Ausgabe 
25.9.1939
 
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der West-Beskiden in östlicher Richtung vor- gchen. Ihre Ausgabe war, die dort befindlichen pol­nischen Kräfte zu stellen, um sie dann mit den von Süd nnch Nord aus dem slowakischen Raum ein­brechenden Verbänden zu umfassen und ihnen, wenn möglich, den Rückweg nach Osten zu verlegen. Zur Sicherung der linken Flanke des Generals von Reichenau sollte die Armee des Gene­rals B l a s k o w i tz aus dem Raum östlich von Breslau ebenfalls in allgemeiner Rich­tung auf Warschau gestaffelt vorgehen, um so den zu erwartenden Flanken st der pol- nstchen Heeresgruppe aus dem Raum Posen a u f - zusangen und abzuwehren.

Der Auftrag der Heeresgruppe Nord war, mit der Armee des Generals der Artillerie von Kluge in kürzester Frist die Verbindung mit Ostpreußen herzustellen, den Weichsel­übergang zwischen Bromberg und Graudenz zu erzwingen und mit einer aus Ostpreußen gegen Graudenz angesetzten Gruppe dann in allgemein östlicher Richtung die Vereinigung mit dem Nordflügel oer Heeresgruppe Süd zu suchen. Die zweite Armee des Generaloberst von Bock unter dem Befehl des Generals der Artillerie von Küchler hatte den Austrab, aus Ostpreu­ßen über den Narew und Bug östlich der Weichsel die Verbindung mit der Armee des Generals von Reichenau herzustellen bzw. Warschau von Osten abzuriegeln. Im Zuge der weiteren Operationen sollte versucht wer­den, polnische Streitkräfte, denen unter Umständen der Rückzug über die Weichsel doch gelingen würde, durch eine erweiterte große Umfassung hinter San und Bug abzufangen.

Alle aus dieser Anlage sich ergebenden Ope­rationen wurden von der Führungher- vorragend gemeistert und von der Truppe glänzend gelöst. Das erste große Operationsziel, möglichst starke Teile des feindlichen Heeres westlich der Deichsel zur Schlacht zu stellen und zu vernichten, ist in einem geschichtlich einmaligen Ausmaß gelun­gen. 3n einer zusammenhängenden Schlachten­folge gelang es, das Schicksal des polnischen Heeres und damit dar des ganzen Feldzuges praktisch bereits nach 8 Tagen zu entscheiden. Der Vernichtung der polnischen Ar­mee im Korridor folgte schon wenige Tage später die Einkesselung der vor der Armee Reichenau zurückweichenden polnischen Truppen im Raume von Radom. Vorgeworfene Kräfte der Armee von Reichenau vrrl.egten alsdann vor den Toren Warschaus den polnischen Armeen in Posen und im Korridor den Rückzug hinter die Weichsel. Gegen diesen starken Feind schwenkte in der Folgezeit die Armee Blaskowitz und die Masse der Armee von Reichenau ein.

Die in fortgesetzten Angriffen mehr und mehr zu­sammengetriebenen polnischen Divisionen versuchten durch verzweifelte Gegenstöße an ver­schiedenen Stellen, den Ring, der sie umschloß, zu sprengen. So wie sich vorher die Angriffskraft der deutschen Divisionen auf das höchste bewährt hatte, so bewährte sich nun nicht minder ihre Stand­festigkeit.

Das Ergebnis dieser Schlachtenfolge war d l e fast restlose Vernichtung der west­lich der Weichsel angesehten pol­nischen Armeen. Die Gefangenen­zahl, die sich aus dem in der großen Opera­tion zusammenhängenden drei Kapitulationen ergab, beträgt über 3 0 0 0 0 0. Die Ge­fangenenzahl im gesamten aber hat bisher 450000 überschritten. Die Zahl der erbeuteten Geschütze beträgt schon jetzt rund 1200; das sonstige Kriegsmaterial läßt sich noch nicht annähernd übersehen. Die Schnellig­keit dieser Operationen und die Gröhe des Ge­samterfolges stehen in der Kriegsgeschichte einzigartig da.

An diesen gewaltigen Erfolgen waren Trup­pen aller deutschen Stämme, Formatio­nen junger aktiver und solche älterer Jahrgänge in gleicher Weise beteiligt. Die deut­sche Infanterie hat ihren unvergäng­lichen Ruhm erneuert. Ihre Leistungen im Marschieren, im Ertragen aller Strapazen waren nicht geringer als ihre Leistungen im Kampf. Ihr Angriffsmut wurde ergänzt durch eine unerschütter­liche zähe Standhaftigkeit, die jede denkbare Krise überwanden. Ihr Angriffsschwung wurde unterstützt durch die Schwesterwaffen. Die leichte und die schwere Artillerie haben mitgeholfen, die großen Erfolge zu ermöglichen. Dank ihrem Ein­greifen und dem der Pioniere, die befestigten Grenzstellungen der Polen in kürzester Frist zu zer­schlagen, zu stürmen oder zu überrennen oder den Gegner dann in unaufhaltsamer Verfolgung zu ver­nichten. In großartigem Zusammenwirken haben dabei die Panzer- ,und Motorverbände, Kavallerie, Panzerabwehr und Aufklä- r u n g s v e r b ä n d e, die in sie gesetzten Hoffnun­gen erfüllt. Mit ihnen kämpften Schulter an Schul­ter die dem Heer unterstellten Formationen der

- Verfügungstruppe.

Vach den Befehlen des Generalfeldmarschalls Göring (Chef des Generalstabes General­major Jeschonnek) wurden zwei starke Cuff Hof f en unter den Generalen der Flie­ger Kesselring und C ö h r gebUbef und zur Führung des Cuftkrieges gegen Polen ein­gesetzt. Diese beiden Luftflotten haben die pol­nische Fliegertruppe restlos zer­schlagen, den Luftraum in Kürze beherrscht. In engster Zusammenarbeit mit dem Heer haben in ununterbrochenem Einsetzen der Schlacht- und Sturzkampfflieger Bunkerstellungen, Batterien, Trup­penansammlungen, Marschbewegungen, Ausladungen usw. angegriffen. Durch ihre Todesverachtung haben sie dem Heere unendlich viel Blut erspart und zum Gesamterfolg in höchstem Maße beigetragen. Die Flakartillerie nahm den deutschen Luftraum unter ihren Schutz und wirkte besonders im Anfang des Feldzuges mit an der Vernichtung der polnischen Fliegertruppe. Im ganzen find rund 800 Flugzeuge vernichtet oder vom Heere erbeutet, ein letzter Rest außer Landes geflüchtet und interniert.

Zur See haben Teile der deutschen Seestreitkräfte unter dem Befehl des Gene­raladmirals Albrecht feit Beginn der Feindselig­keiten die Danziger Bucht ab geriegelt und da­mit jeden Seeverkehr von und nach den polnischen Seehäfen unterbunden. Mit Ausnahme eines U-Bootes find alle am 1. September noch in der Ostsee befindlichen polnischen Seestreitkräfte ver­nichtet ober in neutralen Häfen interniert worden. Auch hieran hat die Luftwaffe einen ruhm­vollen Anteil.

Die hervorragenden Leistungen auf dem Gebiet der Nachrichtenverbindungen der rück-

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tag abend hatte er Gelegenheit, das zu tun. Herr 1% Knickerbocker hat die ihm gesetzte Frist nur deshalb JL i

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Knickerbocker jemals zusammenzulügen hoffen durste. Schließlich erweiterte der Deutsche Rundfunk dieses wahrhaft großzügige Angebot auf 10 v.H. der gesamten 500 Mil­lionen, was er umso leichler konnte, als er diese Gelder, von denen Mr. Knickerbocker behauptet, daß er dafür die dokumentarischen Unterlagen besitze, überhaupt nicht exi­stieren. Der Termin des in alle Welt ge­meldeten Angebots tief am Samstag­abend ab, ohne daß Mr. Knicker­bocker selbstverständlich die Doku­mente, die er angeblich besitzt, veröffent­licht hätte, obwohl sie bare 50 Millionen für ihn wert waren. Ja, er versuchte nicht einmal mehr eine faule Ausrede.

Wer Herrn Knickerbocker kennt, weiß, daß er sich diese Gelegenheit, ein Riesenvermögen zu erwerben, nie hätte entgehen lassen, wenn er auch nur eine Spur von Unterlagen für seine Verleumdungen be­sessen hätte. Er hat sich inzwischen vorsorglicherweise in der Hoffnung, sich einer Bloßstellung vor der ganzen Oeffentlichkeit zu entziehen, von England nach Amerika eingeschifft, und der Lon­doner Rundfunk weiß in dieser für die englische Lügenjournalistik außerordentlichen blamablen An­gelegenheit nichts anderes zu erwidern, als daß er am Samstag eine neue Lüge erfindet, nämlich, die an Herrn Knickerbocker gerichtete Aufforderung sei zeitlich so begrenzt gewesen, daß die gesetzte Frist schon vor ihrer Bekanntgabe abgelaufen sei.

nicht eingehalten, weil selbstverständlich kein ein« 3 i g e 5 der von i h m erlogenen Doku, mente überhaupt existiert. Es lag ihm

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Amerikanischer Hehjonrnalist entlarvt

Das schmähliche Ende einer infamen Verleumdung.

Auf diese dummdreiste Fälschung kann nur er. widert werden, daß Herr Knickerbocker seine Der. leumdung am vergangenen Mittwoch ausgestellt hat; am Donnerstag bereits wurde er aufgeforbe die Unterlagen dafür beizubringen, und bis Sams.

etwas derartiges habe es feit der römischen Verfallszeit nicht mehr gegeben, wo es Sitte gewesen sei, führenden Staatsmännern eine Kolonie zu übertragen, die sie dann auf eigene Rech­nung ausplündern durften.

In diesem Augenblick erkannte die deutsche Ab­wehr, daß es mit der einfachen Aufforderung an Herrn Knickerbocker, nur im Dienste der Wahrheit besagte Dokumente öffentlich vorzuzeigen, die er zu besitzen vorgab, nicht getan war. In der Ueber- zeugung, daß sein dickes Fell, wenn überhaupt, dann nur durch einen Anruf seiner materiellen Interessen verwundbar wäre, appellierte der deutsche Rundfunk wiederum durch den fremdsprachigen Nachrichtendienst an Herrn Knickerbocker am Frei­tagabend erneut persönlich.

hierbei wurde nach gründllcher Darstellung des Sachverhaltes Herrn Knickerbocker das An­gebot gemacht, er solle die Dokumente von den Einzahlungen veröffentlichen oder wenigstens die Banken angeben, auf die führende Nationalsozialisten angeblich Devisenbeträge eingezahlt hätten oder dort ver­anlaßt hätten einzuzahlen; es werden ihm von jedem so nachgewiesenen ausländi­schen Konto 10 vom hundert in bar ausgezahlt. Mister Knickerbocker wurde darauf aufmerksam gemacht, daß, nachdem er ein einziges ihm angeblich bekanntes Aus-

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Berlin, 24. Sept. (DNB.) Die englische Hetz­propaganda läßt kein Mittel unversucht, Lügen und Verleumdungen über Deutschland, seine Ziele und führenden Männer in die Welt zu setzen. Sie hat mit diesen Methoden im Weltkrieg die öffentliche Meinung in vielen Staaten und Völkern vergiftet und damit dem Reich ungeheuren Schaden zuge- fügt. Auch jetzt ist sie wieder am Werk, um em Gleiches mit denselben Methoden zu versuchen. Eines der beliebtesten Mittel der englischen Lügen­propaganda, Verwirrung zu stiften, ist das der politischen Verleumdung. Es ist der deut­schen Abwehr in diesen Tagen gelungen, wiederum einen eklatanten Fall dieser politischen Verleumdung zu entlarven und chren Urheber öffentlich bloßzu- stellen.

Am Mittwoch, dem 20. September, veröffent­lichte basJournal American- in Reu- york ein JVS.-Telegramm des berüchtigten amerikanischen hehjournalisten Knicker­bocker, in welchem die Behauptung aufge­stellt wurde, daß sechs führende Ratio- nalsozialisten insgesamt 35 Mil­lionen Dollar auf eigene Rechnung im Ausland deponiert hätten. Ls gibt an, sie hätten im Existenzkampf des deutschen Volkes diese Gelder ins Ausland ver­schob e n, um sich gegebenenfalls z u d i e s e n fetten Rotgroschen zurückziehen zu können. Der saubere Mister Knickerbocker gab an, daß einer von ihnen allein in Buenos Aires 4 635 000 Dollar hinterlegt hätte. Er, Knickerbocker, besitze dafür die dokumenta­rischen Unterlagen.

Arn Donnerstagabend beginnend, rief daraufhin der deutsche Rundfunk in seinen fremd­sprachigen Sendungen, insbesondere nach England und Amerika Herrn Knickerbocker persönlich an und forderte i h n öffentlich auf, bis zum Samstagabend imJournal American" oder einer maßgebenden englischen Zeitung genaue An­gaben darüber zu machen, wann, wer, wo, auf welche Bank welche Gelder für diese Zwecke einge­zahlt habe, oder doch wenigstens nur die Banken anzugeben, auf denen fick diese angeblichen Depots befinden sollen. Diese Aufforderung wurde durch unmittelbaren Anruf des ehrenwerten Herrn Knickerbocker verschiedentlich wiederholt. Die infame Lüge dieses Hetzjournalisten ging inzwischen durch die ganze amerikanische Presse; sie wurde selbstver­ständlich mit Wohlbehagen und gut gespielter Ent­rüstung von englischen und französischen Zeitungen übernommen und trieb dann ihr Unwesen sogar in der neutralen Presse. Mittlerweile wurde auch be­kannt, daß sie eigentlich im englischen Lü­genministerium erfunden und Herrn Knickerbocker zugespielt worden war.

Wenige Stunden, nachdem die Lüge von den 35 Millionen Dollar verschobener Gelder führender Nationalsozialisten auf diese Weise lanciert worden war, wuchs diese Summe zuerst aus 100 und zum Schluß sogar auf etwa 500 Millionen Mark an. Der LondonerDaily Telegraph" und die andere maßgebende englische Tagespresse setzte sich mit die­ser erfundenen halben Milliarde im Ton moralischer Entrüstung auseinander und erklärte pathetisch,

und der englischen Lügenpropaganda auch gar nicht daran, sich weiter mit dieser Angelegenheit über­haupt zu befassen; denn man glaubte in London, daß die von dort in die Welt gesetzten Lügen nun von ganz allein weiterlaufen und sich entsprechend auswirken würden. Man hatte offenbar nicht damit gerechnet, daß die. nationalsozialistische Abwehr |d prompt reagieren und auf ein so überzeugendes Mittel verfallen würde, um Herrn Knickerbocker zu zwingen, einzugestehen, daß es sich bei feinen De. Häuptlingen um glatte Erfindung und be. wußte böswillige Verleumdung handelt

Am Sonntagmittag nahm Re i ch s m i n i st e r D r. Goebbels vor einem großen kreis von in Berlin tätigen Auslands)ournall- ften Gelegenheit, diese infame Verleumdung der englisch-amerikanischen Lügenpropaganda gebüh­rend an den Pranger zu stellen. Dr. Goebbels führte dabei aus, es handele sich hier um eine Angelegenheit, durch die das Ansehen des Welt- journatismus auf das schwerste betroffen würde. Er selbst aber fühle sich auch heute noch so sehr als Journalist, daß er sich eine ganz bestimmte und hohe Auffassung von der Ehre des Jour­nalismus immer bewahrt habe. Dazu gehöre vor altem, daß der Journatismus wahr­heitsgemäß berichte und bewußte Lügen und Verleumdungen weit von sich weise. Er be­tonte, das Schimpflichste, was man einem füh­renden Politiker vorwerfen könne, fei Bestech­lichkeit; eine durch nichts zu überbietende Gemeinheit aber sielte es dar, polittfchen Per­sönlichkeiten zu unterstellen, daß sie während eines Krieges Geld ins Ausland verschöben, um sich für alle Fälle zu sichern. Dr. Goebbels bezeichnete in diesem Zusammenhang den ame­rikanischen Journalisten Knickerbocker als einen internationalen Lügner und Fälscher. Lr überlieh das Urteil über ihn und seine verleumderische Tätigkeit den anwesen­den Auslandsjournalisten und erklärte, er gebe ihn der Verachtung des gesamten Weltjournalis­mus preis.

Wiederum ist damit eine gemeine Lüge und nie­derträchtige Verleumdung der Londoner Kriegs» Hetzer entlarvt. Herr Knickerbocker und feine Hinter» männer im englischen Lügenministerium find, schnel­ler als sie gedacht haben, demaskiert worden. Wir unterbreiten diesen Vorgang ohne Kommentar der Kenntnis des deutschen Volkes und der Welt­öffentlichkeit und geben der Hoffnung Ausdruck, daß damit diejournalistische Laufbahn" des H°rm Knickerbocker e in für allemal beendet ist.

märtigen Dienste, insbesondere die Wiederherstellung von Straßen, Brücken und Eisenbahnen, bei der sich auch der Arbeitsdienst besonders bewährte, haben der Führung ihre Aufgabe außerordentlich erleich­tert. Die seit Jahren in stiller Pflichterfüllung ar­beitende Grenzwacht besetzte die rückwärtigen Armeegebiete und machte es der Führung möglich, alle Truppen des Feldheeres an der Front einzu­setzen. So haben in vorbildlichem Zusam­menwirken alle Waffen zum Gesamt- erfolg bei getragen. Er war nur dadurch möglich, daß das West Heer und starke Teile der Luftwaffe zuversichtlich und entschlossen bereit­standen, jeder noch so großen feindlichen Ueberlegen- heit zu trotzen, und daß die Kriegsmarine die Sicherheit des deutschen Nordseeraumes und der deutschen Küsten gewährleistete.

Der polnische Soldat hat sich vielfach tapfer ge- fchlagen; an der Unzulänglichkeit feiner Führung und feiner Organisation ist er zerbrochen. Dank der vorzüglichen Führung, dem hohen Ausbildungsstand und der modernen Bewaffnung der deutschen Wehr­macht find ihre Erfolge mit eigenen Verlusten verbunden, die im Vergleich zu den gewaltigen des Gegners als ungewöhnlich gering bezeichnet werden müssen. Ihre genauen Zahlen werden in wenigen Tagen bekanntgegeben werden. Material und Bewaffnung der neuen Wehrmacht haben den höchsten Anforderungen entsprochen. Der Munitions- und Betriebsstoffverbrauch dieses Feldzuges betrug nur einen Bruchteil einer monatlichen Erzeugung. Das deutsche Volk kann wieder mit Stolz auf seine Wehrmacht blicken. Sie aber sieht mit sieghaftem Vertrauen ihren weiteren Aufgaben ent­gegen.

Oer stärkere Giegeswille brachte die Entscheidung.

Eine Schweizer Pressestimme zur polnischen Niederlage.

Bern, 23. Sept. (DNB.) Zur Beendigung des Feldzugs in Polen schreibt der militärische Mit­arbeiter derNeuen Züricher Zeitung":

Wir haben den in der Kriegsgeschichte wohl einzig dastehenden Fall erlebt, daß ein Millionenheer innerhalb von drei Wochen in einer Reihe von örtlich getrennten Schlachten vernichtend geschlagen wurde. Wir wollen versuchen, den Ursachen nach- zuforschen. Aus zahlreichen Berichten erfahren wir, daß der polnische Soldat sich als tapfer er­weist und daß er besonders in der Verteidigung mit Zähigkeit standhält. Woran lag es nun, daß sie trotzdem so rasch besiegt wurden? Die Be­waffnung für diesen Krieg war nicht genügend. Es fehlte an Panzerwagen und Panzerabwehr­kanonen, und die Abwehr der feindlichen Flieger aus der Luft und von der Erde versagte. Die zahl­reich vorhandene Kavallerie konnte nicht viel aus­richten. Es zeigte sich deutlich, daß diese Waffe im modernen Krieg keine Kampfaufgaben lösen kann. Nach meiner Üeberzeugung liegt aber die Haupt­ursache der Niederlage im Versagen der oberen Führung.

Die Armee wurde in etwa sechs s a st gleich­

große Teile aufgelöst, und diese weit aus­einander gegen Ostpreußen, Pommern, Posen, Schlesien, Galizien und Rußland gesandt. Nirgends wurde ein Schwergewicht gebildet, und die R e - fernen waren nicht st a r k genug, um mit Erfolg einzugreifen. So wurden verschiedene Hee­resgruppen einzeln eingekreist. Alle pol­nischen Heeresgrupppen wurden schon in ihrem Aufmarsch überrannt und vom ersten Tage an in die Verteidigung gedrängt. Es gelang der Führung nirgends, sich in einer Ver­teidigungsstellung festzusetzen und genügend Re­serven auszuscheiden, um die Flanken zu schützen. Wir vermissen in dem ganzen Feldzug auf pol­nischer Seite einen einheitlichen Plan und ein zweckmäßiges Zusammenwirken der verschiedenen Gruppen. Die polnische Armee besteht seit dem Jahre 1920. Die Zeit von 19 Jahren hat offenbar

nicht genügt , um eine genügende Anzahl von fähigen höheren Führern yeranzubilden und eine Zusammenarbeit in größeren Verbänden sicherzu­stellen.

Wir müssen annehmen, daß die deutsche H e e- r e 5 l i t u n g über die 'Form der polnischen Füh­rung genau unterrichtet war und ihren < Plan darauf aufbaute. Die Westmächte haben sich ' über diese Imponderabilien" getäuscht und auf die Tüchtigkeit" der polnischen Führung vertraut. Wir 1 hören nichts davon, daß sie durch Entsendung von Generalstabsoffizieren beratend mitwirkten. Alle Mängel der polnischen Armee hätten aber doch nicht zu einer so raschen und so vollständigen Nie­derlage geführt, wenn nicht die deutsche Führung und die deutschen Truppen mit höchster Tat­kraft gehandelt hätten. Wie immer im Kriege !' entschied der stärkere Siegeswi 1 le.

Die Politik Italiens entspricht seinen nationalen Interessen".

Mussolini zur politischen Lage.

Rom, 23. September. (DNB.) Beim Empfang politischer Leiter von Bologna hat Mussolini seit Monaten zum erstenmal in einer Rede zur Lage Stellung genommen.Wir treffen uns hier", so erklärte der Duce im wesentlichen,in einer stür­mischen Zeit, die nicht nur die europäische Karte, sondern vielleicht die der Kontinente aufs Spiel fetzt. Es ist nichts natürlicher, als daß diese ge­waltigen Ereignisse und ihre Rückwirkungen auf Italien auch bei uns eine ft arte innere A n - t e i ln a h m e ausgelöst haben".

Von den von freimaurerischer und jüdischer Seite verbreiteten verlogenen Gerüchten ausgehend, führte der Duce aus, das italienische Volk wisse, daß man den Steuermann, besonders wenn er auf stürmischer Fahrt ist. nicht st ö r e n, noch jeden Augenblick von ihm Nachrichten über den Kurs verlangen dürfe.Wenn ich einmal wieder auf dem Balkon erscheine", rief Mussolini,und das ganze italienische Volk zusammenrufen werde, um meine Stimme zu hören, wird das nicht geschehen, um ihm ein Bild der Lage zu entwerfen, sondern um ihm wie seinerzeit am 2. Oktober 1935 oder am 9. Mai 1936 Entscheidungen, und zwar Entschei­dungen von geschichtlicher Tragweite anzukündigen. Vorläufig ist das nicht der Fall. Unsere Politik ist in der Erklärung vom 1. Sep­tember festgelegt morden, und es besteht fein Grund sie abzuändern. Sie entspricht unseren nationalen Interessen, unseren nationalen Vereinbarungen und Pakten und dem Wunsche aller Völker, einschließlich des deutschen Volkes, den Konflikt zum mim heften zu lokalisieren.

Uebrigens befindet sich Europa nach der Liquidierung Polens noch nicht tatsäch­lich im Kriege. Die Massen der Heere sind - noch nicht aufeinandergeprallt. Man kann den Zusammenstoß vermeiden, wenn

man sich darüber Rechenschaft gibt, daß es eine sinnlose Illusion ist, Positionen aufrechtzuerhalten oder noch schlimmer wiederaufrichten zu wollen, die die Ge­schichte und die Dynamik der Völker verurteilt haben. Die Regierungen von Paris und London haben gewiß mit der flugeu Ueberlegung, den Konflikt nicht ausdehnen zu wollen, bisher gegenüber der russischenvollen­deten Tatsache" nicht reagiert. Daraus ergibt sich aber, daß sie die moralische Rechtfertigung für die Rückgängigmachung der vollendeten deutschen Tatsache in Frage gestellt haben.

In einer Lage, die wie die derzeitige voller Uir* bekannten ist, hat sich bei den Massen des italieni­schen Volkes spontan die Losung verbreitet: sich militärisch vorbereiten, um jeder Möglichkeit ent­gegentreten zu können, jeden möglichen Friedens verfuch unterstützen und wachsam und schweigsam arbeiten. Das muß so sein und ist der Stil des Faschismus".

Italien arbeitet für denFrieden"

Begeistertes Echo der Rede Mussolinis.

Rom, 24. Sept. (Europapreß.) Die Rede, die Mussolini vor den Vertretern der faschistischen Par­tei Bolognas gehalten hat, findet in der römischen Presse begeisterte Zustimmung. In kristallklaren und stahlharten Worten, so schreibtGiornale d'Jtalia", habe der Duce die Parole für das ita* lienifdje Volk ausgegeben. Wenn Italien die drei Aufgaben löse, die in der Ansprache aufgezeigt worden seien, so erfülle es dadurch seine über­ragende Rolle in Europa. Es verteidige die höchsten europäischen Gesamtinteressen und schütze zugleich seine nationalen Lebens

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