Nr. 26 Zweites Blatt
Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Oderhessen)
Dienstag,3i. 3anuar 1939
Die große Reichstagsrede des Führers
Das nationalsoz'aUische Deutschland ist n'cht religionsfeindlich
worter unser eigenes Volk in eine psychologisch überhaupt nicht vorbereitete und deshalb ihm unerklärliche Situation geraten. Ich halte es daher für notwendig, daß von jetzt ob in unserer Propaganda und in unserer Presse die Angriffe stets beantwortet und vor allem, dem deutschen Volke zur Kenntnis gebracht werden. Es muß wissen, wer die Männer sind, die unter allen Umständen einen Krieg vom Zaune brechen wollen. Ich bin dabei der Ueberzeugung, daß die Rechnung dieser Elemente eine falsche ist, denn wenn erst die
Die Völker wollen nicht medr für die jüdische proWchl aus den Schlachtfeldern sterben.
schlimmsten Kriegshetzer die Führung der Regierung .....
selber in ihren Händen haltet können. 2. Wir sind nationalsozialistische Propaganda zur Antwort über
sondern seine Ruhe und seinen Frieden will, diese Völker aber von ihren jüdischen oder nichtjüdischen Hetzern fortgesetzt gegen Deutschland und das deutsche Volk oufge'putscht werden, würde ja im Falle eines Gelingens der Absichten dieser Kriegsbefür-
es deshalb der Sicherheit des Reiches schuldig, das j gehen wird, werden wir ebenso erfolgreich sein, wie deutsche Volk schon bei Zeiten über diese Männer j wir im Inneren Deutschlands selbst durch die zwin- aufzu klären. Da das deutsche Volk keinen Haß gende Gewalt unserer Propaganda den jüdischen gegen England, Amerika oder Frankreich emfindet, l Weltfeind zu Boden geworfen haben.
Die Völker werden in kurzer Zeit erkennen, daß das nationalsozialistische Deutschland keine Feindschaft mit anderen Völkern will, daß alle die Behauptungen über Angriffs- absichten unseres Volkes auf fremde Völker entweder aus krankhafter Hysterie geborene oder aus der persönlichen Selbsterhaltungssucht einzelner Politiker entstandene Lügen sind, daß diese Lügen gber in gewissen Staaten gewissenlosen Geschäftemachern zur Rettung ihrer Finanzen dienen sollen. Daß vor allem das internationale Judentum damit eine Vefriedinu"«' seiner n«b "BrofUnier erreichen zu hoffen mag. daß sie aber die u n g e - heuerlichste Verleumdung darslellen, die man einem großen und friedliebenden Volk antun kann. Denn immerhin haben z. V. noch niemals deutsche Soldaten auf amerikanischem Boden gekämpft, außer im Dienste der amerikanischen Freiheitsbestrebungen, wohl aber hat man amerikanische Soldaten nach Europa geholt, um eine große, um ihre Freiheit ringende Ration mit abwürgen zu helfen. Richt Deutschland Amerika angegriffen, sondern Amerika Deutschland, und wie die Untersuchungskommission des amerikanischen Repräsentantenhauses festgestellt hat: ohne zwingende Veranlassung, nur aus kapitalistischen Gründen.
lieber eines soll sich aber dabei jedermann klar sein: Diese Versuche können vor allem Deutschland nicht im geringsten in der Erledigung seiner Jude n f r a g e beeinflussen. Ich möchte zur jüdischen Frage folgendes bemerken: Es ist ein beschämendes Beispiel, heute zu sehen, wie die ganze Welt der Demokratie vor Mitleid trieft, dem armen gequälten jüdischen Volk gegenüber allein hartherzig verstockt bleibt angesichts der dann doch offenkundigen Pflicht, zu helfen. Die Argumente, mit denen man die Nichthilfe entschuldiat, sprechen nur für uns Deutsche und Italiener Denn man sagt:
1. „Wir — also die Demokratien — sind nicht in der Lage, die Juden aufzunehmen." Dabei kommen in diesen Weltreichen noch keine zehn Menschen auf den Quadratkilometer, während Deutschland 135 auf den Quadratkilometer zu ernähren hat, aber trotzdem dazu in der Lage sein soll.
2. Man versichert: Wir können sie nicht nehmen, außer sie erhalten z. B. von Deutschland einen bestimmten Kavitaldetrag pur Einwanderung. Deutschland war allerdings jahrhundertelang gut genug, diese Elemente aufzunehmen, obwohl sie außer ansteckenden politischen und sanitären Krankheiten nichts besaßen. Was dieses Volk heute besitzt, hat
deutschen Volkes durch die übel st en Manipulationen erworben. Wir machen heute nur wieder gut, was dieses Volk selbst verschuldet hat. Als einst das deutsche Volk um seine gesamten Ersparnisse kam aus jahrzehntelanger redlicher Arbeit, dank der von Juden angestifteten und durchgeführten Inflation, als die übrige Welt dem deutschen Volk seine Auslandskapitalien w e g n a h m , als man uns den ganzen K o - lonialbesitz enteignete, da haben diese philantropischen Erwägungen bei den demokratischen Staatsmännern anscheinend noch keinen entscheidenden Einfluß ausgeübt. Ich kann diesen Herren heute nur versichern, daß wir dank der brutalen Erziehung, die uns die Demokraten 15 Jahre lang angedeihen ließen, vollständig verhärtet sind gegenüber allen sentimentalen Anwandlungen. Wir haben es erlebt, daß, nachdem in unserem Volk am Ende des Krieges schon mehr als 800 000 Kinder aus Hunger und Nay - rungsnat gestorben waren, uns noch fast eine Million Stück Milchkühe weggetrieben wurden nach den grausamen Paragraphen eines Diktates, das die demokratischen humanen Weltapostel uns als Friedensvertrag aufzwangen. Wir haben erlebt, daß man über eine Million deutsche Kriegsgefangene noch ein Jahr nach Kriegsende ohne jeden Grund i n d e r G e f a n g e n- fchaft zurückbehielt. Wir mußten erdulden, daß man aus unseren Grenzgebieten weit über IV2 Millionen Deutsche von ihrem Hab und Gut w e g r i ß und fast nur mit dem, was sie auf dem Leibe trugen, hinauspeitschte. Wir haben es ertragen müssen, daß man Millionen von Volksgenossen von uns gerissen hat, ohne sie zu hören oder ihnen auch nur die geringste Möglichkeit zur weiteren Erhaltung ihres Ledens zu lassen. Ich könnte diese Beispiele um Dutzende der grauenhaftesten ergänzen. Man bleibe uns also vom Leibe mit Humanität. Das deutsche Volk wünscht nicht, daß seine Belange von einem fremden Volk bestimmt und regiert werden. Frankreich den Franzosen, England den Engländern, Amerika den Amerikanern und Deutschland den Deutschen!
Wir sind entschlossen, das Einnisten eines fremden Volkes, das sämtliche Führungsstellen an sich zu reißen gewußt hat, zu unterbinden und dieses Volk abzuschieben. Denn wir sind gewillt, für diese Führungsstellen unser eigenes Volk zu erziehen. Wir haben Hunderttausende der intelligentesten Bauern- und Arbeiterkinder. Wir werden sie erziehen lassen, und wir erziehen sie bereits, und wir möchten, daß sie einmal die führenden Stellen im Staat mit unteren übrigen gebildeten Schichten besetzen und nicht die Angehörigen eines uns fremden Volkes. Vor -allem aber die deutsche Kultur ist, wie schon ihr Name sagt, eine deutsche und keine jüdische, und es wird daher auch
Staatsführung nicht durch einen englischen ober amerikanischen Politiker verbieten lassen wird, a u f solche Angriffe z u antworten. Daß wir aber ein souveräner Staat bleiben, dafür werden für alle Zukunft die Waffen sorgen, die wir schmieden, und dafür sorgen wir auch durch die Wahl unserer Freunde. An sich könnte man die Behauptung, daß Deutschland beabsichtige, Amerika an zu fallen, mit einem einzigen Lachen abtun, und die fortgesetzte Hetzkampagne gewisser britischer Kriegsapostel sollte man am liebsten schweigend übergehen, allein wir dürfen folgendes nicht außer Acht lassen 1. Es handelt sich hier in diesen Demokratien um Staaten, deren politische Konstruktion es ermöglicht,' daß schon wenige Monate später diese
spät e'nzusehen.
Ich betrachte es daher als die höchste Aufgabe der nationalsozialistischen Staatsführung, auf dem Gebiet der Stärkung unserer Wehrkraft alles tu tun, was überhaupt menschenmöglich ist. Ich baue dabei auf die Einsicht des deutschen Volkes und vor allem
Zortsetzunq aus dem ersten Blatt. I
Man könnte nun den Einwand erheben, daß dies | auch für Deutschland zutrifft. Ganz gewiß! Es macht uns auch kein Vergnügen. Allein in einem unterscheiden wir uns: Wir kämpfen für ein Lebensrecht, ohne das wir auf die Dauer nicht existieren können, und die anderen für ein Unrecht, das sie nur belastet und ihnen keinerlei Nutzen abwirft. Unter den nun aber vorhandenen Umständen bleibt uns kein anderer Weg als der der Fortsetzung einer Wirtschaftspolitik, die versuchen muß, aus dem gegebenen Lebensraum das Höchste herauszuwirtschaften. Dies erfordert eine immer größere Steigerung unserer Leistungen und eine Erhöhung der Produktion. Dies zwingt uns zur verstärkten Durchführung unseres Vierjahresplanes. Es führt aber auch zur Mobilisierung von immer weiterer Arbeitskraft.
Dadurch nähern wir uns nunmehr einem neuen Abschnitt der deutschen Wirtschaftspolitik. Während es das Ziel unserer Wirtschaftsführung in den ersten sechs Jahren unserer Riachtübernahme war, die gesamte brachliegende Arbeitskraft in irgendeine nützliche Beschäftigung zu bringen, ist es die Aufgabe in den kommenden Jahren, eine sorgfältige Sichtung unserer Arbeitskräfte vorzunehmen, deren Einsatz planmäßig zu regulieren, durch eine Rationalisierung und vor allem technisch bessere Organisation unserer Arbeitsbedingungen bei gleichem Arbeitseinsatz erhöhte Leistungen zu erzielen und mithin dadurch auch Arbeitskräfte für neue zusätzliche Produktionen einzusparen. Dies wieder zwingt uns, den Kapitalmarkt zum technischen Ausbau unserer Unternehmungen in einem höheren Ausmaße freizugeben und damit von den staatlichen Anforderungen zu entlasten.
Dies alles aber führt wieder zur Notwendigkeit einer scharfen Zusammenfassung von Wirtschaft und Geldwesen. Es ist mein Entschluß, den bereits seit dem 30. Januar 1937 emgeschlagenen Weg der Umgestaltung der Deutschen Reichsbank vom international beeinflußten Bankunternehmen zum Noteninstitut des Deutschen Reiches zum Abschluß zu bringen. Wenn die übrige Welt zum Teil darüber klagt, daß damit ein weiteres deutsches Unternehmen die Charakterzüge internationaler Wesensart verlieren würde, so sei ihr nur gesagt, daß es unser unerbittlicher Entschluß ist, sämtlichen Einrichtungen unseres Lebens in erster Linie deutsche, b. h. n a - tionalsozialistische Charakterzüge zu verleihen. Unb bie übrige Welt müßte baran nur ersehen, wie abwegig es ist, uns vorzuwerfen, wir wünschten, deutsche Gedanken der anderen Welt aufzuoktroyieren, und wieviel berechtigter es wäre, wenn bas nationalsozialistische Deutschland Klage darüber sichren wollte, daß die andere Welt noch dauernd versucht, ihre Auffassungen uns aufzuzwingen.
Ich sehe es nun, meine Abgeordneten des Reichstages, als bie Pflicht jedes deutschen Mannes und jeder deutschen Frau an, bie Führung des Reiches in ihrer Wirtschaftspolitik mit allen Mitteln zu unterstützen, in Stadt und Land vor allem zu bedenken, baß die Grundlage der deutschen Wirtschaftspolitik überhaupt nicht in irgend welchen Finanztheorien zu sehen ist, sondern in einer sehr primitiven Produktionserkenntnis, b. h. in Verständnis für die alles allein entscheidende Höhe der Gütererzeugung.
Daß uns dabei noch zusätzliche Aufgaben gestellt werden, d. h. daß wir einen hohen Prozentsatz unserer nationalen Arbeitskraft für bie an sich nicht produktive Rüstung unseres Volkes einsetzen müssen, bleibt bedauerlich, ist aber nicht zu ändern. Letzten Endes steht und fällt die Wirtschaft des heutigen Reiches mit der außenpolitischen Sicherheit. Es ist besser, dies beizeiten, als zu
ihre Verwaltung unb Pflege in bie Hänbe unseres Volkes gelegt. Wenn aber bie übrige Welt mit heuchlerischer Miene aufschreit über bie barbarische Austreibung eines so unersetzbaren, kulturellen wertvollsten Elementes aus Deutschland, dann können wir nur erstaunt sein über die Folgerungen, die daraus gezogen werden. Denn wie müßte man uns dankbar fein, daß wir diese herrlichen Kulturträger freigeben und der anderen Welt zur Verfügung stellen. Sie kann nach ihren eigenen Erklärungen nicht einen Grund zur Entschuldigung anführen, weshalb sie diesen wertvollsten Menschen die Aufnahme in ihren Ländern verweigert. Es ist ja auch nid)t einzusehen, weshalb man die Angehörigen dieser Rasse sonst gerade dem deutschen Volk zumutet, aber in den so sehr für diese „prächtigen Leute" schwärmenden Staaten die Aufnahme plötzlich unter allen nur mögliche!, Ausflüchten ablehnt. Ich glaube, daß dieses Problem je eher um so besser gelöst wird. Denn Europa kann nicht mehr zur Ruhe kommen, bevor bie jüdische Frage ausgeräumt ist Es kann sehr wohl möglich sein, daß über diesem Problem früher oder später eine Einigung in Europa selbst zwischen solchen Nationen stattfindet, die sonst nicht so leicht den Weg zueinander finden würden. Die Welt hat Siedlungsraum genügend, es muß aber endgültig mit der Meinung gebrochen werden, als fei das jüdische Volk vorn lieben Gott eben dazu bestimmt, in einem gewissen Prozentsatz Nutznießer am Körper und an der produktiven Arbeit anderer Völker zu sein. Das Judentum wirb sich genau so einer- soliden aufbauen ben Tätige feit anpaffen müssen, wie es andere Völker auch tun; oder es wird früher oder später einer Krise von unvorstellbarem Ausmaße erliegen.
Und eines möchte ich an diesem vielleicht nicht nur für uns Deutsche denkwürdigen Tage nun aussprechen; ich bin in meinem Leden sehr oft Prophet gewesen unb wurde meistens ausgelacht. In der Zeit meines Kampfes um die Macht war es in erster Linie das jüdische Volk, das nur mit Gelächter meine Prophezeiungen hinnahm, ich würde einmal in Deutschland die Führung des Staates unb baniit des ganzen Volkes übernehmen und dann unter vielen anderen auch das jüdische Problem zur Lösung bringen. Ich glaube, daß dieses damalige schallende Gelächter dem Judentum in Deutschland unterdes wohl schon in derKehle erstickt ist. Ich will heute wieder ein Prophet sein:
Wenn es dem Internationalen Finanz-Judentum in- und außerhalb Europas gelingen sollte, die Völker noch einmal in einen Weltkrieg zu stürmen, dann wird das Ergebnis nicht die Bolfchewifierung der Erde und damit der Sieg des Judentums fein, sondern d i e Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa? Denn die Zeil der pro- pagandislischen Wehrlosigkeit der nichlsüdischen Völker ist zu Ende. Das nationalsozialistische Deutschland und das faschistische Italien besitzen jene Einrichtungen, die es gestalten, wenn notwendig, die Welt über das Weken einer Frage aufzuklären, die vielen Völkern instinktiv bewußt und nur wisienschaftlich unklar ist. Augenblicklich mag das Judentum in gewesen Staaten seine Hetze betreiben unter dem Schuh einer dort in seinen Händen befindstchen Presse, des Films, der Rundfunkpropaganda, der Theater, der Literatur usw. Wenn es diesem Volke aber noch einmal gelingen sollte, die RRllionenmasfen der Völker in einen für diese aänzl'ch sinnlosen und nur den jüdischen Interessen dienenden Kampf zu heben, dann wird sich die Wirksamkeit einer Aufklärung äußern, der in Deutschland allein schon in wenigen Jahren das Judentum restlos erlegen ist. Die Völker wollen nicht mehr auf den Schlachtfeldern sterben, damit diese wurzellose internationale Rasse an den Geschäften des Krieges verdient unb ihre alttestamentarische Rachsucht befriedigt. lieber die jüdische Parole „Proletarier aller Länder, vereinigt euch?" wird eine höhere Erkenntnis siegen, nämlich: „Schaffende Angehörige aller Rationen, erkennt euren gemeinsamen Feind!" (Stürmisches Händeklatschen.)
auf fein Erinv'"'unasvermögen. Denn die 3eil ber deutschen Wehrlosigkeit war nicht identisch mit höchster internationaler, volitischer oder auch nur wirtschaftlicher Gleichberechtigung, sondern im Geaenteit: Es war die Zeit der demütigend st en Behandlung, bie je einem großen Volk zuleil wurde, sowie der schlimmsten Erpressung. Wir haben fein Recht anzunehmen, baf], wenn Deutschland jemals in Zukunft einem zm-it"n Schwäch-anta" erliegen sollte, sein Schick'at eine andere Gestalt annehmen würde, iw Gegenteil: Es find zum Teil noch dieselben männer, die einst in die Dell den großen Kriegsbrand warfen und die sich auch heute bemühen, als treibende Kräfte ober als getriebene Hanblanger im Dienste der Volksverhetzung bie Feindschaften zu vermehren. um so einen neuen Kampf vorzubereiten.
Unb vor allem mögen besonders Sie. meine Abgeordneten, Männer des Deutschen Reichstages, eines nicht vergessen: In gewissen Demokratien gehört es anscheinend zu den besonderen Vorrechten des politisch-demokratischen Lehens, den fiaü aegen die sogenannten totalitären Staaten künstlich ui züchten, d. h. durch eine Flut teils entstellend-'r. teils überhaupt frei erfundener Berichte die öffentliche Meinung gegen Völker zu erregen, die den anderen Volkern nichts zu Leid getan hatten und ihnen auch nicht? 3u Leide tun wollen hie höchstens Wber jahrzehntelang von schwerem Unrecht bedrückt wurden. Menn mir uns nun oegen solche Krieasaoostel. mic Herrn Duff Gönner, Mr. Eden, Churchill oder Mr. Ickes uiw. zur Wehr setzen, bann wird dies als ein Ginariff in die heiliaen Rechte der Demokraten hin- gestottt. Nach den Auffassungen dieser Herren haben wohl sie das Recht, andere Volker unb ihre Führungen an 3 unreifen, aber niemand hat das Recht, sich dessen zu erwehren. Ich brnu<”e Ihnen nicht zu versichern, daß. solange das Deutsche Reich ein souveräner Staat ist, sich die
Zu ben Vorwürfen, bie in ben sogenannten Demokratien gegen Dentschand erhoben werden, gehört auch der, bas nationalsozialistische Deutschland sei ein religionsfeindlicher Staat. Ich mochte dazu vor dem ganzen deutschen Volk folgende feierliche Erklärung abgeben:
1. In Dentschand ist niemand wegen seiner religiösen Ein st ellungbisher verfolgt worden, noch wird deshalb jemand verfolgt werden!
2. Der nationalsozialistische Staat hat feit dem 30. Januar 1933 an öffentlichen Steuerer- trägniffen durch feine Staatsorgane folgende Summen den beiden Kirchen zur Verfügung gestellt: im Rechnungsjahr 1933 130 Millionen Reichsmark, im Rechnungsjahr 1934 170 Millionen Reichsmark, im Rechnungsjahr 1935 250 Millionen Reichsmark, im Rechnungsjahr 1936 320 Millionen Reichsmark, im Rechnungsjahr 1937 400 Millionen Reichsmark, im Rechnungsjahr 1938 500 Millionen Reichsmark, dazu noch jährlich rund 85 Millionen Reichsmark aus Zuschüssen der Länder, unb rund 7 Millionen Reichsmark aus Zuschüssen der Gemeinden und Gemeindeverbände.
Abgesehen davon sind die Kirchen der größte Grundeigentümer nach dem Staate. Der Wert ihres land- und forstwirtschaftlichen Besitzes übersteigt einen Betrag von rund 10 Milliarden Reichsmark. Die Einkünfte aus diesem Grundbesitz sind auf über 3Q0 Millionen jährlich zu schätzen Dazu kommen noch die zahllosen Schenkungen, testamentarischen Uebereignungen unb vor allem die Ergebnisse ihrer Kirchensaminlungen. Ebenso ist die Kirche im nationalsozialistischen Staat auf verschiedenen Gebieten steuerbegünstigt unb besitzt für Schenkungen, Vermächtnisse usw bie Steuerfreiheit. Es ist daher — gelinde gesagt — e in e Unverschämtheit, wenn besonders ausländische Politiker sich unterstehen, von Religionsfeindlichkeiten im Dritten Reich zu reden. Wenn aber wirklich bie beutschen Kirchen biese Lage für sie als uner
träglich ansehen sollten, dann ist ber nationalsozialistische Staat jederzeit bereit, eine klare Iren nung von Kirche und Staat vorzunehmen wie dies in Frankreich, Amerika und anderen Ländern der Fall ist. (Langanhaltender Bestatt.) Ich möchte mir nur die Frage erlauben: roelche Beträge haben im selben Zeitraum Frankreich, England ober USA. an ihre Kirchen durch den Staat aus Öffentlichen Mitteln abgeliefert?
3. Der nationalsozialistische Staat hat weder eine Arche geschlossen, noch einen Gottesdienst verhindert, noch je einen Einfluß auf die Gestalt eines Gottesdienstes genommen. Er hat weder auf die Lehre noch auf bas Bekenntnis irgendeiner Konfession eingewirkt. Im nationalsozialistischen Staat allerdings kann jeder nach seiner Fasson selig werden.
Staatsfeinde im prieflerrock werden vernichtet.
Allerdings: Der nationalsozialistische Staat wird aber Priestern, die statt Diener Gottes zu sein, ihre Mission in der Beschimpfung unseres heutigen Reiches, seiner Einrichtungen oder feiner führenden Köpfe sehen wollen, unnachsichtig zum Bewußtsein bringen, daß eine Zerstörung dieses Staates von niemandem geduldet wird, und baß Priester, sobald sie sich außerhalb des Gesetzes stellen, vom Gesetz genau s 0 zur Rechenschaft gezogen werden wie jeder andere deutsche Staatsbürger auch. Es muß aber hier fest- gestellt werden, daß es Zehntausende unb Zehntausend Priester aller christ - I i d) e n Konfessionen gibt, bie ihren kirchlichen Pflichten genau s 0 ober wahrschein - 1 i ch besser genügen, als bie politischen Hetzer, ohne daß sie jemals mit den staatlichen Gesetzen in einen Konflikt geraten sind. Diese zu schützen, sieht der Staat als seine Aufgabe an Die Staatsfeinde zu vernichten, ist seine Pflicht.
Der nationalsozialistische Staat ist weder prüde nodj verlogen. Allein es gibt bestimmte Moral- grundsätze, deren Einhaltung im Interesse der biologischen Gesundheit eines Volkes liegt, an denen wir daher auch nicht rütteln lassen. Päderastie oder Verfehlungen an Kindern werden in diesem Staate gesetzlich b e st r a f t, ganz gleich, wer diese Verbrechen begeht. Als sich vor fünf
Jahren führende Kopfe ber nationalsozialistischen Partei dieser Verbrechen schuldig machten, wurden sie erschossen. Wenn andere Personen des öffentlichen oder privaten Lebens oder auch Priester bie gleichen Delikte begehen, werden sie nach dem Gesetz mit Gefängnis oder Zuchthaus bestraft. Verfehlungen von Priestern gegen ihre sonstigen Gelübde der Keuschheit usw. interessieren uns gar nicht. Es ist auch noch nie ein Wart darüber in unserer Presse erschienen.
Im übrigen hat dieser Staat nur einmal in bie innere Ordnung der Kirchen eingegriffen, nämlich, als ich selbst es versuchte, 1933 bie ohnmächtig zersplitterten protestantischen Landeskirchen in Deutsch iar.b zu einer großen und machtvollen evangelischen Reichskirche zusammenzufassen. Dies scheiterte am Widerstand einzelner Landes-dischöfe Damit ist dieser Versuch auch aufgegeben worden, denn es ist ja letzten Endes nicht unsere Aufgabe, bie evangelische Kirche mit Gewalt gegen ihre eigenen Träger zu verteidigen oder gar zu stärken!
Wenn nun bas Ausland unb insonberheil gewisse bemokraiische Staatsmänner so sehr für. > einzelne beulsche Priester eirstreten, bann kann dies nur einen p 0 lilischen Grund besitzen, denn diele selben Staatsmänner schwiegen still, als in Rußland hunderttausende an


