Dienstag, 26. September 1959
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
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Wichtige Bestimmungen über die Abgabe von Fleisch und Fleischwaren.
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Kinder und der Einsatz in freigewordene Arbeitsplätze fordern von der Frau eine Steigerung ihrer Leistungsfähigkeit, aber auch ihrer Nervenkräfte.
In vielen Fragen werden die Frauen Rat suchen. Was ist deshalb näherliegend, als daß sie sich an die NSV. und deren Hilfsstellen „Mutter und Kind" wenden. Dort erhalten sie neben einer seelischen cruch, wenn es nottut, eine ausreichende materielle Betreuung. Säuglingsausstattungen, Nährmittelbeihilfen für Kleinkinder sowie für werdende und stillende Mütter können, wenn es die Umstände erfordern, zur Ausgabe kommen. In allen Fällen jedoch, in denen die Hilfsstellen Beratung erteilen, werden den Frauen und Müttern Erleichterungen geboten, da von den Beratungsstellen irgendwelche aufgetauchten Schwierigkeiten direkt behoben oder die Fragestellerin auf dem kürzesten Weg an diejenige Stelle verwiesen wird, von der sie die Erledigung ihrer Angelegenheit erwarten kann. Die große Zahl Beratungsstellen im Gau Hessen-Nassau, die sich wie ein dichtes Netz über das gesamte RheiwMain-Gebiet spannen, gibt die Möglichkeit, auch der letzten Frau im kleinsten Dorf helfend zur Seite zu stehen.
7IGDAV. - Amt für Dolfswoblkabrt.
Ortsgruppe Gießen-AUlle und Giehen-Ost.
Am Dienstag, 26. September, um 20.15 Uhr pünktlich findet im großen Hörsaal der Universität, Ludwigstraße 23, ein Arntswalteranvell der NSB. statt, zu dem alle Zellwalter, Blockwalter und Helfer zu erscheinen haben._________________________
Hexenschuß Erkältungen
Unzähligen habenlogal-Tabletten rasche Hilfe gebracht. Die hervorragende Wirkung desTogal ist von Ärzten u. Kliniken seit25Jahren bestätigt. Keine unangenehmen Nebenwirkungen. Haben auch Sie Vertrauen u. machen Sie noch heute einen Versuch — aber nehmen Sie nur Togal.
Ohr, ohne Backe), Fleischsalat, Ochsenmaulsalat, Rinderschwänzen, Konsumsülze, Jnnereiensülze, Lungen und Euter sind zu 50 v. H. der verkauften Menge auf die Fleischkartenabschnitte anzurechnen. Beim Kauf von Schweinekammknochen, Speerknochen (Rückgratknochen) und Bauchrippen, die unmittelbar am Knochen ausgeschält und nicht nachgeputzt sind, ferner beim Verkauf von Rinderköpfen, Kalbsköpfen, Schafköpfen, Spitzbeinen (unmittelbar hinter dem Dickbein oder dem Sprunggelenk abgehauen) und Schweineschwänzen, Rinderknochen, Fleck und Schwarten dürfen nur 25 v. H. der ausgegebenen Menge auf den Abschnitt der Reichsfleischkarte angerechnet werden.
Mischkonserven werden in Höhe der gewichtsmäßigen Fleischeinlage auf die Abschnitte der Reichsfleischkarte angerechnet. Frei bank fleisch kann ahne Abschnitte abgegeben werden.
bittet darum, daß die Jugendlichen abends von der Straße wegbleiben. Das ist schon aus Sicherheit^ gründen eine Notwendigkeit, da durch die verdunkelt fahrenden Kraftwagen und sonstigen Fahrzeuge leicht Unfälle hervorgerufen werden können, die es unter allen Umständen zu vermeiden gilt. Außerdem müssen während der Abend- und Nachtstun-^ den von den Straßen und Bürgersteigen die Gegenstände (Fahrräder usw.) die nicht dorthin gehören, unbedingt entfernt werden. Innerhalb Gießens werden von jetzt ab Streifen eingesetzt werden, die die Ordnung und Sicherheit auf den Straßen zu überwachen haben, und die insbesondere damit beauftragt sind, die Jugendlichen von der Straße fernzuhalten.
Neue Lebensmittelkarten bewähren sich.
Die zu Ende der vergangenen Woche ausgegebenen neuen Lebensmittelkarten dienen jetzt ihrer Bestimmung. Wir hielten heute früh eine Umfrage bei Geschäftsleuten verschiedener 'Branchen und hörten in weitgehender Einmütigkeit, daß sich die neue Regelung nicht nur zugunsten der Bevölkerung, insbesondere der Hausfrauen auswirkt, sondern auch der Geschäftswelt manche Erleichterung gegenüber der vorhergegangenen Ordnung bringt. Zunächst wird es allgemein begrüßt, daß die Karten schon rein äußerlich stabiler sind, ferner, daß
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Urb haltbar abtrocknen soll.
Nüsse sind nicht nur wohlschmeckend, sondern ach an Eiweiß und Fettgehalt und leicht verdau- lH. Wenn sie auf dem Nachtischteller erscheinen, intt man unwillkürlich an die Weihnachtszeit, tzhon der Nikolaus leert sie braven Kindern mit d,i Aepfeln auf den Gabenteller. Nüsseknacken ist eiie lustige Beschäftigung an kalten Wintertagen, hsonders, wenn zwei ein Vielliebchen essen, das h ßt den Doppelkern zu je einer Hälfte gemeinsam irzehren.
Die Beliebtheit des Nußbaums und seiner Früchte iE Norden wie im Süden Deutschlands zeigt ein in Ltfriesland und in Kärnten bekanntes Dolksrätfel: l>r Friese sagt: „Hooger as'n Huus, lütjer as'n Tuns, grüner als Gras, witter as Flas, biddrer e Galle, und doch möq ji't alle." Der Kärntner
Gerade in den heutigen Tagen kommt dem Ernährungshilfswerk mehr denn je die größte Bedeutung zu. Durch die Fertigstellung und Belegung der zweiten Mastanlage müssen in dem Stadtbezirk Gießen täglich 100 Zentner Küchenab- älle zu Futter zwecken aufgebracht werden, was bisher leider nicht erreicht wurde. Von jeder Hausfrau muh nun klar erkannt werden, daß die orgsame und restlose Ablieferung der Küchenabfälle ihr und ihrer Haushaltung wieder zugute kommt. Die Abholung der Küchenabfälle erfolgt auch in Zukunft an den drei bestimmten Wochentagen.
Es erwächst den Hausfrauen gerade jetzt die be- ondere Verpflichtung, der Anforderung der Stunde gerecht zu werden und in der Ablieferung der Küchenabfälle eine vaterländische Pflicht zu erblicken.
Einfluß des Judentums auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens. Aus der Gegenüberstellung der polnischen Agitation mit der nüchternen Wirklichkeit
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— Peter Esch: „Polen — freu q u e r". Blicke hinter die Kulissen. Mit vier skizzen, kartoniert 1,80 RM. Deutscher Verlag, Berlin. — (247) — Jüngste Vergangenheit und nächste Zukunft können nur verstanden werden aus den Tatsachen, die uns die polnische Politik der letzten zwanzig Jahre selber liefern. Erhärtet durch eine glaubwürdige Statistik und gestützt durch eine gründliche Kenntnis des polnischen Menschen schildert Peter Esch die gegenwärtige Situation Polens anschaulich und überzeugend, den polnischen Staat und den polnischen Menschen in Stadt und Land, Polens verhängnisvolle Minderheitenpolitik, die Not der deutschen und ukrainischen Volksgruppen, den
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„Wer und Kind" im Gau in Kriegszetten
der Geschäftsmann nur den Bestellschein abzuschnei- den braucht, der eine Gültigkeit für vier Wochen hat, schließlich aber auch, daß die Entwertung der Marken durch einen einfachen Strich mit Kopierstift oder Buntstift erfolgen kann. Schon am ersten Tage der Benützung der neuen Lebensmittelkarten hat sich herausgestellt, daß die Bedienung der Kundschaft durch die Einsiihrung der neuen Karten kaum mehr eine Verzögerung erfährt, so daß die langen Wartezeiten in den Geschäften, die sich in den vergangenen drei Wochen manchmal ergaben, in Fortfall kommen. Der hiesige Einzelhandel, soweit er die Versorgung mit Lebensmitteln zur Ausgabe hat, begrüßt die neue Regelung. Die Einzelhändler und ihre Angestellten machen es sich dabei zur Ehrenpflicht, alle Fragen zu beantworten, die von der einen oder anderen Kundin in diesem Zusammenhang noch gestellt werden. Unter der Voraussetzung des gegenseitigen guten Willens und aller selbstverständlichen Aufrichtigkeit wird sich die Lebensmittelversorgung nach dem neuen Modus in kürzester Zeit überall gut „einspielen" können.
Täglich billiger Eintopf
. in den Gaststätten.
Der Leiter der Wirtschaftsgruppe Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe, hat mit Zustimmung des Reichswirtschaftsministers, des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft, sowie des Leiters des deutschen Fremdenverkehrs eine neue Anordnung über die Abgabe von Speisen in Gaststäten und Beherbergungsbetrieben erlassen, die am 26. September 1939 in Kraft tritt.
Nach dieser Anordnung wird in Zukunft in jeder deutschen Gaststätte ein Eintopf- oder Tellergericht verabfolgt, dessen Preis so niedrig sein wird, daß es für jeden Volksgenossen erschwinglich ist. Dieses Eintopf- oder Tellergericht ist als Dienstleistung des
Aus der Stadt Gießen
Segen des Nußbaums.
Hermann Löns.
u seinem 25. Todestag am 26. September.
Don Harald Eschenburg.
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In kurzer Zeit wird dafür Sorge getragen werden, daß in jedem Haus ein vorschriftsmäßiger EHW.- Sammeleimer aufgestellt wird, in dem die Küchenabfälle erfaßt werden. Bis dahin ergeht die Bitte, die Küchenabfälle in geeigneten Gefäßen zur Abholung bereitzustellen und dafür Sorge zu tragen, daß sie an den bestimmten Tagen zur Abholung bereitstehen.
Deutsche Hausfrau! An Dir liegt es nun, dafür Sorge zu tragen, daß die Küchenabfälle rest - los dem Ernährungshilfswerk und damit dem Allgemeinwohl zugeführt werden.
NSDAP.» Amt für Volkswohlfahrl, kreisamlsleilung Weiterau, Abilg. Lrnährungshilfswerk.
Na T.24 In äJleniApoflieken
Rüstzeug des Volkes, und die Soldatenlieder aus dem „kleinen Rosengarten" wurden von den marschierenden Kolonnen gesungen. Vielleicht können wir erst aus der Gegenwart die Persönlichkeit dieses Mannes voll verstehen. Man möchte kaum glauben, daß seine Gedanken, wie sie in den Gesprächen mit Knottnerus-Meyer nachzulesen sind, dreißig Jahre zurücklieqen. „Ihr kennt die Polen nicht warnte er oft Früh erkannte er die Gefahren der Einkreisung und empörte sich nicht selten gegen die Unentschlossenheit der deutschen Politik. Ebenso verhaßt wie ihm der Chauvinismus des Vorkriegs- frankreichs und seiner Revanchegelüste war durch schaute er die Methoden der britischen Weltpolitik, stets der lachende Dritte zu sein: „Seinen ganzen Kolonialbesitz hat sich England aus diese Weise zusammengeraubt, nachdem andere Volker die erste, chwerste und blutigste Arbeit geleistet hatten In einem starken Bauerntum auf freiem Grund sah er den Garanten der Nation, von einem jungen Deutschland erwartete er die Lösung der sozialen
Wie wird der Tag werden? Wieder so tatenlos wie der letzte?" Arn 24. scheint über den Dichter schon eine Todesahnung gekommen zu sein, versunken blickt er den Sternschnuppen nach und schreibt nieder: „Leben ist Sterben, Werden — Verderben."
Äm 26. September unternahmen die 73. Füsiliere als erste Sturmwelle des X. Korps vom Aisne- Marne-Kanal aus einem Angriff über die Natwnal- straße Reims—Laon auf das Dorf Villers Fran-
Küchenabfälle restlos dem EHW!
Ein Aufruf an die Hausfrauen in Gießen.
b'iält fast den gleichen Wortlartt bei: „Hoch wie a hms, kloan wie a Maus, hart wie a Brett, siiaß re a Meth, hantig (bitter) wie a Gall, essen tuan 1........ P. B.
5 3m Heidegrab in Tietlingen bei Fallingsbostel sind die Gebeine des Dichters vor vier fahren mit militärischen Ehren zur letzten Ruhe bestattet Al. Taa für die Beisetzung wurde der 2. im Ernttng gewählt, weil in der Person von Hermann Lons der heldische Geist der Kriegsfreiwilligen von 1914 smn- bildlich geehrt werden sollte", heißt es m der Bei- setzungsürkunde, die die Unterschrift des Führers trägt.
Fensterputzer am Wolkenkratzer.
Mehr als 300 Meter über dem Pflaster von Neu- nork sind am Empire State Building dem höchsten Gebäude der Welt, die Fensterputzer ständig an der Arbeit. Dieses 381 Meter hohe Bauwerk hat an feinen 86 Stockwerken so viele Fenster, daß ein. be- onberer Stab von Fensterputzern dauernd anyesteM ist. um sie sauber zu halten. Es werden dafür nur
Leute ausgewählt, die bereits an Arbeit in großen Höhen gewöhnt und selbstverständlich unbedingt schwindelfrei sind. Sie verrichten ihr Werk in eigens für sie hergestellten Lederanzügen, die oft überprüft und erneuert werden. Die Arbeit wird durch strenge Regeln geleitet. Es dürfen keine besonderen Putzmittel verwendet werden, nur frisches Wasser: außen von einem Fenster zum anderen zu klettern ist verboten; kein Mann darf, allein arbeiten, und jeder wird regelmäßig ärztlich untersucht. Diese Fensterputzer gelten als die höchstbezahlten ungelernten Arbeiter der Welt, der Durchschnittslohn beträgt ungefähr 40 Dollar für eine 48-Stunden-Woche, und jeder Arbeiter ist mit 1000 Dollar versichert. Trotz der Gefährlichkeit des Berufes ist, so lange das Gebäude steht, noch keiner der Fensterputzer verunglückt. Alle Arbeiter sind Familienväter. B.
„Die Rivalin Der Zarin/'
Die Deutsch-Italienische Film-Union macht mit einem Werk der Produktion Film Jnternazionali bekannt, mit einem italienischen Film also, der erkennen läßt, welchen Stand die italienische Filmkunst bisher erreicht hat. Der Film (Gloria- P al ast) begibt sich unter dem Titel „Die Rivalin der Zarin" auf das Gebiet der historischen Episode, die von jeher den Filmschaffenden manchen dankbaren Vorwurf gab. Dazu kommt der große äußere Rahmen. Hier waren weite Möglichkeiten gegeben, die auch reichlich ausgenützt wurden. Das Ergebnis ist ein Film voll lebhafter innerer Spannungen, dessen Handlung in einer geradezu phantastischen Umgebung ab läuft. Der Hof der Zarin Katha- rma II. in Petersburg und die Hofhaltung der Gegenspielerin Elisabeth in Venedig beschwören allen Prunk des Rokoko herauf.
Die geschichtliche Episode, die der Film in einiger Freiheit behandelt, schildert den Kampf zwischen der Zarin und Elisabeth Tarakanoff. die von dem polnischen Fürsten Radziwill der Zarin gegenüber« gestellt wird. Graf Orloff, der Günstling Katharinas, erhält den Auftrag, Elisabeth von Venedig nach Petersburg zu bringen; er verliebt sich aber in die schöne Elisabeth, gerät in Zwiespalt zwischen Pflicht und Liebe und gibt seine politische Mission auf, so daß sich die Zarin als Fürstin, wie als Frau betrogen fühlen muß und das Todesurteil gegen
cht man Männer und Frauen in den Tagen der ftßernte mit ost völlig dunkelbraunen oder gar twarzen Fingern. Und doch ist diese unbeliebte ,f, Arbeit des Ausschälens und Säuberns der eigent-
■'it;Schitz ß)en Nuß dringend nötig, wenn die Frucht gut
Dornotizen.
Tageskalender für Dienstag.
Gloria-Palast, Seltersweg: „Die Rivalin der Sirin". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Fräu- km".
Rückwanderer sofort melden.
Die Personen, die infolge der politischen Lage das Erenzgebiet im Westen haben verlassen müssen, Herden aufgeforbert, sich, soweit sie es nicht bereits oifan haben, umgehend bei der polizeilichen Melde- bihörde ihres Aufenthaltsortes anzumelden, die ihre drrsonalien an die Zentralauskunftsstelle beim Polizeipräsidium in Berlin, Einwohnermeldeamt, wei- itrgibt. Nur dadurch ist die Zentralauskunftsstelle in br Lage, die an sie ergehenden Anfragen nach dem verbleib von Verwandten und Bekannten zu be- : L.-tworten.
Die Beamten und sonstigen Behördenbediensteten tr?rben bar über hinaus auf gefordert, sich umgehend ui ber für ihren Unterbringungsort zuständigen fheren Verwaltungsbehörde ihres Fachgebietes zu treiben.
Die Hauptvereinigung der deutschen Di erwirtschaft hat am 23. September eine Anordnung erlassen, die für die gesamte Verbraucherschaft von Interesse ist, da sie u. a. wichtige Bestimmungen über die Abgabe von Fleisch und Fleischwaren gegen die Abschnitte der Reichsfleischkarte enthält.
Aus der Anordnung geht hervor, daß Fleisch und Fleischwaren in voller Höhe der für die einzelnen Abschnitte der Reichsfleischkarte sich ergebenden Gewichtsmengen abzugeben sind. Werden die entsprechenden Mengen nicht sofort in voller Höhe abgegeben, so sind die Restmengen während des Zeitabschnittes, für den die Abschnitte gelten, nachzu- kiefern.
Fleisch ist grundsätzlich mit eingewachsenen Knochen abzugeben. Bei der Abgabe von knochenlosem Fleisch kann eine Knochenbeilage erfolgen. Der Knochenanteil bei der Abgabe von Fleisch darf bei Schweinefleisch 20 v. H., bei Rindfleisch 25 v. H. und bei Kalbfleisch 30 v. H. der abzugebenden Menge nicht übersteigen. Schaffleisch darf nur mit eingewachsenen Knochen abgegeben werden. Wird die Abgabe von knochenlosem Fleisch ohne Knochenbeilage verlangt, so vermindert sich die auf den einzelnen Abschnitt der Reichsfleischkarte vorgesehene Gewichtsmenge um den festgesetzten Knochenanteil.
Für diese Vorschriften gelten folgende Aus- I nahmen: bei dem Verkauf von Schweinsköpfen (mit
Charme nimmt rasch für sie ein. Neben ihr steht strahlend und männlich Pierre Richard W i 11 m als Graf Orloff, der Günstling der Zarin, der in diesem Film große Aufgaben hat, die er mit jugendlichem Schwung meistert. Suzy P r i m als Katharina II. zeigt sich ganz als Regentin, wie sie die Zeitgeschichte schildert. Eine starke eigene Note trägt Roger Carl als Fürst Radziwill, der Inspirator Elisabeths und eigentliche Verschwörer, in den Film. Die Photographie sand viele Möglichkeiten zu romantischer 'Stimmungsmalerei. Besonders reizvoll sind die vielen schönen Bilder aus Venedig.
Heinrich Ludwig Neuner.
Büchertisch.
— E. G. Kolbenheyer: Der einzelne unb d i e Gemeinschaft. — Goethes Denkprinzipien und der biologische Naturalismus. Zwei Reden. 27 Seiten. Kart. 80 Rpf. Albert Langen / Georg Müller Verlag, München, 1939. — (231) — Mit diesen beiden Reden erweitert Kolbenheyer die aus biologischer Anschauungsweise entsprungenen Gedankengänge seiner Aussätze zur Philosophie, Kunst und Politik. In der ersten Rede geht er der Auseinandersetzung von Jcherlebnis und Gemeinschaftsleben auf den Grund, dem naturbedingten Spannungsverhältnis zwischen dem einzelnen und der Allgemeinheit, das in der Verantwortlichkeit des tätigen Menschen und seiner zum Wohle des Ganzen wirkenden Leistung sein Ziel hat. Die zweite Rede zeigt am1 Beispiel Goethes dieses Kräftespiel zwischen dem Genie und der Dolksgesamtheit, der die geniale, ihrer Zeit um Generationen vorauseilende Leistung den Weg zu
beide unterschreibt.
Die Regie (Mario Soldat!) hat sich für die Hauptrollen einige Kräfte aus Paris verschrieben. Annie Bernat) lernt man als ungemein lieb- . . . . .
reizende Gegenspielerin der Zarin in einer groß bietet dieses Buch em Material, das uher bie GrciW angelegten Hauptrolle kennen, Ihr jugendlicher' nijje des Tages, hmaus von Weit &
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NSG. Frauen, deren Männer ins Feld gerückt oder zum Heere einberufen sind, werden hin und wieder in ihrer Lebenshaltung auf Schwierigkeiten toßen, die nicht immer allein auf eine wirtschaftliche Notlage zurückzuführen sind. Bekanntlich gewährt der Staat eine ausreichende materielle Unterstützung für die zurückgebliebenen Familien. Die Sorgen von Frauen und Müttern haben deshalb häufig nicht nur in materiellen, sondern auch in seelischen Nöten ihre Ursache. Viele Anforderungen werden heute an die Frau gestellt, um die sie sich in Friedenszeiten nicht zu kümmern braucht.
Den Hilfsstellen „Mutter und Kind" der Partei kommt deshalb mehr noch als bisher große Bedeutung und im höchsten Sinne auch politische Aufgabe au. Einer Mutter, die der Entbindung entgegen« sieht ober bie mehrere kleine Kinder zu erziehen -hat, wird bei den veränderten. Verhältnissen im vaterlosen Haushalt eine größere Verantwortung zufallen, und die vielen Anforderungen, die an sie gestellt werden, nehmen ihre Kräfte stärker in Anspruch als in Zeiten, in denen alles seinen gewohnten Verlauf nimmt. Der richtig geleitete und angewandte Lebensmittelverbrauch, die Erziehung der
In feinem Roman „Das zweite Gesicht" schrieb fermann Löns 1912: „Wir müßten einmal wieder einen Krieg bekommen und gründliche Keile das ist $7üf)e "traf den Dichter die Kugel
einzige, was uns helfen kann damit wieder ^/>ranzösischNlpenjäaers ins Herz.
Danner ober besser Kerle an die Spitze kommen, ^it einem Schlage besann sich die H.i...-r tttt dieser Knechte, d'e sich Herren ßön5; bald gehörte der „Wehrwolf" zum geistigen
ein Bekenntnis mußte dem Dorkriegsdeutschland mi«
!'iradezu ins Gesicht schlagen, seine Prophezeiung hct sich wie so manche von Hermann Lons nach Danzig Jahren erfüllt. Für den Dichter war der K'iegsausbruch das reinigende Gewitter. Die nicht b: oon schweigen können, Löns habe den Tod im stide gesucht, verunglimpfen den pflichtbewußten sc^datischen Einsatz dieses Mannes.
Der ungediente Landsturmmann ruhte mit seinen ahtundvierzig Jahren nicht eher, bis er als Frei- ttilliger angenommen wurde. Die Freunde wollten um Dichter als Kriegsberichterstatter erhalten wij- !n, von ihm war die Gestaltung des Dölkerringens erhoffen. Löns verlangte es nach der Tat.^ei- n m Verleger Eugen Diederichs schreibt er: „Mein Kriegslied von 1914 habe ich 1910 geschrieben im Qehrwolf ... Ich kann schießen, habe Eulen- Ingen, kann schleichen wie ein Fuchs und sitze hier n*d) untätig. Das ist niederziehend." An anderer eüeüe heißt es: „Ist das eine wunderbare Zett, öffentlich werde ich genommen. Sonst gehe ich als Erdarbeiter nach Cuxhaven." Tatsächlich gelang ihm durch einen Zufall der Eintritt ins Füsilierregi- ment 73, schon nach zehntägiger Ausbildung wird ? heimlich mit einem Ersatztransport an die Front mitgenommen. Noch ist er im Gewehrgriff nicht fif)er, bei einer Feldbesichtigung steht der Hüne hmten am linken Flügel ohne mitzugreifen. Was v rschlägt es, an seinen Freund Pilf schreibt er: „Ich freue mich von Herzen., Lange habe ich mir eine solche Beschäftigung, neben dem Ackern die em- 8g manneswerte, gewünscht" Am 13. September, os das Regiment sein Marschziel in der Nähe von s)«ims erreicht hatte, empfing Löns bei der 4. Kom- Finie die Feuertaufe. „Furcht kannte er nicht er« 1 hlt ein Kamerad: „er sah kaum hin, wenn eine Granate zersprang, hörte nur solange mit Reden Oflf, bis es wieder still war..."
Aus dem Kriegstagebuch des Dichters laßt sich °nf seinen jugendlichen Angriffsgeist schließen. Unwillig nimmt er die ersten Zeichen des Stellungs- Sieges. auf. Am 15, September steht im Tagebuch:
Jetzt schüttet der Herbst seinen Früchtesegen ver- ftwenderisch und in bunter Fülle aus: zu den rot« [Dingigen Aepfeln, den saftigen Birnen Wetschen kommen die Spätlinge der Pfirsiche köstlichen Nüsse.
Mit breiten, aufgelockerten Kronen stehen en Nußbäume an den Landstraßen und in den Siuerngärten. In vielen Gegenden Deutschlands, lvchin die Walnuß oder Welschnuß schon zur Zeit frr Römer aus Italien kam. gilt ein Nußlmum- ur v ' peig im Volksglauben als Wetterschutz und.Blitz- lichp 3 \ aiwehr. Er wird zuweilen am Johannistag und 1, beJJ l Mancherorts mit Blumen geschmückt über der Haus- /1 j tir aufgehängt.
Qllf \ Alle grünen Teile des Baumes strömen einen - *'“• fhrfen aromatischen Geruch aus, der besonders eindringlich wird, wenn man ein Blatt zwischen Jin Händen reibt. Außer den Menschen lieben Eich- h:rnchen und Häher die schmackhaften Früchte, unb tp die Bäume nahe am Waldrand stehen, findet MN manche, noch in der grünen fleischigen Hülle inende Nuß kreisrund aufgebohrt und leer ge« fassen. Aber erst, wenn das grüne Gehäuse zu irr Zipfeln aufspringt, sind die hart und hellbraun Mgeschalten Kerne, bie in ihrer Form an Gehirn ernnern, wirklich reif und süß. Dann fallen sie im jinb ober sie werden leicht mit Stecken abge» felagen. Soweit die grünen Hüllen jedoch noch zu Den sind, verursacht ihr beizender Saft braune fiinbe, unb wo viele Nußbäume im Dorf sind,
| Ein Appell an die Disziplin!
Diekreisleilung Wetlerau derNSDAP.


