Ausgabe 
3.10.1933 Frühausgabe
 
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Zweigniederlassung Gießen, Johannesetr. 1-

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Die Geländespiele des Jungvolks

Oberheffen.

Landkreis Gießen.

Der Michssporiführer über Veremsleben und Vereinssührertum

Eine 2Rei)e in Breslau.

Am Samstagabend erfolgte als Auftakt zum Haupttag desSportfestes des deutschen Ostens" über das wir bereits gestern berichteten ein Aufmarsch der gesamten schlesischen Turner und Sportler in Stärke von fast 20 000 Mann auf dem Breslauer Schloßplatz. Der schlesische Gausport­führer R e n n e ck e r betonte den Willen der Schle­sier, zu kämpfen für den neuen deutschen Sportgeist. Nach dem Deutschlandlied ergriff dann der Reichs­sportführer von Tschammer-Osten das Wort zu einer Ansprache. Er freue sich, Schlesiens Sport­ler geeint auf diesem historischen Platz zu sehen.

Der weg zur Einigkeit innerhalb des deutschen Turn- und Sportlebens habe schon erfreuliche Fortschritte gezeitigt,

wie mir sie im neuen Staat brauchen. Es geht nicht um diese und jene Organisation, um diesen oder jenen Verein, es geht um Deutschland und um weiter nichts. Der Reichssportführer schloß mit einemSieg-Heil!" auf den Reichspräsidenten und den Dolkskanzler.

Anschließend an die machtvolle Kundgebung der schlesischen Turn- und Sportbewegung fand ein Führerkommers statt, zu dem über 1000 Vereins­und Verbandsfüyrer erschienen waren. Rach dem Einmarsch der Fahnenabordnungen begrüßte Gau­führer Rennecker die Gäste Breslaus Ober­bürgermeister Dr. R e b i tz k i macht die mit gro­ßem Beifall aufgenommene Mitteilung, daß der Reichssportführer nunmehr

die endgültige Zusage zur Austragung des

16. Deutschen Turnfestes 1938 in Breslau

gegeben habe.

In seiner Rede betonte Herr von Tfchammer- Osten, daß er keine programmatischen Aus­führungen machen wolle, sondern nur seine grund­

sätzliche Auffassung bezüglich der Neugestaltung der Dinge im Deutschen Turn- und Sportleben äußern wolle. Jn Bezug auf die Vereins- und Verbands­führerfrage erklärte er, daß wir nicht nur darüber zu entscheiden haben, wer früher im Turn- und Sportleben Führer war und wer es heute fein solle, sondern wer jetzt Führer sein wolle, der muß es beweisen, an Hand seiner Fähigkeit, wie er seinen Verein als kompaktes Ganzes zusammenschweißen kann. Im nationalsozialistischen Staat müssen wir auch in der Führerschaft die Spreu vom Weizen sondern. Die deutsche Jugend, die heute nicht mehr ganz kritiklos und hellhörig im Leben steht, wird nur angezogen werden von der Kameradschaft, Opferwilligkeit und Anhänglichkeit ihres Führers.

Das Vereinsleben wird immer weiter bestehen bleiben,

es ist ein Stück (Erbgut; wenn es richtig geführt wird, ist es ein herrliches Stück deutschen und völ­kischen Familienlebens. Man kann nicht eine hun­dertjährige Geschichte im deutschen Turn- und Sport« leben mit einem Federstrich vernichten, doch haben Vereine mit 30 oder 40 Mitgliedern keine Existenz­berechtigung mehr. Die Umgestaltung wird langsam aber sicher vollzogen werden. Meine größte Sorge, betonte der Reichssportführer, ist die Eingliederung der ehemaligen marxistischen Turn- und Sport- vereine in die deutsche Turn- und Sportorganisa- tion. Wir haben die Aufgabe, die Brüder und Schwestern aus dem Arbeiterstande, die nach der Zerschlagung ihrer Organisationen heimatlos ge- worden sind, mit offenen Armen bei uns aufzu­nehmen. Eine Fülle von Problemen bietet sich, von denen ein kleiner Teil schon gelöst ist. Aber auck die anderen schweren Aufgaben werden wir noch schaffen, wenn wir Aielbewußt auf dem einmal ein-

I geschlagenen Wege fortschreiten. Sieg-Heil!'

Am Montag sammelten sich m Oberhessen die Jungen des Jungvolkes zu den großen Herbst­geländespielen, die in diesem Jahr zum ersten Male durch ganz Oberhessen sichren roerbem Am heutigen Dienstag werden die einzelnen sich befehdenden Stämme im Kamps miteinander lieaen, durch die Felder und Wälder Oberhessens wird der Kampf- und Schlachtruf vieler Hundert klingen und Sieges- geheul wird am Mittag erschallen, wenn die Spiele abgeblasen und die beiden feindlichen Parteien ein­trächtig miteinander beim Mittagessen sitzen wer­den Das größte Geländespiel aber wird am Mitt­woch steigen Es beginnt um 10 Uhr und endet gegen 17 Uhr

Oer Kampfplan.

Wir versetzen uns um einige Jahrhunderte zurück, und auch die Gegend ändert sich in unserer Fan- tafle. Es handelt sich um Kämpfe zwischen den Kaiserlichen und den Schweden. Wir wollen uns selbstverständlich hüten, diese Kampfe als Rel.gions- kämpfe neu aufleben zu lassen. Das waren fh? übrigens schon damals nicht, sondern es ging। auch damals um deutschen Grund und Boden und erst dann spielte das religiöse Moment mit Wir wollen diese Kämpfe einfach als eine geschichtliche Tatsache

neu aufleben lassen. Nürnberg ist (Srünberg. Längs der ganzen westlichen Grenze des Spiel­feldes haben sich die Schweden stammweise ver­schanzt und getarnte Lager aufgeschlagen. Ebenso Oxensliernas Truppen an der ganzen Ostgrenze. Die Wallensteiner haben eine Postenkette in nord­südlicher Richtung in der Mitte des Kampfgebietes aufgestellt. An der Südgrenze stehen Pappenheims Truppen in Stoßtrupps zu je fünfzig Mann.

Oxenstierna versucht Verbindung mit Nürnberg und den einzelnen Lagern herzustellen und wartet nur auf einen günstigen Augenblick um Nürnberg zu entsetzen.

Wallenstein, der dies erfahren hat, sucht diese Verbindung mit allen Mitteln zu verhindern. Pappenheims Stoßtrupps erkunden die einzelnen Lager und bestürmen sie. Um 10.30 Uhr sind die Mannschaften aufgestellt und die Lager aufgebaut. Späher dürfen bis dahin noch nicht ausgeschickt werden. Durch rege Patrouillentätigkeit versuchen die Schweden mit Oxenstierna Verbindung herzu« stellen Pappenheims Stoßtrupps sollen die feind­lichen Lager erkunden und dürfen diese, jedoch nicht vor 12 Uhr, bestürmen. Haben die Schweden I mit Oxenstierna Verbindung hergestellt, so darf | Oxenstierna nach 15 Uhr zum Entsätze Nürnbergs

Emil H i r s ch f e l d. nahmen. Im Steinstoßen verbesserte Blask (Pol. Königsberg) den deutschen Rekord um nicht weniger als 30 Zentimeter auf 11,55 Meter. Außer Kon­kurrenz erreichte er sogar die hervorragende Weite von 11,74 Meter, die jedoch offiziell nicht gewertet werden kann. Hirschfeld (Allenstein) bewies im Kugelstoßen mit einer neuen deutschen Rekord- (eiftung von 16,05 Zentimeter wieder einmal seine große Klosse. Auch im Diskuswerfen erreichten die beiden neuen Titelhalter Weiten von 45,94 bzw. 45,04 Meter.

Oer Olympia-Lehrgang eröffnet.

In Anwesenheit des Reichssportführers von Tschammer-Osten wurde am Montag der Lehr­gang des deutschen Olympia-Nachwuchses, der der Heranbildung und sportlichen Schulung unseres Nachwuchses dienen soll, eröffnet. Standartenfuh- rer Portius meldete dem Reichssportsuhrer tue Anwesenheit von 567 jungen, hoffnungsvollen Kämpfern. Herr von Tschammer-Osten schritt die Front der Athleten ab und begrüßte jeden Einzelnen durch Händedruck. Anschließend hielt er eine kurze Ansprache, in der er die Jugend er­mahnte, in Treue zusammenzuhalten, damit der Enderfolg des Lehrganges gesichert (ei. Neben der sportlichen Schulung solle auch der Geist nicht un­tätig bleiben, es sollten vielmehr auch Theater be­sucht, Ausflüge gemacht und Vorträge gehalten werden. Zum Schluß des ersten Tages hielten ver­schiedene bekannte Führer und Sportlehrer Vor- träge über die verschiedensten Themen der einzel­nen Sports.

Oer Oamen - Ruderverband aufgelöst.

den. Die Klafelder Turner hatten dabei vor Großen- Linden und Sinn den Sieg errungen. Die fast gleich­wertigen Mannschaften dürften sich auch diesmal wieder einen spannenden Kampf liefern.

Oer Sieger im SO-Kilometer-Gehen.

aufbrechen. Die Wallensteiner suchen dies zu oere hindern. Die Pappenheimschen Stoßtrupps ver­suchen die Vereinigung der einzelnen Stämme un­möglich zu machen. Gegen 16 Uhr werden sich dann vermutlich die Schweden mit Oxenstierna vereinigt haben. Die Schweden und Oxenstierna ziehen sich in Richtung Nürnberg zusammen und bilden inner­halb des Spielgebietes eine Sperrkette, durchsetzt mit verschanzten Lagern um diese Stadt in einem Abstand von etwa einem bis zu zwei Kilometern. Gegen 15.30 Uhr rückt Wallenstein mit seinen Truppen sodann zur Bestürmung von Nürnberg. Es folgen dann die Schlußkämpfe. Es fei noch ein­mal daran erinnert, daß, wo in der Spiellags Nürnberg erwähnt wird, in Wirklichkeit G r ü n - berg zu lesen ist.

Um 17.30 Uhr ist Schluß des Geländespieles, das heißt, bis dahin müssen alle Toten und Lebenden auf der östlichen Seite Grünbergs am Wald­schwimmbad versammelt sein. Dazu wird ein Trom­petensignal geblasen, das sonst an diesem Tage keine Verwendung findet, das bekannte: Kartosselsupp, Kartosselsupp...

Etwa dreihundert Schiedsrichter, meist Hitler- Jungen, werden in demKampfgelände" anwesend sein. Diese haben dafür zu sorgen, daß kein Flur- schaden entsteht, außerdem haben sie dieToten" von den Lebenden zu scheiden. Jeder Junge hat einenLebensfaden" um den rechten Oberarm. Dieser Faden besteht aus Wolle. Wenn es dem Gegner gelingt, diesen Faden zu zerreißen, so ist der Betreffende tot. DerTote" hat fluchtartig das Kampfgelände zu verlassen und sich nachWal­halla", das heißt, nach Grünberg zu begeben.

Gegen 18 Uhr erfolgt der Einzug der Angreifer und der Marsch der Verteidiger durch Grünberg, das in Ewartung der Jungen sich jetzt bereits rüstet und in reichem Flaggenschmuck prangen wird.

Kundgebung

des Oberhessischen Jungvolks.

Am Donnerstag findet als Abschluß der Herbst­geländespiele des Jungvolkes in Grünberg eine Abschlußkundgebung statt, die um 11 Uhr, wahr­scheinlich auf dem Marktplatze, beginnt und um 12 Uhr ihr Ende gefunden haben wird. Zu dieser Kundgebung werden der Herr Reichsstatthalter Sprenger, sowie der Gebietsführer der Hitler­jugend Kramer, sowie der Gebietsführer des Jungvolks, Heini Jung sprechen. Außerdem haben Vertreter der Behörden und verschiedener staatlicher Stellen ihr Erscheinen zugesagt.

9 0. Geburtstag.

/ Lich, 2. Okt. In der außerordentlichen Generalversammlung des Volksbildungsver­eins imHolländischen Hof" wurde die Gleich­schaltung des Vereins vorgenommen. Nach einem Vortrag von Pfarrer Draudt über das Wesen und das Wollen echter deutscher Kultur und Kunst, sowie über die Aufgaben des Vereins im neuen Staat übernahm Rektor Erb auf Vorschlag aus der Versammlung den Vorsitz uub schlug den bis­herigen bewährten Leiter des Vereins, Pfarrer Draudt, als zukünftigen Führer vor. Der ein­mütig gewählte Führer ernannte zum stellvertre­tenden Führer Schreinermeister Menges, zum Schriftführer Lehrer Meckel, als dessen Stellver­treter Lehrer H i l d , Aum Rechner Dentist Insel, zu Bücherwarten die Lehrer Schön und Sarnes. Der neugebildete Beirat besteht aus zwei von der Stadtvertretung zu ernennenden Mitgliedern, ferner aus Dechant Kahn, Pfarrer C r ö n l e i n , Post­schaffner Schäfer, Buchhändler V o l k m a n n und einem noch zu berufenden Mitglied aus dem Arbeiterstand. Der Verein wird in Zukunft mit dem Kampfbund für deutsche Kultur in Arbeitsgemein­schaft treten. Die Satzungen wurden, soweit nötig, geändert bzw. ergänzt. Als Veranstaltungen für den Winter sind vorgesehen: ein Werbeabend des Stadttheaters Gießen, ein Lichtbildervortrag von Uhrmacher Schwab überDeutsche Menschen­kenntnis" und voraussichtlich ein Konzert des Stadt­theaterorchesters Gießen. Zum Schluß gSb der Führer noch Auskunft über die Bücherei, die Thea­tergemeinde und die Deutsche Bühne. Er wünschte, daß die Arbeit des Vereins mehr wie bisher die Unterstützung der ganzen Bevölkerung finden möge. Mit einem dreifachenSieg-Heil!" auf den Volks­kanzler Adolf Hitler klang der Abend aus.

Kreis Schotten.

Laubach, 30. Sept. Am Samstag landete gegen 17.30 Uhr auf dem Flug von Braunschweig nach Frankfurt a. M. das Heinkel-Sport- flugzeuav 2304 (Führer Dipl.-Jng. Pohle) auf einer Anhöhe nahe der Wetterfelder Gemar­kungsgrenze. Die Notlandung mußte wegen dichten Nebels erfolgen, der über der Wettarau lag und einen Weiterflug unmöglich machte. Am Sonn­tag gegen 10 Uhr fetzte das Flugzeug die Weiterreise fort. Das weibliche Arbeitsdienstla­ger wird, nachdem fein Fortbestehen der Stadt vor kurzem zugesagt worden ist, in den nächsten Tagen mit dreißig weiteren Mädels neu belegt. Die Ar­beitsdienstwilligen erhalten hier durch körperliche Ausbildung und häusliche Erziehung jeglicher Art eine wertvolle Lebensschule.

Kreis Büdingen.

Hirzenhain, 2. Okt. Mit der kommissari­schen Versetzung der Ortsgruppenwaltergeschäfte der N S. - V o l k s w o h l f a h r t für die Ortsgruppe Merkenftitz wurde Albrecht Stein beauftragt, als dessen Stellvertreter Karl Nippel. Die Geschäfte des Kassierers und Geschäftsführers versieht Hein­rich B e r g m a n n. Die am Erntedanktag veran­staltete Sammlung für die Winterhilfe 1933/34 zei­tigte ein recht befriedigendes Ergebnis.

daß seine beste Zeit längst vorbei ist, wurde dieser Tage als Kursleiter nach Berlin berufen. Im Anschluß an diese Tätigkeit, in der er heute wert­voller ist denn als Spieler, soll Leinberger Trainer der Gaue 1, 2 und 3 werden.

^Saarkundgebung des Sports in Frankfurt a. M.

1000 Saarländer kommen im Sonderzug.

Eintracht und Fußballsportoerein Frankfurt ver­anstalten anläßlich ihrer Gauliga-Pflichtsviele gegen Sportfreunde Saarbrücken und Borussia Neun­kirchen am 7. und 8. Oktober in Frankfurt a. M. eine großeSaarkundgebung des Sports". Schon am Samstagabend gibt es beim Eintreffen der saarländischen Mannschaften am Hauptbahnhof und später im Bachsaal die ersten Kundgebungen. Am Sonntagvormittag treffen dann um 9.30 Uhr im Hauptbahnhof 1000 Saarländer in einem Sonder­zug ein. Auch sie werden feierlich eingeholt und zumRömer^ geleitet, wo unter Mitwirkung des Winkelmannschen Männerchores unb der Stadtver­waltung eine große Demonstration für die deutsche Saar stattfindet. Zwischen den beiden Spielen am Nachmittag im Stadion spricht Staatsrat und Landesleiter der NSDAP, im Saargebiet, Spa­niel (Saarbrücken). Ein Staffellauf über 10 mal 200 Meter, an dem auch der tatkräftige Deutsche SC. Saarbrücken teilnimmt, sowie Musikoorträge des Musikzuges der Standarte 63 vervollständigen das Programm. Vom ^Reinertrag der Veranstal­tung im Stadion wird ein Teil für den Saarfonds und für das Winterhilfswerk angeführt.

Deutsche Motorradsiege in Pardubitz.

Die klassische Motorradveranstaltung um den Goldenen Sturzhelm der CSR." sand am Sonn­tag in Anwesenheit von 70 000 Zuschauern zum 5. Male auf der Pferderennbahn in Pardubitz statt. Es bewarben sich insgesamt 72 Fahrer aus 19 Na­tionen. Das Rennen wurde zu einem großen Triumph der deutschen Fahrer, die in der starken Konkurrenz drei Preisträger stellten.. Der Entschei- bungslauf führte über 7 Runden 16,8 Kilometer und sah nach spannendem Kampf den in Oberhausen ansässigen Engländer Butler auf Rudge in 9:57,7 als sicheren Sieger vor Bertram- Berlin (Rudge) in 10:02 und Winkler- Chemnitz, der auf seiner 175-ccm-DKW.°Maschine den geringen Zeitsprung gegen bie weitaus stärkeren Maschinen seiner Geg­ner in glänzenber Weise oerteibigte. Den vierten Platz belegte Allinger auf Douglas in 10:14,8.

Gerätewettkampf Großen-Linden - SinnKlaseld.

Am Sonntag, 8. Oktober, findet der zweite Ge« rätekamps zwischen den Mannschaften der Turnver­eine Großen-Linden, Sinn und Klafeld bei Siegen In Großen-Linden statt. Der erste Kamps war im März dieses Jahres in Sinn ausgetragen war-

Der Altmeister Paul Sievert (Berlin) gewann in Duisburg zur allgemeinen Ueberraschung das 50-lcm-Gehen.

Ladoumegue gegen purje.

Im Stade Pershing in Paris trafen am Sonn­tag zum drittenmal Jules Ladoumegue und Einar Purje aufeinander. Die Strecke betrug wie bei der ersten Begegnung 1500 Meter. Bis 500 Me­ter lagen die beiden Gegner dicht nebeneinander; als sich dann Ladoumegue an die Spitze fetzte, gab 200 Meter weiter der Finne das Rennen auf und überließ Ladoumegue in 3:54,8 einen unbestritte­nen Sieg. Bei der gleichen Veranstaltung stellte der Pariser Beaumont im Stundengehen mit einer Leistung von 12,691 Kilometer einen neuen fran­zösischen Rekord auf.

Young-Striblings Boxer-Lausbahn beendet.

Einer der sympathischsten amerikanischen Boxer, Poung Stribling, erlitt mit feinem Motorrad auf dem Wege nach dem Krankenhaus in Macon (Georgia), wo er seine Frau besuchen wollte, einen schweren.Zusammenstoß mit einem Lastkraftwagen. Der Amerikaner, der aus seinem grandiosen Kampf mit Max Schmeling auch in Deutschland bestens be­kannt ist, verletzte sich am linken Fuß so schwer, daß das Bein amputiert werden mußte. Striblings Lauf­bahn als Boxer fand damit ein tragisches Ende.

Oer deutsche Spielergruß in einheit­licher $orm.

Die Mißverständnisse gelegentlich des Städte- fpieles Hamburg Frankfurt a. M., die dazu führ­ten, daß die Frankfurter Mannschaft vom Publi­kum ausgepfiffen wurde, weil die Zuschauer nicht wußten, daß der Spielergruß in Süddeutschland andere Formen hatte, als im Norden, haben nun den DFB. veranlaßt, eine einheitliche Regelung für das gesamte DFB.-Gebiet vorzunehmen.

Die Neuregelung sieht wie folgt aus:

Vor Beginn eines jeden vor Zuschauern aus- getragenen Spieles begeben sich beide Mannschaften mit den Linienrichtern unter Führung des Schieds­richters in guter Ordnung nach der Mitte des Spielfeldes. Sie stellen sich parallel der Längsseiten rechts unb links vom Schiebsrichter auf unb grüßen fchweigenb (nach beiben Seiten) mit bem beutfchen Gruß. Nach Beenbigung bes Spieles treten sich bie Mannschaften auf ber Mittellinie bes Spielfelbes gegenüber unb bringen gegenseitig als Zeichen ber Sportkamerabschaft ein breifachesSieg-Heil" aus.

Man hat also ben Spielergruß zur Norm ge­macht, wie er in Sübbeutschlanb bereits seit einiger Zett Gültigkeit hatte.

Fußballspiel und Winterhilfe.

Der Deutsche Fußballbunb teilt mit:

Da bie Vereine einiger Gaue zur Zeit Spenben zu ©u.nften besonberer Hilfsunternehmen (Oeschel- bronn) usw. abführen, sehe ich davon ab, für alle Vereine des Bundes eine einheitliche Abgabe zu Gunsten der Winterhilfe anzuordnen. Ich erwarte jedoch von den Vereinen, daß sie sich der Pflicht zur Linderung der Not unserer darbenden Äolks- genossen genau so bewußt sind und in gleicher Weise der Sammlung beisteuern, wie sie es bei ber Spenbe für Opfer ber Arbeit getan haben. Ich überlasse es, wo es erforberlich erscheint, ben ©au» sichrem, bestimmte Anorbnungen zu treffen.

(gez ) F- Linnemann, Bunbesführer.

Zwei neue deutsche Rekorde.

Der Sportverein Hinbenburg-Allenstein beschloß am Sonntag bie Leichtathletiksaison in Ostpreußen mit einem Sportfest, an bem bei herrlichem Wetter über 100 Aktive unb fast 2000 Zuschauer teil-

Der Deutsche Damen-Ruberverbanb hielt in Berlin eine Sitzung ab, in ber bie Auf­lösung bes Verbanbes beschlossen mürbe. Nach ber Aufnahme bes Verbanbes in ben Deutschen Ruber- uerbanb war eine besonbere rubersportliche Frauen­organisation überflüssig geworben Künftig wirb I ein Unterausschuß für Frauenrubern bie Belange der beutfchen Frauenr^derei im DRV wahren.

Deutscher Sieg im Kunstspringen.

Der Deutsche Meister unb Stubenten-Weltmeister im Kunstspringen, Ernst Viebahn (Berlin) kam am Sonntag bei den Internationalen Schwimmwett- kämpfen in Kopenhagen zu einem schönen Erfolg. Er gewann bas Kunstspringen, an bem sich bie besten Springer Ungarns, Dänemarks unb Schwebens be­teiligten, überlegen vor bem Dänen Kaj Larsen mit 432 Punkten.

Lemberger als Kursleiter in Berlin.

Die Tätigkeit von Ludwig Leinberger beim Köl­ner Klub für Rasenspiele ist nicht von allzu langer Dauer gewesen. Der ehemalige Mittelläufer uns­rer Nationalmannschaft, der auch in Köln bewies.

.. W i es e ck, 3. Oktober. Heute begeht unsere älteste Mitbürgerin Frau Dorothea Rock Wwe., geb. Kolb, ihren 8 6. Geburtstag in körperlicher unb geistiger Frische. Die Jubilarin ist somit einen Tag jünger als unser Reichspräsibent.

* Großen-Buseck, 3. Okt. Am morgige* Mittwoch, 4. Oktober, feiert unser ältester Orts­bürger, Heinrich Wagner, Zeilstraße, seinen

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