Ausgabe 
27.12.1939
 
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bas Gesicht des Krieges. Wenige diesem Kriege verbinden wir das teilnehmende siehen draußen auf ihren Posten Gedenken an alle, die ihr Liebstes, verloren. Unser

UNS angetan wurde, gesühnt werde, daß un­sere Freiheit gesichert werde, daß endlich wirklicher Friede über die ge­quälte Welt komme.Friede. der anhält durch die Zeiten, geschützt durch die Kraft der großen deutschen Ration. Und das ist unser Gebet: Herrgott, du hast unserem Volke deinen Segen gegeben! Herrgott, wir wollen auch im kom­menden Jahre deinen Segen erringen! Im Kampf wollen wir deinen Segen gewinnen! 3m Kampf für das Land, das du uns gegeben für den 2Hann, den du uns geschenkt.

2 5. 12. bekannt: An der Westfront verlief der Tag ruhig. Während die Tätigkeit der deutschen Luftwaffe am 24.12. ruhte, überflogen bri­tische Flugzeuge in den Vachmittagsstunden die Deutsche Bucht.

Auch am 2 5. Dezember versuchten britische

Flugzeuge wie am Vorlage Vorpostenboote in der Deutschen Bucht anzugreifen. 3m Abwehrfeuer der Maschinengewehre blieben die Angriffe er­folglos. Kampfhandlungen der deutschen Wehr­macht fanden am gestrigen Weihnachtsfeiertage nicht fla*'

Krieg. Gefahr und tückische Feindschaft von außen sind stählerne Bänder, die uns nur noch fester zusammenschließen. Zufammenschliehen zur Kampfgemeinschaft aller Deutschen, die un- überwindlich ist, weil sie aus dem einigenden Dillen aller geboren ist und im Willen eines einzelnen Mannes ihren Ausdruck findet!

Das deutsche Volk fühlt, Gott hat den einen Wann uns gesandt. Gott hat ihn uns gesandt, auf daß namenloses Unrecht, das einst

um UNS. Eintracht und Hilfsbereitschaft unseres Volkes sind gepaart mit grimmiger Entschlossenheit, hart und ernst ist das Gesicht des Krie ' Schritte voy hier stehen draußen auf

Unser Bild zeigt den Stellvertreter des Führers bei seiner Weihnachtsansprache von Bord eines deutschen Zerstörers. Neben Rudolf Heß der Kommandant des Schiffes. (PK.-Dietrich-Scherl-M.)

Oberbefehlshaber und Soldaten am Weihnachtstisch.

Generaloberst von Brauchitsch am Heiligen Abend an der Westfront

p. K.-Sonderberichi von Or. Inh Meske.

3 m Westen , 26. Dez. (DNB.) In einer echt deutschen Weihnachtsnacht im Rauhreif und klirren­dem Frost beging das deutsche Heer am Westwall das Fest der Weihnacht. In Tausenden und aber Tausenden von Bunkern und Unterständen saßen die Kameraden um ihren Tannenbaum versammelt, umgeben von den Geschenken der Heimat und ver­einigt in treuem Gedenken an Führer und Reich. Selbst in den Löchern der vordersten Spähposten und an den Geschützständen fehlte nicht ein Zeichen weihnachtlichen Glanzes. Gemeinsam mit den Sol­daten der Westfront verlebte auch der Ober­befehlshaber des Heeres Generaloberst von Brauchitsch diesen historischen Weihnachts­abend in kameradschaftlichem Kreise. Nach einer zweitägigen Besichtigungsfahrt an verschiedenen Ab­schnitten der Westfront traf der Oberbefehlshaber am heiligen Abend bei einer am Westwall stehen­den MG. - Kompanie ein und nahm an der Weihnachtsfeier dieser Kompanie teil.

Punkt 6 Uhr trifft Generaloberst von Brauchitsch in Begleitung des Regimentskommandeurs in dem weihnachtlich geschmückten Raum ein. Der junge Kompanieführer Oberleutnant E i t n e r meldet die Kompanie zur Weihnachtsfeier angetreten,heil Schützen" und ,Heil Herr Generaloberst" hallt Gruß und Gegengruß zwischen einer braven Kom­panie Soldaten unb ihrem Oberbefehlshaber.

Das alte WeihnachtsliedStille Nacht, heilige Nacht" leitet die Feier ein. Nicht nur die Kom­panie, so sagt der Kompanieführer dann in seiner Begrüßungsrede, sondern die ganze deutsche Armee erfülle es mit großem Stolz und unermeßlicher Freude, daß der Oberbefehlshaber des Heeres heuto» mitten unter seinen Soldaten weilt, um mit ihnen die erste Weihnacht im Felde zu feiern.Es gibt keinen schöneren Beweis der Verbundenheit, die von der höchsten Führung bis zum letzten Soldaten die ganze deutsche Armee in unlöslicher Kamerad- chaft zusammenhält."

Kriegsziel die Zerschlagung Deutschlands, die Ver­nichtung unseres Volkes und die Vernichtung unse­rer Kultur verkündet. Gerade wir Soldaten müssen und wollen uns voll darüber klar sein, was das bedeutet. Zn dieser Lage gibt es für uns Deutsche nur eins: den uns aufgezwungenen Kampf mit voller Entschlossenheit zum siegrei- chen Ende zu führen. Einst wird kommen der Tag, an dem das von unserem Führer geschaffene großdeutsche Reich und der Lebensraum eines 86-

ubevall an ihren Flakgeschützen tief im Reich wie an seiner Küste. Sie sind bereit zu Kampf und Sieg so wie sie gegen Polen gekämpft und gesiegt haben. Mit unseren Gedanken an den Sieg in Polen verbinden wir in stolzer Trauer das Ge­be n t e n a n alle, die i h r Leben gaben in

Dann spricht Generaloberst von Brauchitsch: .Kameraden! Wie vor 25 Jahren Kriegswerhnach- ten vor dem Feinde! Bunker und Hindernisse, Leuchtkugeln und Kampfeindrücke und nicht zuletzt die Gräber vieler treuer Kameraden sprechen an diesem heiligen Abend au uns. Ihr werdet ver­stehen, daß ich als euer Oberbefehlshaber an diesem Abend zu euch gekommen bin, um an der Front hier bei der 4. Kompanie Weihnachten zu feiern. Jeder muß wissen: wir gehören zusammen auf Leben und Tod. Wie im Weltkriege emp­finden wir in diesen Tagen unsere Kameradschaft als ein starkes und großes Erlebnis. Das gilt in engerem Sinne für uns Soldaten, in gleicher Weise aber für unser ganzes deutsches Volk. Die meisten von euch haben den polnischen Feldzug mitgemacht oder hier an der Westfront ihre meist harte sol­datische Pflicht erfüllt. Das gemeinsame Erlebnis hat uns alle zu einer unerschütterlichen stahlharten und entschlossenen Kampfgemeinschaft zusammen­geschweißt, erfüllt vom Willen zum Siege und von der festen Zuversicht der eigenen Kraft und lieber- legenheit.

Drüben, jenseits des Niemandslandes, scheint man vom Sinne des Weihnachtsfestes wenig zu wissen. Dort hat man gerade in diesem Monat als

Millionen-Dolkes gesichert sind. Darum sind wir auch fest überzeugt, daß das Rechtauf unse­rer Seite ist."

Dann gedenkt der Generaloberst der Heimat und grüßt den Führer und Obersten Befehlshaber, der gleichfalls diesen Abend an der Front inmitten seiner Soldaten verlebt.Erst wenn wir den Sieg errungen haben", so schließt der General- oberst seine Ansprache,werden wir auch wieder von Frieden sprechen können. In diesem Sinne, meine Kameraden, wollen wir gemeinsam das deutsche Kriegsweihnachten 1939 verleben."

O du fröhliche, gnadenbringende Weihnachtszeit" tönt es in starken Männerchören aus der Kompanie Zurück. Einige Soldaten der Kompanie haben die Freude, die Geschenke, die der Oberbefehlshaber mit- gebracht hat, aus seinen eigenen Händen in Emp­fang zu nehmen und ein Gespräch mit ihm zu füh- ren. Bei einem gemeinsamen Weihnachtsschmaus und heiteren Klängen des Musikkorps bleiben die Kameraden dann beisammen zu einer Weihnachts­feier, die ihnen sicherlich für ihr Leben unvergeßlich bleiben wird.

die Männer, deren Wachsamkeit dieses Schiff an- vertraut ist. Und wie hier, so stehen Männer auf der Wacht auf allen deutschen Schiffen. So wie hier wachen deutsche Soldaten im Dorgelände und im riesigen Festungsgürtel des Westwalls fo wie hier wachen deutsche Soldaten

Das Symbol dieses deutschen Soldatentums ist der deutsche Infanterist. Wie viele der Männer im feldgrauen Rock liegen schon zum zwei­tenmal draußen! Ich weiß, ihre Gedanken gehen heut zurück zu den Weihnachtsabenden des Weltkrieges! Die Gedanken gehen zurück zu Weihnachtsabenden, wie wir sie damals verbrachten in lehmigen, nassen Erdlöchem. In Löchern, die eine tropfende Zeltbahn abdeckte. Ein paar Mann hockten darinnen um die Lichter, die den Weihnachtsbaum andeuten sollten. Kalt, naß und verloren war die heilige Nacht.

Wie anders sieht heute unsere neue Front aus! Man muß den vergangenen Krieg vorne mite riebt Haden und zugleich die Bunker von heute kennen, um die Wandlung ganz ermessen zu können. Mit welch größerer Ruhe können heute die Besatzungen der Bunker das Weihnachtsfest feiern, zum Teil so­gar mit der Heimat direkt verbunden durch das Radio. Wenn wir zurückdenken an die Feldweih­nacht von einst, wenn wir alten Frontsoldaten vor unserem Auge die Bilder von damals miete r auf­tau chen lassen, wenn wir zurückdenken an die dauernd doch irgendwie gefährdete Front von da­mals, an die Front der schlammigen Gräben uni) uns dann die Betonklötze von heute, diese Tausende und aber lauf ernte unbezwingbarer Festungswerke vorstellen, die Ruhe und Zuversicht ausstrahlen, dann scheint uns dieser Vergleich wie ein Sym- - b o l zu sein für d i e Wandlung der Lags des Deutschlands von ehedem zur Lage des Deutsch­lands von heute. Mit der gleichen Ruhe und Zu­versicht steht ganz Deutschland hinter den Besatzun­gen der Bunker, hinter seinen Armeen, erfüllt von dem Bewußtsein: Unsere Sicherheit! st un« a n t a st b a r.

Unsere Sicherheit ist unantastbar, weil sie getra­gen ist vom Geiste des jungen National­sozialismus, der hervorgegangen ist aus den Schützengräben des Weltkrieges. In diesem Kriegs erfährt das junge Deutschland der nationalsozialisti­schen Volksgemeinschaft seine Bewährung. Es hat sich bewährt in dem Feldzug der 18 Tage, der einzig dasteht in der Geschichte; es hat sich bewährt in den Kampfhandlungen seiner Marine, in den Flügen und Siegen feiner Luftflotte; es hat sich bewährt in der Haltung der Heimat, in ihren Lei­stungen, in ihrer Opferbereitschaft, in ihrem Zusam- menstehen, in ihrer Entschlossenheit!

ünfereiiebe zum Führer die Stärke unseres Volkes." Der Stellvertreter des Führers

sprach am Heiligen Abend von Bord eines Zerstörers zu den Deutschen in aller Wett.

Dank bedarf feiner Worte er währt so lange wie Deutsche leben.

In dieser Stunde wollen wir denen draußen die Kraft unseres gemeinsamen Erinnerns geben, die als Ausländsdeutsche hinter den Draht- zäunen englischer und französischer Konzentrie- rungslager ihre Weihnacht verbringen müssen oder die irgendwo in der Welt mühsam sich den Weg in die Heimat erkämpfen. Und wir wenden uns jenen ehemaligen Ausländsdeutschen zu, die die schwer­sten Lasten dieses Kampfes um Deutschland getra­gen haben; jenen wieder reichseigen g e - wordenen Deutschen aus dem gewesenen Dersailles-Poley, die ein furchtbares Martyrium erlitten haben und unter denen wenige sind, die nicht zu trauern haben um Tod und Leiden ihnen nahe Verwandter. Auch der Deutschen wollen wir gedenken, die aus den baltischen Ländern, aus Wolhynien und aus den anderen deutschen Siedlungsgebieten heimkehrten ins Reich. Diele von ihnen verbringen diesen Abend auf dem Wege zwischen dem alten heim und der neuen hei- mat! Mit ihnen ist das Bewußtsein, einen neuen hoffnungsvollen Weg ihres Daseins zu gehen: Großdeutschland entgegen! Wir alle weilen in Ge- danken bei jenen Männern, Frauen und Kindern der deutschen Westmark, die für eine Weile 5)eins und Hof, heim und Werkstatt aufgegeben haben um der Sicherheit der Heimat willen.

Zu unseren Kämpfern aller Fronten geht unser Gedenken. Zu ihnen, die für Deutschlands Freiheit die Waffen tragen. Und bei ihnen sein mit unserer Liebe und mit unserem Dank heißt im Gedenken beim Führer sein, der Deutschlands erster Sol­dat ist. Ihn umgibt unsere ganze Liebe. Und je mehr ihn unsere Liebe umgibt, um so größer ist der haß der anderen gegen uns; denn sie wissen, daß unsere Liebe zum Führer die Stärke unseres Volkes ist. Sie wissen, daß wir den Führer so lie­ben, weil er unserem Volke die Kraft gab, die uns die Freiheit brachte.

Aus dem haß gegen das arbeitsame, aufstre­bende, erstarkende Deutschland ist dieser Krieg entstanden! Hm das Deutschland der Arbeit, der sozialen Gerechtigkeit, des Aufbaues zu zer­schlagen, haben die jüdisch-tapitatistt. schen VrahtjjehssR in England and

Frankreich ihre Völker gegen uns mobM- fiert. Darum stehen sich Millionenheere ein­ander gegenüber. Darum wurde Polen gegen uns gehetzt dieses Polen, dessen Armeen wir dann vernichteten, und dessen Staat wir aus der Landkarte löschten.

heute wissen wir, worum der Kamps geht. Unter den Schlägen, die sie erlitten, haben un­tere schlimmsten Feinde im Ausbruch ihres ganzen Hasses ihr Kriegsziel bekannt: die Aufteilung weiter deutscher Lande unter seinen Gegnern, die Zerstückelung des Restes in schwache kleine Staaten, die Ver­nichtung der Deutschen bis ins dritte und vierte Glied! Und wir wissen, was die Kriegshetzer zutiefst wollen und nicht sagen: Die Besei­tigung aller sozialen Errungen­schaften in Deutschland, die sie als Anklage gegen sich empfinden; diese Errungenschaften, von denen sie fürchten, daß ihre eigenen Schaf­fenden sie ihnen fordernd vorhalten könnten! Dir wissen, daß sie die Herabwürdigung ter Deutschen zu Arbeitstieren für sich selber, die Versklavung des ganzen Volkes auf alle Zeiten herbeiführen möchten.

Aber sie können gewiß fein: Stärker als ihr Lernichtungswille ist Deutschlands Wille zum Sieg! Stärker als ihr Unterjochungstrieb ist Deutschlands Drang zur Freiheit! Stärker als ihre Kraft ist Deutschlands Kraft! Sie haben nie geahnt, welche Kraft das neue Deutschland zu entfalten ver­mag sie wissen es heute noch nicht, wessen bas neue Deutschland fähig ist! Unser ganzes Volk ist ein einziger Wall gegen den W e st en! Vor unseren Bunkern ist das Schußfeld frei! Die Münder von Zehntaufenden von Geschützen sind bereit, jedem Nahenden zuzurufen: Dies ist unser! Hinter dieser Mauer steht ein bis zum Letzten gerüsteter Deutschland! Hunderttausende Millionen stehen bereit, jener Mauer die ganze lebendige Kraft einer Nation zu verleihen einer Nation, die gewillt ist, alles an ihr Recht, alles an ihre Freiheit, an ihre Ehre und damit ihr Leben zu setzen. Diese Nation ist bereit, ihre Gegenwart für ihre Zukunft zu geben! Unser Westwall ist nicht zu Ende, wo an der hol­ländischen Grenze die Höckerwälle zu Ende gehen. Er geht weit über die friesischen Inseln und über die Nordsee, weit über Helgoland hinaus. Jedes K r i e g s f a h r z e u g ist ein Träger der lebendigen elastischen Kraft des Westwalls der Nordsee. Jede Flakbatterie, jedes Luftgeschwader ist ein Teil des Westwalls der Luft, der vorgetragen werden kann bis tief in Feindesland, der vorgetragen wird bis über die Küsten Englands hinweg. So weit unsere U-Boote, unsere Zerstörer, unsere Minenleger, unsere Kreuzer ihre Torpedos tragen, ihre Minen bringen, o weit die schweren Geschütze unserer großen Schiffe -eichen, so weit reicht auch die Macht des national- ozialistischen Deutschlands. Sie reicht so weit, wie unsere Jäger, unsere Aufklärer, unsere Langstrecken­bomber den Kamps tragen! Sie reicht so weit beut- ches Solbatentum reicht.

K r i e g s h a f e n ..., 26. Dez. (DNB.) Der Stell­vertreter des Führers Rudolf Heß hiell seine alljährliche Weihnachtsansprache am Heili­gen Abend von Bord eines Zerstörers der deutschen Kriegsmarine, der über Weihnachten im heimatlichen Hafen sein konnte. Nach seiner An­sprache blieb Rudolf Heß einige Stunden an Bord, um im Kreise deutscher Seeleute das Weihnachtsfest zu begehen. Der Stellvertreter des Führers führte in feiner Ansprache folgendes aus:

Meine lieben deutschen Volksgenossen im Aus­land und in der Heimat! So oft ich bisher zu allen Deutschen in ter Heimat und im Ausland sprach, war Friede: Weihnachtsfriede. Im Mittel­punkt unserer Gedanken standen Freute, Eintracht und Gemeinschaft, Wohltun und Hilfsbereitschaft! Auch heute ist Weihnachten. Aber wie anders sieht die Welt heute aus! Wie völlig verändert sind die Verhältnisse drinnen und brauen! Das Gesetz des Krieges hat uns in seinen eisernen Bann ge­zogen. Der Ort allein, an dem ich hier norm Mikro­phon stehe, kennzeichnet den völligen Wandel ter Dinge: Sonst sprach ich um diese Stunde aus einem stillen Senderaum des Berliner ober des Münche­ner Rundfunkhauses oder aus meinem eigenen Heim. Diesmal spreche ich oon einem Kriegs- schiff zu euch! Es ist einer jener Zerstörer, dem es die Heimat mit verdankt, daß auch von der See her sie geschützt ist und sie in Sicherheit Weihnacht feiern kann. Es ist ein Teil jener Flotte, die von jeher ein besonderes Bindeglied des Aus­landsdeutschtums zur Heimat darstellt ter Flotte, deren Einheiten draußen immer als ein Stück Heimat begrüßt werden.

Dieser Zerstörer ist ein kleiner Abschnitt ter Front gegen England. Männer sind um mich, die erfolgreich gegen das Land gefahren sind, das diesen Krieg heraufbeschwor. Auch hier auf die­sem Kriegsschiff wird wie überall, wo Deutsche wohnen Weihnacht gefeiert. Auch hier fehlt die grüne Tanne mit ihren Kerzen nicht, so wenig wie sie in den Bunkern und in all den Quartieren unse­rer Truppen fehlt. Aber wie anders dennoch als sonst ist die Welt auch diesen Abend in uns und

ober Stunden so etwas wie ein Privatmann ist, er­scheint irgendwo im Westen die bekannte Wagen­kolonne und ehe sich die verblüfften ersten Feld­grauen oon ihrem Staunen erholt haben, ist der Führer auch schon ausgestiegen und geht auf ihre Unterkunft ober auf einen Bunker zu! Wie ein Lauffeuer fliegt es durch ten Westwall: der Füh- r e r i st da! Und die dienstfteien Männer dort, wo er gerate ausgestiegen ist und den Weihnachtsbaum einer Kompanie, einer Batterie sieht, bekommen plötzlich Sprinterehrgeiz und von allen Seiten saust es in ten schweren Stiefeln heran: ter Führer aus­gerechnet in den Weihnachtstagen im Gefechts­abschnitt und wir nicht dabei das gibfs ja gar nicht! Mit fliegendem Atem drängen sie sich zwischen die Kameraden, die schon die Ankunft erlebt haben, und wer Pech hat, der sieht den Obersten Befehls­haber eben gerate noch abfahren. Der ist wenig später schon wieder in einem anderen Abschnitt, und so pflanzt sich in diesen Feiertagen, die wir geruh­sam verträumten, dort im Westen die Lawine des Jubels von Quartier zu Quartier, von Bunker zu Bunker.

Weißt du noch, wie das im Polenfeld zu g war? Am Sonntag, dem 3. September, ein paar Stunden nachdem er die Kriegserklärungen Eng­lands und Frankreichs entgegengenommen hatte, eilte der Führer zu seinen Truppen, und dann stand in diesem achtzehntägigen Feldzug der Zug des Haupt­quartiers bald hier, bald dort irgendwo im befreiten Lande. Aber wo dieser Zug war, da war deswegen noch lange nicht immer der Führer. Den trug die Wagenkolonne oder das schnelle Flugzeug nach vorn zu den Truppen, und die Soldaten, die den Führer auf diese Weise irgendwo unverhofft gesehen haben, auf der Fahrt im Wagen, bei einer Besprechung auf freiem Felde, bei einem Teller Suppe aus der Feldküche, beim nächsten besten Trup­penteil, sind gar nicht zu zählen. Aber sie vergessen es sicher im Leben nicht, wie bas gewirkt hat; da, dieser Mann, einst Patrouillengänger aus dem Welt­kriege, jetzt der Oberste Befehlshaber der neuen deutschen Wehrmacht, kümmerte sich persönlich um feine Soldaten, sprach mit ihnen, teilte Anstren­gungen und Feldkost mit Ihnen.

und jetzt opfert er seine paar freien Stun­den in ten Weihnachtstagen auch noch und kommt vom Obersalzberg herunter direkt an die Westfront, während er es doch droben in seinem Hause ge­mütlich und warm und friedlich und erholsam haben könnte, wenigstens außerhalb ter Arbeitszeit! Da- mals, als er in Polen ständig an der Front war, gab es in den englischen und französischen Gazetten ein großes Getuschel: dieser Hitler, was hatte er da an der Front zu suchen dazu hat man doch schließlich die Soldaten, die dafür besoldet werden! Und jetzt ja, was treibt diesen Hitler nun wie­der ausgerechnet in den Weihnachtsfeiertagen da an die Front, in die Standquartiere und Bunker?

Ob sie wohl drüben schon einmal davon gehört haben, daß Begriff und Inhalt der Volksgemein­schaft eine der ureigensten Eingebungen des Füh­rers sind? Und daß er seinen Deutschen diese Volks­gemeinschaft dauernd vorlebt? Ja, und weil er das tut, deswegen kam der Führer gerade in diesen Tagen der KriegsweihnaH zu fernen Frontsolda­ten ... Dr. Ho.

Die Wehrmachtsberichte.

Berlin, 26. Dez. (DVB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gab am 23. 12. bekannt:

An der w e ft f r o n t verlief der Tag ruhig. Bei einem Grenzüberwachungsflug wurden norbwesilich von Metz zwei französische Jagdflug­zeuge von deutschen Jägern abgeschossen. Die Er- Funbungsfluge der Luftwaffe gegen Frankreich, England und über der Korbfee wurden auch heute fortgesetzt.

Das Oberkommando der Wehrmacht gab am 2 4. 12. bekannt: An der w e st f r o n t ruhiger 1 Tag. Die deutsche Luftwaffe klärte auch gestern wieder -tief nach Rorbfrankreich hinein auf.

Das Oberkommando der Wehrmacht gab am :

Der Oberbefehlshaber bes Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, im kameradschaftlichen Kreise einer MG.-Kompanie am Westwall.

(PK.-Scherl-Bilberdienst-M.)