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>v-lß-r°t-n Grengpfähle herzlich wenig Gewicht farfe, * 1 2 * * * * * *
Ungeheure Arbeit bleibt kartenmäßig besonders mif dem neuen fruchtbaren Gebiet de? Vorae- ch , ch t s f 0 r s ch u ivg zu tun, wenngleich zu sagen st, daß nach die er Dichtung hin bereits sehr ante Ansätze zu verzeichnen sind. In diesem gewaltlaen Arbeitsfeld zeigt sich die W a n d l u n g, in die die Kartographie mit hineingestellt ist, am augenfälligsten lier winkt die große Aufgabe, die großen Wander- Bewegungen, die das Rassenbild Europas schon onae vor der tm Hellen Lichte der Geschichte ab- aufenden sogenannten „Völkerwanderung" bestimmen, sinnfällig zu machen, d. h. die wissenschaftlichen Er- ;ebnisse und Tatsachen nicht einfach in statischer Gegebenheit starr festzuhalten, sondern das Kartenbild 0 zu gestalten, daß der gesamte Veweaunas- organg gewissermaßen noch einmal im Zustand es Werdens sich dem überraschten Auge darbietet inD damit zugleich die atemberaubende Dynamik euer Epochen eindrucksstark vermittelt wird Wie -olkspolitisch bedeutsam die plastische Behandlung -erade dieser Erscheinungen ist, mag ein kleines Zeispiel beleuchten. Eine Karte, die beispielsweise
den germanischen Siedlungsraum und seine ausgrei- sende, immer tiefer in die Weltzusammenhänge ein- greifende Bewegung gestaltet, wird über die erhärtete Tatsächlichkeit hinaus auch zugleich jener zweckmäßigen Herabsetzung des Germanentums als eines unswöpferischen, in sich gespaltenen und Unruhe schaffenden Sondertums entgegenwirken, also eme veraltete geschichtliche Auffassung beseitigen hel- sen, die zum Schaden des Deutschtums allzu lange die Köpfe verwirrt hat. Und wenn ältere kartographische Werke in einer wissenschaftlich unhaltbaren Moderichtung befangen, etwa altgermanische Landschaften in sogenannten keltischen Volksboden umgefälscht zeigen, so wird demgegenüber die wahrere und zeitgemäßere Karte die einwandfrei erwiesene Tatsache vor Augen stellen, daß „schon vor Casar das linke Rheinufer weitgehend von germanischen Siedlern erfüllt war, und daß der Limes nicht eine lateinisch-geordnete Welt von germanischer Anarchie trennte, sondern Germanen von anderen Germanen, hie bündisch ziemlich straff organisiert waren und dem Römerwall ihre eigenen Befestigungsanlagen entgegensetzten". St.
Aus der Giadi Gießen
der Zeit vom 8. bis 14. Dezember ein: gegen Kraftsahrzeugführer mit 18 Anzeigen und 9 gebühren- ! pflichtigen Verwarnungen: gegen sonstige Fahrzeug- ; führer mit 3 Anzeigen und 13 gebührenpflichtigen Verwarnungen: gegen Radfahrer mit 2 Anzeigen
am Ilm
Oamerikleidung nach Maß und Keichskleiderkarte.
alten Herrn herzlich zum Geburtstag.
*♦ Verkaufs-und Abbrennverbot für Feuerwerkskörper. Der Polizeidirektor gibt bekannt, daß es durch Polizeiverordnung des Reichswirtschastsministers verboten ist, Feuerwerkskörper, die im Fr.uen verwendet werden können, zu verkaufen und abzubrennen. Das Abbrennen und Abfeuern von pyrotechnischen Artikeln wird unnachsichtlich unter empfindliche Strafen gestellt.
** Verkehrssünder. Die Polizei schritt in
ge Karlo- r schwarz-
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Ibts Damenschneiders) zu nennen, wohin der Emzei
Fidler sodann den Stoff schickt. ,, «n
Hat die Kuizdin noch Stoff von früher liegen, so
nd nützlich Fluß ober 0 liegt es Zeil näher, ren, „vom den fträte- 1 Eigenart eiten, von eines San- rüher eine )es Juden- Änderung, im öffeni- inschaulicht
dem Welt- »en Kennt- waren als Aber wie fache, datz । weltotiten I
Auch Damenmaßkleidung kann man .vuf Neichs- kleiderkarte beziehen. Es werden hierbei nicht mehr Abschnitte abgetrennt als für ein fertiges Kleid. Beim 8trtauf von zur Maßanfertigung bestimmten Stoss durch den Einzelhandel an die Kundin darf der Stoff nicht der Kundin, sondern nur Der von Der Kundin zu benennenden Damenschneiderin (Damen- Ichneider) ausgehändigt werden. Die Aushändigung tr'olqt an den Damenschneidereibetrieb gegen Vorigen der Handwerkskarte. Die Abtrennung der Kleiderkartenabschnitte geschieht nach Anordnung 0 s Sonderbeauftragten für die Spmnstofswirtfchaftt be ^menmaßkleidung durch den Damenschneiderel- bölrieb. Der Gang ist also folgender:
Die Kundin geht zunächst zur^Damenschnelder n htim Damenschneider) und gibt das.Kleidungsstück in Auftrag, wobei ihr die entsprechende Anzahl Klei derkartenabschnitte abgetrennt werden bzw der Be Mschein von der Damenschnelderm (dem Damen- ihneider) entgegengenommen rotrb. Sodann begibt «ich die Kundin zum EinzAöndler und sucht dort den ceDÜnschten Stoff aus. Dabei hat die Kundin Dem t'Wbler bie Ansthrift der DEN'chnxd»n
OaS Ergebnis des „Kaperkrieges" der Hitler-Jugend.
Die Sammlung der Hitler-Jugend für das Kriegs- winterhilsswerk 1939/40, die m der Form des j^aperkrieges durchgeführt wurde, verzeichnete das ss-freuliche Ergebnis von 17 860,05 Reichsmark, die n Bereich des Kreises Wetterau aufgebracht wur- len. Zum Verkauf gelangten 70 000 Abzeichen, die laschen Absatz fanden und von jedermann um ihrer Schönheit und Originalität willen gerne gekauft wurden.
Wie wir von der NSV.-Kreisamtsleitung hören, inD inzwischen noch 10 000 Stück Der hübschen Ab- Zeichen — anscheinend durch Transportverzögerung !srspätet — eingegangen. Am morgigen Samstag mrd deshalb die Hitler-Jugend in unserer Stadt »och einmal mit Büchsen und den Abzeichenschachteln intermegs sein, so daß auch alle diejenigen Volks- cenossen noch ein oder mehrere der Abzeichen er- ;cüten können, die bei der Sammlung am oergange- ren Wochenende leer aus gingen.
B'GemeinsSllsk M Stuft öunö Sreaöe
Betr.: Winter-Urlaubsfahrlen.
„Es ist beabsichtigt, in den Monaten Januar bis Mr§ Urlaubsfahrten mit und ohne Schikursen als besellschaftsfahrten durchzuführen.
Wir geben nachstehend eine Aufstellung der Fahr- !N, die im Januar vorgesehen sind und bitten Inter- fenten hierfür, sich bei der Kreisdienststelle KdF. nzumelden. 7521D
8.1.—19.1. 40: Kitzbüheler Alpen, mit und ohne Schilehrgang.
I 15.1.—26.1. 40: Tschagguns bei Schruns, mit und ohne Schilehrgang.
- 15.1.—26.1 40: Lenggries, mit und ohne Schilehrgang.
29.1.— 9. 2. 40: Kl.-Walfertal (Hütten), mit und ohne Schilehrgang.
Die Fahrten für Februar und März sowie alle Einzelheiten erfahren Sie ebenfalls bei der Kreis- ^enststelle KdF.
Postsendungen an Zivilinternierte in Ae'nDeclan).
braucht sie sich von der Damenschneiderin (dem Damenschneider) keine Abschnitte abtrennen lassen. Lediglich, wenn sie noch besondere Zutaten, wie Futterstoffe usw., benötigt, kann sie diese gegen Abtrennung Der Abschnitte durch den Einzelhändler selbst einkaufen und sie zur Damenschneiderin (zum Damenschneider) bringen.
Der Geschenlqutschein.
Jedes Geschenk soll ja möglichst eine persönliche Note haben. Aber nicht immer ist dies zu erreichen, und mitunter ruft auch dieses oder jenes Geschenk nicht den erhofften Zweck einer Beglückung des Bedachten hervor. Der Beschenkte stellt Dann fest, daß er Das Geschenk nur schwer, gar nicht oder kaum gebrauchen kann, und er ist mitunter enttäuscht, so gut es auch Der Schenkende gemeint haben mag. Deshalb wird häufig an Stelle eines Gegenstandes die Weihnachtsgabe in barem Gelde überreicht oder Überwiesen. Aber auch das finDet nicht immer den erwarteten Gefallen, und da bietet sich ein Ausweg, Der das Nützliche mit Dem Angenehmen verbindet. Ein solcher Ausweg ist ein Geschenkgutschein, den 3; B. die öffentlich-rechtlichen Sparkassen seit vielen Jahren ausgeben. Seine Beschaffung ist denkbar einfach. Man zahlt bei einer Sparkasse etwa 10 oder 20 RM. ein und erhält Dann einen Geschenkgutschein, der dem zu Beschenkenden überreicht wird. In vielen Fällen hat ein solcher Gutschein zur Eröffnung eines Sparkontos geführt.
** Die Familienblätter erscheinen aus technischen Gründen mit der Weihnachtsausgabe des Gießener Anzeigers am Samstag.
*♦ Auszeichnung. Dem Gendarmerie-Inspektor Heinrich Schupp, Der zur Zeit abkommandiert ist, wurde vom Führer das Polizei-Treudienst- Ehrenzeichen der 1. Stufe in Gold verliehen. Herzlichen Glückwunsch!
** Ein Dierundachtzigjähriger. Am morgigen Samstag, 23. Dezember, kann der Re-nb ner Christian Haubach II., Asterweb 31, seinen 84. Geburtstag feiern. Wir beglückwünschen den
und 54 gebührenpflichtigen Verwarnungen: gegen Fußgänger mit 1 gebührenpflichtigen Verwarnung.
Aus der engeren Heimat.
Landkreis Gießen.
§ ßaubad), 21. Dez. Am Dienstagabend hielt Korvettenkapitän Chorus (Gießen) im Saale des „Solmfer Hof" einen sehr gut besuchten Lichtbilder- nortrag über das Thema „Die deutsche Seemacht". Die gezeigten Filme, die durch entsprechende (Erläuterungen des Redners ergänzt wurden, gaben einen Einblick in das Leden und Treiben unserer jungen Kriegsmarine. Mit starkem Beifall dankten die aufmerksamen Zuhörer. Bürgermeister Högy schloß die Deranstaltung mit dem Treuegelöbnis zum Führer.
> Eberstadt, 21. Dez. In diesem Monat können wieder zwei hochbetagte Alte unserer Gemeinde Geburtstag feiern. Es find dies am heutigen Donnerstag Frau Margarethe Holler, die in körperlicher und geistiger Frische ihr 74. Lebensjahr begeht, und am 23. Dezember Frau Elise Vorbach, die ihren 88. Geburtstag feiern kann. Frau Vorbach ist schon feit langem die älteste Ein- mahne rin unseres Dorfes, sie nimmt noch an allen Geschehnissen regen Anteil. Beiden Jubilaren unseren herzlichen Glückwunsch.
* Steinheim bei Hungen, 21. Dez. Die Eheleute Fr. Keil I. und Frau Elise, geb. Reitz, feierten in aller Frische d"s Fest der Goldenen Hochzeit. Die große Wertschätzung, Die das Jubelpaar genießt, kam in vielen Geschenken und Glückwünschen zum Ausdruck. Auch wir bringen Den Jubilaven, Die seit vielen Jahren zu den treuen Beziehern des „Gießener Anzeigers" gehören, nachträglich unsere herzlichen Glückwünsche Dar.
Auflösung des Hessischen Landes- feuerwehrverbandes.
Lpd. Darmstadt, 19. Dezember. Im Zuge der Vereinheitlichung des deutschen Feuerlöschwesens gilt der Hessische Landesverband Freiwilliger Feuerwehren mit seinen Kreisfeuerwehrverbänden als aufgeiöft. Auch Die fieififebe LanDesfeuerköschorDnuna, Die eine Der vor- miidbften in Deutschland mar, ist aufg^obsn ©as neue Reichsgesetz bringt allerdings 'M Land« Hesien gegenüber dem alten Gesetz ferne wesentlichen Men- b<?Der9MifdK Sandesfeuerwehroerband konnte vor ,wei Jahren aus ein siebzigjähriges Bestehen zuruck- & Er war im Jahr« 1867 durch den Darm- ftäDter Feuerwehrkommandanten Karl I u st u s ge- ahndet worden und hat sich große Verdiensteum dt« Hebung des Feuerlöschwesens in Hessen eiroor-
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l<n- und Bezugscheinpflicht unterliegen, Tabakwaren irnb Alkohol, Zeitungen und Zeitschriften, ferner Druckschriften und sonstige Werke, die nach Dem l. Januar 1933 erschienen find, soweit sie nicht aus- ilhließlich Der Unterhaltung Dienen. Auch Die Neber- ienbung von Geld und Wertpapieren ist unstatthaft. Paketen Dürfen keinerlei persönliche Mitteilungen dis Absenders an Den Zivilgefangenen beigefügt |i Herben. In allen Zweifelsfällen empfiehlt es sich, arr Verpackung Der Sendungen bei den Postämtern I äckzufvagen, Die auch über die Länge, Breite, Höhe
'i'vo. Auskunft geben. Das Präsidium des Deutzen Roten Kreuzes verschickt an Zivilinternierte in JilnDeslanS Liebesgabensendungen auf Bestellung unb gegen Bezahlung. Diese Sendungen dürfen tm mwissen Umfange auch Rauchtabak und einige an« wre Gegenstände enthalten, Deren Versendung Den Angehörigen usw. selbst nicht gestattet ist. Ueber Den Wit solcher Sendungen im einzelnen unterrichtet bce Präsidium des Deutschen Roten Kreuzes, Berlin Sw 11, Kleinbeerenstraße 7.
An Zivilinternierte in Feindesland sind folgende Iostsendungen gebührenfrei zugelasfen: Gewöhnliche ostkarten, gewöhnliche Briefe dis zu 2 Kilogramm ad gewöhnliche Pakete bis 5 Kilogramm. Die Sen- ingen muffen Die deutliche Aufschrift „Internierten« ndung gebührenfrei" tragen und sind verschlossen ü den Postanstalten aufzuliefern. Es können an L jiöilinternierte erst dann Postsendungen eingeliefert »erben, wenn die genaue Jnterniertenanschrift dem Absender bekannt ist. Paketen muß eine Auslands-
, piketadresse und eine Zoll-Inhaltserklärung bei-
LC Zf I ifügt werden. Bei der Aufgabe von Paketen hat sch oer Absender auszuweisen. Es ist grundsätzlich »rboten in Paketen und Briefen folgende Gegen- stinde zu versenden: alle neuwertigen Textilien und L?bensmittel, die im Großdeutschen Reich der Kar
ben. Auch die Gründung einer Landesfeuerwehr- schul-e, die erst in Friedberg ihren Sitz hatte und die seit Dem vergangenen Jahre ein neuzeitliches Schulgebäude in Mainz besitzt, geht auf Die Initiative des Verbandes zurück. Dem Hessiichen Lande s feuerweh rverb and gehörten zuletzt 660 Freiwillige Feuerwehren mH einem aktiven Mannschafts- bestand von 34 000 Feuerwehrmännern an.
Er wollte sich vom Lustschuh drücken.
Lpd. Frankfurt a. M., 21. Dez. Das Amtsgericht verurteilte einen 56jährigen Mann wegen Vergehens gegen § 2 des Luftschutzaesetzes zu einer Woche Haft und wegen Verletzung des Briefgeheimnisses zu einer Woche Gesäng- n i s. Der Angeklagte war im November zum Luftschutzdienst einberufen worden, drückte sich aber vom Dienst. Er litt angeblich an einem Ohrenleiden und begab sich zu einem Arzt, der ihn zur näheren Untersuchung einem Krankenhaus überwies und ihm ein Ueberweisungsschreiben mitgab, das der Angeklagte unbefugt Öffnete.
Briefkasten 0er Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
Sch. in G. Zu unserem Bedauern konnten wir bisher nicht erfahren, aus welchem Grunde Her
mann Löns in feinem Lied „Wir fahren gegen Engelland" letzteres Wort mit zwei ll geschrieben hat. Zu beachten ist, daß Löns immer im Volkston gedichtet und deswegen wohl auch das in Kin- derliälern vielfach gebräuchliche Wort „Engelland" in bewußt volksethymologischer Weise geschrieben bat. Sollte jemand in unfern Leserkreise genaueren Aufschluß geben können, so werden wir Ihnen die Antwort gerne zuleiten.
t). fi. in G. Bestimmt festgesetzte Grenzen und Richllinien für die Anrechnung von Arbeitsver- Diensten auf Rente bet Invaliden rentnern unter 65 Jahren bestehen nicht. Im Hinblick aus die gegenwärtige Notwendigkeit, alle noch schaffenssähi- gen Kräfte in Den Arbeitsprozeß einzugliedern, haben Die maßgebenden Stellen Der Versicherungsanstalten schon vor längerer Zeit bekanntgegeben, Daß seitens Der Versicherungen keine Einwendun- Sen dagegen erhoben werden, wenn auch Invaliden-, nfall- usw. Rentner unter Den jetzigen Verhältnissen wieder Arbeit leisten und daß in solchen Fällen Die Versicherungsanstalten großzüaig verfahren werden, das Recht auf Rente Durch den vorübergehenden Arbeitsverdienst jedenfalls nicht beeinträchtigt werden wird. Bei dieser Sachlage können Sie also u. E. ohne Bedenken im Rahmen Ihrer Möglichkeiten wieder Arbeit aufnehmen. Ihre zweite Frage werden wir demnächst in der „Scholle" beantworten.
Die Lebensmittelzuteilung
vom 25. bis 31. Dezember 1939.
Lebensmittel
Normalverbraucher
Gramm
Schwerarbeiter
Gramm
Schwerstarbeiter
Gramm
bis 3 Jahre Gramm
Kinber 3—6 Jahre Gramm
6—14 Jahre Gramm
Brot..............
2400
2900
3900
1100
1100
•) Siehe
ober
1900 g Brot u. 375 g Mehl
unb
500 g Brot ob.375gMeh! sowie für jeb bezeichnete 50 g
unb
500 g Brot ob.375gMeh! in mit au. b n Abschnitt Brot
ober
600 g Brot u. 375 g Mehl
ober
600 g Brot u. 375 g Mehl
Fußnote
Fleisch ob. Fleischwar:
500
1000
1200
250
250
500
Butter.............
200
200
200
152
125
200
Margarine ob. Oel...
—
40
40
—
—
62,5
Schmalz ob. Speck...
62,5
62,5
125
437,5
—
-—
—
Käse ..............
62,5
62,5
62,5 ober
62,5 ober
62,5
oder
ober
ober
ober
125 g Quarg
125 g Quarg
125 g Quarg
125 g Quarg
125 g Quarg
125 g Quarg
Vollmilch..........
nur für werben Mütter, Wöchr bie Dauer vor ferner für besoi
y2 Liter.
>e u. stillende terinnen für
6 Wochen, ibere Berufe
•
% Liter
Va Liter
Yt Liter
Marmelabe.........
100
100
100
100
100
100
ob. 40g Zucker
ob. 40g Zucker
ob. 40 g Zucker
ob. 40g Zucker
ob. 40g Zucker
ob. 40g Zucker
Zucker...........V.
Eier...............
250
250
250
250
250
250
nach Aufruf
nach Aufruf
nach Aufruf
nach Aufruf
nach Aufruf
nach Aufruf
*) Bei der Brotzuteil ung für Kinder über 6 Jahre besteht folgende Anordnung: Kinder von 6bis 10 Jahren erhalten pro Woche I700eBrot ober 1200 g Brot unb 375 g Mehl. Kinber über 1 0 Jahre gelten als Norrna.verbraucher, DJj. sie erhalten wöchentlich 2400 g Brot ober 19Ö0 g Brot unb 375 g Mehl.
Oie Ableistung des Pflichtjahres.
Ein Wort an die Eltern und dienstpflichtigen Mädels.
Seit Einführung des Pflichtjahres besteht die Möglichkeit, daß Eltern ihre Töchter das Psiicht- jahr in Haushaltungen ableisten lassen, Die ihnen bekannt sind, doch muß seit Dem Januar 1939 vor Antritt Der Stelle Die Genehmigung des Arbeitsamts eingeholt werden. Im letzten Jahre wurde vielfach Die Zustimmung erst nach Stellenantritt beantragt. Mit Rücksicht auf Die Neueinführung der Bestimmungen haben Die Arbeitsämter vielfach auch nachttägkich zugestimmt. Im kommenden Jahr können nachträ^iche Zustimmungen grundsätzlich nicht mehr erteilt werden. '
Die richtige Unterbringung fast eines ganzen Jahrganges von Mädeln in Pfkichtjahrstellen bedarf einer sorgfältigen und rechtzeitigen Planung. Deshalb werden Eltern und Mädel gut tun, etwaige Anträge auf Zustimmung zu einer selbstgesuchten Stelle möglichst bald dem Arbeitsamt vorzulegen. Zuständig ist Das Arbeitsamt, in dessen Bereich sich Der Arbeitsplatz befindet. Dabei sind folgende Gesichtspunkte zu beachten:
1. Grundsätzlich müssen alle dazu geeigneten ge- unden Mädel das Pflichtjahr in der Landwirt- chast ableisten. Es hat also keinen Zweck, wenn für ein solches Mädel um eine städtische Stelle nachgesucht wird.
2. In erster Linie kommen landwirtschaftliche Haushaltungen für die Aufnahme von Pflichtjahrmädchen in Frage. Städtische Haushaltungen werden hauptsächlich beim Vorhandensein von Kindern berücksichtigt. Das Pflichtjahrmädel soll seine ganze Arbeit straft in den Dienst Der Aufgabe des Pflicht
jahrs stellen. Halbtagsarbeit kommt nicht tn Betracht. Grundsätzlich sollen Die Mädel in Die Hausgemeinschaft ausgenommen werden: nur in Ausnahmefällen kann Der Ableistung des Pflichtjahres zugestimmt werden, wenn Die Mädel im Elternhaus wohnen bleiben. Stellen in Geschäftshaushaltungen werden Dann nicht mit Pflichtjahrmädeln besetzt, wenn Die Hausfrau durch Mithilfe im Geschäft beansprucht ist, weil Pflichtjahrmädel Anleitung brauchen und weder mit Arbeit noch mit Verantwortung überlastet werden Dürfen.
3. Schließlich sei noch Darauf hin gewiesen, daß immer noch ein größerer Bedarf an Mädeln besteht, als Mädel gestellt werden können. Den Arbeitsämtern erwächst aus dieser Sachlage die häufig recht undankbare Aufgabe, die Mäder tunlichst Den Haushaltungen mit Dem dringendsten Bedarf zuzuleiten. Sie werden die Zustimmung zum Antritt einer selbstgesuchten Stelle nach Möglichkeit erteilen, wenn Der Arbeitsplatz den obengenannten An- forDerungen entspricht. Doch kann auch ein ander- weittg vorliegender dringender Bedarf Veranlassung sein, Die Zustimmung zu versagen.
Das Pflichtjahr mit Ostern 1940 zum drittenmal durchgeführt. Alle beteiligten Dienststellen sind bemüht, noch vorhandene Mängel abzustellen. Eltern und Mädel können Dabei mithelfen, wenn sie sich genau Über Die bestehenden Bestimmungen unterrichten und sich vertrauensvoll und rechtzeitig mit Den Arbeitsämtern über Die Ableistung Des Pflichtjahres verständigen.
Neues für den Büchertisch.
— Erich Kraft: Der Weg ist Das Ziel. Sonette. 242 S. Verlagsbuchhandlung I. I. Weber, Leipzig C1. — 6,— RM. Der gedankliche Gehalt des Buches, der Niederschlag einer im Diesseits wurzelnden Weltanschauung, die sich die stoischen Grundsätze eines Mark Aurel zu eigen macht und zu Treue zu sich selbst, zur tapferen Meisterung des verhängten Schicksals mahnt, ist stärker als sein dichterischer Wert. Ueber 200 Sonette schreiben, setzt besondere sprachliche Begabung und überragende Formbeherrschung voraus. Der ständige Gebrauch häßlicher Derbalfubstanttve auf ung, wie Kredenzung, Schweifung, Reifung, ober Verszeilen, wie „ein Kopf an eine Schulter still geschichtet (!)", Neubildungen, wie „scheinsam" (Des Reimes wegen!), sprechen nicht für diese Voraussetzung. Statt vieler Worte stehe die zweite Hälfte des Sonetts „Zettaufgaben" als Probe hier: „Dem
kleinen Kreise galt Das Werk der Väter. / Die
künft'ge Werk-Gesellschaft aller Täter (!) / Gilt
ganzen Ländern, Völkern. Wieder später / Betreut
Gemeinschaftsdienst, der stets erhöhte, / Europas sorgenvolle Abendröte, / Zuletzt der ganzen Menschheit» Altersnöte." So nüchterne prosaische Aussagen
können sich in der anspruchsvollen Form des Sonetts unmöglich wohlfühlen. Peter Bauer.
— Lustige Fliegerfibel. Von Major Albert Kropp. (Verlag „Offene Worte", Berlin.) Preis RM. 1,00. — (331) — Ein sehr unterhaltsames und in humoristischen Dichtungen zugleich lehrreiches Buch. Zu den hübschen Versen des Autors steuerte Feldwebel Rudolf Baum-
b a ch schmissige Zeichnungen bei. In Versen und Bll- bern lernt man hier den vielseitigen Dienst bei der Luftwaffe in seinen Grundformen kennen, wobei der humorvolle „ßehrgana" von unten bis hinauf zur obersten Spitze führt. An dem Büchlein hat der Leser viel Freude, und zugleich kann er darin manches erfahren unb lernen, was ihm bisher fremd war, ihm an unserer ßufroaffe aber bestimmt interessant sein wird. Wir spenden dem netten Büchlein gern unser ßob, nehmen „schnell die Feder — hoppla hopp — und schreiben es dem Albert Kropp". Für den Weihnachtstisch eine schöne Gabe für jedermann, insbesondere für unsere Jugend.
Ern^t Blumschein.
— Dr. Ernst Kremling: Wirtschaftsgeographische I r o - Schrift Nr. 1: Rußland. Jro-Derlag München. — (354) — Die wirtschaftsgeographischen Verhältnisse in Rußland schildert in leichtverständlicher Art diese Schrift, ohne mit allzu großem Ziffernmaterial den ßefer zu belasten. Heroorzuheben ist die beigegebene, fünffarbige Uebersichtskarte, welche ein Bild von der Größe Rußlands gibt unb bereits die neueste Ortsbeschriftung trägt.
— Der. Köh 1 ersche Solontalfatenber, dessen Jahrgang 1940 soeben erschienen ist (Wilhelm Köhler Verlag, Minden i. W.) bringt Erlebnisberichte und Erzählungen aus unseren Koloniem Jagd- und Kriegsfahrten in Busch und Dschungel. Wir erfahren, wie es heute in unseren Kolonien aussieht, wie die kolonialen Räume verteilt sind, und grundsätzliche Ausführungen über unsere Kolonisationsaufgabe.


