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Die Nacht im Vorfeld
S°,ütc9 eivne” feiMjchen Spähtrupp entdeckt »»♦nl? ®ar ?er ^gner schon so nahe heran? Wir entsichern unsere Gewehre und schleichen UNS zu ym heran. Nur Richtung halten in dem diesigen ^.?E"AErnebel, damit er nicht uns für den Feind ^lt. Duld sind mir herangekommen.
-Oie Sicht wird klarer, als wir zuruckgehen. Die dunklen Schloßmauern, von hohen Fichtenstämmen umgeben, liegen wie tot im Talgrund, leicht finden S*r den Weg zurück Da schieß, der Fraazmann in öie Fesche hinein. MG.-Stöße knattern in kurzer
ro Cli lr beobachten, doch nichts ist zu bemerken.
Rechts der Fesche steigt eine feuchte Wiese einen kleinen Hügel hinan, aus dessen Höhe zwei Kugel» bäume wie unwirkliche Schemen nur schwach zu erkennen sind. Dahinter liegt das Dorf, ver» <■ kn ?0Tn ®e9ner' ^och oft besucht von unseren und feindlichen Spähtrupps. Jede Nacht sind wir unter» weg-, gehen aneinander vorbei, lauschen und beab» achten. Wenn sie auseinanderstoßen, zerpeitschen die Schuss- die nächtliche Stille; MG.s, dadurch alarmiert, hämmern in das Dunkel hinein, bis eine Handgranate mit plötzlichem Krachen diesen Kamp zu entscheiden sucht. v
Aoppel und Mantel bleiben in der Dorpostenstellung. Munition wird in den Hosentaschen ver» fenkt, die Feldmütze aufgesetzt, alle Gewehre sind geladen, und die Handgranaten scharf gemacht. So steigen wir rechts von der Fesche auf die Wiese dre Hohe hinan, informieren unsere Posten von unserem Vorhaben und pirschen vor ins Nie* mandsland. Unser kleines Unternehmen soll nur zur Aufklärung dienen, ob ein feindlicher Spähtrupp ausgezogen ist, eine gewaltsame Auseinandersetzung muß unterbleiben.
Als wir den Wald zur Linken haben, hören wir die ersten Geräusche. Auf den Boden gekauert, lauschen wir gegen den dunklen Wald. Länast hat sich das Ohr an die nächtlichen Laute des Waldes ^wöhnt, scharf achten wir auf das Knacken in den Buschen und das Geräusch vorsichtiger Schritte. Wer hier den Gegner zuerst sieht, hat den Vorteil. — Doch die eigenen Sinne können täuschen, wir wollen noch weiter vor. Starr bleiben wir plötzlich stehen Das könnten Schritte gewesen sein zur Rechten, der tapsende Fuß eines Mannes, der hinter der Höhe in Deckung gesprungen ist. Einer von uns schleicht noch weiter vor bis an di« Bäume auf der Höhe. Einzeln folgen die anderen. Dort unt-n liegt das tote Dorf.
Minuten vergehen, dann bestärken uns neue ver- dächtige Geräusche aus dem Wald links in der Annahme, daß Posten des Feindes bis dorthin vorgedrungen sein müssen. Es knackt in den Aesten und über die herabgefallenen, nassen Blätter schleichen vorsichtige Schritte. Wenn der Gegner uns be- kgmpsen wollte, hätte er längst schießen können, denn er muß uns bemerkt haben. Anscheinend will er aber einen Zusammenstoß vermeiden. Als wir den Feind sicher erkannt haben, ziehen wir uns vorsichtia zurück.
Der Morgen graut, als' wir in der Dorposten- stellunq ankommen. Ein schmaler Lichtstreifen zieht sich im Osten über den Horizont. Noch eine halbe Stunde, und der neue Tag beginnt und nimmt der Nacht im Vorfeld ihr Geheimnis. Kurt Günther.
P- K. Denn der Abendnebel van ho« , ten Wiesen aufsteigt und die Wälder^und Wiesen aufsteigt und die Wälder und riSS? deutschen Grenzlandes im Westen in feine &,b-65 hüllt, schwinden bi« am laae toarf Formen des Geländes in immer dunkle/ £3* bi5 ^" dicht-n WEnwäL der lL Schimmer versinkt. Eine tiefe Nacht riirf+ etnfame BorposteMellung in unae-M« ia° daß man meint, bi« Landschaft sei «ine andere « worden. v &
Des Nachts sehen die Bäume fremd aus, Nebel- ttwaden tauschen einen Hügel vor, und d r tÄh e Hauch des Windes bringt von weit her vieldeutig Laute mit herüber. Dies in das Land hinein hh4 l.° feinfühliges Ohr das Rauschen esties Baches, der über Steine hinab in starkem Ge äll- sein wild-sprudelndes Wasser zu ll^le führt Ein kleines Waldstück, das wir unterwegs so oft dmch" schritten, ist jetzt voller Geheimnisse Der Wind rauscht durch die blätterlosen Aeste.Es 7racht und ächzt in der Fesche, so nennen die Soldaten dieses kleine Waldstück, das bis über die Reichsgrenze hinausreicht. Dahinter sitzt der Feind
Wir konnten ihn am Tage sehen. Eine Wiese trennt die Fesche von dem anderen Wald in Feindesland, an dessen Rand seine Unterstände wie große Maulwurfshügel aus der mit Laub bedeckten Erde schauten. Dort blieb er tagsüber, das wußten die unseren Aber des Nachts sandte er Spähttupps durch die Fesche, um unsere Postenstellungen zu erkunden, viel- leicht um einen Angriff anzufetzen und durchzubrechen. Damit müssen unsere Posten rechnen. Recht- zeitig müssen sie den Gegner erkennen, damit die Kameraden nicht überrumpelt werden können Wir gingen mit dem Pendelposten die einzelnen Posten- stellungen ab, die die Verbindung hielten zu den Kameraden im Nachbarabschnitt.
Der Nebel ist etwas dichter geworden. Wir stolpern in das Dunkel hinein. In dem lehmigen Feld steht Wasser in kleinen Lachen zwischen den Rüben. Der Fuß rutscht, will man eine Höhe hinanklettern. Bleiern schwer find die Stiefeln durch dicke Lehmklumpen, die den Fuß umfangen. Die Aeste eines Baumes greifen nach der Mütze wenn wir uns nicht genügend bücken. Buschwerk klammert sich an die Kleiderhaken der Feldblusen, als sollten wir fest- gehalten werden. Doch unentwegt geht der Marsch weiter. Da rollt es leicht in der Ferne. Dumpf wie ein aufzieh endes Gewitter. Das ist sehr weit, wo diese Batterie ihr Störungsfeuer hinleitet. Unsere tapsenden Schritte nähern sich einem einzelstehen» den Baum.
„Parole!" Der Ruf dringt urplötzlich drohend uns entgegen. Wir haben den nächsten Posten erreicht. Da können wir auch die beiden Männer erkennen, in dicke Mäntel gehüllt blicken sie uns entgegen. Magisch hatte ein mondlichtähnlicher Schein für wenige Sekunden die Landschaft erhellt. Es war eine Leuchtrakete, die im Nachbarabschnitt bvch- - gestiegen war. Schüsse krachten, französische MG.s antworteten, dann Stille. Die Front ist nur scheinbar tot. Zur Rechten rollte es wieder dumpf herüber.
Plötzlich ein Gewehrschuß dicht in unserer Nähe — das muß unser Nachbarposten gewesen sein.
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Gemeiner Volksschädling erschossen.
Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei gibt bekannt: Der vom Sondergericht Breslau
15 Jahren Zuchthaus verurteilte Fritz Brehmer wurde am 21. Dezember 1939 bei Wider- ftanb gegen die Staatsgewalt erfchof» I«n. Brehmer hatte sich an Angehörige gefallener Zitaten herangemacht und unter der Angabe, sicheres über das Schicksal der Gefallenen zu wrs- kn, auf gemeinste Weise Geld zu erschwindeln ver- iuht.
Drei Memeler Fischer ertrunken.
. Tine Fischertragödie hat sich in der letzten Nacht if her Memeler Hafeneinfahr t ereignet. M dem schweren West-Nord-West-Sturm ist der den Grübern Kurschus in Memel-Bommelsvitte gehörige Fischkutter „Wotan" bei der Rückkehr von «hier Fangfahrt gesunken. Hierbei sind Die Drei Stüber Kurschus ertrunken. Der eine der Fischer, Airtin Kurschus, hinterläßt eine Frau und sechs «nmünbige Kinder, sein Bruder Fritz eine Frau unD
Verräter hingerrchtet.
Die Iustizpressestelle beim Volksgerichtshof teilt mit: Der vom Volksgerichtshof am 20. Dezember 1939 wegen Vorbereitung zum Hochverrat und Verbrechens gegen die Verordnung gegen Volksschädlinge zum Tode und zu dauerndem Ehrverlust ver- urteilte Erich Scheer und der vom Volksgerichtshof wegen Landesverrates zum Tode und zu lauerndem Ehrverlust verurteilte 40 Jahre alte Bruno Stanik aus Beuthen (Oberschlesien) sind Eingerichtet worden. Scheer hatte in Witten an der Ruijr bis in die jüngste Zeit als Postfacharbeiter zahlreiche Postsendungen, deren Zustellung hm oblag, ausgeplündert. Daneben hat er )urch hochverräterische Tätigkeit das deutsche Volk gegen die nationalsozialistische Regierung aufzuwiegeln versucht. Stanik hat aus Ge- vinnsucht mehrere Jahre lang dem polnischen Nachrichtendienst Mitteilungen ge» nacht, die im Interesse Der Sicherheit des Reiches geheimzuhalten waren.
Gefährlicher Gewohnheitsverbrecher zum Tode verurteilt.
Das Sondergericht verurteilte den 31jährigen bdigen Adolf Emminger aus Stuttgart als ge- jährlichen Gewohnheitsverbrecher wegen fortgesetz» ien schweren und einfachen Rückfalldieb- s> a h l s unter Ausnutzung der zur Abwehr von Fliegergefahr getroffenen Maßnahmen und unter Mißbrauch des Parteiabzeichens sowie wegen fort- ersetzten Betruges unter Ausnutzung der Kriegsverhältnisse zum Tod«. Der Angeklagte mar im September d. I. in Die Keller von 21 Häusern in Stuttgart eingedrungen, wobei er sich die wegen Fliegergefahr polizeilich angeordnete Offenhaltung tiefer Keller zunutze machte. Aus 34 Kellerabteilen, be er zum Teil mit Diebeswerkzeugen öffnete, stahl ti Dann Sekt, Spirituosen, Fette unD Lebensrnittel, birunter 580 Eier. Diese verkaufte er an insgesamt & Personen. Dabei besaß er Die Frechheit, Die Eier }um Teil den do n i h m bestohlenen Hausbewohnern zum Kauf anzubieten. Sowohl bei seinen Einbrüchen als auch bei Der Verwertung des tiebesgutes pflegte der Angeklagte ein Parteiabzei- jsn zu tragen, das er in einem kurz zuvor in einer Wirtschaft von ihm gestohlenen Mantel gefunden ^tte.
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Drei kleine Kinder. Der Dritte DruDer August wollte zu Weihnachten heiraten. Teile des Schiffes wurden angeschwemmt, wodurch man überhaupt erst Kenntnis von dem Unglück erhielt. Die Leichen Der Fischer sind bisher noch nicht geborgen worden.
Die Goethe-TNedallle für Professor Schwarz, Darmstadt.
Der Führer hat Dem ordentlichen Professor, Geh. Regierungsrat Dr. Hermann Schwarz in Darm» tabt aus Anlaß der Vollendung seines 75. Lebens- ahres Die Goethe-MeDaille für Kunst unD Wissen- chaft verliehen.
Todesfahrl auf dem Schlitten.
In Mals im Wintschgau stieß ein Lastkraftwagen mit einem Schlitten zusammen, auf Dem vier Jungen zu Toi fuhren. Drei Knaben wurden getötet, während Der vierte mit leichteren Verletzungen davonkam.
Brücke in Paris eingestürzt.
Am Fvettagn-achmittag stürzte Die aus Dem Jahre 1877 stammende Pariser Seinebrücke, Die Die Insel St. Louis unterhalb Der Notre-Dame- Kirche mit dem Quai de Fleurs verbindet, ein, nachdem ein Frächtkahn gegen einen Der eisernen Träger Der Brücke gefahren war. Man befürchtet, daß etwa 20 Personen in die Seine geschleudert wurden und ertrunken sind. Acht Leichen sind aeborgen. Zur Zeit des Einsturzes Der Brücke befanden sich auf ihr ein Wagen und mehrere Dutzend Personen. Bereits seit einiaen Wochen hatte man Sicherheitsvorkehrungen auf Der Brücke getroffen, Die für Wagen über Drei Tonnen Gewicht gesperrt war. Die erjemen Träger Der Brücke gerieten besonders bei Hochwasser häufig in Kollision mit Frachtkähnen, Die die Brücke passierten.
Schwere Stürme über der Adria.
In ganz Dalmatien und Bosnien herrschen orkanartige Stürme, die Den Schiffsverkehr auf Der Adria weitgehend beschränken. Die Telephonleitungen in Dalmatien und Dem Hinterlande sind größtenteils zerstört, in den Gebirgsgegenden versperren Schneemassen die Straßen; auch der Eisenbahnverkehr erlitt große Verspätungen, Da Die Strecken immer wieder von herabstürzenden Felsblöcken und Schneeverwehungen freigemacht werden müssen. Auf der Schmalgen freigemacht werden müssen.
louler Rathaus ab gebrannt.
Das Rathaus von Toul (Ostfrankreich), ein Ge» baude von großem historischen Wert, in Dem sich zahlreiche Kunstschätze und Gemälde befanden, ist ein Raub der Flammen geworden. Die Feuerweh. ren von Toul und Nancy und weiterer Nachbarorte waren zur Bekämpfung Des Brandherdes herbeigeeilt.
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertteter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: Dr. Fr. W. Longe; für Stadt Gießen. Pro- vinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für Den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Bruhlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.°G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit Der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit Der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zett ist 21l.£ Mül UD&MÜL1839 flulhfl.
Taten ans deutschem Geist
Jahrhundertelang hat Deutschland dlc Menschhett mit einem unvergleichlichen Reichtum an Geist und Schönheit beschenkt: mit seiner Philosophie, mit seiner Dichtung und seinerMusik. Als das Zeitalter naturwissenschaftlicher Erkenntnisse und industrieller Entwicklungen anbrach, da zeigte sich, daß das »Volk der Dichter und Denker" auch imstande war, Forscher von Genialität und Ausdauer, Techniker von kühner Phantasie und Organisatoren von großer Tatkraft hervorzubringen. Biele Einsichten in die geheimnisvolle Gesetzlichkeit der Natur und zahllose technische Erfindungen, die die Welt verwandelt und den Fortschritt begründet haben, die das Antlitz der heutigen Kultur bestimmen, find Werke des deutschen Geistes.
Mit besonders eindrucksvosterDentNchkeit zeichnet sich diese Tatsache aus dem Gebiete der ärztlichen Wissenschaft ab, die eine so tiefe Bedeutung für jedes einzelne Menschenleben besitzt. Die Welt» öffcntlichkeit hat bis in die jüngste Zeit hinein wiederholt fcstgcstellt, daß die Entdeckung und Her» stellung der wettvollcn Arzneimittel nahezu aus, schließlich ein Monopol der deutschen chemischen Wissenschaft und Industrie sei.
Die geistige Geltung, die Deutschland von jeher besaß, mehrte sich in den letzten hundert Jahren um den Ruf seiner Wissenschaft. Heute sind die Deutschen auch ein politisches Volk geworden, das in den entscheidenden Kampf um seine Geltung in der Welt cingetreten ist. Mit jenem faustischen Willen, der Kohle zum Treibstoff verflüssigt und der dunklen Masse des Teers ein Wunder an leuch» tenden Farben entlockt, der den Stickstoff aus der Lust zaubert und Holz in Kleiderstoffe verwandelt, hat sich die deutsche Forschung in diesen Kampf, der mit Hatter und krastvoflec Entschlossenheit ge» führt wird, eingereiht. Von ihm empfängt sic ihre Ausrichtung und ihre Ziele. Die deutsche Forschung, die in schwerer Zeit so häufig Zeugnis ablegte von dem unzerstörbaren deutschen Lebenswillen, erfüllt uns heute mit der ruhigen Zuversicht, daß jede Blockade an den Taten aus deutschem Geist zerschellen wird.


