Ballonsperrübung über London
für
noch fester untermauern.
88.
LlGA. im fernen Osten
zu ge-
Am Freitag begann im Umkreis von 11 km um Ne englische Hauptstadt die bisher größte Ballonsperrübung, zu der 500 Ballone aufstiegen und über 6000 Mann der Luftabwehr- Abteilungen eingesetzt wurden. Von den wenigen Aufnahmen von dieser Hebung, die die Zensur in der Musterdemokratie des Jnselreiches für die „freie" englische Presse zur Ver- — -qjig ssjaiq ijai usch;pusjjoasa 'goßiaij 0un(p!nudti<?
Italien beherrscht den Lustraum des Mittelmeers.
Lehren für die Einkreisungsmächte.
Abgeordnete von Negierungsgnaden
Rom, 30. Juli. (Europapreß.) Im Kriegshafen von Spezia wurden Tauch- und Rettungs- verfuche mit einem U-Boot durchgeführt, das eine Tiefe bis zu siebzig Meter erreichte. Die Versuche mit neuenRettunasgeräten haben durchaus befriedigende Ergebnisse gezeitigt.
Die Verlängerung der Mandatsdauer die französische Kammer ist ein kleines
Ungarn marschiert mit der Achse.
Erklärung des ungarischenAutzenministers.
Budapest, 30. Juli. (Europapreß.) Der ungarische Außenminister Graf Csaky hielt am Sonntag anläßlich der Eröffnung einer Sommerschule in Oedenburg eine Rede, in der er auch außenpolitische Fragen anschnitt. Der Minister sagte u. a., wenn er einen Heberblick über die Lage der ungarischen Politik geben wolle, so müsse er in erster Linie betonen, daß Ungarn mit ehrlicher Offenheit und größter Jnstinktsicherheit der Politik der Achsenmächte anhänge und der Heberzeugung sei, daß diese junge und bezwingende dynamische Kraft die Zukunft stark beeinflussen werde, und zwar nicht nur die Zukunft der beiden großen Nationen Deutschland und Italien, sondern auch die Zukunft Ungarns. Ungarn wisse, daß es keine ungarischen Interessen gebe, die im Gegensatz zu den Interessen der Achse stünden. Es wisse auch, daß das jahrhundertelange Zusammenleben, sowie Die Kulturgemeinschaft zwischen den drei Ländern aufrichtig und innig gewesen sei. ,Lch halte es für notwendig", sagte der Minister, „von zuständiger Stelle aus immer und immer wieder zu betonen, daß die ungarische Nation auf geradem Wege vorwärts schreitet, niemand täuschen will und ihre Entschlossenheit, zugunsten ihrer Freunde einzutreten, um so mehr betont, je mehr diese angefeindet werden."
Englische Manöver.
„Die größten seit 20 Jahren".
.London, 30. Juli. (DNB.) Am Montag be- gmnen, wie „Sunday Times" schreibt, die größ- tenManöverzu Lande undzur See, Ne England seit 20 Jahren abgehalten hat. Heber 10 000 Flottenreservisten beziehen ihre Station, und in wenigen Stunden sollen 48 Schiffe der britischen Reserveflotte voll bemannt sein. Ende Woche wer- den. die 130 Schiffe der Reserveflotte manövrier- fähig fern für die Flottenparade vor dem König in der Weymouth-Bucht. Die Parade findet am 9. August statt. Die Schiffe der Heimatflotte haben damit begonnen, sich gruppenweise nach Jnoergor- don zu begeben. Im Laufe der Woche werden außerdem 135 000 Mann der Territorialarmee großangelegte Hebungen abhalten, während am 9. und 10. August in London und Südengland große Verdunkelungsübungen durchgeführt werden sollen.
Sowjetrussischer Zliegergeneral tödlich verunglückt.
Moskau. 31. Juli. (DNB.) Der Dwiswns- fommanbeur der sowjetrussischen Luftwaffe, General H o l s u n o w , ist in Begleitung dreier Fliegeroffi- ziere einem Flugzeugunglück zum Opfer gefallen. Die Moskauer Zeitungen widmen dem Verunglückten umfangreiche Nachrufe, die von amtlichen höheren Generalen der Roten Armee unterzeichnet wurden.
Geschehen im Betriebe der internationalen Politik, aber nicht unwichtig für die innenpolitische Entwicklung in Frankreich. Denn was bedeutet diese Verlängerung? Sie ist ausgesprochen auf Grund der Notverordnungsvollmacht. Das Parlament setzt also seine Beratungen über die ursprüngliche Gesetzgebungsperiode nicht aus eigenem Recht fort, sondern von Gnaden der Regierung. Wie will dieses Parlament gegen die ausgebreitete Notverordnungspraxis der französischen Regierung etwa grundsätzlich angehen, wenn es selbst von dieser Notverordnunaspraxis lebt? Wir wollen nicht vergessen, daß es sich noch immer um dieselbe Kammer handelt, die im Frühjahr 1936 gewählt wurde. Es ist die Kammer der „Volksfront", also des politisch-parlamentarischen Bündnisses zwischen Kommunisten, Sozialdemokraten und Linksbürger- lichen. Wie gesagt, es ist personell und in der parteipolitisch zahlenmäßigen Zusammensetzung noch immer dieselbe Kammer. Aber wie grundverschieden ist doch die Kraft und das Lebensrecht dieser gealterten Kammer von der Geltung der Kammer, die 1936 gewählt worden ist. Alles, was damals im Wege einer Überstürzten Gesetzgebung oder auch nur im Wege vollzogener Tatsachen — man denke nun an die Welle von Sitzstreiks! — in Frankreich zuwege kam, ist seither von der Notverordnungspraxis weggeschwemmt: Die 40-Stunden-Woche, die massenhafte Einstellung von Parteifreunden bei den Eisenbahnen, bei der Post und in anderen staatlichen Verwaltungen, schließlich und besonders die politische Zügelführung durch die Volksfront. An die Stelle dieser volksfrontierischen Zügelführung ist die Herrschaft Daladiers getreten, der zugleich Kriegsminister ist und außerdem als „Landesverteioi- gungsminifter" auch die Ressorts der Kriegsmarine und Luftflotte beherrscht. Von einem früheren französischen Offizier, der dem Generalstab nahesteht, ist vor ungefähr zwei Jahren ein. Buch erschienen, in dem geschildert wird, wie während des Krieges erst Marschall Joffre, dann das Parlament und schließlich das Zweigespann Clemenceau-Foch Frankreich diktatorisch beherrschten; nach der Verlängerung der Gesetzgebungsperiode der Kammer durch den Kriegsminister und Ministerpräsidenten Da- lädier wird diese Kammer von Regierungsgnaden im Kriegsfälle kaum nach der höchsten politischen Gewalt greifen können!
Grundsätzlich spielt die internationale Politik für den Dankee keine sonderlich große Rolle, aber er verliert leicht den kühlen Kopf, wenn feine Phantasie erhitzt wird und wenn man ihm irgendeine Erlöserparole glaubhaft zu machen versteht. So wurde 1916 Wilson unter dem Motto „He kept us out of war“ (Er hat uns dem Krieg ferngehalten) zum Präsidenten wiedergewählt, und man fang mit Heberzeugung das Lied: „Ich erziehen meinen Sohn nicht zum Soldaten". Aber schon wenige Monare päter zogen die Amerikaner nach einer abgeänderten Propaganda begeistert in den Krieg, um die Welt für die Demokratie zu retten. Anfang 1937 wurde die endgültige Fassung des Neutrality Act angenommen. Die Vereinigten Staaten sollten vor allen Gefahrenmöglichkeiten isoliert werden Aber man weigerte sich bald darauf, den Neutrality Act im japanisch-chinesischen Konflikt anzuwenden, denn, o sagte man, es gelte jetzt gegen die „international awnessness“ gegen die internationale Gesetzlosigkeit anzukämpfen.
Präsident Roosevelt macht kein Hehl aus seiner Einstellung für englische und französische Interessen, er betätigt sich als Kriegshetzer. In seiner berüchtigten Chikagoer Rede forderte er die Quarantäne gegen die totalitären und gegen die Angreiferstaaten. Da er aber auch Japan als möglichen Feind in den Vordergrund stellte, so fand er mit diesem Teil seiner Rede nur sehr geringen Beifall. Er zog daraus die Schlußfolgerung, daß ein Krieg gegen das ost- «che Jnselreich sehr unpopulär sein würde. Japan ist einer der besten Kunden der Vereinigten Staaten, es bezog im vergangenen Jahre mehr an Waren aus Nordamerika, als alle südamerikanischen Länder zusammengenommen. Zudem fürchten die Nord- imerifaner mit Recht, daß sie im Falle eines pazi- ifdjen Krieges die Hauptlast der Kämpfe zu tragen gaben würden, während in einem europäischen Krieg England und Frankreich die Vorhut bilden mußten. Dadurch erklärt sich die Zurückhaltung Washingtons im britisch-japanischen Konflikt um Tientsin und Swatau. Alles Werben Londons um eine Einbeziehung der Vereinigten Staaten in den akuten Streit ist vergeblich gewesen.
Es mag hier an eine historische Anekdote erinnert ? u Lage beleuchtet: als im vorigen
Jahrhundert das Unterfeefabel zwischen England oen USA. gelegt worden war, telegraphierte die Königin Viktoria dem Präsidenten ihre Freude darüber, daß nun die beiden Länder durch ein gemeinsames Band verbunden seien. Der Präsident dankt, sprach aber dabei seine Hoffnung aus, daß das Band nicht reißen möge, denn die Vereinigten Staaten ließen sich nicht ins Schlepptau nehmen
So mußte sich Roosevelt, der die Stimmung im Lande kennt damit begnügen, im Pazifik eine see-
Position zu schaffen, die einen japani- djen Angriff auf das amerikanische Festland von vornherein unmöglich macht. Als er aber die Mittel flum Ausbau von Guam zu einer erstklassigen Luft-
und Marinebasis verlangte, als die Rede davon war, diese Insel zu einem amerikanischen Singapore auszubauen, sah er bald, daß er zu weit gegangen war. Der Kongreß war zwar bereit, alles Erforderliche zur Verteidigung der Staaten selbst zu bewilligen, aber Guam hat mit der Verteidigung nichts zu tun. Es liegt mitten im japanischen Interessengebiet, 5000 Meilen von den amerikanischen Küsten entfernt, fast auf der Hohe von Yokohama, und so wurden denn nur einige Millionen Dollar zur Vertiefung des Hafens ausgeworfen.
Das Zentrum der nordamerikanischen Verteidigung liegt in Hawai. Der eigentliche Kriegshafen, Pearl Harbour, auf der Insel Oahu ist durch stärkste Festungswerke geschützt, und mächtige Batterien decken die Einfahrt. In den Baracken befindet sich in voller Bereitschaft eine Infanteriedivision von 22000 Mann. Sechzehn Unierfeeboott und vier Zerstörer stehen ständig unter Dampf. Im Marineflughafen liegen 100 Flugboote startbereit. Zudem werden die Flugplätze für die Armeeflugzeuge ständig vergrößert und vermehrt. Hawai ist jedoch nur die Zitadelle in der großen Sperrlinie, die sich von Alaska bis nach Samoa erstreckt. Von Pearl Harbour bis nach Japan sind es rund 3500 Meilen, eine Entfernung, die für aggressive Zwecke zu groß ist Dabei taucht denn die Frage der Philippinen auf, Ne ja die Vereinigten Staaten von jeder Bevormundung freizugeben versprochen haben. Für rein defensive Ziele sind die Philippinen ein verlorener Posten, aber die Räumung der dortigen Flotten- Stationen schwächt die Machtstellung der Vereinigten Staaten im Fernen Osten. Es gibt deshalb gewich- tige Stimmen in Washington, Ne darauf bringen, das den Philippinos gegebene feierliche Versprechen der vollen Hnabhängigkeit zu brechen und sich dort dauernd festzusetzen. Der hohe Kommissar Washingtons, McNutt, besteht darauf, die Philippinen zu behalten, weil sie anderenfalls bei dem großen asiatischen Hmformungsprozeß unter die Kontrolle Ja- pans geraten würden.
Roosevelt mochte, solange es ohne große Schwierigkeiten geht, sich im Fernen Osten alle Möglichkeiten offen halten, ohne sich in einen Konflikt verwickeln zu lassen, der seinen Kreuzzug gegen die totalitären Staaten hemmen konnte. Ihm und sei- ner Umgebung ist es leichter, die Amerikaner davon zu überzeugen, daß das nationalsozialistische Reich der Feind ist, der es auf Amerika abgesehen hat und nicht das ferne Japan..Mag die Idee auch nock. so irrsinnig fein, so wird sie doch den Amerikanern immer von neuem in verschiedenen Varianten wiederholt. So heißt es z. B., Deutschland hätte sich durch einen Druck auf Spanien und Portugal in den Besitz der Azoren und Cap Verdischen Inseln gesetzt, und bereite von dort einen Angriff vor Die Luge ist plump und wenig glaubhaft, aber sie er* reicht Öen Zweck. Ist es doch sogar möglich gewesen eine Panik durch einen Angriff der Marsbewohner m den Vereinigten Staaten heroorzurufen! Der Herr
Deutsch-japanischer Warenaustausch.
Zwischen Deutschland und Japan ist am 28. Juli ein umfangreiches Abkommen über den Waren- und Zahlungsverkehr paraphiert worden. Es soll zum 1. Oktober 1939 in Kraft treten, weil die Jngang- 0 in Japan bestimmte verfassungsrechtliche und stechnische Maßnahmen voraussetzt. Es handelt sich hier in der Hauptsache um die folgerichtige Auswirkung der deutsch-japanischen Beziehungen, die sich schon deshalb auf einer neuen handelspolitischen Grundlage aufbauen müssen, weil der Handels- und Schiffahrtsvertrag zwischen Deutschland und Japan seit Oktober 1924 datiert.
Es versteht sich von selbst, daß das neue Abkommen nicht von heute auf morgen abgeschlossen worden ist, sondern daß die Verhandlungen schon vor einiger Zeit begonnen wurden. Der Abschluß des Abkommens fällt zwar zeitlich mit der Kündigung des Handelsvertrages zwischen USA. und Japan zusammen, aber diese Kündigung hat nichts mit dem Abkommen zwischen Deutschland und Japan zu tun.
Deutschland hat 1938 für 128 Millionen RM. Waren nach Japan ausgeführt, während Japan im gleichen Jahr für rund 24 Millionen RM. auf deutschen Märkten absetzen konnte. Dieses Verhältnis hat schon seit Jahren bestanden, was sich vornehmlich daraus erklärt, daß Japan aus einem Agrarstaat sich nach und nach zu einem Agrar- und Industriestaat entwickelt hat. Wertmäßig bedeutet der Antell Deutschlands an der Gesamteinfuhr Japans nur einen verhältnismäßig geringen Hun- dertfatz, nämlich 4,8, um bei dem Ausfuhranteil an der Gesamtausfuhr Japans sogar auf 0,8 zusammenzuschrumpfen. Was Deutschland in der Hauptsache nach Japan exportiert hat, sind Erzeugnisse der chemischen und elektrotechnischen Industrie, aber auch solche des Maschinenbaues. Japan hat seine Ausfuhr nach Deutschland im wesentlichen auf sogenannte Japanwaren beschränkt, aber auch ein nicht allzu großes Kontingent an Rohseide geliefert
Das alles ist in starkem Maße erweiterunys- bebürftig, wie umgekehrt Japan in der Lage ist, deutsche Fertigwaren in größerem Umfange als bisher aufzunehmen. Es muß aber darauf hingewiesen werden, daß Japan durch die Auseinandersetzung mit China aus Gründen des Gleichgewichts in der Zahlungsbilanz einstweilen seine Einfuhr und Ausfuhr aufeinander abftirnmen muß. Das ist 1938 mit dem Ergebnis geschehen, daß der hohe Einfuhrüberschuß sich in einen geringen Ausfuhrüberschuß umwandeln konnte. Zum Vergleich sei mitgeteilt, daß England gegenüber Japan als verhältnismäßig starker Käufer aufgetreten ist, denn 1938 importierte England aus Japan für rund 110 Millionen RM. Waren. Aber dabei spielte Tee die Hauptrolle, sodann Rohseide, alles Dinge, die England seit jeher mit Vorliebe aus Japan bezogen hat. Im Jahre 1939 ist aber dieser Export nach England rückläusig geworden, wie denn auch die Vereinigten Staaten der Einfuhr japanischer Erzeugnisse Schwierigkeiten gemacht haben.
Hier kann Deutschland immechin einen Ersatz bieten, wenn auch nicht im ganzen Umfang, worüber bei den Vertretern Japans auch zu keiner Zeit ein Zweifel geherrscht hat. Aber Deutschland ist sehr wohl in der Lage, solche japanischen Produkte aufzunehmen, auf deren Ausfuhr und regelmäßigen Absatz die japanische Wirtschaft chrer ganzen Struktur nach besonderen Wert legt. Im übrigen wird dieser Wirtschafts- und Handelsvertrag die politischen Beziehungen zwischen beiden Ländern
überall im Mittelmeer verwundbar sei und die englischen Luftflottenbasen in der Levante sehr schnell und sicher Vorstoß gegen Italien und seine Mittelmeerbesitzungen ausführen konnten, sind durch die Luftflottenmanöver glänzend widerlegt worden. Italienische Sachverftändi- genfreife erklären, die Manöver hätten bewiesen, daß das Passieren des Mittelmeeres durch Flugzeuge von der italienischen Luftwaffe radikal unterbunden werden könne, könne.
„Popolo di Roma" erklärt, ein Blick auf die Karte genüge, um sich von der strategischen Ueberlegenheit der italienifchen Mittelmeerpositionen zu überzeugen. Man habe im Laaer der Einkreiser anläßlich der englischen Reklameflüge von Italien als einer bequemen Zielscheibe für Luftangriffe gefaselt, dabei aber vergessen, die Luftwaffe der Achsenmächte in Rechnung zu stellen. Den Mittelmeerraum könne heute, wie die Luftmanöver bewiesen hätten, niemand ohne Zustimmung Italiens durchqueren oder überfliegen. Im Mittelmeer nehme Italien die Schlüsselstellung ein.
Paris, 30.Juli. (Europapreß.) Die durch ein Dekret verordnete Verlängerung der Le- gislaturperiode der Kammer bis zum 1. yunt 1942 hat in Frankreich einen allgemeinen etreit der Meinungen heroorgerufen. Don der knappen R e ch t s m e h r h e i t, auf die sich die Re- gterung Daladier gegenwärtig im Parlament stützt, roirö Der Kabinettsbeschluß durchweg gebilligt. Nur die Sozialpartei des Obersten de la Rocque, Ne trotz ihrer zahlenmäßig größeren Anhängerschaft Durch Das Wahlkreisverfahren nur über wenige Abgeordnete im Parlament verfügt, macht hierbei eine Ausnahme. F
. Gegensatz zu den Parteien der Rechten und Der Mitte, die die eigentlichen Nutznießer der Ver- schiebung der Wahlen sind, herrscht im marxi- üifajen Lager eine tiefe Verstimmung. Die kommunistische „Humanits" erklärt, es sei ool- ua ungerechtfertigt, bereits neun Monate vor dem Wahlzeitpunkt die Wahlen um weitere zwei Jahre zu verschieben. "
Großadmiral Sir Dudley pound.
London, 31.Juli. (Europapreß.) Die Admiralität gibt am Montag die königliche Zustimmung zur Ernennung des Ersten Seelords, Sir Dudley Pound, zum Großadmiral bekannt. Damit erhalt Sir Dudley Pound den höchsten Rang in der englischen Flotte.
Der neue Großadmiral ist 52 Jahre alt. Im Weltkrieg diente er als Kapitän. Don Oktober 1935 bis Mai 1939 war er Oberkommandierender des Mittelmeergeschwaders. Er wurde dann als Nach-/ Wlger des jetzt verstorbenen Admirals Sir Roqer Backhouse zum Ersten Seelord und Chef des Ma- rineftabes ernannt.
Handelsvertrag abschließen und Dabei versuchen würden, sich noch größere Vorteile sichern, erts sie der gekündigte Handelsvertrag boten habe.
Rom, 30. Juli. (DNB.) Die italienischen Flottenmanöver zwischen SüDitalien und Afrika, die seit dem 23. Juli im Gange sind, wurden nach einer amtlichen Mitteilung in den Tagen vom 25. bis 28. Juli von Luftflotten- manÖDern unter Teilnahme von 408 Flugzeugen ergänzt.
Den Hebungen, an denen Flugzeugstasfeln aus Sardinien, Sizilien, Apulien, Libyen und vom Dodekanes teilgenommen hatten, lagen, wie es in der amtlichen Meldung heißt, „wichtige Aufgaben" zugrunde. Sie haben die Möglichkeit zu bedeutungsvollen Schlußfolgerungen über die stetig wachsende Schlagkraft und die Verwenoung der Luftwaffe auf hoher See gegeben und die volle Leistungshähigkeit des Materials und der Besatzung erwiesen.
Besonders bemerkenswert sind die Aktionen großer Geschwader'Ne allein bei Ausführung eines bestimmten Auftrages mit voller Kriegsbelastung über 1500 Kilometer zurückgelegt haben, sowie einzelner Staffeln, die nachts in Entfernung von mehreren hundert Kilometer von ihren Stützpunkten Bomben abwarfen. Die einzelnen Flugzeuge flogen bei Den Monövern durchschnittlich j e 30 00 Kilometer über offenem Meer, ohne daß sich bei irgendeinem Apparat auch nur der geringste Zwischenfall ereignet hätte.
Die Luftmanöver sind ohne jeden Zwischenfall verlaufen. Die anläßlich der englischen Luftflotten- demonstrattonen von der englischen und französischen Presse aufgestellten Behauptungen, daß Italien
des Weißen Hauses will sich nicht durch Verwicklung im Fernen Osten in feiner Hetze gegen das Großdeutsche Reich stören lassen. U. St.
Dritte Kandidatur Roosevelts?
Neuyork, 30. Juli. (Europapreß.) Sämtliche Zeitungen Des bekannten nordamerikanischen Hearst- Konzerns machten am Samstag die Ankündigung, Präsident Roosevelt werde bei den Präsi. dentschaftswahlendes kommenden Jahres ein drittes M a l kandidieren. In politischen Kreisen der USA. wird gegenwärtig lebhaft die Frage erörtert, ob diese Veröffentlichung auf die Initiative Roosevelts zurückzuführen, oder ob sie dazu bestimmt ist, die etwaige Absicht des Präsidenten, sich ein drittes Mal als Präsidentschafts, kandidat aufstellen zu [offene, von vornherein zu durchkreuzen.
Politik und Handel im Fernen Osten.
Eine französische Stimme.
Paris, 31. Juli (Europapreß). Der in Frank- reich sehr verbreiteten Auffassung, daß England in Ostasien den Japanern gegenüber g u r ü cf gern i dj e n fei und dadurch auch die f r a n z ö - fische Stellung in Jndochina erschwert habe, tritt am Montagmorgen das Blatt des Ober- ften de la Rocque, Das „Petit Journal", entgegen. Das Blatt erklärt, in Ostasien sei Die Politik Des Foreian Office ausschließlich von Den britischen Handelsinteressen bestimmt. Von Diesen Interessen hätten Ne Engländer aber in China bisher nicht das geringste auf gegeben. Äuf der anderen Seite Dürfe man nicht denken, daß Die Kündigung des Handelsvertrages zwischen USA. und Japan durch Die Vereinigten Staaten, Die erst in sechs Monaten wirksam werde, eine enDgültige Verschlechterung Der politischen Beziehungen zwischen Den Vereinigten Staaten und Japan zur Folge haben werde. Dafür machten die Nord ameri- faner viel zu gute Geschäfte mit Den Japanern. Es fei zu erwarten, Daß Ne Vereinigten Staaten in Den fommenDen sechs Monaten mit Dem Reich Der aufgehenDen Sonne einen neuen


