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Zruialer polnischer Massenmord bei Lodz.
DaschinengewehrfeueraufzumMiliiärdienst gepreßteVottsdeuischeundilkrainer
Kleine politische Nachrichten.
P a p st Pius XII. richtete am Donnerstagabend über den Rundfunk einen Friedensappell an die Welt, der von mehreren europäischen und außereuropäischen Sendern übernommen wurde. In seiner kurzen Ansprache setzte sich der Papst mit ernsten Worten für die Erhaltung des Friedens ein.
In Vertretung des abwesenden Staatsministers und Chefs der Präsidialkanzlei des Führers sprach Geheimrat Hinrichs bei der bolivianischen Gesandtschaft vor, um das Beileid des Führers zum Ableben des bolivianischen Staatspräsidenten German Busch zum Ausdruck zu bringen.
Die KairoerPolizei bezog wie während der Septemberkrise mit Stahlhelm und Gewehr bewaffnet Posten vor öffentlichen Gebäuden. Die Zeitung „Mokkatam" meldet aus Alexandrien, daß die Handelsschiffe der We st Mächte den Befehl erhielten, „sich zu bewaffnen", um sich bis zum Eintreffen der Kriegsschiffe verteidigen zu können. Die Handelsschiffe seien bereits mit Flak und Maschinengewehren bestückt worden.
Prinzregent hat den Rücktritt des Kabinetts angenommen und den Ministerpräsidenten Zwetkowitsch mit der Neubildung der Regierung beauftragt. In diesem neuen Kabinett wird auch die Kroatische Bauernpartei vertreten sein.
Berlin, 25. Aug. (DNB.) Wie der „Angriff" mldet, ereignete sich am Donnerstagnachmittag i n einem provisorischen Truppenlager bt Lodz ein furchtbares Gemetzel, bei btn 24 Menschen niedergemacht wurden. @o)a 30 Volksdeutsche und mehrere Ukrainer, die m Militär eingezogen worden waren urb mit einem größeren Truppentransport nach Ardpolen befördert werden sollten, weigerten sich, für die Polen in den Krieg getrieben zu wrden.
Die Dienstverweigerer wurden daraufhin von ei-em größeren Aufgebot von Gendarmen entwaffnet, von der Truppe abgesondert und außer-
Das italienische 35 000 - Tonnen - Schlachtschiff „I m p e r o" wird, wie der Kalender des faschisti- schen Regimes ankündigt, am 29. Oktober d. I. vom Stapel laufen können. Der Bestand der italienischen Flotte an 35 000-Tonnen-Schlachtschiffen wird sich dann auf vier Schiffe erhöhen.
8erlin, 25. August. (DKB.) Freitag mittag mrde Staatssekretär S t u ck a r t, als er sich im reelmähigen Verkehrsflugzeug von der Danziger Rkchtswahrertagung nach Berlin zurückbegab, von bin Polen auf offener See beschossen. Utter 10 Schuh schwerer polnischer Flak krepierten in unmittelbarer Nähe der Verkehrsmaschine DAHIH („Rudolf kleine"). Das Flugzeug befand sich rotit außerhalb des Sperrgebiets der h-lbinsel hela in einer höhe von etwa 1000 Mer, als um 12.47 Uhr von polnischen Kriegsschiffen aus der Feuerüberfall er- fchke. Der Führer der deutschen Verkehrsmaschine, Kgkapitän Rutsch ow, konnte sich nur mit Mhe dem polnischen Feuer entziehen. Außer Soalssekretär Stuckart befanden sich noch Mlniste- rolraf hubrich, gleichfalls vom Reichsinnen-
Neuer feiger Lleberfall auf deutsches Verkehrsflugzeug.
Staatssekretär Stuckart auf dem Nückflug von Danzig von polnischer Flak beschossen. — Schwerste Verletzung des Völkerrechts durch Polen.
Großdeutschlands Nahrungssicherheit
Eine ausgezeichnete Getreideernte zu erwarten.
Das Ergebnis der Vorschätzung.
Maschine krepierten. Die Kabine des Flugzeuges war erfüllt von dem Krachen der Granaten, man sah, wie die Geschosse unter schwarzer Rauchentwicklung krepierten und ihre Splitter umherstreuten. Die Fenster klirrten, man sah die Explosionen so nahe bei der Maschine, daß jedermann sofort den Eindruck hatte, daß die nächsten Salven das Flugzeug treffen müßten. Der Passagiere bemächtigte sich in dem Augenblick des Feuerüberfalls ungeheure Erregung. Die Kinder schrien herzzerreißend auf, als plötzlich das Krachen der Granaten erfolgte. Nur der Besonnenheit der männlichen Passagiere ist es zu danken, daß in dem Flugzeug nicht eine furchtbare Panik ausbrach.
der d. I. an schlachtreifen Schweinen 3 Millionen Stück mehr aufzuweisen haben als im Jahre 1938. Drei Millionen Zuwachs, das bedeutet den Gesamtbestand der Schweinehaltung eines Landes wie Rumänien und noch mehr als den Bestand Dänemarks, das 2,6 Millionen Stück nachweist. Die gegenwärtige Verknappung auf dem Fleifchmarkte ist nichts anderes als eine vorbeugende Maßnahme, denn zur Zeit ist soviel an O b st und Gemüse vorhanden, daß sich eine gewisse Einsparung an Fleisch verantworten läßt. Aehnlich ist die Lage bei den Rindern. In Deutschland sind jetzt 800 000 Rinder mehr gezählt als 1932 und sogar 1,4 Millionen mehr als 1913. Diese Steigerung bedeutet so viel, wie der Rinderbestand Ungarns. Das Ergebnis ist um so höher anzuschlagen, als die Maul- und Klauenseuche erhebliche Lücken gerissen hatte. Für die F e t t v e r s o r g u n g ist noch die Menge der Rohstoffe zur Herstellung von M a r g a r i ne wesentlich. Im Vorjahre hat Reichsminister Darrs die Vorräte an Walöl, Pflanzenfetten usw. auf 418 000 Tonnen beziffert. Heute ist diese Menge noch größer geworden. Angesichts der Tatsache, daß der Fleisch- und Fettoerbrauch jahrelang gestiegen ist, wirken diese Mitteilungen erfreulich. Es bleibt selbstverständlich die Verpflichtung der sparsamen Disposition bestehen. Um so höher ist der Erfolg der Erzeugungsschlacht zu bewerten.
Aufforderung an die deutsche LandwirlschastzurGelreideernte.
Berlin, 25.August. (DRB.) Die diesjährige Getreideernte wird wiederum, wie im vergangenen Jahr, weit über dem Durchschnitt liegen. Das Verfütterungsverbot bleibt aufrechterhalten. Marktordnung und Festpreise sichern die r e st l o s e Abnahme des Getreides bis zur nächsten Ernte. — Die außerordentlichen Getreidevorräte des Reiches und die Schwierigkeiten der Bewegung machen es erforderlich, die Abnahme des Brotgetreides auf einen größeren Zeitraum zu verteil en. Es muh daher auf folgendes hingewiesen werden:
1. Die gesündeste Trocknung überfeuchlen Getreides geschieht durch längere Lagerung im Stroh, also in Diemen oder in Scheunen. Diese Lufttrocknung erhöht gleichzeitig das hl - Gewicht, verursacht keine kosten und liegt daher im eigensten Interesse des Erzeugers.
2. Soweit bei einem Drusch aus der Hocke ein sofortiger Verkauf aus zwingenden betriebswirtschaftlichen Gründen erfolgt — und das wird vor allen Dingen bei klein- und klein st betrieben der Fall fein, die nicht über Speicherräume verfügen —, ist nichts dagegen einzuwenden.
3. Soweit in größeren und Großbetrieben bei ausreichend vorhandenen Speicherräumen stark vom Felde gedroschen worden ist, ist es Pflicht der einzelnen landwirtschaftlichen Betriebsinhaber, möglichst große Teile dieses ausgedroschenen Getreides zunächst s e l b st zu speichern, um im Interesse der geregelten Brotgetreideabnahme jeden Quadratmeter Speicherraum auszunuhen und sich dieses Getreide gegebenenfalls bevorschussen zu lassen.
Von der deutschen Landwirtschaft wird erwartet, daß sie diesen Richtlinien aus eigener Haltung Rechnung trägt.
Furchtbares Blutbad bei Bielitz
Gewehrsalven auf festgenommene Volksdeutsche.
die Hakenkreuzfahnen. Nur an der von Polen besetzten W e st e r p l a t t e fehlte der Flaggenschmuck. Stolz glitt das graue Schiff an dem polnischen Hafenteil vorbei, auf dem sich kein Mennsch blicken ließ Die begeisterte Danziger Bevölkerung aber jubelte dem Schiff um so glücklicher zu und begleitete es mit zu seinem Anlegeplatz .
Schwere Bombenexplosion in Eoveniry
London, 25. Aug. (Europapreß.) Eine Bom- benexplvsion, die fünf Tote forderte, hat sich am Freitagnachmittag in Coventry ereignet. Dre Explosion, deren Ursache bisher nicht feststeht, ereignete sich im Zentrum der Stadt und vernichtete viele Häuser. Ebenso wurden auch zahlreiche Straßenbahnen, Autobusse und Pnvatkraft- waqen beschädigt. Der Schaden geht in die Hunderttausende von Pfund Sterling. Coventry bietet den Anblick einer bombardierten Stadt. Don der Polizei sind zwei Männer und eine Frau verhaftet worden; jedoch ist vorläufig nicht festgestellt, ob es sich bei der Explosion um ein Attentat der irischen Extremisten handelt oder um einen Unglucksfall, der mit den militärischen Maßnahmen in Zusammenhang steht.
Die Neubildung
des jugoslawischen Kabinetts.
B e l g r a d , 25. August. (Europapreß.) Minister- Präsident Zwetkowitsch ist nach Belgrad zu- rückqekehrt und unterrichtete seine Kollegen davon, daß er mit Rücksicht auf die neue Lage dem Regentschaftsrat den G e s a m tr ü ck tr i t t d e s K a b i- netts angeboten habe. Er habe die Regierung mit der Sonderausgabe gebildet, die Grundlagen für die Verständigung mit den Kroaten zu finden. Diese Aufgabe habe er erfüllt. Tht Ruck- sicht aus die neue Lage halte er es daher für notwendig, daß eine neue Regierung a u f b r e i - terer Grundlage sowohl in persönlicher als auch in politischer Hinsicht gebildet werde. Der
zig Meter unterhalb des Flugzeuges, genau an der Stelle, an der sich die Maschine bei weiterem Geradeausflug befunden hätte. So hat Flugkapitän Rutschow ein furchtbares Verbrechen buch- stäblich in der letzten Sekunde verhindert. Weit auf die Ostsee hinausfliegend, konnte die Maschine dann langsam wieder Kurs auf das Festland nehmen. Staatssekretär Stuckart hat sich nach der Landung in Berlin-Tempelhof in die Reichskanzlei begeben, um über diesen unerhörten alle Grundsätze des Völkerrechtes ver- letzenden feigen Ueberfall der Polen Bericht zu er-
I Hatten.
Ministerium, sowie zwölf weitere Flug- gifte in der Maschine. Die Besatzung bestand r.foer dem Flugkapitän aus dem Flugzeugmaschi- tt"(en Oppermann und dem Flugzeugfunker Jells.
«Staatssekretär Dr. Stuckart erklärte einem Vertier des DNB. unmittelbar nach der Landung: Irmittelbar nach dem Start steuerte Flugkapitän kitschow weit auf See hinaus, um von Dirnfyerein den Polen feine Gelegenheit zu geben, Zwischenfälle zu provozieren. Vor allen Dingen aMete der Pilot darauf, die Danziger Bucht und te Halbinsel Hela weit außerhalb der e i m e i l e n z o n e und des polnischen Sperrge- bites zu passieren. Trotzdem wurde das Landflug- zag auf offenem Meere von polnischer M a - rne-Flak urplötzlich und ohne jeden Anlaß 'Usrfallartig unter Feuer genommen. Es mir genau 12.47 Uhr, als schlagartig drei Salven fettere Flakgeschosse in unmittelbarer Nahe der'statten.
Präsident Roosevelt traf am Donnerstag, nach- dem er seinen Urlaub vorzeitaig abgebrochen hatte, in der Bundeshauptstadt ein und besprach mit Außenminister Hull die europäische Lage. Dor der Ankunft in Washington erklärte Roosevelt Pressevertretern, er werde sich zunächst mit Finanzfragen, amerikanischen Kapitalanlagen in Europa und europäischen Kapitalanlagen in den USA. befassen.
Normale Entwicklung der Reichsbank.
Berlin, 25. Aug. (DNB.) Nachdem in der vorigen Woche in Anbetracht des Mediobedarfes und des Steuertermins eine Neubeanspruchung bei der Reichsbank eingetreten war, die zu einem Rückgang der Ultimoentlastung von 49,4 v. H. auf 8,4 v. H. geführt hatte, läßt der Ausweis der Reichsbank vom 23. August mit einer Verminderung der Kapitalanlage um 223 Millionen auf 9439 Millionen Reichsmark eine normale Entwicklung in der dritten Augustwoche erkennen. Mit einer Neuabdeckung von 38,1 v. H. beträgt die Entlastung 46,5 v. H. der Ultimospitze. Im einzelnen haben die Bestände an Wechseln und Schecks sowie Reichsschatzwechseln um 244,9 auf 8140,0 Millionen Reichsmark und die an Lombardforderungen um 9,3 auf 22,2 Millionen Reichsmark abgenommen, während gleichzeitig der Bestand an deckungsfähigen Wertpapieren um 29,4 auf 982,6 Millionen Reichsmark und der an sonstigen Wertpapieren um 1,9 auf 294,4 Millionen Reichsmark zugenommen hat. Die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen haben um 1,8 auf 27,2 Millionen Reichsmark und diejenigen an Scheidemünzen um 12,9 auf 168,2 Millionen Reichsmark zugenommen. Die sonstigen Aktiva sind um 318,1 auf 1380,5 Millionen Reichsmark gestiegen; hier ist der Betriebskredit in der Berichtswoche wieder in Anspruch genommen worden, vor allem haben sich die Postscheckguthaben sehr stark erhöht. Auf der anderen Seite haben die Girogelder um 90,0 auf 1195,4 Millionen Reichsmark zugenommen; die Entwicklung entspricht dem Verlauf im gleichen Vorjahreszeitraum. Zugenommen haben in erster Linie die privaten Konten, aber auch die öffentlichen sind etwas angestiegen.
Der Umlauf an Reichsbanknoten hat sich in der verflossenen Bankwoche um rund 5 auf 8710 Millionen Reichsmark erhöht, während derjenige an Rentenbankscheinen um 2 auf 371 Millionen Reichsmark und an Scheidemünzen um 9 auf 1808 Millionen Reichsmark zurückgegangen ist. Mithin stellte sich der gesamte Zahlungsmittelumlauf am Stichtag auf 10 889 Millionen Reichsmark gegenüber 10 895 Millionen Reichsmark in der Vorwoche, 10 376 am Stichtag des Vormonats und 8117 Millionen Reichsmark zum gleichen Dorjahreszeit- punkt. Der Deckungsbestand an Gold und Devisen hat um 0,2 auf 77,0 Millionen Reichsmark zugenommen.
halb des Lagers dicht zusammengetrieben. In die wehrlosen Menschen, die sich weiaerten, etwa gegen ihre eigenen Volksgenossen kämpfen zu müssen, wurde dann ohne weitere Vorstellungen oder Strafandrohungen mit einem Maschinengewehr hineingeschossen. Nach wenigen Augenblicken bedeckten 24 Tote als entsetzliches Opfer dieses polnischen Verbrechens den Boden. Der ungeheuerliche Massenmord hat nicht nur in der deutschen Bevölkerung von Lodz, sondern auch bei der polnischen Bevölkerung selbst einen lähmenden Schrecken heroorgerufen. Der polnische Haß hat den Höhepunkt der Unmenschlichkeit erreicht.
Berlin, 25. August. (DNB.) Die „Berliner giuftrierte Nachtausgabe" meHbet aus Mährisch- tftrau: Bei Bielitz richtete eine militärisch bewaffnete Bande polnischer Aufständischer ein ent- fitzliches Blutbad an, das achte Tote und zahlreiche Verletzte forderte. Seit den Aufftändi- scheirkämpfen des Jahres 1921 ist dies der größte Massenmord, den die Polen an unschuldigen Menschen verübten.
Dre Aufständischen, die unter Führung eines Poli- ztlsutnants standen, hatten in den frühen Mor- {jinftunben des Donnerstags in Bielitz etwa 25 Volksdeutsche und mehrere Tschechen ai5 den Wohnungen heraus verhaf- t(t, und zwar unter der fadenscheinigen Behaup- hiig, „staatsfeindlicher Umtriebe" schuldig zu fein.
den Verhaftungen was es schon zu rohen Sßhcmdlungen und Quälereien gekommen. Die (Befangenen, unter denen sich auch zwei Deutsche im Alter von nahezu 70 Jahren und ein 68jähriger Tscheche befanden, wurden wie eine Herde Vieh auf zwei offenen Lastwagen zusammengepfercht
Danzigs einzige Verbindung zum Reid) auss schwerste gefährdet.
Ke Zoppoter Kurgäste durch polnische Flak in steter Lebensgefahr.
Wie der „Danziger Dokposten" schreibt, hat die vlde Schießerei der Polen auf deutsche Flugzeuge tneut zu außerordentlich ernsten Bedrohungen der ätschen Derkehrsfliegerei geführt, die zur Zeit ne»en dem Seedienst Ostpreußen die einzige 3: rbinbung zum Reich darstellt. Viele * - rgäfte, die sich bis heute noch in Zoppot auf- fü ten, haben die Gelegenheit benutzt und sind ie: te nachmittag mit dem Seedien st schiss rc ch Swinemünde abgefahren, da sie (Icubten, daß ihre Sicherheit vor den polnischen Müssen nicht mehr gewährleistet ist. So herrschte feilte nachmittag ein unbeschreiblicher A n - irong zu dem zur Abfahrt bereiten Schiff des Verdienstes Ostpreußen.
Dos Schulschiff „Schleswig- Holstein" in Danzig.
klon der Bevölkerung stürmisch begrüßt.
Lanzig, 25. Aug. (DNB.) Freitag morgen lief •Her dem Jubel der Bevölkerung Danzigs das kculschiff der deutschen Kriegsmarine „Schleswig- Holstein" in den Danziger Hafen ein. Bis an den ,|o: enausgang waren Taufende dem Schiff ent» pesengegangen und begrüßten es mit begeisterten tel!-Rufen. Die Besatzung des Schiffes war an Sei und winkte der jubelnden Menge mit ihren ^.tzen zu. Die Bordkapelle schmetterte dazu ihre H.rsche. Das Schiff wurde von den beiden Hoch- 'echleppern „Albert Forster" und „Danzig" in in Hafen eingebracht. Auf der ganzen Strecke, die ■Iti Schiff zurücklegte, wehten an Flaggenmasten
Berlin, 24. Aug. (DEB.) Nach den von den amtlichen Berichterstattern abgegebenen vorläufigen Schätzungen sind im Deutschen Reich die diesjährigen Hektarerträge für Getreide fast genau o hoch wie die entsprechenden Schätzungen der vorjährigen einzigartigen Rekordernte und somit wesentlich höher als im Durchschnitt der Jahre 1932/37, obwohl in diesem Zeitraum bereits zwei Rekordernten zu verzeichnen waren. Bei Roggen, unserer wichtigsten Brotfrucht, übertrifft der Hektarertrag 1939 den Durchschnittsertrag 1932/37 um 1,7 Doppelzentner; auch der Hektarertrag für Winterweizen liegt mit 22,8 Doppelzentnern über dem Durchschnitt der Jahre 1932/37. Dabei ist noch zu berücksichtigen, daß Winterweizen mit am meisten unter der Auswinterung gelitten hat. Beim Sommergetreide liegen die Hektarerträge durchweg ganz erheblich höher als im Durchschnitt der letzten Jahre.
Unter Zugrundelegung der Ende Mai d. I. ermittelten vorläufigen Anbauflächen sind nach den Anfang August abgegebenen Vorschätzungen im Deutschen Reich 26,9 Millionen Tonnen Getreide zu erwarten. Dieser Mehrertrag ist um so höher zu bewerten, als auch d i e Hektolitergewichte nach den vorliegenden Berichten außerordentlich gut sind, sogar besser als diejenigen der vorjährigen Rekordernte. Trotz der Verzögerung des Erntebeginns und mancher örtlicher Schäden infolge der anfänglich ungünstigen Erntewitterung ist also auch in diesem Jahre mit einer mengen» und g ü t e m ä 6 ig außerordentlichen Ernte zu rechnen. Bei der Beurteilung der vorliegenden Schätzungsergebnisse ist zu berücksichtigen, daß diese noch nicht endgültig sind und sich noch auf verhältnismäßig wenig Druschproben ftühen. Nach den vorliegenden Berichten ist das Druscheraebnis jedoch besser, als man nach dem Stande auf dem Halm erwarten konnte. So kann damit gerechnet werden, daß — wie auch schon im letzten Jahre — die endgültigen Ermittlungen des Ernteausfalls erheblich über die ersten vorläufigen Schätzungen hinausgehen werden. Besonders gilt dies für die Gebiete, die, wie z. B. Nord Westdeutschland, stark unter der Trockenheit gelitten haben. In solchen Dürregebieten pflegt erfahrungsgemäß das endgültige Ernteergebnis stets höher zu liegen als ursprünglich angenommen worden war. Aber selbst bei der jetzigen Ernteschätzung würden die zur Verfügung stehenden Getreidemengen völlig aus- reichen, um für das kommende Getreidejahr den Gesamtbedarf an Getreide trotz um etwa 10 v. H. gestiegener Schweinebestände restlos zu befriedigen. Die sehr großen Bestände der nationalen R e - ferne von rund 8,6 Millionen Tonnen zu Beginn der Ernte (Stichtag 31. 7. 1939) brauchen also keineswegs angegriffen zu werden; es kann vielmehr im Gegenteil damit gerechnet werden, daß auch im laufenden Erntejahr die nationale Reserve weiter erheblich vergrößert werden kann.
Auch Fleisch- und Fellbedarf sichergefielll.
Diese Lage auf unserem Getreidemarkt wird auch zur Sicherung des Fleisch- und Fettbedarfes beitragen, da die Reserven unter Umständen zur Verstärkung der Schweinehaltung herangezvgen werden können. Dabei kann festgestellt werden, daß die Zahl der Schweine schon jetzt erheblich gestiegen ist. Wir werden im Dezem-
und aus der Stadt herausgefahren. Auf je etnem Wagen vor und hinter dem Gefangenentransport hockten die Aufständischen mit schußbereiten Gewehren und Pistolen.
Etwa 5 km hinter Bielitz mußte die Wagenkolonne halten, da der vorderste Wagen auf der verschlammten Straße ins Schleudern und auf den Ackerrand geraten war. Mehrere der Gefangenen, die anscheinend befürchteten, das Los der meisten Verschleppten teilen zu müssen, benutzten diese Situation, um vom Wagen zu springen und in Richtung auf ein nahes Wäldchen zu entfliehen, eine Verzweiflungstat, die sich blutig rächte. Die Polen gaben auf die Fliehenden und auf die noch auf den Wagen befindlichen Gefangenen mehrere Gewehrfalven ab, und im gleichen Augenblick wälzten sich etwa 15 der Unglücklichen in ihrem Blute. Acht Gefangene, darunter ein Tscheche, waren sofort tot, sieben andere Männer wurden schwer verletzt, davon zwei Volksdeutsche lebensgefährlich.
Daß die Passagiere gerettet wurden, ist nur der unerhörten Geistesgegenwart Flugkapitän Rutschows zu danken, der in dem Augenblick, als der feige polnische Ueberfall erfolgte, die Maschine rücksichtslos in die Höhe riß, wobei er gleichzeitig eine Steilkurve nach rechts ausführte und so in Sekundenschnelle das Flugzeug nicht nur aus seiner kursmäßigen Höhe her- ausholte, sondern es auch auf See hinaus abdrehte. Eine vierte Salve der polnischen Batterien explodierte mit rasendem Krachen jetzt nur wenige fünf-
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. 21. VII. 1939: 8855. Druck und Verlag: Brühlsche Universitats- bruderei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Mo- natsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzel. Verkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf. mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.


