ierste Wort. Das Programm der spanischen Staatspartei vom 4. August 1937 begründete einen autoritären Staat mit seinen nationalen Grundsätzen, die der syndikalistischen Struktur des Landes Rechnung tragen. Insofern ist der spanische Aufbau durchaus nicht mit italienischen oder anderen Matzstäben zu messen, sondern er trägt ein absolut bodenständiges Gepräge. In der Folgezeit hat die nationalspanische Regierung zahlreiche Reformen auf dem Gebiete der Erziehung eingeleltet, sie hat ferner dem Gesundheitswesen und der Wohnungsfrage ihre tätige Aufmerksamkeit zugewandt. Das nationale Hilfswerk, das eine Fürsorge der Gemeinschaft für die Notleidenden orgamfiert hat, ist ein Beweis des neuen Denkens. In dem durchaus individualistisch gerichteten Spanien der früheren Tage wäre eine solche sozialistische Tat md)t möglich gewesen. . ,
Die spanische Kultur verfügt nicht nur über ehrwürdige Zeugen in Bauten und Sammlungen, Kirchen und Palästen, sondern sie besitzt auch eme gewaltige Ausstrahlung bis auf den sudamerikani- schen Kontinent. Es ist kein Zweifel, daß die er- stärkte spanische Nation in naher Zukunft wieder engere Beziehungen zu den Völkern Südamerikas besitzen wird, deren Kolonialgeschichte mit der spanischen Vergangenheit in enger Verbindung steht Auch Deutschland unterhält zu den ibero-amenka- nischen Staaten seit einem Jahrhundert freundschaftliche kulturelle Beziehungen, die durch das neue Kulturabkommen mit Spanien noch vertieft werden dürften.
Der nationalspanische Kampf gegen Barcelona, Madrid und Valencia ist ein Kulturkampf allerersten Ranges gewesen. Nicht nur die Bolschewisten, auch das Judentum und die Volksfront aller Länder standen gegen die nationale Regierung mit Söldnern, Geld und Waffen im Felde, denn es handelte sich um den Angriff der Weltrevolution gegen die alte westeuropäische Kultur. Nach den schweren Niederlagen der kommunistischen Internationale sollte Spanien das Sprungbrett des Bürgerkrieges in Westeuropa sein. Alle niedrigen Instinkte, die Horden des Verbrechertums und die Geldgier jüdischer Waffenlieferanten tobten sich auf dem historischen Boden Spaniens aus. .
Spanien ist durch diesen Krieg in weiten Teilen seiner Provinzen verarmt. Die Goldbestände seiner Staatsbank sind von den roten Häuptlingen für Waffenkäufe' verschleudert oder ins Ausland verschoben worden. Als das nicht mehr genügte, haben die Machthaber zahlreiche Museen und Bibliotheken ausgeraubt und ins Ausland verschachert. Soweit die Altertümer nach Moskau gingen, wurden sie in der roten Presse als „geschenkt" bezeichnet. Besonders die Museen in Madrid, Toledo und Malaga wurden ausgeplündert, ebenso her Königliche Palast in Madrid, die an Kunstwerken reichste Residenz Europas. Aus den gestohlenen Vücherschätzen hat der rotspanische Kultusminister Hernandez eine Sammlung von 1500 wertvollen Werken zusammengestellt, die „den Völkern der Sowjetunion zum Geschenk" gemacht wurden. Unabsehbar sind die Verheerungen in Kirchen und Museen, wo vor allem die kostbaren Geräte, die Kreuze, Kelche, Monstranzen, aus Gold hergestellt und mit Edelsteinen geschmückt, schamlos geraubt und ins Ausland verschoben wurden.
Diese Vorgänge zeigen, daß Spanien mit allen Schätzen seiner großen Vergangenheit und allen Werten seiner ehrwürdigen Kultur in denselben Abgrund gestürzt wäre, wie das zaristische Rußland, wenn nicht in letzter Stunde die nationale Erhebung unter General Franco eine Wendung herbeigeführt hätte. Spanien will frei und unabhängig sein, unabhängig besonders von dem zersetzenden Geist des Marxismus und seiner Helfershelfer. Ein nationales Svanien wird stets der Freund derjenigen Mächte sein, die bereit sind, die europäische Kultur durch eine neue und bessere Ordnung zu schützen und weiter zu entwickeln.
Oer Freiwilligen-Oienst in England.
7200 000 aktive Teilnehmer und 600000 Mann Reserven.
London, 24. Jan. (Europapreß.) DieStamm- rol.l e zum Fre iw i lli g e n- Die n st, die am Dienstag in dem Handbuch für den Freiwilligen- Dienst herausgegeben wurde, sieht einen Zivilverteidigungsstand von 7 200 000 aktiven Teilnehmern unb eine Reserve von 600 000 Mann vor. Erfaßt werden sollen insgesamt zwischen sechs und sieben Millionen Menschen im Alter von 18 bis 64 Jahren, wovon rund drei Millionen über 45Jahre alt sein werden. Die Differenz zwischen der geplanten Soll-Stärke und den vorgesehenen Rekrutierungen dürfte sich daraus ergeben, daß ein Teil der in Frage kommenden Freiwilligen bereits in dieser oder jener Form den Organisationen beigetreten ist.
Fast die Hälfte der männlichen Bevölkerung Englands steht aus der Liste der Berufe bzw. Altersklassen, die von der Freiwilligen-Meldunq für territoriale und Reserve-Formationen zur Wehrmacht, wie der verschiedenen Zweigen der „zivilen Verteidigung" ausgenommen und für die Ausübung ihres Zivilberufes im Kriegsfälle reklamiert werden sollen. Eine Liste dieser Berufe und Altersklassen wird veröffentlicht werden. Der Grundsatz, der dieser Liste zugrunde liegt, ist der, alle kriegswichtigen Industrien und Gewerbe möglichst wenig durch Entziehung von Arbeitskräften im Kriegsfälle zu beeinträchtigen. Dieser Grundsatz überschneidet sich mit dem anderen, nach Möglichkeit die jungen Jahrgänge für die Landesvertei- d i a u n g verfügbar zu machen. So ist in der Mehr- zahl der Industrien und in der Landwirtschaft, wo ein großer Teil der verfügbaren Arbeitskräfte für die Fortsetzung der normalen Tätigkeit im Ernstfälle reklamiert werden wird, jungen Männern unter 25, 30 bzw. 35 Jahren je nach der Kriegswichtigkeit der einzelnen Betriebe die Meldung für die Territorial- ormee bzw. die „zivile Derteidiguna" |rei gegeben worden. Nicht reklamiert werden sollen dagegen die Büroangestellten, die Angestellten und Arbeiter der Luxusindustrie, des Groß- und Einzel- Handels. Gewisse Zweige weiblicherArbeits- tröffe werden gleichfalls von der Teilnahme an der zivilen Verteidigung" ausgenommen sein.
Erste Kunstgummifabrik in Italien.
R o m, 24. Jan. (Europapreß.) Unter Mitwirkung des halbstaatlichen Instituts für den industriellen Wiederaufbau wird demnächst in Mittelitalien u n • weit von Rom mit dem Bau der ersten Fabrik für die Herstellung von Kunstgummi begonnen. Italien ist bestrebt, auch für den Gummi die Selbstversorgung möglichst zu sördern. In den
trockenen Gebieten der Halbinsel mck» in Afrika wurde mit der Anlegung von Gurnmipflan- jungen begonnen.
Oie Memeldeutsche Arbeitsfront.
Memel, 24. Jan. (DNB.) Die dem bisherigen sozialdemokratischen G e w e r k s ch a f t s - kartell Memel angeschlossenen Fachverbande haben beschlossen, sich der neu gegründeten Nationalsozialistischen Arbeiterorganisation anzuschließen. Dadurch hat das sozialdemokratische Gewerksschaftskartell, das der 2. Internationale angeschlossen war, aufgehört zu bestehen. Ein Ver
treter des alten Gewerkschaftskartells erklärte, er habe mit Dr. Neumann persönlich wegen der Ueber-' nähme verhandelt und sei zu der Ueberzeuaung gekommen, daß man bedenkenlos der neuen Arbeiterorganisation beitreten könne. Dafür bürge die Person Dr. Neumanns. Landesdirektor Manien sagte, es fei der feste Entschluß Dr. Neumanns, die Memel- deutsche Arbeitsfront planmäßig durchzuorganisieren. Es gehe ihm bei der Erfassung nicht nur um die bereits im bisherigen Kartell organisierten 1500 Arbeiter und Angestellten, sondern vor allen Dingen um das Heer herüber 18000Nichtorga- visierten.
Das deutsch-spanische Kulturabkommen.
Burgos, 24. Jan. (DNB.) Am Dienstagnachmittag fanh im Außenministerium in Burgos die eierliche Unterzeichnung eines deutschpanischen Kulturabkommens statt. Für die nationalspanische Regierung zeichnete der stellvertretende Ministerpräsident der Nationalregierung und Außenminister General Graf Jordana, ür das Deutsche Reich der deutsche Botschafter von Stohrer. Dem bedeutungsvollen Ereignis wohnten Erziehungsminister Prof. Sainz Rodrigues owie der Unterstaatssekretär im Erziehungsministernum, Graf Garcia Valdecasas, ferner der Unterstaatssekretär und Leiter der Kulturabteilung des Außenministerums sowie der Leiter des höheren Schulwesens im Erziehungsministerium und der erste Geschäftsträger Nationalspaniens in Berlin und fetzige Chef des Protokolls im Außenministerium Baron del las Torres bei, ferner die an dem Zustandekommen des Abkommens führend beteiligten Mitglieder der deutschen Botschaft, Bot- chaftsrat Dr. H e b e r I e i n und Dr. Peter s e n. Nach her Unterzeichnung tauschten her spanische Außenminister und her deutsche Botschafter An- prachen aus, in denen der beiderseitige Wille zum Ausbau der deutsch-spanischen Beziehungen in warm empfundenen Worten zum Ausdruck kam. Anschließend veranstaltete der Außenminister einen Empfang, an dem alle an den Verhandlungen und dem Abschluß des Kulturabkommens beteiligten Herren teilnahmen.
Das Kulturabkommen entspricht in großen Zügen den Vereinbarungen, die Deutschland auch mit anderen Staaten getroffen hat. Dieses Abkommen ist ein Beweis dafür, wie ernst es beiden Staaten ist, die freundschaftlichen Bande zu festigen und zu Der« tärken. Denn bei her Durchführung dieser Vereinbarungen ergibt sich von selbst eine Vertiefung der Kenntnisse, hie das deutsche und das spanische Volk
voneinander haben müssen, um sich gegenseitig in jeder Beziehung verstehen zu können. Dem Kulturabkommen wohnt also auch ein erheblicher politischer Wert inne. Denn Völker, die das Kulturgut der anderen Nation achten und schätzen, ja, die sich bemühen, mit diesem Gut in der mannigfachsten Art in Berührung zu treten und die damit in das Fühlen und Denken der anderen Nation einzudrin- gen suchen, kommen sich auch politisch ganz anders nahe, als wenn lediglich von Regierung zu Regierung Verträge geschlossen werden, denen die lebendige Ergänzung, die unmittelbare Berührung der Völker miteinander versagt bleibt. Diese Berührung, dieses Sichkennenlernen wird durch den Schüler- und Lehreraustausch, durch die Zusammenarbeit auf dem Gebiete der Wissenschaften und der schönen Künste, durch die Literatur gefördert. Nicht unwichtig ist es auch, daß in diesem Kulturabkommen bestimmt worden ist, gemeinsam gegen jene „kulturellen" Erzeugnisse Front zu machen, deren Sinn darin besteht, die Freundschaft der beiden Staaten zu erschüttern. Gemeint ist in erster Linie die Emigrantenliteratur, die in gleicher Weise gegen das nationalsozialistische Deutschland wie gegen das nationale Spanien gerichtet ist. Für derartige Erzeugnisse gibt es im deutschen wie im spanischen Hause keinen Raum. Auch in diesem Teil der kulturellen Vereinbarungen drückt sich die deutsch-spanische Gemeinschaft aus, deren Merkmale darin bestehen, die Freiheiten der Nation nach jeder Richtung hin zu untermauern, gleichzeitig aber auch die zerstörenden Kräfte abzuwehren, die diese Freiheiten bedrohen. Und wenn wir uns die Geschichte der Demokratie ansehen, dann wissen wir, daß die Feinde der Freiheit stets auch die kulturelle Ebene benutzten, um von hier aus das Werk der Zerstörung und Vernichtung vorzubereiten, durchzuführen und zu vollenden.
Mehr Verständnis für einander!
HeichspreffechesOr Dietrich spricht auf einem Empfang der auslündischenpresse
Berlin, 24. Jan. (DNB.) Reichspressechef Dr. Dietrich gab im Hotel Kaiserhof einen Ernp - ang für hie ausländische Presse, in dessen Verlauf er sich eingehend über das wahre Berufsethos der Journalisten äußerte. Er hob dabei einen Gedanken hervor, der ihm besonders am Herzen liege: den Gedanken des Idealismus. „Wir arbeiten", erklärte er, „nicht für Geld und Stundenlohn, wir erwählten unseren Beruf nicht aus materiellen Erwägungen und wirtschaftlicher Kalkulation, sondern wurden zu ihm hinge- zogen aus dem Gefühl der Vaterlandsliebe und des Idealismus, ganz unmittelbar für unser Volk — jeder für das feine — zu wirken und zu arbeiten. Aber nun sehen mir, wie dieser Idealismus des journalistischen Berufes in so vielen Ländern auf einer rein materialistischen Grundlage steht, a u f her Basis des Z e 11 u n g s g e s ch ä f t e s als wirtschaftliches Erwerbsunternehmen. Ich glaube, hier in dieser Diskrepanz zwischen dem an sich idealistisch bestimmten Berufsethos des Journalisten und einer persönlichen Abhängigkeit von dem rein pri- vatwirtschaftlichen Element des Zeitungsunterneh- mens liegt die Ursache aller Schwierigkeiten, die sich unserem Bestreben, die Presie als Ganzes mit hem Geist ihrer wahren Aufgabe zu erfüllen, entgegenstellen. Ich glaube, mit her Presse, mit einer öffentlichen Einrichtung, die dem Wohle des Volkes dienen soll, darf man kein Geld verdienen wollen, sondern nur den Dank des Volkes. Die wirtschaftliche Rentabilitätsfrage der Zeitungen ist in keinem Lande ein Problem, das es rechtfertigt, die Presse
den Kriegshetzern und Geschäftemachern zu überlassen und die Völker ins Unglück zu stürzen.
Wir Nationalsozialisten glauben für das Leben innerhalb unseres Volkes eine neue Denk- methode gefunden zu haben, wir haben eine Achsendrehung der Erkenntnis vollzogen vom Jchzum Wir, vom einzelnen zur Gemeinschaft. Und man wird uns bestätigen müssen, daß wir recht gut dabei gefahren sind. Warum — so fragen heute viele — sollten hie Nationen untereinanber.nicht auch eine Methode finden können, die trotz aller sachlichen Gegensätze und Verschiedenheiten auf einer geistigen und persönlichen Ebene bas Verständnis füreinander möglich macht. Wie das große Geheimnis unserer Erfolge im nationalen Leben bas Gesetz des Willens ist, so sollten wir auch im Leben der Völker untereinander das gleiche Rezept zur Anwendung bringen. Wir sollten grünben: eine internationale Gemeinschaft bes Willens, bie anderen zu verstehen."
Der Einladung des Reichspressechefs waren zahlreiche Mitglieder des Diplomatischen Korps gefolgt, neben den Botschaftern, Gesandten und Geschäftsträgern auch die Presseattaches der einzelnen Missionen, ferner alle in Berlin anfäffigen Vertreter her ausländischen Zeitungen und Nachrichtenbüros. Unter den Gästen sah man weiter zahlreiche Reichsminister und Reichsleiter sowie bie führenden Männer her Partei und ihrer Gliederungen.
Die Ziele des Merjchresplans werden erreicht.
Personenkraftwagen noch in diesem Jahr auf Bunareifen umgestellt. — Leistungssteigerung bei Eisenbahn und Wasserwegen.
München, 24. Jan. (DNB.) Vor dem Lehr- gang der Kommission für Wirtschaftspolitik der NSDAP, sprach Generalmajor von Hanneken über die Bewirtschaftung der industriellen R o h st o f f e im Rahmen bes Bierjahresplanes. Das Jahr 1938 brachte im gesamten Reichsgebiet eine Eisenerzförderung von rund 15 Millionen Tonnen mit über 4 Millionen Tonnen Eisen. Am Jahresschluß lag bereits die Förderung bei nahezu 1,4 Millionen Tonnen Roherzen im Monat. Für 1939 ist mit einer namhaften Steigerung zu rechnen. Neben dem Erz ist her Schrott von größter Bedeutung für unsere Eisen- und Stahlerzeugung.
Nach Schilderung der Lage unserer Nichteisenmetallwirtschaft behandelte der Vortragende das Gebiet der A u s t a u s ch st o f f e in der Metallindustrie, also den Einsatz her Leichtmetalle und des Magnesiums, für das Anwendungsgebote erlassen wurden, da es uns als deutscher Rohstoff heute unbeschränkt zur Verfügung steht. Die Mineral- ölwirtschaft ist einer der Pfeiler, auf dem die Dom Führer angeordnete Motorisierung steht. Die Verarbeitung der steigenden Erdölförderung erfolgt planmäßig in erster Linie auf Schmieröl. Als weiterer Rohstoff kommt die Braun- bzw. Steinkohle in Frage. Don besonderem Interesse war her Bau von Anlagen zur Erzeugung von synthetischem Kautschuk. Die Fahr- gestatten es, baß im Laufe des Jahres 1939 der gesamte Personenwagensektor von Naturkautschuk auf Bunarei- Lc I! G 111 lverden wird. Cs steht außer Zweifel, daß die nationalsozialistische Volkswirtschaft erreicht D°m $ö^rer im Dierjahresplan gesetzte Ziel
Reichsverkehrsminister Dr. Dorpmüller behandelte dann Derkehrsfragen. Seit der Machtüber- nähme sei der Güter- und Reiseverkehr ° e rJK $ 3 b a $ n unaufhörlich angestiegen. Auch ihr Auslandsverkehr, namentlich mit Südosteuropa
habe beträchtlich zugenommen. Der Auslandsverkehr der deutschen Seeschiffahrt sei in den letzten sechs Jahren um 62 v. H., der Küstenverkehr um 117 v. H. gestiegen. Im Straßenkraftverkehr betrage bie Gesamtzahl her Kraftfahrzeuge im Reich (einschl. der Ostmark) 3,5 Millionen. Der Güterfernverkehr beförderte 1937 mit 24 000 Kraftfahrzeugen und 18 000 Anhängern 15,2 Millionen Tonnen.
Trotz Ausnutzung aller vorhandenen ^Betriebs» möglichkeiten und Anlagen ergibt sich bie Gesamtheit der von her Reichsbahn geforberten Leistungen zeitweise als zu g r o ß. Besonbers litten die in das Reich zurückgekehrten Gebiete unter starken Verzögerungen, weil ihre Bahnanlagen unzureichend waren. Sie brachten nur einen wenig brauchbaren Bestand an Wagen und Lokomotiven ein. Bei dieser Lage mußten Frost und Schneeverwehungen die Verkehrsstockungen weiter außerordentlich verschärfen. Der Ausfall her Binnenwasserstraßen und teilweise der Landstraßen bebingte nie erwartete Leistungen der Reichsbahn. Von einer elf- tägigen Sperre im Güterverkehr für neun notleidende Reichsbahndirektionsbezirke waren nur Lebensmittel und Kohle ausgenommen. Nur fo gelang es, der Schwierigkeiten in der Brenn- ftoffoerforgung Herr zu werden. Auf bie verkehrstechnischen Aufgaben übergehend, sprach der Redner sodann von her Notwendigkeit, die Anlagen der Reichsbahn auf größte Leistungsfähigkeit zu brin- gen. Der begonnene Ausbau der Strecken und Bahnhöfe in den heimgekehrten Gebieten wird beschleunigt.
Hinsichtlich bes weiteren Ausbaues bes Was ferstraßennetzes nannte Dr. Dorp- müfler folgende wichtige Etappen bes Bauprogramms: Fertigstellung des masurischen Kanals, Vollendung des Adolf-Hitler-Kanals, Ausbau der Oder, Umbau her Berliner Wasserstraßen, Niedrigwasserregulierung der Elbe, Vollendung bes Mittellandkanals durch UebejbrüdMna dec Eltze, Voll
endung des Stichkanals vom Mittellandkanal zu den Reichswerken Hermann Göring bei Blecken- stebt-Hallenborf, Vollenbung bes Sübfluges bes Mittellanbkanals, Kanalisierung her Werra unb der Mittelweser, Erweiterung des bisher nur für 750- Tonnen-Schiffe befahrbaren Dortmund — Ems- ° Kanals für das 1500-Tonnen-Schiff, Regulierung bes Oberrheins zwischen Kehl und Basel, die Neckarkanalisierung. Zu diesen Bauvorhaben tritt in absehbarer Zeit noch der Bau des Oder — Donau-Kanals.
Oie Reichssteuereinnahnien
im 3. Viertel des Rechnungsjahres 1938.
Berlin, 24.Jan. (DNB.) Die Einnahmen bes Reiches an Steuern, Zöllen unb anderen Abgaben betrugen in Millionen Reichsmark
Im 3. Vierteljahr bes Rechnungsjahres
1938 1937
Besitz- unb Verkehrssteuern 3469,1 2577,9
Zölle unb Verbrauchssteuern 1248,7 1110,4
Insgesamt 4717,8 3688,3
Mithin im 3. Viertel bes Rechnungsjahres 1938 gegenüber hem 3. Viertel bes Rechnungsjahres 1937 1029,5 Mill. RM. mehr.
Die Steuern, Zölle unb anberen Abgaben waren im 3. Viertel bes Rechnungsjahres 1938 im allgemeinen nach ben gleichen Vorschriften wie im Vorjahr zu entrichten. Aenberungen steuerrechtlicher Vorschriften, bie auf bie Höhe bes Aufkommens von Einfluß gewesen sinh, beziehen sich gegenüber dem Vorjahr in her Hauptsache auf bie Körper- schaftssteuer (Erhöhung für bie Jahre 1938 bis 1940), auf bie Wanhergewerbesteuer, bie erst vom Kalenberjahr 1938 ab als Reichssteuer erhoben wirb, unb auf bie Gemeinbebiersteuer, bie jetzt an bas Reich abzuführen ist. Dem hiernach her Reichskasse im 3. Viertel bes Rechnungsjahres 1938 zugeflossenen Beträgen stehen entsprechenbe Beträge im 3. Viertel bes Vorjahres baher nicht gegenüber. In hem Aufkommen im 3. Viertel bes Rechnungsjahres 1938 sinh auch bie im Lanbe Oesterreich unb in ben fuhetenheutschen Gebieten aufgekommenen Einnahmen an den Reichssteuern enthalten, die in diesen Gebieten in diesem Zeitabschnitt eingeführt worden sind.
Das Aufkommen an Einkommensteuern betrug im 3. Viertel bes Rechnungsjahres 1938 327,8 Mill. RM. mehr als im gleichen Zeitraum bes Vorjahres. An Körperschafts steuern sind im 3. Viertel bes Rechnungsjahres 1938 238,9 Mill. RM. mehr aufgekommen als im 3. Viertel bes Rechnungsjahres 1937. Auch bei her Umsatzsteuer ergibt sich gegenüber bem gleichen Zeitraum bes Vorjahres ein Mehraufkommen von 182,1 Mill. RM. Bei ber Reichsflucht st euer ist infolge verstärkter Ab- roanberung (insbesonbere ber Iuben) aus Groß- beutschlanb im 3. Viertel bes Rechnungsjahres 1938 ein Mehraufkommen von 67 Mill. RM. gegenüber bem 3. Viertel bes Rechnungsjahres 1937 zu verzeichnen. Im ganzen sind im 3. Viertel des Rechnungsjahres 1938 an Besitz- unb Verkehrs- steuern 891,2 Mill. RM. mehr aufgekommen als im 3. Viertel bes Rechnungsjahres 1937.
Die Mehreinnahmen aus bem Spiritusmono p o l (plus 27,9 Mill. RM.) ist z. T. bar auf zurückzuführen, baß von bem Ueberschuß ber Reichsmonopolverwaltung für Branntwein, der in den früheren Rechnungsjahren im März in einer Summe nachgewiesen würbe, im laufenden Rechnungsjahr bereits im vorliegenden Berichtszeitraum ein T e i l b e t r a g als Reichseinnahme nachgewiesen worden ist. Die Zölle unb Verbrauchssteuern ergaben im 3. Viertel des Rechnungsjahres 1938 zusammen 138,3 Mill RM. mehr als im 3. Viertel des Rechnungsjahres 1937.
Ergebnis der letzten Viehzählung
Berlin, 24. Jan. (DNB.) Nach Mitteilung des Statistischen Reichsamtes hat die Viehzählung am 3. Dezember 19 3 8 (gegenüber ber Zählung vom 3. Dezember 1937) folgende Gesamtbestände ergeben: Pferde 3,44 (3,43) Millionen Stück; Rindvieh 19,91 (20,50) Millionen Stück, davon Milchkühe 9,96 (10,22) Millionen Stück; Schweine 23,54 (23,85) Mill. Stück; Schafe 4,81 (4,69) Mill. Stück; Ziegen 2,51 (2,63) Mill. Stück; Hühner 88,53 (85,39) Mill. Stück; Gänse 5,94 (5,46) Mill. Stück; Enten 2,66 (2,40) Mill. Stück; Bienen st öcke 2,56 (2,47) Mill. Stück; Kaninchen 8,04 (8,01) Mill. Stück, davon An- gora-Wollkaninchen 0,23 (0,17) Mill. Stück.
Die seit 1934 ununterbrochene Zunahme des P f e r b e b e ft a n b e s hat sich im vergangenen Jahre, wenn auch verlangsamt, fortgesetzt. Anfang Dezember 1938 waren rund 8000 Pferde gleich 0,2 v. H. mehr vorhanden als ein Jahr vorher. Auch die Zahl der Jungfohlen hat noch um rund 1000 gleich 0,4 o. H. zugenommen. Der B e - stand an Rindvieh, der ebenfalls seit 1934 dauernd vergrößert worden war, ging um 2,9 v. H. zurück. Außer den ein» und zweijährigen Zuchtbullen, den über 2 Jahre alten Masttieren und ben Färsen waren alle Gruppen und Altersgruppen an bem Rückgang beteiligt. An Milchkühen ergibt sich ein Minderbestand von 2,6 v. H., an ein« bis zweijährigen weiblichen Jungrindern von 0,5 v. Sy, an drei Monate bis zu einem Jahre alten weiblichen Jungrindern von 8,7 v. H. und an Kälbern von 4,8 v. H. Diese Abnahme ist — abgesehen von den Verlusten durch die Maul- und Klauenseuche — im übrigen auf den Mangel an Diehpfle - gern bzw. Melkern zurückzuführen.
Die Vergrößerung des Schafde st ander hat sich fortgesetzt. Die Zunahme um 2 v. H. bleibt aber hinter den Bestandserweiterungen der Vorjahre zurück. Bei der Ziegenhaltung hat sich der Rückgang auf 4,6 v. H. verstärkt. Die Geflügelhaltung wurde in allen drei Haupt« zweigen ausgedehnt, und zwar bei Hühnern um 3,7 v. H., bei Gänsen um 8,8 v. H. und bei Enten um 10,5 v Sy Bemerkenswert ist besonders die starke Vermehrung der Junghennenzahl um 13,8 vom Hundert. In her Bienenhaltung, bei ber eine Zunahme ber Völkerzahl um 3,8 v. H. zu verzeichnen war, wurde her vorjährige Rückgang mehr als ausgeglichen»Der Bestaub an zahmen Kaninchen, der zuletzt 1936 ermittelt worden war, ist um 0,5 v. Sy größer geworden. Die Vermehrung beruht ausschließlich auf einer Zunahme der Angora- Wollkaninchen (38,1 v. H.).
50 Millionen für Wohnungsbau int Leistungsfampf der Betriebe.
B e r l i n , 24. Jan. (DNB.) Amtsleiter Strauch von ber Zentralstelle für die Finanzwirtschaft ber DAF. gab in ber Arbeitstagung ber Amtsleiter unb Gauobmänner ber DAF. einen Ueberblicf über bie Arbeit ber Heimstättengesellschaften her DAF. Er konnte mUteilen, daß gm 1L Ägnuax i § Q Q 0 aft*


