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3.1.1933 Erstes Blatt
 
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Oberhessen

Balser einige Male glänzende Paraden zeigte. Aber zweimal kamen die Gäste doch noch zu Tor-

Spiel

daß das im Feld ausgeglichene

Gäste

zu Gunsten der sympathischen

Wettervoraussage.

weiter

Obwohl

OrtsgeisUiche, eine Ansprache hielt.

ehren, so mit 6:1 endete.

Lufttemperaturen am 2. Januar: mittags 3,9 Grad

Celsius, abends 1,5 Grad: am 3. Januar: morgens

eintreten.

Vorhersage für Mittwoch: Wechselnd wolkig mit lebhafter Luftbewegung und mild, zeit­weise Niederschläge.

Vorhersage für Donnerstag: Wech­selnd bewölkt mit kurzem Aufklaren, Temperaturen wieder etwas zurückgehend, Regenschauer.

T Södel, 2. Jan. In der Zeit vom 27. bis 30. Dezember fand in unserer Gemeinde ein Po­saun e n l e h r g o n g des Oberhe s s ischen Posaunenchoroerbandes statt. 108 Teil­nehmer waren aus allen Teilen Oberhessens, na­mentlich auch aus dem Kreis Gießen gekommen. Die Leitung lag in Händen des Bundesvorsitzenden, Pfarrer Lenz (Gießen) und des Bundeschor­meisters, Weißbindermeister Boller (Lang-Göns). Den Abschluß bildete ein G e m e i n d e a b e n d unter Mitwirkung der vereinigten Posaunenchöre,

der hohe Druck über Polen sich ausgebaut hat und die Störungstätigkeit von dem Festlande fernzuhalten sucht, wird er dem kräftigen isländischen Sturmwirbel nicht standhalten können. Bei dem starken Druckgefälle hat im Westen teils stürmische Luftbewegung eingesetzt, die sich auch bei uns bemerkbar machen wird und sehr wilde Luft heranbringt. Diese wird das Wetter wechselhaft und mild gestalten, wobei zeitweise auch Niederschläge

Großer Wasserrohrbruch in Lich.

Gefährdung eines Hauses.

* Lich, 2.3an. Durch einen unbemerkt gebliebenen Rohrbruch, der an der vor der tofreite des Landwirtes und Kirchendieners Karl u d w i g vorübersührenden st ä d t i s ch e n Wasserleitung am Stadtturm entstand, wurden am Morgen des Neujahrstages die etwa 4,50 Meter tiefen größeren Kellerräume der Hof- reite in wenigen Stunden vollkommen unter Wasser gesetzt. Nachdem die Was­serleitung abgestellt war, leisteten die Freiwil­lige Feuerwehr und Nachbars'eute Hilfe. Mit 4 Pumpen muhte von 11 Ahr bis 21 Ahr unun­terbrochen gearbeitet werden, um das eingedrun­gene Wasser zu entfernen. Die in den Keller- räumen lagernden etwa 2 0 0 Zentner Kar­toffeln und sonstigen Haushaltsvorräte sind verschlammt und für den menschlichen Genuß unbrauchbar geworden. Das in die Kellerräume schnell einnedrungene Wasser, hat erhebliche Ausspülungenim Fundame n t mauer- werk verursacht und die aus ^e.)mboden be­stehende Kellersohle ausgeweicht. Heute wurden bereits d i e e r ste n Se n k u n g se r s che i nu n - gen der Zwischenwände des dreistöckigen älteren Hauses bemerkt. Bei einer Kellcrdecke besteht Einsturzgefahr. Die zuständigen Behörden haben die Ausführung der äuc Abwendung ie- der Gefahr erforderlichen Arbeiten im Laufe des heutigen Tages angeordnet. Die Wasserleitung wurde bereits im Laufe des heutigen Vormittags instand gesetzt. Vermutlich ist der Rohrbruch da- durch entstanden, dah das Hauptrohr in dem an dieser Stelle aufgefüllten Boden an zwei etwa 5 Meter voneinanderliegenden Punkten eine feste Auflage auf alten Fundamentmauern hatte und bei der Senkung des Bodens dem ungleichen Druck nicht standhielt. Die W a s se r re se rven der Stadt sollen infolge dieses Bruches fast re st- los abgelaufen und ein Nachlassen des Wasserdruckes beobachtet worden sein.

Brand einer großen Feldscheune.

» Birklar bet Lich, 3.Jan. Gestern gegen 21.30 Uhr brach In der großen Feldscheune des Gutspächters Brückmann vom hiesigen Hofgut, die etwa 100 Meter außerhalb des Ortes nach Lich zu stand, eine große Feuersbr u n ft aus. Da in der Nähe der Scheune mitten im ^elü fein Wasser zur Verfügung war, stand die Orts- euerwehr den Flammen machllos gegenüber. Dem Brande fielen mit der Scheune außerordentlich um­fangreiche Mengen Stroh und unausgedroschenes Getreide, große Vorräte an Dickwurz, lernet land-

ichon heute im Dertretungswefen an zweiter Helle steht, dann ist die stetige Steigerung der Pertrctungsübertragungen an die NSBO. zu verstehen. Die Besetzung der einzelnen Ableilun- (kn mit Fachleuten, die ihre ganze Kraft im Nahmen dieses Hilfswerkes ehrenamtlich zur Verfügung stellen, gibt dem Arbeitslosen und Hilfsbedürftigen die Garantie, daß seine Rechte mit allem Nachdruck wahrgenommen werden. D.e Vertretungsübernahme geschieht vollkommen ko­stenlos und ohne nach Parteizugehör.gleit zu fragen. Die NSBO. ist bestrebt, gerade in diesem Hlsswerk parteipolitische Tendenzen auszuschal- bn und in ihrem Wirken nur den hihsbedü^- tigen deutschen Volksgenossen zu erblicken. 3n toi letzten zwei Monaten nahmen d:e Abteilun- garArbeilsrechf undSozialversicherung" nach- gehende Vertretungen wahr: am Spruchaus,chuß tel Arbeitsamtes Gießen 112, am Arbeitsgericht 18, an der Spruchkammer 26 (Invalidenrenten 10, Arfallrenien 12, Knappschafts-J.- und A.-R. 4), lovie Armen- und Fürsorgeamt 32. D'.e Tatsache, M) von diesen Fällen 92 Prozent gewonnen mürben, beweist, dah die Vertreter der NSBO. die Interessen der Arbeitslosen vollauf wayr- lichnen. Das Jahr 1933 wird die Abteilung .Aveitsrecht" undSozialversicherung" an erster öteje sehen.

Aufklärungsbroschüre über die Drippe. Man schreibt uns: Die Grippe ist eineInfeklionslrancheit, deren Err:g:r bisher nicht entdelt wurde. Leider kehrt sie in regelmäßigen AbslcnLen wieder. Das Gesundheitsamt der Ver- einigtm Staaten meldete kürzlich eine Grippe- teile, ebenso Nordböhmen. Zeigt sich die Grippe epidenisch, so vernichtet sie große gesundheitliche und wlkswirtschaftliche Werte. Es wäre zu be­bauen wenn sich zu der wirtschaftlichen Not un­teres Vaterlandes auch noch Krankheitsnot ge- feilte. Vielfach ist noch der Glaube verbreitet, daß es lieh um eine ungefährliche Erkrankung handelt. Durch richtiges Verhalten der Bevölkerung kann bie Güppegefahr gemildert werden. Auck.arung tut no:. Deshalb ist es zu begrüßen, daß die Deutsche Angestellten-Kranken'asse als er^te Kran­kenkasse jetzt mit einer kleinen Simmel-Bilrerbro- fchüre lerauSgefoinmen ist, die auf den Ernst der Srlranlmg hinweist, und deren Vers eime die Dichtigsien Verhaltungsmaßregeln enthalten.

Bildhauer Professor Cauer IvZahre alt

DSN Darmstadt, 2.Jan. Am 3. Januar kann der Bildhauer Prof. Robert Sauer seinen k 0. Geburtstag begehen. Professor C au er flammt aus Kreuznach, arbeitete nach je zweijäh­riger Betätigung in Rom und in St. Louis (Ame­rika) in Kreuznach und Berlin und verlegte dann feinen Wohnsitz nach Darmstadt. Zahlreiche Denkmäler im In- und Auslandsind ton der Hand Eauers geschaffen worden.

&. A-Sport.

DsB. Gießen.

Olympia Frankfurt a. M. Liga vfv. Liga 6:1 (4:0).

Die Grün-Weißen hatten am Neujahrssonntag die in der Mainischen KreiSliga führende .Olym­pia" verpflichtet, die sich als eine kampfkräftige und technisch hervorragende Els entpuppte. Man merkte den komplett antretenden Gästen nicht im geringsten an, daß sie eine Serie schwerster Ver­bandsspiele hinter sich haben. Im Gegenteil, sie sanden sich mit dem vereisten Boden außerordent­lich gut ab und waren auch schneller am Ball als ihr Gegner. Torwart, Mittelläufer und der ge­samte Sturm boten erstklassigen Fußball: die Mannschaft war den Grün-Weißen technisch über­legen.

Die VfTer hatten tm neuen Jahre feinen guten Start. Insbesondere der Sturm ließ die sichersten Gelegenheiten aus, wie denn überhaupt nach dem Verlauf des Spiels die Tordifferenz bestimmt zu hoch ausgefallen ist. Einseitig war das Spiel nie. Hatten die Gäste eine zeitlang den Ton angegeben, so übernahm VfB. wieder das Kommando. Im Sturm der Grün-Weißen machte sich das Fehlen von Haupt sehr be­merkbar: der Sturm spielte vollkommen zusam­menhanglos und die Schußunsicherheit war be­ängstigend.

Aus dem Spielverlauf: Die mit Ersatz antretenben VfDer vermochten zu Beginn dem Gästetor oft gefährlich zu werden, aber zu einem herzhaften Schuß kam es nicht. Nach einigem Hin und Her verwandelte Bäuerle auf Flanke von rechts zum ersten Tor für die Gäste. Derselbe Spieler konnte nach durchaus verteiltem Spiel durch Prachtschüsse auf 3:0 erhöhen. Die Grün- Weihen hatten nicht mindere Torchancen, aber es wurde nichts zählbares erreicht. Kurz vor der Pause konnte der Halblinke auf 4:0 für die Gäste erhöhen. r _ __

In der zweiten Halbzeit zeigten sich die DsBer agressiver, bei einigermaßen b.sserem Schußver­mögen hätten Tore aufgeholt werden müssen. Man sah auch wieder Ansätze zur Kombination und aus einer Ecke fiel dann auch das Ehrentor. Aber die Gäste waren auch sehr aktiv. Die Flügel­leute kamen immer wieder ans VfB-Tor, in dem

sein wird.

Sranffurt schwächer-.

Frankfurt a. M 3. Jan. (WTB. Drahnnel- bung.) Die ungewöhnliche Geschäfts stille, die man gerade nach dem Jahresultimo nicht er­wartet hatte, verursachte zu Beginn der heutigen Börse ein Ab gleiten der Kurse. Das Pub­likum fehlte vollkommen. Ferner lag keinerlei An­regung vor, zudem die maßgebenden Ausland­börsen gestern geschlossen waren. Anderseits war die Kulisse bestrebt, ihre Engagements wieder ab- zubauen. Die Börse ist in sich noch nicht fest ge­nug, als daß sie eine nach oben gerichtete Bewe­gung, wie sie gerade in letzter Zeit zu verzeichnen war, aus eigener Kraft durchhalten kann.

Gegen die Abendbörse ergaben sich durchschnitt­liche Verluste von etwa 1 v. H., denen nur verein­zelte kleine Besserungen gegenüberstanden. Schwach lagen besonders Montanwerte, vor allem Klöckner- Werke, mit minus 1,50 v. H., ferner Gelsenkirchen and Stahlverein mit je minus 1,50 v. $)., die übri­gen Werte dieses Marktes gaben je 1 v. H. nach. Matter lagen ferner Reichsbank-Anteile mit minus 2 v. H. JG -Farben eröffneten 0,50 o. H. niedri­ger und waren im Verlause um weiter 0,50 v. H. gedrückt. Rütgerswerke verloren 0,75 v H. Recht widerstandsfähig lag der Elektromarkt, an dem die Meldung von Dividende-Aussichten bei_ Schlickert anregte und dem Gesamtmarkt eine Stütze bot. Die Kurse blieben meist gut behauptet, nur AEG. und Licht und Kraft bröckelten etwas ab. Bon Nebenwerten waren Deutsche Linoleum unverän­dert, dagegen lag Conti-Linoleum Zürich 1,50 v. H. schwächer. Daimler-Motoren, Gebrüder Junghans und Schiffahrtswerte waren etwa behauptet. All­gemeine Lokal und Kraft gaben leicht nach. Fester lagen nur Zement Heidelberg mit plus 1,50 v. H. und Laurahütte nach dem gestrigen Rückschlag mit 1,25 v.H. r

Deutsche Anleihen lagen wesentlich ruhi­ger und bröckelten etwa zu 0,40 v. H. ab Späte Reichsschuldbuchforderungen blieben mit 78 v. H. ziemlich unverändert. Reichsbahnvorzugsaktien zo­gen 0,50 v. H. an, wogegen Stahlverein-Bonds 1,13 v. H. einbüßten. Für Goldpfandbriefe war die Tendenz uneinheitlich, doch ergaben sich nur ge­ringe Abweichungen. Liquidationspfandbriefe la­gen zum Teil bis zu 1 v. H. fester. Kommunal- Obligationen waren auf der ganzen Linie gesucht und sehr fest, wobei sich vielfach Materialmangel zeigte. Von Auslandsrenten blieben Türken mit 6,50 v. S). unverändert.

Im Verlaufe war die Stimmung etwas freundlicher, da angeblich die Berliner Ar­bitrage Rückkäufe vornahm. Bei leichter Geschäfts­belebung konnten sich IG.-Farben um 1 v.H. er­holen. Elektrowerte waren auf das Anfangsniveau gedrückt. Am Einheitsmarkt erschienen einige Brauereiaktien mit Plus-Plus-Zeichen. Mainkraft- werke setzten ihre Befestigung fort. Tagesgeld war zu 3,25 weiter leicht.

unter Luuiromung uer ueieiiugicu -putuuiicuiyuic, i vupu-, . m i------< ra £

des evangelischen Kirchengesangvereins und der I 2,7 Grad. Maximum 4,2 Grad, mimmum 1 Grad. Schulkinder, bei dem auch Pfarrer Marguch, der > Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 2. Fanuarz

....... ........ abends 0 Grad; am 3. Januar: morgens 0 Grad,

ganz vereinzelt waren anfangs stärker gedrückte Werte leicht erholt.

Deutsche Anleihen, Reichsschuldbuchsorde- rungen und Jndustrieobligationen gaben etwas nach. Reichsbahnvorzugsaktien besserten sich dagegen um '/* Prozent. In Pfandbriefen usw. schien etwas Abgabeneigung zu bestehen. Ausländer lagen ge- schäftslos und leicht unregelmäßig.

Am Geldmarkt machte die E weitere Fortschritte, und der Tagesgeld­satz ging an der unteren Grenze bereits auf 4% bzw. 4/4 Prozent zurück. Der Nionatsaeldsatz blieb 5 bis 7 Prozent. Nach kurzfristigen Anlagen be­steht allgemein Nachfraae, so nach Privatdiskonten, Reichswechseln per 25. März und Reichsschatzanwei- sungcn per 15. Mai Man nimmt an, daß diese Tranche per 15. Mai in einigen Tagen ausverkauft

wirtschaftliche Wagen und Maschinen usw. voll­ständig zum Opfer. Es wird Brand st iftung vermutet, für die gewisse Verdachtsmomente vor- liegen sollen. Die (Ermittlungen der Landeskriminal­polizeistelle Gießen sind im Gange.

Lanvkrc»-, ^ctzcn.

£ Wieseck, 2. Jan. Nach altem Brauch wurde im Turnverein 1862 Wieseck im Saale des Dereinswirtes Braun am Silvesterabend eine Familienveranstaltung abgehallen. Die Veranstal­tung war gut besucht und nahm einen harmonischen Verlauf. Das sorgfältig ausgewählle Programm brachte als Einleitung zwei Chöre der Gesangs- Abteilung des Turnvereins. Anschließend zeigten die aktiven Turner vorzügliche Leistungen am Pferd, die davon Zeugnis ablegten, dah die Turnerei im Verein eine wertvolle Pflegestätte hat. Besonders gefielen ferner die von dem Chorleiter Etzel- m ü 11 e r zu Gehör gebrachten Lieder für Tenor. Ebenso beifällig wurden die von Mitgliedern des Vereins flott gespielten Theaterstücke aufgenom­men. Der Vorsitzende 2) a u p e r t feierte in einer kurzen Ansprache das deutsche Lied in Verbindung mit der Turnerei und überreichte gleichzeitig dem verdienten Chorleiter E tz e l m ü 11 e r ein schönes Geschenk. Gesangs- und Musikoorträge unterhielten bis zum Schluß.

I Hausen. 2. Jan. Bei den Siloestergottes- diensten in Hausen unb Garbenteich wirkte der Ver­ein für Christliche Musik Gießen in dan­kenswerter Weise mit. In feiner Weise umrahmte er die Wechselgesänge der Gemeinde, Schriftlesungen und Ansprache des Geistlichen. In Hausen erfreute man sich an der hellen Lichlflut in der Kirche, nach­dem am Heiligen Abend die elektrische Lichtanlage, als Weihnachtsaeschenk an die Gemeinde, zum ersten Male in Benutzung genommen wurde. Diese Lichtanlage ist die Stiftung zweier Gemeindeglie­der aus Hausen. Bisher mußte man sich mit Pe­troleumlicht behelfen.

Kreis Friedberg.

Oer Zahresuttimo her Reichsbank.

Berlin, 3. Jan. (WTB. Funkspruch.) Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 31. De­zember 1 9 3 2 hat sich in der Ullimowoche die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 325,3 Mil­lionen auf 3379,7 Millionen Mk. erhöht. Im ein­zelnen haben die Bestände an Handelswechseln und -Schecks um 259,8 Millionen auf 2805,5 Millionen Mk., die Lombardbestände um 72,9 Millionen auf 176,1 Millionen Mk. und die Effektenbestände um 0,5 Millionen auf 397,5 Millionen Mk. zugenom­men, die Bestände an Reichsschatzwechseln um 7,9 Millionen auf 0,6 Millionen Mk. abgenommen.

An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zu- ammen sind 202,9 Mk. in den Verkehr abgefloffen und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 189,2 Milionen auf 3560,5 Millionen Mk., der­jenige an Rentenbankscheinen um 13,7 Millionen auf 413,2 Millionen Mk. erhöht. Dementsprechend haben sich die Bestände der Reichsbank an Renten­bankscheinen auf 13,8 Millionen Mk. ermäßigt. Der gesamte Zahlungsmittelumlauf stellte sich unter Einbeziehung von etwa 1496 Millionen Mk. Scheide­münzen und etwa 188 Millionen Mk. Privatbank­noten auf rund 5657 Millionen Mk. gegen 6678 Millionen Mk. in 1931. Die fremden Gelder zeigen mit 539,9 Millionen Mark eine Zunahme um 153,6 Millionen Mk.

Die Bestände an Gold und deckungs­fähigen Devisen haben sich um 2,5 Millionen Mk. auf 29,0 Millionen Mk. erhöht. Im einzelnen haben die Goldbestände um 6,1 Millionen auf 806,2 Millionen Mk. zugenommen und die Be­stände an deckungsfähigen Devisen um 3,6 Millio­nen auf 113,8 Millionen Mk. abgenommen.

Die Deckung der Noten durch Gold und deckungsfähige Devisen betrug am Ultimo 25,8 v. H. gegen 27,2 v. H. am 23. Dezember vorigen Jahres.

Berlin schwächer.

Berlin, 3. Jan. (WTB. Funkspruch.) Die Er­öffnung der heutigen Börse brachte eine gewisse Enttäuschung. Während vormittags ein trotz der Geschäftslosigkeit freundlicher Grundton herrschte, bestand zu den ersten Kursen st ä r k e r e N e i gung z u Gewinnmitnahmen. Es hatte den Anschein, als ob die Spekulation im Hinblick auf die kriegerischen Auseinandersetzungen im Fernen Osten zuruckhält, doch dürfte möglicherweise auch das Publikum mit kleinen Abgaben im Markte gewesen sein. Man befürchtet auch, daß die Parlaments­tagungen im Januar innerpolitische Schwierigkeiten bringen werden. Aus dem Auslande lagen heute keine Meldungen vor. Der mit einer Gesamtanspan­nung von nur 325 Millionen und einer Besse­rung der Gold- und Devisenbilanz ver­hältnismäßig gute Ultimoausweis der Reichsbank hatte auf die Kursgestaltung keinen stärkeren Ein­fluß.

Die in den letzten Tagen gesteigerten Werte litten unter Realisationen. Im allgemeinen betrugen die Verluste 1 bis 1% Prozent. Verschiedene Montane waren bis zu 2% Prozent gedrückt, nur Laura- Hütte konnten sich um 1% Prozent erholen. In Braunkohlenwerten gingen die Verluste bis zu 3, bei Kaliaktien bis zu 2% Prozent. Don chemischen Papieren waren Heyden 2 Prozent schwächer. Gummiwerte eröffneten etwas freundlicher, Har­burger gewannen 1% Prozent. Elektrowerte zeigten anfangs kein ganz einheitliches Aussehen. Gaswerte waren weiter bis zu 2% Prozent auffallend schwach. Auch Maschinenfabriken tendierten schwächer, Schu­bert & Salzer verloren 5% Prozent. Kunst­seideaktien waren unregelmäßig. Bankaktien meist schwächer. Nur Braubank lagen freundlicher. Im Verlaufe gaben die Notierungen ziemlich allgemein weiter nach. Die Verluste gingen bis zu 2 Prozent,

Mit dem Motorrad tödlich verunglückt.

WSN. Erbach (Odenwald), 2. Ian. Skt Eleltrome.ster Friedrich Meyer aus Michel­stadt fuhr in der vergangenen Nacht gegen 23 Uhr mit seinem Motorrad durch daS Dorf Schönnen und stürzte wohl infolge her schlüpfe rigen Straße und des starlen Nebels. Sein So^ ziustahrer, der 28jährige Metzgermeister Franz G a y d o u l aus Michelstadt, erlitt bei dem Sturz schwere Schädelverletzungen und mußte ins Kran- lenhaus eingeliefert werden, wo er heute früh gestorben ist. Der MotorradfaHrer blieb unver­letzt.

Aufgeklärte Zuckerdiebstähle.

WSN. W o r m s , 2. Ian. In letzter Zeit wur­den in Pfeddersheim zwei Personen in Unter­suchungshaft genommen, da sie über die Her­kunft von zwei 6ad Zucker keinen einwand­freien Nachweis erbringen konnten. Den Ermittlungen der Landestriminalpolizeistelle Worms und der Gendarmerie gelang es, die An­gelegenheit vollständig auhullfircn Die sest- genommenen Personen Haven in Gemein­schaft mit weiteren sechs Tätern aus Pfeddersheim und Gundheim 36 Sack Zucker zum Nachteil der Kon'ervensabrik (Braun durch Einbruch entwendet. Ein Teil des D:ebes- gutes konnte wieder herbeigeschafft werden. Sämt­liche festgencmmenen Personen wurden dem Amts­gericht Pfeddersheim zugesührt.

Während einer Theatervorstellung vom Herzschlag getroffen.

WSN. Frankfurt a. M., 2. Jan. Am Sil­vesterabend erlitt während eines Theaterbesuchs der Musikhistoriker Professor Dr. Bauer einen Herz­schlag, der seinen sofortigen Tod zur Folge hatte. Professor Bauer war früher als Lehrer am Hochschen Konservatorium tätig und habilitierte sich 1914 an der Universität Frankfurt, der er bis zuletzt als Honorarprofessor angehörte.

Einbrecherbande festgenommen.

WSN. Mainz, 2.Jan. Der Kriminalpolizei ist es wiederum gelungen, mehrere Einbruchs- öiebftähle aufzuklären, die in der letzten Zeit in Zahlbach, Bretzenheim, Gonsenheim und Klein-Winternheim verübt wurden. Die Täter es handelt sich um sechs in Bretzenheim wohnhafte Personen hatten sich zu einer Bande zu­sammengeschlossen und die Einbrüche wäh­rend der Nacht ausgeführt. Bei den Haussuchungen konnte ein Teil des gestohlenen Gutes gesunden wer- den. Mit welcher Keckheit die verwegenen Täter vorgingen, bezeugt die Tatsache, daß a u s einem Gartenhaus eine vollständige Schlaf­zimmereinrichtung g e st o h l e n wurde. Die Beute unter der sich u. a. 35 Hühner, 24 große Eimer Marmelade, 15 Dosen Wurst, Wäsche unb mehrere hundert Mark Bargeld befanden, teilten sich die Diebe untereinander. Sie wurden wegen Ban­dendiebstahls feftgenommen und in das Land­gerichtsgefängnis eingeliefert.

Gewohnheitsrecht losgelöst. Aber im Gesell- glichen vermeidet noch immer der sonst oft so unwillige und individuell gerichtete Herr die iune Note beim Auswählen einer kleinen Aus- "lksamkeit für die Gastgeberin, hält an den als .eiellschaftsfähig" geltenden Blumensorten beharr- jh fest und wagt sie höchstens bei sehr engen fa- , tiliieren Beziehungen durch eine Schvkvladenspende u ersetzen.

' -njeie etwas starre Doktrin dort zu durchbrechen, r0"ba5 eigene Stilgefühl auch in kleinen Aufmerk- cmfeiten sich als Ausfluß der ganzen Persönlich- vii auswirfen möchte, wäre eine lohnende Aufgabe, nb neben dieser Neubelebung gesellschaftlichen Stilgefühls wäre es noch dazu eine wirtschaftlich [ar nicht zu verachtende Folge, wenn in einem inbe, das wie das unsere im Geruch steht, daß kücher dort mehr geliehen als gekauft werden, das idienten schöner und gehaltvoller Bücher wieder Ülobe würde. Es leben nämlich allerhand Leute Hetzer, Buchdrucker, Buchbinder, Verleger und Buch- jdnbler, Papier- und Farbenfabrikanten außer den lutoren davon. Sie alle könnten eine solcheAn- uTbelung" ihrer Wirtschaft getrost und, ohne Darob jleid) übermütig zu werden, vertragen! Und auch jarin dürfte ja wohl ein gewisser Stil liegen, eine okche nützliche und brotbrmgenbeMode" mit zu Örtern. Hans Steffen.

Aeue Kohleufunde im Habichtswald bei Kassel.

Auf der ZecheRoter Stollen" ist em n e u e s, mächtiges Kohlenflöz erschlo'sm worden, mit dessen Abbau jetzt begonnen wird. Es ist «ine durch eruptive Einflüsse veredelte, stückreiche Kßf>lc, die im Heizwert und in ihrem Aussehen tec Steinkohle nahe steht. Besonders weist sie bei einem hohen Heizwert einen sehr niedrigen A'chengehalt auf und hat, wie uns von Fach­leuten m.tgeteilt wird, ganz vorzügliche Verbren­nungseigenschaften, die diese Kohle zur Verwen­dung in Küchenherden, eisernen Oesen, Kachel­öfen, sowie in Väckereiöfen und Planrost-Feuerun­gen außerordentlich vorteilhaft geeignet machen.

Da- Vorkommen ist so mächtig, daß es zunächst i fit viele Jahre ausreicht. Es ist zu be- rußen, daß der heimische Bergbau in seiner ll natürlichen Bestimmung, der Industrie und dem H-ushalt des Hessenlandes die nötigen Brenlr- siofte zuzuführen, dadurch wesentlich erweitert wird.

Miet*, ncr Wochen Marktpreise.

'Gießen, 3. Jan. Es kosteten auf dem heu- hgen Wvchenmarkt: Süßrahmbutter 120, Land- butter 100 bis 110, Kochbutter 80 bis 90, Matte 15 bis 30 Pf. das Pfund, Käse 5 bis 10, Eier, aus-

i ländische, 1L bis 13, inländische 12 bis 13 Pf. das Stück, Wirsing, gelb, 8, grün 12, Weißkraut

18 bis 8, Rotkraut 8 bis 10, Gelbe Rüben 8 bis 13. Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20, iAnter-Kohl- rabi 6 bis 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 25, Feld­salat 100, Zwiebeln 10, Meerrettich 35 bis 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln 3, Aepsel 13 bis 30, Dörrobst 35 bis 40, Honig 40 bis 45, Nüsse 35 bis 40. Junge Hähne 70 bis 90, Sup. penhühner 60 bis 80, Enten 80 bis 90 Pf. das Pfund, Tauben 40 bis 60, Blumenkohl 40 bis 60, kndivien 10 bis 15, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 30 Pf. das Stück: Kar­toffeln 2,50 Mk. per Zentner.

Konto tuen.

Tageskalender f ü r Dienstag. Stobttbeater, 20 bis 22.15 Uhr:Stöpsel '. Licht- spielhaus (Bahnhofstraße):F. P. 1 antwortet nicht."

Arbeitsrecht und Sozialversiche­rung im Rahmen der NSBO. zu Gie­ßen. Von der NSDAP, in Gießen wird uns geschrieben: Am Ende eines arbei.sre'.chen Jah­res lohnt es sich, einen kurzen Bericht über die Tätigkeit und Vertretung auf dem Gebiete des Arbeitsrechts und der Sozialversicherung zu ge­hen. Wenn man trotz mancherlei Schwierigkeiten