Ausgabe 
28.12.1939
 
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Der befische Arbektsntt nlst^r mt* m

werksbef-itzern und Bergarbeitern ein 9n^n^er9° iiber dieLeenüigungde g St rTuT^T" sich 45 000 Bernarbeiter beteiligt hatten- fenben haben Lurchgesetzt, dass dte Ver^n^' der Arbeitszeit in den Bergwerken Ä Kriegsdauer gültig ist. B n nur die

^Die schweizerischen Wirtschaftler, dandlungenmrtFrankreichundTroI 6ritanni n sind erneut unterbrochen

Die schweizerische Deleaation ist nach Bern zuriick' «kehrt. Da die Auffasfunp-n der beiden Verh^d^ stmgsp-rtewn stark vanemander afcroeicben f"> noch groß« Schwierigkeiten zu erwarten.

,®i?. biSr^a^ftaVltunfl' 01,5 Bern erfährt mji* ber ®)ef des schweizerischen Generalstabes' Oberstkorpskommandant L a b h a r t, varllbergcheH jur Führung des 4. Armeekorps abkommandisri Der stelli-ertretende Ches d°s Generalstab^ Ober divisionar Huber, übernimmt den Posten Lab- harts.

Wie italienische Blätter aus Kairo melden wird die Konferenz der vier Staaten Afghanistan Iran, Irak und Türkei im Frühjahr sammentreten, um die Rückwirkungen des eurovä- ischen Konflikts auf die Lage im Rahen Osten zu prüfen, um eine gemeinsame Linie zur Anwendung des Abkommens von Saadabad festzusetzen.

Aus aller Wett.

Bisher 196 Zote beim Eisenbahnunglück in Genthin. Die Zahl der Todesopfer des folgen- schwersten Eisenbahnunglückes in Genthin hat sich immer noch erhöht. Durch den Tod zahl­reicher Schwerverletzter ist die Zahl der Tölen bis auf 196 gewachsen. Noch schweben w e i - tere Schwerverlehte in Lebensgefahr. Da die Namen einiger Getüteter noch nicht haben fefigestellt werden können, arbeiten Fachkommissio­nen der Kriminalpolizei lm Verein mit der Unfall- stelle der Reichsbahn in Genthin an der Identifi­zierung der Leichen. Zur Auskunstsertei- l u n g an die schwer betroffenen Angehörigen stehen alle Reichsbahndirektionen (Pressedienst) und die R n fa llstelle im Bahnhof Gen­thin jederzeit zur Verfügung.

Schweres Erdbeben in Kleinasien.

In der Nacht zum Mittwoch hat sich im Schwarzenmeergebiet Kleinasiens ein

Von Bunker zu Bunker.

Unterstand. - Flakkanoniere feiern das Weihnachtsfest.

Lichtergtanz im

. Weihnachten an der Westfront! Schwer liegt r Schnee auf den Tannen des Schwarzwaldes, oen wir nun schon seit Stunden durchfahren. Es ist z * V & e n &' &as des Friedens inmit« tcn des Krieges! Frieden liegt über der Landschaft, «e an diesem Tage wie verzaubert scheint, und -bausende und aber Tausende Soldaten, die Wacht sm Westen halten, feiern das Weihnachtsfest, fern Hnl> doch für sie ist ja auch die- Le r -ö o i> e n em Stück Heimat, einStück ihres mr l9/ bQ5 ste mit der Waffe verteidigen!

Wir haben sie in ihren Bunkern und Unterstän- den ausgesucht, um mit ihnen zu erleben, wie sie r Tag feiern, wie sie dies Fest auf ihre Art gestalten Wir fuhren von Bunker zu Bunker, von Unterstand zu Unterstand. Und überall das gleiche -öill», die gleiche Freude, die gleiche Zuversicht.

rP5--fQn der Grenze, irgendwo auf einer Schwarz­waldhohe, liegt e i n e F l a k st e l l u n g. Rings um- her Grabesstille, drinnen Frohsinn und Freude! In tteinem Raum sitzen die Kanoniere um ihr Bäum- chen dessen Lichterglanz eine trauliche Wärme aus­strahlt. Sie haben gerade ihre Geschenke ausge- packt, sie lesen ihre Briefe und knabbern an dem Konfekt, das sie von der Heimat erhielten.

Sehen Sie", sagt ein Gefreiter zu mir,mir empfinden es gar nicht so sehr, allein zu sein! Diele von uns erhielten Weihnachtspäckchen, diea n einen Soldaten der W e st front" gerichtet waren. Es sind Liebesgaben der Partei und der

Hitler-Jugend, die in geradezu rührender Weife für uns gesorgt haben. Jedes einzelne Päckchen ist mit Liebe zurechtgemacht, den meisten liegen Briese bei, aus denen die Verbundenheit der Heimat zur Front spricht. Und dazu kommen für viele von uns die Päckchen unserer Angehörigen man kann also wirklich sagen, daß für uns reich­lich gesorgt ist."

Und traf denn der Weihnachtsmann so pünktlich auf den Tao ein?" werfe ich dazwischen.

Zum großen Teil waren die Sachen schon etwas früher da", erläutert ein Wachtmeister,aber um die Freude nicht schon vorweg zu nehmen, haben wir die Post erst jetzt zu unserer kleinen Feier aus- gegeben, und nun hat jeder seine Freude und man­cher ein unerwartete Ueberraschung!"

So wie hier herrscht überall festliche und freudige Stimmung. In einem Unterstand haben sie die ganzen Wände mit Tannengrün ver­kleidet, woanders haben sie sich Glühwein und Punsch gebraut, in einem weiteren Bunker hat sich einOrchester" zusammengefunden, das nun eigene Bunker-Wunschkonzerte gibt, und nirgends fehlt das Bäumchen, überall Lichterglanz der Ker­zen, Stimmung und Freude!

Wo wir auch hinkommen, das gleich Erlebnis. Und es ist, als verbinde dieses Erlebnis Mann um Manu, Bunker um Bunker die aanje deutsche Front ... Harald Wachsmuth.

defkiges Erdbeben ereignet. Am stärksten wurde die Gegend von S i w a s heimgesucht. Das Erdbeben soll die Städte Ordu, Amasa, Siwas, Tokat und Erzingan teilweise zerstört, zahlreche Dörfer voll­ständig verwüstet haben. Die Zahl der Toten wird mit mehreren Hundert angegeben. Die Not­lage der Bevölkerung in den betroffenen Gebieten wird verschlimmert durch das schlechte Wetter.

Ein Volksschädling verurteilt.

Das Sondergericht in Halle a. d. Saale verurteilte den Angeklagten Franz Piech zu zehn Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust. Piech hatte als Bahnschutzmann im Oktober 1939 von einem Soldaten, der in einem Truppentransportzug aus Polen durch Halle a. d. S. gekommen war, e i n Paket übergeben erhalten, das er der in Halle a. d. S. wohnenden Familie dieses Soldaten überbringen sollte. Der Angeklagte lieferte jedoch das Paket nicht ab, sondern eignete s i ch den

Inhalt an. Ferner hatte ein anderer Soldat, während der Zug in Halle a. d. S. hielt, ein Paket für seine Familie auf der Rote-Kreuz-Station im Bahnhof abgegeben und den Angeklagten beauf­tragt, sich bei seiner Familie zu erkundigen, ob das Paket auch richtig abgegeben worden sei. Der An­geklagte ließ sich dieses Paket auf der Rote-Kreuz- Station aushändigen unter der falschen Angabe, er wolle es der Familie des Soldaten überbringen. Er bekam daraufhin das Paket auch ausgehändigt, lieferte es aber nicht ab, sondern behielt den Inhalt für sich. Der Vorsitzende des Sonder­gerichtes betonte, daß die Tat doppelt schwer wiege, weil der Angeklagte als Bahnschutzmann das beson­dere Vertrauen der durch Halle kommenden Sol­daten schnöde mißbraucht habe. Dem an der Front stehenden Soldaten aber müsse das unbedingte Zu- trauen erhalten bleiben, daß seine Familie in der Heimat und fein Hab und Gut gegen solche verbre­cherischen Angriffe wirksam geschützt werden. Solche

'Korrupttonserschelmmgen müßten von vornherekii mit den härtesten ©trafen im Keime erstickt werden.

Zehn Jahre Zuchthaus für eine Verräterin am Deutschtum.

Das Sondergericht in Königsberg verurteilte die Ehefrau Marta Sattler aus Wirt- berg, Kreis Insterburg, zu 10 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust, weil sie geschlechtliche Beziehungen zu einem polnischen Kriegsgefangenen unterhalten hatte. Die Besttafung erfolgte auf Grund des § 4 der Verord­nung zur Ergänzung der Strafvorschriften zum Schutze der Wehrkraft des deutschen Volkes vom 25. November 1939. Durch diese Vor­schrift wird der Umgang mit Kriegsgefangenen mit Gefängnis und in schweren Fällen mit Zuchthaus bedroht, wenn er in einer Weise erfolgt, die das gesunde Dolksempfinden gröblichst verletzt. Das Ur­teil des Sondergerichtes Königsberg stellt eine ein­dringliche Warnung für alle Elemente dar, die während des Existenzkampfes unseres Volkes ihr Deutschtum vergessen und den Stolz des Volkes verletzen.

Drei Todesurteile für nächtlichen Handtaschenraub.

Kurzen Prozeß machte das Berliner Son­dergericht mit drei jugendlichen Banditen, dem 21jährigen Johann Z i k m u n d , dem 23- jährigen Eugen Opiate? und dem 23jährigen Alois Zelenka, die am 23. 11. d. I. gegen zwei Uhr morgens auf dem Leipziger Platz in Berlin zwei auf Geschäftsreisen befindliche, aus Frankfurt am Main stammende Frauen überfallen und die eine von ihnen niedergeschlagen und ihrer Handtasche beraubt hatten. Nach einem genau ver­abredeten Plan rannte Zelenka in anderer Richtung davon, als der Handtaschenräuber Zikmund, um Verfolger zu verwirren und abzulenken, während Dpi ater in der Maske des hilfsbereiten Unbeteilig­ten am Tatort zurückblieb. Das Täuschungsmanö­ver mißlang aber und binnen kurzer Zeit konnten alle drei Banditen hinter Schloß und Riegel gefetzt werden. Wegen ihres nächtlichen Ueberfalls wurden alle drei Angeklagten zum Tode verurteilt.

Line jugendliche Verbrecherbande.

Eine dreiköpfige jugendliche Verbrecherbande, der 16jährige Josef Lüders, der 18jährige Julius Baumann und der 20jährige Josef Baumann, standen vor dem Sondergericht in Trier wegen eines versuchten Raubes unter Ausnutzung der Ver­dunkelung zur Aburteilung. Die Angeklagten stah­len sich in Trierer Warenhäusern allerlei Gegen­stände, die nach ihrer Ansicht zur Ausführung von Einbrüchen und Ueberfällen notwendig waren. In einem Kaufhaus bemerkten sie, wie eine Frau mit einer Handtasche das Kaufhaus verließ. Lüders und Julius Baumann folgten der Frau,

Die Verlobung unserer Tochter Helga mit Herrn Marinekriegsrichter Hans Koehler-Kaeß geben wir be. fannt

Lankbirektor

Ferdinand Würdemann und Frau Elsa, geb. Stühmer

Meine Verlobung mit Fräulein Helga Würdemann habe ich die Ehre anzuzelgen

Hans Koehler-Kaeß

MarinekriegSrichter

Wilhelmshaven, Dezember 1939

Ihre Verlobung geben bekannt

Annedore Steiner

Pastor Erich Schmidt

z. Z. Feldwebel

Stettin, Alleestraße 8 Güstrow (Meckl.)

Hausen (Kr. Gießen) Stolp (Pommern)

Dezember 1939

05617

Ihre Vermählung geben bekannt

Mitt Hundeborn

Unteroffizier, z. Z. im Felde

Otti Hundebom, geb. Brendel

Schupbach Gießen

Dezember 1939

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Ihrs Vermählung geben bekannt

Verend Freiherr von Tiesenhausen

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Heute Donnerstag Erstaufführung!

Das groöe Fest-Programm!

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Mit Heinz Rühmann, Carola Höhn, Ursula Grabley, Hansi Arnstaedt, Albert Florath

Spielleitung: Kurt Hoffmann Drehbuch: Thea von Harbou

Heinz Rühmann, der mit seinem einzig­artigen Humor Millionen Menschen Stunden der besten Unterhaltung gab, zeigt sich in diesem bezaubernden Lustspiel-Film von einer vollkommen neuen Seite. In Partner­schaft mit einem entzückenden Jungen läßt er alle Register seines künstlerischen Könnens spielen und gestaltet damit den Filmstoff zu einem kostbaren Meisterwerk mensch­lichen Humors 7737A

Beiprogramm und Ufa-Ton-Woche

Täglich 4.00, 6.00, 8.30 Uhr

Am Neujahrstag 2.00, 4.00, 6.00, 8.30 Uhr

Bis Mittwoch, den 3. Januar einschließlich

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bh Mittwoch, 8. Jan., elnschl. das große Festprogramm

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Giessen

Ein neuer Zarah-Leander-Film der Ufa das bedeutet das neue Erlebnis dieser nie zu erschöpfenden schauspielerischen Persönlichkeit, deren fraulicher Reiz und künstlerische Ueberlegenheit immer wie­der mit Bewunderung erfüllt!

Spielseiten: täglich 4, 6, 8.30 Uhr

w*A am Sonntag und L Januar 2, 4, 6, 8.00 Uhr

Ufa-Kulturfilm Ufa-Wochenschau

Ein Ufa-Film mit Gustav Knuth, Herbert Wilk, Friedrich Domin, Karl Günther, Rolf Heydel SPIELLEITUNG: PAUL MARTIN

Heute Donnerstag letzter Tagt

MARTA ILONA

mit Paula Wessely, Willy Birgel