Ausgabe 
2.1.1933 Frühausgabe
 
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185. Jahrgang

Montag, 2.3

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n«tf vnv Verlag jsvrühl'fche Univerfitäis-Vuch- und Steinöruderei R. Lanqe in Stehen Schriftleitung und Geschäftr^telle: Schul^tralie 7.

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Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Ne- blameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorfchrift 20 , mehr.

Thefredaltteur

Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H.Tbyriot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein und kür den An­zeigenteil i. D. TH.Kümmel sämtlich in (Biegen.

es gelungen, Deutsch rationen zu b e

WER. Darmstad LB1. Dez. Dashessische Ges amt Ministerium Hot an die hessische Bevölkerung folgenden Aufruf erlassen:

Das scheidende Jahr hat die von aller Be­völkerung heiß ersehnte Tesserung der wirt- schaftlichcn Verhältnisse richt gebracht. Aber wir können an der Schwelle des neuen Jahres doch mit einiger Zuversicht in die Zu­kunft blicken, weil mancherlei Anzeichen dafür sprechen, daß der Tiefpunkt der Weltwirt­schaftskrise überschritten ist. Die Besserung wird sich allerdings in dei Weltwirtschaft nur langsam bemerkbar machen tonnen, ilmfo drin­gender ist zu wünschen, daß s.lle Maßnahmen, die eine möglichst weitgehende Arbeitsbeschaffung zum Ziele haben und die in ule clever Zeit einen weiteren Schritt vorwärts gehen sollen, die Besse- rungserscheinungen verstärken mögen.

Die besondere Rot des hessischen Landes, die letzten Endes nicht nur in frn Auswirkungen der allgemeinen wirtschaftskiise, sondern vor allem auch in den unheilvollen Folgen der Be­setzung und des Ruhrkonfliktes chre Ursache hat,

tung betrat.

Der apostolische Au bracht« als Doyen des

Berlin, 1. Ian. ( jahrsempfänge denten wurden emg ziehen der Wache Uhr im Ehrenhof der a an deren Portal der düng entgegennahm.

Reichspräsident in sei Abordnung der .,6al Thal« zu Halle", die ih Halloren Salz, S jahrsglückwunfchg.dicht Präsident dankte der Worten. Kurz vor 12

daö diplom tm Kongreßsaal der al Aeichspräsident Punkt

_ _ deutsche Gleichberechtigung

und forbert das Milizsystem für die deutsche Jugend.

Hoffnungen des französischen Boi- schasters in Berlin.

Berlin, 1. Jan. (WTB.) Der sranzöi'ch« Botschafter Francois Poncet hielt bei Dem heutigen Aeujahrsempfang der fran­zösischen Kolonie eine Ansprache, in der er über die deutsch-französischen B c zie Hungen u. a. ausführte:Wir können mit Genugtuung feststellen, daß die deutfch-fran;ös: schen Beziehungen gegenwärtig in einer e n I - spannteren und ruhigeren Atme sphäre verlaufen. Dor eifrigen Tagen haben wir b.merkenswerte Wirtschaftsabkom men mit Deutschland abgeschlossen. Diese Ab.'rw- men find wichtig wegen ihres Inhalts, viel mehr aber wegen der Methode und des Geistes, di« h. i den Verhandlungen obwalteten. Man hat den Weg freigehalten für den Tag, an dem ein regelmäßiger Wivtschastsvcr- kehr wieder hergestellt fein wird. Ich erb' de in den Abkommen die Ankündigung einer Zeii. besseren gegenseitigen Verstehens und positiver Zusammenarbeit."

polnische Stimmungsmache.

Paris, 31. Dez* (WTB.) Der polnische Bot­schafter hat heute vormittag dem Präsidenten der Republik Lebrun im Q'Camen des Vorsitzen­den der polnischen Aepublik das Großkreuz des Weißen Adlerordens überreicht.

Hoffnungen in Moskau.

Moskau, 1. Ian. kTU.) An dem Reu- jahrsempfang des diplomatischen Korps in Moskau nahmen die Vertreter der Sowjetregie - rung unter Führung von Kalinin und Lit­winow teil. Die Reujahrsfeier ist in Moskau in sehr bescheidenen Formen verlaufen. Die aus­ländischen Kolonien hatten in mehreren Moskauer Hotels die Möglichkeit, bei Bezahlung in fremderDaluta den Jahreswechsel zu feiern. Die Sowjetregierung und die kommu­nistische Partei sprechen in Erklärungen die Hoffnung aus. daß es im Jahre 1933. das für den Wiederaufstieg der russischen Industrie ent­scheidend sei. gelingen werd«, die Schwie­rigkeiten in der Ernährungsfragc aus dem Wege zu räumen.

Die Parteileitung gibt bekannt, daß die Be­triebe und Werte, die den ersten Fünfjahresplan erfüllt haben, ab 1. Januar 1933 den zweit' Fünfjahresplan in Angriff nehmen wc x den. Der zweite Fünfjahresplan spiele in ix Versorgung der russischen Ink ft r i e mit Erzen und anderen Metallen eine scheidende Rolle.

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big« Person, für Ihre Familie und für Glück und Wohlergehen des deutschen Volkes. Im Geiste brüderlicher Verbundenheit mit den Deutschen im Reich« hegt auch Oesterreichs Volk die zuversichtlich« Hoffnung, daß es im kom­menden Jahre dem deutschen Volke beschieden sein wird, zu neuem wirtschaftlichen Aus- stieg zu gelangen und mit Gottes gnädiger Hilfe auch die großen und vielfachen Schwierigkeiten zu überwinden, die einer glücklicheren Zukunft ent­gegenstehen. Bundespräsident M i k l a s."

Hindenburg an dieWehrmachi

Berlin, 31. Dez. ($41.) Der Reichspräsi­dent richtete folgenden Erlaß an dieWehr- macht:

Zum Aeujahrstage spreche ich allen Ange­hörigen der Wehrmacht, Reichsheer und Reichs­marine, meine herzlichsten Glückwünsche aus. Die alten Soldatentugenden, Treue, Gehorsam und Pflichterfüllung sollen wie bisher die Richtschnur eures Handelns bleiben."

Berlin, den 31. Dezember 1932.

Der Reichspräsident: von Hindenburg. Der Reichswehrminister: von Schleicher.

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Frankreichs Wunsch:

Frieden zusammen mit der Sicherheit."

P a r i 5 , 31. Dez. (TU.) Der französische Staats­präsident Lebrun empfing am Samstagvor­mittag das diplomatische Storps, das ihm anläßlich des Jahreswechsels Glückwünsche überbrachte. Der apostolische Nuntius M a g l i o n e ridjL-t als Doyen eine kurze Ansprache an den Staatspräsidenten, in der er auf die Weltwirtschaftskrise hinwies und der Hoffnung Ausdruck gab, daß das neue Jahr die optimistischen Prophezeihungen einiger führen­der Wirtschaftler verwirklichen möge.

Staatspräsident Lebrun erklärte, daß die Lau­sanner Konferenz bereits einen ersten Schritt auf dem Wege der Wiederherstellung des notwendigen Gleichgewichts darstelle. Parallel zu den Bemühun­gen auf wirtschaftlichem und finanziellem Gebiet hätten die Regierungen die Pflicht, auch auf anderen Gebieten die Lösungen zu suchen, die den Frie­den zusammen mit der Sicherheit her­stellten, da die Welt andernfalls den Wirren und Beunruhigungen ausgesetzt bleibe, die seit Beendi­gung des letzten Krieges nicht ausgehört hätten, auf ihr zu lasten.

Beklemmung der pariser preffe.

Paris, l.Jan. (WTB.) Die Neujahrsartikel der Pariser Presse sind auf einen etwas melancholischen Ton gestimmt. Das abge­laufene Jahr wird weder innen noch außenpolitisch als befriedigend bezeichnet, und die Hoffnungen, die man an das neue Jahr knüpft, lassen nicht dies e ft e Ueberzeugung zum Ausdruck kom­men, die man gewöhnlich beim Jahreswechsel nach außen hin zu bekunden pflegt. Es ist selbstverständ­lich, daß die rechtsstehenden Blatter sich insbeson- bere mit der Regierung Herriot. die als verant­wortlicher Träger der Außenpolitik des verflossenen Jahres gilt, auseinanderfetzen.

In den Betrachtungen der Presse wird der Lage in Deutschland ein gewisser Raum gewährt. Richtunggebend für die Beurteilung der außenpoli­tischen Tendenz ist ein Bericht der Haoas-Agentur, der als neue deutsche außenpolitische Formel die Sicherheit durch die Revision der Verträge" aufstellt. Dieses Thema zieht sich wie ein roter Faden durch die Betrachtungen der Presse, ohne daß die Blätter versuchen, näher auf die Ursache einzugehen. Eine Ausnahme blldet die Volants", in der Professor Basch, der Bor- sitzende der französischen Liga für Menschenrechte, die heuchlerische Diskriminierung, die die Friedens­verträge geschaffen haben, an den Pranger stellt. Er fordert die Beseitigung dieser Ungerechtigkeit, selbst wenn Deutschland und Oesterreich davon zu­gunsten des Anschlusses Gebrauch machen sollten.

für di« Glückwünsche i der Einsetzung äußer' ungewöhnlicher Maßnlven staatliches und wirUch

Das Telegramm des Reichspräsidenten lautet:2Iu6 Anlaß des Jahreswechsels bitte ich Sie, Herr Tundespräsident, meine herzlich­sten Glückwünsche für das Wohlergehen Eurer Ex­zellenz und ganz Oesterreichs entgegennehmen zu wollen. Mögen Sie ersten Anzeichen einer beginnenden Gesundung der wirt­schaftlichen Jer l t n i f se in der Welt ud) im kommenden Jahre kräftig verstärken und damitunseren beiden Ländern die Hoffnung auf eme Wtedertehr kesserer Zeiten gerechtfertigt er* ja>tncn lassen. Aeichspräsident v. Hinden - bürg.

Bundespräsident Miklas drahtete folgender- maßen:

^?rr Reichspräsident, an der Schwelle des neuen Jahres meine aufrichtigsten und wärmsten Wünsche für Ihre verehrungswür-

der ebenfalls im ftoifeiaal5^ alten Reichs­kanzlei stattfand, entb^eichs^er v. Sch l e t - d) er dem Reichspräflcn d Glückwünsche der Rcichsregierung. Der /izler »arteu a.:

Meinen beiden V^gern" Kanzleramt t,t - "von Last der Repa- ; c n imü ist der Weg

inber kommenden Jahre ent|d)(offen auf de,«ege d^rtfch°Michen Der- nunft weiterschreite/werden

Ja der Abrüstung- Jl*"*»* ®leid)bered)flgun|oon i>< brüitid) anerta) und Abruf ungok<mf-. reu, dir Uufgab|ef(eUl d'rfrn Gruud. f°h ,u urrwkrklfu. w^°" «°°-

cinc re allgemeine Ad­en t-uus die gleiche oerfd1 die jedes andere erbet gelingt der nm Rahmen der ;echU w e h r h a f k e m roe r) u g e b e n , so 'chrttl zum Ausgleich .n9fätJ Zur Herstellung des

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Unsere Sorge um di stärkt, daß sich wichti intt ohne Lösung von ein hIh pen und mit immer sch erc lasten. Sicherlich fiel hie blem an hervorragen r <3«

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fordert eine besondere Verücksichtigung Hessens bei allen Hilfsmaßnahmen der Reichsregierung.

Ti« hessische Regierung wird ihre nachdrücklichen Bemühungen in dieser Richtung unermüdlich fort­sehen mit dem Ziele, daß das neue Jahr der Bevölkerung des Hesscnlandes eine fühlbare Lin­derung ihrer Rot bringen möge.

Der Zwang gemeinsamer Rot muh das deutsche Doll über alle Gegensätze hinweg zurück­führen zu der Bereitschaft, unter Zurückstellung von Sonderwünschen

entschlossen und zuversichtlich alle Kräfte auszu- bieten, allen Widrigkeiten zum Trotz, der unzer­störbaren Lebenskraft der deutschen Ration zum Siege zu verhelfen.

Hierzu rufen wir an der Schwelle des neuen Jahres alle Volksgenossen auf und grüßen sie mit einem herzlichen Glückauf für 1 933* Darmstadt, den 31. Dezember im Jahre 1932.

Hessisches Gesamtministerium:

Adelung, Kirnberger, Leus ch ne r/

ndei. oje Votlsgeno-

Diesen inneren Frieden in Deutschland zu fördern, ist unser vornehmstes Ziel. Als Sie mich, Herr Reichspräsident, vor wenigen Wochen an die Spitze der Reichsregierung beriefen, haben Sie mir aesagt: Schaffen Sie Arbeit und suchen Sie die Spannungen in unserem deutschen Volke durch sozialen Ausgleich zu mildern. Dic Reichsregierung wird diese Leitsätze zur Richt­schnur ihres Handels machen, weil es nur auf diesem Wege gelingen kann, dem d e u t sch e n Volk wieder Ziel und Hoffnung zu geben. Daß dieser Weg lang und schwer sein wird, darüber find wir uns nicht im Unklaren. Wir wer­den aber versuchen, durch Ausgleich der Lasten und Hilfsmaßnahmen für die Schwachen und Notleidenden der sozialen Gerechtigkeit und damit der Beruhigung und der Wieder­kehr des Vertrauens im deutschen Volke zu dienen.

Nehmen Sic, Herr Reichspräsident, zu Beginn, dieses Jahres von uns bas Gelöbnis entgegen, daß wir Ihnen als dem berufenen und bewährten Füh­rer des deutschen Volkes auch im neuen Jahre fol­gen werden.

Wie Sie, Herr Reichspräsident, in gläubigem Vertrauen im Dienst des Vaterlandes aus- harren, so wirb, hoffe ich, auch bas beutfche Volk aus Ihrem Vordilb neuen Glauben an feine Zukunft unb bie Kraft ju erfolgreicher Arbeit im neuen Jahre schöpfen."

Der Herr Reichspräsident erwiderte auf die Ansprache des Kanzlers mit Worten des Dan­kes. Die Wünsche, mit denen wir das abgelaufene Jahr begrüßten, so fuhr der Reichspräsident fort, sind zwar nicht alle in Erfüllung gegangen, den­noch hat die Entwicklung des Jahres 1932 manche Hindernisse beseitigt und uns zur Hoff­nung berechtigt, daß die 'härteste Notzeit Deutschlands überwunden und der Weg auswärts nunmehr für uns frei wird. Wir wollen hassen, daß das neue Jahr die Verwirk lichung dieses Grundsatzes und damit dic von Ihnen, Herr Reichskanzler, erwarteten Fortschritte für den äußeren und den inneren Frieden bringen wird.

Um auf dieser Bahn vorwärts und auswärts zu schreiten, um das Vertrauen in die Kraft Deutsch­lands innerhalb unb außerhalb der Landesgrenzen wiederherzustellen, bedarf es der Fernhaltung aller Störungen des politischen Le­bens und der Zusammenfassung aller staatsbe­wußten und vaterlandsliebenden Deutschen. Möge das neue Jahr auch in die seelische Verfassung des deutschen Volkes Besserung bringen.

Mit Ihnen, Herr Reichskanzler, bin ich der Auf­fassung, daß es unser e r ft e s Ziel fein muß, unserem Volke Brot und Arbeit zu schaffen. Daß dieses Werk gelingen und die Reichsregierung, gestützt auf die entschlossene unb wertvolle Arbeit der Negierung Papcn, das Problem der Arbeitsbeschaffung lösen möge, ist mein hauptsächlichster Wunsch am heutigen Tage. Die Ar­beitsbeschaffung ist das Kernproblem unserer Zeit, und die Frage, die alle Deutschen gleichmäßig an­geht:

Arbeitende unb Arbeitslose finb in gemeinsamem Schicksal oerbunben, benn sie zusammen finb bas deutsche Volk.

Freilich, Opfer und Geduld sind unerläßlich, wenn wir den Weg ins Freie finden und wieder aufwärts steigen wollen. Aber Kleinmut und Verzagtheit ist niemals deutsche Art gewesen und darf es gerade jetzt nicht sein. So lassen Sie uns in diesem Pillen und in unerschütterlichem Glauben an di e Zukunft Deutsch l a n d s in das neue 2ahr eintreten und gemeinsam an die Arbeit gehen für deutsches Volk und Vaterland!"

Oie Übrigen Empfänge.

Um 12.50 Uhr empfing der Herr Reichspräsident den Reichstagsoizepräsidenten Lobe zur Entgegen­nahme der Glückwünsche des Reichstags. Der zur Zeit von Berlin abwesende Reichstagspräsident Gocring hatte dem Herrn Reichspräsidenten schriftlich Glückwünsche übermittelt. Es folgte der Empfang einer Abordnung des Reichsrats. Die Glückwünsche der Wehrmacht überbrachten Reichswehrminister v. Schleicher, der Chef der Heeresleitung General der Infanterie Freiherr von Ham wer stein-Eg nord und der Chef der fDiarineleitung Admiral Dr. phil. h. c. Raeder Hieran schloß sich der Gratulationsempfang der Vertreter der R e i ch s b a n k, sowie des Vorstan­des der Hauptverwaltung der Deutschen Reichsbahn- gcsellsckiaft.

Bei dem Herrn Reichspräsidenten gingen im Laufe der letzten Tage Glückwünsche in gro­ßer Zahl ein von fremden Staatsoberhäuptern, Ion deutschen Landesregierungen, vom Reichsgc- rchtspräsidenten und anderen hohen kirchlichen uib Reichs-, Landes- und Kommunalbehörden, fer= n^ auch von vielen Deutschen aus den früheren deutschen Kolonien und aus dem Ausland. iHaWWe Serlm-Wien.

Berlin, 31. D^. (WTB.) Zwischen dem Hetxn Rc chspräsidenten und d«m österreichischen Bundespräsidenten hat, wie alljährlich, beim Jahreswechsel ein telegraphischer Glückwunsch- aus^usch stattgefunden.

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