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Aus -er Provinzialhaupista-l
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-Der ®rzblschof von Westminster, Kar- dlnal Bourne, das Oberhaupt der römisch-katho. lischen Kirche Englands, ist an einem Lungenödem schwer erkrankt.
seine Petrusgemeinde und mit ihm die evange- tische Gesamtgemeinde in Dankbarkeit und treuem Gedenken über das Grab hinaus verbunden bleiben. Denn sein Streben war edel und selbst- ^s, nur gerichtet auf das eine große ZieU Gott und den Menschen in echtem evangelischen Glaubensgeist voll Liebe und Treue zu dienen.
Pensionierung als nationale Tat.
Anter besonderer Würdigung des im natio- nalen Interesse bekundeten Opfersinns werden weiter folgende Lehrpersonen in den Ruhestand verseht:
Kreisschulrat Georg Gockel, Friedberg.
Lehrer Peter Buch, Rieder-Wöllstadt.
Lehrer Fr. W. K l i p p e l, Offenbach a. M.
Rektor Heinrich Müller, Rieder-Ingelheim, i Lehrerin Marie Berls, Darmstadt.
Lehrerin Marie Hahn, Darmstadt.
Lehrer Wilhelm Sch e n k e l b e r g, Wolfsheim.1
Rektor Iohann Schmuck, Andenheim.
Lehrerin Iosefine Dingeldein, Reu-Isenburg.
Technische Lehrerin Margarethe Marschall. Groh-Winternheim.
Lehrerin Luise Gerhards, Mainz.
Lehrerin Iulie B e u d t, Darmstadt.
Lehrerin Lina ©immer, Darmstadt.
Lehrerin Elisabeth See g e r, Darmstadt.
Lehrerin Laura Scharmann, Darmstadt.
Lehrer Karl Lampert, Darmstadt.
Lehrer Iohann Bredel, Lörzweiler.
Rektor Martin K r ö h l, Mainz.
Rektor Heinrich Büttner, Mainz.
Lehrer Georg Karl Kopp, Mainz.
Lehrerin Christina Vogelsberger, Mainz
Technische Lehrerin Barbara Weitz, Iügek Herrn.
Oberreallehrer Winter an der Realschule Groß-Gerau.
GjOberreallehrer Haber an der Studienanstal«.
Reallehrerin Vaubel an der Studienanstalt Gießen.
Der Abschied vorgenannter Lehrpersonen ist nach meiner Verfügung vom 8. Mai 1933 mit einer roür- öigen Feier zu umrahmen.
Darmstadt, den 2. Iuni 1933.
Der Hess. Minister für Kultus und Bildungswesen. In Vertretung: Ringshausen.
Pfarrer Waas wurde als Sohn des Pfar- r^:s und späteren Oberkonsistorialrots Martin Waas am 27. Rovember 1879 in Reckarsteinach geboren. Rach dem Abschluß seiner Studien war er zuerst Pfarrverwalter in Andenheim (Rheinhessen), hierauf von 1905 bis 1907 Repetent an der Theologischen Fakultät der Landesuniversität Viehen, sodann kurze Zeit provisorischer Religionslehrer am Gymnasium zu Büdingen. Im Iahre 1908 wurde ihm die Pfarrstelle zu Wald- michelbach, im Iahre 1918 die Pfarrstelle zu ?nnor' ^mftabt übertragen. Mitte Dezember 1928 erfolgte seine Ernennung zum Seelsorger der neugebildeten Petrus-Gemeinde in Gießen, die den Sudbezirk der seitherigen Lukasgemeinde umfaßt.
Pfarrer Waas hat sein Gießener Seelsorgeramt unter schwierigen Verhältnissen übernommen. Eine eigene Kirche für seine Gemeinde stand ihm nicht zur Verfügung, er mußte sich vielmehr räumlich ganz unzulänglichen Gottesdienstmoglichkeiten in der Elisabeth-Klein- kinderschule am Wetzlarer Weg behelfen. Daß unter diesen Amständen die gottesdienstliche Ver- orgung seiner Gemeinde mit ganz besonderen Schwierigkeiten für ihn, aber auch für die ihm anvertrauten Glaubensgenossen verbunden war liegt auf der Hand. Dennoch trat Pfarrer Waas mit vorbildlichem und bewundernswertem Eifer an die Erfüllung seiner seelsorgerischen Pflichten in Gießen heran, und er wurde dabei auch in keiner Weise verzagt oder müde, wenn die Schwierigkeiten trotz eifrigsten Mühens ständig an- hielten und zum Teil sogar noch größer wurden. Mit zielbewußter Beharrlichkeit und in anerkennenswerte Hingabe an die kirchlichen Interessen seiner Gemeinde erstrebte er die Schaffung einer Gottesdienststätte, die wenigstens für die nächste Zeit den dringendsten Erfordernissen seiner Gemeindeglieder Genüge zu leisten vermochte. Seine Arbeit nach dieser Richtung hin wurde denn auch von Erfolg gekrönt. Mit opferfreudiger Anterstuhung seiner Petrusgemeinde und mit nicht minder hilfsbereiter Förderung durch die evangelische Gesamtgemeinde war es ihm mög-
Erweiterung des Spielsaales der Elisabeth-Kleinkinderschule eine gottesdienstliche Statte zu schaffen und im vorigen Iahre in Gegenwart des Superintendenten von Oberhessen und vieler Gemeindeglieder zu weihen, durch welche wenigstens für die allernächste Zeit die drückendsten Raumsorgen für die Gottesdienste DfrJ?etrui89CmeinZ)e behoben wurden. Leider war ^..dlilrrer Waas nicht vergönnt, von der neuen Statte seiner Kanzel aus das Wort Gottes noch längere Zeit seiner Gemeinde zu verkünden. Seine Krankheit zwang ihn schon bald nach der Einweihung der neugeschaffenen Predigtstätte
Verzicht auf die seelsorgerische Tätigkeit, wodurch auch sein unermüdliches soziales Wirken unterbunden wurde.
Oer neue Geist.
Von Superintendent £Äc Borrmann.
Oer neue Gießener Kreiöfeuerwehr« inspekior.
Wie das Kreisamt Gießen im neuesten AmtS- verkündigungsblatt bekanntgibt, ist durch Beschluß des Kreisausschusses des Kreises Gießen vom 31. Mai 1933 der Kaufmann Rob. Bouffier, Gießen, Mühlstrahe 32, ab 1. Iuni 1933 jum Kreisfeuerwehrinspektor deS Kreises Gießen bestellt worden
Herr Bouffier gehört seit 29. Mai 1913 der Freiwilligen Gail schen Feuerwehr in Gießen an. Rach einer Ausbildung an allen Geräten wurde er A_Rlärz 1921 zweiter Spriyenobmann, Gm ^4;Rwrz 1928 Schriftführer und Adjutant, am 9. Mai 1931 2. Kommandant und Stellvertreter des 1. Kommandanten. Die Stadt Gießen ehrte ihn für seine 15jährige aktive Feuerwehr- dienstzeit durch ein Diplom, das Korps zeichnete ihn für 2(hährige Dienstzeit mit einem Ehrenzei-
^s. ..Im Weltkrieg, den Herr Bouffier als Sanitats-Anteroffizier mitmachte, wurde er
mehrmals verwundet.
Bericht der Gießener Kriminalpolizei.
Der heutige Gießener Polizeibericht teilt mit: •*
"Gießener Anzeiger" 3*6«1933 •
schmerzensvollem Krankenlager ist er nun kirchlichen und sozialen S nrÜ abberufen worden, ohne das von ihm in Angriff genommene Aufbauwerk der Petrus-
V-6er ersten Abschnitt hinaus fort- fuhren zu können. Aber wenn er auch vor seinem Eingang in die göttliche Ewig^it hier ein un- vollendetes Werk zurücklieb. > wird ihm doch
Die 600 - Millionen - Anleihe für die ersten Arbeiten an drr Elektrifizierung der italienischen Eisenbahnen ist am ersten Sag der Auflegung voll gezeichnet worden. Die Beteiligung von Arbeitern und kleinen Sparern ist außerordentlich groß. Cs wurden ganz Italien rund 34 Millionen Lire von 67 500 Eisenbahn- und 47 Millionen von 14 000 Postangestellten gezeichnet.
Licht gerückt. Wir bleiben, erklärte Denesch wei- ter, gegenüber den Gefahren der gegenwärtigen Lage ruhig und fürchten weder Revi- sionLoestrebungennochKonfliktsge- sahren, denn wir fühlen uns in unserer neuen mfk in Lage, uns zu verteidigen. Der Platz der neuen Gemeinschaft sei g a n z n a t ü r- lrch an der Seite Frankreichs
pariser Besprechungen.
( P G r i ö, 2. Iuni. (WTB.) Aeber eine Pariser 'ra.nsosisch-angelsächsische Aussprache, die in letzter <jcit Diel öon sich reden machte, gehen die wider- iprechendsten Röhrichten oder vielmehr Gerüchte . um. Wahicnd Außen.mnister Paul-Bon cour, 9eute aus \=yen[ eintraf, es als nicht unmög-
"9. ..oeäeidinete, daß er morgen mit Minister» pralident DaladierundSirIohnSirnon verhandeln werde, wird aus London gemeldet, daß der englische Staatssekretär für Auswärtige Angelegenheiten die Pfingsttage in England zu verbringen gedenke, daß aber Lord London- d e r r y und Hauptmann Eden aus Genf nach Paris zur Erörterung der Lage herüberkommen wurden.
Reichsfinanzministef a. O. Koehler in Schutzhaft genommen.
Karlsruhe, 3. Juni. (WTB. Funkspruch.) Im Zusammenhang mit einem Artikel im „Führer" in welchem ein belastender Briefwechsel zwilchen dem früheren badischen Minister Adam R e m- mele, und dem damaligen badischen späteren Reichsfinanzminister Heinrich Koehler veröffent- sammelte sich heute vormittag eine große Menschenmenge vor dem Hause des früheren Reichsfinanzministers, der der Zentrumspartei an« gehört, an, Aus der Menge heraus erfolgten stür- o t e st kundgebungen gegen Äo et) ler Um die persönliche Unversehrtheit des Herrn Koehler auf alle Fälle zu gewährleisten, sah °!e, veranlaßt, ihn einstweilen in
Schutzhaft zu nehmen.
Kleine politische Nachrichten.
Ministerpräsident Dr. Werner hat Öen Staats« fomminar für Mittelstandsfragen, Franz Renz, TV" ^noouf ,eme" Antrag mit Wirkung vom ^er Anerkennung der von ihm dem Staat geleisteten Dienste von seiner Stellung entbunden.
Reichsbankpräsident Dr. S ch a ch t begibt sich nach 5ra Lt1.' E. dort an Besprechungen, die während Psingstfeiertage bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich stattfinden werden, teilzunehmen.
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Sei den Synodalwahlen in der Provinz ’e nc nach dem vorläufigen Ender-
q-u bie £l£e Deutsche Christen 51 Sitze, die fiifte Kirche und Vylk 38 Sitze, die Liste Bund für evangelische Freiheit 1 Sitz.
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,3m Hörsaal des Berliner Horst-Wessel-Kranken- hauses fand die erste Bezirksversammlung des Be« ^^I^sEdrichsbain statt. Ein Antrag der nationalsozialistischen Fraktion wurde mit großer Mehrheit angenommen, den Namen des Bezirks Friedrichshain in „Berlin -Horst - Wessel - Stadt" umzuändern.
Ein neuer Geist weht an diesem Pfingsten auch durch deutsche Lande. Bewegung und Leben, wohin wir sehen: Wir nennen all dies, was wir jetzt mit Freuden sehen in unserem Volke, Deutschlands nationale Erhebung. Der Sturm der Begeisterung braust: Wir wollen nicht mehr von Deutschland leben, sondern für Deutschland! Die Flammen der Liebe zum Vaterland lodern hell, entfacht in Millionen deutscher Herzen, die es sich geloben: Deutsch- l a n d zu dienen, soll uns heilige Pflrcht sein! u
Doch dieser neue Geist muß vertieft werden durch das tiefste Geheimnis von Pfingsten, durch den Geist, den Gott, der Herr, selber gibt. So muh alle Bewegung eine Bewegung hin 8 u ® o 11 werden. Wir müssen dem Geiste Gottes Raum gewähren in unserem Leben. Dann aber nimmt dieser Gott das Steuer unseres Lebens m die Hand und lenkt es nach seinem Willen. Da vollzieht sich ein innerer Amschwung. Der knechtische Geist der Furcht weicht, und der Geist heiliger Furchtlosigkeit, weil tiefen Vertrauens W Gott tritt an seine Stelle. Der Geist der Verzagtheit und der Trostlosigkeit, der jetzt viele Menschen noch beherrscht, wird Überwunden durch den Geist freudiger Gewißheit: Gott ist ein großer Bundesgenosse geworden! Darum kann ich getrost und tapfer sein!
biefe Entscheidung für Gott zu Pfingsten von vielen vollzogen, dann braust der Sturm des Glaubens durch unser Land, der Sturm des G.aubens: G o t tführtunsdochzumZiel, älnd solcher Sturm d s Glaubens beginnt auch bei denen, die sich Än lehnen und ihn bisher nicht hatten, „vsl^v Schuler singt von diesem Sehnen: „All unsre Zeit ist em Geschrei nach Gott: wer Ohren hnfi büren." And wir glauben,
daß auch dieses Sturmen und Drängen zum §cmg"n3®eW 6enn toit flIau6en ->-»
lucht, sondern das Wohl des Nächsten ja ?Le,r lvenn es fein muß -- sich hingehend'o p - lur »die Bruder. Dieses Feuer und Ät vn^v^^det in seinen Erdentagen vuo l>at von diesem Feuer gesprochen: „Was lieber, als es brennte schon allüberall!" So muffen denn feine Nachfolger dieses heilige Ä Unb ?ch von ihm zu einer Glut entfacjen lassen, in der Herzenskälte, Neid und Haß vergehen Lutz. .Denn wer Iesu Feuer im
Blumenschmuck-Wettbewerb in Gießen
Der Vorstand des Verkehrs- und Verschöne- rungsverems veröffentlicht in unserem heu- ■ “gen Vlatte eine Anzeige, in der die Bürger, schäft zur Beteiligung an einem Blumenschmuck- Wettbewerb eingeladen wird. Mit Recht wird in der Anzeige besonders betont, daß B l u m e n-
SGnz besonderem Maße das Bild einer Stadt heb t. Auf Grund dieser Tatsache bittet der Verkehrs- und Der- schonerungsverein alle Einwohner, durch vchinucken der Häuser und Veranden mit Dlumen und durch schöne Herrichtung der Vorgärten im Wettbewerb untereinander zur Verschönerung unseres Straßenbildes beizutragen. Die Aufforderung gilt für jedermann, nicht nur für me sog. besseren Kreise, sondern vor allem auch für die weniger bemittelten Mitbürger. Bei der Prämiierung, an der nur angemeldete W e ttbewerber beteiligt werden, wird denn auch jede Schmückung, auch die mit geringen Vntteln durchgeführte, berücksichtigt. Der Vorstand des Verkehrsvereins wird, bei aller Wertschätzung der Schmückungsarbeit sämtlicher Wettbewerber, mit besonderer Aufmerksamkeit die Beteiligung der ärmeren Mitbürger bewerten lassen, da er von der richtigen Erkenntnis ausgeht, daß die Aufwendungen des wirtschaftlich ohnehin schwachen Einwohners eine ganz besondere Würdigung verdienen, weil darin eine besonders
lobenswerte Opferfreudigkeit bei dem Wettbewerb zur Verschönerung des Stadtbildes im Dienste für die Gesamtheit zu erblicken ist. Cs seien daher alle Mitbürger ohne jede Ausnahme auf diesen Wettbewerb hingewiesen in der Erwartung, daß alle sich beteiligen und ihre Anmeldung innerhalb der in der Anzeige genannten Frist einreichen.
Aus aller Welt.
Der Erdrutsch an der Saale.
Es hat sich herausgcstellt, daß eine Beseitigung der Kalk massen aus der Saale aus unüberwindliche Schwierigkeiten stößt. Daher wird in Anwendung eines seit längerer Zeit bestehenden Planes ein die Eiserfurt um-
Die Bezüge -er Reichsstatthalter
Berlin, 3. Juni. (WTB. Funkspruch.) Im Reichsgesetzblatt vom 2. Juni ist eine Verordnung über öie Amtsbezüge der Reichsstatthalter erschienen. Die Reichsstatthalter erhalten die Bezüge eines R e j ch 5 m i n i st e r s, nur der Reichsstatthalter für Lippe und Schaumburg-Lippe die Bezüge eines Staatssekretärs im Reich. Den Reichsstatthaltern wird eine Amtswohnung zugewiesen. Soweit das nicht möglich ist, erhalten sie eine Wohnungsentschädigung von jährlich 3600 Jlt a r f, der Reichsstatthalter für Lippe und Schaumburg-Lippe eine solche von jährlich 2400 Mark. Die Reichsstatthalter erhalten außerdem eine Dienst- aufwandsentschädigung, deren Höhe der Reichshaushaltsplan bestimmt. Die Amts- und Ver- sorgungsbezüge der Reichsstatthalter sowie die Versorgungsbezüge ihrer Hinterbliebenen unterliegen denselben Kürzungs- und Auszahlungsvorschriften wie die entsprechenden Bezüge der Reichsminister und ihrer Hinterbliebenen.
Llmstufzpläne in Schlesien aufgedeckt.
Li eg nitz, 2.Juni. (WTB.) Ermittlungen der Landeskriminalpolizei Liegnitz haben zu der Aufdeckung von Umsturzplänen geführt, die von Kommunisten geplant und auch teilweise durchgeführt worden sind. Der größte Teil der Täter hat Geständnisse abgelegt. 73 Personen wurden in Schutzhaft genommen. Wie sestgestellt werden konnte, haben mehrere Gruppen vor und nach den Reichstagswahlen zum Losschlagen in Bereit- schäft gelegen. Sie hatten auf höhere Anwei- fang genjartet, die jedoch ausblieb, da die Führer der KPD. vorher in Schutzhaft genommen worden waren. In der Umgebung von Plötzdors wurden von linksradikal eingestellten Elementen e l f W a l d- vra n de angelegt, wodurch Schäden von mehr als 40 000 Mark entstanden sind. Von denselben Per- sonen waren 12Fernsprechleitungenzer- stort worden. Ein Sprengstoffanschlag gegen die Hllfspolizei war vorbereitet. Auch waren Vorbereitungen zu einem Mord getroffen der ledoch durch das rechtzeitige Eingreifen der Polizei verhindert werden konnte.
| Herzen spürt, wird durch Iesu Geist zur Not der Brüder geführt."
Haben wir schon diesen neuen Geist? Ach, wir müssen wohl alle eingestehen: Er fehlt uns noch! Darum brauchen wir Pfingsten so nötig, damit der neue Geist Einzug halte in unser Herz und unser ganzes Leben neu mache. So bitten wir Gott mit den Worten des ältesten Pfingstgebets (Ps. 51,12): „Schaffe in uns Gott ein reines Herz und gib uns einen neuen gewissen Geist!" And wir verneinen vom Strand der Ewigkeit Antwort auf Aches Bitten. Der Herr der Ewigkeit Iesus Christus spricht: Siehe, ich mache alles neu (Of- fenb. Ioh. 21,5), verspricht uns — und so er ver- spricht geschieht es —: der Vater wird den heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!
Pfarrer Waas f.
Der Seelsorger der Petrus-Gemeinde zu Gießen, Pfarrer Lic. Waas, ist gestern abend nach langer schwerer Krankheit im Alter von 54 Iah- rrn verstorben.
In letzter Zeit gehen bei der Kriminalpolizeistelle öiefeen wiederholt Beschwerden über das Verhalten ein' die sich in provokatorischer Weise in Wirtschaften und bei anderen Gelegenheiten gegen Die nationale Regierung und gegen die nationalen verbände äußern. Aus dem Kreis und der Stadt Gießen wurden aus diesem Anlaß heute 7 Per- s vne n in das Konzentrationslager n ach Osthof en verbracht. Darunter befindet sich auch der Kommunist Ludwig S ch w a l b aus Trohe der bereits Mitte Mai 1933 sich im Polizeigefängnis Gießen in Schutzhaft befand.
Kaufmann aus Pichen wurde in Schutzhaft rtoeiIr ctir vhne Verständigung der NMSO. Personal entlassen hatte.
Weiterhin wurde ein Mann in Schutzhaft genommen, weil der Verdacht bestand, daß er an' emem Kongreß der KPD. leilnehmen wollte.
29- Mai 1933 wurde festgestellt, daß Handgranaten. Zünder und 8-Muni- tivn mitMüll in das Abfuhrauto ge- j
den, als Frl. Meyers Boot „Stella Maris" mit der schwarzweißroten Flagge am Heck startete.
Citr Mord aus der Zeit des Sapp.putsches aufgeklärt.
Die Polizei in Belgern bei Torgau hat einen Mord aus der Zeit des Kapp-Putsches aufge- tlärt. Der Arbeiter Hönicke hat unter der Wucht erdrückenden Deweisrnaterials eingestanden den Rittergutsbesitzer Harold von Hau- sen auf Tauschwih am 17. März 1920 im Haus- flur des Rittergutes Tauschwih erschossen zu haben. Der Täter wurde verhaftet und dem An° tersuchungsgesängnis Torgau zugeführt.
Schwere Ausschreitungen rumänischer Bauern gegen Siebenbürger Ungarn.
..Die ungarische Presse berichtet aus Klausenburg über außerordentlich schwere Ausschreitungen, die im Zusammenhang mit einer antirevisionistischen Hunögcbung am Sonntag in Torda vorgekommen sind. Etwa 800 rumänische Bauern steckten auf der -Heimkehr in der ungarischen Ortschaft Sinsalva mehrere Häuser in Brand und miß« ?^nLeI^en«?ic ungarische Einwohnerin) a s t. Die Menge drang in das unitarische Pfarrhaus und demolierte die Einrichtung vollständig. Sämtliche Haustiere in den Stallungen rourben mit der Begründung a b g e s ch l a ch t e t, Daß es gleichfalls „ungarische Ziere7, seien. Die Gendarmerie ließ die Demonstranten ruhig gewähren. Ein ungarischer Landwirt wurde getötet und etwa 30 Personen mehr oder minder schwer verletzt. '
80 Bauern haben das im Bezirk Jassy ge- legene Herrenhaus der Prinzessin Maria Cantacuzino zerstört, das Vieh getötet und die Scheunen angezündet.
Aulounfall Baldur von Schirachs.
Der Reichsjugendführer der NSDAP., Baldur von Schirach, der sich mit seiner Frau und seinem sechs Monate alten Kind auf der Fahrt von München nach Weimar befand, erlitt zwischen Nürnberg und Erlangen einen Autounfall. Baldur von Schirach und feine Frau trugen Verletzungen davon und mußten sichnachNürnberg in ärztliche Behandlung begeben. Das Kind blieb unverletzt.
Siehe, ich mache alles neu! — das ist der Psingstgruß des Herrn an seine ersten Iünger gewesen. Die Psingstgeschichte (Apostelgesch. 2, 1 ff.) berichtet in anschaulichen Bildern von dieser großen durchgreifenden Erneuerung des ganzen Wesens jener Männer. „Es bewegte sich die Stätte, da sie beisammen waren", so wird berichtet. Was ist diese Tatsache anderes als das Sinnbild dafür, daß statt toter, träger Ruhe der Gleichgültigkeit und Herzenshärtigreit Bewegung und damit Leben die Seelen jener Menschen, die Pfingsten erlebten, erfaßte und dadurch neu machte! And wenn erzählt wird, daß ein Brausen durch das ganze Haus ging, in dem leneS erste Pfingsten Wirklichkeit wurde, so sehen wir in jenem Brausen den Sturm der Glaube n s b e g e ist e r u n g , der durch die Seelen der ersten Iünger so stark von nun an wehte, daß sie Tausende hineinrissen in den Sturm der Begeisterung für die neue Bewegung, die wir seither Christentum nennen. Auch die Flammen, die in der Psingstgeschichte erwähnt werden, wollen sinnbildlich verstanden fein als das Feuer der Liebeskraft, das hell aufloderte in den Herzen ber Iünger und nie mehr erlosch, sondern durch eine neue starke Gemeinschaft untereinander zu stets neuer Glut entfacht wurde. Mit einem Wort: Ein neuer Geist war eingekehrt bei jenen Menschen. And das war ihr Pfingsterlebnis: Dieser neue Geist ist vom Herrn: mehr: dieser neue Geist ist unser Herr und M e i st e r selber, der in uns Gestalt gewonnen hat und unser Leben neu macht.
gehendes neues Saalebett geschaffen. Zur Zeit fließt das Saalewasser über die Aue in einen heute früh hergestellten, durch neuen Durchstich erzielten Abfluß und von dort dann unterhalb des bisherigen in das alte Bett wieder ab. Damit hat auch der Abfluß nach der Bode ganz beträchtlich nachgelassen.
Die aufgestauten Wassermassen der Saale konnten in dem Notgraben nicht genügenden Abfluß finden. Sie haben sich selbst ihren Weg über die große Aue zwischen Bergburg und Nienburg gesucht. Ein Teil floß in die Bode, ein anderer Teil hat den kleinen zur Entwässerung der Wiesen geschaffenen Abfluß zur Saale benutzt und ergießt sich dort mit großer Wucht in das Flußbett, wobei sehr viel Land mit verlorengegangen ist. An dieser Stelle soll mit einem schrägen Durch stich begonnen und dadurch die in Schiffahrtßkreisen sehr berüchtigte Eiserfurth abgeschnitten werden. Man hofft, den 600 Meter langen Durchstich in drei bis vier Wochen fertigstellen zu können. Vorher wird noch kein Schiffsverkehr möglich sein. Da das Gelände vollkommen aufgeweicht ist, wird Menschenarbeit kaum in Frage kommen, sondern nur Baggerarbeit. Die Kalkmassen wird man dann wegen der Gefahr weiterer Abstürze liegen lassen, wo sie sind. Das eigenartige Naturschauspiel ist noch immer das Ziel vieler Tausender aus der ganzen Am- gebung Ein Dampfer fährt fast stündlich vollbesetzt bis nahe an die Anfallstelle.
Friedel Meyer im Faltboot rund um England.
Die deutsche Faltbootfahrerin Friedel Meyer, die sich durch ihre Faltbootfahrt von Bayern nach London einen Namen gemacht hat, startete am Freitag von der Westminsterbrücke in London zu einer Faltbootfahrt rund um England. Sie will einen neuen Weltrekord im Langstreckenfahren aufstellen. Die Fahrt, die von London aus themse- abroarts und dann in westlicher Richtung beginnend um die englischen Inseln herumführen soll, wird etwa drei Monate dauern. Der Engländer No la n startete gleichzeitig mit Fräulein roi11 dieselbe Strecke zurücklegen. Frl. Meyer wird von ihrem Chou-Chou-Hündcken „Wupeifu" begleitet. Hunderte von Menschen, sowie Pressevertreter und Filmleute hatten sich eingefun-


