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ens zum Führer, wenn mir dieses Gesetz einstim-

Ser Führer spricht

Der MW zur Befreiung der Ostmark

Die sudetendeutsche Frage wurde gelöst

mig annehmen. Geschlossen erheben sich die Ab­geordneten des Großdeutschen Reichstages von

b i ü i f i o n e n mit dem Befehl, am Samstag, dem 12. März, 8 Uhr morgens, zur Befrei­ung der Ostmark den sofortigen Vor­marsch über die Grenzen hin anzu- treten. Freitag, den 11. März, morgens war die Mobilmachung dieser Heeres- und ^-Ver­bände beendet. Ihr Aufmarsch vollzog sich im Lause desselben Tages. Rachmillags erfolgte unterdes unter dem Druck der Ereignisse und der sich erhebenden Volksgenossen in der Ost­mark der Rücktritt Schuschniggs. Frei­tag abend erging die Bitte an mich, um unüber­sehbare innere Wirrnisse in diesem Lande zu verhindern, den Befehl zum Einmarsch der deutschen Truppen zu geben. Schob gegen 10 Uhr nachts erfolgten au zahlreichen Stellen die Grenzübergänge. Ab 6 Uhr früh be­gann der allgemeine Einmarsch, der unter un­ermeßlichem Jubel der nunmehr endgültig be­freiten Bevölkerung erfolgte. Am Sonntag, dem 13. März, verfügte ich in Linz durch die Ihnen bekannten beiden Gesetze die Eingliede­rung der O st mark in das Deutsche Reich und die Vereidigung des ehemaligen Bundes­heeres auf mich als dem Obersten Befehlshaber der deutschen Wehrmacht. Zwei Tage später fand in Wien die erste große Truppenparade statt.

Alles dies hatte sich in einem wahrhaft atemraubenden Tempo abgespielt. Das Vertrauen auf die Schnelligkeit unb die Schlagkraft der neuen deutschen Wehrmacht wurde nicht ent­täuscht, sondern höchstens übertroffen. Die lieber« zeugung von dem hervorragenden Wert dieses vor­züglichen Instruments batte in wenigen Tagen ihre Bestätigung erhalten. Die am 10. April stattgefun­dene erste Wahl in den Großdeutschen Reichstag er­gab eine überwältigende Zustimmung der deutschen Nation. Rund 99 v. h. hatten in diesem Sinne ihre Entscheidung gefällt. (Stürmische Beifallskundge­bungen.)

kation, die noch verstärkt wurde durch eine wahrhaft infame Verfolgung und Terrorisierung unserer dortigen Deutschen entschlossen, die sude­tendeutsche Frage endgültig und nunmehr radi­kal zu lösen. Ich gab am 28. Mai 1. den Be­fehl zur Vorbereitung des militärischen Ein­schreitens gegen diesen Staat mit dem Termin des 2. Oktober. 2. Ich befahl den gewaltigen und beschleunigten Ausbau unserer Verteidi­gungsfront im Westen.

Für die Auseinandersetzung mit Herrn Be­nefd; und zum Schuhe des Reiches gegen andere Beeinflussungsversuche oder gar Bedrohungen war die sofortige Mobilmachung von zunächst 96 Divisionen vorgesehen, denen in kurzer Frist eine größere Anzahl wei­terer solcher Verbände nachfolgen konnten.

Die Entwicklung des hoch- und Spätsommers und die Lage des Deutschtums in der Tschecho­slowakei gaben Viesen Vorbereilungen rechl. Die einzelnen Stadien der endlichen Erledigung dieses Problem gehören der Geschichte an. Wie­der hoben sich die mililärischen Vorbereilungen, die sich auf die gesamte Wehrmacht, ff- und SA.-Verbände erstreckten, sowie im Falle Oester­reich auch auf zahlreiche Polizeilruppeu, auf das auherordentlichste bewährt. 3m Westen hat der Einsatz der Organisation Dr. Todt unter der Führung seines genialen Leiters und Dank der Hingabe aller übrigen dort schaffenden Offi­ziere, Soldaten, Männer des Reichsarbeitsdien­stes und Arbeiter ein in der Geschichte bisher nicht für möglich gehaltenes einmaliges Ergebnis erzielt. (Slürmllche Beifallskundgebungen.) Wenn gewisse Zeitungen und Politiker der übri­gen Welt nun behaupten, daß damit Deutschland durch militärische Erpressungen andere Völ­ker bedroht habe, so beruht dies auf einer groben Verdrehung der Tatsachen. Deutschland hat in einem Gebiet, wo weder Eng­länder noch andere westliche Nationen etwas zu suchen hab n, für zehn Millionen deutsche Volks­genossen das Selbstbestimmungsrecht

friedens auch im Namen der übrigen Alliierten zusicherte, befand sich der elementare Satz von dem Selbftbestimmungsrecht der Völk er. Völker sollten nicht wie eine Ware durch die Künste der Diplomatie von einer Souveränität einfach in die andere übergeben werden, sondern kraft heilig­ster Rechte der Natur ihr Leben und damit ihre politische Existenz selbst bestimmen. Die Prokla­mation dieses Grundsatzes konnte von elementarer Bedeutung fein. Tatsächlich haben sich in der Folae« zeit die damaligen alliierten Mächte dieser Thesen auch dann bedient, wenn sie für ihre egoistischen Zwecke auszuwerten waren. So verweigert man Deutschland die Rückgabe seines Kolonialbesitzes unter der Behauptung, man dürfe die dortigen Stämme und Einwohner nicht einfach gegen ihren W i l l c n um den sich allerdings selbstverständlich im Jahre 1918 niemand gekümmert hatte - wieder an Deutschland zurückgeben. Allem, während man so im Namen des Selbstbestimmungsrechtes für primi­tive Negerstämme als Schützer auftritt, verwei­gerte man im Jahre 1918 dem hochkul­tivierten deutschen Volk die Zubilligung der ihm feierlich versprochenen allgemeinen Men­schenrechte. Zahlreiche Millionen deutsche Bürger wurden gegen ihren Willen dem Reich entrissen oder an der Vereinigung mit dem Reich verhindert. Ja, im schärfsten Gegensatz zu dem Ver­sprechen des Selbstbestimmungsrechtes wurde im Friedensoertrag von Versailles sogar der Anschluß der Deutschen der Ostmark an das Reich verboten in dem Augenblick, da sich dort Bestrebungen zeig­ten, durch öffentliche Volksabstimmungen dem Selbstbestimmungsrecht praktischen Ausdruck zu ver­leihen. Versuche, auf dem empfohlenen Wege ver­nünftiger Revisionen eine Aenderung der Sachlage herbeizuführen, waren bisher sämtlich mißlungen und mußten bei der bekannten Einstellung der Ver­sailler Mächte auch in Zukunft scheitern. Wie über­haupt diesen Revisionsartikeln der Völkerbundsakte nur eine platonische Bedeutung zukam.

des Führers in den vergangenen sechs Jahren und I ihren Plätzen, so daß Reichstagspräsident Göring insfrejonim im Jahre 1938 find für bas Gesetz ^Wellen kann: Das ® 9U "Vn fTrmmia

$TrbUmZnU£ Dr"! °°N4 ° m ° n kommen nun. fo fährt

emfaches Gebot der Dankbarkeit, so betont Dr. 2 fort ßur Erklärung der Reichs- Frick unter dem erneuten Beifall des Hauses, und xegierung. Der Führer spricht! Ml brau» als ein Beweis unseres unerschütterlichen Vertrau- Lindem lang anhaltendem Beifall begrüßt das

tapferer und fanatisch durchgehal­tener Entschlüsse.

Ich spreche dies aus, weil die Gefahr besteht, daß gerade jene, die an dem Gelingen der deutschen Einigung den wenigsten praktischen Anteil besitzen, nur zu leicht als vorlauteste Deklamatoren die Tat der Schaffung dieses Reiches für sich in Anspruch nehmen oder das ganze Geschehen des Jahres 1938 als eine schon längst fällige, nur leider vom Natio­nalsozialismus verspätet eingelöste Selbstverständ­lichkeit werten. Diesen Elementen gegenüber möchte ich feststellen, daß zum Durchsetzen dieses Jahres eine Nervenkraft gehörte, von der solche Wichte nicht eine Spur besitzen! Es sind jene uns bekannten alten unverbesserlichen Pessimisten, Skeptiker oder Gleichgültigen, die man in der Zeit unseres 20jährigen Kampfes als positives Element stets vermissen konnte, die aber nun nach dem Sieg als die berufenen Experten der nationalen Er­hebung ihre kritischen Randbemerkungen machen zu müssen glauben.

Ich gebe nun in wenigen Sätzen eine sachliche Darstellung der geschichtlichen Ereignisse des denk­würdigen Jahres 1938. Unter den 14 Punkten, die der amerikanische Präsident Wilson Deutsch­land im Falle der Waffenniederlegung als die Grundlagen des neu zu organisierenden Welt-

Jch selbst, als Sohn der ostmärkischen Erde, hatte den heiligen Wunsch, diese Frage zu lös en, um damit meine Heimat wieder ins Reich zurück­zuführen. Im Januar 1938 faßte ich den endgültigen Entschluß, im Laufe dieses Jahres so ober so das Selbstbestimmungsrecht für die 6,5 Millionen Deutschen in Oesterreich zu erkämpfen. Ich lud den damaligen Bundeskanzler Schuschnigg zu einer Aussprache nach Berchtes­gaden und versicherte ihm, daß das Deutsche Reich einer weiteren Unterdrückung dieser deutschen Volks­genossen nicht mehr zusehen würde und daß ich chm daher anheimstelle, auf dem Wege einer vernünftigen und billigen Abmachung einer endgültigen Lösung dieses Problems näherzutreten. Ich ließ ihm keinen Zweifel darüber, daß andern­falls die F re-rh eit im Sinne des Selbstbestimmungs­rechtes dieser 6,5 Millionen Deutschen mit a n - deren geeigneten Mitteln erzwungen werden würde. Das Ergebnis mar eine Abmachung, die hoffen ließ, auf dem Wege einer all­gemeinen Verständigung dieses schwierige Problem zu lösen. Ich erklärte in meiner Reichs­tagsrede vom 22. Februar, daß das Schicksal der vom Mutterlands gegen ihren Willen abgetrennten 10 Millionen Deutschen in Mitteleuropa das Reich nicht mehr gleichgültig fein lassen könne, daß vor allem weitere Unterdrückungen und Mißhandlungen dieser Deutschen zik den schärfsten Gegen­maßnahmen führen müßten.

Wenige Tage später entschloß sich Herr Schusch­nigg zu einem eklatanten Bruch der in Berchtesgaden getroffenen Vereinbarung. Das Ziel war, durch einen tollen Abstimmungs- belrug dem nationalen Selbstbestimmungsrecht und Willen dieser 6V2 Millionen Deutschen die legale Rechtsgrundlage zu entziehen. Mittwoch abends, am 9. März, erhielt ich durch die Rede Schuschniggs in Innsbruck von Absicht Kenntnis. In der Rächt vom Mittwoch auf Donnerstag morgens befahl ich die Mo­bilisierung einer gewissen Anzahl deutscher Infanterie - und Panzer-

ganze Haus, das sich wiederum von den Platzen erhoben hat, den Führer am Rednerpult. Der Führe? nimmt nun das Wort.

Wenige Wochen darauf begann unter der Ein­wirkung der internationalen Hetzkampagne gewisser Zeitungen und einzelner Politiker die Tschecho« Slowakei mit verstärkten Unterdrückungen der dortigen Deutschen. Nahezu 3V2 Millionen unserer Volksgenossen lebten in ihr in geschlossenen Sied­lungsgebieten, die zum größten Teil an den Reichs­grenzen lagen. Mit den in den letzten Jahrzehnten durch den tschechischen Terror vertriebenen Deutschen ergibt sich eine Zahl von über 4 Millionen Menschen deutscher Nationalität, die gegen ihren Wil­len in diesem Staate behalten und mehr oder weniger mißhandelt wurden. Keine Welt­macht von Ehre hätte einen solchen Zustand auf d i e Dauer geduldet und ihm zugesehen.

Der verantwortliche Mann für jene Entwicklung, die allmählich die Tschecho-Slowakei zum Exponen­ten aller gegen das Reich gerichteten feindlichen Ab­sichten machte, war der damalige Staatspräsident Dr. Bene sch. Er hat auf Anregung und unter Mitwirkung gewisser ausländischer Kreise im Mai des vergangenen Jahres jene tschechische M 0- b i 1 i f i e r u n g durchgeführt, der die Absicht zu­grunde lag, 1. das Deutsche Reich zu provozieren und 2. dem Deutschen Reich eine Niederlage in sei­nem international"«! Anseben zuzufüaen. Trotz einer dem tschechischen Staatspräsidenten Benesch in mei­nem Auftrag zweimal übermittelten Erklärung, daß Deutschland nicht einen einzigen S 0 lda - t e n mobilisiert hatte, trotz der gleichen Ver­sicherungen, die den Vertretern ausmärtioer Mächte abgegeben werden konnten, wurde die Fiktion auf­rechterhalten und verbreitet, daß die Tschecho-Slo­wakei durch eine deutsche Mobilisation ihrerseits zur Mobilmachung gezwungen worden wäre und Deutschland dadurch seine eigene Mobil­machung rückgängig machen und seinen Absichten entsagen mußte. Herr Dr. Benesch ließ die Version verbreiten, daß damit das Deutsche R"ich durch die Entschlossenheit seiner Maßnahmen in die gebüh­renden Schranken zurückgewiesen worden sei.

Da Deutschland nun weder mobil gemacht hatte, noch irgendeine Absicht besah, die Tschecho­slowakei etwa anzugreifen, muhte die Lage ohne Zweifel zu einem fchweren Preftige- verlust des Reiches führen. Ich habe mich daher auf Grund dieser unerträglichen Provo-

Abgeordnete! Männer des Deutschen Reichstags!

Als vor sechs Jahren an diesem Abend unter dem Scheine der Fackeln die Zehntausende national­sozialistischer Kämpfer durch das Brandenburger Tor zogen, um mir, dem soeben ernannten Kanzler des Reiches, das Gefühl ihrer überströmenden Freude und das Bekenntnis ihrer Gefolgfchaftstreue zum Ausdruck zu bringen, starrten wie m ganz Deutsch­land so auch in Berlin unzählige besorgte Augen auf den Anfang einer Entwicklung, deren Ausgang noch unkenntlich und unübersehbar zu sein schien. Rund 13 Millionen nationalsbzialsozialiftischer Wähler und Wählerinnen standen damals hinter mir. Eine ge­waltige Zahl, aber doch nur etwas mehr als ein Drittel aller abgegebene* Stimmen. Freilich, die übrigen 20 Millionen verteilten und zersplitterten sich auf rund 35 andere Parteien und Grüppchen. Das einzige Verbindende unter ihnen war nur der aus dem schlechten Gewissen oder aus noch schlech­teren Absichten stammende Haß gegen unsere junge Bewegung. Er einte wie anderwärts auch heute noch Zentrumssplitter und kommunistische Atheisten, sozialistische Eigentumsvermchter und ka­pitalistische Börseninteressenten, konservative Staats­erhalter und republikanische Reichszerstorer. Sie alle hatten sich im langen Kampf des Nationalsozialis­mus um die Führung zur Verteidigung ihrer In­teressen gefunden und mit dem Judentum gemein­same Sache gemacht. Segnend breiteten darüber die politisierenden Bischöfe der verschiedenen Kirchen ihre Hände. Dieser nur im Negativen eini gen Ab plitterung der Nation stand nun jenes Drit­telgläubiger deutscher Männer und Frauen gegenüber, die es unternommen hatten, gegenüber einer Welt von inneren und äußeren Widerständen das deutsche Volk und Reich erneut auf­zurichten. Das Gesamtbild der Größe des damaligen Zusammenbruchs beginnt allmählich zu oerblapen. Eines ist aber auch heute noch nicht vergessen: Nur einWunderinzwölfterStunde s ch i e n Deutschland retten zu können Und an dieses Wunder glaubten wir Nationalsozialisten, lieber den Glauben an dieses Wunder lachten unsere Gegner Der Gedanke, die Nation aus einem ein­einhalb Jahrzehnte langen Verfall einfach durch die Kraft einer neuen Idee erlösen zu wollen, schien den Nichtnationalsozialisten als Phantasterei, den Juden und sonstigen Staatsfeinden aber als belang­loses Aufzucken einer letzten nationalen Widerstands­kraft, nach deren Erlöschen man hoffen durfte, nicht nur Deutschland, sondern Europa endgültig ver­nichten zu können. e .

(Ein im bolschewistischen Chaos versinkendes Deutsches Reich hätte damals das ganze Abend- land in eine Krise von unvorstellbarem Aus­maß gestürzt. Rur beschränkteste Insulaner können sich einbilden, daß die rote Pest vor der Heiligkeit einer demokratischen 3dee oder an den Grenzen desinteressierten Staaten schön von selber halt gemacht haben würde. Mit M u s s 0 l i n i und dem italienischen Faschismus hatte die Rettung Europas an einem Ende begonnen. Der Rationalfozialis- mus hat diese Rettung am anderen fortgeführl, und in diesen Tagen erleben wir in einem wei­teren Lande das gleiche Schauspiel einer tapfe­ren Ueberwindung des jüdisch-internationalen Vernichtungsversuches gegenüber der euro­päischen Kulturwelt. (Stürmischer Beifall.)

Was sind nun sechs Jahre im Leben eines ein­zelnen Menschen? Was sind sie aber erst im Leben Der Völker? Man sieht in einer so kurzen Spanne der Entwicklung kaum mehr als die Symptome einer allgemeinen Stagnation, eines Rück- ober eines Fortschrittes. Die nunmehr in Deutschland hin­ter uns liegenden sechs Jahre aber sind erfüllt von dem gewaltigen Geschehen unserer' deutschen Ge­schichte überhaupt. Am 30. Januar 1933 zog ich in die Wilhelmstraße ein. erfüllt von tief ft er Sorge für die Zukunft meines Volkes. Heute sechs Jahre später kann ich zu dem er st en Reichstag Großdeutschlands sprechen! Wahrlich, wir vermögen vielleicht mehr als andere Generationen den frommen Sinn des Ausspruchs zu ermessen:Welch eine Wen­dung durch Gottes Fügung." Sechs Jahre genügten, um die Träume von Jahrhunderten zu erfüllen. Ein Jahr, um unser Volk in den Genuß jener Einheit zu bringen, die die vergeblich ange­strebte Sehnsucht zahlreicher Generationen war. Da ich Sie heute als Vertreter unseres deutschen Volkes aus allen Gauen des Reiches um mich versammelt sehe und unter Ihne* die neugewählten Männer der Ostmark und des Sudetenlandes weiß, erliege ich wieder den gewaltigen Eindrücken des Geschehens eines Jahres, in dem sich Jahrhunderte ent­wickelten. Wieviel Blut ist um dieses Ziel umsonst [geflossen? Wieviele Millionen deutscher Männer ind bewußt oder unbewußt im Dienste dieser Ziel- etzung seit mehr als tausend Jahren den bitteren Weg in den raschen oder schmerzlichen Tod gegan­gen! Wieviele andere« wurden verdammt, hinter Festungs- und Kerkermauern ein Leben zu beenden, das sie Grohdeutschland schenken wollten! Wieviele Hunderttausende sind als endloser von Not und Sorge gepeitschter Strom deutscher Auswanderung in die weite Welt geflossen! Jahrzehntelang noch an die unglückliche Heimat denkend, nach Generationen sie vergessend.

And nun ist in einem 3ahre bie Ver­wirklichung dieses Traumes gelun­gen. Richt kampflos, wie gedankenlose Bürger dies vielleicht zu glauben pflegen. Vor diesem 3ahr der deutschen Einigung stehen fast zwei 3ahrzehnte des fanatischen Ringens einer politischen 3dee. Hundertlausende und Millionen fetzten für sie ihr ganzes Sein, ihre körperliche und wirtschaftliche Existenz ein; nahmen Svott und hohn genau so willig auf sich wie jahre­lange schimpfliche Behandlung, erbärmliche Verläumdung und kaum erträglichen Terror. Zahllose blutbedeckte Tote und Verletzte in allen deutschen (Bauen sind die Zeugen des Kampfes. Und zudem: dieser Erfolg wurde erkämpft durch eine unermeßliche Willens­anstrengung und durch die Kraft

h e r g e ft e I (t. Es hat dadurch u 1 e rn a v d e n be­droht, es hat sich nur zur Wehr gesetzt gegen den Versuch der Einmischung Dritter. Und ich brauche Ihnen nicht zu versichern, meine Abgeordneten, Männer des Deutschen Reichstages, daß wir es auch in Zukunft nicht hinnehmen werden, daß in gewisse nur uns angehende Angelegenheiten wesr- liche Staaten sich einfach hineinzumenaen versuchen, um durch ihr Dazwischentreten natürliche und ver­nünftige Lösungen zu verhindern. (Sich immer wie­derholender stürmischer Beifall.) Wir alle waren da­her glücklich, daß es dank der Initiative unseres Freundes Benito Mussolini und dank der eben­falls hoch zu schätzenden Bereitwilligkeit Chamberlains und Daladiers gelang, die Elemente einer Abmachung zu finden, die nicht nur die friedliche Lösung einer unaufschiebbaren Angelegenheit gestattete, sondern bie barüber hin­aus als Beispiel gewertet werben kann für die Möglichkeit einer allgemeinen vernünftigen Behand­lung und Erledigung bestimmter lebenswichtiger Probleme. Allerdings ohne bie Entschlossen­heit, dieses Problem so ober so zur Lösung zu bringen, wäre es zu einer solchen Einigung ber europäischen Großmächte nicht gekommen. Das sudetendeutsche Volk hat seinerseits ebenfalls Ge­legenheit erhalten, durch eine eigene und freie W i 11 e n s k u n d g e b u n g den Prozeß der Eingliederung in das Großdeutfche Reich zu sank­tionieren. Es vollzog seine Zustimmung mit der­selben überwältigenden Mehrheit, wie sie die Wahl des ersten Großdeutschen Reichstages zeigte. Wir haben damit vor uns heute eine Vertretung des deutschen Volkes, die es beanspruchen kann, als eine wahrhaft verfassung­gebende Körperschaft angesehen zu wer­den. Es liegt nicht im Sinne meiner Ausführungen, und es ist auch nicht möglich, im Rahmen dieses Rück­blicks all derjenigen zu gedenken, die mir durch ihre Mitarbeit die geistigen und materiellen Voraus­setzungen zum Gelingen des großen Einigungswerkes gegeben haben. Ich muß aber in dieser Stunde her­vorheben, daß neben der impulsiven und mitreißen­den Wirksamkeit des Generalfeldmarschalls, unseres alten Parteigenossen Göring, auf den von ihm be­treuten Gebieten es in erster ßiifie die ebenso richtige wie kühne Beurteilung und im einzelnen hervorragende Behandlung aller außenpolitischen Probleme durch Parteigenossen von Ribbentrop wa­ren, die mir in der zurückliegenden großen Zeit eine außerordentliche Hilfe für die Durchführung dieser meiner Politik bedeuteten. (Langanhaltende Beifalls­kundgebungen. Dies zum fachlichen Ablauf des histo­rischen Jahres 1938.

Es scheint mir am heutigen Tage notwendig zu sein, es vor der Ration auszusprechen, daß das 3ahr 1938 in erster Linie ein 3 ahr des Triumphes einer 3dee war. Eine 3dee hat ein Volk geeint zum Unterschied früherer 3ahrhunderte, da man glaubte, diese Aufgabe nur dem Schwert überlassen zu dürfen. Als die deutschen Soldaten in die Ostmark und in das §udelenland einrücklen, da geschah es gegen die dortigen Unterdrücker des Vol­kes und mithin die Träger der nationalfo-ia- listischen Volksgemeinschaft, der alle diese Mil­lionen Deutsche innerlich schon längst ergeben und verschworen waren. Die Flagge des natio­nalsozialistischen Reiches trugen die Deutschen der Ostmark und des Sudetenlandes trotz aller Unterdrückung als Symbol in ihren Herzen. Und dies ist der entscheidende Un­terschied zwischen der Entstehung Groß­deutschlands und ähnlichen Versuchen in ver­gangenen 3abrhunderten. Damals wollte man die deutschen Stamme in ein Re'ch zwingen heute hckt das deutsche Volk die Widersacher des Reiches bezwungen. 3n kaum acht Monaten vollzog sich eine der bemerkenswertesten Um­wälzungen Europas. (Die Beifallsstürme wie­derholen sich.)

Wenn es nun früher vornehmlich bie vermeint­lichen Belange der einzelnen Stämme und Länder eher der Egoismus deutscher Fürsten waren, bie sich jeder wahrhaften Reichseinigung entgegenstemmten, dann diesmal nach Beseitigung ber inneren Reichs- feinbe bie internationalen Nutznießer der deutschen Zersplitterung, bie als letzte Kräfte hemmend einzugreifen versuchten. So war es diesmal nicht mehr notwendig, das Schwert zu ziehen zur Erzwingung der nationalen Einigung, sondern nur zum Schutze derselben vor ber äuße­ren Bebrohung. Die junge Wehrmacht des Reiches hat ihre erste Probe dabei glänzend bestanden.

Dieser in der Geschichte unseres Volkes einmalige Vorgang bedeutet für Sie, meine Abgeordneten und Männer des Großdeutschen Reichstages, eine hei­lige und ewige Verpflichtung. Sie sind nicht' die Vertreter einer Landschaft oder eines be­stimmten Stammes. Sie sind nicht Repräsentanten besonderer Interessen, sondern Sie sind zu allererst die gewählten Vertreter de sg es amten großen deutschen Volkes. Sie sind damit Garanten jenes Deutschen Reiches, das der National­sozialismus ermöglicht und geschaffen hat. Sie sind deshalb verpflichtet, der Bewegung, b:e das Wun­der der deutschen Geschichte des Jahres 1938 vor­bereitete und verwirklichte, in treuester Gefolgschaft zr dienen. In ihnen müssen sich die Tugenden der Nationalsozialistischen Partei in hervorragendster Weile verkörpern, Treue, Kameradschaft und Gehorsam. So wie wir uns diese im Kampfe um Deutschland anerzogen hatten, so soll für alle Zukunft die innere Ausrichtung der Ver­treter des Reichstages bleiben. Dann wird bie re­präsentative Vertretung der deutschen Nation eine verschworene Gemeinschaft darstellen von positiven Arbeitern am deutsche Volk und Staat.

Meine Abgeordneten! Männer des Reichstages! Die Geschichte ber letzten 30 Jahre hat uns allen eine große °el)re zu geben, nämlich die, baß bas Gewicht ber Nationen nach außen gleich ill ber Kraft ber Volker im Innern. Aus Zahl unb Wert ber Volksgenossen ergibt sich bie Bedeutung des Volkes im gesamten. Allein die letzte unb ent« scheidenste Nolle bei ber Bewertung ber wirklichen Kraft einer Nation wird immer bem Staube der inneren Drbnuna, das heißt ber vernünftigen Organisation bieser Dolkskraft zukommen. Der beut« sche Mensch ist heute kein anderer als der vor nehn, zwanzig ober dreißig Jahren. Die Zahl ber Deut­schen hat sich seitbem nur unwesentlich vermehrt. Fähigkeiten, Genie. Tatkraft usw. können nicht Häher geschätzt werden als in früheren Jahrzehnten. Das Einzige, was sich wesentlich geändert hat, ist die bessere Nutzbarmachung dieser Werte, durch die Art ihrer Organisation unb bank ber B i l- düng einer neuen Führerauslese

Das rolitif'ü unb gesellschaftlich be^organifterte beutsche Volk früherer Jahrzehnte hat ben größten