Ausgabe 
3.6.1933 Frühausgabe
 
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Runvfunkprogramm

Mittwoch. 7. Juni.

16.30: Don Berlin: Mit derPreußen" von Swine>

Auslösung deö marxistischen Wanderer. VereinsDie Naturfreunde^.

7.15 Uhr: Frühkonzert auf Schallplatten. 11: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 12: Wittagskonzert I des Rundfunkorchesters. 13.30: Mittagskonzert ll. 15.30: Stunde der 3u- gcnd. 16.CO. Rachmittagskonzert des Rundfunk- Orchesters. 18: Die Drücke zur neuen Erziehung, von Wolfgang Frommel. 18 25: Zeitfunk. 18.45: Kurzbericht vom Tag. 19: (Reichssendung): Stunde der Ration. Hölderlin. Hörbild von Deit Roßkopf. 20: Don Nürnberg: OEHitär» konzert. 21: Die hohe Rhön, ein Landschaftsbild. 21.45: Konzert (Max Reger). 22.50 bis 24:

Derlin: Rachtmusik.

Montag, 5. Juni.

14.30: Heitere Balladen von Emil Petschnigg. 15: Festzug des schwäbischen Heimat­tages. 15.30: Stunde der Jugend. Jungslieger- trefftn. 16.30: Glotterbad: Rachmittagskonzert des Freiburger Konzertorchesters. 17.30: Kleine Stücke für Dioloncello und Klavier. 18:Pfing­sten im alten Frankfurt und Umgebung". Don August Kruhm. 18.25: Drei schwäbische Dichter. 19 .0 Polka und Schleifer mit heiteren Liedern. 20: Konzert des Orchesters des Westdeutschen Rundfunks. 22: Wiedersehensfeier und Denk­malsweihe der 81er. Ein Hörbericht. 22.45: Don

Samstag, 10. Juni.

7.15 Uhr: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert. 15.30: Stunde der Jugend. 16.30: Rachmittags­konzert. 18: Heimat an der Saar. Don Johannes Kirschweng. 19: Don Dreslau: Reichssendung: Stunde der Ration. Alte Landsknechtlieder und Schwänke. 20.05: Unterhaltungskonzert. Konzert des Musikzuges der 10. SS.-Standarte. 21.15: Funk-Drettcl. Luftige Leut aus der Steiermark. 22.45 bis 24: Rachtmusik.

Aus der Provinzialhauptstadt.

Oie Zenenordnung.

Oie Gießener Freiwillige Sanitätskolonne im Jahre '1932

Dienstag, 6. Juni.

7.15 Uhr: Frühkonzert auf Echallplatten. 11: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 12: Mittagskonzert l des Rundfunkorchesters. 13.20 Mittagskonzert ll auf Schallplatten. 15.30: Der Hausfrau zur Erholung. 16.20 Rachmittags­konzert. 18: Deutscher Almanach- 18.15: Schnell­kursus in italienischer Sprache. 18.45: Kurz­bericht vom Tag. 19: Don Königsberg (Reichs- sendung): Stunde der Ration, 700 Jahre Marien­werder. 20: Mandolinenkonzert. 20.30/ Don Leipzig: Siegfried Wagner (Leipziger Sinfonie» orchester). 22: 3x5 Minuten. 22.45 bis 24: Racht- musik.

E s ist ausgeschlossen, daß dem Wert der scheine entsprechend Fett abge- geben werden darf. Außerdem sind die Scheine nur für den aufgedruckten Zeitraum gültig.

Die Geschäfte werden gebeten, streng den Vor­schriften entsprechend zu verfahren und etwaige ent» gegenstehende Anträge abzuweisen.

Provinzialausschuß-Sihung.

Der Provinzialausschuh beschäftigte sich in feiner jüngsten Sitzung mit einer Reihe von Streitfällen zwischen Dezirksfürforgeverbänden. Die Klage des Dezirksfürsorgeverbandes des ehemaligen Kreises Kirchhain gegen den Landes­fürsorgeverband Dolksstaat Hessen, vertreten durch den Bezirksfürsorgeverband Alsfeld auf Ersah von Fürforgekosten für Friedrich D ü n n - w a l d aus Düsseldorf wurde als unbegründet kostenpflichtig abgewiesen. Eine Klage des Orts­fürsorgeverbandes Miltenberg gegen den De­zirksfürsorgeverband des Kreises Friedberg auf Ersatz von Krankenhauspflegekosten für Fritz Seeberger aus Obrigheim wurde ebenfalls als unbegründet kostenpflichtig zurückgewiesen. Stattgegeben wurde einer Klage des Dezirks­fürsorgeverbandes Rürnberg-Stadt gegen den Dezirksfürsorgeverband des Kreises Schotten auf Erstattung von Fürforgekosten für Marie M e l - z e r aus München. Die Klage des Dezirksfür- sorgeverbandes Stadtkreis Frankfurt gegen den Dezirksfürsorgeverband Kreis Schotten und den Landesfürsorgeverband Hessen auf Erstattung von Fürsorgekosten für die Haustochter Alma Herbst verfiel als unbegründet der Abweisung. Des­gleichen wurde eine Klage des Dezirksfürsorge­verbandes Kreis Gießen gegen den gleichen Ver­band der Stadt Gießen hinsichtlich der Unter-

6.35 Uhr: Don Hamburg: Hafcnkonzert. 8.30: Ben­dorf a. Rh.: Katholische Morgenfeier. 9.30: Stunde des Chorgesangs. 10.30. Von Gießen: Pfingsttreffen des Jungvolkes. 11.30: Von Leipzig: Reichssendung: Kantate von Joh. Seb. Bach 12: Mittagskonzert I erwerbsloser Musiker. 13: Mittagskonzert II. 14: Stunde des Landes. 15.45: Stunde der Jugend.

Die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in Gießen brachte jetzt ihren Jahresbericht für 1932 heraus, der einen umfaffenben Ueberblick über die weitverzweigte Arbeit der Kolonne gestat­tet. Die Freiwillige sanitätskolonne hatte im Der» aangenen Jahre sehr unter den wirtschaftlichen Röten zu leiden, da ein verbilligter Tarif für ben Transport (wenn auch nur probeweise) eingeführt werden mußte und außerdem viele Transportkosten aus das Verlustkonto gebucht werden mußten. Die Einnahmen haben sich dadurch wesentlich verringert. Dank der Opserwilli

und II wurde noch die Ausrüstung III beschafft. Die Kolonne ist im örtlichen Arbeitsausschuß für den zivilen Luftschutz vertreten. An Sonn» und Feier­tagen wurden insgesamt 56 Wachen gehalten, die zu 118 Hilfeleistungen, darunter 78 Krankentrans­porten, in Anspruch genommen wurden. Bei sonsti­gen Veranstaltungen wurden 61 Wachen gestellt, die in 272 Fällen erste Hilfe leisteten. Im Zusam­menhang mit der Aroeit der Winternothilse richtete die Kolonne wieder eine Wärme st ube ein, die in der Zeit vom 7. Dezember 1932 bis 11. März von 2351 Personen besucht war.

3m Lause des Geschäftsjahres wurde die Frei- willige Sanitätskolonne in insgesamt 5941 (im Vorjahre 4444) Fällen in Anspruch genommen;

wobei 1251 (1191) Krankentransporte durchgeführt wurden. Don den Transporten waren in der Stadt Gießen 901, in der Provinz Oberhessen (ohne die Stadt Gießen) 245 und außerhalb der Provinz 71 xu bewerkstelligen. Mit den vier zur Verfügung stehenden Wagen wurden insgesamt 19 041 Kilo­meter gefahren. Von den Hilfsdesinfektoren wurden 8 4 Desinfektionen durchgeführt. Beim Um­betten und Baden von Schwerkranken wurde 16mal geholfen. Krankenwachen wurden 55 ausgesührt. Die Krankenpflegegeräte aus der Ver- leihanstalt wurden in 395 Fällen verliehen.

Die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz kann mit Befriedigung auch auf das Jahr 1932 zu- rückblicken.

Die Arbeit, die im Dienste der Nächstenliebe geleistet wurde, verdient alle Anerkennung und dankbare Würdigung.

Es ist erfreulich, daß die Gießener Sanitätskolonne durch ihre rege Tätigkeit Unglück und Not lindern hilft und so in reichem Maße ihre schwere und ver- antwortliche Arbeit aus christlichem Gewissen her­aus übt.

Zum Zwecke der Ueberlcitung der marxistischen Ge­

sangvereine in die deutsche Sängerbewegung hct der I Sonntag, 4. Juni.

Staatskommissar für das Polizeiwesen in Hessen die 5 35 ^r; Lon Hamburg: Hafenkonzert. L: Don bestehenden marxistischen Gesangvereine aufgelöst Eisenach: Einweihungsfeier des Burschenschafts» unö zum Verwalter des Vermögens dieser Vereine ehrcnmals in Eisenach. 9.15: Choralblafen aus den Gauoorsitzenden des Deutschen Sängerbundes in Frankfurt a. M. 9.30: Don Mainz: Morgenfeier Hessen, Dr. H u l 3, ernannt. Die Verfügung hat fol- aug her Ehristuskirche. 10.45: Stunde des Chvr- genben Wortlaut: gesangs. 11.30: Don Leipzig: Reichsfendung: Kan-

Auf Grund des § 1 der Verordnung des Reichs- täte. 12: Mannheim: Mittagskonzert I. 13: Mit- prasidenten zum Schutze von Volk und Staat vom tagskonzert ll des Orchesters des Westdeutschen

28. Februar 1933 werden hierdurch sämtliche dem Rundfunks. 1' " "*-'*-*-----'c:

Deutschen Arbeitersängerbund angeschlossenen Ge- s sangvereine im Gebiet des Volksstaates Hessen ver- boten und ausgelöst. Wer sich an einem der ausge^ lösten Vereine als Mitglied beteiligt, ober ihn auf andere Weise unterstützt, oder den organisatorischen Zusammenhalt weiter aufrechterhält, wird nach § 4 der angezogenen Verordnung bestraft. Das Ver­mögen der Vereine wird beschlagnahmt. Mit der Ab­wicklung der Bereinsgcschäfte und mit der Liquida­tion des Vermögens der aufgelösten Vereine wird Herr Dr. K u l z in Darmstadt, Referent im Ministe­rium für Kultus und Bildungswesen, Vorsitzender des Gaues Hessen des Deutschen Sängerbundes, be­auftragt und ihm zugleich die Befugnis erteilt, für die Bezirke des Rhein-Maingaues des Deutschen Arbeitersängerbundes, soweit sie hessische Orte um­fassen, je einen Unterbeauftragten zu bestellen.

Der Hess. Minister für Kultus und Dil- dungswesen hat an die Direktionen und Ctiter der Höheren Schulen und der gewerblichen Lehr­anstalten und an die Kreis- und Stadtschulämter folgende Verfügung über die Ferienord­nung gerichtet: ... .

Die Öfter», Pfingst- und Weihnachtsferien find für alle Schulen des Landes dieselben.

Die Osterferien beginnen mit Sonntag vor Ostern und dauern drei Wochen. Wiederbeginn des Unterrichts am Dienstag nach Mif- Dorn. Der Montag ist für Konferenzen und etwaige Auf­nahmeprüfungen sreizuhalten.

Die Pf ingstf erien dauern eine Woche, be- , - __ ginnend mit dem ersten Pfingsttag und endigend 0 e r r . n g e r t. Dank der Opierwilligkeit ber Mit- mit dem Sonntag Trinitatis. . gheber unb ber (Bonner konnte aber viel tmD.enste

Die Weihnachtsferien dauern zwei der Allgemeinheit getan werden. Die Zahl der Wochen, anfangend mit Sonntag vor Weihnachten. Hilfeleistungen hat zugenommen.

Fällt der erste Weihnachtstag auf einen Sonntag, 3m Unterrichtsplan wurde besonders die Aus- Samstag ober Freitag, fo beginnen die Ferien I bÜbung der Kolonnenmitglieder für den Gas- mit dem vorausgehenden Donnerstag. Unb Luftschutz betrieben.

lei^in ^n S^dt^ D^rmst^^Mainz^Gießen. Betriebsheiser. unb Jugendkurse fanden ebenfalls Offenbach Worms Friedberg' Dad-Rauheim und statt. Die Zusammenarbeit mit den Gießener rieuer- Venshe.m mit dem Stamstag, der dem 15. Juli wehren, der stäbtischen Brandwache, der 1Postze., am nächsten liegt und dauern vier Wochen. Wie- den Kliniken uw, wirbals iehrgubezeichnet berbeainn des Unterrichts am Montag. I Der Mitglieder st and betrug zu Beginn

Die H e r b st f e r i e n für alle Schulen der ge- des Jahres 120 Mann; 1 Mitglied trat aus, 1 Mit- nannten etäbte beginnen mit dem Sonntag, der Md verstarb 4.mußten gestrichen werdet. 2 wur» dem 25. September am nächsten liegt, und dauern ben nach außerhalb ^wiesen und 2 neu ausge »Wei Wachen nommen, so daß der Mitgliedersland am Ende des

gar au? übrigen Orte be» CanbeS fin» bie 6om- J°v-- HO-bru«- Bin Mi'gtted wurde für 25|at). mer-unb Serbftferien in allen Spulen fo ju legen, nge unb 10 Jlitgtieber für fahrige Di-nltz-tt wie fie durch bie Erntearbeiten erforberli» wer. durch deu W(d)en 1t ben. Für ihre Seftlegung haben bie Schulämter Der flolonnenfubrer 8. S r afe erhielt oom Beub Sorge zu tragen. Sic dürfen die Zeitdauer von schen Roten Kreuz bas Ehrcnkreuz 2. Klasse. I sechs Wochen nicht überschreiten. Lause des Jahres würben

Um die durch die Verlängerung der Osterferien 20 Hebungen und 1 Appell

berücksichtigen.

Die Ausmalung der Emporebrüstungen und Säu­len wurde in lichtem Grau gehalten. Besondere Be­lebung erhält dieses Grau durch ein schwarzes Band, das die ganze Kirche durchzieht und auf dem in leuchtenden, goldenen Buchstaben Worte aus der Bibel geschrieben sind. Der Chor ist im Gegensatz zum Kirchenschiff in bunten Farben aus­gemalt. Er stellt eine prächtige Farbensymphonie dar. Hier löst sich das Grau der Kirche in Helle, bunte Farben auf, wie ein Lichtgruß von oben. Auch die im Chor stehende Orgel erhielt durch die Bemalung ein neues Gewand, das nicht mehr als Fremdkörper im Altarraum wirken läßt. Eine be­sondere Note erhält der Altarraum noch dadurch, daß auf dem Altar eine alte Kreuzigungsgruppe ausgestellt werden konnte, die früher am Bogen zum Chor angebracht war, dort einen sehr ungün­stigen Platz hatte und darum bei der letzten Reno­vierung der Kirche dem Oberhessischen Museum in Gießen übergeben wurde. Nachdem die Kirche diese alle Kreuzigungsgruppe wieder zurückerhalten hat, soll sie jetzt auf dem Altar einen würdigen Platz erhalten. Die Gruppe verleiht der Kirche an diesem Platz einen ganz besonderen künstlerischen Wert, gibt ihr eine Bereicherung lokaler Art, wie sie nur wenige Kirchen haben.

Die künstlerische Ausmalung der Kirche lag in Händen des Kirchenmalers Veite aus Nieber- Ramstadt bei Darmstadt. Alle sonstigen Arbeiten wurden unter Bauleitung des Hochbauamtes Gießen von hiesigen Handwerkern ausgesührt. Eine unlieb­same Verzögerung der Arbeiten war dadurch ein­getreten, daß nach Fertigstellung der Deckenarbeiten das 120 Pfund schwere Gewicht der Uhr abstürzte, den Boden durchschlug und in der Decke hängen blieb, die völlig zerbarst, so daß von neuem ein Gerüst zur Behebung des Schadens aufgestellt wer­den mußte.

Trotz dieser Verzögerung sind die Arbeiten doch soweit beendet, daß am ersten Pfingstfeiertag vor­mittags 10.30 Uhr bie Kirche feierlich eingeweiht werben kann. Oberkirchenrat O. W a g n e r, Gießen, wird die Weihehandlung vornehmen. Der Frauen» chor Hausen wird bei der Feier mitwirken.

Die Mittel zur Wiederherstellung sind aufgebracht durch Zuwendungen seitens der Landeskirche und des Staates aus Mitteln der Denkmalpflege und anderseits aus der Gemeinde selbst, die eine große Opferfreudigkeit bewies. Eine Haussammlung in den letzten Wochen, die trotz der Not der Zeit einen über Erwarten guten Erfolg hatte, ermöglichte noch, daß zur Jnnenausschmückung der Kirche ein Altar­teppich, Läufer und Klappstühle angeschafft werden konnten.

Nachdem im vorigen Jahre das Dach der Kirche hergestellt worden war und die Kirche durch Stif­tung aus der Gemeinde elektrisches Licht erhalten, in diesem Jahre nun im Aeußeren und Inneren bergefteUt worden ist, darf die Gemeinde mit Stolz, Freude und Dank dem Einweihungstag am ersten i Pfingstfeiertag entgegensetzen.

haltungskostcn für Karl Seibert aus Großen- Linden abgcwicscn. Zum Schluß wurde die Klage des Vezirtssürforgeverbandes des Main-Taunus­kreises in Frankfurt a M -Höchst gegen den Bc- zirlssürsorgeverband des Kreises Friedberg wegen Kostenerstattung für das Kind Kurt Rausch- mann aus Vilbel kostenpflichtig zurückgewicsen.

Taten für Lamstag, 3. Juni.

1740: Friedrich der Große hebt die Folter auf. 1844: Der Dichter Detlev v. fiiliencron in Stiel geb. 1864: Der Dichter Otto Erich Hartleben in Clausthal geb. 1871: Elsaß-Lothringcn wird deut­sches Reichsland.

Taten für Sonntag, 4.Juni.

1745: Sieg Friedrich des Großen bei Hohenfried- berg. 1875: Der Dichter Eduard Mörike m Stuttgart geft.; der Germanist Robert Petjch in Berlin geb.

Vornotizcn.

Tageskalender für Samstag: Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Ich bei Tag und du bei Nacht". Astoria - Lichtspiele, Seltersweg:Die Nacht gehört uns.

* Beurlaubung en. Mit sofortiger Wirkung wurde bis auf weiteres beurlaubt: Direktor Dr. Feldmann vom Pädagogischen Institut, Mainz. Beurlaubt wurden vom 4. äuni 1933 an bis auf weiteres: Lehrer Georg Reitz zu Undenheim, Leh rcr Wilhelm Schwibinger zu Nierstein, Lehrer , Heinrich Wunderlich zu Undenheim.

Die Museen und Sammlungen im Alten und Neuen Schloß sind an beiden Feiertagen (Sonntag und Montag) zwischen 11 und 13 Uhr ge­öffnet.

** Straßensperrung, mitgeteilt vom Oder- hessischen Automobil Club E.D. (A. v. D.), Gießen: Die Strecke Romrod Sckelln hause n der Provinzialstraße GießenAlsfeld wird ab 7. Juni für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung über GroßselbaWindhausen.

Strafkammer Gießen.

* G i e ß e n , 2. Juni. Ein jetzt in Frankfurt a. M. wohnhafter Kaufmann hatte im Oktober 1932 einen Möbeltransporteur durch die Vorspiegelung der un­wahren Tatsache, er gebe ihm in Frankfurt a. M. sofort das Geld, veranlaßt, den Umzug für ihn nus- I zuführen. Da er aber gar kein Geld hatte, konnte er I nicht bezahlen; der Geschädigte hat sein Geld auch heute noch nicht erhalten. Wegen Rückfallsbetrugs I hatte das Amtsgericht auf 4 Monate (Befäng» I n i 5 erkannt. Die Strafkammer bestätigte das Urteil.

Ein Fuhrmann hatte im Dezember 1932 einen Pullover und im März 1933 mehrere Kästen mit Ge müsepflanzen u. a. Sachen gestohlen und war des­halb wegen Rückfalldiebstahls zu 4 Monaten 2 Wo- I chen Gefängnis verurteilt worden. Auf die Berufung der Staatsanwaltschaft wurde die Strafe auf

WSN. Die Staatspressestelle teilt mit: Der Staats» r. kommissar für das Polizeiwesen in Hessen hat den münde nach Pillau. 17.30: Nachmittagskonzert. 18.40: marxistischen WandercroereinDie Naturfreunde" Bericht vom Großen Ißiesbabener Reit- und Spring» zum Zwecke der Ueberlcitung in die deutsche Wan- furnier. 19: Fröhliches Zwischenspiel. 20: Das Veil- bcrerbewcguna aufgelöst und dieVerwaltung des Ver- chenmädel, Operette. 22.35: Hörbericht oom Motor­mögens dem Beauftragten des Reichssportkommissars rabrennenRund um Schotten". 23 bis 24: Das Lehrer Rio ft ermann übertragen. Der Vermal- fleine Funkorchester spielt zum Tanz, ter hat angeordnet, daß die Naturfreundehäuser bis auf weiteres, insbesondere über Pfingsten, den Tou-

8 Monate Gefängnis erhöht.

Am 18. September 1932 kam es in Vilbel zu einem Zusammenstoß zwischen einem Radfahrer und einem Auto. Der Führer des letzteren wurde wegen fahr lässiger Körperverletzung von dem Amtsgericht Vil , bei verurteilt. Heute wurde er mangels Beweises

Rachtmusik der Tanzkapelle des Rundfunkorch. freigefprod)en. Es stellte sich heraus, daß der ft I.,nl Radfahrer noch vor dem Auto hätte vorbeifahren

Donnerstag, S. Juni. rönnen. Er wurde aber aufgeregt und unsicher und

7.15 Uhr: Frühkonzert erwerbsloser Berufs- jufjr j0 ;n ba5 Auto hinein. Unter diesen Umständen

mufiter. 11: Praktische Ratschläge für Küche und roQr bem Führer des Autos ein Verschulden nicht

Haus. 12: Mittagskonzert. 15.30: Stunde der Jugend, nachzuweisen. 16.30: Nachmittagskonzert. 18: Hölderlin zum 90. --------

5^ Weihe der renovierten Kirche zu Sausen.

Otto Brunner. 19: Reichssendung: Stunde der Na- T Raufen b. (Bieften, 2. Juni. Die Wie - tion. Die Hermannschlacht. Von Christian Grabbe, derherstellungsarbeiten an und in der 20: Tanzpotpourri des Südwestsunks. 21: 3X5 Mi- Kirche zu Hausen haben einen guten Fortgang nuten. 21.15: des Rundfunk-Orchesters. 22.30 bis genommen. Im Aeußeren hat die Kirche einen 23.45: Einfingen der Maffenchöre für das 15. Deutsche rauhen Bewurf erhalten, der das Altertümliche der Turnfest in Stuttgart 1933. Kirche gut wahrt und ihr doch einen neuen sauberen

Treitaq 9. Juni Eindruck verleiht. Auch im Inneren der Kirche

o- c, i \ io- wurde Wert daraus gelegt, das Alter der Kirche zu

7.15: Fruhkonzert auf Schallplatten. 12. JUit*

tagskonzert des Rundfunk-Orchesters. 16.30: Rach­mittagskonzert. 18: Die Behandlung der chroni­schen Rierenkrankheiten. Raturärztlicher Vortrag von Dr. Malten. 18.25: Die neue Kampfdichtung. Von QHf Block. 19: Reichssendung. Stunde der Ration.Lanner Strauß". Unterhaltungskon- zert des Württ. Landes-Symphonieorchestcrs (Rundfunkorchester). 20: Die Paulskirche. Hör­folge. 21 bis 22: Konzert. (Werke zeitgenosfr- scher Komponisten.) 22.45 bis 24: Rachtmuslk.

riften zugängig find.

Gleichschaltung

des Hessischen Sängerbundes.

Die vom Ministerpräsidenten Dr. Werner mit der Gleichschaltung des Hessischen Sängerbundes beauftragten Herren Kreisschulrat Born, Ka­pellmeister F i f ch e r und Musikoberlehrer Sam- per beriefen als vorläufigen geschäftsführenden Vorstand folgende Herren: B r ü d m a n n (Offen­bach), Bundesschahmeister; Wilk (Darmstadt), Geschäftsführer; Walli or (Bingen), 1. Schrift­führer; Wendler (Dad-Rauheim), 2. Schrift­führer. Den Bemühungen der Beauftragten ist cs gelungen, Dr. Werner K u l z, den Referenten I &er gleichen Aufgabe für die Gaue und die für Volkstum und Kunst im Hessischen Kultus» I Vereine betraut worden.

Ministerium, als 1. Vorsitzenden zu ge- Ä

Winnen. Oie Ablösung der Kraftfahrzeugsteuer

In der am gcftngen ^amätaa ft^^teu Gesetz über Ablösung der Kraftsahrzeugsteuer

6l5UM^?lernohÄfän1nÄn?n bie^ReuadtaU vom 31. Mai 1933 ist im RGBl, vom 1. Juni 1933 ^svmtoen veröffentlicht. Danach kann bie Steuer für Kraft- hmg des .^onncrgesangswescns nn Hess sch räber unö Personenwagen (ausgenommen Omm- ®Ä,r&iünb ^VSt^i^etdlüertrete? buffe), bie vor bem 1. April 1933 erstmalig zugelassen

überbauet, benef er zu Stellar trete für bic künstige Benutzungsbauer burch Em-

Krersschulrat 3orn or»mtprn ferner richtung eines einmaligen Betrages abgelöst werben,

genannten Herren in Ämtern, ^erne Ablösung beträgt, wenn bas Fahrzeug erstmalig

wurde der feit&enge zugelassen ist innerhalb bes 1. Jahres vor ber An-

«rot. Siege , h nh z tragstellung bas Dreifache ber Jahressteuer, im 2.

standsmitglied ernannt foIaenI)e Jahre bas 2^-fache, im 3. Jahr bas 2fache, unb vor

3n den M r a u ss ch ß s 8 mehr als 3 Jahren vor ber Antragstellung bas 1%-- gerren berufen: Ott !fache ber Jahressteuer. Der Antrag auf Adlösuna T-^^svarh (Gicben), fe^er Musikdirektor ,ft bejm 5inan3amt spätestens am 1. Oktober 1935 D ob e r t (Bensheim) -Prof. Dr. Roak D stellen, hierbei ist ber Betrag zu entrichten. Auf

- Kapellmeister §^del Frscher (DaE» b-e e spätestens ein Viertel-

üabt); Musikoberlehrer 6 «^= werben. Mit Entrichtung ber Ad-

Chorlecker E ho ld jDarmstabt) Chorleiter %<,übetIQy5( roirb das

&Är»«snh (OBornii): Musik. SaDrjeue traftf^u^uerfrei. , bireltor Roscnmeyer (Bad-Rauheim); Dr O»e FettverbUllgUNgSscheme.

Sch m i dt (Friedberg); Musiklehrer Blaß ^Zom Wohlfahrtsamt roirb uns geschrieben: (®ropcn-Unben). tour, Bestehender Unklarheiten wegen wirb die Gießener

den^^di^He^^^reisschulrat S^rn® Wal- ©^^^eU nochmals auf folgendes aufmerksam ^Ottober^^d.^ I. festgesetzte l^H^NUch^ Auf jeden Reichsverbilligungsschein können mo» Sängerwoche in Darmstadt fällt aus. natlich 2 Pfundver b 1111 g t e s bez '

Der Bundesvorsihende übernimmt die Heraus- gen werden. Auf geringere Tiengen als h P'und gäbe derHessischen Sängerwarte", die voll- Butter und Ka,e und 1 P und ber übrigen F"se ständig neu gestaltet wird. 2m Oktober findet barr eine Verbilligung nicht gewahrt werden. Die in Dingen der diesjährige Bundestag statt. Verbilligung beträat je Psund 25 Rps Es kommt Rachdem somit der Bundesvorstand gleich» daher nur bei Abgabe der obengenann- geschaltet ist, sind die Provinzialvorsitzenden mit 1 ten Menge eine Verbilligung in Frage.

1933 ausgefallenen Schultage wieder nachzuholen, abgehalten. Bei der Alarmierung aus Anlaß bes werden die Sommerserien für dieses Jahr mit Eisenbahnunglücks im Bahnhof Saasen zeigte bie einer halben Woche an der vierten Woche und RoIonne bab fie im Ernstfälle allen Anforberungen die Herbstferien mit einer halben Woche an der geroad)fen ift An einem G a s s ch u tz l e h r g a n g ersten Woche verkürzt. Für die Landschulen kann "ahmen 5 Mitglieber teil. Zur (Basausrüftung I die Kürzung beliebig vorgcnommen werden. 1

Ueberlcitung

her marxistischen Gesangvereine.

WSN. Die hessische Staatspressestelle teilt mit:

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