Nr. 282 Drittes Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für lvberhessen)
Zreitag, 1. Dezember (955
Einfachheit und Sparsamkeit. I Me Sicherung der SA. auf Aachtmärschen
Vor wenigen Tagen hat bekanntlich der Stellvertreter des Führers, Rubolf Heß, eine hoch- bedeutsame Anordnung herausgehen lassen, die mit Rücksicht auf die ungeheure Not, die noch im deutschen Volke herrscht, und im Hinblick auf die Not- Wendigkeit, alle Kräfte in den Dienst des Aufbau- Werkes zu stellen, dringend nahegelegt, jede unnütze Feier zu unterlassen und in allen Dingen größte Einfachheit und Schlichtheit im Auftreten und in der Lebensführung walten zu lassen. Diese knappen Worte von berufener Seite unterstreichen, daß sich jedermann lediglich von dem großen Ziel des W i e- deraufbaues der deutschen Wirtschaft und der Eingliederung der arbeitslosen Volksgenossen in das Heer der Arbeit leiten lassen soll Wem kommt beim Lesen dieses kurzen aber eindringlichen Erlasses nicht die Erinnerung an die berühmten Worte, nach denen Preußen durch Sparsamkeit groß geworden, sich gleichsam groß gehungert hat. Nichts anderes als diese Wahrheit wünscht die Anordnung von Rudolf Heß den dafür verantwortlichen Männern in allen deutschen Gauen erneut vor Augen zu führen. Ein
, Denkt daran!
Bereitet jetzt schon alles für den Lintopfsonntag vor! Denkt dran, daß es der erste Advent ist, daß Weihnachten nahtk In keinem deutschen Haus soll hunger oder Kälte die welhnachtvfreude trüben. Denkt an Eure Brüder in Not!
GM
Dos Bild links zeigt die weißen Lichter der Spitze der Marschkolonne. Am Arm die Lichter der Seiten leute. Das Bild rechts zeigt die Anbringung der roten Schlußbeleuchtung.
Volk, das den Sinn unermüdlicher treuer und zukunftsweisender Arbeit unter Verzicht auf nutzlose Aufwendungen nicht erkannt hat, ist in der Weltgeschichte seit jeher zugrunde gegangen und Stärkeren zum Opfer gefallen. Was Rudolf Heß will, ist nur dies, daß niemand feine Kräfte vertun soll für Dinge, die im Endergebnis kein psychische Bereicherung des Volksganzen oder tatsächliche Förderung der Wohlfahrt Aller darstellen.
Die Werbung für den gesunden, aufbauenden S p a r g e d a n k e n, wie sie z. B. mit so großem Erfolg von den Sparkassen betrieben wurde, ist, wie die Anordnung des Stellvertreters des Führers erneut zeigt, wahrhafter Dienst am deutschen Volk. Der von den Sparkassen seit nunmehr anderthalb Jahrhunderten vertretene und der Bevölkerung immer wieder vor Augen gestellte Grundsatz läuft im Grunde auf dasselbe hinaus: Einfachheit und Schlichtheit in allen Dingen des äußeren Lebens, Verzicht auf überflüssigen Aufwand. Alle diese Dinge dienen, wenn im Uebermaß betrieben, nur dazu, soziale Gegensätze zu schaffen, die Abhängig, feit des einzelnen bei Schicksalsschlägen um so schärfer heroortreten zu lassen und nicht zuletzt die heimische Kapilalbildung zu erschweren. Heute, da der Gesichtspunkt der E n t p r o l e t a r j s i e r u n g, der Befreiung des deutschen Arbeitsmenschen vom Fluch der Besitz- und Heimatlosigkeit im Vordergrund steht, gelten die Anordnungen von Rudolf Heß doppelt. Ueberall muß daran mitgewirkt werden, das große Ziel des Führers zu verwirklichen: ein freies deutsches Volk auf freien: Boden!
Das Los deines Vaterlandes!
Haft du schon einmal darüber nachgedacht, daß ein kleines Los, das vielleicht der Zufall dir in die Hände spielt, dein Los, also dein Schicksal, grundlegend ändern kann? Ist es dir je bewußt geworden, daß für ein kleines Los der Lotterie derselbe Ausdruck gebraucht wird, wie für das schicksalsharte eines ganzen Menschenlebens, ja, einer Nation! Unsere herrliche Muttersprache hat diese Wortbildung gefühlsmäßig sich entwickeln lassen und gab damit gedanklich den schelmischen Hinweis, daß eigentlich jeder durch ein Los sein Los verbessern könne.
So im kleinen Maßstab. Im großen, genialen Sinne erfaßte es die NSDAP. Mit der Schaffung einer Arbeitsbeschaffungs - Lotterie hatte sie das Los unseres Vaterlandes im Auge. Um unseres Führers gewaltiger, volksbeglückender Absicht, allen Deutschen Arbeit und Brot zu geben, tatkräftig zur Seite zu stehen, entstand diese vaterländische, soziale Geld-Lotterie, die mit 1-Mark- Losen es jedem möglich macht, sich an diesem Werk zu beteiligen und sein Los und das Los seiner arbeitslosen Brüder, somit das Los seines Vaterlandes, das schließlich das Schicksal aller birgt, glückbringend zu wenden.
Am 2 9. und 30. Dezember ist schon Ziehung! Die Lotterie gehört dem Deutschen Volke, jeder Deutsche soll sich daher ein Los erwerben. Vielleicht ist es einer der fast 300 000 Gewinne, vielleicht der Doppel - Los - Gewinn van 200 000 Mark!
Zn gleichem Schritt und Tritt!
Am 3. Dezember ist der erste Adventssonntag, auch der Eintopfsonntag An diesem Tage wird zum dritten Male in der Winterschlacht für unsere bedürftigen Volksgenossen in jedem deutschen s)ausc und an jedem Mittagstisch freiwilliger Verzicht geleistet werden müssen.
Das deutsche Volk muß sich besinnen, daß sein „Ja" nicht nur für einen Tag gegeben ist, sondern für das ganze Volk, dem Führer für eine neue Zukunft.
Es darf nicht der beschämende Eindruck entstehen, daß nach 17 Uhr die Gaststätten gepreßt voll sind von denen, die die B Dürftigkeit der Volksgenossen nicht als ihre Sache empfinden. Deshalb haltet Zucht und Ordnung!
Jeder, der Soldat war, weiß aus Erfahrung, daß der einfache Tritt eines einzelnen den Gleichschritt der ganzen Kompanie umwerfen kann.
Das deutsche Volk marschiert in dem Kampf gegen Hunger und Kälte. Jeder achte auf seinen Nebenmann! Keiner darf heraus aus der Front!
Deutsche Volksgenossen! Tritt gefaßt!
Das Vermögen der ehemaligen SPD.
Die Staatspressestelle teilt mit: Nach den gemachten Feststellungen ist das Vermögen der ehemaligen SPD., sowie der ihr angeschlossenen Organisationen, soweit es sich um Bargeld und Wertpapiere handelt, zu einem großen Teil auf den Namen von Gewerkschaftsführern, Sekretären oder anderen Funktiona- ren der Partei angelegt worden. Um die Verwen-
Senkung der Grundsteuer für Neuhausbesih in Hessen.
Der Hessische Staatsminister hat eine Verordnung über die Senkung der Grundsteuer für Neuhausbesitz vom 29. November 1933 erlassen, die am 30. November in der „Darmstädter Zeitung" veröffentlicht wird.
Für die in den Rechnungsjahren 1924 bis 1930 bezugsfertig gewordenen Wohngebäude wird die Grundsteuer der Gemeinden und Gemeindeverbände für die Zeit vom 1. Oktober 1933 bi» 31. INärz 1935 nicht erhoben.
Die Gemeinden und Gemeindeverbände werden für den Steuerausfall, den sie hierdurch erleiden, entschädigt. Die Verordnung tritt mit Wirkung vom 1. Oktober 1933 in Kraft.
Hierzu teilt das Staatspresseamt mit: Die Reichsregierung hat in Ausführung des Abschnittes 5 des Zweiten Gesetzes zur Verminderung der Arbeitslosigkeit vom 21. September 1933 auch dem Lande Hessen einen Betrag zur Senkung der Grundsteuer solcher Wohngebäude zur Verfügung gestellt, die in den Rechnungsjahren 1924 bis 1930 bezugsfertig geworden find (sog. älterer Neuhausbesitz). Nach § 1 der Durchführungsverordnung des Reichsministers der Finanzen vom 11. Oktober 1933 ist der Betrag in erster Linie zur Senkung der Grundsteuer der Gemeinden und Gemeindeoerbände für diesen Nauhausbesitz zu verwenden, und zwar für die Zeit vom 1. Oktober 1933 bis 31. März 1935 (also für die zweite Hälfte des laufenden Rechnungsjahres und das Rechnungsjahr 1934).
In Hessen haben sich die Gemeinden und Gemeindeoerbände seither schon zum weitaus überwiegenden Teil dem Vorgehen des Staates angefchlosfen, d. h., sie haben für Wohnungsneubauten, die in den Kalenderjahren 1924 bis 1930 begonnen worden find, für das zur Zeit der Fertigstellung laufende und für die nächst
folgenden acht Rechnungsjahre auf Antrag Frei- slellung von der kommunalen Grundsteuer und für das neunte und zehnte Rechnungsjahr Ermäßigung der kommunalen Grundsteuer um die Hälfte zugeslanden mit der Maßgabe, daß da» bebaute Grundstück während der Dauer der Steuerfreiheit de» Neubaues zur kommunalen Grundsteuer so herangezogen wird, als ob es unbebaut geblieben wäre.
Da die dem Lande zur Verfügung gestellte Summe in erster Linie für die Grundsteuersenkung verwendet werden muß, so kann dies nach Lage der Der- hältnisse nur in der Weise geschehen, daß die frag- lichen Wohnungsneubauten für die Zeit vom 1. Oktober 1933 bis 31. März 1935 von der kommunalen Grundsteuer völlig (also auch bezüglich des Hof- reitegrundes und der damit zusammenhängenden Grab- und Grasgärten) befreit werden. Der Herr Staatsminister hat demzufolge am 29. November eine Verordnung über die Senkung der Grundsteuer für Neuhausbesitz erlassen, die gestern in der „Darmstädter Zeitung" veröffentlicht wurde. Nach ihr ist der fragliche Neuhausbesitz für die Zeit vom 1. Oktober 1933 bis 31. März 1935 von jeglicher kommunalen Grundsteuer befreit. Ab l. April 1935 gelten wieder die seitherigen Bestimmungen.
Die Befreiung wird von amlswegen gewährt.
Eines Antrages durch den Steuerpflichtigen bedarf es nicht.
Die Gemeinden (Gemeindeverbände) werden für die ihnen hierdurch entstehenden Steuerausfälle entschädigt. Soweit der dem Lande zur Verfügung stehende Betrag für die Entschädigung der Gemeinden (Ge- meindeverbände) nicht benötigt wird, soll er zur weiteren Entlastung des älteren Neuhausbesitzes verwendet werden. Hierüber werden demnächst weitere Anordnungen ergehen.
düng dieser Gelder zu staatsfeindlichen Zwecken zu verhindern und die beschlagnahmten Vermögen ihrem Beftimmungszweck zuzuführen, werden alle hessischen Kreditinstitute und deren Zweigstellen ersucht, verdächtige Konten ehemaliger Parteigrößen der Ministerialabteilung la (Polizei) bekanntzu- geben. Die Zivilbevölkerung ist aufgefordert, durch Anzeige verborgengehaltener Werte die Erfassung staatsfeindlicher Vermögen weitgehend zu unterstützen.
Oie Beisitzer zu den Anerbengerichien.
Das Staatspresseamt teilt mit: Der Landes- bauernführer läßt daraus Hinweisen, daß nunmehr die bei ihm vorliegenden Vorschlagslisten der Krei;- bauernführer für die Ernennung der bäuerlichen Beisitzer zu den Anerbengerichten den zuständigen Amtsgerichten zugegangen sind, so daß nach der vorgeschriebenen Prüfung dieser Listen die Beitel- lung der Beisitzer durch den Oberlandesgerichtspräsidenten erfolgen kann und die Anerbengerichte ihre Tätigkeit aufnehmen können.
Gebührenänderungen im Postverkehr.
Vom 1. Dezember an beträgt die Brief gebühr im Ortsverkehr zweite Gewichtsftufe (20 bis 250 Gramm) 16 Pf., im Fernverkehr zweite Gewichtsftufe (20 bis 250 Gramm) 24 Pf-, die D r u ck- f adie n gebühr bis 20 Gramm 3 Pf., die Gebühr für Druckfachen-Wurfsendungen bis 20 Gramm 1 Pfennig.
Gau-Suchhundprüfung in Gießen.
Der Rhein-Main-Landesverband für Polizei- und Schutzhunde vereine (Gau Oberhessen) hat—so schreibt man uns—dem P o l i- z e i. und S ch u tz h u n b e o e r e tn 1914 ® i e• ßen die diesjährige Gau-Suchhundeprufung übertragen. An der Prüfung nehmen acht Hunde aus dem Gaugebiet teil. Don den Tieren wird das Aus- arbeiten einer am Vortage derPrüfung gelegten Spur im Alter von etwa 12 Stunden und einer Lange von etwa 2000 Metern verlangt. Die Spurleger legen auf der Spur Gegenstände ab, wie sie Täter gebrauchen, z. B. Messer, Dietriche usw. Diese Gegenstände hat der zu prüfende Hund durch Aufheben oder Verbellen zu bezeichnen. Um Interessenten und Sportfreunden die Ausbildungsfähigkeit, den Nutzen und die Verwendungsmöglichkeit des Suchhundes zu zeigen, wird zu dieser interessanten Veranstal- tung herzlich eingeladen.
Die Prüfung findet am kommenden Sonntag,
3. Dezember, 8 Uhr, statt. Das Suchgelände befindet sich zwischen Erdkrauter- und Leihgesterner Weg. Die Führer mit den Hunden treffen sich zur genannten Zeit an der Heyligstädtschen Fabrik.
Der Verein, der sich mit der Ausbildung von Schutz-. Polizei- und Wehrhunden befaßt, hält regelmäßig an Sonntagvormittagen feine Dresfurstunde auf dem Uedungsplatz, Erdkauterweg 20, ab.
Bornottze».
— Tageskalender für Freitag: Stadttheater, 20 bis 22.15 Uhr, „Der Traum der Silina Kelemen". — Vortrags-Vereinigung Goethe-Bund, Kaufm. Verein, Gewerbeverein, 20 Uhr, Neue Aula, Deutscher Heimatabend. — Turmhaus am Brand, 16 bis 18.30 Uhr, Kunstausstellung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Schuß am Nebelhorn". — Aftoria-Lichtfpiele, Seltersweg: „Höllentempo". — VHC., 20.30 Uhr, Monatsversammlung. — Ortsgruppe Gießen-Mitte, Zelle 3, 20.30 Uhr, Gewerkschaftshaus, Zellenversammlung.
— Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute 20 Uhr 9. Vorstellung im Freitag-Abonnement die Gesellschaftskomödie: „Der Traum der Vilma Kelemen" von Franz Molnar. Spielleitung: Intendant Hanns König. Gewöhnliche Preise. Ende: 22.15 Uhr. — Morgen, Samstag, 2 Dezember, Deutsche Bühne Reihe 2: Gerade Mitgliedsnummer (1. Dezember-Vorstellung der Samstag-Abonnenten) das Volksstück: „Wenn der Hahn kräht" von August Hinrichs. Spielleitung: Anton Neuhaus. Spielbauer von 20 bis 22 Uhr. — Sonntag, 3. Dezember, 19.30 Uhr: Außer Abonnement bas Volksstück: „Wenn der Hahn kräht" von August Hinrichs. Spielleitung: Anton Neu- haus. Kleine Preise von 0,30 bis 1,50 Mk. Ende 21.30 Uhr. — Montag, 4. Dezember, 20 Uhr, Einmaliges Gastspiel des bekannten Tanzpaares Mathilde B u h r und Joachim von Seewitz. Das Programm des Abends bringt „Phantastische Tänze" Das Tanzgaftspiel findet statt unter Mitwirkung des Stadttheater-Orchesters unter Leitung des Kapellmeisters Fritz C u j 6. Das Gastspiel ist außer Abon- nemcnt und zu Preisen von 0,30 bis 1,50 Mk. Ende 22 Uhr.
— „Daswahre G e s i ch t A f r i k a s". Afrika- Filme find zwar nichts Neues mehr, immer aber etwas Interessantes. Es scheint, als könne verdunkle Erdteil nie an Rätselhaftem und nie seinen Reiz für den Europäer verlieren. So wird auch der Bildstreifen, der am kommenden Sonntagvormittag im Lichtspielhaus Bahnhofstraße als Kulturfilm
Laßt das Feiern!
Anter dieser Aeberschrift ist eine Verlautbarung der „Landesstelle Hessen-Nassau im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda" veröffentlicht worden, die verschiedentlich zu TNihver- ständnissen geführt hat. Der Inhalt findet im allgemeinen meine Billigung. Ls ist jetzt nicht an der Zeit, dauernd Festlichkeiten und Festtage zu veranstalten. Die Verbindung von veransialtunger. mit dem Dinterhilsswerk ist nur dann gestattet, wenn die Veranstalter mit dem Winterhilfswerk eine feste Vereinbarung getroffen haben. Im übrigen muh erwartet werden, daß jede stattfindende Veranstaltung einen würdigen Verlauf nimmt.
Frankfurt a. 7N., den 21. November 1933.
Der Gauleiter: gez. Sprenger.
gezeigt wird, viele Freunde finden, die der Natur ein offenes Auge schenken, die das Tier gerne in freier Wildbahn sehen und beobachten, was die Mitglieder der Expedition in mühevoller Arbeit mit der Kamera erjagen konnten. Der Film ist keineswegs auf Sensationen abgeftellt, sondern er ist das sachliche Ergebnis der Expedition des Barons Gour- g a u b, ber ben Geheimnissen Afrikas in ber Steppe, im Urwald, an den Seen und im Busch nachging. So wird man im Bilde viele schöne, freie Tiere sehen, man wird im Geiste bei den wilden Negerstämmen, bei dem kriegerischen Volk der Massai, bei ben Pygmäen zu Gast sein unb ihre so merkwürbig erscheinenben Gebräuche kennenlernen. Den Abschluß bildet ein Abstecher nach ber Felseninsel St. Helena. Der Film ist reich an sehenswerten, zum Teil neuen Einbrücken ber Lanbschafts- unb Dolkskunbe. Der Film wirb außerbem burch bas gesprochene Wort in vollem Ausmaß aufgeschlossen unb vertieft. Auf die gestrige Anzeige sei besonders aufmerksam gemacht.
— DieDortrags-Vereinigung (Goethe- Bund, Kaufmännischer Verein und Gewerbeverein) bittet uns, an dieser Stelle nochmals auf den heute Abend ftattfinbenben deutschen Heimatabend, an dem Emma Kottmann einen Lichtdildervortrag über Deutsche Ruhmesstätten in Württemberg halten wird, empfehlend hinzuweisen. (Siehe heutige
— ine Mitglieder-Versammlung der NS. - Hago und der GHG. wird am kommenden Montag, 20 Uhr, im Saale des Cafä Leib ftattfinden.
— Monatsversammlung des Techniker-Verbandes. Arn morgigen Samstag, 2. Dezember, findet im Gewerkschaftshaus im Rahmen der Monatsversammlung der Ortsgruppe Gießen des Deutschen Techniker-Verbandes (DTV.) ein Licht- bildervortrag von Dr. G erster über das Thema „Luftschutz und Luftrüstung" statt. Das Thema dürste besonders die Techniker stark interessieren. Gäste sind willkommen.
— Gemeindeabend der Matthäusge- m e i n d e. Am nächsten Sonntag, 1. Advent, veranstaltet — so schreibt man uns — die Männer- und Frauenvereinigung der Mathäusgerneinde 19.30 Uhr im Cafä Leib einen Gerneindeabend, der durch sein reichhaltiges Programm für sich selber spricht. Es wirken mit: Frl. v. d. Heydt (Sopran), Frl. Möl- l e r (Klavier): die Herren Studienrat Dr. Hillen- b r a n b t (Cello), stuck. Rabenau (Violine), Studienreferendar Zoll (Klavier). Die Choralvereinigung ber Stabtkirche eröffnet ben Abenb mit zwei Choralsätzen. Die Spielschar der Matthäusge- meinbe führt Herwigs „Abventspiel" (Bühnenvolksbund) auf. Die Ansprache übernimmt Stuben- tenpfarrer Surfer. Die Gemeinde ist herzlich eingeladen. Eintritt frei. (Siehe gestrige Anzeige.)
— Der Obst- und Gartenbauverein Gießen veranstaltet am kommenden Sonntag, 3. Dezember, 15.30 Uhr, im Hotel Hopfeld eine außerordentliche Hauptversammlung. Auf die heutige Anzeige sei besonders aufmerksam gemacht.
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•* Andacht für evangelische Stuben- t e n. Am heutigen Freitag, 20.15 Uhr, finbet in ber Kapelle auf bem Alten Friebhof eine Andacht für evangelische Studenten statt. Die Ansprache hält Studentenpfarrer Surfer.
** Ehrung eines Jubilars. Bei dem gestrigen 40jährigen Arbeitsjubiläum des Herrn Karl Müller aus Gießen bei der Firma Tribus & Sundheim, Kolonialwaren-Großhandlung, wurde dem Jubilar nach ber Ansprache bes Herrn Wilhelm T r i b u s vor versammeltem Personal von Herrn G o l d h o r n, dem Vertreter bes erkrankten Verbands-Kreisleiters. als Ehrengabe bas Buch unseres Führers Adolf Hitler „Mein Kampf" mit herzlichen Worten überreicht, wobei er auf das vorbildliche gute Einvernehmen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer hinwies. Ferner wurde Herr Müller geehrt durch Glückwunschschreiben vom Hessischen Staats-Ministerium, sowie vom Kreisamt Gießen und ber 93üraermeifterei Gießen.
** Der NS.-Lehrerbund Kreis Gie- tz e n hat am morgigen Samstag, 15.30 Uhr, auf der Liebigshöhe Pflichtoersammlung.
** Eine Saarkundgebung der NSDAP, wird am 12. Dezember im Cafä Leib stattfinden. Dabei wird eine NS.-Spiekschar aus dem Saarland mit der Aufführung des Dramas „Der Kumpel" mitwirken.
** Vortrag im Schulfunk. Das Landesarbeitsamt Hessen teilt uns mit: 3m Nahmen des Schulfunks findet am Samstag, 2. Dezember, van 10.10 Uhr bis 10.40 Uhr ein Vortrag statt über das Thema: „Aller Anfang ist schwer — der erste Tag im Berufsleben" (Gespräch eines Berufsberaters mit 3 Lehrlingen).
** Eine Warnung a n Wintersport- 1 e r. Mit dem Beginn der Wintermonate und der Skilaufzeit verdienen die Warnungen Beachtung, die immer wieder von einsichtigen Kreisen an Neulinge und solche gerichtet werden, die aus Unkenntnis, Leichtfertigkeit und unangebrachter Waghalug- feit den Skisport in Mißkredit bringen. Es ist leider nicht zu leugnen, daß manche Unfälle im Skigelände nur durch Uebertreibungen von wilden unb rücksichtslosen Läufern heraufbeschworen werden, die häufig ohne genügende technische Schulung Abfahrten auf begangenen Wegen unternehmen, die Her,-, schäft über die Skier verlieren und nicht nur stch, sondern auch andere gefährden. Vorfälle solcher Art Ifinb natürlich leicht geeignet, bie Arbeit ber Winter» sportverbänbe unb ihrer Mitglieber zu gefährben. Es ist baher begrüßenswert, wenn gegen jeben


