Skiunfug, der zu einer Gefahr für die Allgemeinheit wird, mit rücksichtsloser Strenge einge sch ritten wird.
•• Kleinseuer im Lagerra um. Bei einer Firma in der Bahnhofstraße entstand gestern gegen 19 Uhr im Lagerraum Feuer. Ein Büroschrank, ein Schreibtisch und Packmaterial wurden von den Flammen ersaßt. Die sofort herbeigerufene Feuerwache konnte den Brand mit Hilfe eines Minimar- Feuerlöschgerätes ersticken, bevor er größere Ausdehnung annehmen konnte.
•• Oeffentliche Bücherhalle. 9m November wurden 1186 Bände ausgeliehen. Davon kamen auf: Erzählende Literatur 822, Literaturgeschichte 2, Zeitschriften 22, Gedichte und Dramen 3, Iugendschriften 91, Länder- und Völkerkunde 68,
Kulturgeschichte 14, Geschichte und Biographien 87, Kunstgeschichte 8, Naturwissenschaft und Technologie 19, Heer- und Seewesen 4, Haus- und Landwirt- schäft 1, Gesundheitslehrc 4, Religion und Philo- sophie 10, Staatsanssenfchast 25, Sport 2, Fremd- sprachliches 4 Bände. Nach auswärts kamen acht Bände.
Kein deutscher Weihnachtstisch
ohne Arbeitsbeschaffungs-Lose!
Oie Not -er Kolonial-eutschen.
Katastrophale Lage der deutschen Farmer in Südtvest.
Die Abteilung Gießen des Frauenbundes der Deutschen Kolomalgesellschaft hatte — wie man uns berichtet — zu einer Nachmittagsunterhaltung im Hotel Hindenburg eingeladen, die dadurch ihr besonderes Gepräge erhielt, daß im Mittelpunkt des Programms der Vortrag von Nora von Steinmeister, der Geschäftsführerin des Frauenbun- des, über „Meine Afrikareise 1932" stand. 9n war- mer, eindringlicher Weise schilderte die Vortragende die Not der Kolonialdeutschen, besonders derjenigen in Süd-Westafrika, die wir uns gar nicht kraß ge- nug vorstellen können. Sie führte aus:
Deutschland hätte schon vor dem Kriege Millionen seiner Bevölkerung an das Ausland verlieren müssen (an Amerika allein elf Millionen) und sich im Uebrigen nicht groß um das Schicksal dieser Auswanderer gekümmert. Nur so konnte es geschehen, daß sich dieses versprengte Stück Deutsch- land vollkommen vom Mutterlande löste, in der fremden Umgebung unterging und in keiner Weise den Einfluß des Deutschtums in der Welt stärken half. Wir wissen heute, zu welchen Katastrophen Las im Wellkriege geführt hat. Und wir dürfen nicht vergessen, daß gerade der Auswanderer ein Vertreter der besten Volkskraft ist, in seiner Tatkraft, feiner Zähigkeit und seinem Fleiß. Es waren nur wenige, die nichts als Abenteurcrlust in die Fremde füyrte, sondern die Not des übervölkerten Raumes zwang sie dazu. Unter den Auswanderern nehmen die Kolonialdeutschen einen besonderen Raum ein, denn ihre Auswanderung geschah ja nicht in der Absicht, sich außerhalb des Vaterlandes unter eine Fremdherrschaft zu stellen, sondern eben diesem Vaterlande neuen Kulturboden zu erobern. Wie schmerzlich mußt« gerade diese Pioniere die gänzlich veränderte Lage nach Friedensschluß treffen.
Süb-IDefl stehl heute mitten drin in einer un- geheuren Katastrophe doppelter Art. einer, wenn man so sagen darf, klimatischen und einer wirtschaftlichen.
Es dürfte bekannt sein, daß Süd-West von der Küste durch einen 120 Kilometer breiten Wüstenstreifen obgeschnitten ist. Dieser Wüstenstreifen ist dadurch entstanden, daß ein arktischer Strom, der vom Süd- vol kommend, an der Küste entlang fließt, die Luft so wesentlich abkühll, daß alle Wolken, die von Westen herankommen, sich schon über dem Meere ergießen, und aller Regen in den Ozean fällt. Die Regenwolken kommen also nur von Osten über das Land, nach dem sie sich schon über Ost- und Zentral- asrika ergossen haben. Wenn trockene Jahre auftreten, herrscht in Süd-West vollständige Dürre. Und diese Katastrophe bedroht das Land schon seit über einem Iayre. Der Viehbestand ist bis auf nicht nennenswerte Reste vollständig eingegangen. Wir müssen hier auf die besonderen Verhältnisse des Landes verweisen. Um 500 Stück Vieh auf den Weiden erhalten zu können, braucht Ler Farmer einen Raum von 20 000 Morgen. Unsere Regierung vor dem Kriege hatte nun in der Voraussicht der > dürren Jahre zwischen den Farmen weite Strecken nicht aufgctcilt, es war Niemandsland, auf das die I Herden in der Dürre getrieben werden konnten. J
Dieses Land ist heute von der Mandatsregierung an Angolaburen verteill, um die Mehrheit der deutschen Stimmen im Lande zu brechen. Aus Mangel an Reserven müssen also die Herden unweigerlich zugrunde gehen. UnL damit ist der Ruin des Far- mers besiegelt.
Anderseits hat die allgemeine Wirtschaftslage zur Stillegung der Kupferminen und Diamantfelder ge- führt und alle Angestellten brotlos gemacht.
Der Farmer hat fein letztes Absatz- und Tausch- geblet verloren. Ls ist nichts mehr vorhanden.
Die Not ist so brennend, daß wir vor ihr die Augen nicht verschließen dürfen. Ein einziges Beispiel. In der vollkommen wasserarmen, ehemals aber durch die Diamantfelder reichen Stadt Lüderitzbucht kostet ein Quadratliter Wasser etwa 15 Mark. Und das Wasser muß gekauft werden. Man kann immer wie- der nur bewundern, daß es unseren Kolonialdeutschen unter diesen Verhältnissen, allerdings unter Aufbietung ungeheurer Energien, gelungen ist, das Land fast vollständig deutsch zu erhallen, und sie wollen auch weiter auf ihrem Vorposten verharren, denn sie sind, so bezeichnete es Fräulein von Stein- meister, „von einer erschütternden deutschen Treue".
Nun aber wächst eine neue deutsche Generation unter Fremdherrschaft auf, und sie ist nur deutsch zu erhalten, wenn die Schulen deutsch bleiben. Die furchtbare Existenznot macht es den Ettern unmöglich, ihre Kinder in die deutschen Schulen zu schicken. Da greift die große Arbeit des Kolonialen Frauen- bundes ein, der so viel Freistellen errichtet, als es die Kräfte nur immer erlauben. Wir müssen es uns begreiflich machen, daß Eltern ihre Kinder fünf bis sechs Tagereisen weit im Ochsenkarrcn zur Schule schicken müssen, da zu Auto und Benzin kein Geld mehr vorhanden ist, um zu erkennen, wie ungeheuer wichtig auch die Erhaltung der vorhandenen Schü- lerheime ist, in denen die Kinder deutsches Wesen wie eine Selbstverständlichkeit in sich aufnehmen.
Gerade wir, die wir heute das Glück haben, eine einheitliche Führung und Dolksgemein- schäft zu besitzen, müssen in engster verbunden- heil mit unseren Volksgenossen in den Kolonien bleiben und sie in unsere geistige Gemeinschaft hineinbeziehen. Denn gerade dieses rassisch hervorragende TNenschenmatecial darf uns nicht verloren gehen, indem es andere Völker bereichert, die diesen Zuwachs wohl zu schätzen wissen.
Wenn unsere Not auch groß ist, die drüben ist tausendmal größer, denn da ist kein Staat, der vor dem äußersten schützt, keine Wohlfahrtspflege, keine öffentliche Hand. Und gerade im Dritten Reich, wo die Verbundenheit aller Deutschen besonders stark gefühlt wird, müssen wir uns unserer Pflichten gegenüber unseren Landsleuten, die das Unglück haben, außerhalb dieser Verbundenheit gestellt zu sein, erinnern.
Mit einem dreifachen Sieg-Heil auf unseren großen Führer klang die eindrucksvolle, sehr gut besuchte Veranstaltung aus, die hoffentlich der Ab- teilung manche neue Freunde zugeführt hat.
Erziehungsfragen des Grenz- und Auslan-s-eutschtum.
9n der jüngsten Versammlung, die der Gau Aus- land im NS.-Lehrerbund des Kreises Gießen veranstaltete, sprach am Mittwoch nachmittag in der Pestolozzifchule der Qauobmann, Kreisschulrat Dr. Henß, über das Thema „Erziehungsfragen des Grenz- und Auslandsdeutschtums". Den Ausführungen des Redners fei folgendes entnommen:
Durch die stetigen Bestrebungen zur Erhaltung des Delllfchtums im Ausland sei eine Reihe von {fragen grundsätzlicher Bedeutung auch auf dem Gebiete der Erziehung aufgeworfen worden. Sprache und Volkstum, Staat und Heimat, diese Begriffe standen immer im Vordergrund. Eine bedeutsame in den mannigfachen Erörterungen fei aber nod) nicht genügend in Betracht gezogen worden: das pädagogische Moment. Eine ungeheure Problematik der Form der Erziehung der Ausländsdeutschen liege schon in den Grundlagen der Erziehung selbst, denn es handle sich doch jeweils um die Erziehung unter völlig anderen Umständen als in der Heimat, im Mutterland — um die
Erziehung unter einer fremden Kultur.
Volkstum, Staat, Sprache, Heimat ufw. würden hier zu einem Problem, das das Mutterland kaum kenne. Hier müsse man sich zunächst schon einmal fragen, wie die Zweisprachigkeit auf die Entwick- lung des Kindes wirke? Wie wirke die Doppelgerichtetheit im völkischen Leben?
Es gelte hier von vornherein zwei Unterscheidun- gen zu machen: Deutsche Erziehung — Deutsche Schule. Weiter müsse man unterscheiden: fluktuierendes Deutschtum und bodenständiges Deutschtum.
Die Frage Erziehung und Schule habe man Immer und meist vom Standpunkt des Reichsdeutschen aus betrachtet. Manche falsche Vorstellung sei hier lebendig gewesen in der Betrachtung und her Beurteilung des Auslonddeutschtums. Die gegebene Doppelfeitigkeit des Heimatbodens bedeute Kriterium, wenn man bedenke, daß sich das geistige Bild des Kindes doch nur aus der Umwelt aufbaue. Die Entwicklung des intellektuellen Lebens vollziehe sich am besten bann, wenn es sich an die Um- pebuna anpaffen könne. Aus der Umwelt erst könne dem Kinde auch die deutsche Heimat begristt'ch nahegebracht werden. Die Umwelt gestalte auch an der Persönlichkeit. Es gelte deshalb die vielseitig, teit der Problematik, die Voraussetzungen und Be-
dingthellen für die pädagogische Arbeit klar zu erkennen.
Das Deutschtum in geschlossenen Siedlungen hafte am Boden, habe Geschichte, schöpfe Kraft aus dem Zusammenleben. Das fluktuierende Deutschtum habe keinerlei feste Bindung. Jeder Deutsche stehe hier mehr für sich. Deshalb sei hier eine Erziehung im völkischen Sinne weitaus schwieriger.
Dem Kinde aus diesem Deutschtum fehle das Gefühl für die Gemeinschaft. Gemeinschaft aber bilde auch seinerseits das Wesen eines Menschen aus. Die Begriffe Heimat, Volkstum, Nation, Kultur leien durchaus nichts selbstverständliches für das Auslondsdeutfchtum. Daraus resultiere auch ein großer Teil der Unbefriedigtheit der aus dem Ausland zurückkehrenden deutschen Lehrer.
Von großer Bedeutung sei das Problem der Zweisprachigkeit. Das fluktuierende Deutschtum verändere sich in seinem Bestand ständig. Die Schulen sowohl des bodenständigen, wie auch des fluktuierenden Auslanddeutschtums feien meist zweisprachig. Dieses Nebeneinander erfordere völlig andere Unter- richtsformen, als sie im Mutterlande üblich feien. Wichtig fei hier die pädagogische Frage: die Einwirkung der Zweisprachigkeit auf das Kind. Die Zweisprachigkeit habe, wie feftge- stellt sei, erhebliche Schädigungen der geistigen Entwicklung im Gefolge. Dieser Einfluß könne selbst körperliche Schädigungen Hervorrufen. Diesen Folge- erscheinungen der Zweisprachigkeit sei man besonders in Wales nachgegangen, um entscheidenden Einfluß zu gewinnen auf die Einführung der Heimatsprache Walisisch gegen die englische Sprache. Der Kampf sei mit Erfolg geführt worden, obwohl es sich bei der englischen Sprache um eine Weltsprache handelte. Für die Minderheitenfrage könne die walisische These sehr wohl von ausschlaggebender Bedeutung fein.
Die Meinung, daß die Muttersprache als Schulfprache Ira Vordergrund stehen müsse, habe in letzter Zeit mehr an Boden gewonnen. Die Waliser These sei auch für das Auslandsdeutschtum von großer Bedeutung. Allerdings fei w berücksichtigen, daß sich aus der Konsequenz dieser These auch oolkspolitische Schwierigkeiten ergeben könnten. Richt überall könne diese These un-
besehen übernommen werden. Im Elsaß und in Südtirol lege man großen Wert auf eine Ser- welschung der deutschen Kinder schon in den Kinder- schulen. Das sei eine schwere Versündigung an natürlichsten Menschenrechten. Es wirke sich aum Schaden an der Seele des Kindes aus. Das Kind habe ein sittliches Recht auf feine Muttersprache. Man müfic sich in der Pädagogik lediglich von echischen Prinzipien und nicht von politischen Doroder Nachteilen leiten lasten.
3n feinen weiteren Ausführungen wandte sich der Redner den Fragen der kulturellen Eruehungs- arbeit zu. Kulturgut fei stets nationales Gut. Kulturgut könne aber nur bann Dildungsgut werden, wenn es der Struktur der Seele besten entspreche, an ben es herangetragen werben solle. Für den beutschen Menschen sei eben nur bas deutsche Kulturgut bas Gegebene. Das beutsche Kulturgut allein könne nur eine Derbinbung ber Auslands- beutschen mit bem Mutterlanbe Herstellen Die Doppelgerichtetheit auf kulturellem Gebiet habe bie Spaltung ber Persönlichkeit und Zwiespältigkeit in sittlichen Anschauungen zur Folge.
Durch die Schule solle auch zu Volk und Staat erzogen werden, denn die Erziehung zum Staat sei mit ein Bilbnngsjiel einer jeden Schule. Lin Staat müsse aber der Ausdruck ber Lebensform eines Volkes fein. Die Schwierigkeiten für das Deutschtum im Ausland in dieser hlusicht lägen klar auf der Hand.
Die bisherigen Ausführungen hätten gezeigt, daß die Bearbeitung ber Erziehungsfragen des Aus- landsdeutschtums nicht nur aus politischen, sondern auck aus oolkspolitischen Gründen notwendig erscheinen müßten.
lieber Minderheitenschulen werde sehr häufig geklagt. Dabei liege es gar nicht immer an der Sprache, wenn unbefriedigende Verhältnisse herrsch- ten, vielmehr fehle es manchmal an ber notwendi- gen Deutschsten Bei bobenftänbiqem Volkstum erhebe man mit Recht gegen eine Zweisprachigkeit
in ben Schulen energischen Einspruch. Unbebingtt Voraussetzung fei aber, daß ber Lehrer Deutscher fei, benn nur bie Unmittelbarfeit beutschen Wesens wirke auf bie Kinder im erwünschten Sinne. Dts Äugend solle durch ihn ein emheitliche- deutsche» Volk erleben. Das Kind solle durch den Lestrer von deutschem Wesen durchdrungen werden. Der Weg zu wahrem Menschentum führe nur über Volkstum und Heimatgefühl.
Leider gebe es an deutschen wissenschaftliche« Instituten noch fein Institut für bie Wissenschaft« liche Bearbeitung ber auslandsbeutschen Schul» Probleme, obwohl es sich doch hier um einen Bestandteil unseres Dolfes handle, der nicht weniger denn 40 Millionen Menschen zähle. Hier gehe man ben Dingen viel zu wenig nach. Es sei nötig, auf frieblidjer Orunblage bie Lösung biefer Probleme au erreichen. Die Einbeziehung ber Erziedungs» fragen bcs Auslanbsbeutschtums in bie Päbagogik des Mutterlanbes bebeute ein ffrperiment Man könne bie Derhältniste im Mutterland nie auf bie Derhältniste beziehen, bie für die Ausländsdeutschen gegeben seien. Der Lehrer werde also in praktischer Arbeit in vorderster Linie stehen müssen. Zur Betreuung des Auslandsdeutschtums müßten auch geistige Fäden geschlungen werden. Selbst kleinste ^Ortsgruppen nehmen gerne teil an ber Kultur bes Mutterlanbes.
Vor allem aber wüste bie Wissenschaft für die mannigfachen Probleme der Erziehung und der Schule der Ausländsdeutschen interessiert e werden.
Nationale Erweiterung dieses Arbeitskreises fei aber ebenfalls ein Erfordernis, benn erst bann könne es erst zu einer internationalen Zusammenarbeit (auf nationaler ©runblage) kommen, und erst bann werbe bie Kulturarbeit auf bie,em Gebiete zu wahrhafter Bebeutung kommen.
Der Vortrag würbe mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Eine Aussprache, Die sich anschloß, ge- stattete sich sehr lebhaft.
SJl.-^port
Schachweillampf GießeN'Marbmg 12:6.
Der Wettkampf bes Schachklubs Gießen 1858 gegen ben Schachoerein Marburg enbete mit dem Siege des Gießener Schaklubs 12:6. Es wurde an 18 Brettern gespielt. Es gewannen die Herren Breibecker, Dürft, Gerharb, Grötzfch, Hainer, Niko- laus, Schmibt, Sieger, Stumpf unb Wagner. Es spielten unentschieben (remis) bie Herren Keitzer, Knöll, Körbächer, Urftabt.
25 Jahre Fechiabieiluna des Tv. 1860 Bad'Nauheim
Die Fechtriege bes Turnvereins 1860 Bad-Nau- heim, eine ber ältesten unb leistungsfähigsten Fecht- riegen im alten Turngau Hessen, konnte jetzt auf ein 25jähriges Bestehen zurückblicken. Grünber ber
Riege ist Ehrenfechtwari Hugo N i e tz s ch , ber auch längere Zeit bas Amt bes Gaufechtwarts im Heft fenaau erfolgreich befkibete. Das Jubiläum gab Anlaß zu einer schlichten, roürbigen Feier, bei ber Ehrenlechtwart N i e tz s ch bie Festansprache hielt unb Gaufechtwort Kühn (Friedberg) bie Grüße unb Glückwünsche bes Hestengaues überbrachte.
CineDr.-ZührervelsammlunginNid-a
Der Führer bes Turnfreifes 11 (Wetterau-Vogels- berg) im Turngau 12 Nordhessen, Stubienrat Thierolf (Friebberg), hat bie Dereinsführer ber 92 Vereine bes Turnkreises zu wichtiger Besprechung eingelabcn. Die Dereinsführer ber politischen Kreisgebiete Schotten unb Büdingen treffen sich am Sonntag, 3. Dezember, in Nidda, während bie gleiche Zusammenkunft für ben Kreis Friedberg am 10. Dezember in Friedberg stattfindet.
©er Gießener Eisverein gerüstet.
Dem großen Aufschwung, ben der Eislauf im vergangenen Winter in Gießen genommen hat, wurde auch bei ben Vorbereitungen für bie kommende Laufzeit Rechnung getragen. Die große Lauft fläche steht nun bem Besucher roieber in vollem Ausmaß zur Verfügung, da die Sport- plätze insgesamt auf das sogenannte Planschbecken verlegt wurden.
Mit einer verstärkten Beleuchtung versehen wird es in Zukunft möglich sein, auch abends Eishockeyspiele und sonstige Wettbewerbe auszutragen.
Es ist somit auch bem tagsüber geschäftlich Tätigen bie Möglichkeit gegeben, seinem Sport nachzugeyen unb er muß nicht bis xum Wochenend warten, um sich im Wettkampf messen zu können.
Im sportlichen Programm ist vorgesehen, roieber eine Kunstlauflehrerin z u verpflichten, um bie Läufer für bie in Wiesbaden ftattfinbenben Meisterschaften vorzubereiten.
Die Schuellaufwettbewerbe werden voraussichtlich wieder in Gießen dnrchqesuhrt.
unb zwar wegen der auherorbenttich guten Bahn- Verhältnisse, bie hier gegeben sinb. So werden dem Gießener Publikum auch in diesem Jahre wieder spannende Wettbewerbe geboten werden.
Die Eishockeymannschaft hat verschiedene Einladungen nach auswärts erhalten und wird wahrscheinlich an Weihnachten eine Feiertagsreise unternehmen können. Da im kommenden Winter bie Deutschen Winterkampfspiele im Harz ausgetragen werben, hofft man in ben Reihen bes Vereins bort in einer Sportart vertreten zu fein. Die meisten Aussichten haben hierzu die E i s • schützen, die ja schon im vergangenen Winter zu Meisterehren gelangten. Die außerordentlich gute Entwicklung ber Sportabteilung hat dazu beigetragen, daß man sich in Gießen roieber mit größerem Interesse dem Eisläufen widmet, so daß also ihre Tätigkeit im besten Sinne zu bem körperlichen Ausbau unseres Volkes beiträgt.
Handball im Gan XII der ©T.
Oer Stand der Winterspie^reihe im Turrikreis Gießen.
Die Spiele in ben einzelnen Kreisen, bie burch die Um- dzw Neu-Organisation innerhalb ber DT. erst sehr spät beginnen konnten, sinb jetzt allenthalben in vollem Gange. Leider mußten bereits verschiedentlich Spielverlegungen eintreten, so baß naturgemäß noch eine geraume Zeit verstreichen wirb, bis alle Spiele restlos unter Dach und Fach gebracht sind. Der Stand der Kreisklasse in unserem heimischen Turnkreis — bie Spiele werben unter Leitung bes Äreisfpidroartes Lust, Allendorf an ber Lahn, durchgeführt — geht aus nachstehenden Tabellen hervor. (In der ersten Spalte ist jeweils bie Zahl ber bestrittenen Spiele, in ber zweiten bie ber gewonnenen, in der dritten die der unentschieden beendeten und in der vierten Spalte bie Zahl ber verlorenen Spiele vermerkt Die übrigen beiden Spalten geben bie Torziffern unb bie Punktwertung roieber.)
1. Kreisllaffe:
Spielbezirk I.
Gambach
Lützellinden Dornholzhausen Hörnsheim Groß-Rechtenbach
5 4 0 1
3 8 0 0
5 2 0 3
4 112
5 0 14
34:29
25:12
28:30
21:21
23:39
8:2 6:0
4:6 3:5
1:9
Es bürste zu einem scharfen Enbkampf zwischen ben beiben Tabellenersten kommen, bei bem Lützel- linben sicher bie meisten Ehancen hat.
Spielbezirk II.
Krofdorf I Atzbach Hochelheim I Heuchelheim I Mendorf (Lahn)
2 2 0 0
3 2 0 1
3 2 0 1
2 10 1
4 0 0 4
12:5 15:14 17:11 13:10
7:24
4:0
4:2
2:2 0:4
Der Tabellenerste ist hier kaum oorauszufagen, da bie entscheibenben Spiele noch ausftehen. Ausfällig ist, baß Allendorf nicht die Rolle spielt, bie man erwartet hätte Ausgesprochenes Pech hat die sonst gute Mannschaft bisher ohne Punktgewinn gelassen.
S p i e l d e z i r k III. Allenbors (Lda.) 1 1 0 0 9.1 2:0
Lollar 1 0 0 1 1:9 0:2
Roth (Lahn)
Die Spiele in biefem Bezirk haben erst begonnen, so daß eine Spielstärke der einzelnen Mannschaften nicht bekannt ist.
S p i e l b e z i r k IV.
Romrod 3 3 0 0 23:3 6«
Burg-Gemünden 3 2 0 1 18:11 4 2
Schotten 2 0 0 2 10:22 0:4
Bernsfeld 2 0 0 2 4:14 0:4
Hier dürste Romrod die Spitze nicht zu nehmen fein, obwohl auch Burg-Gemünden als sehr spielstark angesehen werden muß.
Spielbezirk V.
Albach 3 3 0 0 21:13 6:0
Garbenteich 3 2 0 1 22:19 4:2
Hausen 1 0 0 1 6:16 0:2
Cid) 3 0 0 3 15:36 0:6
Auch in diesem Spielbezirk dürfte erst ein scharfer Endkampf zwischen Albach und Garbenteich erforderlich werden. Wer die Spitze einnehmen wird, ist ungewiß.
2. Kreiskloffe:
Wißmar Ruttershausen Launsbach Krofdorf H Nordeck
Spielbezirk I L
3 3 0 0 21:10
4 3 0 1 26:18
4 2 0 2 25:22
4 2 0 2 11:15
5 0 0 5 11:29
6:0 6:2 4:4 4:4 0:10
Wißmar führt die Tabelle an und dürste auch
bei einigermaßen Beständigkeit seiner Mannschaft ben Platz behaupten.
6
diesem
Spielbezirk dürfte in
Dorlar bereits feststehen.
5
5
6
5
2
2
2
1
0 1
1 0 0
IIL 1 1 2 3 5
22:13 11: 9 17:18 14:24 19:19
10:2 5:3 5:5 44 2:10
Dorlar Aßlar Klein-Rechtenbach Waldgirmes Niedergirmes II
Der Meister in
Spielbezirk


