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Teil der ihm innewohnenden Kräfte in einem ebenso unfruchtbaren wie unsinnigen gegenseitigen inneren Krieg verbraucht. Die sogenannte demokratische Freiheit des Auslebens der Meinungen und der Instinkte führte nicht zu einer Entwicklung oder auch nur zur Freimachung besonderer Werte und Kräfte, sondern nur zu ihrer sinnlosen Ver­geudung und endlich zur Lähmung jeder noch vorhandenen wirklich schöpferischen Persönlichkeit.

Indem der Nationalsozialismus diesem unfrucht­baren Kampf ein Ende bereitete, erlöste er die bis dahin im Innern gebundenen Kräfte und gab sie frei zur Vertretung der nationalen Le­bensinteressen im Sinne der Bewälti­gung großer Gemeinschaftsaufgaben im Innern des Reiches als auch im Dienst der Sicherung der gemeinsamen Lebensnotwendigkeiten gegenüber unserer Umwelt. Es ist ein Unsinn, zu meinen, daß Gehorsam und Disziplin nur f ür Soldaten nötig wären, im übrigen Leben der Völker aber wenig nützliche Bedeutung besäßen. Im Gegenteil. Die disziplinierte und im Gehorsam er­zogene Volksgemeinschaft ist in der Lage, Kräfte zu mobilisieren, die einer leichteren Behaup­tung der Existenz der Völker zugute kommen und die damit der erfolgreichen Vertretung der Inter­essen aller dienen. Eine solche Gemeinschaft ist aller­dings primär nicht durch den Zwang der Ge­walt zu schaffen, sondern durch die zwin­gende Gewalt einer Idee und damit durch die Anstrengungen einer andauernden Erziehung.

Der Nationalsozialismus erstrebt die Herstellung einer wahrhaften Volksgemeinschaft. Diese Vorstel­lung ist ein scheinbar ferne liegendes Ideal. Allein, dies ist kein Unglück, im Gegenteil. Gerade die Schönheit dieses Ideals verpflichtetzueiner fortgesetzten Arbeit und damit zum enent- wegten Streben nach ihm. Dies ist der Unterschied zwischen den sogenannten Parteiprogrammen einer verschwundenen Zeit und der Zielsetzung des Na­tionalsozialismus.

Die Parteiprogramme von einst enthielten ver­schieden formulierte, jedoch zeitlich bedingte und damit begrenzte wirtschaftliche, politische und konfessionelle Auffassungen oder Absichten. Der Nationalsozialismus dagegen stellte in seiner Volksgemeinschaft ein zeitloses Ziel auf, das nur durch fortgesetzte und dau­ernde Erziehung angestrebt, erreicht und erhalten werden kann. Während sich also die Ar- bei der früheren Parteien im wesentlichen in der Behandlung von Staats- und wirtschaftlichen Tagesfragen und Angelegenheiten erschöpfte und mithin hauptsächlich in das Parlament verlegt worden war, hat die nationalsozialistische Be­wegung eine unentwegte Arbeit am Volke s e t b st zu leisten. Aber auch die Aus­wertung vieler Arbeit erfolgt nicht im Reichstag, sondern auf allen Gebieten des inner- und außenpolitischen Lebens. Denn die Volks­gemeinschaft stellt den entscheidendsten Wert und damit Rlachtfaktor dar, den die Staatsführung bei ihren Entschlüssen einzusehen in der Lage ist.

Es spricht nicht gegen die Wichtigkeit dieser Tcll- süchen das geringe Verständnis, das in Sonderheit bic früheren Vertreter unserer bürgerlichen Parteien für solche Erkenntnisse auszubringen vermochten. Es gibt Menschen, denen selbst die größten und er­schütterndsten Ereignisse keinerlei innere Nachdenk­lichkeit oder gar Bewegung abzuzwingen vermögen. Diele sind dafür auch persönlich innerlich tot und damit für ihre Gemeinschaft wertlos. Sie machen selbst keine Geschichte, und man kann mit ihnen auch keine Geschichte machen. In ihrer Beschränktheit ober in ihrer blasierten Dekadenz sind sie eine unbrauchbare Ausschußware der Natur. Sie finden ihre eigene Beruhigung oder Befriedigung in dem Gedanken einer infolge ihrer vermeintlichen Kluaheit oder Weisheit über den Zeitereignissen lie­genden erhobenen Haltung ober besser gesagt Igno- ranz. Man kann sich nun sehr aut denken, daß ein Volk nicht einen einzigen solchen Ignoranten besitzt und dabei der größten Handlungen und Taten fähigu sein vermag. Es ist ober unmöglich, sich eine Nation vorzustellen ober sie gar zu führen, die in ihrer Mehrzahl aus solchen Ignoranten be­stünde statt aus der blutvollen Maste i d e a l i st i - scher. gläubiger und bejahender Mensches. Diese sind die einzig wert­vollen Elemente einer Volksgemeinschaft. Tausend Schwächen sind ihnen zu verzeihen wenn sie nur die eine Stärke besitzen, für ein Ideal oder erne Vorstellung w"nn notwendig auch das Letzte geben zu können! Ich kann daher vor Ihnen, meine Abaeordneten des Reichstages, nur die dringende Bitte wiederholen. die ich in taulevden und aber tausenden Versammlungen vor form Volke immer wieder ausgesprochen habe: sehen «>ie die Erhaltuna des Reiches nur in der Schaf­fung und Stärkung der national- s o 0 l i st i f ch e n Volksgemeinschaft. Dies roirb Sie dann von selbst zwingen, auf zahlreichen einzelnen G-biet-n eine wirklich positive Arbeit zu leisi-'n. Damit wird es auch möglich, iene Hun­derttausend nnd Millionen fathmHiaer Naturen in unserem Volk wirkunn-wall "im ^infntt ?u bringen, denen die normale büraerliche Tätiakeit im Wirt­schaftsleben ufro. niemals eine genügende Befrie- digunq geben kann.

Die Organisation der nationalsozialistischen Volks­gemeinschaft erfordert Millionen tätiger Mitglieder. Sie zu finden und auszusuchen, heißt in jenem gewaltigen Ausleseprozetz mithelfen, der es uns ermöglicht, für die letzten Staatsaufgaben nicht die durch Schulen gezüchteten, sondern durch die eigene Fähigkeit berufenen Vertreter aufzuspüren. Und dies ist entscheidend nicht nur für die Volks-, sondern auch für die Staatsfuhrung Denn in der Millionenmasse des Volkes leben genügend Veranlagungen, um sämtliche Stellen erfolg­reich besetzen zu können. Dies ergibt die größte Sicherung des Staates und der Volksgemeinschaft gegenüber revolutionären Absichten einzelner und den zersetzenden Tendenzen der Zeit. Denn die Ge­fahr droht immer nur von den übersehenen, im tiefsten Grunde aber schöpferischen Talenten, nie­mals von den nur negativen Kritikastern ober Nörglern. In ihnen liegt weder der Idealismus noch die Tatkraft, um wirklich Entscheidendes zu vollbringen, lieber Pam'^'lle, Zeitungsartikel und rednerische Exzesse pflegt sich ihr oppositioneller In­grimm selten zu steigern. Die wirklichen Re­volutionäre von Weltformat sind zu allen Zeiten die von einer überheblichen, verkalkten, abgeschlossenen Gesellschaftsschicht übersehenen oder nicht zugelassenen Führer - naturen gewesen. Es liegt daher im Interesse des Staates, durch eine beste Auslese immer wieder neu zu prüfen, welche Talente in einem Volk immer wieder neu zu prüfen, welche Talente in

einem Volk vorhanden sind und wie sie zum nutz­bringenden Einsatz gebracht werden können. Die erste Voraussetzung dazu bietet die gewal­tige Organisation einer lebendigen Volksgemeinschaft selbst Denn sie stellt die umfassendsten Aufgaben und erfordert eine dau­ernde und vielseitige Arbeit. Bedenken Sie allein das ungeheure Ausmaß von Erziehungs- und da­mit Führungsarbeit, das eine Organisation wie die Arbeitsfront benötigt.

Meine Abgeordneten, wir stehen hier noch vor ungeheuren, gewaltigen Aufgaben. Line neue Führungsschicht unseres Volkes muß aufgebaut werden. Ihre Zusammensetzung ist rassisch bedingt. Ls ist aber ebenso notwendig, durch das System und die Art un­serer Erziehung vor allem Tapferkeit und V er an two rtu n g s freud i g k eik als selbstverständliche Voraussetzung für die Uebernahme jedes öffentlichen Amtes zu ver­langen und sicherzuflellen. Für die Besetzung von führenden Stellen in Staat und Partei ist

die charakterliche Haltung höher zu werten als die sogenannte nur wissenschaftliche oder vermeintliche geistige Eignung. Denn über­all dort, wo geführt werden muß, entscheidet nicht das abstrakte Wissen, sondern die an­geborene Befähigung zum Führen und mithin ein hohes Ausmaß von Verant­wortungsfreudigkeit und damit von Entschlossen­heit, Mut und Beharrlichkeit. Grundsätzlich muß die Erkenntnis gelten, daß der Mangel an Verantwortungsfreude niemals aufgehoben wer­den kann durch eine angenommene erstklassige, durch Zeugnisse belegte wissenschaftliche Bildung. Wissen und Führungsfähigkeit, d. h. also immer auch Tatkraft, schließen sich nicht gegenseitig aus. Dort, wo sich darüber aber Zweifel erheben, kann unter keinen Umständen das Wissen als Ersah für Haltung, Mut, Tapferkeit und Lnt- schluhfreudi^eit gelten. Bei der Führung einer Volksgemeinschaft in Partei und Staat sind diese Eigenschaften die wichtigeren.

Sie Volksgemeinschaft das Fundament der Etaatssührung.

Wenn ich dieses vor Ihnen, meine Abgeordneten, ausspreche, bann tue ich es unter dem Eindruck des einen Jahres deutscher Geschichte, das mich mehr als mein ganzes bisheriges Leben darüber belehrt hat, wie wichtig und unersetzbar gerade diese Tu­genden sind und wie in den kritischen Stunden ein einziger tatkräftiger Mann immer mehr wiegt als tau­send geistreiche Schwächlinge. Diese neue Führungs­auslese muß als gesellschaftliche Erscheinung aber auch erlöft werden von zahlreichen Vor­urteilen, die ich wirklich nicht anders denn als eine verlogene und im tiefsten Grunde unsinnige Gesellschaftsmoral bezeichnen kann. Es gibt keine Haltung, die ihre letzte Rechtfertigung nicht in dem aus ihr entspringenden Nutzen für die Gesamtheit finden könnte. Was ersichtlich für die Existenz der Gesamtheit unwichtig oder sogar schädlich ist, kann nicht im Dienste einer Gesellschaftsordnung als nor­mal gewertet werden. Und vor allem: Eine Volks­gemeinschaft ist nur denkbar unter der Anerken­nung von Gesetzen, die für alte gültig sind, d. h. es geht nicht an, von einen die Befolgung von Prinzipien zu erretten oder zu fordern, die in den Augen der anderen entweder widersinnig, schädlich oder aber auch nur unwichtig erscheinen. Ich habe kein Verständnis für das Bestreben absterbender Gesell­schaftsschichten, sich durch eine Hecke vertrockneter und unwirklich gewordener Standesgesetze vom wirklichen Leben abzusondern, um sich damit künstlich zu erhalten. Solange dies nur ge­schieht, um dem eigenen Absterben einen ruhigen Friedhof zu sichern, ist dagegen nichts einzuwenden. Wenn man aber damit dem fortschreitenden Leben eine Barriere vorlegen will, dann wird der Sturm einer vorwärtsbrausenden Jugend dieses alte Ge­strüpp kurzerhand beseitigen. Der heutige deutsche Volks st a a t kennt keine g e - sellschaftlichenVorurteile. Er kennt daher auch keine gesellschaftliche Sonder- moral. Er kennt nur die durch Vernunft und Er­kenntnis vom Menschen begriffenen Lebensgesetze und Notwendigkeiten. Der Nationalsozialismus hat sie erkannt und will sie respektiert sehen.

Wenn ich dies vor Ihnen ausspreche, meine

Abgeordneten des Großdeutschen Reichstages, dann tue ich es, um Sie an einem so feierlichen Tage erneut zu verpflichten, als Kämpfer der na­tionalsozialistischen Bewegung mitzuhelfen, die großen Ziele unsererWeltanschauung und damit des Kampfes unseres Volkes zu verwirk­lichen. Denn Sie sind nicht hier als gewählte Par­lamentarier, sondern Sie sind hier als die von der Bewegung dem deutschen Volke vorgeschlagenen nationalsozialistischen Kämpfer. Ihre Tätigkeit liegt im wesentlichen in der Formung un­seres Volkskörpers und in der Gestaltung unserer Gemeinschaft, in der Erziehung zu einem wahrhaft nationalen und sozialistischen Denken. Aus diesem Grunde hat das deutsche Volk mich und Sie ge­wählt. Die Gesetze unserer Bewegung verpflichten uns, an jedem Platz, an dem wir uns befinden mögen. Wir sind deshalb aber auch mit größerem Recht die Vertreter der deutschen Nation, als jene uns von früher her in Deutschland bekannten Par­lamentarier demokratischer Herkunft, die ihr Man­dat durch die Bezahlung einer mehr oder weniger hohen Prämie erhaltpn hatten.

Wenn ich heule nach sechsjähriger Führung des deutschen Volkes und des Reiches in die Zukunft blicke, dann kann ich es nicht tun, ohne dem tiefen Vertrauen Ausdruck zu geben, das mich hierbei erfüllt. Die Geschlossenheit des deutschen Volkskörpers, deren Garanten Sie, meine Abgeordneten, in erster Linie sind und sein werden, gibt mir die Gewißheit, daß, was immer auch an Aufgaben an unser Volk heran- lreken wird, der nationalsozialistische Staat früher oder später löst, daß wie immer auch die Schwierigkeiten, die uns noch bevorstehen, beschaffen sein mögen, die Tatkraft und der 2Nut der Führung sie meistern werden. Ebenso wie ich überzeugt bin, daß das deutsche Volk, gewarnt durch eine jahrzehntelange einmalige geschichtliche Lehre, in höchster Entschlossenheit seiner Führung folgen wird!

An einem neuen Abschnitt deutscher Wirtschaftspolitik.

Meine Abgeordneten, Männer des Reichstags! Wir leben heute in einer Zeit, die erfüllt ist von dem Geschrei demokratischer Moralverfechter und Weltverbesserer. Nach den Aeußerungen dieser Apostel könnte man fast schließen, daß die ganze Welt nur darauf lauere, das deutsche Volk von seinem Unglück zu erlösen, um es wieder zurück- zuführen in den glücklichen Zustand weltbürgerlicher Verbrüderung und internationaler Hilfsbereitschaft, die wir Deutsche in den 15 Jahren vor dem natio­nalsozialistischen Machtantritt so wunderbar zu er­proben Gelegenheit hatten. Aus den Reden und den Zeitungen dieser Demokratien hören wir jeden Tag von den Schwierigkeiten, denen wir Deutsche aus­geliefert sind. Wobei zwischen den Reden der Staatsmänner und den Leitartikeln ihrer Publizi­sten insofern ein Unterschied zu spüren ist, als die einen uns entweder bemitleiden oder salbungsvoll die bewährten, nur leider in ihren eigenen Ländern anscheinend auch nicht so wirkungsvollen alten Re­zepte anpreisen, während die Publizisten etwas offenherziger ihrer wahren Gesinnung Ausdruck ver­leihen. Sie teilen uns im Tone schadenfreudigster Zuversicht mit, daß wir entweder eine Hungers- n o t haben oder daß wir sie so Gott will demnächst bekommen, daß wir an einer Finanz- krise zugrunde gehen oder andernfalls an einer Produktionskrise und wenn auch das nicht eintreten sollte, dann an einer Konsum- krise. Der fachlich so oft bewährte Scharfsinn die­ser demokratischen Weltwirtschaftsdoktoren kommt nur nicht immer zu ganz einheitlichen Diagnosen. In dieser letzten Woche allein konnte man angesichts der verstärkten Konzentration des deutschen Selbstbe­hauptungswillens zur gleichen Zeit lesen,

1. daß Deutschland wohl einen Produktionsüber­schuß besitze, aber am Mangel an Konsumkraft ab- fterben werde,

2. daß Deutschland ohne Zweifel ein ungeheures Konsumbedürfnis habe, allein am Mangel an Pro­duktionsgütern zugrunde ginge,

3. daß wir an der drückenden Schuldenlast zu­sammenbrechen müßten,

4. daß wir keine Schulden machen wollten, son­dern durch nationalsozialistische Mittel auch auf die­sem Gebiet den letzten geheiligten privatkapitalisti­schen Vorstellungen zuwiderhandeln und deshalb Gott gebe es zugrunde gehen würden,

5. daß das deutsche Volk infolge seines niederen Lebensstandards revoltiere,

6. daß der Staat den hohen Lebensstandard des deutschen Volkes mcht mehr aufrechterhalten könne usw. (Heiterkeit.) Alle diese und viele andere ähn­liche Doktorarbeiten unserer demokratischen Welt­wirtschafts-Theologen (Wiederholte Heiterkeit.) fan­den schon ihre Vorläufer in den zahllosen Feststel­lungen während der Zeit des nationalsozialistischen Kampfes um die Macht und besonders in der Zeit der legten sechs Jahre. Diese Klagen und Prophe- zechungen sind nur in einem aufrichtig: nämlich in dem einzigen ehrlichen demokratischen Wunsch, das

deutsche Volk und insbesondere das heutige natto- nalsozialistische Deutschland möchten doch endlich zugrunde gehen, lieber eines freilich ist sich auch das deutsche Volk und sind vor allem wir uns ganz im klaren: Deutschland befindet sich ohne Zweifel seit jeher in einer ganz besonders schweren wirt­schaftlichen Lage. Ja, seit dem Jahre 1918 konnte sie für viele als aussichtslos gelten.

Allein, während man nach dem Jahre 1918 vor diesen Schwierigkeiten einfach kapitu­lierte oder sich auf die übrige Welt verließ und von ihr verlassen wurde, hat der Rational­sozialismus mit diesem System feiger Ergebung in ein unabwendbar erscheinendes Schicksal ge­brochen und den Selbsterhaltungswillen der Ration aufgerufen. Er wurde nicht nur mit außerordentlicher Entschlossenheit eingesetzt, son­dern das darf ich heute wohl aussprechen auch von außerordentlichem Erfolg gekrönt, so daß ich zweierlei aussprechen kann:

1. Wir kämpfen wirklich einen ungeheuren Kampf unter Einsatz der ganzen geschlossenen Kraft und Energie unseres Volkes und

2. wir werden diesen Kampf restlos gewinnen, ja, wir haben ihn bereits gewonnen!

Worin liegt die Ursache all unserer wirtschaftlichen Schwierigkeiten? In der Ueberoölferung unseres Lebensraumes! Und hier kann ich den Herren Kriti­kern in den westlichen und außereuropäischen Demo­kratien nur eine Tatsache und eine Frage vorhalten.

Die Tatsache: Das deutsche Volk lebt mit 135 Menschen auf dem Quadratkilometer ohne jede äußere Hilfe und ohne alle Reserven von früher. Don der ganzen übrigen Welt anderthalb Jahr­zehnte ausgeplündert, mit ungeheuren Schulden be­lastet, ohne Kolonien, wird es trotzdem ernährt und gekleidet und hat dabei keine Erwerbslosen.

Und die Frage: Welche unserer sogenannten gro­ßen Demokratien wäre wohl in der Lage, das gleiche Kunststück fertigzubringen? Wenn wir dabei beson­dere Wege gegangen sind, dann lag der Grund ein­fach darin, daß uns auch besondere Verhältnisse auf- gezwungen wurden. Und zwar so schwere Umstände, daß die Lage der anderen großen Staaten damit überhaupt mcht verglichen werden kann. Es gibt auf dieser Erde Staaten, die nicht wie Deutschland 135. sondern nur 5 bis 11 Menschen auf den Quadrat­kilometer besitzen, dabei fruchtbarstes Ackerland in ungeheurem Ausmaße brachliegen haben, über sämtliche denkbaren Bodenschätze verfügen, den na­türlichsten Reichtum an Kohle, Eisen, Erz ihr eigen nennen und trotzdem nicht einmal in der Lage sind, ihre eigenen sozialen Probleme zu lösen, ihre Er­werbslosen zu beseitigen, oder ihre sonstige Not zu meistern. Die Vertreter dieser Staaten schwören nun auf die wunderbaren Eigenschaften ihrer Demokra­tie. Das mögen sie sür sich tun. Solange wir aber in Deutschland einen Ableger dieser Demokratie be= ,^ßen, hatten wir 7 Millionen Erwerbslose, eine

vor dem vollkommenen Ruin stehende Wirtschaft in Stadt und Land und eine vor der Revolution stehende Gesellschaft. Nun haben wir trotz unserer Schwierigkeiten diese Probleme gelost, und zwar dank unserem Regime und unserer inne­ren Organisation.

Wundern sich diese Vertreter fremder Demokra- , tien, daß wir nun so frei sind, unser heutiges Re­gime für besser zu halten als das Regime, das wir früher hatten, und wundern sie sich vor allem, daß das deutsche Volk dem jetzigen Re­gime seine Zustimmung gibt -und das frühere ablehnt! Ist aber nun ein Regime, das 99 v. H. seiner ganzen Volksgenossen hinter sich hat, nicht letzten Endes eine ganz andere Demokra­tie als jene Patentlösung in Staaten, die sich oft nur durch Anwendung der bedenklichsten Mittel der Wahlbeeinflussung zu halten vermag?

Vor allem aber, wie kommt man dazu, uns etwas aufoktroyieren zu wollen, das wir soweit es sich um den Begriff Dolksherrschaft handelt in einer viel klareren und besseren Form besitzen. Soweit es sich aber um die uns angepriesenen Methoden handelt, so haben sie sich in unserem Lande als gänzlich unbrauchbar erwie­sen. Man erklärt in diesen Staaten, daß man daran glaube, daß zwischen Demokratien und sogenannten Diktaturen trotzdem eine Zusammenarbeit möglich jein könnte. Was soll das heißen? Die Frage der S t a a t s f o r m oder der Organisation einer volklichen Gemeinschaft steht international überhaupt nicht z u r Debatte. Es ist uns Deutschen gänzlich gleichgültig, welche Staatsform andere Volker besitzen. Es ist uns an sich höchst gleichgültig, ob man den Nationalsozialismus, der nun einmal unser Patent ift genau so wie der Fa­schismus das italienische, exportiert oder nicht. Wir haben daran nämlich selbst kein Interesse! Weder sehen wir einen Vorteil darin, den Nationalsozialis­mus als Idee zu liefern, noch haben wir einen An­laß, andere Volker deshalb, weil sie Demokraten sind, etwa zu bekriegen. Die Behauptung, daß das nationalsozialistische Deutschland demnächst Nord­oder Südamerika, Australien, China oder die Nie­derlande angreifen und aufteilen wird, und zwar weil dort andere Regierungssysteme herrschen, konnte nur noch ergänzt werden durch die Weis­sagung, daß wir im Anschluß daran die Absicht hätten, sofort den Vollmond zu vesetzen. (Stürmische Heiterkeit.)

Unser Staat und unser Volk haben sehr schwere wirtschaftliche Lebensbedingungen. Das Regime vor uns hat vor der Schwere dieser Aufgabe kapituliert und war infolge feiner ganzen Art nicht in der Lage, den Kampf dagegen aufzu­nehmen. Der Rationalsozialismus kennt das Wort Kapitulation weder innen-, noch außen­politisch. Er ist von der brutalen Entschlußkraft erfüllt, Probleme, die gelöst werden müssen, anzufassen und so oder so auch zu lösen. Und wir müssen dabei, wie die Dinge liegen, das, was uns an materiellen Mitteln fehlt, ersehen durch äußersten Fleiß und durch die äußerste

Konzentration unserer Arbeitskraft.

Wem die Natur von selber die Bananen in den Mund wachsen läßt, der hat natürlich einen leich­teren Lebenskampf als der deutsche Bauer, der sich .das ganze Jahr abmühen muß, um seinen Acker zu bestellen. Wir verbitten uns dabei nur, daß nun ein so sorgenloser internationaler Bananen­pflücker di e Tätigkeit des deutschen Bauern kritisiert. Wenn gewisse Methoden unserer Wirtschaftspolitik der anderen Welt als schädlich vorkommen, dann mag sie sich selbst dar­über Rechenschaft ablegen, daß ein, wirtschaftlich ge­sehen, ebenso unvernünftiger wie zweckloser Haß gerade auf Dellen der einstigen Siegerstaaten dabei mit die Hauptoerantwortung trägt.

Ich mochte Ihnen, meine Abgeordneten, Männer des Reichstages und damit dem ganzen deutschen Volk, Ivie so oft, auch in dieser Stunde in wenigen Zügen eine Situation klarmachen, die gegeben ist, mit der wir uns entweder abfinden oder die wir verändern müssen.

Deutschland war vor dem Kriege eine aufblühende Weltwirtschaftsmacht. Es nahm am internationalen Handel teil unter Respektierung der damals allge­meinen gültigen Wirtschaftsgesetze sowohl, als auch der Methoden dieses Handels, lieber den Zwang zur Teilnahme an dieser Handelsbetätigung brauche ich hier kein Wort zu reden, denn es ist "eine An­maßung, anzunehmen, daß der liebe Gott die Welt nur für ein oder zwei Volker geschaffen habe.

Jedes Volk hat das Recht, sich fein Leben auf dieser Erde sicherzustellen. Das deutsche Volk ist eines der ältesten Kulturvölker Europas. Sein Beitrag zur menschlichen Zivilisation beruht nicht auf einigen Phrasen von Politikern, son­dern auf zeitlosen Leistungen, und zwar posi­tiven Leistungen. Es hat genau das gleiche Recht, an der Erschließung dieser Welt teilzu­haben, wie irgend ein anderes Volk. (Starker Beifall.)

Trotzdem wurde schon im Frieden, und zwar da­mals in englischen Kreisen, der gerade wirt­schaftlich gesehen kindische Gedanke verfochten, daß die Vernichtung Deutschlands die britischen Han­delsgewinne ungeheuer steigern würde. Es kam dazu dann noch weiter die Tatsache, daß man im damali­gen Deutschland schon einen der angestrebten jüdi­schen Weltbeherrschung am Ende doch nicht ganz gefügigen Faktor zu sehen glaubte und daher auch von dieser Seite mit allen Mitteln zum Kampf gegen Deutschland zu hetzen sich bemühte. Der Weltkrieg, in den Deutschland einfach aus einer damals ohne Zweifel falsch verstandenen Bündnis- treue hineinschlitterte, endete nach über vier Jah­ren mit jenem phantastischen Appell des berühmten amerikanischen Präsidenten Wilson. Diese 14 Punkte, die dann noch durch vier weitere ergänzt wurden, stellen die von den alliierten Mächten feierlich übernommenen Ver­pflichtungen dar, auf Grund deren Deutschland die Waffen niederlegte. Nach dem Waffenstillstand wurden dieseVerpflicht ungen in schmach­vollster Weise gebrochen. (Zustimmung.) Hier begann nun der Wahnsinn der sogenannten Siegerstaaten, das Leid des Krieges in einen per­manenten Krieg des Friedens zu ver­wandeln. Wenn dieser Zustand heute zum größten Teil beseitigt ist, dann nicht etwa aus Gründen der Einsicht ober auch nur der Billigkeit auf feiten der demokratischen Staatsmänner, sondern ausschließlich durch die Kraft der wieder zu sich gekom­menen deutschenNation. Tatsache ist jeden­falls, daß am Ende des Weltkrieges jede vernünftige Ueberlegung zu dem Ergebnis hätte kommen müs­sen, das irgendein sichtbarer Gewinn für keinen Staat herausgekommen war.