Ausgabe 
29.6.1939
 
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Forderungen als Doraus- Beklegung des Zwischen-

etzung

Tokio, 28. Ium (DNB.) Zu den angekündigten Verhandlungen, die auf Bitten Englands in Tokio über die Tientsinfrage stattfinden sollen, veröffent­licht die militärische Kommando stelle m Trent" --------- -----$nrtrrt1,6s

s in folgende vier für die friedliche

stellen, daß etwaige Schritte im Sinne einer Kündr- aung oder Aenderung des neuen Abkommens wah­rend seiner Tätigkeitsdauer die Zustimmung beider Parteien hätten.

Oer Tientsin-Zwischenfall.

Lehnt England die Forderungen des japanischen Militärs ab?

den Namen Iuerges hört, brachte angebliches Be- i lastungsmaterial zusammen, aus dem hervorgehen : sollte, die Auslandsorganisation unterhalte einen ausgedehnten Spionagedienst in Patagonien. Ob­wohl von deutscher Seite sofort erklärt wurde, daß es sich um Lügen und Fälschungen einer internatio- nalen jüdischen Clique handele, setzten doch scharfe Maßnahmen gegen die deutsche Organisation und den Landesgrupp^ileiter Müller ein. Nunmehr hat das Höch st e Gericht Argentiniens, die Bundeskammer, ihre Untersuchungen abgeschlossen und festgestellt, daß Müller völlig schuldlos sei und re st los rehabilitiert werde. Gegen den Fälscher Juerges wird ein Verfahren eingelei- tet. Es ist erfreulich, daß es in einem Einzelfalle gelungen ist, ein Lügengewebe zu zerstören, das dazu bestimmt war, in Argentinien Mißtrauen und Feindschaft gegen Deutschland zu verbreiten. Dabei ist es von besonderer Bedeutung, daß die Auslands- organisation der NSDAP, in ihrer treuen Arbeit für das deutsche Volkstum von jeder Verdäch­tigung frei gesprochen worden ist.

LSA. seßt den Silberpreis herab

Paris, 29. Juni. (Europapreß.) Das Schatzamt der Vereinigten Staaten hat den Preis für das aus dem Auslands nach den Vereinigten Staaten eingeführte Silber von 43 Cents auf 40 und am folgenden Tage auf 38,5 Cents für die Unze herabgesetzt mit Rücksicht auf das Sinken des Silberpreises auf dem internationalen Markt. Ver­ursacht wurde die Baisse durch die Annahme eines Gesetzentwurfes im nordamerikanischen Senat, wonach es der Regierung der Vereinigten Staaten untersagt wird, im Auslande, d. h. praktisch in Mexiko und China, Silber aufzu­kaufen. Allerdings bedarf dieser Gesetzentwurf noch der Zustimmung des Repräsentantenhauses. Auch hat Präsident Roosevelt noch die Möglichkeit, > sein Veto einzulegen. Die Stellung Roosevelts ist aber bereits durch den Beschluß des Senats erschüt- , tert worden, wonach dem Präsidenten das bisher

Aus Anlaß des 40jährigen Bestehens der Deutsch-Atlantischen Telegraphenge­sel l s ch a f t berichtet dieDeutsche Postzeitun« über die Entwicklung der deutschen Seekabeltele­graphie. Vor dem Weltkrieg hatte Deutschland em Kabelnetz von rund 20 500 Seemeilen oder 38 000 Kilometer. Die deutschen Vorkriegskabel batten so­mit fastdie Längedes Aequators. Deutsche land stand damals im privaten Seekabelbesitz nur hinter England und den Vereinigten Staaten von Amerika zurück. Eine der ersten Kriegshandlungen gegen uns war die Durchschnei dun gder deutschen Ueberseekabel. Nach dem Kriege wurden uns dann alle Rechte an den Kabeln ge­nommen. Aber auch bei diesem Diktat hat sich zeigt, daß die Verhältnisse stärker waren als die Un­vernunft. Die Kabelverbindungen konnten zwa durchschnitten werden, die Notwendigkeit eines deu- schen Ueberseekabels war jedoch nicht zu beseitigen. Die Deutsch-Atlantische Telegraphengesellschaft über nahm das mühselige Welk, neue Kabelverbindun­gen herzustellen. Schon 1927 konnte das 2( 5 0 re kabel Emdcn - Neuy 0 rk, ein Schnelltet

Engstes Zusammenwirken der deutschen und italienischen Lustwaffe

Unterredung zwischen Generalfeld­marschall Göring und Staatssekretär Balle

Berlin, 28.Juni. (DNB.) Am 27.Juni emp­fing Generalfeldmarschall Göring in Karinhall den mit einer Kommission italienischer General- stabsoffiziere seit einigen Tagen in Berlin weilen- den Staatssekretär der italienischen Luftfahrt, Armeegeneral Valle, in Gegenwart von General­oberst Milch. In einer besonders herzlichen zwei­stündigen Unterhaltung wurden Generalfeldmarschall Göring die von Armeegeneral Valle mit General­oberst Milch vor vier Wochen in Rom und in den letzten Tagen in Berlin besprochenen Vereinba­rungen vorgetragen. Hierbei wurde übereinstim­mend festgestellt, alle Fragen der Einsatz- grundsätze, Organisation, Ausbil­dung undTechnik über das bisher vereinbarte Maß weiterhin zu klären "und zu ver­tiefen. Die Grundlagen für engstes Zusammen­wirken der deutschen und italienischen Luftwaffe sind damit gesichert. Nach einer Ordensverleihung im Auftrage des Führers an alle anwesenden ita- lienischen Offiziere durch den Generalfeldmarschall verbrachte dieser bei einem Frühstück noch längere Zeit in kameradschaftlicher Unterhaltung mit seinen italienischen Gästen. Staatssekretär Dalle ist von Berlin aus zum Rückflug gestartet. Zu seiner Verabschiedung waren auf dem Flugplatz Staaken der Staatssekretär der Luftfahrt und Generalinspek­teur der Luftwaffe, Generaloberst Milch, sowie der italienische Botschafter und der italienische Luft- ottachs anwesend, ferner zahlreiche Generale der

rativen Kammer, Graf Costanzo Ciano, auf dem Monte Nero ein großes Denkmal ernchtet werden. Hier wird auch die endgültige Bei- etzung erfolgen.

Oie italienischen Frontkämpfer in Döberitz.

Berlin, 28. Juni. (DNB.) Di- 500 italienischen Frontkämpfer legten zu Ehren der im Weltkriege gefallenen deutschen Helden am Ehrenmal Inter den Linden einen Kranz nieder. Auf Einladung des Oberbefehlshabers des Heeres stat­teten die Vertreter des italienischen Kriegsopser- oerbandes dann der Infanterieschule Do- beritz einen Besuch ab. Sie sahen eine Vorfüh­rung aus der Nahkampfschule und Gefechtsübungen, denen sich ein Rundgang durch die neuen Kasernen und das olympische Dorf anschloß. Anschließend waren die italienischen Gäste zu einem Abendessen im Offizierskasino der Jnfanterieschule geloben. Oberstquartiermacher Generalmajor von T i p - pelskirch begrüßte hier die Gäste tm Namen des Oberbefehlshabers des Heeres und im Auftrage des Chefs des Generalstabes des Heeres. Der Be­such endete mit einem Zapfenstreich.

Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribben­trop veranstaltete am Mittwochmittag zu Ehren der 500 italienischen Frontkämpfer ein Frühstück im Marmorsaal des Zoo. Im Namen des Reichs­außenministers begrüßte Staatssekretär von Weizsäcker die Gäste. In seiner Erwiderung gedachte Delcroix der weitgehenden Unter- tützung, die Reichsaußenminister von Ribbenttop den Bestrebungen, die Frontkämpfer zur Sicherung des Friedens einzusetzen, seit vielen Jahren zuteil werden ließ. Frieden könne man nicht schaffen, in­dem man aus seinen eigenen Vorrechten ein Prin­zip mache, vor dem sich andere Völker zu beugen hätten, sondern nur durch die Herstellung einer neuen Ordnung, an deren Verteidi­gung alle ein gleiches Interesse hätten. Deutschland und Italien seien durch die Größe ihrer Führer und die Tatkraft ihrer Völker auf alle Ereignisse am besten vorbereitet. Sollten die reaktionären Um­triebe der konservativen Mächte einen neuen Zu­sammenstoß herbeiführen, dann könne der Ausgang nicht zweifelhaft sein, weil die Vergangenheit nie­mals recht über die Zukunft behalten habe.

Oie deutschen Forstmänner in der Schorfheide.

23. Im letzten Absatz ihres Memorandums erklärt die deutsche Regierung, daß sie bereit sei, in Ver- han dlu n gen über zukünftige Fragen ein,zutreten, wenn Seiner Majestät Regierung es wünscht. Wie eben gesagt, ergibt sich aus der deut- schen Handlungsweise bestimmt in der letzten Zeit eine Lage, die in mancher Hinsicht ungewiß ist, und ein Meinungsaustausch würde dazu beitragen, sie zu klären. So ist es z. B. neben der Tonnage- und Geschützbegrenzungen für Kreuzer wünschenswert zu wissen, ob die deutsche Regierung beabsichtige, sich an alle Teile des Abkommens von 1937 außer denen im Teil III gebunden zu halten.

24. Wenn jedoch die deutsche Regierung an Ver­handlungen über ein anderes Ab­kommen denkt, dos an die Stelle der jetzt von ihr gelösten Vereinbarungen treten soll, so würde Seiner Majestät Regierung gern Angaben über den Umfang und Zweck haben, die die deutsche Regie­rung für ein solches Abkommen angemessen finden würde.

25. Insbesondere wünscht Seiner Majestät Re- gierung zu wissen, erstens, wann nach deutscher An- ' sicht die Erörterungen für den Abschluß eines sol­chen Abkommens stattfinden sollen. Zweitens wünscht Seiner Majestät Regierung zu wissen, was die deutsche Regierung vorschlagen würde, um sicherzu-

22. Die Voranschläge für die Flotten- stärke Ende 1942 und 1943, die Seiner Majestät Regierung der deutschen Regierung bereits hat zugehen lassen, sind lediglich zu dem Zweck ab­gegeben worden, um die Bestimmungen des Abkom- mens von 1937 zu erfüllen. Es liegt auf der Hand, daß weitere Voranschläge nicht mehr nötig sein werden, da sie lediglich den Zweck hat­ten, Deutschland die volle Ausnutzung seiner 1935er Quote zu ermöglichen. Wenn Deutschland aber an die in dem Abkommen festgelegte Grenze von 35 v. H. nicht mehr gebunden ist, so kann auch Seiner Majestät Regierung an ihre früheren Vor­anschläge nicht mehr gebunden fein, und sie sind des- halb als hinfällig anzusehen.

alles: _ .

1. Gemeinsame englisch-japanische Kontrolle und Feststellung der Terroristen in der britischen Nieder-

2. Ausreichende Ueberwachung der anttjapanischen Elemente in der Konzession.

3. Vollkommene Zusammenarbeit zur Beendigung der wirtschaftlichen Störungen in Nordchina.

4. Uebergabe von 48 Millionen Puan Silber an die vorläusige Regierung in Peking.

Dazu wird erklärt, daß es an England liege, ob die Verhandlungen in Tokio zu einem Erfolg führten. .

In politischen Kreisen Tokios wird daran er­innert, daß alle bisherigen Verlautbarungen den japanischen Standpunkt dahin festgelegt hätten, daß eine örtliche Regelung der Tientsinfrage nicht mehr genüge. Vielmehr müsse England Garantien geben, daß Vorfälle, wie sie durch die englische Chinapolittk zwangsläufig verursacht worden seien, sich nicht mehr wiederholten. Darüber hinaus würde sinngemäß eine Anerkennung der neuen Lage in Ostasien durch England und eine Zusammenarbeit mit Japan und den neuen chinesischen Behörden verlangt. Wenn Tokio auch bisher mit konkreten Vorschlägen nach der grundsätzlichen Seite des Problems hin zurückgehalten hätte, so sei doch ohne weiteres klar, daß die japanische Regierung eine Lösung der mit Tientsin und der brittschen Kon­zession zusamenhängenden Fragen erwarte. Man glaubt also, daß die japanische Regierung gelegen!- sich der nun angekündigten diplomatischen Verhand­lungen Vorschläge machen werde, die das Problem Tientsin auf eine breitere Basis stellen.

Die Times sagt, daß England bereit sei, das Schicksal der vier des Mordes bezichtigten Chinesen sowie die Mittel und Wege zur Sicherung der Neu­tralität der Niederlassung zuerörtern", aber die Regierung habe bereits die weitergehenden Forderungen örtlicher japanischer Komman­dierender a b g e l e h n t, daß England denEin- drinalingen" helfen und der chinesischen Währung die Unterstützung entziehen sollte. Im Augenblick könne man nur sagen, daß, welche Form die japa­nischen Forderungen auch annehmen würden, einige von ihnen mögen so unannehmbar fein wie andere, die schon abgelehnt seien der Wechsel d e s Verhandlungsortes von Tientsin nach Tokioschon ein Erfolg fei".

Luftwaffe.

Das Staatsbegräbnis für Graf Costanza Ciano.

Livorno, 28. Juni. (DNB.) Vor dem Staats­begräbnis für den ersten Präsidenten der faschisti­schen und korporativen Kammer, Graf Costanzo C i a n o waren Tausende an dem in Admirals­uniform aufgebahrten Verstorbenen vorübergezogen. Das zweite Geschwader der italienischen Kriegs­marine lief in den Hafen von Livorno ein und er- wies dem Helden von Buccari und Cortelazzo die letzten Ehren. Botschafter von Mackensen legte im Namen des Führers, des Generalfeldmarschalls Göring, des Stellvertreters des Führers, des Reichs­außenministers, in feinem eigenen Namen sowie für die Landesgruppe Italien und die Ortsgruppe Li­vorno der AO. der NSDAP, sieben große Lorbeerkränze an der Bahre nieder. Ein un­übersehbarer Trauerzug geleitete dann unter dem Trauersalut der Kriegsschiffe und unter Glocken­geläut den Verstorbenen in den Dom, wo der Bi­schof die Einsegnung vornahm. Dor dem Dom hatte sich ganz Livorno eingefunden, um bei dem faschi­stischen Totenappell des Parteisekretärs Starace mit einem hunderttausendfachenHier!" zu ant­worten. Danach nahm der Trauerzug seinen Weg zum Friedhof. Der Lafette mit dem Sarg folgten die Angehörigen, der Duce und ein Vertreter des Kaisers und Königs sowie die Regierung, der Große Rat des Faschismus, Botschafter von Mackensen, die Botschafter von Spanien und Japan sowie die Vertreter von Mandschukuo, Uruguay und Ungarn, die faschistische und korporative Kammer sowie eine' Abordnung des Senats der Königlichen Akademie, die Gauleiter von ganz Italien, Offiziere der Wehr- : macht mit Abordnungen der Marine. Auf Inittattve des Parteisekretärs wird zum ehrenden Gedenken des ersten Präsidenten der faschistischen und korpo-

Berlin, 28.Ium. (DNB.) Das Ereignis des dritten Tages der Großoeutschen Reichstagung der Forstwirtschaft war der Empfang der deutschen Forstmänner beim Reichsforstmeister Generalfeld­marschall Göring in der Schorfheide. Arbeits­männer des Reichsarbeitsdienstes hatten am Ufer des Werbellinsees ein Zeltlager errichtet, in das der Generalfeldmarschall seine Gäste zu einem zünftigen Iagdessen eingeladen hatte. Den Höhe­punkt des Festes brachte ein eigens für dieses Tref­fen in launigen Versen verfaßtes L a g e r f p i e l, das Mitglieder des Staatstheaters gemeinsam mit Chorherren der Staatsoper und Tänzerinnen der Berliner Meisterstätten für Tanzkunst aufführtsn. Als Iagdfanfaren die Gäste des Generalfeldmar­schalls nach dem Jagdmahl an das Ufer des Sees riefen, bot sich ihnen ein Bild bunt bewegten Lager­lebens mit Jägern und Treibern, mit Maiden und Marketendern in althistorifchen Trachten. Die Lager­lieder, der Reigen der Mädchen, das Fahnenfchwin- gen und ein ausgelassener Tanz der Treiber fanden den großen Beifall der Gäste. Eine besondere Freude war es den Gästen, daß sich auch Frau Goring zu diesen Aufführungen eingefunden hatte, die ihren Abschluß fanden mit der Dar­reichung eines Lagertrunkes, den die Jagbmaiden dem Generalfelbmarschall barboten. Noch lange nachdem der Generalfeldmarschall mit feiner Pacht ,Larjnruh II" vorn Lager abgefahren mar, ver­gnügten sich die Festteilnehmer bei herrlichstem Wetter mit Armbrust- und Bogenschießen, mit Speerwurf nach beweglichen Zielen in frohester Stimmung und kameradschaftlicher Gemeinschaft.

Ein zusammengebrochener Schwindel.

Vor einigen Wochen, als die Lügenkampagne gegen Deutschland auch auf Südamerika ausgedehnt wurde, richtete sich die deutschfeindliche Hetze gegen den Landesgruppenleiter der Auslands­organisation der NSDAP, in A r g e,n t i n i e n , namens Müller. Ein Dokumentenfälscher, der au

SegelschuNckiffe lehren heim.

Kiel, 28.Juni. (DNB.) Am Dienstagnachmittag kehrte das SegelschulschiffG o r ch F o ck" von der üblichen ausländischen Ausbildungsreise nach West in di en in den Heimathafen Kiel zurück. Das schmucke Schiff, das feit dem 6. April unter­wegs war, lief in dieser Zeit nur für wenige Tage einige Häfen an und blieb während der letzten fünf Wochen ausschließlich auf See. Auf btt Rückfahrt benutzte es den Seeweg um die Ork- ney-Jnseln und Kap ©tagen und konnte am Sonn- tagmorgen vor Laboe vor Anker gehen. Das Segel- schulschiffAlbert Leo Schlageter" wiw am Mittwoch von seiner Auslandsreise zu* r ü ck e r w a r t e t.

Deutsche Kabel.

Nationalbank sowie die anderen mexikanischen Banken haben vorsorglich bereits alle Transaktionen in ausländischen Devisen eingestellt. In den Vereinigten Staaten hält man es für nicht aus­geschlossen, daß die mexikanische Regierung zu einer Enteignung der in nordamerikanischem Besitz befindlichen Silberbergwerke schreiten werde.

General Knochenhauer 1*.

Hamburg, 29.Juni (DNB.) Der Komman­dierende General des X. Armeekorps, General der Kavallerie Knochenhauer, ist Mittwochabend gestor­ben Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat für den Verstorbenen Staats­begräbnis befohlen. Der Staatsakt stndet am

nicht, daß ein solcher Fall tatsächlich vorläge. Noch s weniger hat sie Seiner Majestät Regierung auf- c gefordert, die Lage zu prüfen, bevor sie ihren i Schritt tat. Daß eine solche Konsultation wesentlich war, geht weiterhin auch aus Ziffer 3 der Note klar hervor, die besagt, daß Seiner Majestät Regie­rung das Recht Deutschlands anerkennt, unter den in Ziffer 2 (c) vorgesehenen Umständen von dem Stärkeverhältnis von 35 v. H. abzuweichen, wobei Einverständnis darüber besteht, daß das Ver­hältnis 35 zu 100, falls zwischen den beiden Re- gierungen nichts Gegenteiliges vereinbart wird, ! aufrechterhalten bleibt.

17. Selbst wenn das Memorandum, das die deut- | sche Regierung jetzt an die Regierung Seiner Maje­stät gerichtet hat, nicht als eine Kündigung, sondern als eine Meinungsäußerung der deutschen Regierung in dem Sinne aufgefaßt werden soll, daß das Ab­kommen durch die Handlungsweise der Regierung Seiner Majestät kraftlos geworden sei, so kann Seiner Majestät Regierung nicht zugeben, daß ohne vorherige Konsultation zwischen den beiden Regierungen ein solches Argument mit Recht als Grund dafür angeführt werden konnte, daß die ausdrücklichen Bestimmungen des Abkommens nicht eingehalten werden.

Das Flottenabkommen von 1937

18. Erwägungen ähnlicher Art gelten für die deutsche Handlungsweise in Bezug auf Teil HI des englisch-deutschen F l 0 11 e n a b k o m - mens vom 17. Juli 19 37. Auch in diesem Abkommen ist eine einseitige Kündigung der Ab­änderung nicht vorgesehen, abgesehen von den Son­derfällen, die in den sogenanntenG l e i t b e st i m ­mun g e n " (escalator clauses) vorgesehen sind, um die es stch hier nicht handelt. Von diesen Fällen abgesehen, soll das Abkommen ausdrücklichbis zum 31. Dezember 1942" in Kraft bleiben.

19. Dieses Abkommen stellt außerdem eine E r» qänzung zu demLondoner Flotten­oer trag 1936 dar, an dem auch Frankreich, Italien und die Vereinigten Staaten beteiligt find, sowie zu ähnlichen Abkommen zwischen Seiner Majestät Regierung und anderen Seemächten. Zweck aller dieser Verträge ist die Vermeidung eines nutzlosen, kostspieligen Wett­rüstens zur See. Selbst wenn die Bezie­hungen zwischen zwei Ländern nicht gut wären, so wäre das in den Augen Seiner Majestät Regie­rung kein Grund, ein Abkommen zu lösen, das ein verschwenderisches Wettrüsten, das keiner Partei zum Vorteil gereicht, verhütet.

Qualitative Begrenzung.

20. Don diesen Erwägungen geht die deutsche Re­gierung vermutlich aus, wenn sie wünscht, daß die qualitativen Bestimmungen des eng- lisch-deutschen Abkommens vom 17. Juli 1937 un­berührt bleiben sollen". Grundsätzlich möchte Seiner Majestät Regierung diesen Wunsch teilen; sie ist aber genötigt, darauf hinzuweisen, daß die Bei­behaltung der qualitativen Bestimmungen allein nicht genügen wird, um jenes Gefühl gegen­seitiger Sicherheit zu schaffen, zu dem das eng­lisch-deutsche Abkommen beitragen sollte, und das in den Bestimmungen über den Nachrichtenaus­tausch zum Ausdruck kam. Seiner Majestät Re­gierung würde aber zu jeder Zeit bereit fein, mit der deutschen Regierung die Möglichkeit zu prüfen, auf einer sicheren Grundlage zu einer, wie es in der deutschen Note heißt,klaren und eindeuti­gen Verständigung" zu gelangen.

21. Aus dem Wortlaut, mit dem die deutsche Re­gierung ihren Entschluß angekündigt hat, die quali- tativen Begren.zungen des Abkommens von 1937 beizubehalten, geht nicht klar hervor, welches die genauen Bestimmungen sind, an die sie sich in bezua auf Kreuzer gebunden hält. Die quali­tativen Begrenzungen für Kreuzer sind in Artikel 6 (1) des englisch-deutschen Abkommens von 1937 auf eine Wasserverdrängung von 8000 Tonnen und die Geschütze mit einem Kaliber bis zu 6,1 Zoll (150 Millimeter) festgesetzt, und an diese Begren­zung sind sämtliche Signatarmächte des Londoner Flottenvertages von 1936 ebenfalls gebunden. Ob­gleich Artikel 6 (2) des englisch-deutschen Abkommens von 1937 Deutschland unter gewissen Umstanden erlaubte, seine Tonnage an Kreuzern mit acht­zolligen Geschützen zu erhöhen, war es praktisch durch die Begrenzungen seiner Quote auf Grund des Abkommens von 1935 daran gehindert, mehr als fünffolcher Kreuzer zu bauen. Nachdem nun die deutsche Regierung das zuletzt ge­nannte Abkommen gelöst hat, ist die Lage in bezug auf die Begrenzung für Kreuzer nicht mehr klar. Es wird aber angenommen, daß die Grenze, an der die deutsche Regierung festzuhalten beabsich- figt, bei 8000 Tonnen und 6,lzölligen Geschützen liegt. Die deutsche Regierung wird gebeten, diese Annahme zu betätigen.

2. Juli in Hamburg statt. Der Führer sandte an eine Witwe folgendes Beileidstelegramm: Zu dem chmerzlichen Verlust, den Sie durch den Tod Ihres in Krieg und Frieden bewährten und von mir hochgeschätzten Gatten erlitten haben, spreche ich Ihnen mein aufrichtigstes Beileid aus.

* .

Wilhelm Knochenhauer wurde 187ß in Meiningen als Sohn eines Oberforstmeisters geboren. Er trat 1899 als Fahnenjunker beim Infanterie-Regiment 97 in Saarburg ein und wurde hier 1900 Leutnant. Nach Besuch der Kriegsakademie wurde er zur Dienst- leiftung beim Großen Generalstab kommandiert und nach Beförderung zum Hauptmann am 1. Oktober 1913 Adjutant der Inspektion der Kriegsschulen^ Bei Kriegsausbruch rückte er als Kompaniechef mit dem zweiten Garde-Reserve-Regiment ins Feld. Im November 1914 wurde er verwundet. Später wurde er in verschiedenen Generalstabsstellungen verwandt und am 18. Min 1918 zum Major befördert. Nach dem Kriege wurde er Bataillonskommandeur im Infanterie-Regiment 3 und dann als Oberstleutnant Chef des Stabes der ersten Kavalleriedivision, ©pa­ter wurde er Kommandeur des Reiter-Regiments 16 und als solcher am 1. Februar 1928 Oberft. Am 1. Oktober 1931 wurde er Generalmajor, vier Wo­chen später erfolgte feine Ernennung zum Kom­mandeur der dritten Kavalleriedivision in Weimar. Im Herbst 1933 wurde er Generalleutnant und Inspekteur der Kavallerie, im Frühjahr 1935 Kom­mandierender General des X. Armeekorps, als sol­cher wurde er am 1. Januar 1936 zum General der Kavallerie befördert.

Angestellte über 65 Lahre im öffentlichen Dienst.

Durch einen Erlaß des Reichsfinanzministers ist die Beschäftigung von nichtbeamteten Gefolaschafts- mitgliedern über 65 Jahre in öffentlichen Verwal­tungen und Betrieben geklärt worden. Bei dem Mangel an Arbeitskräften bestehen keine Bedenken gegen die Weiterbeschäftigung über das 65. Lebens­jahr hinaus bis zu drei Jahren, wenn sie körperlich und geistig ausreichend rüstig sind, unter den gleichen Voraussetzungen auch nicht gegen die Neueinstellung von nichtbeamteten Ge­folgschaftsmitgliedern über 65 Jahre, wenn sie nach ihrer früheren Tätigkeit für die in Aussicht genom­mene Beschäftigung geeignet erscheinen. Die Be­werber sind zunächst als Aushilfsangestellte einzu­stellen und können bei Bewährung längstens bis zur Vollendung des 68. Lebensjahres beschäftigt werden. Mit diesen ist ein besonderer Arbeitsvertrag ab zu schließen, der bis zur Vollendung des 68. Le­bensjahres, längstens aber bis zum 31. März 1941 zu befristen ist. Eine Beschäftigung von nichtbeamte- ten Gesolgschaf tmitgli edern, die das 68. Lebensiahr vollendet haben, bedarf der Genehmigung des Füh­rers der Verwaltung oder des Betriebes. Voraus­setzung ist, daß der Bewerber voll leistungsfähig und körperlich rüstig ist.

durch ein Gesetz festgelegte Recht genommen wurde, den Dollar noch weiter abzuwerten.

Der Beschluß des Senats hat in Mexiko be« . « v ... w v .. v - v ~ - -

reits ernste Rückwirkungen gehabt. Die mexikanische graphenkabel neuester Bauart, in Betrieb genon