Ausgabe 
4.2.1933 Erstes Blatt
 
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Vornan von Gert Gothberg.

(Llrheberschutz durch E. Äckermann, Romanzen trale Stuttgart.)

20 Sortierung Nachdruck verboten.

Geringfchänia blickten die dunklen Augen über die weiten Felder und die Leute, die im Schweiß ihres Ange^chts dort arbeiteten. Es war doch wahrhaft borniert von Augsten. bah er hier in dieser langweiligen Ecke das Schloß gekauft hatte. Zudem war es mehr wie ein böser Zufall, daß ihr nun dadurch zugemutet wurde, noch einmal in diese Gegend zurückzukehren. Aber sie brauchte Geld, hatte als Dorwand die Sehnsucht nach ihren Kindern benutzt und war nun da.

In Dollwern machte das Personal große Augen. Niemand kannte die fremde, auffällig gekleidete Dame. Herr Ängsten kam gerade aus dem Pferdcstall, wo er das kranke Pferd befich» t;gt hatte. Er wurde blaß. Dort drüben stand Lizza. der böse Dämon seines Lebens. Nur we­nig verändert hatte sie sich, sie war noch immer die schöne, vollschlanke Frau mit den graziösen Bewegungen. Augsten gab sich einen Ruck und ging dann hinüber, um sie zu begrüßen. Sie streckte ihm mit liebenswvrdigem Lächeln die Hand entgegen, ohne jede Verlegenheit, so, als hätten sie sich vor kurzem erst freundschaftlich ge­trennt. Augsten aber sah geflissentlich an ihr vorüber, als er fragte:Was willst du also? Die Sehnsucht nach den Kindern ist es doch kaum? Die pflegt sich bei einer Mutter früher einzustellen."

Ihr tiefes Lachen tonte an fein Ohr. Lizza sagte:Du hast recht, mein Freund. Die Mädel waren ja bei dir sehr gut aufgehoben. Du hast dich von jeher betragen wie eine Kindermuhme, was sollte ich mich denn da auch noch dazu

Er fragte gequält:Was du willst? Ich fragte schon."

Geld!"

Hart klang daS, fordernd. Augsten sah sie fest an.

Warum? Du hast pünktlich die Rente erhalten, die ich dir ausgesetzt hatte."

Sie lachte verächtlich.

Rente? Du meinst Taschengeld? Es war trau­rig genug, dah du es bei deinem Reichtum fertig brachtest, mich mit diesem Vettel abfinden zu wollen. Ich brauche zwanzigtausend QEarL

» ... die du von mir nicht erhalten wirst." Augstens Stimme klang fest und bestimmt. Sie stampfte mit dem Fuß auf.

Du wirst mir das Geld geben, ich brauche es.

3u was?" _ .

Eine Weile blickte sie unschlüssig zu Boden, dann warf sie mit einer trotzigen Gebärde hin: .Weil ich mich ausstatten muh, ich habe sehr viel Unglück gehabt im letzten Iahr. Die Gagen sind nicht mehr so hoch. Ich will überhaupt kein Engagement mehr annehmen. Doch wie ist das,

willst du mich hier noch länger auf dem Hofe stehen^afsen?"

.C.schuldige, bitte, gedulde dich: ich will nur schnell meiner Hausdame Bescheid sagen, sie kann dich ins Schloß führen. Ich bin in einer Viertelstunde da."

Lizza saß dann im Salon und besah die Spitzen ihrer eleganten Schuhe, während sie auf ihren Mann wartete. Ossip, ihr Begleiter, war in eins der Fremdenzimmer geführt worden. Lizza sah sich um, ihr Blick wurde nachdenklich. Eigentlich hätte man nun hierbleiben können, ein gesichertes Alter war auch etwas wert. Augsten schien aber merkwürdig verbohrt zu sein. Natür­lich liebte er sie noch immer, aber er versteckte dieses Gefühl hinter dieser Abwehr, über die sie nur lachte. Sie kannte ihn viel zu gut. Gr würde auch heute noch gefügig werden.

Lizza blickte auf. Augsten war eingetreten. Er ging hin und her, bis sie schließlich nervös wurde und fragte: .Willst du dich nicht sehen?"

Er blieb stehen und fragte:War das nötig, daß du nach so langen Iahren noch einmal kommst und unseren Frieden störst?"

Frieden störst? Erlaube mal, ich habe das Recht. Wir sind nicht geschieden."

Leider nicht! Ich habe es oft bereut."

Weil du wieder heiraten wolltest?" fragte sie höhnisch.

Er schüttelte den Kopf.

Nein! Obgleich du zu dieser Frage kein Recht hast, habe ich sie dir beantwortet. Doch ich hätte mich scheiden lassen sollen, um ein gesetzliches Recht zu haben, dir den Weg nach Oollwern zu verbieten. Ieht weiht du, wie ich denke."

Sein ernstes Gesicht war ihr zugewandt. Sie lachte laut und spöttisch auf.

Und ich bin froh, daß es nicht geschah. Ich werde hierbleiben. Ich bin des Wanderns müde. Ich will mich ausruhen. Du wirst es dulden müssen, dah ich hierbleibe."

Man sagt hier in der Umgegend, daß ich ge­schißen bin. Ich habe das Gericht selbst ver­breitet."

Sie zuckte die Schultern.

3a, dann finde nun auch einen Ausweg. Ich habe nie verleugnet, dah ich noch verheiratet bin. Wenn du es getan hast, ist es deine Schuld, wenn sich die Leute über die plötzlich aufgetauchte Herrin von Gollwern wundern."

Er wußte, dah er mit ihr so nicht fertig wurde, wie er ja nie mit ihr fertig geworden war. So sagte er:Ich brauche Bedenkzeit. Es handelt sich vor allem auch um Edelgarde, die mit einem Nachbarn verheiratet ist. Ihre Ehe ist sowieso unglücklich, durch ihre Schuld: sie ist zur Zeit auch krank, die Aufregung könnte neuen Schaden bringen. Die Kinder kennen dich überhaupt nicht, also luh sie lieber in Frieden. Ich würde dir vielleicht die monatliche Rente verdoppeln und eine einmalige Entschädigung auszahlen er nannte eine beträchtliche Summe, wenn du wieder gehst."

Lizza verbarg nur mit Mühe einen Ausruf der Freude. Aber sie sagte:Sehen will ich die

Kinder aus jeden Fall, wenn ich einmal hier bin. Aber wenn du zu dem, was du mir vorhin vorschlugst, wirklich bereit wärst, dann würde ich vielleicht ein paar Wochen hier in der Nähe leben als Fremde. Ich möchte mich erholen, und wenn du mich nicht mehr haben willst, so muh ich eben doch wieder in die Ferne ziehen."

Das war Theater, und Augsten wußte das. Es rührte ihn daher auch weiter nicht. Aber er sagte hastig:Ich habe der Frau des Verwalters erlaubt, Sommergäste bei sich aufzunehmen. Wenn sie also noch etwas frei hat

Sie sah ihn forschend an. Es zuckte um ihren Mund.

Im Verwalterhaus? Eigentlich

Er unterbrach sie:Es ist die beste Lösung. Es ist um der Mädel willen so am besten."

Sie fügte sich. Fügte sich lediglich um deS Gel­des willen, das er ihr in Aussicht gestellt.

Ich werde also Frau Liescher Bescheid sagen. Du kannst ja hier warten."

Er ging schnell hinaus.

Sie sah ihm nach, faßte es noch immer nicht, daß sie jede Macht über ihn verloren hatte, und zog dann Spiegel und Puderquaste aus ihrer eleganten Handtasche. Aufmerksam besah sie sich. Noch war sie schön. Die Natur meinte es gut mit ihr. Sie wollte nicht hierbleiben, um sich zu er­holen, sie wollte nur etwas auskundjchaften, und wenn sie Glück hatte, dann lohnte sich der Aus­flug hierher doppelt und dreifach. Ossip aber mochte nach Berlin vorausreisen, sie kam nach, sobald sie hier alles geordnet hatte. Ossip würde sorgen, dah sie in Berlin eine erstklassige Woh­nung vorfand, er würde auch inzwischen alles andere für sie regeln. Es war doch flegelhaft von Birnstein, sie wegen der paar tausend Mark gleich pfänden zu lassen, dah sie in den letzten Wochen in einer leeren Wohnung hatte sitzen müssen. Aber das wurde jetzt anders. Ieht würde das Geld ja reichen.

So kam es, dah in den nächsten Tagen eine einzelne Dame im Derwaltungshaus wohnte. Die Leute sahen der stolzen Gestalt verwundert nach. Es war merkwürdig, was für eine Aehnlichkeit die Fremde mit der ältesten Tochter des Gutsherrn, der jetzigen Frau von Achern, besaß. Doch das war natürlich ein Zufall, der Herr Augsten würde sich hüten, die geschiedene Frau hier in seiner Nähe zu dulden. Man hatte nämlich tatsächlich die Vermutung aufgestellt, daß es Frau Augsten sein könne. Aber nein, die Fremde hieß Lizza Dalmor, die Verwalterin hatte ausreichend Be­scheid gegeben. So beruhigte man sich. Zudem gab es viel Arbeit, und zum Nachdenken blieb wenig Zeit. So vergaß man die Fremde im Ver­walterhaus, weil man sie auch nur selten sah.

Pia blickte die fremde Dame erstaunt an. Diese dunklen, glutvollen Augen, wo hatte sie diese Augen schon gesehen?

Edelgarde l

Sie besah diese Augen? ilnb und das Bild­nis, das die frühere Frau von Hohenbrück vor- stellte, das besah diese Augen auch. Auch die Züge, wenn naturgemäß auch ein Unterschied zwischen einst und jetzt war. ______________

Pias dunkelblaue Augen wurden kalt, at* weisend.

Sic wünschen?" fragte sie förmlich.

Die Fremde blickte aufmerksam in Pias schönes» blühendes Gesicht. Etwas wie Rührung war plötzlich in den beweglichen Zügen.

Sie sind die Enkelin Herrn von Hohenbrück-?* ,3a.

Sie stehen ganz allein?"

3a."

Lizza Dalmor blickte zu Boden, fragte dann plötzlich mit raschem Entschluß:Ihre Mutter ist tot. Wußten Sie, dah Ihre Großmutter noch lebt?"

Pia stand auf. Sie war blaß geworden, denn jetzt wußte sie, daß ihre Ahnung sie nicht trog.

Es interessiert mich nicht, wo die einstige Frau meines Großvaters sich aufhält. Ich lehne jede Gemeinschaft mit ihr ab."

Ganz hart klang die Mädchenstimme.

Lizza Dalmor sagte ruhig:Ich bin deine Großmutter. Wirst du mich aus Hohenbrück hin­ausweisen?"

Ja!"

Lizza Dalmor schnellte in die Höhe.

Warum? Mit welchem Recht?"

PiaS Augen waren unentwegt auf sie gerichtet. Leise, doch mit klarer Stimme sagte sie:Weil Sie nur Llnheil brachten. Mein Großvater hat hier sein vernichtetes Leben gefristet. Er konnte der Tochter aus dieser Ehe keine Liebe entgegen- bringen und erzog sie hart und rücksichtslos. So ging auch meine Mutter aus Hohenbrück. um wenigstens kurze Zeit glücklich zu sein. Mich erzog die Güte fremder Menschen. In Gollwern sitzt ein einsamer Mann, den Sie auch unglücklich machten. Seinen Kindern fehlte die licbevosie Mutterhand. Heute, wo nur jeder mit Verach­tung an Sie denkt, warum kommen Sie da wie­der? Ihre Tochter Edelgarde ist Ihnen ähnlich, innerlich und äußerlich, sie muß die unglückliche Vererbung eines ruhelosen, ja, zügellosen Charak­ters tragen und hat damit einen Mann unglück­lich gemacht, der sie liebte. Lind jetzt, nach so langen Iahren tauchen Sie hier auf, denken, Sie brauchen nur zu kommen und jeder wird Sie mit offenen Armen empfangen? Mag man es in Gollwern tun, ich erkenne Sie nicht an. Ich nicht?" Hochaufgerichtet stand Pia vor der Frau, die sich, gewiß mit heimlicher Lleberwindung. ihre Großmutter genannt. Nichts regte sich in ihr für sie, nichts. Nur das Bewußtsein erfüllte sie, daß sie es dem alten Mann schuldig war, der mit grauem Haar diese Frau einst heiratete und dann so bitter, bitter enttäuscht wurde.

Ich bitte Sie, Hohenbrück zu verlassen und es nicht wieder zu betreten."

Lizza Dalmor hörte die klaren Worte, und sie trat ganz dicht vor Pia hin.

Out, ich werde gehen, doch nicht, ohne eine Abfindung. Ich bin arm!

Pia lächelte.

Sie erhalten nichts! Mein Großvater hat Ihnen nichts bestimmt, und ich selbst habe feine Ursache, Ihnen ein Almosen zu geben." (Fortsetzung folgt.)

Bekanntmachung.

Dienstag, den 7. Februar igzz, findet Rindvieh- (Nutzvieh-) Markt statt; sämt­liches Vieh wird gegen Maul- und Klauen­seuche schutzgeimpft. 800C

Auftriebszeit am Markttage vom 8 bis 9 Uhr vormittags.

Der nächste Schweinemarkt findet Mitt­woch. den 22. Februar 1933, statt.

Gießen, den 4. Februar 1933. Bürgermeisterei Gießen.

3.23.: Dr. Rosenberg.

Bekanntmachung.

Die bereits fälligen Stromgelder im Stadt- und Ueberlandgebiet für den Monat Dezember 1932 können noch bis zum 15. d. M. ohne Kosten bezahlt werden. Bei Nichtzahlung bis zu diesem Termin erfolgt Beitreibung und Stromsperre auf Kosten des Abnehmers. 826D

Gießen, den 3. Februar 1933.

Direktion

der Elektrizitätswerke, Ueberlandanlage und Straßenbahn der Stadt Gießen.

St o lt e.

Bekanntmachung.

Die Rechnung der Israelitischen Reli­gionsgemeinde Gießen für das Rechnungs­jahr 1931, und der Voranschlag der Israe­litischen Religionsgemeinde Gießen für das Rechnungsjahr 1933 liegen acht Tage lang auf dem Bureau des Unterzeichneten, Bahnhofstraße 761, zur Einsicht der Be- teiligten offen. 810D

Nur während der vorgenannten Frist können Einwendungen gegen den Inhalt und die Richtigkeit von Rechnung und Voranschlag erhoben werden.

Dießen, den 3. Februar 1933.

Der Vorstand

der Israelitischen Religionsgemeinde Gießen.

Rothenberger.

Nuhholzversteigerung.

Donnerstag, den 9. Februar d. 3., von vormittag» g Uhr ab, findet in den Wal­dungen der Gemeinde Alten-Vuseck eine Versteigerung von Nutzholz statt. Es kom­men zur Versteigerung: 809D

6 Buchen-ät. und -Abschn., A und N, 3. bis 5. Kl. = 3,60 im

59 Eichen-St. und -Abschn., A und N, _ 1. bis 4. Kl. = 19,47 fm

15 Kiefern-St. und -Abschn., A und N, 2a. bis 3b-Kl. = 8,31 im

1 Lärchen-St., N, 2b°Kl. = 0,33 fm

55 Fichten-St. und -Abschn., la= bis 3a-Kl. - 21,20 km

8 Eichen-Derbstangen 2. Kl. = 0,48 Im 523 Fichten-Derbstangen 1. bis 3. Kl.

= 18,68 fm

1120 Fichten-Reisstangen 4. bis 7. Kl. - 15,79 fm.

Das Holz ist ohne Rinde gemesten.

Zusammenkunft am Hölzernen Brunnen.

Bürgermeisterei Sllten-Buseck.

Spar- und Darlehnskaffe Lollar

e. G. m. b. h. in Lollar.

Die verehrlichen Mitglieder unserer Ge- nossenschast werden zu der am Sonntag, dem 12. Februar 1933, nachmittags 4 Uhr, im Gasthaus ,Lur Traube" bei Herrn Otto Nuhn, Lollar, stattfindenden ordentlichen Generalversammlung ergebenft eingeladen. 795D

Tagesordnung:

1. Erstattung des Geschäftsberichts des Vorstandes für 1932.

2. Bericht des Aufsichtsrates.

3. Bericht über die gesetzliche Revision.

4. Vorlage und Genehmigung der Iah- resrechnung und Bilanz per 31. De­zember 1932.

5. Beschlußfassung über Entlastung des Vorstandes.

6. Beschlußfassung über die Gewinnver­teilung.

7. Aufsichtsratswahl.

8. Verschiedenes.

Die Rechnung liegt von heute ab acht Tage zur Einsicht der Genossen im Ge schäftslokal offen.

Lollar, den 4. Februar 1933.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats. Hofmann.

Brenn- und Ruhholzversteigerung im Gemeindewald Langsdorf.

In den Distrikten Alter Heegwald, See- köpf, Rasenstück, Liebfrauenberg, Rudels und Höllenfritz werden nach vorheriger Zusammenkunft am Waldeingang der Pro- vinzialstraße LangsdorfNieder-Belsingen am Mittwoch, dem 8. Februar 1933, vor­mittags 9V* Uhr, versteigert: 824D

Brennholz.

Scheiter, rm: Buche 1. Kl. 202; Hain­buche 5,1; Eiche 30,1 Birke, Fichte, Kiefer und Lärche 18.

Knüppel, rm: Buche 20; Eiche 66,8; Hainbuche 17,6; Esche und Birke 5,1; Fichte 11,2; Kiefer 9,6: Lärche 3,9.

Knüppelreisig, rm: Buche, Kiefer und Weymouthskiefer 14,3.

Reisig, rm: Eiche 39.

Stöcke, rm: Fichte und Kiefer 13. Nutzholz.

Derbstangen: Fichte 1. Kl. = 20 St.; 2. Kl. = 227 St.; 3. Kl. = 753 St.; Esche 19 St.

Reisstangen: Fichte 4. Kl. = 81 St.; Eiche (Deichseln) 14 St.

Nutzreisig: Fichte 55,4 rm.

Nutzscheiter: Eiche, Hainbuche und Lärche - 12,5 rm.

Nutzknüppel: Fichte, 3 m lang = 13,8 rm. Günstige Zahlungsbedingungen.

Langsdorf, den 2. Februar 1933.

Hessische Bürgermeisterei Langsdorf Kneipp.

Einzige Ruh« und Brennholzversteigerung

aus der ZSrstcrei Bernsfeld

am Dienstag, dem 7. Februar 1933, vor­mittags 9 Uhr, in der Müllerfchen IBitt- chaft ju Bernsfeld aus den Forstorten: Pferdsbacherholz 1, 2, 5; Pfingstweide 2, 3; Lichterwald 5, 6, 7, 13; Eisenkaute 7 und Buchwald 3. 4, 5: 785D

I. Nutzholz: Langholz N: Fichte: la-KI. 0,35; lb-Kl. 2,98; 2a-Kl. 5,22; 2b-Kl. 1,08; Zp-Kl. 1,83 fm. Kiefer: 2b-Kl. 0,59; 3a-Kl. 0,97; 3b-Kl. 2,51 fm. Lärche: 2b-Kl. 1,11; 3a-Kl. 1,27; 3b-Kl. 4,02 fm. Derbstangen: Fichte 2 Stück 1. Kl., 1 Stück 2. Kl. Nuh- fcheiter: Eiche 5 rm (1,25 m lang und gesp, Küferholz).

II. Brennholz: rm Scheiter: 333 Buche, 2 Hainbuche, 194 Eiche (hiervon 32 rm 2 m lang, zu Gartenpfosten geeignet, das übrige teils gesp., teils rund) 2 Birke, 3 Kirschbaum, 30 Fichte. Knüppel: 162 Buche, 8 Hainbuche, 177 Eiche (hiervon 20 rm 2 m lang, zu Gartenpfosten geeig­net), 23 Kiefer, 10 Fichte. Reiferholz 3. fit: 210 Buche, 44 Eiche, 2 Birke. Stöcke: 6 Buche, 6 Fichte. Sämtliches Versteige- rungsholz aller Forstorte einschließlich Buchwald und Lichterwald ist einbegriffen, ausgenommen ist nur das Eichenstamm­holz, das bei der großen Nuhholzversteige- rung in Merlau am 17. Februar 1933 ver­kauft wird.

Brennholz mit blau unterstrichenen Nummern kommt nicht zum Verkauf, da­gegen wird das Nutzholz mit rot unter­strichenen Nummern versteigert. Vorherige Besichtigung des Holzes wird empfohlen, da nachträgliche Beanstandungen nicht be= rücksichtigt werden. Nähere Auskunft durch Herrn Förster kniß zu Bernsfeld und die unterzeichnete Stelle.

Grünberg, den 2. Februar 1933. Hessisches Forstamt Nieder-Ohmen.

S u ß n e r.

Buttenverkauf.

Die Gemeinde Steinbach beabsichtigt einen fetten Bullen zu verkaufen. Angebote per Zentner Lebendgewicht sind bis zum Donnerstag, dem 9. Februar 1933, nach­mittags 2 Uhr, auf der Bürgermeisterei einzureichen, woselbst die Bedingungen be­kanntgegeben werden. 837D

Gleichzeitig können sich Besitzer von sprungfähigen Vogelsberger Bullen bei der unterzeichneten Stelle melden.

Steinbach, den 3. Februar 1933.

Hessische Bürgermeisterei Steinbach.

Krämer.

.E

Maschinenbau, Elektrotechnik, Automobilbau

Rutz- und Brennhotzversteigerung im Licher Stadtwalde.

In den Distrikten Eichwald, Platten­wald, Mönchköpse, Langebuche, Rehtränk»- berg und Zappenau werden nach vor- heriger Zusammenkunft an der Provinzial- straße LichHattenrod in Distrikt Reh- trönfsberg am Donnerstag, dem 9. Fe­bruar 1933, vormittags 10 Uhr, ver­steigert: 797V

Buche, Hainbuche, Birke, Erle und Fich­ten: Scheiter 120 rm, Knüppel 140 rm, Stöcke 7 rm, Reisig 3180 Wellen und 18 Lose.

Eiche, Birke, Erle und Fichte: Schlag- reisig.

Stämme: Eiche 2. und 3. Kl. 16 St., 4,78 fm; Elsbeer 1 St., 0,25 fm; Esche 14 Stück, 1,58 fm.

Derbstangen: Fichte 3. Kl. 640 Stück, Eiche, Hainbuche und Ahorn: Deichseln 100 Stück.

Reisstangen: Fichte 4. und 5. Kl. 668

Stück; Bohnenstangen: Fichte 6. und 7. Kl. 1200 Stück.

Nutzscheiter: Eiche 55 rm (Gartenpfosten und Wagnerholz).

Nutzknüppel: Fichte 8 rm.

Ein Teil des Holzes wird nicht vorge- zeigt.

Letzte Holzversteigerung: Donnerstag, den 16. Februar 1933.

Lich, den 2. Februar 1933.

Hessische Bürgermeisterei Lich.

I.D.: Ihring, Beigeordneter.

7luh- und Brennhotzversteigerung im Albacher Gemeindewald.

Dienstag, den 7. Februar, wird in den Distrikten Roterde und Kreuzholz ver­steigert: 802V

Brennholz:

100 rm Buchen-Scheiter und -Knüppel 40 rm Fichten-Knüppel

1600 Buchen-, Eichen- und Fichten- Durchforstungswellen

N, Eiche, Langholz 2. u. 1. Kl. 4 St. 5,72 fm

N, Abschnitte 2. u. 3. 4 3,04

N, 4. u. 5. 4 4,87

N, Buche, 4. u. 5. 3 3,47

Fichten-Derbstangen 1. Kl. 20 Stück w 2. ,, 130 3. 310 ,,

Eichen-Derbstangen 14

(Deichseln)

250 rm Fichten-Stangenreisig (Spalier- Holz)

20 rm Lärchen und Fichten-Nutz scheit 2. Kl. (3 m lang)

10 rm Eichen-Nutzscheit 1. Kl. (gesp.)

Zusammenkunft 10 Uhr auf der Straße AldachOppenrod, in der Roterde.

Albach, den 2. Februar 1933.

Hessische Bürgermeisterei.

Lenz.

Oie Hotzversteigerung vom 31. Januar in Försterei Treis an der Lumda ist mit Ausnahme der Kiefern­stämme genehmigt. (Empfang der Abfuhr- scheine bei den Hebstellen, Uebermeifung (Zusammenkunft im Distrikt Himberg bei Brennholz Nr. 438 um 9 Uhr) und erster Fahrtag am 7. Februar. 825V

Gießen, den 3. Februar 1933.

Hessisches Forstamt Gießen.

Nntzhotzsubnnssion

der Försterei Ettingshausen.

Die Gemeinde Ettingshausen verkauft im Wege schriftlichen Angebots folgende Holzsorttmente: 848V

fiiefernffämme, N.

Los L la-ftl. 3 St. - 0,54 fm

Id- 86= 29,38

2a- 102 - 54,39

2b- 21 - 16,95

3a- 3 - 3,16

Los 2. la- 2 . - 0,29

lb- 78 - 26,02

2a- 122 = 65,03

2b- 62 51,97

FichleustLmme, N.

1a-Kl. 214 St. - 33,36 fm

lb- 376 - 128,33

2a. 134 w - 87,14

2b- 31 - 30,68

3a- 11 - 18,07

Fichtenderbstangen.

1. Kl. 243 St. - 21,87 fm 2. 347 - 20,82 3. 1204 - 36,12

Gemeinde Ober-Bessingen.

Kiefernstämme 2a-Kl. 26 St. = 6,47 fm

2b 13 - 4,55

3a- 3 = 1,65

3b- 1 - 0,34

Fichtenstämme lat 113 « 15,18

lb- 20 « 5,22

2a- 4 - 1,70

,, 2b- 3 = 2,13

Fichtenderbstangen 1. Kl. 241 Stück

Sämtliches Holz ist ohne Rinde gemessen.

Angebote sind in Reichsmark pro Fest Meter losweise, getrennt nach Sortiment und Klassen, verschlossen, mit der Aufschrift Holzsubmission" bis spätestens Donners­tag, den 9. Februar 1933, nachmittags 2 Uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen, woselbst auch die Bedingun­gen, welchen sich die Käufer mit Ein­reichung ihrer Angebote unterwerfen, ein- aesehen werden können. Die Eröffnung findet zu vorerwähnter Zeit auf dem Rat­haus in Ettingshausen statt. Günstige Zah­lungsbedingungen. Man bittet, das Holz vorher ansehen zu wollen, da spätere Re­klamationen nicht berücksichtigt werden können, und wird von Herrn Förster Keil auf Verlangen vorgezeigt.

Ettingshausen, den 4. Februar 1933 Hessische Bürgermeisterei Ettingshausen.

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