Ausgabe 
23.10.1939
 
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Lpd. Mainz, 22. Sept. Wie die Reichsbahn­direktion Mainz mitteilt, ist der Personen-, Gepäck- und Expreßgutoerkehr nach den zum Bezirk der Reichsbahndirektion Mainz gehörigen Bahnhöfen des Räumungsgebietes gesperrt. Die Bahnhöfe kön­nen bei den Fahrkartenausgaben und Gepäckabferti­gungen erfragt werden. Den Absendern, die Gepäck jauch Aufbewahrungsgepäck) und Expreßgut, das nach diesen Bahnhöfen aufgegeben wurde, vermissen, wird empfohlen, sich umgehend an die Sammelstelle für Gepäck und Expreßgut aus dem Räumungsgebiet bei der Gepäckabfertigung Darmstadt zu wenden.

Grundstoff desschwarzen" bzw. grünen Tees bil­denden Brombeerblättertranks.

Wer chinesischen Tee schätzt und ihn heute nicht mehr in den gewohnten Mengen bekommen kann, braucht sich also, wenn er es richtig anfängt, keine Sorge zu machen. Daß der dem teuren ausländi­schen Teee an Wohlgeschmack nahekommende hei­mische Tee ohne Bezugsschein und kostenlos zu

stellung des Schadens noch Ursache und Höhe em folgt a u f Antrag des Geschädigten. Derj Antrag ist bei dem Bürgermeister der Gemeinde ernzureichen, in deren Gebiet der Schaden entstand den ist, wenn dies nicht möglich, bei dem Bürger-, meister der Gemeinde, in der sich der Geschädigte aufhält. Die Feststellungsbehörde ist in der Regel die untere Verwaltungsbehörde (Landrat bzw. Oberbürgermeister), in besonderen Fällen die höhere Verwaltungsbehörde (Regierungspräsident oder ent. sprechende Behörden). Die Regelung der Entschä- digung- bleibt besonderer Entscheidung vorbehalten. Jedoch sieht die Verordnung für besondere Fälle die Möglichkeit der Gewährung von Vorschüssen auf festgestellte Schäden vor, wenn die Besorgnis begründet ist, daß ohne diese der wirtschaftliche Untergang des Geschädigten droht.

Gegen den Facharbeitermangel

Sofortige Maßnahmen der Deutschen Arbeitsfront.

schätzenden Vorzug.

Der Verkehr nach dem Aävmungsgebiet

Die Reichsbahn erstrebt wieder geregelten Fahrplan.

Wie Ministerialdirektor Dr.-Jng. h. c. Leib« brand vom Reichsverkehrsministerium mitteilh haben die in allen Reichsbahndirektionen eingesetz«

Beschleunigte Fertigstellung begonnener Bauten.

Der Reichsarbeitsminister hat in einem Erlaß Sondermaßnahmen angeordnet, die für die Bau- wirtschaft notwendig geworden sind. In dem Er> laß heißt es, daß die Umstellung der Bau- wirtschaft aus die Erfordernisse der Reichsverteidi. gung es erforderlich macht, daß begonnene Bauten soweit nicht im Einzelfall die Fortsüh- rung zurückgestellt werden muß, mit größter Beschleunigung vollendet werden. Mit Rücksicht darauf soll bis auf weiteres die B e. Nutzung von Gebäuden in der Reael schon vor der in den Bauordnungen vorgeschriebenen Ge­brauchsabnahme oder Schlußbesichtigung zugelassen werden, wenn die Gebäude innen verputzt, mit Türen, Fenstern, Treppen, Fußböden, Feuerungs- Einrichtungen, Aborten und Kochgelegenheiten ver- sehen sind und sonstige Bedenken der vorzeitigen Ingebrauchnahme nicht entgegenstehen. Die Ge­brauchsabnahme ist zu gegebener Zeit uachzuholeit Auch bei Bauvorhaben, die künftig genehmigt wer­den, ist erforderlichenfalls danach zu verfahren«

gend solle in erster Linie der überlasteten Mutter auf dem Lande helfen. Größe und Umfang der Lager bleiben die erprobten: eine Führerin, drei Gehilsinnen, vier Kameradschafts­älteste und 44 Arbeitsmaiden. In dieser Einheit ist die Lenkung der jungen Gemeinschaft ebenso mög­lich wie die Ueberwachung der Arbeit jeder einzel­nen Arbeitsmaid. Jeder Vater und jede Mutter wissen heute ihre Tochter im Arbeitsdienst gut auf­gehoben. Selbstverständlich wird die Arbeit für die Zeit des Abwehrkampfes noch stärker im Mittel­punkt des Dienstbetriebes stehen als bisher. Jedoch wird der Dienstbetrieb selbst grundsätzlich nicht ge­ändert. Die Arbeitsmaiden werden in vorher geprüfte Stellen eingesetzt und keh­ren täglich in das Lager zurück, wo Lei­beserziehung, Unterricht und Singen für den Aus­gleich gegenüber der einseitigen Beanspruchung sor­gen.

Ledes Haus lustschutzbereit.

Ndz. Mit Zustimmung des ReichsMinisters der Luftfahrt und Oberbefehlshabers der Luftwaffe haben die Spitzenoerbände der Wohnwirtschaft, der Reichsbund der Haus - und Grundbesitzer, der Bund Deutscher Mietervereine und der Reichsverband des deutschen gemeinnützigen Wohnungswesens einen gemeinsamen Auf­ruf unter dem MottoJedes Haus luftfchutzberelt" erlassen. Darin wird betont, daß die Anlage und Einrichtung der behelfsmäßigen Lustschutzräume ebenso wie die Beschaffung der Selbstschutzgeräte den sofortigen, planvollen und entschlossenen. Ein­satz aller zu einer Lustschutzgemeinschaft zusammen­geschlossenen Volksgenossen erfordert. Die genann­ten Spitzenverbände haben daher bereits ihre Un­terorganisationen und Mitglieder angewiesen, die lustschutzmäßigen Verpflichtungen schnellstens und genaue st ens zu erfüllen und alle hierfür erforderlichen Maßnahmen zu treffen. Nie­mand dürfe und werde sich dieser Gemeinschaftsver­pflichtung entziehen, die der gemeinsamen Abwehr und dem Schutz jedes einzelnen diene. Die Er­zielung und Sicherung der Luftschutzbereitschaft der Häuser bedinge ein planmäßiges Zusam­men wirken aller Beteiligten. Haus­eigentümer und Luftschutzwart müßten dabei einen Plan für die Herstellung und Einrichtung des Luftschutzraumes einschl. der Bereitstellung der er­forderlichen Materialien üsw. aufstellen. Die Aus­führung des Plans erfolge in G e m e i n sch a f t s- arbeit aller zur Luftschutzgemeinschaft gehöri­gen Personen und durch Bereitstellung von auf dem Grundstück und in den Haushaltungen vor­handener Materialien. Die Aufbringung von Geldbeiträgen werde dann in der Regel nicht mehr notwendig sein. In der rei­bungslosen Verteilung und Ausführung der plan­mäßigen Leistungen müsse sich die Hausge­meinschaft bewähren. Neben dem Reichs­lustschutzbund ständen die erwähnten Spitzenver­bände mit ihren Wiederungen allen Volksgenossen, Hauseigentümern und Mietern mit Rat und Hilfe zur Verfügung.

Die Feststellung von Sachschäden.

Berlin, 15. Sept. (DNB.) Der Ministerrat für die Reichsverteidigung hat eine Verordnung erlas­sen, durch die die Feststellung von Sachschäden (an beweglichen und unbeweglichem Sachen) geregelt wird, die innerhalb des Gebietes des Großdeutschey Reiches infolge eines Angriffes auf das Reichsgebiet oder eines Einsatzes der bewaffneten Macht entstehen. Die Fest­

wenn er sich mit Brombeerblättern eindeckt, über­haupt nicht entbehren.

Wan kann den Tee auch mit anderen Blättern mijujen und erzieht dann, wenn man die richtige Zusammenstellung wählt, überraschende Ergebnisse. Eine geeignete Beigabe ist u. a. ein kleines Quan­tum Schafgarbe. Sie ist bekanntlich eines unserer heilkräftigsten Wildkräuter; der Geschmack des aus ihr gewonnenen starken und würzigen Tees geht mit dem der Brombeerblätter eine den Wohlge­schmack steigernde Verbindung ein.

Ueberhaupt sind zahlreiche Mischungen mit Brombeerblättern möglich; jede ergibt andere Wir­kungen. Es wird dabei immer auf den Geschmack des einzelnen ankommen, welche Zusammenstellung er wählt; nur wird man, wenn das an den chine­sischen Tee anklingende Aroma erhalten bleiben soll, als Hauptbestandteil Brombeerblätter wählen und ihnen nur solche Pflanzen beigeben, die dem Grundcharakter des Tees keinen Abbruch tun. Sehr zu empfehlen ist als Zutat u. a. eine kleine Dosis von Tee aus Beifuß, Raute, Tausendgülden­kraut und vor allem aus Salbei. Zutaten von die­sen Kräutern, die bekanntlich in der Volksmedizin seit altersher eine bedeutende Rolle spielen, eignen sich durch ihren-h-erb-würzigen, aber nicht zu stren­gen Geschmack vorzüglich zur Bereicherung des den

Nisse und Fertigkeiten durch Besuch der normalen Lehrgemeinschaften zu erweitern und zu vertiefen. Die Schnell Unterweisungen werden sich vorerst auf folgende Fachgebiete erstrecken: Fachrechnen, Fach­zeichnen, Werkstoffpflege, Werkstoffbearbeitung, Werkstoffprüfung, Deutsch, Kurzschrift, Maschinen­schreiben, Fremdsprachen, Kaufmännisches Rechnen, Buchhaltung, Kalkulationswesen. Für die Durchfüh­rung dieser Schnellunterweisungen ist ein Zeitraum von vier Wochen vorgesehen mit einem Arbeits­unterricht von zwei bis drei Stunden jeweils an drei Tagen der Woche.

So steht im Vordergrund des in diesen Wochen beginnenden Semesters des Berufserziehungswer­kes der DAF. die neue Einrichtung der Schnell- unterwe'isung, die dem dringlichen Mangel an Fach­kräften aus den verschiedensten Gebieten der Indu­strie und des Handels begegnen will. Auskunft über diese Maßnahme erteilt die Abteilung für Berufs- erziehung und Betriebsführung in sämtlichen Kreis- waltungen und in der Gauwaltung der Deutschen Arbeitsstont.

Oer praktische Einsatz desweiblichenArbeitsdienstes.

Mit der Erhöhung der Stärke des weiblichen Ar­beitsdienstes auf 100 000 Kräfte ist die Verwirk­lichung der weiblichen Arbeitsdienstpflicht begonnen worden, lieber die praktische Durchführung gibt der Inspekteur des Arbeitsdienstes für die weibliche Ju­gend, Generalarbeitsführer Dr. Becker, Einzel­heiten bekannt. Die Dienstpflicht hole kein junges Mädchen, das auf einem notwendigen Arbeitsplatz steht, von diesem fort, aber sie führe jedes junge Mädchen, das noch nicht mitarbeitet oder in der Ausbildung für diese Mitarbeit steht, dorthin, wo helfende Hande gebraucht werden. Das Einsatzgebiet des weiblichen Arbeitsdienstes fei das gleiche wie bisher. Der Reichsarbeitsdienst für die weibliche Ju­

haben ist, bildet einen weiteren, nicht zu uMer-

ten Transport - Bevollmächtigten dafür zu sorgen, daß insbesondere der Transport lebenswichtiger Güter bevorzugt ab« g e f e r t i gt wird und daß in der Versorgung der Städte keine Unterbrechungen eintreten. Die bedeutenden Fortschritte, die schon in der Wagen- stellung für den Güterverkehr erreicht werden konnte, gehen daraus hervor, daß bereits wieder Kohlenzüge nach den befreundeten und neutralen Ländern laufen und die Einfuhr von ßebensmitteln aus dem Ausland befriedigend vor sich geht und in stetem Steigen begriffen ist. Trotz der ins ungeheure ge­stiegenen Anforderungen ist die Reichsbahn bestrebt, mit der Zeit wieder einen geregelten Fahrplan aufzubauen, der auch vermehr­ten Bedürfnissen gerecht wird. Im Ver­ein mit den Pionieren der Wehrmacht sind auch in Polen bereits zahlreiche Strecken wiederherge­stellt Ivorden, sd daß heute schon bis tief in das besetzte Gebiet der Eisenbahnverkehr, besonders für die Versorgung der kämpfenden Truppe, erfolgt.

NSG. Die Geschlossenheit, mit der die Heimat­front an ihre Aufgaben herangeht, bedingt, daß Einrichtungen, die mittelbar und unmittelbar zur Stärkung unserer Wehrkraft dienen, mit erhöhtem Nachdruck ihre Arbeit fortsetzen. Das trifft auch für die Einrichtungen der Deutschen Arbeitsstont und besonders für die Berufserziehungswerke der DAF. zu, die in diesen Wochen mit dem neuen Wintersemester für Jugendliche und Erwachsene, für Frauen und Männer beginnen. Hier muß aus­drücklich darauf aufmerksam gemacht werden, daß das Arbeitsprogramm der Devufserzichungswerke ungekürzt weitergeführt wird. Gerade in der heuti­gen Zeit ist es notwendig, alle Leistungskräfte zur höchstmöglichen Steigerung des persönlichen Ein­satzes zu bringen und sie für eine bessere Gestaltung ihrer Arbeit im Betrieb zu befähigen. Je mehr die Leistungen unserer Betriebe gesteigert werden, um­somehr wird die Widerstandskraft unseres Volkes gestärkt.

Der durch den uns aufgezwungenen Krieg immer stärker in Erscheinung tretende Ausfall an Fach­kräften macht es ferner erforderlich, diesem Mangel durch entsprechend vorgeschulte Frauen und einge- schulte Berufsstemde entgegenzuwirken. Die schwie­rige Lage auf diesem Gebiet verlangt allerdings Sofortmaßnahmen. Die Deutsche Arbeitsstont hat sich deshalb entschlossen, die Arbeit der Lehr- und Uebungsstätten dieser Berufserziehungswerke durch Schnellunterwelfungen zu erweitern. Es handelt sich hierbei um Berufserziehungsmaßnahmen außer­gewöhnlicher Art, die vornehmlich in überbetrieb­licher Form ihre Durchführung finden. Ziel dieser Schnellunterweisungen ist es, Fertigkeiten in Teil­arbeiten zu vermitteln und auf diese Werse die Arbeitsaufnahme im Betrieb zu erleichtern, ohne daß eine abschließende oder gar vollendete Vorbil­dung auf dem betreffenden Fachgebiet erfolgt. Die Teilnehmer oder Teilnehmerinnen sind allerdings verpflichtet, nach Aufnahme der betrieblichen Arbeit die in der Schnellunterweisung gewonnenen Kennt-

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B.:Untreu will ich Ihnen nicht werden, aber ich brauche mein Geld. Ich wiU mich an einer phantastischen Sache beteiligen, die mir angeboten worden ist. 30°jo Gewinn eine Goldgrube.**

P.:Herr Berger, seien Sie mir nicht böse, aber das Ganze klingt ziemlich faul. Wir hier haben von Geld und Ge­schäften ja aucn eine Ahnung. Was man Ihnen da für Ihr Geld, versprochen hat, kann kein Mensch bezahlen." B.: 'Ja, ganz wohl ist mir nicht dabei, aber was soll ich tun ?** P.iWir werden uns mal danach erkundigen. Im übrigen: Wenn Sie für Ihr Geld eine gute Anlage suchen, dann tun Sie am besten, sich stets zunächst an uns zu wenden. Wir kennen die geschäftlichen Zusammenhänge, und werden be­stimmt auch Jur Sie das Richtige finden."

gauklet

Am 15. September übernahm ich das

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welches ich ab Mai führte. Ich sichere Ihnen prompte und fachmännische Ausführung aller in Frage kommen­den Aufträge zu ,

ERWIN SCHWARZ

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