Der Führer in Wilhelmshaven
Haber von ihren Fahrten und Erfolgen.
noch
Dr. Be.
des
Westens
der Brandung'
.Der Preis des Krieges'
den sind.
einer
mit uns sie nichts
Zwei wor-
„Dr. Volk
chungen, daher auch das Auftreten n e s ch ' s.
Wenn es die Deutschen wirklich chlecht meinen würden, dann könnten
dieser läge, da Sie die Stärke priesen?"
Oberst Moravec fuhr dann fort: will nicht sehen, daß das tschechische
Benesch auf der
wärtige Dienste über die Weichsel nach Kulm hinauf und weiter in Richtung Warschau.
Man hat hier in wenigen Zahlen und nüchternen Sätzen einen Ueberblick über Umfang und Ausmaß der Vorarbeiten für einen Brückenschlag und für den eigentlichen Brückenschlag selbst. Für die Pio- nicre aber gibt es keine Ruhe: wenn sie eben ihre Arbeit beendet und die Truppe nach vorn entlassen
haben, werden sie selbst wieder vorn gebraucht und müssen an der Truppe vorbei vor. märte. Auch hier haben die Pioniere bei Kulm eine glänzende Leistung vollbracht: die von drei Pionierbataillonen gebaute Brücke wurde in einem Tag von zwei Pionierkompanien und einer Straßenbaukompanie abgebaut, ein Beweis für die Leistung?, fähigkeit und die Einsatzbereitschaft der Männer. Die deutschen Pioniere haben in Polen Proben ihres Könnens abgelegt, die sich würdig an die Leistung der Pioniere in früheren Feldzügen reihen und von denen der Brückenschlag bei Kulm nur eine ist. Wir dürfen mit vollem Recht das Wort des Generals
Vormarsch der deutschen Truppen durch Polen ist nicht zuletzt durch die Schnelligkeit der P i o n i e re gewährleistet worden."
fälle oder die Schließung der Grenze gehören ins Reich der Phantasie. Die alte Grenze zwischen den beiden Staaten ist geöffnet, und der Verkehr wickelt sich normal ab. Rur an der ehemaligen polnischen Grenze ist die Grenze bis zur Beendigung der militärischen Operationen geschlossen worden. Die Beziehungen zwischen den beiden Rationen dauern auf der Grundlage der vollkommen st en Neutralität fort.
eine Sturmbootkompanie mit Panzerabwehr zur Sicherung der linken Flanke des Brückenschlages ein. Die Leituna erhält die Skizze des Brückenprofils und eine Stärkemeldung der benötigten Fähren. Nachmittags 3 Uhr ist der Brückenbau vom diesseitigen Ufer bereits b i s zur Mitte des Flusses vargetrieben. Drei Stunden später kann die Brücke geschlossen werden.
Der „Telegraaf" sagt, die Gold vorrate del Bank van England und des Währungsausgleichs' fonds seien seit März 1938 ständig zurückgr
der Brust trugen, fürlhren bewunderungs- würdigen tapferen Einsatz und sprach ihnen dabei für ihre großen Erfolge feine An-
Wilhelmshaven, 28. Sept. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber besuchte heute unerwartet in Wilhelmshaven in Begleitung des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, Großadmiral Dr. h. c. Raeder, die von erfolgreicher Feindfahrt in ihre Heimathäfen zurückgekehrten deutsche^ U- B o o t b esa h un gen.
Der Führer dankte den Offizieren und wann- schäften, die vielfach bereits das Eiserne Kreuz an
anderes wünschen, als daß sich das tschechische Doll nach den Ratschlägen, die ihm Dr. Benesch über die Radiowellen schickt, richtet. Mitteleuropa hat ich geändert. Der tschechische Mensch hat viel gelernt, aber Dr. Benesch i st geblieben, wi e e r w a r. Wir fühlen, daß er wieder von einer Gefolgschaft von Zeitungskünstlern umgeben ist, bk nur das berichten können, was der Obrigkeit" genehm ist. An dem ist Dr. Benesch im vorigen Fahr zugrunde gegangen und mit ihm auch der tschechoslowakische Staat, heute arbeiten diese unseligen Schatten um Dr. Benesch dahin, nach dem Staat auch das Volk zu vernichten.
Daß ich geblieben bin, hat eigentlich Dr. Benesch seibft verschuldet. Denken Sie Herr Doktor, an unsere Unterredung auf der Prager Burg am 2. Oktober vorigen Jahres, als Sie mir sagten, daß wir Zeugen des Untergangs des Westens sind? Warum, bitte ich Sie, sollte ich mich neuerlich mit einem lebendigen Leichnam verbinden? Und nun sagen Sie mir, wann Sie eigentlich nach Ihrer ehrlichen Ueberzeugung gesprochen haben. War es am 2. Oktober nach München, als, Sie erklärten, daß der Westen untergehe, oder war es
„Verarmung und Auswanderung der Valuta" „Organisierung der Steuerzahler" — „Gefahr einck Inflation" — geht eindeutig hervor, wie man in Holland die britischen Kriegssinanzierungsmaßnali' men beurteilt. „Maasbode" schreibt, wenn England schon seit einiger Zeit sein Heer organisiere, so organisiere es seit gestern seine Steuerzahler. Es würden auch einige An* leihen aufgenommen werden, die nach dem Kriege die britischen Schatzkanzler noch mit viel Sor- gen erfüllen würden. Der große Steuerplan, der England gestern beschert worden sei, enthalte die Gefahr einer Inflation, wie fi< Deutschland im Anschluß an den Weltkrieg erleb! habe und später Frankreich und Belgien hätten übet sich ergeben lassen müssen.
Im übrigen besteht die formelle Neutralitätserklärung, die Molotow abgegeben und dem rumänischen Gesandten in Moskau überreicht hat. Die Kommandanten der sowjetrussischen Abteilungen an der ehemalig polnisch-rumänischen Grenze haben mit den Kommandanten der rumänischen Truppen Fühlung genommen und ihren Wunsch nach korrekter Neutralität bekräftigt."
Die Truppen können übergehen, und nun ziehen in pausenloser Folge Bataillon auf Bataillon der un- ,----- , .... . _ , . „ ,---- ...
aufhaltsam oordringenden Infanterie, Abteilung auf »gangen. Die Beschränkungen, die den Englan-
Abteilung der Artillerie, motorisierte Teile und rück-1 dern auf die verschiedenste Weise in finanflteil#
und sichert das jenseitige Ufer. 8.35 Uhr legen d i e er ff en Fähren drüben an. 9.30 Uhr werden die jenseitigen Uferhalten gelegt, nachdem 2 Stunden vorher beredte die diesseitigen gelegt
Waldrand und auch von Bäumen herab wird gefeuert. Dort räumen die nachfolgenden Züge auf. Das erfte Angriffsziel ift erreicht. Ein kurzes Verschnaufen und Sammeln, dann kann es
Der letzte Infanterie-Angriff auf die polnische Hauptstadt.
Feuer stopfen! — Warschau hat sich ergeben!
Wilhelm Dieckmann.
Das tschechische Volk hat viel gelernt.
Der tschechische Generalstabschef Moravec stellt Benesch zur Rede.
Prag, 27. Sept. (Europapreß.) Der ehemalig« Sprecher des tschechischen Generalstabes, Oders! Moravec, erklärte in einer über die tschechischen Sender verbreiteten Rede u. a.: „In diesen Tagen waren wir Zeugen eines heftigen Propaganda- sturmes auf den tschechischen Menschen. Der Westen hat seine schärfsten Kaliber angewendet, auch Dr. Benesch. Das ist begreiflich. Die Polen wurden zerstampft, ohne daß int Westen für sie jemand einen Finger gerührt hätte. Deshalb diese Angst, daß der tschechische Mensch neuerlich in der Richtung gegen London aussp ucken konnte. Deshalb diese Scheffel von Derspre-
Der Brückenschlag bei Kulm
Eine Glanzleistung der deutschen Pioniere.
wie befohlen in ihre Stellungen und halten weiter Wacht, bis überall an der weiten Front um War- schau nach und nach das Feuer schweigt und Was-
Schützenlöchern vor de/ nächsten Verteidigungslinie fenruhe herrscht, am Mittwoch, dem 27. September, kurzen Prozeß machen. Aus einzelnen Gräben am I nicht ganz vier Wochen nach Beginn des Feldzuges.
jlift stehen deutsche Soldaten an der Stätte, wo Uebermut und Torheit polnischer Politiker und Generale Deutschland herausfordern zu können glaubten. In nicht einmal einem Monat ist das gesamte Gebäude dieses aufgeblähten Staates eingestürzt, und rauchende Trümmer in seiner Hauptstadt klagen die Verantwortlichen an, die das Erbe Pilsudskis verraten haben.
42 Volksdeutsche mit Dynamit in die Lust gesprengt.
Immer neue Greneltaten der Polen werden bekannt.
Amsterdam, 28. Sept (DNB.) Line furchtbare Gewalttat der Polen, die an bestialischer Grausamkeit nicht ihresgleichen Hal und die wohl auch den Londoner Humanitätsaposteln, die die Haltung der Polen nicht laut genug loben können, zum Nachdenken Anlaß geben dürfte, wird jetzt hier bekannt. Danach hatte man in Lubaczow 42 Deutsche, die in ein Haus eingeschlossen waren, dessen Keller mil Dynamit gefüllt war, in die Luft gesprengt. Von den nieber- ftürzenden Steintrümmern wurden auch mehrere der Mordbestien getötet. e
Laut Erzählungen von Flüchtlingen, die sich nach Litauen durchschlagen konnten, hat die Bevölkerung in dem jetzt von den Russen besetzten Gebiet entsetzlich unter dem furchtbaren Terror des polnischen Militärs gelitten. 3n der Umgebung von Bialystok, Grodno und Wilna sind unzählige Bauernhöfe geplündert und gebrandschahl worden. Allein im Dorfe Kuznica wurden 27 Volksdeutsche von polen ermordet. 3m Dorfe Wasilkow wurden in einem breuenden Bauernhof die Leichen von 63 Deutschen, darunter viele Frauen und Kinder, gesunden. Sie waren aus den umliegenden Dörfern roie Vieh zusammengelrieben und grausam ermordet worden.
Oer russische Heeresbericht.
Moskau, 28. Sept. (DNB.) Der sowetrussische Gcneralstab veröffentlicht folgenden Heeresbericht vom 27. September: Die sowietrusfischen Truppen besetzten auf ihrem Vormarsch in Richtung auf die Demarkationslinie die Städte Grabow (15 Kilometer westlich von Augustow), Masovetsk, Drogi- czin, Krasnostaw, die Station Z a w a d a (10 Kilometer westlich von Zamac), Krakowets, Mosciska und die Station S i a n k i (im Quellgebiet des San). Ferner wurden die Operationen zur Säuberung der westweißrussischen und westukralnischen Gebiete von den Resten der polnischen Armee fortgesetzt.
Keine russisch-rumänische Spannung.
Rom, 28. Sept. (Europapreß.) Die rumänische Gesandtschaft gibt folgende Erklärung: „Die offiziellen rumänischen Kreise dementieren kategorisch die Gerüchte über eine russisch-rumänische Spannung. Alle Nachrichten über militärijche Zwischen
erhebt sich gerade, wie unberührt von diesen Ereignissen, die Stadt Kulm. Ihre vielen Türme werden von der Abendsonne beschienen, und in ihrem Weichbild steht, sieben Uhr abends, die Brücke, und die ersten Truppen können übergehen.
Vom General erfahren wir Einzelheiten über den Brückenschlag, der eine glänzende Leistung der Pioniere darstellt. In einem Tage wurde die 350 m lange Brücke trotz der Schwierigkeiten durch den seichten Wasserstand und die starke Strömung und trotz feindlicher Feuereinwirkung fertiggestellt. Von zwei bis vier Uhr morgens werden in breiter Front beiderseits Kulm Erkund-ungen für Fährstellen und Brückenstellen angesetzt. Anschließend gehen Teile der Pioniere an das Weichselufer vor und bringen dort ihre Maschinengewehre in Stellung. Unter ihrem Feuerschutz werden von einzelnen Kompanien die Brückenstelle, geeignete Plätze für den Fährenbau und der Anmarschweg für Brücken fahrzeuge erkundet. Hinter den ausgeschwärmten Kompanien können die e r ft e n Brückenwagen in Deckung vorgeschoben werden. Eine andere Abteilung der Pioniere erkundet
weitergehen. .
Aus der Straße, die zu dem Wald hinführt, rücken in Reihen, links und rechts im Straßengraben vorgehend, neue Kompanien nach vorn. Die Infanteriegeschütze haben neue Ziele bekommen, und richten sich darauf ein. Nun sind sie wieder feuerbereit. Ein kurzes Kommando. Bums, fliegt der erste Schuß davon, der zweite folgt in Sekundenschnelle.
Da faust ein Radfahrer die Straße entlang. „Wo ist der Gefechtsstand der 7. Kompanie?" Keiner weiß es in diesem Augenblick. Der Mann springt vom Rad. In der Hand hält er einen weißen Zettel, auf dem nur ein paar Worte stehen. „Dort vorn in dem Dors muß die Siebente sein", gibt ihm jetzt einer Auskunft. Im Nu ist er wieder auf dem Rad, im Davon eilen aber ruft er noch: „Funkspruch! Warschau hat sich ergeben!"
Ungläubig wird das vernommen. Sollte das wirklich wahr sein? Ein Raunen geht durch die Reihen der kampferprobten Männer. Haben die Polen endlich Vernunft angenommen? So richtig glauben will es eigentlich keiner. Dazu dringt der Lärm des Kampfes immer stärker durch den Wald herüber. Die MG's bellen ununterbrochen in kurzen und langen Stoßen auf beiden Seiten. Nach Ergeben sieht das eigentlich noch nicht aus. Fester packen die Infanteristen die Knarre in die Hand, geduckt gehen sie weiter vor. Gerade hat der Pole wieder mit einer MG.-Garbe die Straße entlang gestreut.
Da bricht plötzlich die Sonne aus dem bisher so düster verhangenen Himmel hervor. Das Gewölk zerreißt, blauer Himmel wird sichtbar. Vielleicht war die Meldung doch richtig. Gerade als hätte sie die Sonne dazu ermuntert, wollen die Landser nun doch daran glauben, daß sich Warschau ergeben hat.
Und dann ist's tatsächlich so. Don einem zum anderen wird der Befehl weitergegeben: Feuer st o p f e n ! In den erreichten Stellungen liegen bleiben! Warschau hat sich ergeben.
Kein Jubel wird laut. Dazu haben die letzten Stunden noch zu viele Opfer gefordert. Wer ein Leuchten ist in den Augen eines jeden Mannes, was sagen will: Wir haben's geschafft. Der Sieg ist unser. Und hier und da reicht ein Kamerad dem anderen die Hand, und dann gehen sie
Ndz. ... (pk.^Sonderbericht.) Im Zimmer des Generals der Pioniere beim Armeeoberkommando sind die Wände mit Karten behängt. Aus den zahlreichen Einzeichnungen sind die wichtigsten Ei ns atz stellen der Pioniere beim Vormarsch der deutschen Truppen durch das feindliche Land ersichtlich. Hinter dem Platz des Generalshängen aus der Zeit der Polen noch ein Bildnis Marschall Pilsudskis und ein Relief des ehemaligen polnischen Gebiets an der Wand. Wir bitten den General der Pioniere um einige Angaben über eine der bemerkenswertesten, von den deutschen Pionieren während des Feldzugs bewältigten Aufgaben. Er breitet vor uns eine besondere Karte im größeren Maßstab von der Weichsel bei Kulm aus. Quer über das Blatt von links unten nach rechts oben zieht sich als ein blauer Streifen das Flußbett. In der Mitte sind an beiden Ufern in grünen Flecken die Kennzeichen für Wald eingetragen, und darunter ist in einem schraffierten Viereck die alte deutsche Festung Kulm umrissen.
Vor unseren Augen entsteht wieder das Bild, wie es sich uns an jenem sonnenheißen Tage bei Beginn des Ueberganges bot. In einem weit ausholenden Bogen senkt sich der Weg von der großen Straße Bromberg—Graudenz durch die Niederungen an die Weichsel hinab. Zuerst trifft man auf Tausende von herrenlos weidenden Kühen und Pferden. Dann kommt man an einer regellos aufgefahrenen Kolonne von Flüchtlingswagen vorbei. Schließlich stoßt man hart am Ufer auf die Trümmer der hier zusammengeschofsenen polnischen Kavalleriebrigaden. Geschütze, Protzen, Fahrzeuge aller Art stehen im wahllosen Durcheinander, dazwischen liegen verstreut Ausrüstungsgegenstände der polnischen Kavalleristen, Gewehre, Gasmasken, Handgranaten, Mu- nifion über Munition, Satteltaschen, Decken, Tornister. Die Luft ist erfüllt vom Gestank der Tierkadaver. Schon sind Arbeitslose aus der Stadt unter Aufsicht deutscher Soldaten mit den Aufräumungsarbeiten beschäftigt. Die Reste der polnischen Truppen waren am Tage und in der Nacht vorher, alles im Stich lassend, in heilloser Flucht über die Weichsel gegangen. Ungezählte sind habet in den Fluten des Flusses ertrunfen und durch die reißende Strömung abgetrieben worden. Jenseits auf dem Steilufer aber
DNB. ... 28. September. (PK.) „Da werden den Warschauern die Augen übergchen", meinten gestern morgen, als pünktlich 7.50 Uhr rund um Warschau sämtliche deutschen Batterien ein Bombardement begannen, wie es in diesem Feldzug wohl noch keiner erlebt hat, die Soldaten in den Gräben und Schützenlöchern vor dem Fort III, das sie am Tage zuvor in kühnem Sturm erobert hatten. „Heute wollen wir es ihnen noch einmal besorgen, damit Schluß wird", das war allenthalben die Parole, der zu folgen jeder entschlossen und für dessen Erfüllung jeder bereit war, sein letztes herzugeben.
Fünf Minuten bauert jetzt die Kanonade, die die Etde zum Erzittern bringt. Noch fünf Minuten, dann wird die Feuerwalze weiter vorverlegt, und hinter ihr her wird die deutsche Infanterie vorwärts stürmen und nicht cher rühen, bis überall das gesteckte Angriffsziel erreicht ist. Die letzten Vorbereitungen werden getroffen. Die Stoßtrupps liegen in ihren Ausgangsstellungen, das Seitengewehr auf gepflanzt und Die Handgranaten griffbereit in Säcken um den Hals. Der Himmel ist heute ausnahmsweise einmal ganz bedeckt, es regnet leise, die Sicht geht nicht weit. „Um so besser", sagen die Männer vom Stoßtrupp, ,da brauchen wir auch nicht so zu schwitzen und kommen schneller vorwärts".
Der Stohtruppführer hat die Uhr in der Hand. Noch zwei Minuten. Dor der Ausgangs- stellung zieht sich die Straße entlang. Was sich darauf blicken läßt, bekommt Feuer von den Polen aus dem gegenüberliegenden dichten Wald. Wie weit und wie stark der Wald vom Feind beseht ist, ist unbekannt. Gute Schützen befinden sich auf jeden Fall darin, und was dahinter kommt, ist auch nicht von Pappe; eine weitere befestigte polnische Der- teibigungslinie. Aber das kümmert die Stoßtruppmänner wenig. Auch die Verteidigungslinie soll sie
nicht aufhalten können.
Noch eine Minute. Jetzt fetzen die Männer zum Sprung an. 8 Uhr. Heraus stürmen sie aus den Lochern. In einem einzigen Sprung überqueren sie die Straße, und nun geht's hinein in den Wald. Schüsse fallen. Sofort antworten die MG's der Stoßtrupps. Nur ein kurzer Aufenthalt. Dann stürmen sie weiter. Sprung folgt aiif Sprung. Immer weiter vorwärts wälzt sich das Feuer der Artillerie. Jetzt fetzen auch die Infanteriegeschütze, die ebenfalls bis zu der Straße vorgezogen find, mit wohl gezielten Schüssen ein und helfen mit, den Angriff vorwärtszutragen.
Den Wald haben die Stoßtrupps nun schon durchquert. Verstärkung rückt nach, während die Stoßtrupps mit den Polen in den Gräben und
Von 10 Uhr ab beginnt der Fährenbau weiteren Pioniereinheit. Inzwischen sind die Erkundungen der Verkehrsregelung für den Uebergang beendet und die Funkverbindung mit dem anderen Ufer aufgebaut. Um 11 Uhr trifft
Die Lebergabe von Warschau.
Zu dem Donnerstag-Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht schreibt der Deutsche D i e n st:
Am Mittwoch hat die F e ft u n g Warschau sich dem deutschen Ostheer bedingungslos ergeben. Für Freitag ist der Einzug der deutschen Truppen in die Hauptstadt des zusammengebrochenen polnischen Staates vorbereitet. Zwei volle Tage waren erforderlich, um Die Einzelheiten der Uebergabe zu vereinbaren. Welches find die Punkte, über die zwischen General Blasko - w i tz, der auf deutscher Seite die Verhandlungen führt, und dem Stadtkommandanten eine Vereinbarung getroffen werden mußte? Es liegt auf der Hand, daß auf polnischer Seite zunächst sämtliche Truppeneinheiten, die insgesamt noch etwa 120 0 00 Mann zählen, benachrichtigt werden mußten. Sie bekommen Befehl, an welchen Punkten Oie Waffen niederzulegen und zu sammeln sind. Uebergabekommandos müssen gestellt und mit den deutschen Abordnungen zu- sammengebracht werden. Darüber hinaus sind wichtige Punkte der Stadt besonders zu sichern, damit Sabotage von vornherein verhindert wird. In einer Millionenstadt wie Warschau, die drei Wochen lang die Zivilisten planmäßig zur Verteidigung aufgerufen hat, muß auch für die Entwaffnung der gesamten Bevölkerung frühzeitig gesorgt werden.
Aber nicht nur an die Sicherung der militärischen Maßnahmen darf gedacht werden. Wenn 120 000 polnische Soldaten in den nächsten Stunden in endlos langen Zügen den Marsch in die deut- s ch e Gefangenschaft antreten, dann entsteht das Problem, wie sie in den nächsten Stunden und Tagen verpflegt werden sollen. Es muß also vereinbart werden, daß die polnischen Truppenteile ihre Feldküchen und sämtliche Proviantbestände mitnehmen, über die sie noch verfügen. Darüber hinaus muß auch die Versorgung der Zivilbevölkerung sichergestellt werden. Die Uebergabe Oer Verwundeten unO Kranken und ihre ärztliche Betreuung ist festzulegen. Endlich sind die Straßen zu bestimmen, auf denen her Abmarsch der gefangenen Soldaten vor sich geht.
Alle diese Dinge werden mit deutscher Genauigkeit geregelt, bevor die Siegesfahnen auf Warschaus Burg und Zitadelle flattern werden. Der deutsche Militärbefehlshaber wird nicht nach dem Einmarsch in die bezwungene Hauptstadt des Feindes plötzlich vor einer Fülle unvorhergesehener Probleme stehen. Wenn die feldgrauen Kolonnen des deutschen Ostheeres in die Weichselstadt einziehen, wird ein reibungsloser Verlaus der militärischen Besetzung geregelt sein.
In dem gleichen Augenblick, in dem das Schicksal Warschaus sich vollendet, erfolgt auch 30 Kilometer stromabwärts Oie Uebergabe der Festung Modlin. Die Probleme, die die Kapitulation dort aufwirft, sind im Gegensatz zu denen der nahe gelegenen Millionenstadt rein militärischer Natur. Die Festung am Zusammenfluß von Narew und Weichsel birgt nur wenige Zivilbewohner. Sie ist ausschließlich auf Grund ihrer günstigen geographischen Lage zum Schutze der nahe gelegenen Hauptstadt in wenig bevölkerter Gegend angelegt. Ihre Besatzung ist stark und hat sich verteidigt, bis die größere Schwester sich ergab, mit der ihr Schicksal, seit Napoleon sie dort gegen die Nusienforts anlegen ließ, aufs engste verbunden war.
Mit Warschau und Modlin aber sind die letzten Widerstandsnester im Herzen Polens b e s e i t i gt worden. Genau vier Wochen nach dem von den Polen provozierten deutsch-polnischen Kon-
Prager Burg einen Präsidenten hat, daß es seine Regierung hat, und daß es auf- richtig ein Einvernehmen mit dem deutschen Volke anftre'bt, mit dem es jetzt in einem gemeinsamen Reich lebt. Dr. Benesch sieht nicht, daß durch Mitteleuropa ei ne große Revolution geht, daß hier eine neue Welt, mit neuen starken nationalen Konturen gebaut wird".
Kritck am englischen Kriegshaushalt.
England zehrt vom Vermögen.
Amsterdam, 28. Sept. (DNB.) Die Londoner Börse hat auf das gestern veröffentliche Kriegsbudget der englischen Regierung, das riesige Steuererhöhungen vorsicht, mit einer tiefe n Depression geantwortet. Die Bank van England sah sich darauf genötigt, den Diskontsatz, der kürzlich von 2 auf 4 v. H. erhöht worden war, wieder auf 3 v. H. zu senken. Man hofft, auf dich Weise auch die Auflage von fo genannten „Der- teidigungsanleihen" ermöglichen zu körnen. Bekanntlich hat der Schatzkanzler (Simon gestern erklärt, daß die Finanzierung der militärischen Bedürfnisse auf normalem Wege völlig unmöglich sei. Auch die Methoden des britischen Munitionsmini st eriums wirken <nij englische Wirtschaftskreise sehr deprimierend. So fri tisiert die Londoner Zeitschrift „Financial News" heftig die Tatsache, daß die drei Wehrmacht steil« selbständig und ohne Kontrolle durch das Munitionsministerium arbeiteten. Handel und Industrie wären durch die Konttollen, die dos Ministerium ausübe, in völlige Verwirrung geraten. Die bisherige Arbeit sei nicht imstande, die Hilfsquellen des Landes zu mobilisieren.
Die holländische Abendpresse beschäftigt sich ausführlich mit dem Kriegsbudget Sir John Simons. Schon aus den Ueberfchriften — „Pfund Sterling in
erfennung aus.
Bei einem kameradschaftlichen Beisammensein berichteten anschließend die Männer der deutschen | vu11en um vuutm juuji vx*a w.
U-Bootwaffe ihrem Führer und Obersten Befehls- wiedergeben, mit dem er uns entließ: Der schnelle


