Ausgabe 
22.12.1939
 
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Hr.500 Erstes Blatt

Zreitag, 22. Dezember M9

189. Jahrgang

Gießener Anzeiger

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R o m, 21. Dez. (DNB.) Der Reichsführer ff

und

Drei berühmte Kampsfiugzeuge

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Be- Ex- der

Oeutsch-iialienisches Llmsiedlungsabkommen Der Reichsführer ff beim Duce.

als Fernaufklärer oder kombinierter Bom­be r-Fern a-ufklä re r einsetzen. Der Aufbau ist so ge­staltet, daß zusätzliche Tanks, Bildgeräte, raschestens ein- und ausgebaut werden können. Eine besonders lohnende Verwendung kann das entsprechend be­waffnete Kampfflugzeug Do 215 beispielsweise in einem Land finden, dessen zu schützende Städte sehr nahe an der Grenze liegen.

25 Jahre steht Claudius Dornier nunmehr am Konstruktionstisch seiner Werke, ein Mann in den besten Jahren, von unermüdlicher Schaffens--

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Palazzo Venezia. In diesem Jahre sind die Ehe­paare, die ihrem Vaterlande in den letzten zehn Jahren die meisten Kinder geschenkt haben, aus den KreisenderJndustriearbeiter aus­gewählt worden, nachdem im vergangenen Jahre, den kinderreichsten Ehepaaren der Landarbei­terschaft die gleiche Ehrung zuteil geworden war. Mussolini hat jeder dieser vorbildlichen Müt­ter ein Geldgeschenk und eine Versicherungspolice für das letztgeborene Kind in Höhe von tausend Lire überreicht. Insgesamt hat der Duce bei diesem Anlaß 1 460 000 Lire verteilt.

krankheiten, Laster und ungesunde Gewohnheiten sind mit den Leidenschaften einer gleichmacherischen Propaganda aus den

Stalins 60. Geburtstag.

Glückwunschtelegramm des Führers an Stalin.

Berlin, 21. Dez. (DJtB.) Der Führer Hal an Stalin zum 60. Geburtstag das nachstehende Glück­wunschtelegramm gesandt:Zu Ihrem 60. Geburts- tag bitte ich Sie, meine aufrichtig st en Glückwünsche entgegenzunehmen. Ich verbinde hiermit meine besten Wünsche für Ihr per­sönliches Wohlergehen sowie für eine glückliche Zu­kunft der Völker der befreundeten Sowjetunion« Adolf Hitler-

Auch der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop hat Stalin anläßlich des 60. Ge­burtstages feine Glückwünsche übermittelt.

Berlin, 21. Dez. (DNB.) Um die Arbetts- und Leistungsfähigkeit des deutschen Arbeiters bei feiner starken beruflichen Inanspruchnahme in Er­füllung der ihm vom Führer und vom deutschen Volk gestellten Aufgaben zu erhalten und zu er­höhen, hat Reichsorganifattonsleiter Dr. Ley ver­anlaßt, daß im Laufe des nächsten Jahres 1 0 0 0 0 0 deutsche Arbeiter, deren Leistungsfähigkeit durch besonders starken Arbeitsein- f a h beeinträchtigt worden ist, d r e i W o ch e n zur Erholung und zur vollen Wiederherstellung ihrer Arbeitskraft bei Uebernahme sämt­licher kosten durch die Deutsche Ar­beitsfront verschickt werden. Für die Auf­nahme der Erholungsbedürftigen werden sämt­liche deutschen kur- und Erholungs­orte in Anspruch genommen werden. Es ist beab­sichtigt, bereits im Januar 1940 mit den ersten Ver­schickungen zu beginnen. Die näheren Ausführungs- bcstimmungen werden in kürze bekanntgegeben werden. z

Als Gäste Hermann Görings zur Weihnachtsfeier.

Berlin, 21. Dezember. (DNB.) Ministerpräsi­dent Generalfeldmarschall Göring hatte es sich mit seiner Gattin auch in diesem Jahre nicht neh­men lassen, bedürftigen Berliner Fami­lien und Kindern, deren Väter auf dem Felde der Ehre gefallen sind, eine besondere Weihnachtsfreude zu bereiten. Die Gäste, die im Anschluß an das Mittagsmahl bei Schokolade und Kuchen an den langen Tischen saßen, wurden von Bürgermeister Steeg herzlich willkommen gehei­ßen, der ihnen die Weihnachtsgrüße des Feldmar­schalls und feiner Gattin überbrachte. Leuchtenden Auges ging es dann in den mit prächtigen, bunt behangenen Weihnachtsbäumen geschmückten Fest­saal, wo für jede Familie ein reicher Gabentisch gedeckt war. Nicht nur die Kleinen fanden in reicher Fülle das vor, was ihr Herz begehrt auch die Mütter konnten feststellen, daß ihnen so manche SorA für die Ausstattung des weihnachtlichen Gabentisches im Hause abgenommen war: Viele nütOche Dinge des täglichen Bedarfes, darunter auch Lebensmittel, nicht zuletzt eine respek­table W e i h n a ch t s g a n s , die für die kinder­reichen Familien fooar in zweifacher Ausfertigung vorhanden war. Müttern wie Kindern tat es auf­richtet leid, daß sie dem Generalfeldmarschall, den wichtigere Aufgaben am Erscheinen verhindert hat­ten nicht persönlich ihren Dank sagen und ihre Freude zum Ausdruck bringen konnten. Auch in der Schorfheide war für K'nder von Wald­arbeitern in gleicher liebevoller Weise ein reicher Gabenttsch gedeckt worden.

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Berlin, 21. Dez. (DNB.) Das kürzlich von feiner hätten Fernfahrt zurückgekehrte U-Boot des kapitänlennants Herbert Schultze hat während feiner ersten drei Unternehmungen 80 380 Bruttoregistertonnen feind­lich en Handelsschiffe au mes versenkt. Ls handelt sich bei dem Kapitänleutnant Herbert Schultze um denjenigen Unterfeebootskommandan len, den der Erste Lord der britischen Admiralität bereits in seinem Gewahrsam wähnte.

Auf Mmen gelaufen.

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Großzügiges Erholungswerk der DAF.

Hunderttausend Arbeiter erhalten drei Wochen kostenlosen Urlaub.

Glückliche Weihnachten der befreiten Volksdeutschen im Generalgouvernement.

Krakau, 21. Dez. (DNB.) Die Volksdeutschen im Generalgouvernement kamen am Mittwoch in über 500 Gemeinschaftsveranstaltungen zum erstenmal befreit vom polnischen Druck zu Weih­nachtsfeiern zusammen. Im Mittelpunkt aller Ver­anstaltungen stand die Uebertragung der Weih­nachtsfeier der Volksdeutschen Krakaus, die von der NSV. beschert wurden. Generalgouverneur Reichsminister Dr. Frank übermittelte die Grüße des Führers und gedachte der Opfer, die gebracht werden mußten, damit die Volksdeutschen dieses Landes endlich das Licht der Freiheit erblicken durf­ten.Sie ist nun gekommen", so sagte er weiter,und der Führer hat euch in dem Schimmer eures Weih­nachtsbaumes dieses Geschenk eines völkischen Gutes gegeben, eure Freiheit. Die Tyrannen, die Ver­brecher, die euch gemartert haben, sie sind dahin wie die Spreu vor dem Winde. Euch Volksdeutschen im Gebiete des Generalgouvernements wird deutsche Gerechttgkeit, Sauberkeit und Ordnung zuteil wer­den. Nicht nur euch, sondern allen, die guten Wil­lens sind. Wer aber in diesem Lande glaubt, sich gegen die Ordnung aufbäumen zu können, der ist verloren. Die Lebensaä der Polen tasten wir nicht an. Möge der unsterbliche Lenker der Geschicke, Völker und Menschen uns den Führer erhalten. Wir sind in unserem Schicksal eins mit dem Schicksal un­seres Führers."

Rrafreitefeuer in Danzig-Westpreußen

Danzig, 21. Dez. (DNB.) Ueberall im befreiten Neichsgau Danzig - Westpreußen flammten am 21. Dezember um 21 Uhr die Freiheitsfeuer der na­tionalsozialistischen Bewegung auf, um die Freude über die Wiedervereinigung mit dem Mutterland und den Dank an den Befreier Adolf Hitler und seine Soldaten zum Ausdruck zu bringen. Auf der Halbinsel Heia, auf der durch die blutigen Kämpfe berüchtigt gewordenen Oxhöfter Kämpe, waren die Volksgenossen ebenso um die Feuer ver­sammelt wie in der Marienburg und der ein­samen Tucheler Heide oder an den Stätten der Gefallenen in Bromberg. In der Gauhauptstadt Danzig fand auf dem Wiebenwall eine Kund­gebung statt, zu der über 100 Fahnen und Standar­ten mit den Formationen und zahlreiche Volks­genossen und -genossinnen aufmarschiert waren.

»Tag der Mutter un» des Kindes'" in Italen.

Rom, 21. Dez. (Europapreß.) Italien beging am Donnerstag denTag der Mutter und des Kindes". Aus diesem Anlaß empfingder Duce die 18 8 kinderreich st en Mütter des Landes zwei für jede der 94 Provinzen im

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kraft und mit nie versagenden Ideen. Er gehört den großen Pionieren der deutschen Luftfahä.

Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für I mm höhe für Anzeigen

von 22 mm Breite 7 Rpf. für Textanzeigen

von 70 mm Breite 50 Rpf. Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenstaffel B

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Ermäßigte Grundpreise Bäoeranzeigen

und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Rpf.

laufen und gesunken. Von der 22köpfigen satzung wurden bisher 15 Mann gerettet Die plosion ereignete sich an derselben Stelle, an am Dienstag der dänische DampferI y 11 e" ge­sunken ist. Dos Schiff fiel innerhalb weniger Minu­ten der Explosion zum Opfer. Der schwedische Damp­ferV e g a" ist unweit von Pmuiden auf eine Mine gelaufen und später auf Strand gesetzt worden. Die Besatzung, die sich in die Rettungs­boote begab, ist später von dem schwedischen Damp­ferDenern" an Bord genommen worden, die im Hasen von Pmuiden eingelaufen ist. DieVega" hatte eine Ladung Holz an Bord. Im Hafen von Vlissinaen ist der auf dem Wege nach Ant­werpen befindliche italienische DampferC o - mitas" (3685 Tonnen) gesunken. Die Besatzung ist sofort in die Rettungsboote gegangen. Man ver­mutet, daß dieComitas" auf eine Mine g e - l a u f e n ist. Fahrzeuge der holländischen Marine

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Ohne Idee.

Der Wechsel, der in Großbritannien hu nerhalb eines Jahres eingetreten ist, ist erstaunlich. Dieser Wechsel ruft in vielen Einzelheiten die Erin­nerung an den sozialen Erdrutsch in Rußland wäh­rend der letzten Monate des Jahres 1917 wach. Eine Vermischung der Bevölkerung hat stattgefunden, wie sie noch 1937 niemand für mög­lich gehalten hätte. Die Freimachung der großen Mittelpunkte der industriellen Bevölkerung unter der übertriebenen Furcht vor Fliegerangriffen ist von den Behörden mit einer geradezu wahnsinnigen Rücksichtslosigkeit durchgeführt worden. Hundert» tausende von Familien wurden auseinandergerissen, Kinder von ihren Eltern getrennt und in den Woh­nungen von mehr ober weniger widerstrebenden Gastgebern untergebracht. Ungeziefer und Haut»

80380 Tonnen von einem U-Boot versenkt. Oer von Churchillgefangengenommene" Kapitänleutnant Schultze von feiner dritten Zernfohrt zurück.

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Seit dem Tode Lenins im Jahre 1924 bestimmt Stalin die innere und äußere Politik der Sowjet« Union. Er hat sich dabei nicht nur als ein flugel Taktiker, sondern auch als Realpolitiker gezeigt, bei sich an die Tatsachen hält, der warten kann, wenn es notwendig ist, der aber auch handelt, entschieden handelt sogar, wenn die Zeit reif ist. Nur der Dun« fei und die kaum faßbare Ahnungslosigkeit bei alten Leute, die die englische Regierung bilden« konnte es für möglich halten, daß em Staatsmann wie Stalin gewissermaßen auf Befehl der eng­lischen und französischen Plutokratie diesen die ge« wattige Macht der Sowjetunion zur Verfügung stellen würde. Dies in einem Konflikt, der sick gegen Großdeutschland, also gegen Mitteleuropo richten sollte, einem Gebiet also, mit dem die Sow­jetunion geographisch und geschichtlich, wirtschasllich und organisch verbunden ist. Stalin hatte schon im März dieses Sabres die Westdemokratien in einer Rede daraus aufmerksam gemacht, daß Sowjetruß­land nicht daran denke, für andere Leute die Ka­stanien aus dem Feuer zu holen. Sowjetrußland treibt die Politik, die seiner Natur und seinen In­teressen angemessen ist, eine Politik, die auch die Politik Großdeutschlands ist. Das bedeutet die Ret­tung Europas vor der Habgier und dem Eigennutz der plutokratischen Demokratien.

Oer Lenin-Orden für Stalin.

Moskau, 21. Dez. (DNB.) Durch ein Dekret des Präsidiums des Obersten Sowjets wurde S t a- l i n aus Anlaß feines 60. Geburtstages für die Gründung des Sowjetstaates und die Festigung der Freundschaft unter den Völkern der Sowjetunion die höchste Auszeichnung der UdSS., der Lenin- Orden, verliehen. Der Ausschuß der Volks- kommissare der Sowjetunion beschloß anläßlich des 60 Geburtstages Stalins, 16 Stalin-Preise zu stiften, die alljährlich an Wissenschaftler und Künstler für hervorragende Arbeiten, fün die besten Erfindungen und für besondere Leistungen auf dem Gebiet der Mili­tärwissenschaften verliehen werden sollen. 2lußerdem werden Stipendien für die besteh Schüler an den obere« Schulen ausgesetzt.

in einer Kugel gelagertem MG. sichert beste Schuß­felder bei hervorragender Beweglichkeit und Richt- sähigkeit. Durch die Vergrößerung des Kopses der Do 215 gegenüber der Do 17 wurde auch d i e Sicht durch d i e Kanzel verbessert, so daß das Kampfflugzeug Do 215 eine Vollsichtkanzel besitzt.

Trotzdem ist aber auf eine Bewaffnung nach vor n nicht verzichtet worden. Im Komman­dantenfenster des Führeraufbaues ist ein MG., nach allen Richtungen beweglich, durch Lagerung in einer Kugel befestigt. Bei dem Kampfflugzeug Do 215 ist also im Kopf eine Waffepausrüftung, die allen Anforderungen gerecht wird. Das Kampf­flugzeug Do 215 läßt sich nicht nur als schneller B o mb e r oder Fernbomber, sondern auch

nen Wirrwarr und ein vollständiges Durcheinander. Mehrere Monate lang glich Großbritannien mehr einem aufgescheuchten Ameisenhaufen als einem zivilisierten und organisierten Land."

Bevor wir von dem englischen Schriftsteller sprechen, der dieses Bild entwirft, seien zwei sach­liche Randbemerkungen zu dieser Darstellung ge­macht: Es wird von einerVermischung der Bevölkerung" gesprochen, die die Erinnerung cm den sozialen Erdrutsch in Rußland während der letzten Monate des Jahres 1917" wach- ruft. Damit hat es folgende Bewandtnis. Durch beit deutschen Vormarsch während des Weltkrieges wur­den Hunderttausende von Arbeitern und Juden, die

Berlin, 21. Dez. (DNB.) Der schwedische DampferAdolf B r a 11" (1818 Tonnen) ist auf eine Mine gelaufen und untergegangen. 16 Mitglieder der Besatzung sind von einem lettischen Dampfer gerettet und in Hoek van Holland an

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Sanb gefegt m°rben. Funs werden noch vermißt, sind sofort ausgefahren, um das Wrack ausfindig Der schwedische DampferM a r s (1500 Tonnen) zu machen. Man nimmt an, daß sich das Wrack noch ist vor der englischen Ostkuste auf eine Mine ge- | einige Zeit über Wasser gehalten hat.

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Q^ef der deutschen Polizei H 1im m l er »der Mitt- Elendsvierteln von Glasgow, Liverpool und London woch tn Rom eingetroffen ist, begab sich in den über das ganze Land verbreitet worden. Eifen- Palazzo Venezia, wo er mit dem D uce eine lange bahnen, Straßenverkehr imb überhaupt alle nor- unb J)er3l,d)e Unterredung hatte. Zwischen der! malen Verkehrsmittel gerieten in einen allgemein Reichsregierung und der Faschistischen'- ------ .s..~ v

Regierung ist für die Umsiedlung der Deutschsprachigen in Oberetsch folgen­des von Reichsführer ff Himmler und Unter-

In den Berichten des Oberkommandos der Wehrmacht mürbe in der letzten Zeit wieder­holt der erfolgreiche Einsatz von Dornier-Kampfflugzeugen er» wähnt. Wir nehmen nachfolgend Gelegenhett, über die drei berühmtesten Kampfflugzeuge des Flugzeugbauers Dornier, die Do 1 aus dem Wettkriege 1914/18 und die Do 17 bzw. Do 215 aus Dem jetzigen Kriege näheres zu erzählen.

Unter den Mtarbeitern des Grasen Zeppe­lin befand sich als Statiker der junge Claudius Dornier. Er war 1884 in Kempten im Allgäu geboren, hatte 1907 an der Technischen Hochschule München fein Examen als Maschinenbauer bestan­den und wandte sich gleich Darauf dermodernsten i Technik der Zeit", der Flugtechnik zu. 1913 stellte Zeppelin ihm eine selbständige Abteilung Dornier" im Luftschiffbau zur Verfügung. Doch im August 1914 brach der Weltkrieg aus, und es zeigte sich bald, daß das Flugzeug zu einer mili­tärischen Waffe werden würde. Graf Zeppelin war es selbst, der Ende 1914 die Gründung einer Flugze-igwerft Dornier in Seemoos unterstützte. Im Jahre 1918 wurde sein Ja ad-Einsitzer Do D I mit 200 Kilometerstunden Geschwindigkeit und 8100 Meter Gipfelhöhe das leistungsfähigste Kampfflug- teug des deutschen Heeres. Mit dem Waffenstill­stand und Den schmählichen Bedingungen De^ Ver­sailler Vertrages fand die Arbeit Dorniers starke Hemmungen; sie ging mehr zum Verkehrsflugzeug- »au über, allerdings betrieb er in Auslandsgrün- iningen auch Den Militärflugzeugbau.

Die Errichtung Der Deutschen Wehrhoheit nach 1933 brachte Dornier wieder zu seiner alten Auf- Habe. BalD entstand der Ly p Do 17. Am Ernte­dankfest 1935 wurde sie ziMi erstenmal bet Öffent­lichkeit vorgeflogen. Zwen Jahre später auf dem Aürjcher Flugmeeting konnte auch das Ausland leststellen, daß die Do 17 rascher als alle im Serienbau befindlichen ausländischen Jagd-Einsitzer Dar. Neben Der Schaffung Der Motoren war es He Maschine selbst, Die Diese Geschwindigkeit wn über 400 StunDenfilometer mit einer Bomben- hft von 1000 Kilogramm und über Flugstrecken von rund 2500 Kilometer bei Der Do 17 ermöglichte. Solche Leistungen erfordern eine ausgezeichnete «rodynamische Form. Daß dies gelang, beweist die volkstümliche Bezeichnung Der Do 17 alsF1 i e - enber B 1 eistif t". Inzwischen ist Die Reihe «er erfolgreichen Kampf-Flugzeuge Dorniers durch die Do 215 erweitert worden.

Die Aufgabe eines solchen Angriffs-Flugzeuges esteht in erster Linie Darin, Erkundungen an Zielen md deren Zerstörung hinter der feindlichen Front Urchzuführen. Mm aber die Fronten Der Jäger oDer lerftörer zu durchbrechen, muß es neben hoher Ge- hwindigkeit eine ausreichende Bewaff­nung besitzen. Ein Einlassen in Luftkänstsie ent­flicht jedoch in keiner Weise den Aufgaben eines Üompfflugzeuges. Um aber nicht ^zwangen zu Derben, jebem Kampf auszuweichen, muß bie Be- Dcffnung entsprechend ausgebildet sein. In ziel- b'wußter Weise ist deshalb die Anordnung der Waffen des Kampfflugzeuges Dq215 gegenüber der Do 17 entwickelt nWrden.

Die augenfälligste Aenderung betrifft den B o- den stand, den sog. L-Stand. Eine ßinfenlafette ift bei dem Kampfflugzeug Do 215* in ähnlicher Keife wie auf dem Deckstpnd auch am Bodenstand ittaeorbnet. Der schütze kniet oder liegt und kann t|riroanhfrei die wichtigen Winkel parallel dem 'illmpWnit Auge und Wckffe bedienen, daneben bis >er Grad auch nach unten und entsprechend itlich feuern. Diese Anordnung des Ootanoes e eine wesentliche Aenderung Des Kopfes der 215 gegenüber Der Do 17 zur Folge. Es entftanD e r typische markante Kopf der Do 215, er die gesamte Besatzung ohne Trennwände in nem Raum enthält. Auf diese Weise ist gleichsam HsGehirn" in diesem Kopf vereint. Der hm- lei oben liegende 8-Stand ist ebenso geschossen Dte der O-Stand. Die drehbare Linse nlasette mit

ftaatsfeEretär im italienischen Innenministerium B u f f a r i n i unterzeichnete Abkommen getroffen worden:

Auf Grund der zwischen der Reichsregierung und der faschisttschen Regierung getroffenen Ver­einbarung ist es bis zum 31. Dezember 24 Uhr Den Deutschsprachigen der Provinz Bozen und der ent­sprechenden Gebiete der Provinzen Udine, Trento und Belluno, wie sie unter die Abkommen fallen, frei und spontan gestattet: Entweder für Die deutsche Staatsangehörigkeit aus Anhänglichkeit an das Stammland unter Ueberfieblung ins Reich zu optie­ren oder weiterhin unter Verbleib in den vorge­nannten Provinzen italienische Staatsangehörige unter ^Beibehaltung aller sich daraus ergebenden Rechte und Pflichten zu fein."

Das Abkommen besagt weiter, daß jeder Deutsch­sprachige beiderlei Geschlechts ungehindert bei den Gemeindebehörden ober bei den deutschen Stellen Die entsprechenden Formulare für die Option für Deutschland bzw. für Italien verlangen, ausfüllen und übergeben kann.

General-Anzeiger für Gberhesfen

Prüft und Verlag: vrühlsche Unioerfitätsörudcrd «.Lange in Stehen. Schristleitung und Geschästzftelle: SchuMrafte 7

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