SJl.-tfpOTt
Von.
etwa
Wirffchast
Aus -er engeren Heimat
gergaues Kurhessen. 21.15: Abendkonzert. (Jndu
149,50 weiterhin voll behauptet, außerdem Metall- strie-Schallplatten und Eigenaufnahmen.) 22: Nachgesellschaft mit 114 (113,75), DDM. mit 173, Daim- richten. 22.20: Deutscher Studententag 1939 in ler mit 131,75 und Schuckert mit 179,50 sowie Würzburg. Berichte vom Sportfest urrd vom Früh« Reichsbank mit 178^0. Sonst stellten sich u. a, * tingsfest. 22.30 bis 24: Tanz und Unterhaltung.
^Hexenschuss
Hauptversammlung -er Hessischen Historischen Kommission in Gießen
Professor Dr. Götze gab interessante Auskünfte über das Wachstum und den Reichtum des Sud- heMchen Wörterbuches, des großen Denkmals unserer heimischen Mundart. Der Sekretär regte die Herausgabe einer neuen Reihe von „Quellen zur Geschichte des Bauerntums" an, für die wirtschafts- und bevölkerungsgeschichtliches Material reichlich vorhanden, rechtsg^schichtliches oder in den „Weis- tümern" bereits gesammelt ist; die Durchführung dieser zeitgemäßen und interessanten Arbeit verlangt freilich Mittel, die noch zu beschaffen sind.
In der weiteren Aussprache regte D. Dr. Cornelius Freiherr von Heyl (Worms) eine engere Zusammenarbeit mit den Geschichtsvereinen an und gedachte des 350. Jahrestages der Pfalzverwüstung.
ner waren zu unv. 116 und Buderus 0,25 v. H. niedriger mit 98,25 sowie Rheinasthl 0,25 v. H. höher mit 131,25 gefragt. JG.-Farben blieben mit
buch ist zur Zeit Rheinhessen in Arbeit, in____
zwei Jahren wird der Band Oberhessen begonnen werden können.
befreit rasch Togal. Prompt« Echmerzstillung, dadurch to* sche Wiederherstellung deo
Im schönen Sitzungssaal des Stadthauses trafen sich gestern die in der Historischen Kommission zu- fammengesaßten Geschichtsforscher unserer Heimat zu ihrer alljährlichen Beratung.
Regierungsrat Dr. Zeh (Darmstadt) hieß in Vertretung des Vorsitze»ä>en, Ministerialrats Ringshausen, die Teilnehmer willkommen, dankte der Stadt Gießen für ihre Gastfreundschaft und betonte die Bedeutung der geschichtlichen Tradition im völkischen Staate.
Der Sekretär der Kommission, Studienrat Dr. Glöckner (Gießen), berichtete über die Fortschritte in den Arbeiten während des vergangenen Jahres und legte das Programm für das neue Jahr vor: Die Geschichte der Erzkanzler des Reiches, deren Hauptstadt Mainz zu unserer Heimat gehört, wird gefördert in den großen Mainzer Werken, Urkundenbuch, Regesten und Domkapitelprotokollen, wobei Professor Dr. Mayer (Marburg) wichtige Ergebnisse aus dem bald in Druck gehenden zweiten Bande des Urkundenbuches ankündigte. Das gesamte hessische Schrifttum soll die Hessische Bibliographie übersichtlich zusammenfassen, und auch das Werk der Hessischen Biographien, von dem drei Bände und reichliches Material für weiteren Druck vorliegen, soll fortgeführt werden.
Arbeitsfähigkeit. Hervorragend bewährt und glänzend begub, achtelt Keine unangenehmen Nebenwirkungen! Machen Sia n^^eut^inen^ersu^ni^ogal^i^aaek^lpoth^M^2^
Rhein-Mainifche Börse.
Mittagsbörse uneinheillich.
Frankfurt a.M., 24. Mai. Das Börsenge- chäft stockte nahezu vollkommen. Die bevorstehenden Pfingstfeiertage machen sich stark bemerkbar. Aufträge lagen wiederum nur vereinzelt vor, so daß die Kursentwicklung größtenteils vom Zufall ab- hina.
Am Aktienmarkt war die Haltung weiterhin etwas uneinheitlich, im allgemeinen traten nur geringe Abweichungen ein. Vorwiegend etwas angeboten und niedriger waren Montanwerte, von denen Verein. Stahl auf 101,50 (102), Mannesmann auf 105,75 (106,13), Rheinstahl auf 131,40 (132,25), Klöckner auf 116 (116,75) und Hoesch auf 108,75 (109) nachließen. Ebenso bröckelten Elektropapiere meist etwas ab, AEG. 113,50 (113,75), Licht & Kraft 128,50 (128,75), Gesfürel 131 (131,75), Lahmeyer 110,50 (111,50). Von Zellstoffaktien gaben Feldmühle nach Pause 1,50 v. H. nach auf 107, auch Aschaffenburger nur knapp gehalten mit 103,75 (104). Verhältnismäßig fest lagen von Bauwerten Berger Tiefbau mit 140 (138,50); ferner kamen Goldschmidt mit 130 (129,50) und Bernd erg mit 135,25 (135) etwas frerndlicher zur Notiz. JG.- F^rben stellten sich bei kleinstem Umsatz auf unv.
Am Rentenmarkt richtete sich das Interesse wieder auf die Entwickluna der Steuergutscheine. Serie II. zunächst weiter befestigt auf 98,60 (98,40), später jedo etwa 98,45. Don Bank zu Bank wurden Serie I. mit 104 bis 103,75 (104,20) gehandelt. Kommunal-Umschuldung voll behauptet mit 93,65. Von amtlichen Papieren Reichsaltbesitz kaum verändert mit 132,15 (132,13). Reichsbahn-VA. 0,13 v. H. ermäßigt auf 121,90. Industrie-Obligationen weiter uneinheitlich, es überwogen kleine Rückgänge; 5 v. H. Hoesch erstmals unter pari rntt 99,75 (100,25). Stadtanleihen und Pfandbriefe waren ast ohne Geschäft.
Abendbörse still.
Das Abendbörsengeschäst war klein bei im allgemeinen wenig veränderten Kursen. Stellenweise trat jedoch erneut mäßiges Angebot auf, mangels entsprechender Aufnahmeneigung kam es vielfach zu keinen Abschlüssen. Am Montanmartt nannte man Mannesmann mit 105,50 Brief (105,75), Bereinigte Stahl gingen mit 101,40 (101,50) um, Klöck-
den, denen der Verein sympathisch gegenüberstehe. Der Rechner Ehr. Volz erstattete anschließend die Rechnungsablage. Die Kasse wurde für mustergültig geführt erklärt. Auf Vorschlag des 2. Vereinsführers wurde der seitherige Vereinsführer einstimmig wiedergewählt. Unter „Verschiedenes" brachte Schrift« wart O. D i e r u f f die Reisesparkasse in Erinnerung, der auch sofort 15 Turner beitraten. Im Ge« denken an den 21. Mai 1923 gab Dietwart Schön anschließend eine eindrucksvolle Schilderung der Erstürmung des Annaberges, die mit großem Beifall aufgenommen wurde.
Fußball-Länberkarnpf
Deutschland-Irland 1:1.
Der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ist es in Bremen nicht gÄungen, die schwere, vor drei Jahren in Dublin erlittene 2:5-Niederlage gegen Irland wettzumachen. Vor 35 000 Zuschauern endete der dritte Länderkampf zwischen beiden Na-
I Bei der Einzelberatung der Haushaltspläne wurden von den Ratsherren keine Einwendungen zu den Ansätzen erhoben. Der Bürgermeister erließ daraufhin die Haushaltssatzung in der oben angegebenen Höhe und stellte diese fest, ebenso die vorgeschlagenen Steuerhebesätze.
Don Interesse war dabei noch die Mitteilung, daß die neue städtische Zugmaschine sich sehr gut bewähre, und daß die Umstellung der Müllabfuhr mit einem modernen staubsicheren Müllwagen mit Zugbetrieb vorgesehen ist. Die erforderlichen Mülleimer werden zum Selb kostenpreis abgegeben.
Landkreis Gießen.
< Klein-Linden, 24. Mai. Der hiesige 65 Jahre alte Landwirt Philipp Langsdorf wurde dieser Tage von seinem Pferd heftig gegen die linke Brustseite getreten, so daß der bedauernswerte Mann eine schwere Brust- und Rippenquetschung erlitt. Der Verunglückte mußte sofort in die Gießener Chirurgische Klinik ausgenommen werden. Er liegt in bedenklichem Zustande darnieder.
Z fi i cf), 19. Mai. Eine schon Jahrzehnte alte Tradition der Sängeroereinigung „ C ä c i l i a ", am zweiten Pfingftfeiertagmorgen die Bevölkerung durch Choroorträge an verschiedenen Plätzen der Stadt zu erfreuen, eine Sitte, die bisher nur durch die Kriegsjahre und die Hundertjahrfeier im vorigen Jahr unterbrochen wurde, schien in diesem Jahr durch die an Pfingsten geplante Sängerfahrt nach Altena und Nachrodt- Obstfeld (Westfalen) „ins Wasser" zu fallen. So entschloß man sich kurzerhand, das Singen auf den Himmelfahrtstag vorzulegen. Der stattliche Chor fand sich morgens unter Leitung von Chorleiter Jlge am Städtischen Krankenhaus ein. Nach dem Vortrag dreier Volkslieder, die von den Kranken dankbar ausgenommen wurden, trug die Sängervereinigung in den einzelnen Stadtteilen ihre Lieder vor und beendete mit einem Beisammensein.
Kreis Dehlar.
* Krofdorf, 24. Mai. Der in einem Gießener Bergwerk beschäftigte hiesige 48 Jahre alte Bergmann Carl Würtz geriet bei seiner Arbeit unter stürzende Gesteins- und Erdmassen und erlitt dabei eine erhebliche Brustquetschung. Der bedauernswerte Mann muhte in die Chirurgische Klinik gebracht werden.
Der Haushaltsplan
der Stadt Alsfeld für 1939.
△ Alsfeld, 25. Mai. In der gestrigen Ratsherrnsitzung standen der Haushaltsplan der Stadt Alsfeld für 19 3 9 einschl. des Hospitalfonds, sowie der Wirtschaftsplan für das Wasserwerk und der Haushaltsplan für den städtischen Schlachthof zur Beratung. Der Haushaltsplan der Stadt schließt im ordentlichen Teil mit 470 LT3 Mark in Einnahme und Ausgabe ausgeglichen ab; im außerordentlichen Teil sind keine Vorsehungen enthalten. Die Hebesätze für die gemeindlichen Steuern sind in derselben Höhe wie im vergangenen Jahre in Ansatz gebracht. Sie betragen hinsichtlich der Grundsteuer für die land- und forstwirtschaft- kichen Betriebe 162 v. H., für die Grundstücke 102 v. H.; für die Gewerbesteuer nach dem Gewerbeertrag und dem Gewerbe kapital 273 v. H.; für die Bürgersteuer 500 v. H. der Reichsfätze; für die Zweigstellensteuer 355 v. H.
Der Voranschlag des Hospitalfonds bewegt sich mit 3245,89 Mark in Einnahme und Ausgabe. Der Wirtschaftsplan des städtischen Wasserwerks für das Wirtschaftsjahr 1939 weist in Einnahme und Ausgabe den Betrag von 52 693 Mark auf, wovon ein Betrag von 18 000 Mark zur Abführung an die allgemeine Verwaltung vorgesehen ist. Der Haushaltsplan des städtischen Schlachthofes ergibt für den Betrieb in Einnahme und Ausgabe die Summe von 26 735,36 Mark. Für die Abteilung Vermögen ist eine Rücklage von 1850 Mark vorgesehen, die allerdings nicht ausreichend ist.
Zu Beginn der Beratung gab Bürgermeister Dr. Dölsing einen Ueberblick über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der Stadt. Daraus war zu entnehmen, daß die günstige wirtschaftliche Auf- wärtsentwicklung, die durch den Bau der Reichs- autobahn in den letzten drei Jahren verursacht worden war, weiter in der Stadt Alsfeld andauert. Der Haushaltsplan 1939 steht unter der Einwirkung des neuen Finanzausgleichs und insbesondere unter Auswirkung des innerhessischen Lastenausgleichs zwischen dem Land Hessen und seinen Gemeinden und Gemeindeverbänden, wobei sich teilweise sehr erhebliche Verschiebungen in den Ausgaben, namentlich bei den Kreisumlagen, ergeben. Trotzdem fei es möglich gewesen, den Voranschlag auszugleichen.
MAN. auf 140,50 (140), Gesfürel auf 132 (131,50), Vemberg auf 135,50 (135,25), Westdt. Kaufhof auf 104,75 (—0,13) und AG. für Verkehr auf unv. 119,75. Don Renten blieben Reichsaltbesitz und Reichsbahn-DA. zu den Mittagskursen von 132,15 bzw. 121,90, ferner im Freiverkehr NF.-Steuergut- scheine II. zu 98,65 und Kommunal-Umschuldung zu 93,70 gefragt. 5 v. H. Gelsenkirchen Berg gingen mit unv. 99,25 und 6 v. H. JG.-Farben 0,13 v. H. leichter mit 123,75 um.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 24. Mai. Alle Preise blieben gegen den Montagsmarkt unverändert. — Tendenz: ruhig.
Frankfurter Schtachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 25. Mai. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1349 Rinder (darunter 236 Ochsen, 262 Bullen, 585 Kühe, 266 Färsen), 550 Kälber, 20 Hämmel, 30 Schafe, 1040 Schweine. Es kosteten: Ochsen 37,5 bis 46,5 Mk., Bullen 35,5 bis 44,5, Kühe 18 bis 44,5, Färsen 36,5 bis 45,5, Kälber 35 bis 65, Hämmel 40 bis 50, Schafe 30 bis 42, Schweine 49,5 bis 58,5 Mk. — Marktverkauf: Kälber, Rinder und Schweine zugeteilt? Hämmel und Schafe mittel.
Rundfunkprogramm
Freitag, 26.Mai.
5 Uhr: Frühmufik. 5.50: Bauer merk auf! 6: Morgenlied, Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Mutter turnt und spielt mit dem Kind: „Schäfchen auf der Weide". 8.40: Bäderkonzert. Es spielt die Kurkapelle Ueberlingen. 9.30: Nachrichten. 10: Schulfunk. Brückenbau. Ein Hörbild von stozler Arbeit. 11.40: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert I. Es spielt das kleine Orchester des Reichssenders Saarbrücken. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.10: Da lacht das Herz! (Jn- dustrie-Schallplatten und Eigenaufnahmen.) 16: Zwei Stunden im Rhytmus der Freude. 17 bis 17.10: Mein Weg zur Bühne: Paul Hartmann. 18: Zwischen Enkel und Ahn. 18.15: Sport der Woche und für den Sonntag. 18.30: „Alte und neue Welt". Hörfolge um Charles Sealsfield. 19: Dreh' dich, Rädchen! Ausführung: Das Frauenterzett des Reichssenderrs Frankfurt. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. (Industrie-Schall- üatten und Eigenaufnahmen.) 20: Nachrichten. 20.15: Fest konzert zur Hundertjahrfeier des Sän-
rung der Arbeitskräfte und der Rohstoffe, der sozialen Forderungen usw. ergeben. In diesem Zusammenhangs erinnerte er an den durch Dr. Ley ausgesprochenen Vergleich des Betriebes mit einer Kompanie, wobei der Betriebsobmann als Mutter der Kompanie anzusprechen ist und in der alle Mann zusammenstehen in einem höheren Auftrage. Wie vorn Offizier das Vorbild gefordert werde so habe auch der Betriebsführer durch Mut, Entschlaf- senheit und Charakterstärke seinen Betrieb in Ordnung zu halten.
♦♦ Beförderungen beim Hauptzoll, amt. Die Zollinspektoren Gustav Ulrich und Rudolf K a u s beim Hauptzollamt Gießen wurden mit Wirkung vom 1. April 1939 zu Oberzollinspek- toren ernannt
** D i e Geldinstitute unserer Stadt geben heute bekannt, daß ihre sämtlichen Geschäftsräume am Dienstag, 30. Mai (Pfingstdienstag) geschlossen sind.
** Der Verein der Aquarien-- und Terrorienfreunbe Gießen unternahm am Sonntag eine Fahrt nach Frankfurt a. M., um dort den Zoologischen Garten zu besuchen. Das besondere Interesse galt dabei dem Aquarium, das die Gießener Aquarien- und Terrarienfreunde in einer Sonderführung kennenlernen konnten und dadurch einen besonders tiefen Einblick gewannen. Sie erhielten umfassenden Aufschluß über das Leben der einzelnen Tiere, über Zucht und Fütterung usw. Auch die technischen Einrichtungen des Aquariums, die der ständigen Wasserzuführung, der Beheizung usw. dienen, wurden besichtigt. Mit reichen Eindrücken verließen die Besucher das älteste deutsche Aquarium. Sodann wurde auch der übrige Teil des Tiergartens besichtigt. Im Laufe des Nachmittags wurde noch einem zoologischen Fachgeschäft ein Besuch ab- geftattet.
Schwurgericht Gießen.
Das Schwurgericht Gieß^» begann am gestrigen Mittwoch seine SitzungsperMle. Gestern hatte sich die Erna Tröster aus Gießen wegen Kindestötung zu verantworten. Sie hatte in der Nacht vom 30./31. Oktober 1938 die von ihr geborenen Zwillingskinder gleich nach der Geburt vorsätzlich getötet. Obwohl sie wußte, daß die Entbindung vevorstand, hatte sie keinerlei Vorsorge getroffen. Nach der Geburt hat sie sich vollständig untätig
3m Juli Reichswetttämpfe -er SA. in Berlin.
Die Reichswettkämpfe der SA. finden vom 21. bis 23. Juli im Olympiastadion in Berlin statt. Der Drgantfationsftab, der von SA.-Brigadeführer Lehmann, Oberste SA.-Führung München, geführt wird, hat seine Vorbereitungsarbeiten in Berlin bereits begonnen. Bereits vom 5. bis 9.Juli finden in Frankfurt am Main die Reichswettkämpfe im Fechten und im modernen Fünfkampf statt. Dom 27. bis 29. Juli werden die Schießmeisterschaften in Zella-Mehlis ausgetragen, während die Marine-SA. vom. 4. bis 6. August ihre Reichswettkämpfe in Kiel durchführt. Den Auftakt zu den Reichswettkämpfen der SA., die eine umfassende Leistungsschau für die gesamte SA. bar« stellen, bilden die Gruppenwettkämpfe, die von 25 Gruppen von Ende Juni bis Anfang Juli durchgeführt werden. Die SA. wird in ihren Reichswettkämpfen 1939 die Einsatzbereitschaft der in ihr erfaßten deutschen wehrfähigen Männer beweisen.
32. Gießener Ruderregatta.
Die 32. Gießener Ruderregatta am 1. und 2. Juli auf der Lahn bringt am ersten Tag dreizehn, am zweiten Tag sechzehn Rennen. Es bieten sich Mannschaften aller Ausbildungsgrade Startmöglichkeiten. Für erstklassige Mannschaften sind der unbeschränkte Einer, der Doppelzweier, zwei Vierer m. St. und zwei große Achter vorbchalten. Alle übrigen Rennen sind ab gestuft. Man rechnet bei dem günstigen Termin mit einer starken Beteiligung, wie man sie in Gießen immer verzeichnen konnte.
Vorentscheidung um die Gebiets- meisterschast im Handball.
Bann 88 — Bann 116 (Tv. Münzenberg) 9:8 (6:3).
Nachdem der Bannmeister im Handball des Bannes 88. Tv. Garbenheim, den Sieger des Bannes 166, Tv. Eddersheim, überlegen von den Spielen ausfchalten konnte, empfing er am vergangenen Sonntag die Mannschaft des Tv. Münzenberg als Meister des Bannes 116 auf eigenem Platze. Durch einen knappen aber auch ebenso glücklichen Sieg über die Münzenberger Jugend wurde Garbenheim Gruppenbester und nimmt nunmehr an den Endspielen auf dem Gebietssportfest teil. Münzenberg hielt sich ausgezeichnet. Wohl gab die erste Halb zett der Platzmannschaft etwas rnchr vom, Spiel, aber dann drehten die Gäste mächttg auf und gewannen die zweite Spielhälfte 5:3.
Schorn Zweiter in Kopenhagen.
Der deuffche Amateur • Fliegermeister Jean Schorn beteiligte sich zusammen mit dem berliner Gerhard Purann an den Kopenhagener Radrennen. Während Purann, ebenso wie der Holländer Derksen, im Fliegerkampf unplaziert endete, konnte Schorn hinter dem Dänen Brask Andersen den zweiten.Platz belegen.
Z8. Jahreshauptversammlung des Turnvereins 1860 Lich.
Der Turnverein 1860 Lich hielt bei August His- gen seine 78. Jahreshauptversammlung ab. Nach der Begrüßung erstattete Vereinsführer K. Volz den Bericht über die Tätigkeit des Vereins im vergangenen Jahr und die derzeittge finanzielle Lage des Vereins. Dberturrrroart H. Volz führte in seinem Bericht auf, daß wohl der Turnbetrieb im abgelau- enen Jahr besser geworden sei, bei weitem aber noch nicht zufriedenstellend sei. Ferner gab er davon Kenntnis, daß auch in unserer Stadt Bestrebungen im Gange seien, eine große Sportgemeinde zu grün-
verhalten. Sie hat ihre Kinder unter der Bettdecke liegen lassen. Außerdem hat sie planmäßig verhindert, daß die Zeugin R. (eine Zimmergenossin) von ihrer Schwangerschaft und Geburt Kenntnis erlangte. Infolge der Untätigkeit der Angeklagten starben die Kinder den Erstickungstod. Ihren Zustand wußte sie fast bis zu ihrer Niederkunft zu verbergen.
Die Angeklagte behauptete auf Vorhalt, daß sie die Niederkunft erst 3 bis 4 Wochen später erwartete und aus diesem Grund keinerlei Vorbereitungen getroffen habe. In der Voruntersuchung legte die Angeklagte ein Geständnis ab, das sie jetzt widerrief. Sie bestritt die Absicht der Tötung. Nach der Geburt fei sie infolge Schwäche einge- schlafen und habe nicht für die Kinder sorgen können. Die Angeklagte hat am nächsten Morgen die Kindesleichen in den Kohlenkeller verbracht, wo sie nach einigen Tagen entdeckt wurden.
Der Sachverständige hat festgestellt, daß die Kinder gelebt haben, daß aber Spuren von gewaltsamer Tötung, nicht vorhanden waren. Er hält die Angeklagte für voll verantwortlich. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft führte aus, es sei Pflicht der Angeklagten gewesen, fremde Httfe in Anspruch zu nehmen. Nach der Geburt habe sie jede mütterliche Fürsorge außer Acht gelassen. Die Angeklagte habe auch nicht die geringste Reue gezeigt. Es könnten ihr mildernde Umstände nicht zugebilligt werben. Er beantragte eine Zuchthausstrafe von drei Jahren und sechs Monaten und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte für die Dauer von 5 Iahten.
Der Verteidiger vertrat die Ansicht, daß der Angeklagten der Vorsatz zur Tötung nicht nachgewiesen werden könne. Sie könne nur wegen fahrlässiger Tötung bestraft werden.
Das Gericht sprach die Angeklagte der Kindestötung nach § 217 StGB, schuldig und verurteilte sie zu einer Gefängnisstrafe von d rei Jal>ren und sechs Monaten, abzüglich sechs Monate der Untersuchungshaft. In der Urteilsbegründung wurde ausgeführt, daß es dem Gericht nicht leicht gewesen sei, mildernde Umstände zuzubilligen. Die Angeklagte sei nicht vorbestraft. Das Elternhaus habe allem Anschein nach nicht den nötigen Einfluß auf sie gehabt. Straferschwerend komme in Betracht, daß die Angeklagte mit Bedacht und sehr gleichgültig zu Werke gegangen sei. Deshalb sei das Gericht erheblich über die Mindeststrafe hinausgegangen.
Der anregenden Versammlung folgte ein gemeinsames Mittagessen, bei dem Oberbürgermeister Ritter packende Worte sprach über die kulturelle Aufgabe Gießens und die Förderung, welche die Stadt der geisttgen und künstlerischen Arbeit widmet. Professor Dr. Rauch, zugleich als Vertreter des Rektors der Universitä, gedachte der bedeutsamen Stellung Gießens, wo sich Kulturströme aus Prälat D. Dr. Diehl berichtete, daß demnächst I Nord und Süd, Ost und West begegnen, und der erste Band seiner „Schulmeisterbücher" mit der wünschte, daß alle Teilnehmer sich der lebendigen Geschichte der hessischen Schulen und ihrer Lehrtzr Verbundenheit ihrer Forschung mit der Gießener erscheinen kann. Don Hessischen Ortsnamen-!Universität immer bewußt bleiben möchten.
Konen in der Bremer Kampfbahn mit einem mageren 1:1 Unentschieden, nachdem ein wundervolles Tor Helmut Schöns vor der Pause eigentlich einen verheißungsvollen Auftakt bedeutet hatte. Nach dem Wechsel aber setzte sich das hohe Spiel der Iren, die außerordentlich zweckmäßig spielten, besser durch und Bradshaw sorgte für den Ausgleich.
Ein drittes Unentschieden Reichsauswahl — Protekloratself.
Zum vierten und letzten Spiele auf deutschem Boden trat die Protektoratself am Mittwoch in der Dortmunder Kampfbahn „Rote Erde" vor 22 000 Zuschauern gegen eine deutsche Auswahl an, die vorwiegend aus dem aufstrebenden Nachwuchs gebildet wurde. Erft in letzter Minute kamen die Gäste durch Verwandlung eines Foul-Elfmeters zum 2:2-Ausgleich, nachdem auch bis zur, Pause mit 1:1 beide Mannschaften gleichermaßen erfolgreich waren.
Ehrenpreis
für die besten Wehrmachtsreiter.
Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchiffch, hat für die erfolgreichsten Reiter der Wehrmacht im Renn- und Turniersport vier Ehrenpreise geftiftet, die für die besten Leistungen im Verlauf des Jahres 1939 vergeben werden. Im Turniersport fallen diese Preise dem erfolgreichsten Regiment überhaupt sowie dem erfolgreichsten Infanterie-Regiment zu; im Rennsport werden das erfolgreichste Regiment und der erfolgreichste Offizier ausgezeichnet.
Favoritensieg beim englischen Derby.
500 000 Zuschauer erlebten am Mittwoch wieder in Epsom das Englische Derby. Das ist eine Besucherzahl, wie sie bisher noch kein zweiter Rennplatz der Welt aufzuweisen hat. In Epsom ist sie jedoch beim Kampf um das Blaue Band geradezu eine Selbstverständlichkeit. Diesmal gab es einen ausgesprochenen Favoritensieg. „Blue Peter" unter Jockey E. Smith gewann das wertvollste Rennen Englands in überlegenem Stil mit vier Längen vor Fox Cub (G. Richards) und dem weitere drei Längen zurückliegenden Heliopolis (R. Perryman^


