Nr. 22 (Elftes Blatt
189. Jahrgang
Donnerstag, 2b. Januar 1939
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Herzliche Trinkspriiche
Santiago de Chile. 26. Ian. (DJIB.) Rach den aus der Hauptstadt Chiles vorliegenden Meldungen find die Mittel- und Südzone des Landes nach Mitternacht von starken Erdbeben heim- gefucht worden. Der Hauptherd des Bebens lag bei den Städten Talcahuano, Concepcion, Angol und Talca. Zahlreiche Gebäude find e i n g e st ü r z t. Unter den Ruinen konnte eine ganze Anzahl G e - tötetcr geborgen werden. Die Städte Lhillan und Concepcion find besonders schwer betroffen worden. Allein in Concepcion wurden, offiziellen Angaben zufolge, 1 0 0 0 Menschen getötet und eine große Anzahl verletzt. Die Hälfte der Stabt soll zerstört sein. Rach Berichten von Jliegern, die Lhillan überflogen haben, ist diese Stadt sogar vollkommen vernichtet worden. Die Zahl der Opfer ist noch unbekannt, jedoch wird sie auf mehrere tausend geschäht. Das Erdbeben ist als das größte Unglück anzusehen, das je über Chile hereingebrochen ist. Rur ganz allmählich wer
den genauere Zahlen bekannt. Die Städte Lhillan und San Laclos sind dem Erdboden gleich- gemacht. In Lhillan muß mit 5 —10000 T o - t e n gerechnet werden. Präsident A g u i r r e ist mit dem Innenminister in Begleitung von 30 Militärärzten nach dem Unglückszentrum abgefahren. Aus Valparaiso ist ein Kreuzer mit Verbandsstoffen und Lebensrnitteln in See gegangen. 50 Aerzte sind nach Concepcion, San Larlos und Lhillan abgeflogen. Ueber die Unglückszone wurde der Ausnahmezustand verhängt. Lastwagenkolonnen sind mit Lebensrnitteln unterwegs. In der Hauptstadt werden Verhandlungen stattfinden über eine Sonbet- hilfsanleihe im Betrage von 500 Millionen Pesos. "In Lhillan ist, wie jetzt bekannt wird, bei dem Beben auch ein Theater eiugestürzt, in dem sich 300 Personen befanden. Sie wurden alte bis auf fünf verschüttet. Um die Verbreitung von Epidemien zu verhindern, wurden die Toten sofort begraben.
beiden Nationen gestatten wird, ihre Lebenskräfte auf schöpferische Arbeit zu konzentrieren, deren sowohl sie selber wie auch die ganze europäische Gemeinschaft bedürfen, sowie einen festen Anhaltspunkt für künftige Geschlechter geben und schon heute den jungen Generationen die Möglichkeit bieten, daß sie im Geiste eines freundschaftlichen Verständnisses für das Nachbarvolk aufwachsen. Die gesunden Grundsätze, von denen sich die Politik unserer beiden Regierungen gegenseitig leiten ließ, werden es gestatten, immer alle auftauchenden Fragen im Geiste der gegenseitigen Achtung und des' Verständnisses für die berechtigten Interessen beider Länder zu prüfen. In diesem Sinne erhebe ich mein Glas auf das Wohl der deutschen Nation und zu Ehren Ihres Führers Adolf Hitler!"
worden. Der Führer werde am 30. Januar mit unbändigem Stolz auf die sechs Jahre zurückblicken können, die seit dem Machtantritt vergangen sind. Künftige Geschlechter werden diese sechs Jahre als ein einmaliges historisches Wunder in der Geschichte betrachten. So könnten sich dann auch die Reichsdeutschen draußen mit Stolz und Freude zu ihrem deutschen Vaterland bekennen, dessen Pioniere sie
v. Ribbentrop aus: Unser Zusammentreffen an diesem Tage legt Zeugnis dafür ab, daß die historische Friedenstat der beiden großen Führer unserer Völker ihre Probe bestanden hat. Das damals abgeschlossene Abkommen hat in all den Wir-
sind. Den Deutschen in Polen käme das Abkommen vom 26. Januar 1934 zwischen Deutschland und Polen zustatten, mit dem unter die Feindschaft der beiden Nationen ein Schlußstrich gesetzt worden ist. Die Deutschen im Auslande könnten stolz auf das Reich sein, das der Führer in den sechs Jahren aus tiefer Ohnmacht zu einem mächtigen Großdeutschen Reich erhoben hat.
ren und Spannungen der Regierung fünf Jahre seinen Dienst erwiesen. Es ist auch nach dem Ableben des Schöpfers des neuen polnischen Staates, vor allem in den bewegten Ereignissen des letzten Jahres, das zuverlässige Fundament der deutsch-polnischen Beziehungen gewesen, und hat so nicht nur dem Wohle unserer beiden Völker, sondern auch dem allgemeinen Interesse an der Aufrechterhaltung des europäischen Friedens gedient.
Diese glücklichen Erfahrungen weisen der Politik unserer beiden Länder auch für die Zukunft den Weg. Nach dem festen Willen des Führers des deutschen Volkes jft es ein Wesentliches der deutschen Außenpolitik, daß sich die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Polen auf der Grundlage unseres Abkommens fortschreitend festigen und vertiefen. Der zweite politische Blick und die staatsmännischen Grundsätze, die auf beiden Seiten die bedeutsame Entscheidung des Jahres 1934 bestimmt haben, schließen diese Gewähr in sich, daß im gleichen Gei st e auch alle in der künftigen Entwicklung auftauchenden Fragen zwischen unseren Ländern eine Lösung finden werden, die der Achtung und dem Verständnis für die beiderseitigen berechtigten Interessen Rechnung trägt. So können Polen und Deutschland im vollen Vertrauen auf die sichere Grundlage ihrer gegenseitigen Beziehungen ihrer Zukunft entgegensehen. In diesem Sinne erbebe ich mein Glas auf das Wohl der polnischen Nation und zu Ehren ihres Staatspräsidenten, Seiner Exzellenz Jgnacy Mofzicki.
Markt geschehen. In dieser Hinsicht wurden bei den Besprechungen in Belje konkrete Abmachungen getroffen, die größere jugoslawische Staatsbestellungen in italienischen Fabriken für Rüftungszwecke, die Elektrifizierung jugoslawischer Staatsbahnen und den Bau von Autostraßen vorsehen. Diese Staatsbestellungen sollen durch Erhöhung der jugoslawischen Ausfuhr von Erzeugnissen der Landwirtschaft und der H o l z i n d u st r i e bezahlt werden.
Bei den Besprechungen in Belje war auch Deutschland ein unsichtbarer Teilnehmer. Denn die Politik, die durch die Besprechungen von Belje eingeleitet werden soll, die Politik des Friedens und der Ordnung im Südosten, ist auch die Politik Deutschlands, das die ersten Grundlagen für eine konstruktive und erfolgreiche Zusammen-
Warschau, 25. Jan. (Europapreß.) Reichsaußenminister von Ribbentrop ist am Mittwoch um 16.45 Uhr zu seinem Staatsbesuch in Warschau eingetroffen. Zur Begrüßung hatten sich von polnischer Seite Außenminister Beck mit seiner Gemahlin, der Chef des Protokolls, Lubienfki, der Kabinettschef im Außenministerium, Graf Michael Lubienfki, der Departementsdirektor im Außenministerium, Graf Potocki, sowie höhere Beamte des Außenministeriums eingefunden. Ferner waren der deutsche Geschäftsträger mit den Mitgliedern der deutschen Botschaft, der italienische Botschafter und der ungarische Gesandte erschienen. Der Bahnsteig war von Riefenscheinwerfern taghell erleucht und prangte in reichem Flag- genschmuck. Abwechselnd sah man die Hakenkreuz- slagge und die polnische Fahne die ganze Bahnhofshalle entlang. Den Hintergrund bildete ein großes Transparent mit einem Hakenkreuz. Eine Ehrenkompanie hatte auf dem Bahnhof Aufstellung genommen, die Kapelle stimmte die polnische Nationalhymne an, als Außenminister Beck kurz vor Ankunft des Zuges erschien. Pünktlich um 16.45 Uhr fuhr der Zug mit dem deutschen Gast in die Halle ein. Die deutsche Nationalhymne erklang, und Außenminister Beck schritt dem Reichsaußenminister entgegen. Die Gattin des polnischen Außenministers überreichte der Gemahlin des Reichsaußenministers einen Strguß roter Nelken. Nach der Begrüßung schritt der Reichsaußenminister in Begleitung des polnischen Außenministers die Front der Ehrenkompanie ab. Reichsaußenminister von Ribbentrop begab sich dann in das Palais Blanc, wo er während seines Warschauer Aufenthalts Wohnung nehmen wird.
Um 18 Uhr wurde er im WarfchauerDeut- fchen Klub von den versammelten Deutschen herzlich begrüßt. Der stellvertretende Landesgruppenleiter der NSDAP., Pg. Dr. E. Krümmer, geleitete den Gast in den festlich geschmückten Saal, an dessen Stirnseite über der Büste des Führers die Aufschrift: „Wir grüßen unseren Reichsaußenminister" zu lesen war. Der Ortsgruppenleiter Pg. Dr. I a l o w i e tz k i meldete die angetretenen Amtswalter der Landes- und Ortsgruppen, worauf Reichsaußenminister von Ribbentrop in einer Ansprache darauf hinwies, daß er als ehemaliger Auslandsdeutscher genau wisse, wie es den Reichsdeutschen im Auslande ums Herz ist, und wie er sich freut, wenn Besuch aus dem Reich zu ihm kommt. Früher seien die Reichsdeutschen im Auslande in Konfessionen und Parteien gespalten gewesen, heute, seit der Errichtung des Dritten Reiches, fei es auch unter den Reichsdeutschen im Auslande anders ge-
Das -euisch-polnifche Einvernehmen.
Ribbentrops Besuch in Warschau. — Das Abkommen von 1934 auch heute die Grundlage der gegenseitigen Beziehungen.
v. M. Belgrad, 25. Januar 1939.
Der viertägige Besuch des italienischen Außenministers Graf Eiano in Belgrad hat die Frage der italienisch-jugoslawischen Beziehungen wieder in den Vordergrund der internationalen Aufmerksamkeit gerückt, aber auch gleichzeitig Gelegenheit zu verschiedenen Kombinationen gegeben. Diese Kombinationen wurden begünstigt durch den Umstand, daß Graf Eiano die ersten drei Tage seines Aufenthaltes in Jugoslawien zusammen mit dem jugoslawischen Ministerpräsidenten und Außenminister Dr. Stojadinowitsch auf der Jagd am jugoslawischen Staatsgut Belje verbrachte, wo sie sich der Neugier der Oeffentlichkeit fast völlig entziehen konnten. Das amtliche Kommunique, das nach Abschluß des Besuches der Oeffentlichkeit bekanntgegeben wurde, war in feiner knappen Form auch nicht geeignet, die Neugierde der internationalen Oeffentlichkeit zu befriedigen.
Bei der Beurteilung der Ergebnisse des Besuches des italienischen Außenministers in Jugoslawien muß man sich vergegenwärtigen, daß die Beziehungen zwischen Jugoslawien und Italien durch den Belgrader Vertrag vom Jahre 1937 völlig stabilisiert worden sind und die italienisch- jugoslawische Freundschaft in den letzten zwei Jahren allen Prüfungen standgehalten hat. Es ist selbstverständlich, daß die leitenden Außenpolitiker von zwei Staaten, die so eng Zusammenarbeiten, wie Italien und Jugoslawien, öfter das Bedürfnis haben, zusammenzukommen, um internationale Fragen zu besprechen. Dieser Fall ist bei Italien und Jugoslawien noch verständlicher, wenn man weiß, daß den ■ italienischen Außenminister Gras Eiano und den jugoslawischen Ministerpräsidenten und Außenminister Dr. Stojadinowitsch enge persönliche Freundschaft verbindet.
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Stabilisierung des Südasiens
Oer italienische Ministerbesuch in Jugoslawien.
Eigener Bericht des Gießener Anzeigers.
polen als Großmacht.
Von Hans Schadewaldt.
Aus Anlaß des Besuches, den Reichsaußen« minifter von Ribbentrop in Warschau am 5. Jahrestage der Unterzeichnung des deutsch- polnischen Freundschaftsvertrgges abstatten wird, veröffentlichen wir den nachfolgenden Beitrag.
Polen vollzieht feinen politischen Aufbau nach der Staatsideologie seines großen Marschalls Pil- s u d s k i. Dos politische Testament Pilsudskis wird von der heutigen Staatsführung Polens treu gewahrt und hat auf außenpolitischem Gebiet in Oberst Beck einen Vollstrecker, der trotz aller Einwände seiner einst sehr zahlreichen, mit der Greifbarkeit feiner Erfolge aber immer stärker zusammenschrump, fenben Gegner seinen Weg zur Sicherung der Stel« lung Polens im europäischen Mächtesystem macht. Es ist unbestreitbar Oberst Becks Verdienst, daß Polen in geschickter uttd weitsichtiger Ausnutzung der europäischen Konjunkturen bisher alle Krisen überstanden und Polens Ansehen als junge Großmacht planmäßig erhöht hat. Die Verselbständigung der polnischen Außenpolitik war schon Marschall Pilsudski gelungen, als er unter Verzicht auf die französische Militärmission Polens Absetzung von der Bevormundung durch Frankreich durchführte und jene Distanzierung Polens von seinem Bündnis mit Frankreich in die Wege leitete, die Oberst Beck die volle Bewegungsfrei« heit Polens im europäischen Mächtekonzert gewinnen ließ. Gegen die ideologisch und realpolitisch durch ihren jüngst verstorbenen Führer Roman D m o w s k i gegen das Deutsche Reich und die Deutschen überhaupt eingestellte Nationaldemokratie vertrat Marschall Pilsudski immer die Linie einer Verständigung mit Deutschland, um Polen dadurch den Rücken für die Erfüllung seiner osteuropäischen Bollwerkaufgabe frei zu halten. Die polnische Politik ist seit dem denkwürdigen deutschpolnischen Freundschaftsvertrag vom 26. Januar 1934 im Geiste des großen polnischen Staatsschöpfers weitergeführt worden, wenn sie auch auf innerpolitischem Gebiet noch nicht die Klärung der Machtverhältnisse erreicht hat, die eine auf weite Sicht eingestellte Staatssübrung zur Verwirklichung ihrer Ziele im ganzen Volke braucht.
Die politischen Wahlen zu den Parlamenten hatten kein klares Bild der innerpolitischen Stärkeverhältnisse erbracht, weil die Opposition durch ihren Wahlboykott dem der Regierung nahestehenden
arbeit zwischen den Staaten des Südostens und Deutschlands bzw. der Achse Berlin—Rom gelegt hat. Ausweisungen aus demTeschenerSebiet
P r a g , 25. Jan. (Europapreß.) Am Mittwoch kam es im Teschener Gebiet, wie der „Ceske Slovo" meldet, zu neuen Massenausweisungen, von denen diesmal auch die dortige bodenständige Bevölkerung — auch wenn sie polnische Schulen besucht hatte — betroffen wurde. Die Frist zum Verlassen des Landes, die bisher zumeist 24 Stunden betrug, soll nach Aussagen der Ausgewiesenen a u f fünf Stunden, in einzelnen Fällen sogar a u f eine Stunde herabgesetzt worden fein. Die Mährisch-Ostrauer Behörden haben für die Ausgewiesenen 16 Asyle errichtet, in denen bisher 3000 Personen untergebracht wurden. Von polnischer Seite werden die letzten Ausweisungen mit einem neuen Grenz Zwischenfall in der Nähe von Michalkovice begründet. Die tschecho-slowakischen Polizeibehörden behaupten allerdings, es fei deshalb zu dem Grenzzwischenfall gekommen, weil polnische Terroristen die Grenze überschritten und ein Haus beschossen hätten.
Erdbebenkatastrophe in Chile.
Mehrere Städte dem Erdboden gleickgemocht. — Man rechnet mit Tausenden von Todesopfern. — Auch ein Theater eingestürzt.
Im amtlichen Kommunique über die Besprechungen in Belje wird hervorgehoben, daß der italienisch-jugoslawische Vertrag vom Jahre 1937 eines der Grundelemente der Politik beider Länder sei, ober daß die beiden Staatsmänner darüber hinaus die Lage in Europa geprüft haben und entschlossen sind, ihre Zusammenarbeit im Dienste der Konsolidierung des Friedens und der Ordnung in Südosteuropa im Einvernehmen mit allen interessierten Ländern zu vertiefen und fortzusetzen. Diese Mitarbeit soll von italienischer Seite im konstruktiven Geist, der die Achse Rom — Berlin charakterisiert, geführt werden. Diese amtliche Mitteilung läßt erkennen, daß die Besprechungen in Belje auf einer viel breiteren Grundlage geführt worden sind und nicht nur auf die engeren Beziehungen zwischen Italien und Jugoslawien beschränkt waren. Uebrigens wird auch im amtlichen Kommunique fsfigefteUt, daß diese engere politische Zusammenarbeit zwischen Italien und Jugoslawien so ausgezeichnet funktioniere, daß Besprechungen, die sich nur auf italienisch-jugoslawische politische Beziehungen beschränkt hätten, gar nicht notwendig gdwesen wären.
Obwohl Ungarn im amtlichen Kommunique nicht erwähnt, sondern nur von Nachbarländern Jugoslawiens gesprochen wurde, ist man überzeugt, daß einer der Hauptgegenstände der politischen Besprechungen in Belje die Frage der ungarisch-jugoslawischen Beziehungen war. Schon seit längerer Zeit besteht in Ungarn, wie auch in Jugoslawien, das Bestreben, die gegenseitigen Beziehungen auf eine freundschaftlichere untf dauerndere Grundlage zu stellen. Die Ereignisse in Mitteleuropa in den letzten Monaten hatten in dieser Hinsicht eine Verzögerung hervorgerufen. Wie man meint, wird jetzt die Entwicklung der Beziehungen zwischen Ungarn und Jugoslawien einen rascheren Verlauf nehmen, so daß schon sehr bald mit einem Besuch des ungarischen Außenministers in Belgrad gerechnet werden könnte, der eine Bekundung der neuen ungarisch - jugoslawischen Freundschaft dar- stellen würde. Die Freundschaft zwischen Ungarn und Jugoslawien soll der Beginn einer neuen Politik fein, die den gesamten Südosten umfassen soll. Die politische Zusammenarbeit zwischen Italien und Jugoslawien soll zuerst auf Jugoslawien und Ungarn und dann auf Ungarn und alle feine Nachbarn ausgedehnt werden. Auf diese Weise soll im ganzen südöstlichen Raum eine Stabilisierung der politischen Verhältnisse im Sinne der Politik der Achse Berlin —Rom erreicht werden. Die Anbahnung einer solchen politischen Zusammenarbeit würde unter allen Staaten des Südostens die notwendige Sicherheit für einen größeren wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung erzeugen.
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Das amtliche Kommunique über den Besuch des Grafen Eiano in Jugoslawien spricht auch von der Entschlossenheit beider Länder, deren Wirtschaften sich ergänzen, alle Möglichkeiten auszunützen diese wirtschaftlichen Beziehungen zu verstärken. Der Handelsaustausch zwischen Italien und Jugoslawien war in den letzten Jahren nicht befriedigend. Schwierigkeiten ergaben sich aus dem ungünstigen Funktionieren des Zahlungsverkehrs. Das Clearing zwischen Italien und Jugoslawien wies bisher stets einen hohen passiven Saldo für Italien auf. Die Frage der Erhöhung des Handelsverkehrs hängt daher von der Möglichkeit des Abbaues der Clearingfpitze ab. Bei den heute gegebenen Verhältnissen kann dies nur durch ft ä r f e r e n B e z u g italienischerWaren durch den jugoslawischen
Der polnische Außenminister und Frau gaben In feiner Erwiderung führte Reichsaußenminister zu Ehren des Reichsaußenministers und Frau von ' '
Ribbentrop ein Essen, bei dem Außenminister Beck folgendes ausführte: Ihr Besuch in Warschau fällt auf den Vorabend des 5. Jahrestages der freundschaftlichen zwischen uns am 26. Januar 1934 unterzeichneten Friedens- erflärung. Es ist das einer der kürzesten und einfachsten internationalen Verträge, der damals abgefchloffn wurde. Nichtsdestoweniger waren dieje wenigen Zeilen der Ausdruck des Mutes, der Voraussicht und des Willens des Reichskanzlers Adolf fntler und des Marschalls Joseph Pilsudski, eines Willens von historischer Bedeutung und historischem Maße. Weder die Alltagssorgen, noch die größten Spannungen der europäischen Politik konnten die Grundsätze erschüttern, die auf Wunsch der hohen Führer unserer Nationen in so einfache Formeln gefaßt wurden, und die Tatsache, daß wir, Herr Reichsminister, heute nach 5 Jahren mit auf denselben Grundlagen verhandeln, können uns sicher viele Regierungen der Welt beneiden. Ich hoffe, daß die aus der großen Entscheidung im Jabre 1934 sich ergebende Richtung es unseren


