Oer Reichskanzler bei den Turnern
Aus -er Provinzialhauptstadt
2 + 4 =1000.
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33. Fortsetzung.
Nachdruck verboten!
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ihr hing. „Warum hat mir keiner etwas gesagt?" Ihre schwarzen Augen flammten. „Nichts wußte ich — gar nichts! Mein Mann!" Ein Aufschluchzen.
lien und Deutschland der Welt gegeben hätten, würde Nachahmung finden. Prinz August Wilhelm schloß mit einem Sieg-Heil auf die Jugend beider Nationen. Der italienische Generalkonsul sprach Dankesworte.
„Der breitschultrige Riese zuckte verlegen die Ach eln. „Ich dachte, gnä' Frau wüßten drum und wollten fort", erwiderte er.
Auf der Ehrentribüne des Festplatzes in Stuttgart. — Bon links nach rechts: Vizekanzler o. Pap en, Reichskanzler Adolf Hitler und Reichspropagandaminister Dr. Goebbels.
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ind voller Hoffnung, daß es gelingt, jenen zer- etzenden Materialismus zu überwinden. Nur wenn >as deutsche Volk gesund und stark bleibt, kann es einen schweren Kampf im umbrandeten Lebens-
Vornan von Helma von Hellermann.
Niemand achtete daraus. Vorgebeugt saß die blonde Frau. Rote yieberflerfe brannten auf ihren Wangen Der Alte hatte ihre Hände ergriffen, hielt sie sehr fest. Die Warme tat ihr unbewußt wohl Er murmelte gute, tröstliche Worte, sie hörte sie nicht. „Werner, wenn es zu spät ist —'
«Wir kommen rechtzeitig zurück, gnädige Frau."
Magnus m Gefahr - Magnus ... Nichts anderes f°Bte ihr Hirn. Geradeaus durch die Glasscheibe ?arrte sie^ Noch immer nicht--Das Weinen
des Mädchens verstummte ungehört, wie es beaon- nen. Nur das hohe Singen des rasenden Motors unterbrach tue Stille im Wagen.
Kleine politische Nachrichten.
Reichspräsident v. Hindenburg empfing auf Gut Neudeck 60 Alte Herren und Jungakademiker des Katholischen Studentenverbands K. V., die ihm mit einer Ansprache und dem Lied „Burschen heraus" huldigten. In bewegten Worten dankte der Reichspräsident und brachte lobende An- erkennung für die vaterländische Gesinnung und das Treuebekenntnis des K. V. zum Ausdruck.
Ghandi ist mit seiner Frau wieder verhaf- t e t worden. Er hatte beabsichtigt, heute mit seinem Propagandafeldzug für die Verweigerung der Staatsbürgerpflichten zu beginnen.
raum im Herzen Europas behaupten.
Einen genialen Einfall unserer Staatsführung bedeutet es zweifellos, durch Ehestandsdarlehen die Heiratsfreudigkeit im deutschen Volk zu stärken. Deutschen heiratslustigen Menschen werden 1000 Mark zur Beschaffung des notwendigsten Hausrates als Reichsdarlehen zur Verfügung gestellt. Zieht das junge Paar es vor, kinderlos zu bleiben, muß es die volle Summe nach einer längeren Zeit monatlich zurückzahlen. Für jedes Kino werden ihm aber 25 v. H. oder 250 Mark erlassen, so daß bei 4 Kindern die zur Verfügung gestellten 1000 Mark überhaupt nicht zurückgezahlt zu werden brauchen. Eine hervorragende Mathematik! 2 + 4 = 1000.
Täglich werden Tausende von Volksgenossen in die Wirtschaft eingereiht. Allen diesen Menschen, die wieder Arbeit und Brot bekommen, ist aber damit noch nicht die Möglichkeit gegeben, sich einen eigenen Herd zu gründen. Da setzt das Reichsdarlehen ein. Jetzt hat jeder die Möglichkeit, seine Heiratspläne Wirklichkeit werden zu lassen.
Die Kette der Wirkungen dieser Maßnahmen des Reiches ist aber damit noch nicht erschöpft. Durch
Nun verstand sie warum Magnus so wortkarg Wortlos"sstea^era Sttin"h7r?°aüs.^ Ve?suchen^Sie und gedankenversunken gewesen, warum er sie fort- das Überfallkommando zu benachrichtigen, fallsT
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"Nun, Marie, freuen Sie sich auf Marienbad?" fragte Wera uych lächelte das hübsche Mädchen an, das strahlend nickte.
„Und wie, gnädige Fran! Da soll es ja herrlich sein, und die vielen eleganten Menschen ... Ich hab' die schönsten Sachen der gnädigen Frau alle ein- aepockN sie wird sie dort brauchen! Und dreimal am läge ist Kurkonzert! das kann man sogar vorn Hotel aus hören. Und wunderbare Geschäfte soll es geben, wo man für wenig Geld die herrlichsten Sachen kaufen kann."
„So? Na, da werden wir es wohl aushalten können", meinte Wera gezwungen heiter zu dem Alten gewandt. Der aber erwiderte ihr Lächeln nicht. Streng und ernst schaute das faltige Bedientengesicht ste an.
»Was gibt es, Werner?" fragte sie erstaunt.
„3$ meine, gnädige Frau hätten jetzt nicht fo weit fortreifen sollen, wo der Herr in Gefahr ist!" brach es vorwurfsvoll aus ihm hervor. „Gnädige Frau wollen verzeihens aber — das mußte ich sagen!"
Die Lippen der Frau öffeten sich leicht in grenzenlosem Staunen. „Was sagen Sie da, Werner? Mein Mann in Gefahr? So sprechen Sic doch'" Sie schnellte vor, packte den Alten am Mantelauf- schlag. „Welche Gefahr droht ihm?"
„Ja — wissen gnä’ Frau denn.nicht, daß Unruhen auf den Werken ausgebrochen sind, daß es schon Schlägereien gab, daß sie streiken wollen? Daß heute früh um vier Uhr der Werkführer Richter kam, um den Herrn zu bitten, fortzugehen, weil die neuen Arbeiter aedroht haben, ihren Willen mit Gewalt durch ...
Weiter kam er nicht. Wera Steinherr hatte mit der Faust gegen die Glasscheibe geklopft. „Wenden, Bayer, sofort zurück, nach Hause!" rief sie laut, ganz des kleinen Sprachrohrs vergessend, das neben
unreroran) ote totale im Wagen.
Da, der dunkle Strich am Horizont — endlich näherte man sich dem Walde. Aber kaum waren sie m seinem Schatten eingebogen, als die Räder so plötzlich den rasenden Laus verhielten, daß Wera dem alten Werner in die Arme geschleudert wurde Der Führer sprang ab und öffnet den Schlag.
"Wenn gnä’ Frau zurück ins Haus wollen wäre es besser, von hier aus zu gehen und den Fußweg durch den Klichengarten zu nehmen", sagte er schnell »Wenn die Leute vom Werk kommen, marschieren sie iH|f der breiten Straße von dorther und könnten uns leicht festhalten. Der schmale Weg führt gerade zum Küch^ngarten, den kennt niemand."
Auch dieser wußte von der Gefahr, die Magnus drohte. „Warum sagten Sie kein Wort davon heute früh, Bayers"
Rot ehrenamtlich zur Verfügung stellen. Zum Präsidenten des Statistischen Reichsamts ist der Ministerialdirektor im Reichswirtschaftsministerium Dr. Reichardt bestellt worden.
Dr. R e i ch a r d t gehört dem Ministerium seit 1919 an. Er übernahm am 11. April 1927 dort das Reichskommissariat für Handwerk und Kleingewerbe. 3m Jahre 1931 war er hervorragend beteiligt an der Lleberwindung der Bankenkrise und dann an der Reorganisation des Bankenwe- fens und der Devisenbewirtschaftung.
haben wollte — um ihretwegen, die er „zu hegen und zu hüten" versprochen. Und sie Törin lebte neben ihm her, sah nicht, merkte nicht, was um sie vorging.
„Schneller! Schneller!" Ihre geballten Fäuste trommelten auf dem Polstersitz.
ijabe schon höchste Geschwindigkeit eingeschaltet , schrie der Führer zurück, ohne sich umzu- wenden. Geduckt saß er über dem Steuer. Achtung, Kurve! Auf zwei Rädern nahm sie der Wagen — richtete sich auf, schoß weiter.
Die kleine Zofe begann zu meinen. „Ich habe Angst, lassen Sie mich aussteigen! Die schießen ge-
Oie Zung-Faschisten in Dresden.
Dresden, 31. Juli. (WTB.) Von Leipzig kommend trafen am Montagvormittag die zur Zeit auf einer Deutfchlandreife befindlichen 4 0 0 jungen Faschisten im Sonderzug in Dresden ein. Vor dem Hauvtbabnhof hatte sich eine nach Tausenden zählende Menschenmenge eingefunden. Nach der Begrüßung der italienischen Gäste durch den Gebietsführer Sachsen der Hitler-Jugend marschierten die jungen Faschisten nach dem Adolf-Hitler-Platz, wo in Anwesenheit der Spitzen der sächsischen Regierung ein Vorbeimarsch vor Ministerpräsident v. Killinger erfolgte. Der Ministerpräsident hieß die Vertreter der Jugend des befreundeten italienischen Volks herzlich willkommen. Innenminister Dr. Fritsch wies als Vertreter des Gaues Sachfen der NSDAP, auf die gleichen Ziele der i t a - lienifchen und der deutfchen Revolution hin, die beide einen neuen Menschen schaffen wollten und den Führergedanken und die Führerverantwortlichkeit klar herausgestellt hätten. Unter diesem Zeichen habe sich die a l t e F r e u n d - schäft zwischen Deutschland und Italien jetzt erneuert Die Gäste besichtigten anschließend die Stadt.
Abends fand ein Bunter Abend statt, zu dem auch Prinz August Wilhelm von Preußen erschien. Der sächsische Landtagsvizepräsident Kuno Meyer sprach seine Freude darüber aus, die Vertreter der Jugend des befreundeten Volkes begrüßen zu können. Seine Rede klang aus in einem Sieg- Heil auf Italien und feinen großen Führer Mussolini- Hierauf ergriff Prinz 21 u guft Wilhelm das Wort, der erklärte: Was Mussolini für Italien fei, das sei heute Adolf Hitler für D e u t s ch l a n d. Die Jugend beider Nationen müsse sich finden in dem Bestreben, in eine bessere Zu- tunft zu marschieren. Das Beispiel, das Jta-
Wo war Magnus? — Plötzliche Stille. Und jetzt — seine Stimme, klingend und klar: „Was wollt ihr von mir?"
Einzelne Rufe: „Leuteschinder! Geldraffer! Wuche-
„Ruhe!" schrie eine Stimme befehlend dazwischen. „Unsere Abordnung vor!"
Wera lief auf die große Vorhalle. Weit offen die Haustür. Auf der Freitreppe stand Magnus Stein- Herr — allein.
Mit unbewegten Zügen stand er da, aufrecht, waffenlos, und schaute auf die erregt hin- und her- wogende Menge herab. Der ganze, weite Platz war schwarz von Menschen — Menschen, denen er Arbeit gegeben und Gutes getan. In den Augen glomm chwelender Zorn vor dem Ausbruch. Und doch sahen sie nicht die zusammengeballten Massen vor sich, sondern ein blasses Frauenaesicht mit rät,et- baftem Lächeln um die schmalen Lippen. War dies die Rache Jenny Maloreens und ihrer sauberen Sippschaft, daß sie ihn nicht hatten überlisten fön« nen? — Im Krankenhaus zu St. Thomas in ßon« bon war ein Mann gestorben, den sie verführt hatte, daß er seine Ehre und Manneswürde vergessen — Der hatte ihm vor seinem Ende schreiben, den ein- fügen Freund um Verzeihung bitten lassen ob des Verrats. Armer Heinz Gebier! Was diese Frau berührt hatte, wurde mit Unheil verflucht.
Er schloß die Lider, wie um das Bild loszuwer- den. Und da er sie wieder öffnete, war sein Blick klar und kalt.
Wera, die atemlos gelauscht, hörte seine Antwort, diesmal schneidend hart.
„Ihr habt mir schon eine sogenannte Abordnung geschickt. Mit zugelaufenem Gesindel verhandle ich nicht!"
Wutschreie schlugen ihm entgegen. Er beachtete sie so wenia wie Fliegengesumm. „Meine alte, bisher treue Arbeiterschaft aber lasse es sich hiermit gesagt sein: Entweder begebt ihr euch jetzt nach Hause an die Arbeit und haltet Ruhe ober ich schließe morgen bas gesamte Werk--"
Steinherr stockte, sah sich um. Woher kam dieser schnelle, leichte Schritt, der ihm so wohlbekannt. „Wera — Wera — hier?!"
Wie sie ihn ansah, lächelte — das ganze Gesicht verklärt von einem schier überirdischen Leuchten. — Wera, Wera, wie schon bist du---
(Schluß folgt)
die Förderung des Heiratens soll auch wieder Arbeit beschafft werden. Während 1907 von 1000 heiratsfähigen Frauen 3,5 in Stellung waren, wurden 1932 schon etwa 6, also fast die doppelte Zahl, gezählt. Die deutsche Frau gehört aber nicht in die Fabrik ober ins Bureau, fonbern ins Haus! Das Ehestandsdarlehen soll daher die Frau wieder in ihr ursprüngliches Arbeitsfeld zurückführen und damit in Werkstätten und Bureaus Platz für männliche Arbeitskräfte schaffen. Die Verwendung der Ehestandsdarlehen wird darüber hinaus mehr Absatz und mehr Erzeugung ermöglichen. So schließt sich der Kreis dieser wohldurchdachten Maßnahme der Reichsregierung zu einem wirkungssicheren Instrument gesunder Bevölkerungspolitik und echter Arbeitsbeschaffung. T. R.
Bon der Universität in das Arbeitslager
Kultusminister R u ft hat bekanntlich im Juni vor versammelter Studentenschaft in feierlicher Weise die studentische Arbeitsdienstpflicht ver- 1 kündet. Mit dem 1. August tritt sie nunmehr in Kraft. Von den Universitäten und Hochschulen Frankfurt a. M., Darmstadt, Marburg, Gießen und Mainz sind rund 350 Studenten von der Bezirksleitung für den Arbeitsdienst Hessen zu diesem Termin in verschiedene Arbeitslager einberufen. Diese Unterbrechung des Studiums durch den Arbeitsdienst ergibt aber nicht, wie einst das Einjährige, einett- . „Anspruch", die studentischen Arbeitsdienstpflichtigen werden vielmehr völlig in der Gemein- schäft des Arbeitslagers au fachen. Nur wer diese Charakterprüfung durch den Arbeitsdienst besteht, erwirbt sich das Recht, dereinst in führende Stellung zu kommen. Minister R u ft ist schon seinerzeit ben Genfer Behauptungen entgegen» getreten, baß der Arbeitsdienst getarnter Militarismus sei. Gewiß soll das Arbeitslager für die Studierenden gemeinsam mit anderen Volksgenossen ein Kampfplatz sein, aber ein Kampfplatz zur Schulung des Deutschen im Kampfe gegen marxistische und liberalistische Jrrun- El e n. Die zum Arbeitsdienst einberufenen Studenten sehen durchweg im vierten Semester. Der Arbeits- äenst wirkt also vorzüglich einer etwaigen akademi- 1 schen Abgeschlossenheit von der weiten Volksgemeinschaft entgegen.
Mandolinen- und Handharmonika' spieler heraus'
Die großen Kundgebungen des 26. und 27. August anläßlich des Landestreffens der NSBO., sollen durch volkstümliche Musik eine besondere Note erhalten. Wir bitten hierzu alle Mandolinen- und Handharmonika-Vereine um ihre Mitwirkung. Sie wollen ihre genaue Anschrift unter Angabe der Mitgliederstärke richten an die
Gau-NSBO. Frankfurt a. M., Klüberstraße 12,
Tel. 74049.
noch nicht geschehen ist", befahl sie hastig. ,Hhr ande- ren könnt hierbleiben und abwarten, was geschieht." Damit flog sie schon davon durch den schmalen, halb- überwachsenen Seitenpfad, der einen weiten Bogen um das Herrenhaus machte, hielt an und horchte: ein Gesumm von vielen Stimmen war plötzlich in der Luft, abgerissene Klänge eines Marschliedes. Sie rannte weiter. Nun wehte der Wind den Klana deutlicher herüber. Bayer hatte recht gehabt, auf der breiten Autostraße kamen sie daher.
Ein Zaun. Hier begann der Küchengarten. Wo war das kleine Holztor? Aha! Ruhig und leer war es hier. Keuchend hetzte die Frau zwischen den blin- kenden Glasdächern der überdeckten Beete dem Haufe zu. Bei Magnus sein, ehe sie kamen ... Und zuckte wieder aufhorchend zusammen. Irgendwo in der Nähe klirrte zertrümmertes Glas. War das Haus etwa schon umstellt? Nein — gottlob, der Eingang zu den Wirtschaftsräumen war jedenfalls noch frei — aber verschlossen die Tür.
Mit den Fäusten hämmerte sie dagegen. Am verbitterten Fenster nebenan erschien der Kopf der Köchin. Mit einem Schreckensausruf verschwand er wieder. Jrn nächsten Augenblick knarrte der Schlüs- sei, der Riegel flog zurück. Wera wurde in den großen, hellen Raum hereingezogen, die Tür schnell wieder verschlossen.
„Um Gottes willen, die gnädige Frau", stieß die Frau erschrocken hervor, die Steinherr wegen ihrer geradezu bedrohlichen Große den „Grenadier" getauft. „Wurde der Wagen nicht mehr durchgelassen?"
Wera lehnte sich eine Sekunde gegen die breite Schulter und rang nach Atem. „Wo ist mein Mann?" brachte sie endlich hervor. „Ich ahnte ja nicht — erfuhr erst unterwegs, daß Unruhen--"
„Das ist schön, daß Sie da wiederkommen", sagte die große Person einfach und nahm die bebende Gestalt ihrer jungen Herrin ruhig und mütterlich in die Arme. „Gehen Sie nur 'rauf, der Richter und und drei andere Werkführer sind wohl noch bei ihm. Und hier unten passe ich schon auf —"
Wera zog das grimmige Gesicht zu sich herab, küßte es stumm auf die Wange und hastete hinauf. Das ganze Haus war wie ausgestorben, die Diener- schäft bis auf die Getreue da unten wahrscheinlich geflohen; auch Magnus' Arbeitszimmer lag ver- lassen. Da — wieder klirrte eine Scheibe. Das Stimmengewirr war zu lautem Durcheinander von Sprechen und Singen angeschwollen.
Unter dem zerstörenden Einfluß des unaufhaltsam scheinenden wirtschaftlichen und moralischen Niederganges des deutschen Volkes mußte die Zahl der Eheschließungen in den letzten Jahren in be- sorgniserregendem Ausmaße zurückgehen. Ebenso hat vor der nationalen Revolution die Zahl der Lebendgeburten erschreckend abgenommen. Sie liegt beinahe um die Hälfte tiefer als in der Vorkriegszeit. An dieser für den Bestand der Nation gefayr- vollen Entwicklung ist aber nicht allein der Rückgang der Eheschließungen schuld, sondern vor allem auch die immer mehr wachsende Kinderlosigkeit zahlreicher Ehen. Besonders in den Großstädten sind wir vom Mehrkinder-System über das Zwei- und Einkinder-System allmählich zum Keinkinder-System gelangt. Der hochgezüchtete Materialismus der Nachkriebszeit verführte die Menschheit immer mehr Zur oberflächlichen Lebensführung. Man jagte jedem zweifelhaften Lebensgenuß nach und verlor den Sinn für Familie und Haus Die nationalsozialistische Revolution hat sich daher das Ziel gesetzt, in nächster Zukunft einen geistigen und seelischen Wandel unseres Volkes herbeizuführen. Es muß wieder Sehnsucht aller jungen deutschen Menschen werden, sich Heim und Herd zu gründen, und derjenige verdient besonders hoch gewertet zu werden, der es auf sich nimmt, der Nation eine stattliche Anzahl Kinder zu schenken. Wenn dieses hohe Ziel nicht erkämpft wird, steht uns das Schicksal bevor, ein Volk ohne Jugend, eine vergreiste Nation zu werden. Deutschland würde aussterben, aber wir
Aus aller Welt
Deutscher kriegsschiffbefuch in Norwegen.
Vier deutsche Torpedoboote statteten dieser Taae der norwegischen Hafenstadt Kristiansand einen Besuch ab. Bei einer Feuersbrunst, die in der Stadt ausbrach, leistete die Besatzung der Torpedoboote tatkräftige Hilfe. Mit Rauchmasken und Feuerlöschgeräten gingen die deutschen Seeleute dem Feuer zu Leibe, und es gelang ihnen, in gemeinsamer Arbeit mit der Ortsfeuerwehr, das Feuer zu löschen.
künftig alle 14 Tage Luftschiffverkehr nach Südamerika.
Vom kommenden Samstag ab wird das Luftschiff „Graf Zeppelin" alle vierzehn Tage von Friedrichshafen nach Rio de Janeiro starten. Die Verdichtung des bisherigen vier- wöchentlichen Dienstes ist verkehrsmäßig ein Vorteil, denn Regelmäßigkeit und Häufigkeit der Fahrten find die notwendigsten Voraussetzungen für eine ständig zunehmende Zahl der Fahrtteilnehmer.
Erste Hilfe für die Unweltergeschädigten in Pirna.
Das evangelisch-lutherische Landeskonsistorium in Dresden hat für die Unwetter-Geschädigten zunächst 1 0 00 0-Mark zur Verfügung ge- fteüt. Landesbischof Koch hat sich nach Pirna be-
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" Die Dur pm Arbeit AeichsgeseMatt Durchs ichrunM Gesetz vvm 24. > wird u. a. W Ermäßigung h Ivfung alter S Ferner wird t Ab^ug vom Al nach Abzug der au berechnen ist. Hilfe und die ' mäßigen sich bi Derwa Reichsbahn .den Sonntag, trngs-Sonderzr ermahigung vo Mch. (Dehdors Mr; Rückfahrt an 0.44 Uhr) Gltede Aidda- M* fofafa R halt bei der rlnterweasstatioi U Dillenburg,
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Mädchen war sofort t o t. Der Vater wurde leicht verletzt und konnte sich nur mit Mühe aus dem brennenden Schober retten.
Grohfeuer bei Allenstein. — Neun Familien obdachlos.
Durch ein Großfeuer wurden gestern nachmittag in Jomendors bei Allenstein in Ostpreußen vier Wohnhäuser und sieben Wirtschaftsgebäude eingeäschert. Neun Familien wurden hierdurch obdachlos. Große Ernteoorräte, Vieh und Maschinen wurden ein Raub der Flammen. Der Sachschaden ist bedeutend.
Hitzewelle in USA. — 40 Todesopfer.
Eine furchtbare Hitzewelle hat im Osten und mittleren Westen der Vereinigten Staaten 4 0 Tode s o p f e r gefordert, davon in Neuyork allein 10. Das Thermometer zeigte am Montag 37,5 Grad Celsius im Schatten und 60 Grad in der Sonne, was den Höchststand feit 15 Jahren bedeutete. — Zur gleichen Zeit ist der Staat Montana von einer Kältewelle heimgesucht worden.
TNolorbootunglück an der spanischen Nordküsle. — 16 Tote.
3n unmittelbarer Rähe des Badeortes Deva an der spanischen Rordküste kenterte ein mit . 25 Personen besetztes Motorboot infolge des starken Wellenganges. Trotz sofortiger Hilfeleistung ertranken 16 Personen.
geben; um die Hilfsaktion energisch durchführen zu können, ist vom evangelisch-lutherischen Landeskonsistorium bestimmt worden, daß am 13. August im Bn Lande eine Pflichtkollekte für die
. ädigten durchgeführt wird.
Die llnwetterschäden in Schlesien.
Zu der Unwetterkatastrophe am Samstag ist ergänzend zu berichtigen, daß auch die Kreise Oppeln, Falkenberg und Neustadt in Mitleidenschaft gezogen wurden. Im Landkreise Oppeln sind es besonders die Ortschaften in der Oderniederung, wo die Ernte fast vollständig vernichtet wurde. In Dobrau schlug der B l i tz in die Getreidefeldscheune des dortigen Dominiums ein. Die Scheune, die mit mehreren hundert Zentnern Getreide gefüllt war, wurde ein Raub der Flammen. Auch im Kreise Frankenstein hat das Unwetter große Verwüstungen angerichtet. U. a. wurde eine Scheune umgerissen. Durch große Haaelkorner wurden auf dem Felde arbeitende Dorfbewohner verletzt und zahlreiche Vogel erschlagen. Auf dem Ka- menzer Bahnhof wurden über 1000 Scheiben vom Hagel eingeschlagen.
Auch aus den Kreisen Tost-Gleiwitz und Neiße werden schwere Unwetterschäden aemelbet. An der auf den Feldern stehenden Ernte ist großer Schaden angerichtet worden. In Deiskretz cham wurde ein Getreideschober, in dem sicy ein Landwirt mit seiner Tochter vor dem Unwetter geflüchtet hatte, vom Blitz getroffen und in Brand gesetzt. Das junge
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