: Der Fund einer Kindesleiche in einem städtischen Müllauto, über den vor einigen Tagen berichtet wurde, hat nunmehr seine Aufklärung gefunden. Unter der Anschuldigung der Kindestötung wurde die Mutter des Säuglings, ein unver­heiratetes junges Mädchen aus Steinbach, von der hiesigen Polizei verhaftet.

* D i e Haupt- und Vertreterver­sammlung des Hess. Landeslehrer­vereins findet erst am 13. und 14. Mai in Vilbel statt.

Oberhessisches Wer-Zungvolk marschiert

Gestern nachmittag traf eine stattliche Marsch­kolonne des Hitler-Jungvolkes der Kreise Friedberg und Büdingen hier ein. Singend zogen die Buben durch die Straßen, singend waren sie durch die Dörfer geschritten und hatten überall bei ihrem Erscheinen die Menschen auf die Straße gelockt und durch ihr vortreffliches Auftreten begeistert. Die Jungens hatten die vorhergehende Rächt in Butzbach verbracht (dort fanden auch Werbekundgebungen statt), waren dann über Kirchgöns und Pohlgöns nach Gießen marschiert, nachdem sie in den beiden genannten Dörfern verpflegt worden waren. Ge­gen 16 Uhr trafen sie in Gießen ein. Die Knaben, die zum Teil mit schweren Tornistern bepackt waren, hatten eine stattliche Strecke Weges zu Fuß zurückgelegt, tarnen aber munter und frisch in Gießen an. Allenthalben wurden sie herzlich begrüßt.

Den Jungens sprach Helle Begeisterung für ihre Sache aus den Augen.

In ihren Braunhemden fielen sie allgemein auf. Die Bevölkerung hatte vielfach die Häuser mit Fahnen geschmückt, so daß der Jugend ein wür­diger Empfang bereitet war.

Rachdem das Gepäck abgelegt war, zogen die Jungscharen unter Vorantritt der neugebildeten SA.-Kapelle des Sturmes 12 in geschlossenen Formationen mit ihren Wimpeln und Fahnen durch einige Straßen, wobei sie überall freund­lich begrüßt wurden. Auf dem Landgraf-Philipp- Platz fand eine Kundgebung statt, zu der sich nicht nur das Jungvolk, sondern auch viele Einwohner eingefunden hatten. Musik leitete die Kundgebung am Denkmal ein. Sodann sprach der Stammführer des Stammes Chatten in Oberhes­sen Robert Hainer (Butzbach) zunächst in aner­kennenden Worten über die außerordentlichen Leistungen, die die Jungens auf ihrem bis­herigen Marsch gezeigt haben. Er gab seiner Freude über die starke Beteiligung und das tapfere Ausharren aller Beteiligten Ausdruck. Er wies gleichzeitig auf die Rotwendigkeit der körperlichen Ertüchtigung hin, die dem Vater­land zu dienen habe, wenn dem Vaterland die Zukunft gesichert werden falle. 2m Anschluß daran sprach Bann-Inspektor Blumenröder (Groß-Umstadt) zur Jugend. Er ermahnte sie zu ernster körperlicher und geistiger Vorbereitung Aum Dienst an Volk und Vaterland, wies auf Die Bedeutung der nationalen Erhebung hin und forderte zur Mitarbeit auf, soweit sie aus jugend­licher Kraft möglich sei. Der erste Vers des Deutschlandliedes und ein Vers des Horst-Wessel- Liedes beschlossen die würdig verlaufene Kund­gebung, an der sich die Teilnehmer des Marsches in vorbildlicher Disziplin beteiligten.

Am Abend sand man sich zu einem

Zungvolk-Abend

zusammen, der im Cafe Leib stattfand und ob­wohl er nur improvisiert war einen schönen Verlauf nahm. Schneidige Musik der SA.-Kapelle leitete den Abend ein. Sodann begrüßten die Teilnehmer mit erhobener Hand die Wimpel des Hitler-Jungvolks, die unter den Klängen eines schneidigen Marsches in den Saal getra­gen wurden. Rach kurzer Begrüßung durch den Stellvertreter des Stammführers hielt Dann- Inspektor Blumenröder - Groß-Umstadt eine Ansprache. Er sprach zunächst von der Verknech­tung und der Zerrissenheit unseres Volkes in den vergangenen 14 Jahren. Er übte Kritik an der Jugendbewegung in dieser Zeit und wies auf die einigende Tat Adolf Hitlers hin, der auch die Jugeüd auffordere, teilzuhaben am Kampf um die innere und äußere Befreiung des deut­schen Vaterlandes. Die deutsche Jugend müsse sich wieder der großen Vergangenheit erinnern und sie wieder lebendig werden lassen.

Deutschland könne nur leben, wenn alles einig fei und von dem gemeinsamen Töillen durch­drungen, alles dem Vaterlande zu opfern.

Der Rationalsozialismus müsse weiter kämpfen und die Irgend müsse sich in diesen Kampf ein- reihen. Es müsse wieder Achtung vor dem Mit­menschen. Achtung besonders vor der Frau als der Mutter kommender Geschlechter Raum gewin- nen in den deutschen Herzen. Im Vertrauen auf Adolf Hitler werde man mit ihm kämpfen, bis Deutschland wieder frei fei. *

Im Anschluß an die Ansprache sah man, auf-» geführt vom Butzbacher Jungzug, zwei Laienspiele, die den darstellerischen Mög­lichkeiten der Knaben angepaßt waren und recht frisch gegeben wurden. Der Ernst unserer Zeit, aber auch jugendfroher Humor fanden gleicher­maßen ihren Ausdruck in den beiden Spielen. Den Rest des Abends füllte die SA.-Kapelle mit ausgezeichneter Musik.

3m Schlußwort beschäftigte sich Stammführer Hainer, Butzbach, in tiefgründiger Weise mit der Geschichte und dem Sinn der deutschen Ju­gendbewegung. Er ging auf das bisherige Wesen und die Zielsetzungen der hündischen Jugend­gruppen ein und wies darauf hin, daß man die Jugend in ihrer Gesamtheit erfassen müsse, um sie hinzuleiten auf das wesentliche, auf die Einheit im Volke, im Vaterland, in das sich der Jugendliche von Anfang an als vollwertiges Glied einfügen müsse. Die Ausführungen des Stammführers wurden mit lebhaftem Beifall ausgenommen. Das Horst-Wessel-Lied beschloß den Abend.

Abschiedskundgebung für Staaismim'fier Dr. Muller.

te* Alsfeld, 3. April. Am Sonntagnachmit­tag fand in der Festhalle eine große Ab­schiedskundgebung für Mini st er Dr. Müller, der seither als Borstand des Finanz­amts Alsfeld hier seinen Wohnsitz hatte, statt. Die geräumige Halle vermochte die Menschen­massen nicht zu fassen, so daß noch eine große Anzahl Besucher an den Eingängen stehen muhten. Die gesamte SA. und SS. aus dem Kreise Als­feld war aufmarschiert, auch die Ortsgruppe Als­feld des Stahlhelms war durch eine Abordnung vertreten. Die Halle war festlich geschmückt.

Zu Beginn der Kundgebung überreichte Bür­germeister Dr. B ö l s i n g den künstlerisch aus- geftatteten Ehrenbürgerbrief der Stadt Alsfeld an Staatsminister Dr. Müller. Bürger­meister Dr. B ö 1 s i n g betonte in seiner Ansprache insbesondere die enge Volksverbundenheit von Dr. Müller mit der hiesigen Bevölkerung in Stadt und Kreis Alsfeld, der er während feiner 3jährigen hiesigen Dienstzeit allezeit ein wohlwollender Be­rater, ein hilfsbereiter, deutscher Volksgenosse ohne jeden Bürokratismus gewesen sei.

Der Vorsitzende des Alsfelder Turnver­eins, dem Minister Dr. Müller als aktives Mitglied angehörte, überreichte ihm die Tlrkunde über seine Ernennung zum Ehrenmitglied des Turnvereins.

Alsdann sprach Minister Dr. Müller, wobei er auf die Aufgaben des Rationalsozialismus ein- ging, die diesem durch die nationale Revolution erwachsen seien. Auch in Hessen seien große Aus­gaben zu lösen, älnnachsichtlich würden alle die­jenigen, die ein Verbrechen am Volke begangen hätten, aus ihren Stellen beseitigt werden. Man

habe die seitherige Regierung bekämpfen müffen, weil sie aus unlauteren Motiven gehandelt und sich am Volke versündigt habe. Die Rede wurde mit stürmischem Beifall ausgenommen.

Kreisdirektor Dr. Stammler gedachte in an­erkennenden Worten der verdienstvollen Tätig­keit des Herrn Dr. Müller im Kreise Alsfeld während seiner hiesigen Wirkungszeit und seiner Verdienste um die nationale Freiheitsbewegung.

Der Vertreter des Gauleiters wandte sich an die Versammlung mit der Aufforderung, für die gerechte Sache des Rationalsozialismus mit aller Kraft weiter zu kämpfen.

Zum Schluffe ergriff nochmals Minister Dr. Müller das Wort, um für die ihm zuteil ge­wordenen Ehrungen in herzlichen Worten zu dan­ken. Besonders dankte er seinen Kameraden von der SA. und SS., deren große Verdienste um die Freiheitsbewegung er hervorhob.

Dann sprach noch Regierungsrat Dr. B e st. Dieser stellte an die Spitze seiner Ausführungen den Grundsatz, daß Männer die Geschichte machen. Dies sei die Grundlage der nationalsozialistischen Auffassung. Er verlange vor allem Vertrauen und Achtung. Wenn die Erfolge nicht so schnell wie gewünscht in Erscheinung treten würden, so hänge das mit den großen Schwierigkeiten zu­sammen, die zu überwinden seien.

Mit dem gemeinsamen Gesang des Horst-Wes- sel-Liedes und des Deutschlandliedes fand die ein­drucksvolle Kundgebung ihren Abschluß. An­schließend fand auf dem Marktplatz noch ein Vor­beimarsch der SA. und SS. und der Hitlerjugend vor Minister Dr. Müller statt.

Landkreis Kietzen.

£ Wieseck, 2. April. Heute gegen 1.30 Uhr beobachteten Einwohner und die Nachtpolizei einen Brand bei Gastwirt Richard Weller. Der Schrank des Polizei-Schutzhundeoereins hatte Feuer gefangen. Es bestand Gefahr, daß der anschließende Stall, in dem Stroh gelagert wurde, Feuer fing. Die von der Nachtpolizei sofort herbeigerufene Feuerwehr und Einwohner konnten das Feuer auf seinen Herd beschränken. Der entstandene Schaden ist nicht groß.

,L CB i c f c d, 3. April. Samstagabend fand bei Gastwirt Wilh. D o r f e 1 d die Generalver­sammlung des Landwirtschaftlichen Konsumvereins statt. Geschäftsführer Hildebrand erstattete den Geschäftsbericht und gab die Bilanz bekannt. Aus dem Geschäfts­bericht war zu entnehmen, daß auch die Genossen­schaft unter den wirtschaftlichen Verhältnissen zu leiden hat. Der Tlmsatz ging auf etwa 200 000 Mk. zurück, was auch auf den Rückgang der Preise zu­rückzuführen ist. Der Reingewinn beträgt 11 996,48 Mark. Die Erhöhung der Umsatzsteuer von 0,85 auf 2 Prozent brachte eine steuerliche Mehrbela­stung von 1400 Mark. Rach kurzer Aussprache wurde dem Vorstand Entlastung erteilt. Die Rück­vergütung an die Mitglieder auf den Warenbezug beträgt 6 Prozent. In längerer Aussprache be­schäftigte sich die Generalversammlung mit der Aufhebung der Verkaufsstelle 3. Rachdem die An­wesenden vom Vorstand und Aufsichtsrat unter­richtet weren, wurde die Aufhebung der Ver­kaufsstelle 3 zum 30. Juni 1933 mit 43 gegen 24 Stimmen beschlossen. In der allgemeinen Aus­sprache kamen noch einige geschäftliche Sachen zur Erledigung.

Wirtschaft.

Frankfurt still und leicht rückgängig.

F r a n k f u r t a. M., 4. April. (WTB. Draht­meldung.) Die weitere Entspannung der innerpo­litischen Lage führte vorbörslich zu einer recht festen und zuversichtlichen Stimmung, zumal das Abebben der Hetzpropaganda im Auslande eine Wiederaufnahme der Boykottaktion als kaum wahrscheinlich erscheinen ließ. Daneben bildete auch die unveränderte lOprozentige Dividende der Reichsbank und der mildere Kapitalschnitt bei Holzmann (10:7 nach früherer Vermutung 2:1) ein Aufwärtsmoment. Der amtliche Beginn brachto dann eine ziemliche Enttäuschung und die vorbörslich von 2 bis 3 Prozent höheren Taxen wurden nicht nur mehr erreicht, sondern es er­gaben sich überwiegend Rückgänge von 0,5 bis 1 Proz., da anscheinend auf dem erhöhten Riveau die Verkaufsaufträge zur Ausführung ka­men. Infolge der Zurückhaltung der Kulisse und kaum vorliegender Kauforders war das Geschäft wieder sehr still. Obgleich das herauskom- mende Angebot keinen größeren Umfang hatte, fand es nur auf der oben erwähnten Basis Unter­kunft. Fester eröffneten nur Reichsbank und Holz­mann mit plus 1,5 Proz., ferner Licht & Kraft mit plus 1,5 Proz. Scheideanstalt und Gesfürel mit plus 1 bzw. 0,75 Prozent. Matt lagen Siemens mit minus 3 Proz. und auch die übrigen Clektro- toerte liehen meist von 0,5 bis 1 Proz. nach Mon­tanwerte lagen gleichfalls schwächer, etwas stärker Mannesmann mit minus 1,25 Prozent. Am Che­miemarkt waren JG.-Farben 0,5 Proz., Rütgers- werke 1 Proz. und Deutsche Erdöl 2,13 Prozent schwächer. Sonst eröffneten noch Zellstoff Wald­hof und Zement Heidelberg je 1,5 Proz. niedriger, Schiffahrts- und andere Rebenwerte von 0,25 bis 0,50 Proz. niedriger.

Am Rentenmarkt lagen Deutsche Anleihen zunächst bis zu 0,38 Proz. höher, später bröckelten aber auch hier die Kurse wieder ab. Von Aus- lanbrenten blieben Zolltürken mit 4,75 Proz. un­verändert: 4prozentige Einheitsrumänen konnten sich etwa 0,25 Proz. befestigen. Der Pfandbrief­markt lag sehr ruhig, die Kurse bröckelten aber meist um Bruchteile eines Prozentes ab. Der üb­rige festverzinsliche Markt lag fast geschäftslos.

3m Verlaufe blieb die Haltung lustlos bei schwächerer Tendenz. Einiges Geschäft hatten nur 3G.-Farben, die zunächst 0,75 Proz. anzogen, dann aber auf das Anfangsniveau nachgaben. Weiter matt lagen Siemens mit minus 1,75 Proz. Auf den übrigen Marktgebieten betrugen die Rück­gänge etwa 0,5 Prozent. Tagesgeld war zu 3,5 Prozent unverändert und relativ leicht.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Mittwoch, den 5. April.

Stadlkirche. 18 Uhr: 6. Passionsandacht; Pfarrassi- stent Knell.

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Amtsverkündigimgen aus den oberhessischen und preußischen Kreisen.

Kreis Kietzen.

Bei der Schafherde des Johann Peter Heinrich Roth aus Saasen und des Sa­lomon Rosenthal III. aus Wenings (Weide in der Gemarkung Nonnenroth) ist die Schafräude fefigefteUt worden. Die Schutz­maßnahmen der §§ 248 ff. der Ausfüh­rungsverordnung zum Reichsoiehfeuchen- gefetz werden angeordnet.

Kreis Friedberg.

Alle Personen jüdischer Rassezugehörig- keit haben die sich in ihrem Besitz befind­lichen Reisepässe bis längstes 5. d. 2H. bei der zuständigen Polizeibehörde "(Polizei- ämter oder Bürgermeistereien) abzugeben.

Kreis Schotten.

Nach Artikel 39 des Feldstrafgesetzes wird mit Geldstrafe oder Haft bestraft, wer Gänse, Hühner, oder andere Haustiere außerhalb eingefriedigter Grundstücke ohne gehörige Aufsicht herumlaufen läßt, so daß dadurch eine Gefahr der Beschädigung fremden Feldes besteht.

Die Bürgermeistereien werden beauf­tragt, das Feldschutzpersonal zu strenger

Ueberwachung und Anzeigeerstatlung in UebertretungsfäUen anzuweisen.

Tilikreis.

1. Jeder Nutzungsberechtigte, der Heide­kraut, Bülten, Grasflächen und Raine verbrennen will, hat vorher die schrift­liche Genehmigung der Ortspolizeibehörde einzuholen.

2. Das Abbrennen von Hecken, Heide­kraut, Ginsterflächen ist in der Zeit vom 1. März bis 31. Juli j. I. verboten. Aus­nahmen für diese Zeit find nicht zulässig.

3. Die Fläche, auf der gebrannt werden soll, ist gegen die Nachbarflächen allseitig mit einem von allem brennbaren Boden- üderzug freien Streifen von mindestens 5 m Breite zu umgeben. Für die Wund­haltung dieses Streifens ist zu sorgen. Derjenige, dem das Abbrennen ortspoli- zeilich genehmigt ist, hat für ausreichende Mannschaft zur Leitung und Bewachung des Feuers zu sorgen.

Zuwiderhandlungen werden gemäß § 29 dcs Feld- und Forstpolizeigesetzes mit Geldstrafe dis zu 150 RM. oder mit Haft bestraft. 2323V

Bekanntmachung.

Alle noch rückständigen Rechnungen über ausaeführte Arbeiten und Lieferungen für die Betriebe des Städtischen Tiefbauamtes wahrend der Zeit vom 1. April 1932 bis 31. März 1933 find spätestens bis zum 1. Mai 1933 in doppelter Ausfertigung unter Beifügung der Bestellscheine an das Städtische Tiefbauamt, Asterweg Nr. 27, einzureichen. 2318V

Gießen, den 1. April 1933.

Städtisches Tiefbauamt: G r a v e r t.

KriBSshescäääigle/KrieSshiDler- hliehene/ReDlBDeinpIgDOer

Am Dienstag, dem 4. April, abends 8 Uhr, findet i. Ca fe Leib (nicht Hotel Viktoria) eine Versammlung der N.S KriefisopIerversoriM statt, zu welcher alle Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen so wie alle Renten­empfänger eingeladen werden.

Es sprechen die Herren: 2314 D

kg. Storck, Leiter der N.-S. Kriegsopfer­versorgung des Gaues Hessen kg. Landtagsabgeordn. Ziegler, Michelstadt über das Thema:

»Der Dank des Vaterlandes«

Erscheinen aller Amtswalter ist Pflicht.

N. S. D. A. P Kreisleitung fließen.

Nvu<S leidende Kommen Sie zu mir, ich lege Ihnen meine Bandage an, da­mit Sie an sich feititcUcn. daß meine von unten wirkende, durch zwe>

Neichsvatente gesch. schenkelfreie 2311V Reform-Kugelgelenk-Bandage Ihre Brüche- auch schwere- beim Bücken, Strecken,Husten, ^eben llsw. sicher zurück- hält! Konkurrenzl.! Ohne Feder, Gummi ob. 5chentelnem.,bequem u. unauffällig. Aerztlich begutachtet u. empfohlen. Tägl. Dankschreib. 21. Wunsch Probe, evll. Teil­zahlung. Brnchleidende - auch f. Kinder- u. Blinddarmoverierte tuend, sich kosten­los :Butzbach: Donnerstag, 0.2lpril,Hotel Deutsches Haus, v. 2-6 Uhr-Gießen -.Frei­tag, 7.April, Bahnhofhotel Lenz, von 9 bis 12 Uhr,- Wetzlar: Feitag, 7. Avril, Hotel Ley-Kitterle, 0. 2 bis 6 Uhr. P. Fleischer, Spezial-Bandagenrabrik, Freisbach, Plals. Erfind, der von unten wirkenden Kugel- gelenk-Bruchbandagen, 2 D. R.-Patente.

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