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Aus der Provinzialhauptstadt.
Kammermusik-Abend
des Kampf-Bundes für deutsche Kultur.
8um ersten Male trat die Gießener Ortsgruppe des Kampfbundes für deutsche Shiltur mit einer Veranstaltung an die Öffentlichkeit. In einem kurzen einleitenden Vortrag umriß Prof. Dr. Herzog das Wesen und die Ziele des Kampjbundes, indem er auf die bereits vor dem Kriege einsetzende Tendenz, fremde Kullurwerte in den verschiedensten Gebieten, wie Malerei, bildende Kunst, Literatur, Theater und Musik, zum Nachteil der deutschen Werte zu bevor- zuaen, hinwies. Mit eindrucksvollen Worten zeigte er ferner den Unwert so vieler literarischer und dramatischer Werke, die ihrem Wesen nach dem deutschen Kulturbewußtsein zuwiderlaufen und nur geeignet sind, zerstörend, aber nicht etwa Fortschrittlich aufbauend zu wirken. Das Ziel des Kampfbundes für deutsche Kultur, so erläuterte der Red- ner, sei nicht eine „Deutschtümelei", sondern das Erfassen wirklich deutscher Kullurwerte und ihre Verwendung in erzieherischem Sinne durch Bildung von Theatergemeinschaften, Vorträge, musikalische Veranstaltungen u. a. Die bisher geleistete Arbeit des Bundes könne mit gutem Recht als erfolgreich angesehen werden, und sie roetbe sich in der begonnenen Richtung weiterentwickeln, wenn erst seine Reihen durch neue Mitglieder noch verstärkt seien.
Anschließend an den Vortrag spielten Herr August Rein (Violine) und Herr Fritz Cujs (Klavier) je eine Sonate von Mozart, Beethoven und Schubert, drei Werke, die sich als eine geschickte Pro- grammzusammenstellung erwiesen. Von Mozart hörten wir die 6-Dur-Sonate (K. 23. 378), die flüssig wiedcrgegeben wurde. An zweiter Stelle stand Beet- Hovens op. 24 E-Dur-Sonate, deren Wesen gut erfaßt war und die eindrucksvoll wirkte. Den Beschluß machte Schuberts Sonate op. 137, deren Wiedergabe die Zuhörer entzückte. Die Veranstaltung des Bundes kann als ein Erfolg gewertet werden, der neben Prof. Herzog den beiden Ausführenden des musikalischen Programms zu danken ist. Der Beifall war sehr herzlich.
Daten für Gamslag, 4.Februar.
1682: Friedrich Döttger, Erfinder des Porzellans, in Schleiz geboren; — 1871: Friedrich Ebert, Präsident des Deutschen Reiches, in Heidelberg geboren.
*
* • Die Besuchszeiten der Museen. Die Museen und Sammlungen im Alten und Reuen Schloß sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet.
" Bolksvorstellung „Politik der Weiberröcke" fällt aus. Das Stadttheaterbüro teilt mit: Infolge Erkrankung des Herrn Hub kann die für heute 23 Uhr ang setzte Borstellung „Politik der Weiberröcke' nicht statt- sinden. Die bereits gelösten Karten werden während der Kassenstunden zurückgenommen.
• • E t n Reunzigiähriger. Seinen 90. Geburtstag feiert am 7. Februar in geistiger und körperlicher Frische der Rentier Ernst Iug- Hardt im Altersheim der Provinzial-Pflege- anstalt. Herr 2 u g h a r d t, einer alten Gießener Familie entstammend, besaß in früheren Iahren in der Marburger Straße, jetzt Bäckerei Erhardt, Wirtschaft mit Metzgerei. Durch sein stets freundliches und heiteres Wesen war er weit über Gießen hinaus bekannt und beliebt. Möge ihm ein schöner Lebensabend beschießen sein.
• • Saatgutmärkte der Landwirtschaftskammer. Hm die Landwirtschaft in Oberhessen mit anerkanntem Saatgut bewährter i und ertragreicher Sorten von Sommersaatgetreide, I Mais, Rübensamen und Kartoffeln bekannt zu •
wachen, veranstaltet die Landwirtschaftskammer für Hessen am 7. Februar in Ridda, am 8. Februar in Grünberg und am 9. Februar in Lauterbach Caatgutmärtte. Dabei werden Proben von dem in den hessischen Saatbaustellen erzeugten anerkannten Saatgut, ebenso Luzerne- und Kleesaaten in hochwertigen Qualitäten ausgestellt. Mit dem Saatgutmarkt in Lauterbach wird eine Veranstaltung der Hessischen Landes- gerstenstelle bei der Landwirtschaftskammer verbunden, bei der Sortenfragen und Anbaumaß- nahmen im Draugerstenbau besprochen und eine Ausstellung der bei den hessischen Braugerstenschauen im vorigen Jahre mit Preisen ausgezeichneten Gersten verbunden werden soll.
Burg Staufenberg einst und heute.
• Staufenberg, 2. Febr. Die Burg Staufenberg hat, ebenso wie der Gleiberg und der Schiffenberg, chren Kreis der Freunde, der immer größer ward, je mehr die Burg wie- derhergesteltt wurde und die damit verbundene Gaststätte auch weitgehenden Ansprüchen genügte. Als die Burg Staufenberg an den Pächter, Herrn B i e r a u, überging, lag sie ziemlich verwahrlost, verlassen und vergessen am Platze. Im Iahre 1925 kam die Burg durch einen Tausch von der Großherzoglichen Vermögensverwaltung an den Hessischen Staat, dem die Burgruine der oberen Burg schon früher gehörte. Mit Hilfe der zuständigen Behörden (Forstamt und Hochbauamt Gießen), nicht zuletzt aber auch durch die Tatkraft des Wirtes und Pächters B i e r a u wurde der Burg nun manches zugewiesen, was ihrem Ausbau und der Erneuerung diente. So gewann die Burg allmählich ihre heutige ordentliche Gestalt unter größtmöglichster Wahrung ihrer Ursprünglichkeit. Die Burg erfuhr aber auch insofern eine Erweiterung, als ein Saal angebaut wurde, der eine stattliche Anzahl Menschen zu fassen vermag. 1000 Personen können jetzt auf Der Burg Staufenberg zu Gast sein und sich dort wohlfühlen.
Bald fühlten sich mit der Burg weitere Kreise enger verbunden, als es früher der Fall war. Unter der Bezeichnung Sportverein 1928 wurde ein Derkehrsverein gegründet, der es sich auch zur Aufgabe machte, den Interessen der Burg zu dienen. Der Verein, dem ursprünglich nur junge Menschen angehörten, ist im Laufe der Zeit tonangebend geworden. Er zählt nunmehr über 50 Mitglieder, die mit Ernst bei der Sache sind. Am Samstag hielt der Verein seine ordentliche Iahreshauptversammlung auf der Burg ab. Der seitherige Vorstand wurde wieder- gewählt und seht sich aus folgenden Herren zusammen: Albert G r ölz 1. Vorsitzender, Ludwig Felde 2. Vorsitzender, Heinrich Kraft 1. Kassierer, Heinrich Zecher 2. Kassierer, Ernst Fu ch s 1. Schriftführer, Wilhelm Zecher 2. Schriftführer, Beisitzer Ernst und Karl Zecher. Der Verein beabsichtigt, aus Anlaß seines fünfjährigen Bestehens zu Pfingsten dieses Iahres ein großes Fest abzuhalten.
Zwei Schüler vermißt.
WER. Mainz, 3. Febr. Seit Mittwochnachmittag werden zwei Schüler, der 11jährige Wilhelm E u r i ch aus Weisenau und der 12jäh- rige Karl Heyer aus Mainz, vermißt. Die beiden Iungen hatten sich nach Kostheim aufs Eis begeben unb wurden seitdem nicht mehr gesehen. Wan vermutet, daß sie im Eis einbrachen und unter d i e Eisdecke gerieten. Alle Nach, forschungen nach den Kindern waren bisher vergeblich.
Geschichten aus aller Welt.
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.)
Die gestohlenen Pscrdeschwänze.
(z) S a n t i a g o d e Chile.
Das Städtische Temuco in Chile befindet sich in hellster Aufregung. Sämlliche Besitzer von Pferden in diesem sonst so friedlichen Städtchen machten eines Morgens die niederschmetternde Entdeckung, daß ihre Eiere ohne Ausnahme über Nacht — schwanzlos geworden waren! Traurig standen die Gäule in ihren Boxen mit zurückgebogenen Köpfen unb schauten schmerzlich nach jenem Gegenool ihres Körpers, von dem die bisherige Zier unb Pracht verschwunden war.
Auch in anderen chilenischen Städten machte man dieselbe Entdeckung, wenn auch nicht in dem Ausmaße wie in Temuco. Es handelt sich aber nicht etwa um eine neue Pserdekrankheit, bei der die vierbeinigen Patienten Haare lassen müssen, sondern um eine neue Diebstahlsspezialitäc, zurückzuführen auf die hohen Preise, die gegenwärtig für Pferde- haare gezahlt werden. Jrgeiwwelche dunklen Elemente haben hier neue, bequeme Verdienstmöglichkeiten entdeckt und die Haare unter Ausschaltung des Zwischenhandels gleich vom „Produzenten" genommen. In einigen Fällen begnügten sie sich dabei nicht mit den Schwänzen, sondern raubten den wehrlosen Tieren auch noch die stolzen Mähnen.
Selbstverständlich bekam die Polizei von der Behörde den Auftrag, besondere Wachsamkeit zu entfallen. Es wurden sogar einzelne Streifen berittener Polizei eingesetzt, um insbesondere den Verkehr auf den Landstraßen zu überwachen. Mit welchem Erfolg? Daß auch einigen Polizeipferden der Schwanz „enteignet" wurde.
Schön ist ein Hylinderhul ...
__ (6) Neuyork.
Stürme im Wasserglas gibt es mehr als genug, marum sollte nicht auch einmal ein Sturm um einen Zylinderhut entstehen. Um die Kopfbedeckung bcs amerikanischen Postministers Waller F. Brown stritten sich kürzlich die Abgeordneten der USA. stundenlang ...
Das kam so: Seine Exzellenz trägt leidenschaftlich gern bei festlichen Gelegenheiten einen gigantischen Zylinderhut. Unb diese seine vermeintlich harmlose Leidenschaft hat den Staaten allerhand — Geld gekostet. Nicht etwa, daß der Minister die Rechnung des Hutladens präsentiert hätte. Das tat der Ober« postmeister der Bankees nicht. Aber dafür etwas noch Böseres: Er ließ seinen Dienstwagen auf Staatskosten umbauen, um in dem Auto trotz seiner Körpergröße und trotz des hohen Prunkhutes bequem Platz zu finden.
Das war starker Tobak, und in der gewichtigen Angelegenheit interpellierten mehrere Herren. Nach dem formvollendeten kleinen Sturm um die kost
spielige Röhre verteidigte sich der Postminister damit, daß er trotz der gerügten „Verschwendung" 32 000 Dollar in seinem Etat eingespart hatte. Daraufhin beruhigten sich die erregten Gemüter, unb der Zylinderliebhaber blieb Held des Tages.
Tommys Gutschein.
(g) Londo n.
Die englischen Muschkoten können von jetzt an in jedem Bahnhofsrestaurant des Königreiches unenf* gelllich gegen die Abgabe eines Gutscheines einen kleinen Imbiß au sich nehmen. Die Gutscheine löst das Kriegsministerium monallich ein. Die Begrün düng der interessanten Neueinführung weist darau hin, daß die Soldaten anläßlich ihrer Transferierungen von einem Standort nach der neuen Garnison häufig zur späten Abendstunde in fremden Städten antommen und das Bedürfnis haben, einige Tassen Tee und belegte Brötchen zu sich zu nehmen. Und schließlich müße man die Soldaten schon im Interesse des Dienstes kräftig und wohlgenährt erhalten.
Bei dieser zärllichen Fürsorge muß es eine ausgesprochene Lust sein, ein englischer Soldat zu fein. Allerdings gibt es auf Erden kein ungetrübtes Glück: Zur Entnahme von alkoholischen Getränken berechtigen die Gutscheine nicht. Das Glas Bier gehört eben nicht zu den „Dienstinteressen" .. -
Mobilmachung der Katzen.
(fn) Paris.
Keine Stadt auf dem Kontinent, mit Ausnahme einiger Balkannester, leidet so unter der gräßlichsten aller Plagen, der Rattenplage, wie Paris. Selbst die dichtbevölkerten Hafenstädte können darin mit ihm nicht konkurrieren. Was alles Hal man nicht schon versucht, dieser Plage an der Seine Einhalt zu gebieten. Alles vergebens. Nun ist ein Professor in Lyon auf den Gedanken der „chatterie" gekommen: Mobilmachung aller für die Rattenvertilgung geeigneten Kater und Katzen unter amtlicher Regie. Die Pariser Stadtverwaltung hat in ihrer Hllflosigkeit von diesem Rezept Gebrauch gemacht, und es ist eine richtige Mobilmachung geworden. Zuerst kam die Aushebung, d. h. sämtliche Pariser Katzen, selbst die wertvollsten und schonungsbedürftigsten, mußten bei der Polizei angemeldet werden. „Drückeberger" erhielten eine empfindliche Geldbuße aufgebrummt. Sodann wurden die träftigften Tiere einer Eignungsprüfung für die Rattenvertilgung durch eine besondere Kommission unterworfen, und danach eine Kampftruope von fünftausend Katzen aufgeftelÜ mit einer Reservearmee von ebensoviel Köpfen. Diese Kampftruppe wird nunmehr systematisch zu Rattenrazzien angesetzt werden, und sie wird wohl auch tapfer ihre Pflicht erfüllen, denn von der Stadt wird gut für sie gesorgt: freie Wohnung, gutes Futter, ein „freier Tag^ in der Woche, kostenlose Hilfe bei Verwundungen und Krankheiten und Pen
sionsberechtigung, d. h. bei völliger Invalidität. Unterbringung in einem städtischen Tierhort, wo sie einen geruhigen und sorgenfreien Lebensabend ver bringen können. Mehr kann ein Katzenherz wohl nicht verlangen!
Die „Piraten" von Billa Lisucros.
(gs) Madrid.
Villa Cisneros heißt ein einsames kleines Militär- lager an der afrikanischen Westküste. Dorne der Atlantische Ozean, hinter dem Lager und zu beiden Seiten die Wüste. Hundertachtunddreißig spanische Aristokraten und Offiziere leben dort in Verbannung, monatelang, ohne Wäsche, ohne anständige Unterkunft, ein Liter Wasser am Tage pro Kopf, keinen Tropfen mehr. Sttafmaßnahme des Innenministers ohne Urteil, ohne Gerichte. Vor der Bucht kreuzt ein Kanonenboot. Als kürzlich Appell abgehalten wird, fehlen neunundzwanzig Mann. Sofort setzt die Verfolgung der Geflüchteten ein. Kriegsschiffe damo- fen gen Süden, Eingeborene werden auf die ßanb- fpur gesetzt, die sich nach fünfzehn Kilometern an der Küste verliert. Gouverneur wird adgesetzt, diplomatische Schritte kündigt man an, aber die Neunundzwanzig bleiben verschwunden. Vierzehn Tage lang hörte man nichts von ihnen, alle Nachsorschun- gen bleiben erfolglos. Plötzlich Telegramm aus Lissabon „Wohlbehalten hier eingetroffen". Wie sie's gemacht haben? In der Nacht haben sie sich einzeln weggestohlen, drei Stunden Fußmarsch die Wüste entlang bis zu einer kleinen Bucht. Dort lag das Segelboot, von Eingeborenen bedient, wie verabredet. Bei hohem Seegang geht's nach Westen, wo über der Hoheitsgrenze ein bescheidener Fischdampfer patroulliert. Wenige Blinksignale. Er kommt näher. Derabredungsgemäß werden die Flüchtigen übernommen. Dann geht's weiter mit abgeblendeten Lichtern, geschickt jedem Boot ausweichend, an den Kanarischen Inseln an den Azoren vorbei, die Lebensmittel werden knapp, das Wasser geht aus, Kurs ganz plötzlich Südwest, man hat sich entschlossen, Portugal anzulaufen. In dunkler Nacht landet das „Piratenschiff" in einem kleinen Hafen — ungesehen. Die Männer sind frei — welche Flagge ihr Schiff führte? Niemand weiß es!
Der rückfällige Mädchenräuber.
(A. D.) Rom.
Die schöne Rosina, ein 17jähriges Bauernmädchen aus der Gegend von Caserta, hatte die hitzige Leidenschaft eines jungen Burschen erweckt, ohne sie im geringsten zu erwidern. Als im Vorjahre der Frühling ins Land zog, suchte Mario einen unter südlichem Himmel nicht ungewöhnlichen Ausweg aus seiner traurigen Lage: er entführte Rosina mit Gewalt. Aber diese erwies sich als ebenso schlau wie chön. Sie machte ihrem bewaffneten Entführer und einen Helfershelfern klar, daß sie keinen Soldo bei ich habe. Und wie soll man ohne Soldi glücklich ein? Das leuchtete dem Entführer natürlich ohne weiteres ein. Rosina durfte in die väterliche Hütte zurückkehren, um sich ihre Ersparnisse zu holen, und danach wohlversehen die Reise ins Glück anzutreten.
Aber die Schöne hatte andere Absichten. Einmal freigelassen, alarmierte sie die Carabinieri, die stets bereiten Verteidiger gekränkter Unschuld, und schickte sie statt ihrer zum verabredeten Stelldichein. Die Folge war, daß der mutige Entführer den Sommer über im Kittchen saß.
Dieser Mißerfolg konnte aber den feurigen Liebhaber der schönen Rosina nicht entmutigen. Leiden- schäft und Rachsucht steigerten sich vielmehr zur
Siedehitze, und, kaum aus dem Kerker entfalten, stürzte er sich von neuem auf feine Beute. Ahnungslos kehrte Rosina mit ihrer Mutter eines Abends von der Feldarbeit beim, als der junge Bauer, einen Revolver in die Luft abfeuernd, aus einem Versteck heroorbrach, die Unglückliche festeste, auf einen bereitstehenden Starren warf und fortjagte. Aus das Wehgeschrei der Mutter hin machten sich Bauern und Hüter des Gesetzes sofort an die Verfolgung des Missetäters, und schließlich konnte die zweimal geraubte Rosina nach aufregender Verfolgung wieder den Ihrigen zurückgegeben werden. Aber vielleicht gelingt es jetzt Mario auf andere Weise, das harte Herz der Rosina zu erweichen.
„Maufi" läßt sich nichts gefallen!
(s) Belg r a d-
„Mausi" stammte aus Hamburg und kam in der Blüte ihrer Jahre nach Agram. Sie war ein Elefant dzw. eine Elefantin von Hagenbeck, was der geneigte Leser gewiß schon aus dem Namen erraten hatte. Wie soll auch ein so wuchtiger Koloß anders als Mausi heißen? Die Agramer waren allerdings mit dem Namen nicht ganz zufrieden. Er war ihnen zu wenig niedlich für das Hebe Tierchen, und so nannten sie es „Mauzika". Was nach ihrer Meinung viel zärtlicher war. Sie waren überhaupt entzückt von Mausi. Die Intelligenz, bie_bas Tier hatte, war gar nicht zu beschreiben! Jedes Stückchen Zucker nahm es so vorsichtig und zart aus Menschenhänden und führte es mit solchem Behagen in seinen geroal tigen Schlund, daß sein Stall van früh bis spät von Besuchern belagert war. Doch eines Tages war es mit dem Zucker aus. Die Verwaltung des Zoologi schen Gartens ist eine strenge Dienststelle. Daher stand eines Tages in großen Lettern an Mausis Stall: Füttern verboten! Mausi lieh den Rüssel und die Ohren hängen und träumte traurig von den ver gangenen herrlichen Zeiten. Bis ihr Wärter auf einen glorreichen Gedanken kam: Er richtete Mausi dazu ab, Dinarstücke von den Besuchern entgegen- zunehmen, mit den Münzen aber zum Wärter zu kommen und dort für jeden Dinar ein Stückchen Würfelzucker einzukasfieren. Wie rasch Mausi den Zweck dieser Hebung begriff, war zum Staunen. Das Entzücken der Besucher wuchs ins Ungemelfenc und die Begeisterung über Mausi fand kein Ende. Der Wärter blühte und gedieh bei diesem Geschäfte zusehends, denn sein Umsatz an Zucker war fast en gros. Er durste natürlich Mausi füttern, da er ja nicht zu den „Besuchern" gehörte. Und weil er für jedes kleine Würfelchen gleich einen ganzen Dinar erhielt, begann er bald an Leibesumfang Mausi nachzueifern. Eine Dame aber war von der Intelligenz des Elefanten so hingerissen, daß sie ihn auf eine Probe stellen wollte. Eine gute dicke Dame, die dem Elefanten den Dinar hinhielt und ihn rasch zurück zog, wenn er mit dem Rüssel danach griff. Mausi mißverstand jedoch die Absichten der Besucherin ganz und gar. Sie fühlte sich gesrozzelt und geriet in Wut. Plötzlich faßte sie die Bluse der Besucherin und riß sie herunter. Ausgerechnet die Bluse. So schnell, daß die gute dicke Dame gar nicht begriff, was eigentlich mit ihr geschah. Dann hotte Mausi mit dem Rüssel zu einem Schlage aus, der die sprach lose Frau auf den zum Glück gut gepolsterten Oberarm traf und sie wie einen Federball in die Ecke schleuderte. Ein Glück, daß der Schlag nicht den Kopf traf. „Mausi läßt sich eben nichts gefallen", tröstete der Wärter die ächzende Dame, die schwankend die traurigen Reste ihrer Bluse zusammensuchte und unter dem befriedigten Trompeten de» Elefanten zum Ausgang strebte.
Rundsunkprogramm.
Sonntag, 5. Februar.
6.35 Llhr: Von Bremen: Hafenkonzert. 8.15: Katholische Morgenfeier. 9.30: Etunoe des Chorgesangs. 10.45: Stunde der Jugend. 11.30: Von Leipzig: Reichssendung: Kantate. Von Iohann Sebastian Bach. 12.10: Von Wien: Konzert der 200 Iazzmusiker. Populäre Konzertmusik. 13.05. Mittagskonzcrl II. 14: Unsere Heimat. Eine Folge örtlicher Hcbcrtragungen zur Heimatkunde, zusammengestellt und geleitet von Carl Struve. 15.10: Stunde des Landes. 16: Pforzheim: Rachmittags- kvnzert des Symphonieorchesters. 16.30: Bad Lipp- springe: Militärkonzert deS Reiterregiments Rr. 15 Paderborn. 17.40: Wiener Leben. — Heitere Schattenbilder von Georg Lengbach. Gelesen vom Verfasser. 18: „25 Iahre Kleines Feuilleton", Vortrag von Rorbert Iacques. 18.55: „2111- tag einer Fürsorgestelle." Vortrag von Dr. Alfons Paquet. 19.35: Stendhal. Zum 150. Geburtstag des französischen Dichters am 23. Ianuar. Vortrag und Vorlesung. 20.10: Bunter Abend. 22.35: Festhalle Frankfurt a. M.: Bericht vom Sechstagerennen. 22.50 bis 24: Rachtmusik.
Montag, 6. Februar.
7.30 Uhr: Frühkonzert auf Schallplatten. 12: Mittagskonzert I des Rundfunkorchesters. 13.30: Mittagskonzert li auf Schallplatten. 17: Konzert des Orchesters des Westdeutschen Rundfunks. 18.25: „Wellenkrieg und Wellenfrieden", Vortrag von Professor Dr. Friedrich List, Darmstadt. 18.50: Englischer Sprachunterricht. 19.25: Zeitsunk. Die Oberprima hat das Wort. Vor dem Star' ins Leben. 19.45: Innsbruck: Die FIS- Wett.ümpfe in Innsbruck. Hörbericht vom ersten Tag. 20.05: Opernhaus Frankfurt a. M.: Für Die Winterhilfe: Franz Lehar. Große Funk-Suite aus seinen Werken. 22.45 bis 24: Rachtmusik der Tanzkapelle der Stuttgarter Philharmoniker.
Dienstag. 7. Februar.
7.30 Uhr. Frühkonzert auf Schallplatten, 12 Mittagskonzert I auf Schallplatten, 13.30: Mit. ^skonzert II. 1520 bis 15.50: Hausfrauen- Rachmittag. 17: Rachmittagskonzert. 18.25: „Generalfeldmarschall Gras Schliessen", Vortrag von General Dr. Bethcke, Gießen. 18.50: „Fritz Boehle, ein deutscher Meister, ein Maler von urwüchsiger Kraft", Vortrag von W. Fahrenbruch. 19.30: Belebtes Wort. Gedichte von Georg Heym und Georg Trakl. Eingeleitet und vorgetragen von Paul Laven. 19.45: Innsbruck: Die FIS-Wett- kämpfe in Innsbruck. Hörbericht vom zweiten Tag. 20: Sonniges Land. Bilder aus Sizilien von Anton Brischa. 20.45: Orchesterkonzert des Philharmonischen Orchesters Stuttgart. 22.35: Festhalle, Frankfurt a. M.: Bericht vom Sechstagerennen. 22.45 bis 24: Rachtmusik der Tanzkapelle der Stuttgarter Philharmoniker. 24 bis 0.20: Fest- halle Frankfurt a. M.: Bericht vom Sechstagerennen. Mitternachtswertung.
Mittwoch, 8. Februar.
7.30 Uhr. Frühkonzert auf Schallplatten. 1020 bis 10.50: Schulfunk: „Versicherungsagent Mayer wirbt einen Kunden". Von Aktualis. 12: Mittagskonzert I auf Schallplatten. 13.30: Mit
tagskonzert II. 15.15 bis 16.15: Stunde der Äugend. 17: Rachmittagskonzert. 18.20: „Was will der Arbeiter-Radiobund?" Ein Hörbericht aus der Bastelwerkstatt des RadiobundeS. — Einleitender Vortrag von Dr. Fritz Pappenheim 18.50: Zeitfunk. 19.15: Konzert. 19.45: Innsbruck DieFIS-Wettkämpfe in Innsbruck. Hörbericht vom dritten Tag. 20: Rus dem Plahl, München: Weiß Ferdi und seine Dachauer. Eine Stunde im Münchener Platzl. 21: Die Wasserburg Sommerau. Hörbild von Valentin Pfeifer. 22.20: Mario- netten-Theater. Hinter den Kulissen einer Kleinkunstbühne. Ein Hörbericht von Heinz Werner. 22.50 bis 24: Heiteres Karneval-Programm des Runds unkorche sters.
Donnerstag, 9. Jebruar.
7.30 Llhr: Frühkonzert erwerbsloser Berufsmusiker. 12: Greiners Großgaststätten im Hinden- burgbau: Mittagskonzert I der Kapelle Franz Dolezel. 13.30: Mittagskonzert II. 15.30 bis 16.30: Stunde der Iugend. 17: Rachmittagskonzert 18.25: Stunde des Films: „Deutscher Film — Internationaler Film", Gespräch zwischen H. Pfeiffer und Dr. Rlfons Paquet. 18.50: „Die berufs- standische Ordnung der Wirtschaft", Gespräch zwischen Dr. Spitz, Syndikus der Handwerkskammer Wiesbaden und Schreinermeister Iakob Schladt, Et. Goarshausen a. Rh. 19.20: Erlebte Zeit. Gustav Freytag. Gespräch zwischen Studienrat Dr. Rudolf Hoffmann und Prof. Freytag. 19.45: Innsbruck: Die FIS-Wettkampfe in Innsbruck. Hör- bericht vom vierten Tag. 20: (M, Funkstunde Berlin): Die himmelblaue Zeit. Singspiel in drei Akten von Oscar Straus.
Jreitag, 10. Februar.
7.30 Uhr: Frühkonzert auf Schallplatten. 10.10 bis 10.40: Schulfunk: „Theodor Körner". Ein Lehrspiel von Kurt Arnold Findeisen. 12:Mit- tagskonzert I auf Schallplatten. 13.30: Mittagskonzert II. 16.15 bis 16.30: Von Berlin: „Wie schlägt man Weltrekorde?" Gespräch zwischen dem Weltrekordfahrer Ernst Henne, München, und Ed. Voigt, Berlin. 17: Konzert des Rundfunk-Orchesters. 18.25: Aerzte-Vortrag: Zuckerkrankheit im Alter". 19: Innsbruck. Die FIS-Wettkämpfe in Innsbruck. Hörbericht vom fünften Tag. 19.30: Februar. Das zweite Kalenderblatt. 20.05: Fest- saal der Liederhalle Stuttgart: Symphoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Stuttgart. 22.30 bis 24: Rachtmusik.
Samstag, 11. Februar.
7.30 Uhr: Frühkonzert auf Schallplatten. 10.10 bis 10.40: Schulfunk: „Saarland". Ein Hei- matbild. Leitung: Paul Laven. 12: Rürnberg: Mittagskonzert I des Konzertvereins Rürnberg. 13.15 bis 14.30: Mittagskonzert II. Operettenmu- ftk. 15.30 bis 16.30: Stunde der Iugend. 16.30: „Ein rheinischer Weberjunge erzählt", Improvisationen von Paul Laven. 17: Rachmittagskonzert. 1825: „Luftschutz als Selbstschutz", Vortrag von Polizeioberst a. D. Oldenburg, Frankfurt a. M. 19: Stimmen des rhein-mainischen Landes. 6in Chor menschlicher Erkenntnisse. Leitung: P. Laven. 20: Von Berlin: Funk-Karussell. 2220: Rachtmusik. 23.30 bis 1: Tanzmusik.


