Ausgabe 
28.2.1939
 
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wieder fort, ein Beweis dafür, daß er völlig halt­los ist.

Der Vertreter der Anklage beantragte, auf eine Gesamtgefängnisstrafe von sechs Monaten unter Anrechnung der Untersuchungshaft zu erkennen.

Der Angeklagte wurde zu einer G e s a m t g e - fängnisstrafe von sechs Monaten ver­urteilt, ein Monat und 14 Tage der Untersuchungs­haft wurden auf die Strafe angerechnet.

Dem wiederholt vorbestraften Angeklagten wurde eröffnet, daß er im Wiederholungsfälle nicht nur mit Zuchthaus, sondern auch mit Sicherungsver­wahrung zu rechnen habe.

Kriegerappell in Holzheim.

* Holzheim, 27. Febr. Die K r i e g e r k a m e - radschaft Holzheim hielt am Samstag ihren Jahresappell mit Familienabend im Rathaussaal ab. Kameradichaftsführer Laux begrüßte die sehr zahl­reich erschienenen Kameraden mit Frauen, sein be­sonderer Gruß galt dem Kreisschießwart Kam. Hanf. Nach einem kurzen Rückblick auf das ver­gangene bebeutungsDctie Jahr 1938, das neben großen Ereignissen auf innen- und außenpolitischem Gebiet auch den langgehegten Wunsch in Erfüllung brachte, daß nunmehr alle alten und jungen Ka­meraden in dem größten aller Soldatenverbänüe, dem NS. - Reichskriegerbund, zusammengeschlossen

sind, wurde bei dem Lied vom guten Kameraden der im letzten Jahre verstorbenen 4 Kameraden ge­dacht. Dann dankte Kreisschießwart Kam. Hans zunächst für die Einladung, überbrachte die Grüße und Wünsche des Kreiskriegerführers und sprach hierauf über das Schieß- und Versicherungswesen. Anschließend überreichte er 4 alten verdienten Ka­meraden Führer- und Hindenburg-Bilder mit Dank­schreiben des Kriegerführers Reinhardt für langjährige treue Arbeit im NS.-Reichskriegerbund. Weitere Auszeichnungen für besonders gute Schieß­leistungen erhielten die Kameraden Wilh. Jäger II. die Siegerplakette (höchste Auszeichnung), Heinr. Wetz III. die goldene Nadel, Karl Buß die silberne Nadel. Während des geselligen Teils bei Kaffee und Kuchen und alten Soldatenliedern half auch Kam. Hanf noch mit guten Soldatenhumoresken den Abend verschönern. Der Gruß an den Führer und der gemeinsame Gesang der Nationallieder bildeten den Schluß des schönen Abends.

Landkreis Gießen

5 Steinbach, 28. Febr. Unser früherer Förster Karl Herbert, der im Ruhestand in Burk- l>.a r d s bei seinem Sohne, der dort Förster ist, lebt, feiert am 1. März seinen 7 8. Geburtstag. In seiner Heimat Steinbach ist der alte Förster, dessen Gesundheitszustand erträglich ist, unvergessen. Wir gratulieren!

Sportplätze und Schwimmbäder für die Landbevölkerung.

(Sine Besichtigungsfahrt. Planungen.

Am gestrigen Montag fand eine Besichtigungs­fahrt durch eine Reihe von Orten des Kreises Gie­ßen statt, die dem Zweck diente, für die Anlage von Sport st ätten und Schwimmbädern die erste vorbereitende Planung festzu­legen. An der Fahrt nahmen Vertreter der Landes­regierung (Referat Leibesübungen und Bauabtei­lung), des Landratsamtes Gießen und des Kultur­bauamtes Gießen teil. In den Orten gesellten sich Bürgermeister und Beigeordnete dazu, und in ge­meinsamer Aussprach wurden die notwendigen ersten Maßnahmen erörtert, die der Sache dienen können.

Der Bau von Sportplatzanlagen und Schwimm­bädern soll vor allem der Jugend auf dem Lande Gelegenheit zur Leibesübung geben. Der Schwimm­unterricht soll dadurch obligatorisch werden können, daß Schwimmbäder vorhanden sind. Schließlich soll auch der erwachsenen ländlichen Bevölkerung die Möglichkeit gegeben werden, eine ausgleichenüe Leibesübung zu betreiben, indem die Sportstätten so gelegt werden, daß sie ohne große Zeitverluste erreicht werden können. Die gestrige Besichtigungs­fahrt galt insbesondere der Erwägung der Platz­fragen.

In A l l e n d o r f (Lahn) soll dicht am Orts­eingang (von Gießen her) im Wiesengrund ein Schwimmbad und eine Sportplatzanlage geschaffen werden. Am Hang rechts daneben soll das HJ.- Heim seinen Platz finden.

Das Sportstättenprojekt für die Gemeinde Heu­chelheim ist schon weiter gediehen; dort soll in Bälde mit der Arbeit begonnen werden. Nördlich der vorhandenen Turnhalle soll ein Spielfeld von regulärer Größe (70 :105 Meter) mit einer Lauf­bahn von 400 Meter Länge entstehen. Im Zusam­menhang damit ist ein Schwimmbad bau mit einem anschließenden Becken für Nichtschwimmer mit einem Sprungbecken und einem Planschbecken für Kinder geplant. Im engsten Zusammenhang damit ist der Bau des HJ.-Heimes vorgesehen.

Für Großen-Buseck ist eine geschlossene An­lage, wie sie in Heuchelheim erstehen soll, nicht mög­lich. Der Raum am vorhandenen Schwimmbad reicht nicht aus, um im Zusammenhang damit einen Sportplatz zu schaffen. Dieser soll vielmehr da, wo sich bisher der Sportplatz befand (am Ortseingang von Rödgen her), in vollkommener Form erstehen. Der Sportplatz soll die normale Größe von 70X105

Meter erhalten. Die Platzfrage für das HJ.-Heim ist noch nicht gelöst.

Für die Gemeinde Bersrod soll ein Spielplatz entstehen. Durch die Feldbereinigung wird das Ge­lände dafür festgelegt. Der Platz soll eine Größe von 50X80 Meter erhalten. Ein Schwimmlehrbecken soll an der Stelle geschaffen werden, an der sich der Weiher (unweit der Straße nach Beuern) befindet, der bisher zum Baden benutzt wurde,, jetzt aber nicht mehr zu diesem Zwecke dienen kann. Das Schwimmlehrbecken wird in Beton ausgeführt und wird feinen Zufluß von einer Quelle erhalten.

Für die Gemeinde Q u e ck b o r n soll in der Nähe des Ortes (an der Bahnlinie GrünbergLich) zu­nächst ein Nichtschwimmerbecken für Schwimmlehr­zwecke entstehen, später soll ein Schwimmerbecken und ein Planschbecken für Kleinkinder angegliedert werden. Der vorhandene Sportplatz soll aus nor­male Größe (70X105 Meter) erweitert werden. Ne­ben dem vorhandenen Schießstand auf der Anhöhe soll das HJ.-Heim erstehen.

Bei Ettingshausen besteht bereits ein fer­tiges Schwimmbad. Unmittelbar dabei soll auch ein Sportplatz geschaffen werden, da der bisherige Sportplatz im Walde felsigen Grund hat und zu hart ist. Auch hier soll später im Zusammenhang mit den Sportstätten das HJ.-Heim entstehen. Das Gelände für die Sportstätten schließt unmittelbar an den bebauten Ortsteil an.

Für die Schaffung einer gemeinsamen größeren Sportplatzanlage für die Orte Wetterfeld, Röthges, Lauter, Nonnenroth, Münster, sowie Ober- und Nieder-Bessingen sind Vorbespre­chungen im Gange.

Die letzte Etappe der Rundfahrt galt der Stadt L a u b a ch. Dort wurden das bisherige Schwimm­bad besichtigt und die Möglichkeiten für die Schaf­fung eines Sportplatzes erörtert. Die Gelegenheit dafür ist günstig. Es soll in unmittelbarer Nähe des Schwimmbades ein Sportplatz von normaler Größe, ferner sollen auch Plätze für Tennisspiel und eine Bahn für den Rollschuhlauf geschaffen werden. Auf die unmittelbar anschließende Höhe soll das HJ.- Heim kommen. Schließlich wurden in Laubach auch die vorbildlichen Schicßstände besichtigt.

Im Laufe der nächsten Monate werden noch in verschiedenen anderen Gemeinden Besprechungen über, den gleichen Gegenstand stattfinden.

Wirtschaft.

Mein-Mainische Börse.

IMltagsbörse uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 27. Febr. Zum Wocyenbe- ainn entwickelte sich nur wenig Geschäft, da von der Kundschaft Aufträge nur vereinzelt Vorlagen. Am Aktienmarkt hielten sich die Abweichungen in engen Grenzen. Interesse bestand für IG. Farben, die bei zeitweise etwas mehr Geschäft mit 151,75 unverändert lagen. Am Montanmarkt bröckelten Vereinigte Stahl nach unverändert 111 auf 110,75 ab, ferner Hoesch auf 109 (109,40) und Mannesmann auf 111,40 (111,50). Von Maschinenwerten zogen- linger auf die 1-v. H.-Dividendenerhähung um 0,65 v H. an auf 110,13, Rheinmetall 0,25 v. H. niedriger gefragt mit 134, die übrigen lagen unverändert. Am Elektromarkt-zogen AEG. bei'5,4 v. H. Netto-Divi­dendenabgang um 0,15 v. H. an auf 115 (120,25), Gesfürel lebhafter mit unverändert 138,25. Sonst notierten u. a.: Westdeutsche Kaufhof 104,50 (104), Zellstoff Waldhof 123,50 (123), AG. für Verkehr 122,40 (122), andererseits Reichsbank 180 (180,25), Scheideanstalt 205 (205,50), Salzdetfurth 137 (138) und Conti Gummi 212,50s (213,50).

Am Rentenmarkt 'bestand kleines Anlage­bedürfnis, zu größeren Abschlüssen kam es jedoch nicht, auch wiesen die Kurse nur wenig Verände­rung auf. Reichsaltbesitz 20 Pf. höher mit 129,70, Reichsbahn-Vorzugsaktien unverändert 123,40, De- kofama I 134 (134,13), im Freiverkehr Kommunal- Umfchuldung 93,20 (93,15). Am Pfandbriefmarkt er­höhten sich Franks. Hyp. und Franks. Pfandbank Liquid, auf je 101,15 nach 100,90 bzw. 101, da­gegen Meininger 101 (101,13). Stadtanleihen meist unverändert, 28er Mainz 97 (96,75). Industrie-Obli­gationen lagen vorwiegend 0,25 bis 0,50 v. H. nied­riger, u. a. 5 v. H. Mittelstahl 100,50 (100,90), 5 v. H. Gelsenbenzin 100,-30 (100,50), 5 v. H. Eisenbahn- Bonk Frankfurt 82 (82,50).

Im Freiverkehr war die Entwicklung uneinheit­lich: Elsäß. Bad. Wolle 96,50 bis 98,50 (95,75 bis 97,75), Ufa 86 (85,25), dagegen Vereinigte Fränk. Schuh 82 bis 84 (83,25 bis 85,25), Frankfurter Handelsbank 58,50 (59). Tagesgeld unverändert 2,50 v. H.

Abendbörfe gebefferf.

Zwar blieb die Kursentwicklung im Vergleich zum Frankfurter Mittagsschluß uneinheitlich, gegenüber den letzten Berliner Notierungen wies aber die Abendbörse vorwiegend Erholungen auf In den führenden Werten erfolgten seitens der Kundschaft einige Käufe, auch an anderen Marktgebieten wur­den die Kurse der veränderten Haltung etwas an­

gepaßt. JG.-Farben gewannen 0,25 v. H. auf 151,50, Verein. Stahl 0,50 v. H. auf 110,50, Mannesmann 0,40 v.H. auf 110,90, AEG. 0,25 o. H. auf 115, Licht und Kraft 0,25 v. H. auf 136 und Demag 0,25 v. H. auf 147,75. Anderseits ermäßigten sich Rhein­stahl um 0,65 v. H. auf 137 gegenüber einem Ber­liner Kurs von 136,50, Hoesch auf 108,75 (109 bzw. 108,50), Bemberg auf 136,50 (137 bzw. 135,90) und Gesfürel auf 138 (138,25). Renten lagen sehr ruhig und unverändert, 6proz. JG.-Farben 120,75, Reichs- bahn-DA. 123,25. 1928er Stadt Mainz zogen 0,25 o- H. an auf 97,25. Kommunal-Umschuldung nannte man mit unv. 93,20.

.Frankfurter Getreidebörse.

Er notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 kg) in RM.: Weizen W 9 208, WH 210, W 12 211, W 13 212, W 16 215, W 18 217, W 19 219, W 20 221, Roggen R 11 194, R12 195, R 14 197, R15 198, R16 200, R 17 201, R 18 202, R19 204 Großhandelspreise der Mühlen der ge­nannten Preisqebiete. Futtergerste, Futterhafer . Weizenmehl Type 812 W 13 29,65, W 16 29.65, W 18 29,65, W 19 29,65, W 20 (Kreis Ahey) 29,65, W 20 (Kreis Worms) 30,00 plus 0,50 RM. Fracht- Ausgleich. Für Weizenmehl Type 812 mit Bei­mischung von Maisbackmehl liegen die Preise 30 Pf. unter diesen Notierungen. Roggenmehl Type 997 R 12 22.45, R 15 22.80, R16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. Fracht-Ausgleich. Weizen­futtermehl 13,60. Weizenkleie W 13 10,75, W16 10,90, W 18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20 Mühlen­festpreis ab Mühlenstation. Roggenfuttermehl R 19 12,50, Roggenvollkleie R 19 11,00. Roggenkleie R 12 9,95, N15 10,15, R16 10.25, R18 10,40, R19 10,50 Mühlensestpreis ab Mühlenstation. Treber, getrocknet. Wiesenheu, handelsüblich 5,40, Wiesen­heu, gut, gesund, trocken 6 40, Kleeheu, gut, gesund, -trocken 7,40 bis 7,80. Luzerneheu, gut, gesund, trocken 7,80 bis 8.20, Weizenstroh, bindfadengepreßt oder gebündelt.2,80, Roggenstroh, bindfadengepreßt oder gebündelt 3,00, Hafer- und Gerstestroh, bind­fadengepreßt ober gebündelt 2,60 bis 2,70 Erzeuger­preis ab Erzeuger-Verladestation.

Frankfurter Schlachlviehmarkt.

Frankfurt a. M., 28. Febr. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 822 Kälber, 32 Härnrnel, 70 Schafe, 3520 Schweine. Es kosteten: Kälber 35 bis 65 Mark, Hämrnel 40 bis 50, Schafe 25 bis 42, Schweine 49,50 bis 58,50 Mark. Marktoerlauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Schafe und Hämmel mittel.

SJl.-'fport

Dereinsmannschastskämpfe der Turner.

Die Unterkreisklassenmannschaften des Turn­kreises 8 des NS.-Reichsbundes für Leibesübungen traten am Sonntag in Gießen, Nieder-Girmes und Sinn an. In Gießen stellten sich 13 Mannschaften den Kampfrichtern. Erfreulich ist, baß sich viele Lanbvereine an bem Wettkampf beteiligten und auch gute Leistungen zeigten. Unter der umsichtigen Lei­tung des Kreismännerturnwarts Reuter wickelte sich der Kamps, der von den Vereinen der Kreise Gießen und Alsfeld beschickt worden war, glatt ab und hatte folgendes Ergebnis:

1. Tv. Alsfeld I 338 Punkte; 2. Tv. Kesselbach 332; 3. To. Rodheim I 313; 4. To. Rodheim II 304; 5. Tv. Heuchelheim 299%; 6. Tv. Hausen I 293%; 7. Tv. Eberstadt 293%; 8. Tv. Alsfeld II 289%; 9. Tv. Hausen II 287%; 10. To. Mainzlar 286; 11. Tv. Eifa 281; 12. Tv. Storndorf 263%; 13. Tv. Burg-Gemün- ben 254; 14. Tv. Wieseck (mit 3 Turnern) 240%.

Huprerftf Krausch boxte in Innsbruck

Bei den Studentischen Meisterschaften, die am ver­gangenen Wochenende in mehreren Disziplinen in Innsbruck ausgetragen wurden, startete auch der Gießener Student Ruprecht K r a u s ch , der seinen Titel als Meister im Leichtgewicht zu verteidigen hatte. Leiber gelang es ihm nicht, ben Titel wieder zu erringen. Im Kampfe der 14 Teilnehmer ge­langte er nach zwei Vorkämpfen in den Endkampf. Den ersten Vorkampf gewann er nach Punkten, den zweiten durch k.o. Im Endkampf stand er dem Leip­ziger Weiß gegenüber und lieferte ihm einen ebenso hartnäckigen wie ausaeglichenen Kamps, ben der Leipziger knapp nach Punkten für sich entschied.

Kassel 03 führt in Hessen.

In Hessen hat sich die Sage für den Titel­verteidiger Hanau 93 weiter verschlechtert, denn er schasste im benachbarten Großauheim nur ein 1 :1, während Kassel 03 im Lokalkampf gegen die Kur- hessen mit 3 :1 siegreich blieb. Die 03er haben sich nun mit 23:9 Punkten vor Hanau 93 (23:11) an die Spitze gesetzt, und wenn nicht alles trügt, wer­den sie sie auch nicht mehr abgeben. Da im Fußball aber allesbrin" ist siehe Gau Sübwest, wird man in Hanau solange hoffen, bis der letzte Pfiff ertönt und die Tatsachen sprechen. Auch hinsichtlich des Abstiegs ist das letzte Wort noch nicht ge­sprochen. Kewa, Dunlop, Sport und Kurhessen sind nach wie vor stark gefährdet.

Stand der Spiele in der Bezirksklaffe.

Nach den Spielen des vergangenen

Sonntags

weist die Tabelle folgenden Stand auf:

Spiele

Gew.

Unentsch.

Verl.

Pkte.

Steinberg

15

12

2

1

26:4

VfB.-R.

14

10

0

4

20:8

1900

13

7

4

2

18:8

Naunheim

14

8

1

5

17:11

Wetzlar

15

7

3

5

17:13

Frohnhausen

15

6

2

7

14:16

Sinn

15

4

4

7

12:18

Bissenberg '

16

4

4

8

12:20

Ehringshausen

16

3

0

13

6:26

Burg

15

1

4

10

6:24

Oie Ergebnisse der Kreisllaffenspiele.

I. Kreisklasse:

Rodheim Wißmar 7 : 2

Klein-Linden Großen-Buseck 2 : 6 Hungen Steinbach 2 : 5

Lich Leihgestern 1 : 4

Harbach Nieder-Ohmen 1: 0

II. Kreisklasse:

Londorf SA. II. 9:1

Staufenberg Krofdorf 2 : 4

Ohne größere Ueberrafchungen endeten die Spiele des Sonntags, einige Spiele fielen aus, bzw. die Gegner traten nicht an. Nach langer Pause spielte Wißmar in Rodheim und mußte dort eine hohe Niederlage in Kauf nehmen, nachdem sie noch bis zur Pause in Führung lagen. Klein-Linden wurde, mit vielfachem Ersatz antretend, in der ersten Hälfte überrannt Als einzige Ueberraschung ist der Sieg der Steinbacher in Hungen zu werten. Die Gäste hatten außer Ersatz nur zehn Mann zur Stelle. Diese Mannschaft kämpfte mit großem Eifer und er­

focht einen verdienten Sieg. Nach schönem anstän­digen Spiel mußte sich Lich auf eigenem Platz von Leihgestern geschlagen bekennen.

Obwohl die Gäste aus Nieder-Ohmen besser wie die Gegner spielten, brachte es die Stürmerreihe nicht fertig, die sich zahlreich bietenden Torgelegen­heiten auszunützen. Die Platzherren waren glück­licher und konnten durch Verwandlung eines Elf­meters den einzigen Treffer und damit den Sieg erzielen. Vergeblich wartete Geilshausen auf die Spieler von Ettingshausen, die aber Mannschafts- forgen hatten und damit dem Gegner die Punkte kampflos überließen. Auch die Dritte des VfB.- Reichsbahn wurde kampflos Sieger, da Treis nicht antrat. Eine hohe Niederlage bezog die zweite Mannschaft der SA. in Londorf. Knapp, aber ver­dient siegte Krofdorf in Staufenberg und sicherte sich dadurch zwei Punkte.

Lich I. Leihgestern I. 2:4.

Mit der Mannschaft Gilbert, Albach, Lotz, Höpfl, Rau, Mayer, Heller, Fey, Merle, Ringshausen, Weisensee stellten sich die Rasenspieler auf dem durch den anhaltenden Regen äußerst schlüpfrig ge­wordenen Gelände in Lich den Gästen. Während die Grünweißen gerade auf schwerem Boden immer gute Spiele zu liefern pflegten, versagte die Mann­schaft diesmal auf der ganzen Linie. Man kann ruhig sagen, daß sie ihr schlechtestes Spiel der ganzen Spielrunde zeigte. Diese Feststellung aber darf keineswegs die Leistungen der Gäste schmälern, die ben Kamps verdient gewannen Sie kannten keine Bodenhemmnisse, sie liefen und kombinierten, baß es eine Lust war, ihrer Spielweise zuzusehen. Die Gäste, die durchweg leicht überlegen spielten, gingen etwa eine Viertelstunde vor Halbzeit durch zwei Tore in Führung. Lich konnte bald darauf ein Tor aufholen. In der Mitte der zweiten Spielhälste gelangen den Leihgesternern wieder zwei Tore, denen die Licher nur eins entgegensetzen konnten. Eine Drangperiode der Rasenspieler brachte nichts mehr ein.

Grohen-Linden I Teutonia W. Zteinberg I 5:2 (2:1).

Trotz des nicht gerade idealen Wetters hatte sich eine große Zuschauermenge eingefunden, um Zeuge dieser Machtprobe zu fein. Sofort nach Spielbeginn versuchten die Gäste durch schnelle Angriffe die Füh­rung zu übernehmen, welche auch in der 5. Minute nach einem schönen Flankenlauf von Buß zustande- kam. Allmählich fand sich auch die Platzelf, und Fett und Jung mußten harte Abwehrarbeit leisten. Als in dex 12. Minute Kolwes sich von seinem Be­wacher Hedrich sreimachen konnte, war der Aus­gleich da. Einige Zeit später erzielte Fischer das Führungstor, und bei diesem Stande blieb es bis zur Pause.

Gleich nach dem Wechsel kamen die Ligisten zum Ausgleich. Wer nun gedacht hatte, die Teutonen würden das Spiel an sich reißen, wurden eines Bes­seren belehrt. Innerhalb kurzer Zeit stellten Fischer und Kolwes ben Staub auf 4:2. Bebauerlicherweise mußten Jung und Fritsche zehn Minuten vor Schluß wegen Verletzung ausscheiden. Nachdem Kolwes durch Bombenschuß noch ein fünftes Tor erzielte, war das Spiel zu Ende. Der Sieg der Platzbesitzer war verdient, allerdings muß berück­sichtigt werden, daß die Gäste so gute Leute wie Lang, Däublin und Schmidt ersetzen mußten.

Lollarer Jugend schlägt 1900 1. Jugend 2.0 (1:0).

Die Lollarer Jugend-Elf erkämpfte sich in einem Freundschaftsspiel einen beachtlichen Sieg über die 1. Jugend von 1900 Gießen Die Gäste, die zwar nur mit 10 Spielern zur Stelle waren, waren in körperlicher Hinsicht den Gastgebern überlegen und hatten zeitweise im technischen Spiel etwas voraus. Diese Vorteile der Gäste konnte die Lollarer Jugend­elf aber durch ihren großen Eifer und letzten Ein­satz ausgleichen. Anfänglich sah man noch ein ver­teiltes Spiel, das sich dann aber immer mehr zu­gunsten der Lollarer. änderte. Zum Schluß war nur noch die Platzmannschaft tonangebend. Die gefähr­lichen Angriffe der Gäste konnten sicher von dem gut arbeitenden Schlußdreieck gemeistert werden. Lediglich die Stürmerreihe muß noch bestrebt sein, die Torgelegenheiten, die sie herausarbeitet, noch besser zu verwerten. Das Spiel hat dber auch be­liefen, daß die kommenden Kämpfe um die Bonn- Meisterschaft immer größere Anforderungen an die Spieler stellen werden.

Start der Ausstiegspiele zur Vezirksklaste

Folgende Vereine haben in den Spielen der 1. Kreisklasse sich in ihrer Gruppe ben 1. Platz er­kämpft:

1. Sportverein 1920 Lollar.

2. Turnverein Großen-Linben, Fußballabteilung.

3. Vorstädter Sportfreunde, Wetzlar.

3. Fußballklub von 1920, Burgsolms (Lahn).

5. Reichsbahn-Turn- und Sportverein Dillenburg.

Sie nehmen damit an den Aufstiegspielen zur Bezirksklasse teil. Die Spiele selbst wer­den nach dem Punktesystem in Vor- und Rückspiel ausgetragen. Die Spiele wurden von jeher, da nur zwei von den fünf Mannschaften zur Bezirksklasse aufsteigen, unter Einsatz aller Kräfte ausgetragen. Auch in diesem Jahre dürste es nicht anders fein. Dies bedeutet jedoch nicht, daß ein Spiel mit Einsatz aller Mittel gewonnen werden muß, sondern es ist zu wünschen, daß die Spiele durchaus im sportlichen Rahmen ausgetragen werden. Nur allzuoft mußten Vereine erfahren, daß ein so gewonnenes Spiel tat­sächlich schon den Verlust eines möglichen Aufstiegs bedeutete. Für Ausschreitungen der Zuschauer, un­sportliches Verhalten der Svieler haben eben die maßgebenden Stellen kein Verständnis mehr. Die Art der Spielaustragung beleuchtet nur zu deutlich den inneren Ausbau eines Vereins. Es ergibt sich daraus notwendig die Aufgabe für jede Veneins- führung, dafür zu sorgen, baß die Spiele einwand­frei zur Durchführung kommen. Dabei darf, wie schon betont, Kamps nicht zur Unsportlichkeit werden.

Die Zusammensetzung der Aufstiegsbewerber ver­spricht interessante Kämpfe. Lollar und Dillenburg haben dabei die Erfahrung, daß sie sich bei ben Spielen in der Bezirksklasse erworben haben, vor­aus. Auch Burgsolms hat schon einmal bei ben vor­jährigen Ausstiegspielen die Möglichkeit gehabt, fe;ne Spielstärke einem Vergleich zu unterziehen. Dagegen spielen Großen-Linben und Sportfreunde Wetzlar zum erstenmal in den Aufstiegspielen. Da keine der Mannschaften ein ausgeprägtes Spielsystem spielt, so ist es schwer, irgendeine Voraussage zu treffen. Man kann nur wünschen, daß die besten Mann­schaften sich durchsetzen.

Die Spiele beginnen am 5. März mit folgenden Begegnungen:

Großen-Linben Lollar

Burgsolms Sportfreunbe Wetzlar.

Jüdischer Eieuerbetrüqer.

LPD. Frankfurt a. M., 27. Febr. Gegen ben Juden Wilhelm Israel Hornberger, Ban­kier, Frankfurt a. M., Freiherr-vom-Stein-Sfräße 7, ist wegen Einkommen st euerhinterzie - hung eine Geldstrafe von 10 000 Mark festgesetzt worden.

ORuttbfunfproaramtn

Mttwoch, 1. TUärz.

5.45 Uhr: Ruf ins Land. 6: Gymnastik. 6.30i Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause 9.30: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 10: Schulfunk. August 14 November 18. Der Schicksalsweg eines Volkes nach den Stimmen seiner Dichter. Von Morfin Jank. 12: Werkskonzerf. 13- Nachrichten. 13.15: Miffagskonzerf. 14: Nach­richten. 14.15: Das Stündchen nach Tisch. 16: Nach- miffagskonzerf. In der Pause von 17 bis 17.10: Das Mikrofon unterwegs. 18: Ein Wort an alle. 18.10: Artisten im Rampenlicht. 18.30: So find wir nun mal. Ein kleiner Hörbilderbogen. 19: Fliegendes Deutschland:Flieger machen Weltgeschichte". 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 20: Nachrichten. Grenzecho. 20.15: G'bfs Schöneres im Leben vis andern Freude geben? Sie spenden wir senden für's WHW. 22: Nachrichten. 22.20. Kammermusik. 23 bis 24: Musik aus Wien.

Briefkasten der Redaktion.

G. W. Zur Ergänzung unserer Auskunft in Nr. 46 des Gieß. Anz. über den Volksfchriffsteller Er­win Gros wird uns aus dem Leserkreis noch mitgeteilt, daß Erwin Gros am 1. Dezember 1926 in Gonzenheim gestorben ift Ein Bruder von chm, der Studienrat i. R. O. Gros, wohnt in Offentod) am Main, Körnerstraße 15.