ktt.lyy Zweites Blaff
26./27. August My
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Kinderfest in Worpswede.
Von Manfred Hausmann.
.Geht ihr da etwa hin?" fragte Hubert beim Mit- Iqeffen.
Alwin wies es weit von sich. Aber Cornelia nickte Segen ihren Suppenteller und meinte tapfer, sie hcrte wohl Lust dazu.
^Natürlich, Nele!" höhnten die Brüder im Chor. /Htj) Hubert fügte hinzu, na ja, für kleine Mädchen M Babys wäre es ja auch ganz nett.
.Was denn?" erkundigte sich die Mutter. „Wo v^llt ihr denn hin?"
.Ne, wir wollen eben nicht hin. Bei Eppi Schna- !e»berg soll heute so 'n Kinderfest sein. Seine Kusine »ter was das ist, aus Norwegen, fährt morgen r«dec weg. Berit. Und da soll ein Fest sein für Hif. Aber man bloß mit Eierlaufen und Sack-
und so ’n Zimt. Nele kann ja hingehen. Für J,s hat es jedenfalls nex zu bedeuten."
-Hört mal zu", sagte der Vater, „ich habe da aber ä^chnakenbergs Garten, wie ich vorhin vorbeiging, Mabe ich aber allerlei Verheißungsvolles gesehen, dcs Eppi da veranstaltet hat, richtig wie ein kleines ^-utzenfest mit Papiergirlanden und Fähnchen und iempions. Und das sah zwischen den Bäumen und duschen ganz reizend aus, wie es so im Winde sycukelte und raschelte, ganz reizend. Warum wollt
Hampelmänner denn nicht mitmachen? Ich vÜKschte, ich hätter früher so etwas gehabt, als ich so Itinar wie ihr."
C ornelia rief, sie ginge hin, sie ginge bestimmt hin. nn ich das blaue Kleid anziehen, Mutti, du weißt fori, das Hessenkleidchen?"
„Pfau!" zischte Hubert.
.Haha", lachte Alwin, „Nele fnit dem Pfauen- wweif!"
,Jungens, warum wollt ihr denn nun nicht mit» Nachen?"
„Surfe und Bastian machen auch nicht mit. Nicht tti Charlie. Und wo Nele hingeht, da können wir dcct nicht hingehen. Die blamiert einen ja doch bloß. ß> st schon schlimm genug, daß sie in dieselbe Schule gch wie mir/
„Und sollen wir etwa mit kleinen Mädchen sack- f)4“en?"
,Jhr habt wohl Angst, daß ihr besiegt werdet?" „Hohoho!" Hubert und Alwin mußten beinahe ihre 61:'pe wieder heraushusten vor Hohn und lieber» ÜMheit.
lier Vater sagte, er für seine Person würde sich b? Sache gern einmal ansehen, wenn Eppi und 2>i t ihn nur dabei haben wollten. Ob es denn
pommereUen um 1772
Von Dr. Jan Eyffen.
Es hat gute Gründe, wenn die polnische Propa- fcanba sich davor hütet, irgendwie darauf einzu- zehen, wie es vor 170 Jahren, also unmittelbar Dor der ersten Teilung Polens in West- Preußen und Posen aussah. Diese Teilung Polens Kiar kein Unrecht und kein Gewaltakt, soweit Preußen in Frage kam, denn Preußen nahm für das leid) nur das wieder zurück, war vordem schon seit Jahrhunderten Reichsgebiet ge- vesen war. Gewiß, Pommerellen ging im 15. Jahr- Land ert durch Personalunion mit der Krone der Hagellonen zunächst dem Reiche verloren. Aber die Zagellonen waren keine Polen, sondern Litauer, wie auch die Personalunion nicht durch das Recht ter Eroberung vor sich ging, sondern freiwillig, fcrber auch durch Verrat. Aber bis zum Lubliner tefret vom Jahre 1569 durfte auf den altständi- shen Landtagen in Pommerellen wie überhaupt in Polnisch-Preußen kein Polnisch gesprochen werten. Entscheidend ist hier, wie das Land beschaf- fin war, das 1772 wieder an das Reich zurückfiel, ein Land, im Umfang von etwa 660 Quadrat» Meilen mit etwa 550 000 Einwohnern. Das sind auf den Quadrat-Kilometer umgerechnet etwas über 29, während im Vergleiche dazu der Reichsdurch- shnitt heute 144 ausmacht.
Als Friedrich der Große nach der Be- stzergreifung von Westpreußen das neue Gebiet mfsuchte, war er dermaßen betroffen, daß er die- ftn Eindruck in einem Briefe an den Prinzen Heinrich mit den Worten umschrieb: Es gäbe in jein neuen Gebiet nichts als Sand, dürre liefern, Heidekraut und Juden. Tat- sichlich war es so, daß es keine Straßen, kaum Verkehrswege gab, daß die Dörfer elende Flecken »aren, daß der Ackerbau mit primitivsten Werkzeugen besorgt wurde. In dem Gebiet sollten am {blich 27 Städte vorhanden sein, die in Wirklich- it sich nur als kümmerliche Marktflecken bezeich- m ließen. Kulm, die Hauptstadt des Kulmer Lindes, sollte angeblich 1000 Häuser zählen; es stunden nur knapp 100, in denen durchweg Juden üib Mönche hausten. Bromberg zählte ganze UN) Einwohner, hatte kaum ein städtisches Ge- tzerbe, wie denn von Gewerbe und Industrie in dm ganzen Gebiet nicht die Rede sein konnte.
: Friedrich der Große stellte nicht weniger betrof- sm fest, daß Kanada, das zu jener Zeit überhaupt rsch nicht urbar gemacht war, sondern von Wäl- hrn und Sümpfen überdeckt erst mühsam kultiviert Kerben mußte, im Vergleich zu Pommerellen Zivilist rt sei? Das war das Ergebnis der jahrhunderte (engen polnischen Wirtschaft, einer Wirtschaft, die dn Bauer und Landarbeiter zu Tagelöhnern ge= ipd)t hatte, die schlecht oder gar nicht entlohnt warten. Der niedere polnische Adel, die berüchtigte Ehlachta, war sozial und wirtschaftlich verfault, htuste unter Strohdächern in Lehmhütten, hatte nchts vor sich und nichts hinter sich. Es ist noch Mniger wahr, wie die polnische Propaganda be- htuptet, daß die Bevölkerung im Pommerellen rein ptlnisch war, denn von den Zeiten der Ordens- hrrschast und der Hansa her waren aus dem Reich Pedler gekommen, die im Laufe der Jahrhunderte, in;besondere in den Jahrzehnten der polnischen Herrschaft, sich hier und da polonisieren ließen.
Es steht ferner fest, daß von der Bevölkerung, die ML im Pommerellen ansässig war, an keiner E eUe und zu keiner Zeit irgendein Widerspruch pgen den llebergang an Preußen erhoben wurde, sft'drich der Große /egte selbst Wert darauf, daß b?' Rückgliederung sich rechts- und ordnungsmäßig vllzog, wie er es auch für sich abgelehnt hatte, in Larschau mit den Mitteln zu arbeiten, die Kathans II. für Rußland und der Staatskanzler Graf Kaunitz für Oesterreich anwandten. Diese Mittel /landen in der Hauptsache in der Bestechung der ssoßen polnischen Adligen, die dafür sorgten, daß b:s nicht weniger berüchtigte Liberum Veto im V'ichstag nicht 'zur Anwendung kam. Wohl aber ze'chah es, daß die auf dem linken Netzeufer reich
begüterte polnische Gräfin Skorzenska die preußischen Behörden bat, die Grenze so weit ausdehnen, daß ihr gesamter großer Besitz mit nach Preußen hinüberkam.
Die 660 Quadrat-Meilen, die über Preußen an bas Reich zurückfielen, waren nur ein geringer Teil dessen, was Rußland und Oesterreich von dem polnischen Gesamtreich losrissen. Dies Gesamt- reich war im Mittelalter in der Hauptsache durch Eroberungen und Raubzüge zusammengebracht worden, aber keine Nationalstaat, etwa im Sinne des 19. oder 20. Jahrhunderts. Wenn die polnische Propaganda daraus, daß Pvmmerellen, dessen Her
zöge keine Polen waren, wohl aber wiederholt die polnischen Könige bekämpft haben, vorübergehend dem polnischen Gesamtreich anhört hatte, deshalb für alle Zeiten polnische Erde sein müsse, so könnten mit zehnmal größerem Reckst die letzten Mohikaner ober Sioux das gesamte Territorium Nordamerikas ohne Rücksicht auf ihre Entwicklung zurückfordern. Was Preußen 1772 und fpäter für das Reich übernahm, war nicht ein blühendes Staatswesen, sondern eine Wüste, die überhaupt erst urbar gemacht werden mußte.
Gewiß, Friedrich der Große sah bei feiner Fahrt nach Westpreußen sofort, daß es sich zum Teil
Ein Blick auf die Karte.
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zwar um ftuchtbares Land handelte, daß es möglich sein werde, dies Land zu kultivieren. Was er zunächst tat, war, Kanäle und Straßen zu bauen, wie denn der Netzekanal, der Weichsel und Netze miteinander verbindet, schon unmittelbar nach ber Rückgliederung des Gebietes in Angriff genommen wurde. Es wurden weiter Ansiedler aus Preußen herangezogen, sodaß nicht nur das Land urbar. sondern auch die Marktflecken und kleinen Städte zum Aufblühen gebracht werden konnten. Um 1785, also 13 Jahre ^nach der Rückgliederung, waren die Einkünfte in Stadt und Land erheblich gestiegen, war der Steuerertrag um ein Mehrfaches yöher als 1772.
Inzwischen hatte die Rückgliederung auch dazu geführt, daß sich der evangelische Teil der Bevölkerung kirchlich wieder regen konnte, denn unter der polnischen Herrschaft gab es für die gesamte Bevölkerung einen doppelten Druck, der von dem Adel und der katholischen Kirche ausging. Das schuf einen Gegensatz, der immer latent geblieben ist, der im 19. Jahrhundert eine der Ursachen war, daß das Polentum sich in dem preußischen Ostprovinzen nicht nur zu behaupten verstand, sondern auch aufwuchs. In Wirklichkeit war es so, daß es nicht eigentlich die polnische Nationalität war, die sich durchgesetzt hatte, sondern der konfessionelle Gegensatz. Das ist nicht ahne ernsten Hinweis auf die innerpolitischen Verhältnisse im Reiche zu verstehen, denn im Reich war es das Zentrum,
also der politische Ultramontanismus, der in Opposition zum Bismarckreich stand. Polen und Elsässer schlossen sich dem Zentrum an, wobei die Polen daraus besonders Nutzen zogen, daß in Preußen nach Bismarcks Rücktritt die innere Verwaltung die parlamentarische Opposition mehr fürchtete als das für den Staat gut war. Wie sich das im größeren Maßstab im Reich auswirkte, haben wir noch während des Großen Krieges erlebt, als die Regierung Bethmann-Hollweg alles tat und Nichts unterließ, um die parlamentarische Opposition des Zentrums und der Marxisten nicht zu reizen. Ein Teil des katholischen Klerus in den preußischen Ostprovinzen manifestierte seine inner» politische Opposition vornehmlich dadurch, daß er die katholische Bevölkerung in nationalpolnischem Sinne zu beeinflussen suchte, ohne das parlamentarische Parteigetriebe hätte es in Preußen weder im 19. noch im 20. Jahrhundert ein parlamentarisch so starkes Polentum geben können, wie es schließlich vorhanden war. Also auch feine Polen frage.
Soweit Volkszählungen aus dem 19. Jahrhundert vorhanden sind, ergaben sie noch in den 60er Jahren ein mehr oder weniger starkes Uebergewicht ber deutschen Bevölkerung über das Polentum. In den Städten war und blieb das deutsche Element immer unverhältnismäßig stärker, weil hier dem katholischen Klerus der propagandistische Weg schon durch den kirchlichen Gegensatz versperrt war. Da- bei hat auch das Judentum eine verhängnisvolle Rolle gespielt, denn die preußische Objek- troltät, die sich ungewollt und unbeabsichtigt sehr oft gegen den eigenen Staat kehrte, brachte es fertig, baß die Juden nicht selten das Zünglein an der Waage bildeten, Friedrich der Große hatte bei seinem ersten Besuche Westpreußens fast nur Juden gesehen, wie er ironisch bemerkte. Sie hatten in den kleinen Städten den ganzen Handel an sich gerissen, waren auf dem Lande die Krugwirte, bei denen die männliche Bevölkerung durch eifrigen Schnapsgenuß verschuldet war. Aerzte und Apotheker gab es in dem ganzen Gebiet so gut wie gar nicht, nicht einmal in den Städten, weshalb Seuchen nicht nur die Regel waren, sondern auch verheerend wirkten.
etwas Schöneres auf der Welt gäbe als so ein Kinderfest in Sonne und Wind?
„Geh mit!" rief Cornelia. „Oh bütte! Und Mutti geht auch, mit!"
„Mal sehen, wie ich mit meinen Vorhängen fertig werde", sagte die Mutter. „Hier, wer will noch Suppe? Ihr werdet doch von der schönen Suppe nichts übrig lassen!"
Hubert erkundigte sich, ob der Vater vielleicht im Sinne hätte, sich am Sackhüpfen zu beteiligen.
„Warum nicht?"
„Und Mutti läuft womöglich Eier?" „Hätte ich wohl Lust zu."
„Oh ja, bütte, Mutti! Wir beide machen Wettlauf!" „Vergeßt aber nicht", lächelte der Vater, „die Zunge aus dem rechten Mundwinkel herausgucken zu lassen."
Hubert schlug sich vor die Stirn und erging sich in Derzweiflungsausbrüchen. „Hach, hach, hach! Dann kommt es für mich also auf keinen Fall in Frage? Auf gar keinen Fall! Eine kleine Schwester ist schon schlimm, aber die Eltern, das ist das Allerschlimmste!"
„Weiß ich", sagte der Vater, „weiß ich aus eigener Erfahrung. Aber ich kann dir auch versichern, daß man sich mit der Zeit daran gewöhnt. Und somit wäre es vielleicht gar nicht so verkehrt, wenn wir versuchsweise alle zusammen zu Eppis Fest gingen, was?"
„Bloß nicht! Bloß nicht!" *
Gegen fünf Uhr nachmittags gab es nur eine Stimme unter groß und klein: Eppis Fest fei das Schönste, was man bislang in Worpswede gehabt hätte. Er selbst stellte übrigens ein Fest für sich dar. Der alte Frack feines Vaters, dessen Schmepel auf der Erde hinter ihm herfchleiften, das gefaltete Jabot, ber blumengeschmückte Strohhut, bie weißen Handschuhe, der Stad mit dem Rosensträuhchen obendrauf, dazu die Anmut feiner zwölf Jahre, der Fall der blonden Haare über die Stirn, das Leuchten der dunkelblauen '2tugen, das alles ließ ihn einen Festordner und Gastgeber sein, wie man sich ihn vollkommener kaum wünschen konnte. Und so reihte sich unter seiner leichten Herrschaft denn eine Lustbarkeit an bie andere. Und Berit aus Norwegen, der das ganze Getümmel galt, ging umher und lächelte und errötete und schwieg und war überwältigt von soviel Ehre.
Am Ende des Rasenplatzes gegen das Fohren- wäldchen hin erstreckte sich der Schießftanb. Scheiben pendelten langsam hin und her, in tönernen Röhrchen steckten phantastische Kunstblumen, und wer ein Röhrchen zerschoß, dem fiel bie Blume zu, ganz oben ftanb ein Hahn, ber, wenn er getroffen wurde,
rasselnd mit den Flügeln schlug. Und alles miteinander hatte Eppi selbst erdacht und erbaut. Zwischen den Busch-Eichen hatte der Kasper mit Bratpfannen, Knüppeln und Messern sein Wesen. Unter den Birken war eine Tafel gedeckt, an der man sich ohne weiteres niederlassen und in Butterkuchen, Brezeln, Schokolade und Himbeerwasser schwelgen konnte. Und dann hing da von einem Baumast ein hölzerner Vogel an einem Bindfaden herab, der einen spitzen eisernen Schnabel hatte. Und wer sich darauf verstand, ließ den Vogel gegen eine Ringscheibe schweben, so daß er mit seinem Schnabel eine Acht ober eine Neun ober gar eine Zwölf anspießte. Unb Gewinne gab es! Einer erwies sich immer, wenn man bie Golbschnur löste unb ihn auswickelte, noch überraschender als der andere. Don Zeit zu Zeit hängte Gurke, der sich also trotz seiner hochtrabenden Reden doch eingestellt hatte, die Ziehharmonika vor seine Brust und spielte, indessen er von einem Schauplatz zum andern ging unb zusah, alle Lieder, bie er wußte, durch das bebende Laub der Bäume zum Himmel empor.
„Hier, Mutti, hier!" rief Cornelia und spazierte mit dem rosa Papierschirmchen, das sie beim Eierlaufen gewonnen hatte, entzückt vor ihrer Mutter hin und her. „Hubert und Alwin find aber schön dumm gewesen! Hier, sieh mal, man kann es auch zusammenmachen! La lala lala! — o zeig mal, Nora, was ist das?"
Da winkte der Vater, der schon zwei Kasperstücke vorgeführt unb den Aufschreiber beim Dogelstechen gespielt hatte, die Mutter beiseite unb bat sie, einmal unauffällig nach ber Hagebuchenhecke hinüberzusehen. „Rechts von bem Vogelbeerbaum in der Lücke, siehst du da was?"
Es waren Hubert unb Alwin, bie hinter ber Lücke knieten und ihre Köpfe reckten Unb sich schnell roieber wegbuckten, wenn sie fürchteten, jemanb könnte sie bemerken.
„Soll ich sie herholen?" fragte bie Mutter. „Diese dummen Bengels! Sie möchten doch so gern!"
Aber der Vater meinte, sie würden sich bald, wenn anders er sich ein bißchen auf Jungens verstünde, ganz von selbst hier einschmuggeln. „Komm, wir wollen uns mal am Wettschießen der Altersklasse beteiligen! Schnakenbergs unb Pastors sind auch dabei."
Während des Schießens konnte die Mutter nicht umhin, immer wieder nach der Hecke hinüberzuspähen. Und da sah sie, wie Hubert und Alwin vorsichtig durch die Lücke krochen, bis zu dem Eichengebüsch vorrückten, in dem das verlassene Kaspertheater stand, dort eine Weile liegen blieben und sich bann unversehens, erst Hubert unb bann Alwin,
mit ben Hänben in ben Taschen unter den Kinder- Haufen mischten, der an dem Gebüsch vorbeilief, um sich am Ende der Wiese zum Sackhüpfen aufzustellen. Und als sich öft ersten fünf wie bie wilben Moorfrösche durchs Gras schwangen, sich überkugelten, sich aufrafften, die Säcke hochzogen unb weiter hoppsten, da waren Hubert und Alwin wahrhaftig schon dabei.
„Sie haben schon hergefunden", flüsterte bie Mutter dem Vater zu, der gerade anlegte.
„Einen Augenblick!" — Poff! — „Na, was ist es geworden? Eine Zehn? Das reicht nicht. — Wer hat hergefunden?"
„Hubert unb Alwin. Sie finb schon beim Sackhüpfen. Was haben wir doch für Jungens! Ich bin so glücklich, daß sie hier finb. Sie haben sich sogar saubere Hemden angezogen. Meinst du nicht auch, baß wir eigentlich lauter nette Kinber haben?"
„Hoffentlich haben die Kinder manchmal auch so eine freundliche Meinung von uns!"
„Och, ich finde uns beiden auch ganz nett."
Gurke stimmte auf feiner Ziehharmonika das Lied von der schonen Jugend bei frohen Zeiten an. Die Sonne schien. Manchmal schwankten die Gipfel der Birken ein wenig hin und her im Winde. Poff! Es roch nach Faulbaum und Schokolade.
„Los", schrie Hubert, „wer ist an der Reihe?"
Hochschulnachrichten.
Es ist übertragen worben: dem nb. ao. Professor Dr. med. Hermann Barrenscheen unter Er» Nennung zum ordentlichen Professor an der Universität Wien der Lehrstuhl für Physiologische Chemie; dem Oberregierungsrat Professor Dr. Bruno Schulz unter Ernennung zum ordentlichen Professor an der Universität Hamburg der Lehrstuhl für Meereskunde; dem nb. ao. Professor Dr. mea. Hans von Seemen unter Ernennung zum ordentlichen Professor an der Universität Graz der Lehrstuhl für Chirurgie.
Der ao. Professor Dr. Klaus-Wilhelm Rath (Volkswirtschaftslehre, Finanzwiffenschaft, Dersiche- rungswissenschaft) an der Universität Göttingen ist zum ordentlichen Professor ernannt worden.
Don den amtlichen Verpflichtungen wurde entbunden der ordentliche Professor an der Universität München Dr. med. Walther Straub (Pharmakologie) wegen Erreichung der Altersgrenze.
Der ordentliche Professor für wirtschaftliche Staatswissenschaften an der Universität Bonn, Dr. Herbert von Beckerath, zur Zeit an der Duke-Universität in Durham (North Carolina), ist auf seinen Antrag entlassen worden.


