M.M (trftes Blaff
Samstag, 2Z./§onntag,24. Dezember 1939
189. Jahrgang
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberheffen
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-setzt.
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um unser Recht mit starken Fäusten zu übernehmen
Nationalsozialisten!
Männer urid Frauen in Hesien-Nassmi! und leine Sriolge zu wahren.
Deutsche
Das deutsche Volk weiß, warum und w o -
NSG. Ihr an der Front und Ihr in der Heimat.
Zum ersten Maie begehen mii m dem °°n Adolf für --kämpft. E- kennt meder Unruhe noch v“J 1 ,, __x 3mpifpf sondern einrio die Notwendiokeit.'Nur mit
so wie es bis-
Finnischer Gegenangriff an der Pelsamo-Flvnt.
Englische Machenschaften im Nahen Osten
Bahn-, Straßen- und Befestigungsbauten unter Leitung englischer Ingenieure
Zweifel, sondern einzig die Notwendigkeit. Nur mit Mitleid und Bebauern aber steht es den Angehö
rigen jener Völker gegenüber, deren nichtswürdige Führung sie auf Befehl des liberalistisch-kapitalisti- schen Weltjudentums gegen uns hetzt. Wir wissen sehr genau, daß dort der Friede der Herzen keine Heimstätte haben kann. Dort triumphieren Unruhe und Zweifel und lassen die Frage nach dem Sinn ihrer Not und ihres Opfers unbeantwortet. Ein Kriegs-Weihnachtsfest werden sie begehen, das unter dem Druck des belasteten Gewissens steht, des Unrechts, für das sie eintreten müssen und dessen Wiederherstellung ihr trauriges sogenanntes Ziel ist.
Wir aber wollen leben, ohne von Geldsack-Dynastien beherrscht und unterjocht zu werden. Wir wollen, daß deutsche Volksgenossen für alle Zukunft nicht mehr als vogelfrei erklärt und von vertierten Untermenschen ob ihres Deutschtums zu Tode gequält werden. Weniger wird eine gerechte Ordnung in dieser Welt einem starken Volk nicht zu- gestehen können. So wird sich diese Ordnung Geltung verschaffen und sich dazu unserer Kraft, unseres Mutes und unseres Opfers bedienen. Wir aber dürfen dazu versichern, daß unser Wille diese Ordnung aufrichten wird.
Damit vermittelt uns die erste Sonnwende dieses Krieges mehr noch als zuvor ihren sinnvollen Inhalt. Mit unserem eigenen Tun sind wir ihr heute auf das engste verbunden. Im Sieg des Lichts über die Dunkelheit, des Guten über die Gewalt des Bösen sehen wir in dem von uns gefeierten Naturgeschehen die Bestättgung unseres Glaubens, daß der Allmächtige dem Starken hilft und feine Sache zum Siege fuhren wird. Wir glau«
Für Recht und Freiheit unseres Volkes.
Gauleiter und Reichssiattbalter Sprenger zum Kriegsweihnachtsfest
Er gebnislofe Wirtschaftsverhandlungen Englands mit den Neutralen.
noch einige Worte über die Uebereinftimmung mit Großbritannien, besonders bei diplomatischen Aktionen, über die man allerdings noch keine Einzelheiten mitteilen könne.
Oer Wehrmachtsbericht vom Freitag.
Keine besonderen Kampfhandlungen an der Westfront.
Berlin, 22. Dez. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
An der Westfront keine besonderen Kampfhandlungen.
Die Luftwaffe führte Aufklärungsflüge über Rordfrankreich und Südengland durch. Bei der Grenzüberwachung im Westen fand ein L u f t k a m p f zwischen deutschen Messerschmitt- Jagdflugzeugen und französischen Jagdflugzeugen statt. Lin feindliches Flugzeug wurde nach hartnäckiger Gegenwehr zur Rotlandung gezwungen; die eigenen Flugzeuge kehrten ohne Verluste zurück.
Oslo, 23. Dez. (DNB.) Nach Nachrichten Kirkenes wurden die Kämpfe an der finnisch-norwegischen Grenze im Laufe der vergangenen Nacht wieder ausgenommen. Es scheine, daß die Finnen
ben daran um so mehr, als wir im Fehlschlag dss Münchener Attentats die waltende Hand des Allmächtigen erfuhren. Sie er« hielt uns den Führer uni) bestätigte damit nochmals sichtbar das Recht unseres Volkes zum Leben und damit zum Sieg über seine Widersacher. Wir wissen nicht, wie oft wir vor unser Weihnackstsfest noch das Wort Krieg setzen müssen. Wir wissen aber, daß dann, wenn dies nicht mehr der Fall sein wird, auch im Schicksal unseres Volkes das Licht über die Dunkelheit gesiegt hat. Durch die Tapferkeit unserer Herzen, durch die Unbeugsamkeit unseres Mutes, durch die Unerschütterlichkeit unserer Treue!
Mit diesen Gedanken begehen wir diesmal unser Weihnachtsfest und lassen es damit zum Kraftquell unseres weiteren Tuns werden. Fern ist damit jede weiche fentimentale Stimmung, die sonst dieses Fest umfangen mag. Nah aber ist uns der Weg, den wir augenblicklich beschreiten. Nah sind uns b i e Toten, die bisher an seinem Rande verblieben. Am nächsten aber ist uns die Verpflichtung, die uns aus ihren Gräbern überkommt. Beim lodernden Schein der Sonnwendfeier, dem trauten Schimmer der Weihnachtskerzen wird es ein stilles Zwiegespräch sein mit jenen, die wind-- und schneeumweht in kühler Erde oder sturm«' umpeitscht in den Tiefen des Meeres ruhen. Zum ehrenden Gruß wird dieses Gedenken und zum festen Versprechen, das Ziel zu erreichen, wofür sie gestritten und gefallen: für die Freiheit unseres Volkes, über ihre Gräber marschiert und kämpft ein Volk, das ihrer Opfer würdig fein will, unsere Volksgemeinschaft, die zur Wintersonnenwende des ersten Kriegsjahres als Feuerspruch nur eine Losung kennt:
Deutschland ist Adolf Hitler und Adolf Hitler ist Deutschland! Sprenger.
Duettgebiete - zum Schwarzen Meer, bis nahe an Erzerum, heranreichten. Nach dem Plan General Weygands, des Oberbefehlshabers der Landstreitkräfte der Westmächte im Nahen Osten, bilde diese Linie den Hauptstützpunkt aller eventuellen defensiven und offensiven Maßnahmen gegen Sow- jetrußland.
Gott mit uns.
Eisern ist die Zeit, und am ersten Kriegsweihnachten geziemt es uns, nach dem alten deutschen Worte „Schau in dich und hau um dich" darüber nachzudenken, wie uns die Vorsehung geschaffen, welche Mission sie uns übertragen, in welche Zett sie uns gestellt hat. Denn nur aus der klaren Erkenntnis dieser drei Dinge wird die Kraft gewonnen, die eiserne Zett zu meistern.
Wenn wir also in diesem Jahr unter den lichter- schimmernden Weihnachtsbaum treten und dieses deutscheste aller Feste in uns aufnehmen, in seinem ganzen Glanz, seiner Hoffnungsfreudigkeit zur Zett der herben Wintersonnenwende und seiner Milde, dann lautet die erste Frage, die Robert Hamer- l i n g aus dem österreichischen Walde an das Schicksal stellte:
Groß ist die Zeit und gewalttg, doch wehe Wenn unsere Herzen rein nicht sind wie sollen Im gewaltigen Kampf wir bestehen?
Sind wir als Volk träftiger, gerechter, besser geworden? Es liegt am einzelnen Deutschen. Der Führer hat in uns alle ein Ideal gesetzt, das auf tausend Wegen der Verwirklichung zustrebt. Er hat unsere Seele gereinigt von allem Artfremden, er hat den Deutschen zu einem neuen Menschen unt= geformt, der in seiner persönlichen Tüchtigkeit und Reinheit, in seinem Eintreten für die höchsten Dinge, die ein Mann hinieden besitzen kann, für Ehre und Würde und Vaterland, den Sinn des Lebens erblickt und immer neue Kraft aus der gesamtdeutschen Verfassung zieht, in der das Familienhafte und Zukunftsträchtige gefördert und alle höllischen Gewalten ausgemerzt werden. Eine erneuerte Nation ist undenkbar ohne die Erneuerung des Einzelnen und die bewußte Hinführung der Jugend zu den Duellen deutscher Kraft und Sitte, sie ist undenkbar ohne die Abkehr vom liberalistischen Eigennutz und von der Unterjochung des Menschen durch Geld und Maschine. Was der Deutsche als Individualist, als Mitglied einer der ältesten Kulturnationen Europas, nur für sich pflegte, wovon er träumte, das ist durch die nationalsozialische Führung jetzt zum Allgemeingut beftimmt worden. Wie der Weihnachtsbaum ein Symbol des ganzen Deutschtums geworden, so ist auch die tatkräftige Liebe zu jedem einzelnen Volksgenossen heute ein Allgemeinbegriff, und diese Liebe ist die zündende Kraft, welche die Front am Feinde und in der Heimat zusammengeschmolzen hat zu einem stahl- harten Gürtel.
Die Vorsehung, die uns aus der tiefsten Schmach von Versailles so erhob und an uns selbst arbeiten ließ, hat den Deutschen als Kern- und Kulturvolk Europas die Aufgabe zuerteilt, sich aus der politischen Einmütigkeit auch eine staatliche Einheit zu schäften. Versailles war das Höllenwerk, welches das Reich zerteilen sollte, und die Sicherungen dieses Höllenwerkes waren so gewalttg, daß auch die Guten irre wurden in dem Glauben, Deutschland könne gerettet werden. Durch die Taten des Füh- 1 rers ist das Diktat des Hasses vernichtet worden. Unsere Brüder in Oesterreich und Böhmen und Mähren, in Danzig und in Polen, in Memel und aus dem Baltikum, sind zu uns gekommen. Ein einiges Deutsches Reich, in einem erneuerten Geiste, ein wahres Großdeutschland, ist entstanden. Der Zweck aller sittlichen Erziehung ist nach Goethe die Ehrfurcht: die Ehrfurcht vor Gott, die Ehrfurcht vor dem Vaterlande, dem das Wahnbild einer gelu» zählenden Gesellschaft, die noch Treiftchke beun»
Hitler geschaffenen Großdeutschland ein Kriegs- Weihnachtsfest. Es steht im Ausklang jenes Jahres, in welchem der Führer die vom Vaterland getrennt lebenden und unter fremder Herrschaft geknechteten Brüder heimsührte. Es hätte ein Weihnachtsfest nicht nur des endlichen Friedens deutscher Menschen, sondern des Friedens der Wett fein können.
Und doch hat es nicht so sein sollen und dürfen, weil die Regierungen der Briten und Franzosen eine dauernde Knechtung des deutschen Volkes wollen Allein deshalb müssen wir vor dieses Weih- nachtssest das Wort Krieg setzen. Und wir haben es getan mit ganzem Mut und festem Ml- len die diese Wendung erforderte. Mr haben es getan in der Gewißheit, daß jene, die uns dazu gezwungen haben, ihrem Schicksal nicht entgehen werden weil eben dieses Schicksal bisher gezeigt hat daß es sich für die Aushebung eines begangenen Unrechts einsetzt und damtt, so wie es bisher mit uns war, auch in der Zukunft mit uns sein wird Dieses Wissen ist es auch, das uns dieses Krieas-Weihnachtssest dennoch in Frieden erleben läßt, im Frieden unserer Herzen der im Recht unseres Volkes verankert ist, m seinem Lebensrecht, für dessen Verteidigung wir heute zum Kampfe angetreten sind.
In diesem Frieden ihrer Herzen halten Millionen deutscher Männer ihre Waften gegen den Feind gerichtet. In diesem Frieden chrer Herzen stehen Millionen deuftcher Frauen durch ihre Disziplin und Einsatzbereiftchaft im Abwehrkampf gegen die vom Feind geplante Aushungerung unseres Volkes. Und in diesen Frieden ihrer Herzen wachst unsere deutsche Jugend heran, bereit, das Erbe des Kampfes
Oaladier Über die militärischen B edürsniffe Frankreichs.
ü f Le t' 231 (Europapreß.) In der französischen Kammer wurden die Militärkredite angenommen. Ministerpräsident Daladier verwies auf bie Bedeutung des Materials für die Luftfahrt, auf welchem Gebiet noch weitere Fortschritte gemacht werden müßten. Der Ministerpräsident forderte auch einen Vorrang für Tankabwehrgeschütze, Luftab- wchrgeschütze und gewisse neue Erfindungen, deren Notwendigkeit auf oem Schlachtfeld bewiesen werde. Daladier erklärte auch, daß die Fertigstellung der Schlachtschiffe von 35 000 Tonnen beschleunigt werden müsse. Die französischen Verluste bis zum 30. November gab der Ministerpräsident wie folgt an: Französische Landarmee 1136 Tote, Flotte 60 Tote, Luftwaffe 42 Tote. Daladier sprach schließlich
In Berlin haben Verhandlungen zwischen einer Kitschen Delegation unter Führung des Mi niste- ncldirektors Dr. Walter und einer schwedischen Megation unter Führung des Gesandten R i ■ i)? r t über die Verlängerung des Privaftchulden- rä’ommens und über die Gestaltung des deutsch- stwedischen Warenverkehrs im Jahre 1940 statt- je'unben. Die Verhandlungen haben zu einer Re« lelung dieser Fragen geführt.
3n Berlin hat am 22. Dezember 1939 die Unter- iechnung des Abkommens über den deutsch« Maischen Warenverkehr im Jahre 1940 ktgefunben, das im November in Kopenhagen |lvischen einer deutschen Delegation unter Führung h Ministerialdirektors Dr Walter und einer iölttschen Delegation unter Führung des Kontor- hrs W a f f a r t vereinbart worden war.
Deutsch-rumän stie Wirt- schaffsvereinbarunaen.
Wesentliche Verbesserungen erzielt.
8 e r I i n , 22. Dez. (DNB.) Der deutsche und der vnänische Regierungsausschuß für die kdung der deutsch-rumänischen Wstt'chafts- Mungen haben in Bukarest in freundschaftlichem ^vernehmen laufende Fragen besprochen, die den Ücren- und Zahlungsverkehr betreffen. Insbeson- ‘■r? wurde festgestellt, daß es zweckmäßig ist, bas Hnrechnungsverhältnis zwischen Reichs- Wt und Lei vom 1.1.1940 ab im Derrechnungs- Nehr mit 49 Lei für eine Reichsmark beim Ver- W und 50 Lei für eine Reichsmark beim Einkauf A ulegen. Um Nachteile für die an dem rumam- fcen Handel Beteiligten nach Moglichkett zu ver Ueiben, wurden Uebergangsbeftimmungen De«m- ö-r. Die Regelung bedeutet eine wesentliche Ver ^Irrung unserer Bezugsmöglichkeiten aus Ruma-
Darüber hinaus ist es gelungen, die übrigen t:n>iegenb aus Preis- und Lieferungsgrunden ich Abenden Schwierigkeiten auf dem Gebiete des Warenbezuges durch Sonderabreden auszuraumen Hofe nunmehr eine den beiderseitigen Wünschen sprechende Abwicklung des gesamten ®arenoer- öhls zwischen Deutschland und Rumänien mit Sicherheit erwartet werden kann.
Rom, 22. Dez. (Europapreß.) „Popolo di Roma" berichtet aus Damaskus, daß Ende des vorigen Monats in Beirut 34 Engländer eingetroffen und sofort nach Bagdad weitergereist sind. Die Engländer Hätten sich als Ingenieure ausgegeben. Die französischen Behörden hätten jede Auskunft über Ziel und Zweck der Reise dieser geheimnisvollen Engländer verweigert. Um Nachforschungen nach neuen Erdöllagern könne es sicy nicht handeln, denn diese Nachforschungen beschränkten sich auf die Umgebung des Persischen Golfs. Von Ibn Saud sei aber die Konzession für Nachforschungen an eine amerikanische Gesellschaft vergeben worden. Außerdem würden Erdölsachverständige niemals die arabische Wüste, sondern Persien aufsuchen.
Man vermute deshalb in Beirut, es habe sich um Straßen- und Eisenbahningenieure Erhandelt, die in den Norden des Irak abgereist eien, um den Bahnbau zu beendigen, der demnächst äe direkte Verbindung des Persischen Golfs mit Syrien und der Türkei Herstellen solle. Diesem Bahnbau komme h ö ch st e strategische Bedeutung zu bei einer Bedrohung des englisch-französisch-türkischen Systems durch Sowjetrußland vom Kaukasus her. Ein Teil der englischen Jngenieurgruppe werde weiter den Bau der tausend Kilometer langen asphaltierten Autostraße Bagdad — Haifa leiten, die Mesopotamien, Transjordanien und die Hügelzone von Palästina durchqueren werde. Diese Bauten würden mit höchster Intensität fortgeführt.
Es fehle aber auch nicht an St'mmen, die vom Bau einer Befestigungslinie Südpersien— Irak—Gezireh—Nordsyrien wissen wollten, deren Bauleitung ebenfalls von Ingenieuren der genannten Gruppe geführt werden werde. Diese Verteidigungslinie werde sich in der Hauptsache auf den Tigris und den Euphrat stützen, deren
Verstärkungen erhalten und die Gegenoffensive eröffnet haben. Am Morgen hätten erbitterte Kämpfe stattgefunden. Die russischen Flieger seien sehr aktiv gewesen. Russische Patrouillen seien jetzt in Boris-Gleb eingetroffen und hätten wie in Salmijärvi Baracken gebaut. Von Hoyenjärvi sotten sich die Russen aus strategischen Gründen in Richtung Petsamo zurückziehen
Auch nach Meldungen aus Reval sind die finnischen Truppen an der Petsamo-Front zum Gegenangriff übergegangen. Sie haben von Naufti, der südlichen norwegischen Grenzecke, wo der Vormarsch der Russen aufgehalten wurde, die Russen wieder nach Norden abdrängen können. Die Russen sotten über die Höhenzüge von Hoyenjärvi nach Jordan, das zwischen Höyen- järvi und Pitkäjärvi liegt, zurückgedrängt word-n sein. Auch in den Kampfabschnitten Salla und Lieksa werden von den Finnen Erfolge gemeldet. Auf der karelischen Landzunge ist die Laae unverändert. Es roerben keine größeren Kampfhandlungen gemeldet.
Berlin 22 Dez. (DNB.) Trotz aller Lüqen- metoungen der letzten Wochen in der Presse und m Rundfunk der Westmächte hat Deutschland in Den letzten Tagen eine ganze Reihe von Wirtschafts Verhandlungen mit den neutralen Ländern erfolgreich und zur Zu- ttiedenheit aller Beteiligten abgeschlossen. Dieser er- olgreichen deutschen Handelspolitik gegenüber sind >ie sich häufenden Meldungen über erfolglose Dirtschaf tsverhandlungen Englands mit den Neutralen besonders interessant und die Zage kennzeichnend Nach wochenlangen Derhand- limaen in London ftt dieser Tage eine große dänische Delegation ergebnislos nach Kopenhagen zurückgekehrt, und die dänische Oeftentlichkett zeigt offen ihre Enttäuschung über den bisherigen Verlauf der dänisch-englischen Dirtschaftsverhandlungen. Bereits seit Monaten ierhandett England mit den Niederlanden, Zelgien und der Schweiz, ohne bis jetzt i-uch nur mit einem Lande zu einem befriedigenden Ergebnis gekommen zu fein. Es ist deshalb nicht lerwunderlich, daß sich in der hottändftchen, belgi- chen und schweizerischen Presse täglich lebhafte Kla- icn über die hoffnungslose britische Verzögerung iiefer Wirtschaftsverhandlungen finden.
Die Schwierigkeiten auf englischer Seite sind ein- leutig durch die Tatsache gekennzeichnet, daß Eng- dnd seiner schwachen Devisenlage pegen nur noch lebensnotwendigste Einfuhren usnehmen und gleichzeitig auch seine Ausfuhren lium noch zur Hälfte aufrechterhatten kann. Es ftt licht mehr in der Lage, den Neutralen alle ftüher iezogenen Erzeugnisse abzunehmen und kann mn- -»kehrt auch nicht mehr all deren Bedürfnisse durch fine Ausfuhr decken. Wettere und in manchen Fäl- in fast unüberwindbare Hemnisse für zufrieden- ttllende britische Handelsabmachungen mit den Neu- Mlen sind auch durch die gewaltige Abwertung ier englischen Währung und die dadurch ii Handelsverkehr entstandenen Preisschwierigkeiten p. riirsacht. Auch mit den S üd oft st a a t e n, vor dem mit Jugoslawien, ist es aus diesen Gründen England ttotz andauernder Verhandlungen in den litzten Monaten und Wochen nicht gelungen, zu eher für die Neutralen annehmbaren Regelung zu kmmen. Die brittsche Handelspolitik ist also seit Kriegsausbruch durch eine Erfolglosigkeit auf der anzen Linie gekennzeichnet und spiegelt die wirt- staftlichen Schwierigkeiten ihres Landes wider. Deutsche Wirlschastsabkommen
mit den Aeuttolen.
In Berlin haben Wirtschaftsverhandlungen znn- sien einer deutschen Delegation unter Führung •in Ministerialdirektor Dr. Walter und einer lüederländischen Delegation unter Führung Ministerialdirektors Dr. Hirschfeld statt- runden. Das Derrechnungsabtommen ist verlängert worden; im Warenverkehr wurden die ^hlungswertgrenzen für das erste Vierteljahr 1940


