Ausgabe 
28.4.1939
 
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Kettag,28.ApriU939

189. Zahrgang

Nr. 99 Erstes Blati

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Zn Erwartung der Führerrede

Reichsregierung in Berlin ernannt.

Ebenso wie bei dem Heinkel-Iagdflugzeug ist der neue Geschwindigkeitsweltrekord der Me 109 R mit dem unter der Nennleistung von 1175 PS bekannten Mercedes-Benz DB 601 erflogen worden, dessen Weiterentwicklung in der Zwischenzeit das Erreichen derartiger Geschwindigkeiten ermöglichte. Als Luftschraube wurde ein VVM-Propeller der Vereinigten Deutschen Metallwerke verwendet, wie er allein allgemein in der deutschen Luftwaffe eingeführt ist. Hinsichtlich der Start- und Lande­eigenschaften beider Flugzeuge ist zu betonen, daß sie jeden normalen Flugplatz benutzen können, eine Tatsache, die für. die militärische Brauch-

Ladislaw Feierabend: Sozialwesen und Ge» sundheit: Dr. Ladislaus Klump ar. Staats­präsident Dr. Hacha Hot den früheren Außenmini-

London, 28. April. (DNB. Funkspruch.) Die englische Oeffentlichkeit sieht der großen Reichstags- rede des Führers mit gespannter Erwartung ent­gegen. Diese Spannung findet vor allem in der Morgenpresse am h,l>

Die absolute Höchstleistung.

Das war kein Zufallserfolg.

Berlin, 27.April. (DNB) Nachdem es erst vor wenigen Wochen der deutschen Luftfahrt ge­lungen ist, den wohl am heißesten international umstrittenen und erstrebten Flugrekord, den abso­luten Geschwindigkeitswellrekord, in ihren Besitz zu bringen, ist gestern die hervorragende Leistung des heinkelflugzeuges von einem Messer­schmitt-Flugzeug erneut überboten worden. Das Messerschmitt - Jagdflugzeug Me 109 R Hal gestern unter der Führung des Flugzeugführers Fritz Wendel auf der Meßsirecke bei dem Flug­hafen Augsburg eine Geschwindigkeit von 75 5,1 1 Kilometer erreicht. Der bisherige Weltrekord des heinkelflugzeuges stand auf 746,66 Kilometer.

Der neue Weltrekord des Messerschmitt-Flugzeugs zeigt, wie Generalluftzeugmeister Generalleutnant Udet heute vor Vertretern der Presse ausführte, eindeutig, daß schon der Weltrekord des heinkel- Jägers keine Zufallserfolg war, sondern daß derartige Höchstleistungen das Ergebnis der planmäßigen Arbeit in der deutschen Luftfahrt­industrie sind. 3m friedlichen Wettstreit haben die beiden weltbekannten Flugzeugwerke, deren Be­triebsführer auf dem letzten Reichsparteitag von dem Führer mit dem Nationalpreis ausgezeichnet wurden, fast die gleichen Ergebnisse erzielt, ein klarer Beweis dafür, daß sie beide in der Entwick­lung der Jagdflugzeuge die richtigen Wege gehen und stets das Bestmögliche an Leistungen erreichten. Deutschland kann wirklich stolz darauf sein, daß die deutsche Luftfahrtindustrie zwei leistungsmäßig etwa ebenbürtige Leichtflugzeuge erstellt hat, und zwar Jagdflugzeuge, die in ihrer Geschwindigkeit um über 200 Kilometer in der Stunde vor den Spitzen­leistungen des Auslandes stehen.

voraussichtlichen Inhalt der Antwort Adolf Hitlers an Roosevelt beschäftigt. Daß dabei törichte und zum Teil bösartige Kombinationen und phantasievolle Vermutungen vorherrschen, nimmt bei dem gegenwärtigen Geisteszustand der englischen Presse nicht wunder. Dabei merkt man den Blättern deutlich das krampfhafte Bemühen an, durch breite vorherige Erörterung des möglichen Inhaltes der Rede den erwarteten starken Eindruck der Worte des Führers auf die britische Bevölkerung nach Möglich­keit abzuschwächen.

3n Paris. v

In Italien.

Mailand, 28. April (DNB. Funkspruch). Die italienische Presse steht ganz im Zeichen der bevor­stehenden großen Rede des Führers. Noch einmal wird darauf hingewiesen, daß alle E i n s ch ü ch - terungs versuche vollkommen wir­kungslos geblieben feien und daß sich Adolf Hitler in seiner Haltung nicht im gering st en beeinflussen lasse. DerCorriere della Sera schreibt, die Spannung in der demokratischen Welt und vor allem in den angelsächsischen Ländern sei bis zur Hysterie gestiegen. In Deutschland seien die Erwartungen auf die Erklärungen Adolf Hitlers nicht weniger groß als in Amerika und England, aber in einem vollständig anderen Sinne. Es fei die vertrauensvolle und zuversicht­liche Bereitschaft eines Heeres von h ö ch ft e r Moral, das von seinem Befehlshaber die Kommandoworte erwarte, wie im­mer bereit, blind zu gehorchen. DieStampa chreibt die Rede werde der verunglückten ameri­kanischenBotschaft" den Gnadenstoß versetzen.

3n London.

oelt zusammenkommen. Für diesen Königsbesuch wurde zur Ueberfahrt das moderne Großkampf- chiffRe pulse" feit langen Monaten vorbe- eitet. Immer wieder brachten die illustrierten Zett- chriften England Abbildungen des Schiffes und Beschreibungen über die eingebauten Königsgemä­cher und den dräuenden Kanonenrohren. Jetzt auf einmal wird der ganze Plan umgebuttert. Auf einmal kommt die englische Presse darauf, daß die beiden anderen Großkampfschiffe der englischen Flotte repariert werden, so daß dieRepulse" das einzig verfügbare Großkampfschiff ist. Nun werden Reparaturen an Großkampfschiffen natürlich nicht aus dem Handgelenk vergeben. Alle

Wahrscheinlichkeit deutet darauf, daß diese Situation' von der Admiralität einigermaßen gewaltsam her­beigeführt worden ist, um den Engländern die Gänsehaut über den Rücken zu jagen. Dazu wurde das Beispiel statuiert, daß für eine Ueberfeeretfe des Königspaares nicht einmal ein englisches Groß­kampfschiff verfügbar ist. An der Spitze der Admiralität steht jener Lord Stanhope, der vor 14 Tagen die Welt damit alarmierte, daß er einen Vortrag unter dem Schutz mobil gemachter Flak­geschütze hielt. Das Königspaar fährt nunmehr wahrscheinlich auf derE m p r e ß of Austra - I i a", die mit dem 1914 gebauten deutschen Schnell-

1 dumpferTirpitz" identisch ist!

Sie WehWchl-GmbH.

Der Mischmasch der Gefühle und Empfindungen, mit denen die Einführung der beschränkten Wehr­pflicht in Englandbei den anderen" begrüßt wird, ist aufichlußreich: die Kommentare schwanken zwi­schen der freudigen Feststellung, daß das englische Phlegma überhaupt in Bewegung gesetzt wurde, bis zu der Feststellung, daß dieser erste Anfang eines Sacherfolges nur bescheiden 'ist. Fern jedem Gedan­ken, eine Rüstungsanstrengung auf der anderen Seite gewaltsam verkleinern zu wollen, hegt es doch nabe, sich über den neu geschaffenen politischen und militärischen Sachverhalt unbefangen Rechenschaft zu geben. *

Wir sprechen zunächst von einem politischen Sachverhalt, weil die Absicht überdeutlich ist, die diplomatische Einkreisungsaktion Englands durch eine militärische Kraftanstrengung zu unterstützen. Wir haben hier sehr gewichtige neue Umstände vor uns. Niemals hat England Bundesgenossen gewor­ben, indem es sich selbst kriegsstark machte; immer vertraute es auf das rollende Pfund. Noch 1914 dachten weder Frankreich noch das Zarenrußland Daran, England Vorschriften über die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht zu machen.'Heute ist England in die unmittelbare Schußlinie des Blut­risikos gerückt. Es hat dieses Blutrisiko nicht frei­willig übernommen, sondern unter dem Druck des ihm schon verbündeten Frankreichs und der Sow­jetunion, die, wie man sieht schon vor einer ab­schließenden Erörterung ihrer eigenen militärischen Verpflichtungen den merklichen Kriegstribut Eng­lands durchsetzen half.

Um uns über den Druck dieser beiden Länder au England volle Rechenschaft zu geben, müssen wir zwei 2/ttsachen klar Herausstellen: 1. Frankreich hat England Instruktoren für die Ausbildung der neuen englischen Zwangsrekruten zur Verfügung gestellt und sich bereiterklärt, seine Exerzierplätze und Unterkunftsräume in Nordfrankreich für die neuen englischen Truppenkontingente anzubieten. 2. Die Sowjetpresse überschüttet die englische Ar­beiterpartei und die englischen Gewerkschaften we­gen ihrer Opposition gegen die allgemeine Wehr­pflicht mit Vorwürfen. Beide Tatbestände sind we­nig geeignet, das englische Prestige zu heben; aber sie sind sehr bezeichnend dafür, daß sich eine wahr­haftige Wehrpflicht-GmbH, zur Einführung des Zwangsdlenftes in England gebildet hat, von Der England nur ein Partner ist, während Frank­reich und Sowjetrußland die beiden anderen Ge-

Oie kroatische Frage gelöst.

B elgrad, 27. April. (DNB.) Eine amtliche Mitteilung besagt, daß Ministerpräsident Zwetko- witsch und der Präsident der Kroatischen Bauern­partei, Dr. Matschet, in Agram die Verhand­lungen über die Lösung der kroatischen Frage e r - folgreich beend et hätten. Das erzielte Ueber- einfommen würde in allerkürzester Zett verkündet werden. Damit ist das schwerste innerpolttische Pro­blem Jugoslawiens erledigt. Das Staatsganze ge­winnt dadurch nicht nur an innerer Festigkeit und Ruhe, sondern gleichzeitig steigt auch damit das außenpolitische Ansehen Jugoslawiens.

Markowitsch kehrt nach Belgrad zurück.

Berlin, 27. April. (DNB.) Der königlich-jugo­slawische Außenminister Dr. Cincar Marko­witsch hat nach dreitägigem Aufenthalt Berlin am Donnerstagabend verlaffen. Zur Verabschiedung hatte sich Reichsaußenminister von Ribbentrop eingefunden. Vor seiner Abfahrt erklärte Dr. Marko­witsch der Presse:Ich stehe noch immer unter dem starken Eindruck des Empfanges, der mir Seine Exzellenz, d e r Herr Reichskanzler die Ehre erwiesen hat zu gewähren. Ich bin glücklich, er­klären zu können, daß auch bei dieser Gelegenhett b i e bisherige Politik der Freund­schaft und der Zusammenarbeit zwi­schen dem großen Deutschen Reich und Jugoslawien erneut bekräftigt wurde."

Die neue tschechische Regierung.

Prag, 27. April. (DNB.) Der tschechische Staats­präsident Dr. H a ch a hat mit dem Reichsprotektor in Böhmen und Mähren, Reichsminister Frhrn. von Neurath, die neue tschechische Regierung ernannt, Die folgende Zusammenstellung aufweist: Ministerpräsidium und Inneres: Divisionsgeneral Ingenieur Alois Elias; Finanzen: Dr. Joseph Kalfuß; Schulwesen und Volkskultur: Dr. Jan Ka pr a s; Justiz: Dr. Jaroslav-Krej c i; Indu­strie, Gewerbe und Handel: Dr. Vlastimil S ad eck; Verkehr: Dr. Heinrich Havalka; Oeffentliche Ar­beiten: Dominik C i p e r a ; Landwirtschaft: Dr.

Der Reichsminister der Luftfahrt und Ober­befehlshaber der Luftwaffe, Generalfeldmarschall Göring, hat an Professor Messerschmitt olgendes Telegramm gerichtet:Ich freue mich, laß es Ihnen im friedlichen Wettstreit um die ab- olut höchste Fluggeschwindigkeit gelungen ist, eine Weltbestleistung mit 755,11 Stundenkilometern auf­zustellen. Dies zeigt mir, daß die geistigen Schöp­fer der Flugzeuge meiner Waffe den richtigen Weg beschritten haben, den wir nicht wieder verlassen werden. Ihnen und der Gefolgschaft meinen Dank und meine Anerkennung. Heil Hitler! Göring, Generalfeldmarschall."

An Generaldirektor Kissel von den Daimler. Benz-Werken richtete Generalfeldmarschall Gö­ring folgendes Telgramm:An dem letzten Er­folg des Messerschmitt-Flugzeuges mit 755,11 Kilo­meter Stundengeschwindigkeit hat wiederum ihr Motor DB 601 reichen Anteil. Ihnen und Ihrer Gefolgschaft spreche ich meinen Dank und meine Anerkennung aus."

Schließlich hat Generalfeldmarschall Göring an den Flugzeugführer Fritz Wendel das fol­gende Telegramm gesandt:In Anerkennung Ihrer hervorragenden Leistung und Ihres persönlichen Einsatzes zur Erringung der Weltbestleistung von 755,11 Stundenkilometer ernenne ich Sie zum Flugkapitä n."

Gespräch mit dem schnellsten Bann der Welt.

Flugzeugführer Wendel über seinen Rekordflug.

Kurz nach dem seusattonellen Weltrekord, den die Messerschmitt Me 109 R mit der beispiel­losen Geschwindigkeit von 755,11 km/st erziehe, sprachen mir mit Fritz Wendel, dem Mann, der diese Maschine führte und der heute derschnellste Mann der Welt ist. In der Stimme des jungen Piloten klingt noch Die Erregung nach und die Freude über diesen gewaltigen Erfolg. Wendel ist erst 24 Jahre alt und stammt aus einem kleinen Ort bei Worms. Sofort nach Verlassen der Schule trieb es ihn zur Fliegerei, und schon mtt 17 Jahren machte er in Mannheim seinen ersten Flugschein. Sein Lehrer war der bekannte Kunstflieger L o ch - n e r. Don Mannheim ging er zur Deutschen Ver- kehrssliegerschule und war anschließend IV2 Jahre bei der Luftwaffe, wo er sich weitere fliegerische Erfahrungen aneignete. Anfang 1936 trat er in die Messerschmitt-AG. ein, wo er Tag um Tag die neuen Jagdeinsitzer der Messerschmitt- AG. einflog, Die den Stolz der jungen deutschen Luftwaffe bilden.

Wir fragten Wendel nach seinen Erlebnissen wäh­rend des Rekordfluges:Don Erlebnissen kann wohl

Heuer Geschwindigkeiisrekord eines deutschen Zagdflugzeuges.

Mefferfchmitt-Maschine stiegt 755,11 km. - Ein stolzer Erfolg der deutschen Lustfahrt

sellschafter darstellen.

Es wird oft hervorgehoben, daß es England an 1 Ausbildern und an Äusdildungsmöglichketten wie Uebungsplätzen, Unterkunftsräumen, Uniformen usw. fehlt. Daß diese Mängel vorhanden sind, geht aus dem eben erwähnten französischen Angebot der Entsendung französischer Instruktoren nach England und der 'Verlegung englischer Truppenteile auf nordfranzöfische Uebungsplätze hervor. Aber diese beiden Unzulänglichkeiten stehen nicht allein.. Der Aufbau der englischen Armee ist in Den letzten Jah­ren in der Richtung erfolgt, daß die Motorisie­rung außerordentlich vorangetrieben worden ist. Mit 'dieser Motorisierung steht nun Die Entwicklung einer starken, aber milizhasten Jnfanterietruppe in einem mindestens teilweisen Gegensatz. Noch präzi­ser ausgedrückt: Die englische Militärpraxis ging bisher von Dem Gedanken aus, die Kriegsma­schine zu entwickeln, während die Einführung Der allgemeinen Wehrpflicht Die Schwerkraft mindestens teilweise in Die Truppenzahl zurüFverlegt.

Schließlich roerDen von englisch-oppositioneller Seite peinliche Fragen aufgeworfen wie etwa Die, ob Die englische Jungmannschaft an Dem Wall Der Deutschen 'Westgrenze verbluten solle oder wie man sich überhaupt ihren Einsatz denke. Diese Fragestel­lung muß im Zusammenhang mit Den Lehren einer recht weit verbreiteten englischen militärischen Schule verstanden werden, Deren Beweisführung folgende Grundlinien hat: Der Einsatz einer starken englischen Militärmacht in Nordsrankreich während Des Weltkrieges war ein Fehler; Englands Herr­schaftsgebiet bleibt Die See und sein Militär­einsatz habe sich auf Punkte zu beschränken, wo Die Seestrategie unmittelbar auf die Landoperationen wirken wolle, also auf sogenannte Nervenpunkte des Gegners. Englands Nachwuchs für feine weit gespannte Reichspolitik fei in den Sümpfen von Pafchendaele umgekommen und diese Blutabzapfung habe England auch heute noch nicht überwunden. Außerdem aber sei die Entsendung einer starken englischen Armee auf das Festland im Weltkrieg unter technischen Bedingungen erfolgt, wie sie besser nicht gedacht werden könnten und wie sie nie­mals wiederkehren werden. Das Flugzeug auf der einen, der gesteigerte Materialbedarf auf Der anderen Sette erschwere für die Zukunft Die Unterhaltung einer eigenen englischen Armee auf Dem Festland.

Wie Deutschland feine eigene Rüstung nach sei­nen eigenen Bedürfnissen schafft, so enthält es sich auch grundsätzlich jedes Hineinredens in Die Rü­stung spolitik eines anderen Staates. Die auf zwei Jahrgänge beschränkte Einführung Der allgemeinen Wehrpflicht in EnglanDimponiert" uns weder, noch suchen mir den Tatbestand eifervoll zu ver­kleinern. Wir werden ihm ganz einfach gerecht!

Dr. Ho.

Nepulfe" für den König nicht verfügbar.

Das englische Königspaar wird nach einem feit langer Zett festgelegten Programm im Mai Kanada besuchen und bei dieser Gelegenheit auch mit dem amerikanischen Präsidenten Roose-

Flugzeugführer Fritz Wendel. (Scherl-M.) barfeit dieser Flugzeugmuster von wesentlicher Bedeutung ist.

Der Rekordflieger Wendel ist ein erst 24 Jahre alter Flugzeugführer, also ebenso wie D i e t e r l e von der jungen Nachwuchsgarde. Dies ist besonders erfreulich, denn es wird dadurch bewiesen, daß in Deutschland nicht nur die alten Routiniers zur Durchführung solcher Rekordflüge imstande sind. Wendel ist von Generalfeldmarschall Göring heute zum Flugkapitän ernannt worden. Der Rekordflug wurde von Den Sportzeugen des Aeroklubs von DeutfchlanD beurkundet und ist zur Anerkennung bei der FAI angemelDet worden.

Die Glückwünsche des Führers und Görings.

Der Führer hat aus Anlaß des Flugrekordes des Jagdflugzeuges Me 109 R Dem Konstrukteur Der Maschine Professor Messerschmitt, Dem Ge- neralDireftor Des Mercedes-Benz-Werke, Kissel, sowie Dem Flugkapitän Fritz WenDel, Der Das Rekordflugzeug gesteuert hat, telegraphisch seine herzlichsten Glückwünsche übermittelt.

neuen. Diese Spannung ftnoet vor auem m ver., -

Morgenpre se am Freitag ihren Niederschlag, Die besonders stark bermahn sich in sp altenlang en Artikeln mit dem!Führer Den Fr, eDen liebt .

Paris, 28. April. (DNB. Funkspruch.) Die Pariser Presse kann am Freitag Die ungeheure Spannung nicht verleugnen, mit Der sie Die große Rede des Führers erwartet. Ihre Phantasie und leider fast ausschließlich ihre Phantasie beschäftigt sich ausführlich mit denGeheimnissen der Hitler- Rede", wie derPopulaire" sich ausdrückt. Und obwohl offensichtlich gebremst und versucht wird, das starke Interesse der Oeffentlichkeit abzulenken, zeigen die Leitartikler und Korrespondenten mit ihren un­glücklichen Versuchen, die Entscheidungen, die The­men, die Dauer und Die Seitenzahl Der Führerrede festzulegen, wie sehr sie Die Worte ADolf Hitlers für entscheiDend halten unD wie sehr sie hoffen, Der Führer werDe einen Ausweg aus Der verfah­renen Situation zeigen. Die einzige Tatsache, an die sie sich halten können, ist Die Ueberzeugung, Die fter Dr. Franz Chvalkovsky zum Gesand- besonders stark DerMahn" vertritt, daßder t e n des Protektorats Böhmen und Mahren bei der