Ausgabe 
22.11.1939
 
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Ab6s Erklärungen werben in politischen Kreisen dahin beurteilt, daß Japans Wünsche auf eine Honderstellung Nordchinas und der

inneren Mongolei klar erkennbar sei, daß

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Leuchte gehört eine so-Watt-MLampe. Verlangen Sie beim Slettrolicht'Fachmann die innenmattlerten

G. A.-Gport.

Eine Minute Gevenkpause am Totensonntag.

gangen.

Neue Hochwasserschäden in der Schweiz.

Das Hochwasser der Rhüne hat nun in Wallis, in der Nähe von Monthey, zu einem Damm- bruch geführt. Ein großes Gebiet wurde über­schwemmt. Die Wassermassen bedrohen das Dorf C o l l o m b a. Militär, Feuerwehr und Hilfsmann­schaften sind zur Ausbesserung des Dammes ein­gesetzt worden. Verursacht durch die anhaltende Schneeschmelze und einen vielstündigen Sturm hat ein Nebenfluß der Rhone, die S a l e n tz e, in Wal­lis ihr Bett verlassen und sich einen neuen Weg durch fruchtbare Felder gebahnt. Das Hochwasser bedroht hier eine große Brücke und die Kantonal­straße, die die Kraftwagenverbindung zwischen Lausanne und Mailand herstellt. Bon den Bergen sind große Erdrutsche niedergegangen, die die elektrischen Leitungen zerstörten und die Wasser­zufuhr mehrerer Ortschaften unterbunden haben.

Starke Schneefälle in Moskau.

In vielen Gegenden der Sowjetunion sind starke Schnee- und Regenfälle niedergegangen. Auch in M o s kau hat starker Schneefall eingesetzt. In O st- s i b i r i e n wurden an manchen Orten am Montag 40 Grad Celsius gemessen. Selbst die südlichen Gebiete, wie Taschkent und andere, melden un­günstiges Wetter.

Lastwagen in den Jsonzo gestürzt.

Auf der Straße von Tolmein nach Kar- fr e i t ist ein Militärlastwagen, mit Holz beladen, infolge schlechter Sicht während eines Platzregens über die Böschung in den Jsonzo gestürzt. Drei Soldaten kamendabeiums Leben, sechs wurden schwer verletzt.

Japans Pläne in China.

Sonderstellung Nordchinas und der inneren Mongolei.

Die Königin der Niederlande hat am Montag den niederländischen Gesandten in Berlin, van haersma d e W ith, im Palais Nord­ende in Audienz empfangen.

Aus aller Wett.

Spionage zu Gunsten Polens mit dem Tode gebüßt.

Berlin, 21.Jtoo. (DBB.) Die Iusklzpresiestelle beim Volksgerichtshof teilt mit: Die vom Volks­gerichtshof wegen Landesverrates zum Tode und zu dauerndem Ehrverlust verurteilten Brüder Karl und Bernhard Grzebellus aus Lasiowih (Kreis Tarnowih) bzw. Groh-Streh- lih sind heute hingerichtet worden. Karl nnd Bernhard Grzebellus haben gemeinsam mehrere deutsche Staatsgeheimnisse ausgespaht und an Polen verraten.

Die Volksschädlinge Seelhof und Goebel hingerichlet.

Altes Unrecht wiedergutgemacht.

Deutsch-slowakischer Staatsvertrag über die Rückgliederung der von den Polen geraubten slowakischen Gebiete.

WHW -Fußball im Gau Hessen.

Im Gau Hessen werden die Winterhilfs-Fußball- piele, die am 22. November statt find en sollten, am kommenden Sonntag, 26. November, durchgeführt. Dadurch verzögert sich selbstverständlich der Beginn der Meisterschaftsspiele. Die wichtigsten WHW.- Spiele finden in Kassel (Rechts gegen Links der Fulda), Hanau (Gauliga gegen Bezirksklasse), Fried­berg (VfB. Friedberg Hanau), Gießen, Fulda, Marburg und Bebra statt.

Handball der Jugend.

Fähnlein 4/116 Mo. 1. Zugend.

Auf dem Platz der Spielvereinigung 1900 stehen ich am heutigen Mittwoch beide Mannschaften in einem Freundschaftsspiel gegenüber. In der Mann­schaft des Fähnleins finden sich bekannte Spieler der 1. Jugend von 1900, unter anderen die voll­ständige Läuferreihe. Wenn auch die Mannschaft das erstemal zusammenspielt, so ist sie doch sehr spiel­stark und wird für die, in der für die Bannmeister­schaft vorgesehenen Aufstellung antretenden Män­nerturner einen gleichwertigen Gegner abgeben.

Zur Außenpolitik erklärte Ab6, daß eine fried- Uche Lage mit Rußland durch Beseitigung l*r bisherigen Streitfragen geschaffen werden solle. (t kündigte gleichzeitig die Einsetzung einer Grenz- Kommission zur Regelung sämtlicher Grenz- ftagen zwischen Rußland und Mandschukuo an. Gegenüber dem Krieg in Europa verfolge jopan die Politik der Nichteinmischung, lsobachte jedoch die internationale Lage aüfmerk- stnr.

Die Rachitis, auch als englische Krankheit bezeich­net, befällt das Kind zur Zeit feines stärksten Wachstums, insbesondere also den Säugling, aber auch noch das Kleinkind. Rachitische Kin­der gehen leicht an Infektionen zugrunde. Die Sterb­lichkeit an Lungenentzündung ist bei ihnen sechsmal so groß wie bei nichtrachitischen. Ein Viertel un­seres gesamten Krüppeltums ist auf die Rachitis zurückzufuhren. Menschen, die eine schwere Rachitis überstanden haben, erleiden an Körper und Ge- sicht für Lebenszeit schwerste Einbuße.

Wenn wir die Rachitis aus unserem Volkskörver ausrotten wollen, bcmn kann es, wie der Leiter der Universitätskinderklinik in Berlin, Professor Dr. Dessau, in derGesundheitsführung" betont, nur die Parole geben, alle Kinder einem Schutzv er­fahren zu unterziehen. Dieses Verfahren muß in erster Linie während der fonnenarmen Zeit durchgeführt werden. Die Gesundheitsämter werden allen Müttern mit Säuglingen eine Auf- forderung zu dem sogenannten Rachitistermin übermitteln. Dort wird nach ärztlicher Unter­suchung eine Flasche Digantol-Oel ausge­geben, das dem Säugling zusammen mit der täg­lichen Nahrung zu geben ist. Die Anwendung des Mittels wird überwacht. Nach zwei Monaten wird

Die Justizpressestelle Berlin teilt mit: Am 21. No­vember 1939 sind Emst Seelhof und Bernhard Goe­bel hingerichtet worden, die vom Sondergericht Berlin am 20. 11. 1939 wegen Verbrechens gegen die Verordnung gegen Dolksschädttnge $um Tode sowie zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden sind. Seelhof und Goebel, zwei mehrfach vorbe st raste ge­walttätige Gewohnheitsverbrecher, haben im Oktober d. I. in Brandenburg (Havel > unter Ausnutzung der Verdunkelung zusammen einen schweren Raubüberfall, Seelho außerdem gleichfalls unter Ausnutzung der Ver­dunkelung einen räuberischen Diebstahl und eine räuberische Erpressung be­

be i t der slowakischen mit der großen deutschen Natton für eine gerechte Regelung der Verhältnisse in Mitteleuropa. Der Füh­rer des Deutschen Reiches habe dadurch bewiesen, daß er die Grenzen in diesem Teile Europas, den ethnischen Grundsätzen entsprechend, regeln wolle, und dies nicht nur zu Gunsten des deutschen Voltes, sondern auch der kleinen Nattonen.

Das slowakische Parlament nahm am Dienstag eine Regierungserklärung entgegen, die der stellvertretende Ministerpräsident Dr. Dur- cansky, der den erkrankten Dr. Tuca vertrat, verlas. Sie stellte fest, daß das von Adolf Hitler vertretene Volkstumsprinzip sich den Weg durch das Jahrhundert bahnen und überall dort durchsetzen werde, wo es noch nicht verwirklicht fei, damit ein dauernder Friede in Europa einziehe. Das slowakische Volk werde den Weg der Freund­schaft mit dem Deutschen Reich und der Zusammenarbeit mit allen anderen Staaten weiter­gehen. Die Zusammenarbeit mit Deutschland habe den Slowaken zur Selbständigkeit verhalfen, sie vor der polnischen Gefahr bewahrt und das ihnen von Polen angetane Unrecht wieder gutgemacht. Wenn auch die formelle Einverleibung der ehemaligen slowakischen Gebiete den Feinden Deutschlands unangenehm sei, bleibe dies doch ein Faktum, daß das slowakische Volk im Rahmen der Demokratie unter der Herrschaft der Humanität die­ses Gebietes beraubt worden fei, es aber durch das nationalsozialistische Deutschland zurückerhalte. Der Minister wandte sich gegen die westliche Greuel Propaganda und gegen den Plan der Wiedererrichtung der ehemaligen Tschecho-Slowakei. Art und Weise sowie Ziele der feindlichen Propa­ganda müßten in jedem Menschen die Ueberzeugung erwecken, daß der von den Weststaaten gegen Deutsch­land geführte Krieg jener Ziele entbehre, für tue es würdig sei zu kämpfen.

Wirtschaft.

Gießener SchlachtviehmarN.

Zum gestrigen Gießener Schlachtviehrnarkk (Schlachtviehverteilungsrnarkt) in der Viehversteige­rungshalle Rhein-Main in Gießen wurden 7 Ochsen, 8 Bullen, 64 Kühe, 40 Färsen, 123 Kälber, 277 Schweine, 60 Schafe aufgetrieben.

Preise: Ochsen 38 bis 45,5 Rpf. Bullen 33 bis 43,5, Kühe 22 bis 44,5, Färsen 38 bis 45,5, Kälber 25 bis 65, Schafe 30 bis 48 Rpf. je Pfund Lebend­gewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,10 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,10 RM., b2 (120 bis 134,5 kg) 1,10 RM., c (100 bis 119,5 kg) 1,08 RM., d (unter 100 kg) 1,02 RM., ef (unter 80 kg) 0,98 RM., gl (fette Specksauen) 1,10 RM., i (Alt­schneider) 1,10 RM., g2 (andere Sauen) 1,10 RM., h (und Eber) 1,06 RM.

Marktverlauf: ausverkaust.

Rhein-Mainische Börse.

Uebenviegend fest.

Frankfurt a. M., 21. November. Die anhal­tende Geldflüssigkett führte an der Börse zu weite­ren Antagekäufen, so daß die Haltung überwiegend weiter fest war. Im ganzen hat sich das Geschäft nach den lebhafteren Vortagen etwas verringert, auch setzten sicy im Anschluß an den gestrigen Schlußverkehr vereinzelt weitere Gewinnmitnahmen fort.

Der Aktienmarkt zeigte daher eine ausge­glichenere Kursentwicklung, und die durchschnitt­lichen Erhöhungen lagen bei 0,50 bis 1 v. H. In verschiedenen Spezialwerten war das Material aber weiter knapp, so daß stärkere Erhöhungen vorlagen. So bei ScyeDeanstalt mit 216 (213), Löwenbräu München mit 231 (228) und Verein. Deutsche Metall mit 154,50 (152,50), ferner am Montan­markt Hoesch mit 114 (112,50) und Buderus nach Pause mit 100,25 (98,50). IG.-Farben mit 160, Mannesmann mit 107,50 und Verein. Stahl mit 100,13 lagen unverändert. Etwas niedriger eröff­neten Adlerwerke Mit 95,50 (95,75), Rheinmetall mit 120,75 (121,50) und Heidelberger Zement mit 137 (137,50).

Auch der Rentenmarkt lag etwas stiller, ob­gleich die Nachfrage nach Reichsschatzanwersungeni und Pfandbriefen vorhielt. Von Auslosungswerten Reichsaltbesitz 137 (136,90), Dekosama I 140,65 (140,25). Industrie-Obligationen lagen still und un­einheitlich, auch Liqui-Pfandbriefe bröckelten meist leicht ab. Von Stadtanleihen verloren 1928er Mainz 0,50 v. H. auf 94. Fest waren weiterhin Reichs- bahn-VA. mit 126 (125,75). Im telef. Frewerkehü liehen Steuergutscheine I leicht nach.

In der zweiten Börsenstunde blieb die Haltung überwiegend fest, das Geschäft war aber still. Salz­detfurth setzten ihre Steigerungen bis auf 171 nach anfangs 169 (167,50) fort. Verein. Stahl gewan­nen 0,40 v. H. auf 100,50, AG. für Verkehr 1 v. H< auf 113,50, sonst waren kaum zweite Notierungen! vorhanden. Bei den später festgestellten Kursen stell­ten sich größtenteils Erhöhungen ein, über 0,50 bis! 1 v. H. gebessert waren Klöckner mit 123,25 (121,50), Südd. Zucker mit 222 (220,50) und Feinmech. Jet- ter mit 105,75 (103), andererseits Daimler 118,50 (119,65), RWE. 116,65 (117,65), Felten 140 (140,75).

Im Freiverkehr waren Katz & Klumpst mit 94 (92), Rastatter Waggon Mit 41 und Growag mit 77 gesucht. Tagesgeld um). 2 v. H.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 21. November. Es notier« ten je 50 Kilo Lebendgewicht in RM.: Kälber an­dere a) 62 bis 65 (am 15. 11. 62 bis 65), b) 55 bis 59 (53 bis 59), c) 46 bis 50 (45 bis 50), d) 30

bis 40 (35 bis 40). Hümmel a 2) 49 bis 50 (49 bis

50), b2) 44 bis 48 (44 bis 48), c) 30 bis 42 (32 bis 42), d) 25 bis 28 (28). Schafe a) 40 bis 42 (40 bis

42), b) 35 bis 39, (37 bis 39), c) 20 bis 32 (25

bis 32). Schweine a) 56 (56), bl) 56 (56), b2) 56 (56), c) 55 (55), d) 52 (52), e) 50 (50), Sauen gl) 56 (56). Marktverkauf: Kälber, Schafe und Schweine zuge« teilt.

Tokio, 22. Nov. (DNB.-Funkspruch.) Premier- nrinifter A 6 ö gab der Presse Erklärungen über die lhinapolitik Japans ab, die in Anlehnung an die Lonoye-Erklärung vom Januar 1938 wichtige An- fnlts punkte dafür geben, wie sich die Beziehun­gen eines neuen China unter Wang Tching- Lki zu Japan gestalten sollen. Grundsätzlich, so er- lärte Ab6, werde Japan alles vermeiden, was die Gleichberechtigung und Souveränität der reuen Regierung verletzen könnte. Andererseits fei Japans Führerschaft in Fern - Ost natürlich gegeben. Japan erwarte, daß ^ordchina in besondere Beziehungen ru Japan und Mandschukuo trete und daß prner Nordchina und die Innere Mon­golei enger miteinander verbunden I v-erden als andere Teile Chinas.

Zur Stationierung japanischer Trup­pen in China erklärte Ab6, daß bie'fe Maß­nahme sich allein aus dem Gedanken eines lieber» f nfommens zwischen China und Japan ergebe. 57an dürfe Nicht glauben, daß der China-Konflikt cLIein durch die Einsetzung einer neuen Regierung mb die Beseitigung Tschiangkaischeks sowie die Zer- rücknahme japanischer Truppen gelöst sei, vielmehr fiiinbe die schwerste Aufgabe noch bevor. Da die i riegsfd)u(ben Japans sich feit Beginn des (hinakonfliktes auf 10 Millionen Pen beliefen, verde auch noch die nächste Generatton mit der endgültigen Lösung der Neuordnung in Fernost beauftragt sein. \

NSRL.-Reichsführung hat für alle Ceran- taltungen am Totensonntag, 26. November, ange­ordnet, daß sie vom Spiel- oder Veranstaltungs­leiter zum Gedenken an die für Führer, Volk und Vaterland Gefallenen des Krieges und der Be­wegung auf eine Minute zu Unterbrechen sind. Auf den Spiel- und Sportplätzen vorhandene Flaggen ' inb für die Gedenkminute Halbstock zu setzen.

eine zweite Flasche ausgegeben. Nach weiteren zwei Monaten erfolgt dann die dritte Vorstellung mit der Abschlußuntersuchung. Etwa 1,5 Millionen Säuglinge werden von dieser Aktion erfaßt.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer hat auf Vorschlag des Stabschefs der SA. - Standarte 2, Standort Woln­zach, in Erinnerung an den am 8. November 1939 bei dem verbrecherischen Anschlag im Bürger- bräukeller zu München schwer verletzten und am 13. November den Verletzungen erlegenen SA.- Standartenführer Michael Schmeidl die Bezeich­nungSA.-Standarte 2 Michael Schmeidl" ver­liehen.

Reichsleiter Korpsführer Hühnlein, der Ehrenführer der Motor-HI., spricht am Donners­tag von 19.35 bis 19.45 Uhr im Rundfunk aut Motor-HI. und ihren NSKK.-Ausbildern als Auf­takt für eine planvolle noch intensivere Schulung.

Berlin, 21.Nov. (DNB.) Wie vor kurzem be- lannlgegeben wurde, hat der Führer der slo- oakifchen Regierung zugefagt, daß Deutschland die ton der slowakischen Regierung gellend gemachten Dünsche wegen der Wiedervereinigung der ton dem früheren polnischen Staate h den Jahren 1920, 1924 und 1938 in Besitz genommenen Gebietsteile mit der Slowakei erfüllen werde und daß die Rück­gliederung der Gebiete durch einen Staafsoer- 1rag zwischen Deutschland und der Slowakischen Republik geregelt werden solle. Dieser Staatsvertrag ft inzwischen fertiggestellt und am Dienstag im lluswärtigen Amt durch den Reichsminister des Auswärtigen, von Ribbentrop, und den fowakifchen Gesandten, Eernak, unterzeich- i e t worden.

Genugtuung in der Slowakei.

Gerechte Festlegung der Bolkstumsgrenzen durch den Führer.

Preßburg, 22.Nov. (DNB.-Funkspruch.) Die ISowakische Presse verzeichnet mit großer Oenuatuung den Abschluß.des Vertrages über die Rückgliederung des seinerzeit von Polen entrissenen towakischen Gebietes. Sie stellt fest, daß durch die MnterAeichnung dieses Vertrages das der Slowakei ^gefügte Unrecht beseitigt wurde und diese tamit im Norden und Nordosten ihre tausend- lühriye Dolkstumsgrenze erlangt habe. Dieses Abkommen bedeute nicht nur einen Er- bla der slowakischen Außenpolitik, sondern auch eine »elohnung für die Tapferkeit und Opferwilligkeit Ier slowakischen Soldaten. Es sei ferner ein weite- iiss glänzendes Ergebnis der Zusammenar-

jedoch feine Haltung gegenüber Mittel- und S ü d ch i n a vollkommen ungeklärt ist.

DiellSAundderEhina-Konflikt.

Verschärfung der amerikanisch-japanischen Beziehungen.

Washington, 21. Nov. (Europapretz.) Er­klärungen des Unterstaatssekretärs Sumner W e l, l e s, in denen er die Lage der amerikanischen Staatsbürger in Tientsin als pretär bezeichnete und der Entschlossenheit der Vereinigten Staaten Aus­druck gab, alle Rechte in China zu wah- r e n, werden in politischen Kreisen als ein neues Anzeichen für eine erhebliche Versteifung in den Beziehungen zwischen den USA. und Japan betrachtet. Man ist auch der Auffassung, daß sich die Aussichten, den vor kurzem von den USA. ge­kündigten Handelsvertrag durch neue Ab­machungen zu ersetzen, stark verringert Habern Die Erklärungen Sumner Welles, der während des Urlaubs dem Staatssekretärs Hüll die Geschäfte des Staatsdepartements führt, werden um so. be­deutsamer gehalten, als sie die amtliche Stel­lungnahme der USA. unmittelbar nach, der Zurückziehung eines Teiles der französischen. und der englischen Garnisonen aus Nordchina und nach der Erzielung eines grundsätzlichen Einverständ­nisses über ein russisch-japanisches Handelsabkom­men darstellen.

Auch in der führenden Presse, wie in derNew Port Times" und imHerald Tribüne", geht die Auffassung dahin, daß nach dem teilweisen Rück­zug Englands und Frankreichs von der oftafiattschen Front nunmehr der alleinige Verfechter des Grundsatzes derOffenen T ü r", d. h. der kapi­talistischen Interessen der Demokratien in China, die Vereinigten Staaten seien. Man glaubt auch, daß die Vereinigten Staaten entschlossen seien, die­sen Standpunkt auch in Zukunft aufrechtzuerhalten. Daran ändere auch die kürzliche vielfach mißver­standene Erklärung des Staatsdepartements nichts, wonach die Vereinigten Staaten nicht gewillt feien, die französische und die englische Konzession in Tientsin zu verteidigen. \

Generalfeldmarschall Göring hat an den Reichspostminister Dr.-Jng. e. h. O h n e f o r g e nach Abschluß der Operationen in Polen ein Schrei­ben gerichtet, in dem er seinen Dank für die Mit­arbeit der Reichspost an dem reibungslosen Ablauf der Nachrichtenübermittlung während des polnischen Feldzuges Ausdruck gibt.

Am 21. November traf das für den Distrikt Warschau bestellte Sondergericht ein. Die Mitglieder des Gerichts unter Leitung des Land­gerichtsrats (Seda wurden vom Gouverneur des Distrikts Warschau, Dr. Fischer, in ihren Auf- gabenkreis eingeführt. Aufgabe des Sondergerichts ist es, alle Verbrechen, soweit sie nicht zur Zu­ständigkeit des Standgerichts oder anderer Gerichte gehören, zu ahnden und abzuurteilen.

Wie derDaily Telegraph" meldet, sind an der Grenze zwischen Montana und Alberta die ersten fünf Militärflugzeuge, die für Eng­land in Kalifornien gebaut wurden, ge­landet. Sie wurden dann über d i e kanadische Grenze gerollt.

Die amerikanksche Marinekommission prüft den Plan der United States Line, einen Fahrgast- schiffsverkehr zwischen Neuyork und Italien unter Vermeidung der für die amerika­nischen Schifte verbotenen Kriegszone herzustellen. Die Gesellschaft hat die Verwendung von 37 Ueber- feebampfern in Aussicht genommen, die von Neu­york nach Genua und Neapel fahren sollen.

Feldzug gegen die Rachitis.

Alle Säuglinge erhalten Schutzmittel.

Obwohl wir Kriegszustand haben, wird die Ge- fundheitsführung in Deutschland nicht vernach- Üssigt. Gerade im Kriege ist es notwendig, die Ge­sundheit besonders auch der künftigen Generatton ji sichern. Es ist deshalb von entscheidender Be- rcutung, daß gerade in diesem Augenblick eine seit Ungern vorbereitete Aktion gestartet wird, ein ? eldzug gegen die Rachitis. Im Einver- rshmen mit dem Stellvertreter des Führers hat ^rReichsinnenminister die planmäßige Durchfüh- rmg von Derhütungsmaßnahmen möglich st bei j?dem Kind angeordnet. Neben den Säuglinas- fursorgestellen der Gesundheitsämter stehen die fmtlichen Hilfsstellen für Mutter und Kind der SSD. für diese Aktion zur Verfügung.'Die durch te unentgeltliche Abgabe von Rachi- t sschutzmitteln enfttehenden Kosten werden für die sozialversicherte Bevölkerung von den Lan- Lüsversicherungsanstalten, für die Hilfsbedürftigen tnn der NSV. getragen. Die Gemeinden sind auf» erfordert worden, die Durchführung der Aktion nach mästen zu fördern.

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