SJixfport
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** Arbeitsjubiläum. Der bei der hiesigen Firma Benner, Krumm & Sauer beschäftigte Otto Seibert (Gießen-Wieseck) konnte auf ernt 25jäh- rige Tätigkeit bei dieser Firma zurückblicken. Der Jubilar wurde aus diesem Anlaß im Rahmen eines Betriebsappelles durch Betriebsführung und Gefolgschaft mit Geschenken bedacht.
** Mit Ehrenurkunde ausgezeichnet. Unserem Bericht über den Schaufenster-Wettbewerb (vom Samstag-Sonntag) ist nachzutragen, daß auch Frl. ©ertrug Volk (Ferbersche Universitäts-Buchhandlung) mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet wurde. Die Nennung des Namens ist in der Ergebnisliste versehentlich unterblieben.
Turnerinnen im Kamps nm die deutsche Mnnschgstsmeiflerschast
wenn auch gerade hier die Spannung des Kampfes die Leistungen am stärksten beeinträchtigte. Am besten waren die Hamburgerinnen, die aber auch nur sieben von zwanzig erreichbaren Treffern erzielten.
Die zweite gymnastische Leistungsprüfung, eine Sprungschulung, sah wiederum die Hamburger Turnerinnen klar als beste Mannschaft. Nach der dritten Uebung hatte sich der Tv. St. Pauli bereits eine knappe Führung gesichert, die dann durch glänzende Barrenübungen weiter aus- gebaut wurde. Hamburg führte hier mit 58 Punkten vor Düsseldorf und Hannover, während Nürnberg durch einen Versager am Barren, der die Geschlossenheit der Mannschaftsleistung entwertete, um jegliche Aussichten auf den Sieg gekommen war. Die Hebung am Schwebebalken war ausgeglichen. wenn auch Hannover sich hier auf den zweiten Platz vorschieben konnte. Den Pferdsprung führten alle Mannschaften geschlossen bis zur vorletzten Höhe durch, wo Düsseldorf ausschied, während die übrigen drei die Höchstleistung von je 20 Punkten erreichten. Damit hatten die tüchtigen Turnerinnen des Hamburg - St. Pauli-Tv, die Meisterschaft im Dereinsmannschaftskampf er» rungen. Reichsfacharntsleiter Carl Steding über» reichte der siegreichen Mannschaft den wundervollen Wanderpreis des Reichssportführers.
Aufstiegskampf:
Burgsolms I — Lollar 1 2:1 (2:0).
Lollar konnte es in Burgsolms nicht schaffen! Obwohl die Elf durch Ersatz geschwächt war, zeigte sie diesmal ein schöneres Spiel. In den Reihen klappte es soweit ganz gut und jeder Spieler gab sich auch die größte Mühe. Lediglich mit der Stürmerreihe war man nicht ganz zufrieden. Noch den viel herausgearbeiteten Chancen vor dem gegnerischen Tor zu urteilen, hätte das Spiel glatt gewonnen werden können. Die Lollarer Elf stellte sich dem Schiedsrichter Müller (Frohnhausen) in folgender Aufstellung: K. Ziegler; Hörstel, Geißler; S)d). Ziegler, Ad. Ziegler, Sommer; Gabriel, W. Ziegler, Haas, Rudolf, Fey.
Lollar mußte zunächst gegen den Wind spielen, der scharf über das hochgelegene Spielfeld fegte. Für die Gäste war dies gleich ein Verhängnis und schon nach drei Minuten Spielzeit konnten die Gastgeber zum Führungstreffer einsenden. Aber trotzdem kam Lollar auf und bereitete manche gefährliche Augenblicke vor dem Tor der Gastgeber. Auch zahlreiche Ecken kamen zustande; aber selbst die schönsten Eckbälle konnten nicht verwertet werden. Die Gastgeber kamen dagegen zum zweiten Treffer.
Nach dem Wechsel hoffte nun Lollar auf den Wind als Bundesgenossen. Aber wie abgeschnitten hörte der Windsturm auf. Lollar spielte nun weiter leicht überlegen. In einem Gegenangriff kam Burgsolms wieder in den Lollarer Strafraum. Nach angeblichem Handspiel des linken Verteidigers wurde ein Elfmeter verhängt, fiaas tauschte mit Ziegler im Tor seinen Platz und hielt den scharf geschossenen Ball in schöner Manier. Diese Leistung brachte den Lollarern wieder frischen Mut. Und wenig später konnte schon Gabriel, der den Platz des Mittelstürmers eingenommen hatte, durch einen schönen Kopfball dem gegnerischen Tormann das Nachsehen geben. Lollar beherrschte jetzt völlig das Spielfeld und drängte den Gegner in seine Spielhälfte zurück. Jedoch war es schon zu spät. Burgsolms hatte seine Streitkräfte in die Verteidigung zurückgezogen und das Tor abgericgelt. Am Ergebnis konnte dann bis zum Schlußpfiff nichts mehr geändert werden.
Lollar Jugend — Garbenleich 3gb. 2:1 (1:0).
Besser als es das Ergebnis ausdrückt, konnte die Lollarer Jugendelf ihren Gegner bezwingen. Bei noch etwas mehr Aufmerksamkeit in der Fünferreihe hätte das Resultat sehr leicht um einige Tore höher lauten können.
Handballgroßkamps in Holzheim.
Kreis VIII Gießen - Kreis XI Friedberg 11:7 (6:3).
Etwa 5000 Riegen haben im Winterhalbjahr in allen Gauen des Reiches einen Mannschaftswettkampf bestritten, in dem die Turnerinnen sowohl eine Leistungs- als auch eine Haltungsschulung nachzuweisen hatten. Aus der Breite mehrerer Leistungsklassen schälte sich die Spitze von vier Mannschaften heraus die am Sonntag in Bremen zur Deutschen Meisterschaft antraten: Düsseldorfer Tv. 1847, Tv. St. Pauli Hamburg, Turnklub zu Hannover und To. 1846 Nürnberg.
Welche Bedeutung die Führung der deutschen Leibesübungen diesem Wettkampf beimaß, der keine Einzelleistungen wertete, sondern die Gemeinschaftsarbeit der fünf Turnerinnen jedes Vereins, bewies die Anwesenheit der Reichsfrauenwartin des NSRL., Henni Warninghoff, sowie des Leiters des Amtes für Leibesübungen der Reichsjugendführung. Obergebietsführer Dr. Schlünder, mit mehreren Referentinnen. ^-Oberführer Senator von Haff als Leiter des bremischen Bildungswesens hieß die Wettkämpferinnen willkommen und verwies dabei auf den starken Anteil Bremens an der Entwicklung des deutschen Frauenturnens.
Unter der Leitung des Reichsfrauenturnwarts Carl Soges begann der Kampf mit gym- nastifcher Gruppenarbeit in haltungsmäßiger Ausrichtung. Alle vier Leistungen waren fast gleichwertig. Auch bei der folgenden Leistungsprüfung, dem Korbball-Zielwurf, gab es keine nennenswerten Unterschiede in der Bewertung.
Halbzeitergebnis als Endergebnis.
Der Erfolg, durch die Platzwahl den auf das Spielgeschehen nicht wenig einflußreichen starken Wind zu erhalten, verschaffte den Blau-Weißen von Anbeginn ein kleines Uebergewicht. Die Einstellung zu der Windbeeinflussung gelang jedoch nicht gleich, wodurch manche Kombination mißlang oder vom Gegner zerstört wurde. Mit dem ersten Erfolg, der in der 18. Minute durch gute Vorarbeit von Kraft und Harnet vollendet wurde, trat hierin eine Besserung ein. Zahlenmäßig fand sie jedoch keinen Ausdruck. Ja, was wohl wenige erwartet hatten, traf ein. , v „
In einer Zeit, wo die Gäste trotz des starken Gegenwindes eine deutliche Ueberlegenheit an den Tag legten, gelang ihnen der Ausgleich. Zwar geschah dies unter Mithilfe von Lippert bzw. des Windes, denn als Lippert einen Ball aus weiter Entfernung an Herbst zurückgeben wollte, drehte der Wind das Leder so ab, daß es eine wunderbare Vorlage für Berlebach wurde, der die Chance prompt ausnutzte. Seine scharf hereingegebene Flanke kam so maßgerecht, daß sie der aus dem Tor eilende Herbst nicht erreichen, der Linksaußen Frey aber ungehindert aufnehmen und den Ausgleich Herstellen konnte. Jetzt kam die Reche wieder an die Blau-Weißen. Nach einiger Zeit des Drängens wurde die Partie auf 2:1 gestellt. Eine Flanke von Heuser leitete Kraft zu Rensing, der überlegt einschoß. Wenig später die gleiche Lage! Einen scharfen Schuß von Harmel konnte Gottschalk nicht fassen, schon war Rensing zur Stelle. Sein Schuß prallte jedoch von dem Torwächter ab, und der Nachschuß von Löbsack ging hoch darüber. Kurz danach war Pause.
Torlose zweite Halbzeit.
Die weitere Entwicklung des Spieles wurde leb' haft diskutiert. In beiden Lagern war man sich klar darüber, daß der Vorteil des Windes den Grün-Weißen jetzt ein klares Plus und damit auch die erforderlichen Torerfolge einbringe. Zur Verwunderung der Zuschauer war es aber gerade umgekehrt. Die Blau-Weißen spielten gegen den Wind einige Vorteil heraus. In genauen Spielzugen fetzten sie der Hintermannschaft der Grün-Weißen stark zu, wodurch diese sehr aus dem Konzept gebracht wurde. Es wollte nicht gelingen. Selbst UrnfteIllingen erbrachten keine Vorteile, als die mit dem Wind bedingte Feldüberlegenheit und sich gewisse Ermu- dungserscheiirungen mit dem Ende bemerkbar mach- 1 ten. Selbst die von Kramer sonst gefürchteten Stras-
Qm Olympia- Blauweiß
Man hatte ja von vornherein nicht erwartet, daß bei den Endrundenspielen um die Deutsche Fußballmeisterschaft alles ganz programmäßig ablaufen würde, aber im großen und ganzen sieht man doch jetzt, nach drei kompletten Spieltagen, die „gemeinten" Mannschaften in Front. Mit einer einzigen Ausnahme: Admi r a Wien, der Ostmarkmeister und einer der am höchsten eingeschätzten Anwärter auf die deutsche Meisterschaft, liegt nach zwei Niederlagen sehr schlecht im Rennen, und es ist mit größter Wahrscheinlichkeit anzunehmen, daß die Wiener nicht unter den „letzten Vier" zu finden sein werden. Mit allen anderen Favoriten — Hamburger SV., Fortuna Düsseldorf, Schweinfurt 05, Dresdner SC. und Schalke 04 — ist dagegen nach wie vor zu rechnen, aber einen Platz in der Vorschlußrunde scheint bis jetzt lediglich der HSV. sicher zu haben.
In der G r u p p e 1 hat der Hamburger SV. erwartungsgemäß auch den Ostpreußenmeister klar bezwingen können. In dem neutralen Königsberg mußten sich die Allen st einer Soldaten glatt mit 1:4 (0:2) geschlagen bekennen. ™ stadion bezog zu gleicher Stunde „
Berlin vor 40000 Besuchern seine erste Niederlage, die ihm der bisher sieglose VfL. Osnabrück mit 3:1 (1:0) beibrachte. Der Niedersachsen- meister leistete also dem H.SV., der nun allein die Spitze hat, wertvolle Schrittmacherdienste!
In der G r u p p e 2 a konnte der Pommernmeister Viktoria Stolp erwartungsgemäß gegc- Sulz 07 nicht bestehen. Mit 5:0 (3:0) schlug d Mittelrheinmeister seine Gäste, und nun hofft man in Köln, auch im Rückspiel der Fortuna einen großen Kampf liefern zu können. Warten wir es ab!
In der Gruppe 2b ließ sich der W a r n s d o r - f e r F K. ziemlich widerstandslos vom Dresdner SC. mit 5:1 schlagen, so daß also nun das Rückspiel zwischen DSC. und Schweinfurt endgültig über den Gruppensieg entscheiden wird.
Die bedeutendsten Kämpfe des Tages wurden in der Gruppe 3 abgewickelt. Der VfR. Mann-
nen Endsieg, der, das soll festgestellt werden, auch in dieser Höhe verdient war, sicher.
Die Mannschaft der Platzbesitzer wies keinen schwachen Punkt auf. Sie spielte wie eine Vereins- mannschaft und, was das schöne war, ein gesunder Drang nach dem Tor schaffte laufend Abwechslung. — Es wäre verfehlt, einen Mann herauszugreifen; fest steht aber, daß Altmann durch feine hervorragenden Leistungen der Mannschaft den moralischen Rückhalt gab.
Handball um die Bannmeisterschast.
Altv. Gießen Gruppensieger. Mtv. — 1900 10:7.
Auf dem Sportplatz des Männerturnvereins standen sich am Sonntagoormittag Mtv. und 1900 im Spiel um den Gruppensieger und Vorentscheidung um den Bannmeister gegenüber. Auf beiden Seiten war man bemüht, die jeweils spielstärkste Elf zusammenzuschweißen, und so ließ auch dieser, kleine Lokalkampf nichts an Interesse und oft schonen Spiel- szenen fehlen. Einwandfreie Spielweise bestimmte dieses kleine Derby, das die Mtv. Jungen verdient gewannen.
1900 hat Anwurf, hat aber das Pech, gegen den Wind zu spielen; die Mtver kommen sofort gut ins Spiel, und Jughardt kann schon in den ersten M- nuten den Anfangstreffer erzielen. Müller-Leutert erhöht auf 2:0. Ein schönes Durchspiel der Gaste verkürzt, und wieder ist es Müller-Leutert, der freistehend einsendet und die alte Tordifferenz herstellt. Schnell wandert der Ball von Spielhälfte zu Spiel- Hälfte; gut vorgetragene Angriffe bleiben in der sicheren Abwehrarbeit der Hintermannschaften hängen. Während die 1900er ihre Stürmerreihe uneigennützig aufbauen, verfallen die Mtver dem Fehler und schneiden das Spiel zu sehr auf den Mann- schastsführer Jughardt zu; somit können die Gäste abermals erfolgreich sein, und Judhardt stellt mit brei Freiwürfen den Halbzeitsstand von 6:3 her.
Nach dem Wechsel wird der Kampf ausgeglichener; Jughardt kann mit weiteren schön placierten Würfen auf 9:5 erhöhen. Beide Mannschaften lassen an ihrer Durchschlagskraft wesentlich nach, und so gewinnt die letzte Spielhälfte einen etwas müden Charakter. Bittendorf kann dos Ergebnis noch zweistellig gestalten, und zwei abschließende Tore der Gäste beenden das Spiel um die Gruppenmeisterschaft.
Mit diesem Spiel wurden die Mtv.-Jungens Sieger der Gruppe Gießen und haben an einem der nächsten Sonntage gegen den Sieger der Gruppt Friedberg im Spiel um die Bannmeisterschast anzu- treten.
tlm die deutsche Fußballmeisterschaft
Oer Ostmarkmeister ausgeschaltet.
Am gestrigen Sonntag standen sich auf dem Platz des Tv. Holzheim die beiden Auswahlmannschaften dcr Kreise Gießen und Friedberg gegenüber. Genau wie in dem schon im Jahre 1934 ausgetragenen Vorspiel, so konnten auch diesmal wieder die Vertreter des Kreises Gießen einen überzeugenden Sieg eiern, der auch in dieser Höhe vollkommen verdient war.
Wenn auch eine Vergleichsmöglichkeit nicht gegeben war — der Kreis VIII mußte noch in letzter Minute nid)t weniger als fünf Spieler ersetzen — o ist immerhin die Gewähr gegeben, daß wir über eine ganze Reihe erstklassiger „Ersatz"spieler. verfügen, die sich jederzeit neben ihre großen Kameraden stellen können. Fest steht nämlich, daß alle Spieler ihr Bestes hergaben und sich restlos für ein gutes Gelingen einsetzten.
Das aber war nicht zuletzt auch der Grund, weshalb der Tag als gut betrachtet werden muß. Denn die zahlreichen Freunde des Hadballspieles, die aus der näheren und weiteren Umgebung erschienen waren, hatten ihre helle Freude an dem schönen Spiel. „
Das aber ist nicht zuletzt bestimmend für die Haltung der Kreisspielleitung gewesen, die ihre Hauptaufgabe darin sieht, das an sich schon reichhaltige Programm durch derartige Treffen zu erweitern. Nicht zuletzt soll aber auch der Spitzenspieler-Nachwuchs geschult werden. Denn es steht außer jedem Zweifel, daß gerade der Bezirk II und vornehmlich der Kreis VIII und der Kreis XI schon seit langem über ausgezeichnetes Material verfügen.
Der Kreis XI trat mit einer Ausnahme in der
Uederrafchend und doch nicht ganz unerwartet endete der gestrige Lokalkampf mit einem Siege der Blau-Weißen. Die verschiedentlich verlegte Veranstaltung hatte nichts an ihrer Zugkraft verloren. Denn, obwohl es sich nur noch um die Vergebung des zweiten Tabellenplatzes handelte, waren etwa 1000 bis 1200 Zuschauer anwesend, die Zeuge eines von Anfang bis Ende rassigen Kampfes wurden. Der Sieg, den sich die Blau-Weißen hierbei erspielten, war verdient, und zwar nach einer durchweg besseren Leistung. Die Gefährlichkeit, die man von den Grün-Weißen erwartet hatte, trat nämlich nur in verschiedenen Phasen des Kampfes auf, die natürlich nicht ausreichte, um die sich redlich Mühe gebenden Platzbesitzer zu überraschen bzw. auszu- fpielcn. Ja, man kann sogar behaupten, daß der knappe Ausgang für die Leute vom Waldsportplatz noch günstig ist, denn gemessen an den wirklich zwingenden Torchancen hätte das Ergebnis leicht höher lauten können.
Unter Leitung von Ketterer (Hanau) nahmen folgende Mannschaften den Kampf auf:
1 9 00: Herbst (3/116), Pankok (2/116), Lippert (2/116), Krämer, Quick (AR. 45), Schäfer, Löbsack, Rensing, Kraft, Hormel (2/116), Heuser.
VfB.-R.: Gottschalk (Luftwaffe), Leutheuser (E./116), Kramer, Krämer (II./116), Lukaschewsky (Luftwaffe), Godglück, Berlebach, Fischer (1/116), Gorrissen (Luftwaffe), Heß, Frey. ,
Fahnenübergabe
an die Altersvereinigung 1889-1939
Nach einem alten Gießener Brauch trat in den ersten Frühlingstagen eine neue Altersoereinigung, diejenige des Jahrgangs 1889—1939 in Erscheinung, ber bei einem Kommeis am Samstag im Cafe Leib, an dem alle Gießener Altersvereinigungen leilnah- men, die Fahne weitergereicht wurde. Der als früherer Führer der Gießener Soldatenkameradschaften bekannte Alterskamerad I. Müller hiell bei dieser festlichen Zusammenkunft die Begrüßungsansprache. Dabei führte er u. a. aus, daß man im Zweifel über die Notwendigkeit der Bildung einer Altersoereinigung fein könne, aber feit dem Bestehen hätte in diesen Gießener Altersvereinigungen, in denen ohne Rücksicht auf Bildung, Rang und Stand einer neben dem anderen stehe, jener Geist geherrscht, der jetzt die Volksgemeinschaft erfülle. In einem besinnlichen Rückblick auf die Jahre, in denen die nun Fünfzigjährigen eine Straße, so groß und so schwer, gezogen sind, wie sie selten eine Generation zu gehen hatte, gedachte er jener Alterskameraden, die im feldgrauen Kleid im Dienste für Volk und Vaterland mit ihnen in Schritt und Tritt marschiert und nicht mehr in die Heimat zurückge- kehrt sind. Ihnen wurde ein stilles Gedenken gewidmet. In erhebenden Worten gedachte Kamerad Müller bann des Mannes, der sich aus der Masse der feldgrauen Kämpfer hervorhob und zum Führer Deutschlands und eines jeden deutschen Menschen wurde.
Der Vorsitzende aller Altersvereinigungen, Atters- kamerod Fritz Hirsch, machte die interessante Mtt-
vorgesehenen Aufstellung an, während Gießen folgende Mannschaften zur Stelle hatte: Altmann (Dutenhofen); Brenner (Mtv. Gießen), Klee (Holzheim); Köth (Wetzlar), Hoffmann (1900 Gießen), Frohme (Wetzlar); Will (Lützellinden), Döpfer (Mtv. Gießen), Sann (Holzheim), Mehler (Mtv.).
Recht unangenehm machte sich der starke Wind bemerkbar, den zunächst ber Kreis VIII als Bundesgenossen hatte. Trotzdem tarnen die Gäste zum ersten Tor. Döpfer glich aber bald aus. Einer weiteren Führung folgte der Ausgleich ebenfalls durch Döpfer; derselbe Spieler erhöhte im Anschluß daran auf 3:2. Mehler schraubte das Ergebnis auf 4:2 und zwei Tore von Sann stellten den Halbzeitstand dar.
Wer gedacht hatte, daß sich nach der Halbzeit das Blatt wenden würde, sah sich eines besseren belehrt. Der Kreis VIII kam immer besser ins Spiel und oftmals beteiligten sich sogar die Verteidiger (Brenner) am Torschuß. Tore von Will (2), Sann, Döpfer und Mehler stellten den beifällig aufgenomme«
seinen Meistertitel (Säbel) verteidigen und außerdem noch den Wettbewerb im Florettfechten ebenfalls für sich entscheiden. So entführte er also beide Meisterschaften, die er mit 7 bzw. 8 Siegen in den Endrunden an sich brachte. Er gewann in den beiden Endrunden gegen 8 bzw. 9 Fechter aus Kassel, Fulda, Wetzlar und Hanau sämtliche Gefechte.
Walter Gerhard nahm diesmal infolge einer Verletzung nicht aktiv an den Kämpfen t-e'il, stellte sich aber als Kampfrichter zur Verfügung.
Die beiden anderen Teilnehmer ber SA.-Kamps- spielgemeinschaft, Scharführer Christian Ziegler (Säbel) und Rottenführer Noll (Florett) kamen über die Vorrunden nicht hinaus.
1900 gewinnt den Lokalkamps
1900 - SfSXR. 2:1 (2:1).
heim schlug in heimischer Umgebung die Wiener Ad mira eindeutig mit 3:0 (1:0), und nach diesem Erfolg muß man den badischen Meister auf den Schild erheben, während für die Wiener alles verloren zu sein scheint. Gut im Rennen liegen auch noch die Stuttgarter Kickers, die durch Drei Tore Conens mit Glück den Mitternelster Dessau 0 5 3:2 bezwangen, aber noch in Dessau und Mannheim zu spielen haben, während der VfR. nur noch einmal (nach Wien) zu reifen braucht und neben Stuttgart auch noch Dessau im eigenen Gau empfängt. _ ,, r.
In ber Gruppe 4 hält ber Schlesienmeister Vorwärts/Rasensport Gleiwitz mit dem großen Favoriten Schalke 04 wacker Schritt. Die Schlesier bezwangen nämlich den Südwestmeister Wo rmatia Worms auch im Rückspiel (2:1) und die „Knappen" holten sich in Kassel (mit einem allerdings mageren 3:1) zwei weitere Punkte. Nun müssen die beiden Spiele zwischen Schalke und Gleiwitz die Entscheidung bringen.
Freundschaft«- und Punktekämpfe der Gauiiga-Mannschasten.
Gau Hessen.
Freundschaftsspiele: VfB. Groß-Auheim gegen Germania Bieber 2:2; TSV. 1860 Hanau Reichsbahn Frankfurt 0:1.
Gau Südwesl.
Freundschaftsspiele: Eintracht Frankfurt gegen 1. FC. 05 Schweinfurt 2:1; Kickers Offenbach gegen Austria Wien 5:2; 1. FL. Kaiserslautern— Rapid Wien 0:6; TSG. 61 Ludwigshafen — 1. FC. Nürnberg 1:0; SV. Wiesbaden — Rapid Wien 0:3; Borussia Neunkirchen — 1. FC. Nürnberg 2:1.
Gau Bayern.
Meisterschaftsspiele: Schwaben Augs- burg—Spogg. Fürth 0:1; VfB. Koburg—Bayern München 3:0.
stoße blieben wirkungslos. Als der Schlußpfiff ertönt, hatte sich an dem Halbzeitergebnis nichts geändert, so daß der Sieg ber Blau-Weißen mit 2:1 feststand, womit erneut erwiesen wurde, daß sich der Ausgang eines Fußballkampfes nicht voraussehen läßt, selbst wenn die klarste Lage hierfür vorhanden zu fein scheint.
1900 lieferte diesmal ein untadeliges Spiel. Die Hintermannschaft war jederzeit Herr des Strafraumes. Die Läuferreihe übertraf sich diesmal selbst. Mit Quick und Krämer hatte dieser Mannschaftsteil seine besten Spieler des Feldes. Der Sturm zeigte ebenfalls eine gute Entwicklung, und bei etwas mehr Schußfichörheit hätten sich auch noch Erfolge eingestellt.
Die Grün-Weißen blieben diesmal manches schuldig. Die Hintermannschaft war nicht frei von Schwächen, auch die Läuferreihe fand nicht immer die richtige Einstellung. Der Sturm, sonst das Glanz - stück der Mannschaft, war diesmal eine stumpfe Waffe.
1900 II — VfB. R. II 2:1.
Das „kleine Lokalderby" endete ebenfalls mit einem Siege der Blau-Weißen. Dadurch ist man der Meisterschaft ein gut Stück nähergekommen. Für die Grün-Weißen war es eine herbe Enttäuschung, nach der seitherigen Erfolgsserie durch Den Lokalgegner einmal eine Niederlage einstecken zu müssen.
Ludwig Gerhard, Gießen, erringt zwei Gaumeisterschasten im Fechten.
Am gestrigen Samstag und Sonntag wurden in Kassel wiederum die Gaumeisterschaftcn im Fechten für die Waffen Florett und Säbel ausgetragen. Die Gausonderklasse der Fechter war dazu angetreten und es trafen sich in den Kämpfen die alten Rivccken, die sich schon seit Jähren kennen und sich immer wieder in harten Begegnungen gegenüber« stehen. Auch Gießen war bei diesem Wettbewerb Der besten Fechter des Gaues wieder sehr gut vertreten. Oberscharführer Ludwig Gerhard (SA.- Kampfspielgemeinschaft ber SA.-Stand arte 116) nahm an den Kämpfen teil und konnte mit Erfolg
teilung, daß man auch die 1929 allen Attersvereinigungen gestiftete Fahne auf ein 50jähriges Bestehen dieses Brauches Hinweise, es doch Beweise Dafür gebe, daß bereits 1840 in Gießen eine Altersverein,gung bestanden habe und daß somit dieser Brauch schon 99 Jahre zurückreiche. Er reichte dem Vorsitzenden Der Alttrsvereinigung 1899—1939. Gustav Braun, die Fahne weiter mit dem Wunsche, daß sie, wie dem vorhergehenden Jahrgang, nur zu freudigen Anlässen vorangetragen werden möge. Der Vorsitzende, Alterskarnecad Gustav Braun übernahm die Fahne in Die Obhut des neuen Jahrgangs mit dem Versprechen, sie in (Ehren weiterzuführen.
Bei frohen Weiseü der Kapelle Krenael, beim Gesang gemeinsamer Lieder und dem Austausch von Erinnerungen blieben die Alterskameraden fröhlich beisammen.


