Ausgabe 
27.9.1939
 
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I xche Truppen Schulter an Set zsischen Verbündeten stehen", - hört, hört!tagtäglich d

chitscb das Gedenkrede.

Generalfeldmarschall Göring überbringt beim Staatsakt für den Generalobersten Hm. von Fritsch den letzten Gruß des Führers.

daten Abschied nahmen.

Generaloberst Freiherr von Fritsch hat nun seine letzte Ruhe gefunden inmitten von weit über 500 Generalen und anderen großen Männern, die für Preußens und Deutschlands Größe lebten und, wenn es sein mußte, fielen. Genannt seien nur Tauentzin, Scharnhorst, Steuden, Schliessen,-

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doch die ganze bisherige Geschichte dieser Staaten sei voll von Verrat an den von ihnen selbst verkündeten Idealen. Wenn der jetzige Krieg zum Zweck der Erhaltung der bestehenden Kolonien und Besitzungen der imperialistischen Länder und der investierten Kapitalien geführt werde, so könne I n - dien nichts mit diesem Kriege gemein haben. Bestehe aber das Problem darin, die wahre Demokratie zu verteidigen und eine neue Ord­nung in der ganzen Welt zu schaffen, so sei In­dien äußer st daran interessiert. Führe England den Kampf für Demokratie, so müsse es unweigerlich seine imperialistische Politik aufgeben

1 und in Indien die volle Demokratie einführen.

Berlin, 26. Sept. (DNB.) Am Ehrenmal Unter den Linden fand wie schon berichtet der feier­liche Staatsakt für den am 22. September vor dem Feind gefallenen Generaloberst Freiherrn von Fritsch statt. Die Reichshauptstadt stand im Zei­chen der Trauer. Von allen Ministerien, Behörden, Schulen und ungezählten Privatgebäuden wehten die Fahnen auf Halbmast. Die für den Trauerkon­dukt vorgesehenen Straßenzüge waren trotz des grauen, regenschweren Herbstvormittags von dichten Menschenmengen umsäumt. Im weiten offenen Viereck mit Front zum Ehrenmal waren zwei Ba­taillone des Infanterie-RegimentsGroßdeutsch­land", zwei Batterien des 1. Artillerielehrregiments Jüterbog und eine Schwadron der Kavallerie-Lehr- und Dersuchsabtetlung Krampnitz aufmarschiert. Hinter dem schwarz ausgeschlagenen Katafalk unter den Säulen des Ehrenmals hatten die Fahnenab­ordnungen mit acht Regimentsfahnen und vier Standarten der jungen deutschen Wehrmacht Auf­stellung genommen.

Vom hohen Bannermast des Ehrenmals, das von zwei Türmen mit lodernden Flammenschalen flan­kiert war,, wehte die Reichskriegsflagge auf Halb­stock. Zur Rechten neben den Plätzen der Ange­hörigen hatten sich die offiziellen Trauergäste und die ausländischen Militärattaches eingefunden. Man sah u. a. die Reichsminister Dr. Goebbels, Dr. Frick, o. Schwerin-Krosigk, Funk, Rust undSeldte, Reichs­organisationsleiter Dr. Ley, Staatsminister Meiß­ner, Korpsführer Hühnlein, General der Polizei Daluege und Reichssportführer von Tschammer und Osten.

Kurz vor 11 Uhr kündete Glockengeläut das Herannahen des Trauerkonduktes durch ein von 800 Mann des Jnfanterie-Lehr-Regiments gebildetes Spalier. Unter präsentiertem Gewehr wurde der mit der Reichskriegsflagge, dem Stahlhelm und Degen des toten Generalobersten bedeckte Sarg auf den Katafalk getragen, an dem nun vier Generale mit gezogenem Degen die Ehrenwache übernahmen, während gleichzeitig drei Offiziere mit den Ordens­kissen Aufstellung nahmen. Im Gefolge des Trauer­zuges waren auch der Stellvertreter des Führers Reichsminister Heß und der aroße Heerführer des Weltkrieges, der greise Generalfeld­marschall von Mackensen. Kurz darauf erschien Generalfeldmarschall Göring gemeinsam mit dem Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Braucht tsch, dem Oberbefehlshaber der Kriegs­marine, Großadmiral Dr. h. c. Raeder, dem Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generaloberst Keitel und Generaloberst Milch, um unmittel­bar vor der Bahre Aufstellung zu nehmen.

Oer letzte Gruh des Führers.

Zellulose als Banngut

Deutschland fölgt dem englischen Beispiel.

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Generalfeldmarschall Göring legt im Auftrage des Führers einan Lorbeerkranz am Sarge nieder. Ganz links der greife Generalfeldmarschall von Mackensenund rechts neben ihm,die M u t t e r des gefallenen Generalobersten. (Scherl-Bilderdienst-M.)

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Mil den Augen der anderen.

Berlin, 26. Sept. (DNB.) Der Deutsche 2 i e n st schreibt:

polens Vernichtung - EnglandsVorteil

Einen seltsamen Trost über denvon niemand tn li kurzer Zeit für möglich gehaltenen polnischen Zu- mmenbruch" hat sich der Londoner Rundfunk für |iine Hörer ausgedacht. Er findet fromm und gottes- frchtig, daß auch die restlose Vernichtung Polens nd der polnischen Armee von Gott offenbar zum teile Englands zugelassen worden sei. Er erklärt rad) der guten alten Heuchelei des englischencant, ,>ie Ereignisse in Polen hätten den Vorteil gehabt, diß sie Frankreich und Großbritannien gestatteten, iiie Mobilmachung in aller Ruhe durchzuführen - Ok/die Polen nun begreifen, wie verbrecherisch s!r von den Verrätern am Erbe Pilsudskis, von den [ülofcirfi, Rydz-Smigly und Beck für einperfides IBlbion" auf die Schlachtbank geführt und geopfert pairben?

Die Verräter pilsudskis

| Jedenfalls erben die treulosen Testamentsvoll' jsirecker Pilsudskis jetzt von allen Seiten die Ver­kostung, die sie verdienen. Von einem Lloyd George »Nüssen sie sich beschimpfen lassen alseine miserable i^assenregierung, die nach Rumänien flüchtere, ßvvhrend ihr Heer noch kämpfte". Und dieChicago ptribune" spricht lieblos von der Feigheit der pol- | Y; fd)en Führung:Diejenigen, die den Krieg ent- £ Weiten", Worte, wert, sie den Herren Chamber- i Irin und Churchill mit Nadelstichen in den Augen- £ lliinkel zu schreibenseien nicht dieselben, die ihn [Jim bitteren Ende kämpften; Rydz-Smigly, Moscicki | unt> Beck hätten vorher die Brust herausgestreckt: I es aber ernst wurde, seien sie goldbeladen ent- I frihen. Aber mancher polnische Bauernsohn, der rn.cht ahnte, wo Danzig lag, und der sich den Teufel | um den Korridor kümmerte, mußte sterben, während | f<ün Marschall und sein Präsident es vorzogen, ru- r ironische Gastfreundschaft in Anspruch zu nehmen.

| Cime Lehre, die man auch in französischen Kasemat- Itir der Maginotlinie bedenken sollte bei den Unter» r suchungen, wofür eigentlich der Poilu den Herren «Churchill, Eden und Duff-Cooper zuliebe sich tot- I s»ießen lassen loll.

Das trauen in Warschau.

Roch nicht genug polnisches Blut scheint dem r Svmmandanten von Warschau für Englands kTreue" geflossen.Dagens Nyheter" in Stockholm I ^richtet aus Warschau, daß dort die Zivilbevölke- I Ung nicht nur zum Bau von Barrikaden, Tank- | nberniffen und Tankfallen herangezogen werde; He werde auch im Nahkampf ausgebildet,insbe- I rubere zum Angriff auf Tanks mit Handgranaten |inb Benzttiflaschen". Wir wußten es längst, halten k! aber doch für richtig, durch neutralen Mund noch | einmal Zeugnis ablegen zu lassen, für die gewissen- 11 fc Art, wie hier eineFührung", die kein Motiv D p ehr hat als den nackten Haß, bewußt ein apokalpy- Itiches Grauen über die Millionenbevölkerung War- Ishaus heraufbeschwört.

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Berlin, 26. Sept. (DNB.) ftatf) vorliegenden Meldungen mußten einige finnische und schwedische Dampfer mit Holz und Zellulose für England an Bord ver­senkt werden. Hierzu trifft der Deutsche D i e n st folgende Feststellungen:

1. Nachdem England seiner Piratentradition ge­mäß unter Mißachtung Des Völkerrechtes gleich zu Beainn des Krieges eine Konterbandeliste veröffentlichte, die weit über die sich streng an das Völkerrecht haltenden Bestimmungen der deutschen Prisenordnung hinausgingen, hat Deutschland in berechtigter Gegenwehr durch das Gesetz zur Aen- derung der Pri'senordnung vom 12.9. (Reichsgesetz- blatt 1939 Seite 1771) zu entsprechenden Verteidigungsmaßnahmen greifen müs­sen.

2. Die in dem Gesetz, oom 12. 9. enthaltene Bann- gutliste ist sämtlichen neutralen Mächten durch die deutschen diplomatischen Vertretungen notifiziert worden.

3. Gemäß Artikel 1 Ziffer 1 in Verbindung mit Ziffer 12 dieses Gesetzes werden Stoffe, die zur Herstellung von Pulver und Sprengstoffen dienen können, als un­bedingtes Banngut angesehen.

4. Zellulose ist ein Stoff, der im weite- ft en Umfange zur Herstellung von Sprengstoffen verwandt wird.

5. Der Hinweis einiger ausländischer Presse­organe darauf, man sei gutgläubig der Meinung gewesen, daß Zellulose kein Banngut sei, wird nur durch die Annahme verständlich, daß den Beteilig­ten offenbar die erforderlichen chemisch-technischen Kenntnisse fehlten. 5 iy jeden Fach m a n n mußte sich dagegen aus der den neutralen Mächten notifizierten Banngutliste die unbedingte Bannguteigenschaft von Zellulose eindeutig ergeben. Im übrigen folgt auch hier Deutschland lediglich dem Beispiel Englands, wo bereits am 15.9. offiziell erklärt wurde, daß ein neutraler Dampfer mit einer Ladung einer für

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Londoner Allerlei.

Im flüchtigen Ueberblick ein paar Londoner Stimmungsmomente noch: Nach Amsterdamer Mel­dungen sind sämtliche Buttervorräte in ganz Groß­britannien beschlagnahmt, woraus zu schließen ist, daß man in London gut täte, sich mehr über die eigene und weniger über die deutsche Butterver­sorgung den Kops zu zerbrechen. Wie inzwischen derDaily Telegraph" aus^ Gibraltar meldet, wur­den dort 3000 Tonnen Heizöl aus dem griechischen DampferMotorina" versteigert.Verschärfen der Sore" nennt man das in der Diebessprache.

Die Arbeitslosigkeit ist nach den ersten nach Kriegsausbruch veröffentlichten Statistiken in Eng­land feit dem 11. September um 99 000 gestiegen. Ueber-das Chaos in der englischen Kriegswirt­schaft sind die Londoner Blätter voll bitterer Kla­gen und Anklagen. Der Verband britischer Jndu- strieller beschwört seine Mitglieder umsonst, , die Preise nicht über Gebühr in die Höhe zu treiben und mit Arbeiterentlassungen nicht allzu gewissen­los vorzugehen.Eine wild gewordene Bürokratie , schreibt derDaily Herald",habe die Kriegswirt- chaft an die unfähigsten und kenntnislosesten Man­schen ausqeliefert." Wohin man blickt, tn inefi­nancial News" oder in dieFinancial Times , Jammer über Jammer.

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Wir wollen nicht nur wissen, was ist; wir wol- l<n auch wissen uni) unsere Leser sollen wissen, vooon die drüben, insbesondere die Engländer, sich einbllven und uns einbilden möchten, daß es sei. Nel davon verrät uns ein englisches Pam - phlet, das zur Verbreitung von Hand zu Hand stimmt sei und dem wir gern etwas weiterhelfen vollen, als die schwachen Künste des englischen Lügemninisterrums es unter die Leute zu bringen yrmögen. Da wird dem Deutschen graulich ge­mocht mit der Behauptung, daßdeutsches Blut im plnischen Krieg in Strömen geflossen" sei, daß (iieraus dem siegreichen Blitzkrieg nichts gewor- ten" sei. Es werden zweitens, drittens und viertens fce Deutschen aufgefordert, nicht zu vergessen, daß me französische Armee am 6. September die t'utsche Grenze überschritten" habe und daßeng- ~ ' Truppen Schulter an Schulter mit ihren fron- Uöikov., vor allem aber daß v, , ,tagtäglich die englische Luftwaffe tre Macht weit ins deutsche Land hinein zeigt". - Wer lacht da nicht? Gab es je einen siegreicheren Blitzkrieg als demFeldzug der 18 Tage"? Diel- ifcht liest man in London darüber einmal die Meinung der gesamten Weltpresse nach. Wir wer- m mit Interesse beobachten, wo und wie die eng- -che Armee es siegreicher und blitzartiger macht, gber obgleich sie nach ihrer Rechnung schon seit TagenSchulter an Schulter mit den Fran­ken" im Westen Deutschlands steht, hat man noch chts vernommen von dem Krieg, den ja sie, nicht leutschland dort führen will. Daß die englische Luftwaffe ihre Machtweit ins deutsche Land mein zeigt", vernehmen wir mit Interesse und erben unsere Leser mit noch größerem Interesse vrnehmen, da wir und sie sonst nichts davon hör-

ohne seine Zustimmung erkläre, Indien sei ein kriegführendes Land. Die Frage der Teilnahme In­diens am Kriege könne nur vom indischen Volk selb st entschieden werden, das nicht zulassen werde, daß die Hilfsquellen In­diens zu imperialistischen Zwecken aus.ge nutzt würden. Jegliche Versuche dieser Art würden unweigerlich den Widerstand des indischen Volkes Hervorrufen. Indien könne nicht am gegenwärtigen Krieg teil-- nehmen in einer Zeit, da ihm seine eigene Freih eit streitig gemacht werde. Die Re­gierungen Frankreichs und Englands erklärten, daß sie den Krieg für Demokratie und Freiheit führten;

mit leuchtenden Herbstblumen geschmückten Lor­beerkranz des Führers und Obersten Be­fehlshabers der Wehrmacht zu Füßen des Saraes niederzulegen. Während in kurzen Abständen oie 18 Schüsse des Ehrensalutes hallten und das Lied vom guten Kameraden abgelöst wurde vom Parade­marsch des Artillerie-Regiments 12, dessen Chef Generaloberst von Fritsch gewesen war, trat Gene­ralfeldmarschall von Mackensen an die Bahre, dann formierte sich die Trauerparade zur Ueberfüh- rung nach dem Friedhof. Der Sarg wurde auf die mit sechs Pferden bespannte Lafette gehoben, und im Trauermarsch defilierten die Truppen unter den getragenen Klängen des ChoralsJ^us, meine Zu­versicht" noch einmal an ihrem im Felde gefallenen Generalobersten vorbei. Grüßend senkten sich die Regimentsfahnen und Standarten. 80 Unteroffiziere des Heeres trugen die zahllosen Kränze; dem von acht Offizieren geleiteten Sarg schritten die drei Offiziere mit den Ordens- und Ehrenzeichen voran. Der Lafette folgten das Pferd des Gefallenen und dann in langem Zug die Iranergäfte.

Die Beisetzung

auf dem Znvalidenfnedhof.

Getarntes Heldentum.

Auch anderen Leuten fällt die vorsichtige Krieg- ihrung auf. So macht sich der Reuter-Berichterstat- ir m Frankreich, wie uns scheint, luftig über die negative Heldenhaftigkeit der englischen Kriegfüh- nng, wenn er ausIrgendwo in Frankreich" tjo selber vorsichtig genug drahtet, das Haupt­quartier werde von Flak so gut geschützt, daß es bs jetzt keinen Fliegeralarm gab Fliegeralarm, ter Alpdruck jedes englischen Gemütes.Die eng» l'chen Truppen", sagt dieser Homer Reuters,lie­gen in nicht auchringlicher Weise in Dörfern und Bauernhöfen und sind so gut verteilt, daß keine ! außergewöhnliche Konzentration zu bemerken ist." D es den Franzosen nicht lieber wäre, wenn die I Cnglänber in einer etwas aufdringlicheren Mtise Srieg führten und wenn man in Frankreich von euer außergewöhnlichen Konzentration englischer Gruppen endlich etwas bemerken könnte?

Nach etwa einstündigem Marsch durch die Stra- Tauentzin, Scharnhorst, Steuben, Schlieffen,- ßen Berlins, deren Bürgersteige trotz strömenden, loro, Beseler, Seeckt, der Kampfflieger Manfred von Regens Tausende Berliner füllten, traf der Trauer- Richthofen und Hans Eberhard Maikowski, die auf zug um 13 Uhr a u f dem Jnvalidenfried-' dem Jnvalidenfriedhof ruhen.

h o f ein. Mer Generale bezogen die Ehrenwache. Acht Offiziere trugen den Sarg von der Lafette an den Ehrenbataillonen vorbei, die unter präsen­tiertem Gewehr den gefallenen Generalobersten grüßten. Unter den Klängen des LiedesBefiehl Du Deine Wege" wurde der Sarg in das Grab gesenkt. Feldbischof D. Dohrmann segnete die Leiche aus und feierte in einer kurzen Ansprache Freiherrn von Fritsch als den Waffenschmied des Dritten Reiches, den treuen Vorgesetzten seiner Sol­daten und den Helden, der in der Feuerlinie der Feldschlacht sein Leben gelassen hat. Der Kleine Zapfenstteich klang auf und ging dann über in die WeiseIch bete an die Macht der Liebe". Drei Ehrensalven, der letzte Gruß der Wehrmacht, zer­rissen die Sttlle, als die Angehörigen, der greife Generalfeldmarschall von Mackensen, der Oberbe­fehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brau- chitsch, die Generalität und die führenden Männer der Partei und des Staates von dem großen Sol-

Her Trauermarsch von Beethoven, gespielt von dem Musikkorps des Infanterie-Regiments .Groh- deutschland, leitete den feierlichen Staatsakt ein. Dann nahm Generaloberst von Brauchitscb das Wort zu seiner bereits veröffentlichten Gedenkrede. Dann erklang das Lied vom guten Kameraden, die Fahnen senkten sich, dumpf dröhnte der erste Sa­lutschuß der im Lustgarten in Stellung gegangenen Batterie des Artillerie-Lehr-Regiments Jüterbog. Generalfeldmarschall Göring trat an den Kata­falk, um den von sechs Unteroffizieren getragenen,

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in und merkten.

Verständnisloses Erstaunen.

Nicht wir Deutschen, sondern nach dem Zeug- ps desNieuwe Rotterdamsche Courant" die Londoner und Engländer sind es, diemit ver- inbnislofem Erstaunen, voll Ungeduld und Aerger" tagen,warum der englische Krieg noch immer nicht > Gang kommt". Nach demselben Zeugnis findet ran es drüben schon unmöglich, daß ganz England iriter die lähmenden Lasten einer völligen 23er« Intelung tragen solle. Dem erfreulichen Ausbleiben ir schlotternd befürchteten deutschen Luftangriffe Sllt man den Schreckenüber den völlig unerwar- iten polnischen Zusammenbruch" gegenüber, den remand in so kurzer Zeit für möglich gehalten abe. Ein Eingeständn^, das etwas im Widerspruch eht zu dem seltsamen Triumph über das Ausblei- m des siegreichen Blitzkrieges.

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Deutschland bestimmten Papiermasse aufgebracht worden sei.

6. Die deutschen U-Bootkommandanten haben da­her nur pflichtgemäß gehandelt, wenn sie die Weiterbeförderung der Zelluloseladungen nach England verhindert haben. Denn von dort wäre die Zellulose in Form von gegen die deutschen Frontsoldaten eingesetzten Sprengstoffen zurück- gekommen. Im Einklang mit den Bestimmungen des Seekriegsrechts und der ritterlichen Tradition der deutschen Kriegsmarine entsprechend ist den Be­satzungen gegenüber, die sämtlich ge­rettet worden sind, mit größter Schonung oorgegangen worden.

7. Auch Holz ist bann unbedingtes Bann­gut, wenn es als Stoff anzusehen, der für die Herstellung der in Artikel 1, Ziffer 110 des Ge­setzes von 3. 9. aufgezählten unbebingten Bann­waren geeignet ist. Als Beispiel sei nur genannt Grubenholz, das für bie Förberung der in Artikel 1, Ziffer 10, als unbedingtes Banngut be­zeichneten H e i z st o f f e benötigt wird.

8. Jeder burch deutsche Seestreitkräfte in Aus­übung bes Prisenrechts geschädigte Neutrale hat bie Möglichkeit, sich an den deutschen Prisen- h o f in Hamburg zu wenden, der in einer Besetzung mit unabhängigen Richtern alle Beschwerbefälle in objektivster Weise nachprüfen und entscheiben wird.

9. Wenn der von England in gewissenloser und leichtfertiger Weise angezettelte unsin­nige Krieg den Handel der neutralen Machte zu Deutscblanbs größtem Bedauern auf bas schwerste schädigt und gefährdet, so wissen biese neutralen Mächte jebenfalls, wo bie unverbesserlichen Kriegshetzer sitzen, bie von bequemen Bürostühlen aus ihre Entschlossen­heit betonen, den wahrhaft konstruktiven Friedens­kräften Europas einenjahrelangen" Krieg aufzu- Zwingen. Wenn daher Deutschland, das im Westen keinerlei Kriegsziele besitzt und sich lediglich gegen bie englische Aggression verteidigt, bie für bie Eng- länber zur mutwilligen Fortsetzung bes Krieges notmenbigen Zufuhren sperrt, so leistet es her Wiederherstellung des Weltfriedens und bamit den

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Aber, o Freunde, nicht nur biese dusteren Tone sondern laßt uns auch Heiteres Horen; es fehlt daran in London nicht. Ober ist es nicht stets er­heiternd und zeugt für bie Unermublichkeit des Menschengeistes, baß sowohl die Londoner Damen- friseure wie bie Herrenhutmacher sich ganz auf bte Größe der Zeit und den Ernst der englischen Kriegführung eingestellt haben? Die Damen­friseure, so wird über Amsterdam gemeldet, arbei­ten an einer neuen Haartracht, bie so sem soll, daß Locken und Dauerwellen durch den Stahlhelm, den die Frauen in den vrschiedenen Frauenorganlsatio- nen jetzt tragen, nicht an ihrer Schönheit leiden Was den Herrenhut betrifft, der ia für führende englische (Staatsmänner wie Herrn Eden ein Ge­genstand hingehender Aufmerksamkeit ist so hat man als Neuestes jetzt den steifen Hutjmt Stahl­einlage. Hier endlich haben wir nach drei Wo­chen ©arten bas wahre Symbol des englischen Krieges und ben Beweis, daß man brühen den Ernst der Zeit und die Größe des Geschehens bis ins Mark der Damenfriseure und der Hutmacher hinein lebendig empsindet.

Indien hoi mit diesem Kriege nichts gemein.

Vernichtende Absage des indischen Nationalkongresscs an England.

Moskau, 26. 6ept. (DNB.) Das Exekutiv­komitee d e s indischen Natlonaikon- a re Ises verösfentlicht eine Erklärung, in^der es heißt daß di- englische Regierung °°r|atz!ich die Meinung Indiens ignoriere und

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