Ausgabe 
22.11.1939
 
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Nr. 274 Erster Blaff

189. Jahrgang

Mittwoch, 22. November IM

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Oie Aufdeckung des Münchener Attentats.

Oer Attentäter verhaftet und voll geständig.

Das perfide Verbrechen von Otto Straffer im Auftrag des Intelligence Service organisiert.

3.

Hinweise geben, tttU wem L.

noch

9.

Der Ehef desMelligemeService sürWesteuropa

beim Grenzüberttiii verhaftet

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oder

Wie der Verbrecher von München gefaßt wurde

Sorgfältige Rekonstruktion des Tatbestands. - Oer Täter systematisch einaekreist

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1. Wer kennt

2. Wer kann

m 3n. kurz-.

gewonnen werden über das Uhrwerk, das He Explosion auslöste, Über die Art des

noch noch

Umgang? Wer kann verkehrte?

Gefangennahme, ob noch auf holländischem deutschem Boden, werden zur Zelt geprüft.

Zügen. Autobussen usw. allein oder mit ande­ren gesehen?

wer hat L. noch im Auslande gesehen? wann, wo und mit wem?

Elser?

Angaben machen über feinen

schreiten. Sie wurden dabei von den wachenden deutschen Organen überwältigt Gefangene der Staatspolizei liefert. Die widersprechenden Angaben

reife auf ihn wartenden Auftraggebern zu begeben.

Aus bestimmten Gründen fuhr (Elfer am Nach­mittag des 7. noch einmal nach München zu­rück. Ls gelang ihm, in der Nacht vom 7. zum 8. neuerdings in den Bürgerbräukeller einzudringen, um sich noch einmal durch persönliches horchen von dem Ticken des Uhrwerks zu überzeugen. Der Ver­brecher hatte hier nicht vergessen, für eine A b - dämpfung des Geräusches zu sorgen. (Er wiederholte diese probe in der Nacht vom 7. auf den 8. einige Male. Am 8. morgens frühstückte der Verbrecher dann in einer Münchener Wirtschaft in der Nähe des Jfartores im Tal und begab sich daraufhin mit der Bahn über Ulm an d i e Grenze. 3n der Nacht vom 8. auf 9. versuchte er nun, in der Nähe von Konstanz die Grenze nach der Schweiz hin zu überschreiten. Die unterdes ein­getretene allgemeine Alarmierung machte ihm dies jedoch unmöglich und führte zu feiner Verhaf­tung. Auftraggeber bzw. Geldgeber für das Unter­nehmen war der britifche Intelligence Service. Organisator des verbrechens Otto Straffer.

Die Ermittlungen nach feinen Auftraggebern und

Komplicen hatten bisher Veröffentlichungen noch nicht angezeigt erscheinen lassen. Nunmehr aber ist jedenfalls ein Teil der mit dem verbrechen im Zu­sammenhang stehenden Subjekte bereits ver­haftet. Zur weiteren Aufklärung werden an die Oeffentlichkelt folgende Fragen gerichtet:

sie Über­und als e l n g e- über Ihre

4. Wo ist L. in den letzten Jahren aufgetaucht?

5. Wo oder bei wem hat er Einkäufe getätigt ober Bestellungen aufgegeben?

6. Wer weih noch, dah sich L. mit Erfindungen, technischen Zeichnungen. Konstruktionen. Bau­plänen usw. beschäftigte?

7. Wer hat bei anderen Personen Zeichnungen oder pläne des Bürgerbräukellers gesehen?

8. wer hat L. In Lokalen, auf Bahnhöfen. In

In einer in der Krlmlnalgeschlchte einzig dastehen- bm weise hatte er in wochenlanger Kleinarbeit In eiie der Tragsäulen des Bürgerbräukellers eine Zeltzündeladung eingebaut, deren Uhr­sti t auf sechs Tage oder 144 Stunden eingestellt Mr. Die Planung des verbrechens geht auf den September bzw. Oktober 1938 zurück. 3m August 11139 fand der (Einbau der Sprengkammer statt. V-e Sprengladung brachte er am 7. Tage vor her Kundgebung im Bürgerbräukeller an. Sechs Tage vorher versuchte (Elfer zum ersten Male, (le unterdes eingestellte ZÜndmaschlne in die Sprengkammer zu bringen. Dies mißlang. Auch bi? fünfte Nacht vorher war Ihm ungünstig und führte wieder zur Aufgabe des Unternehmens. Die Bucht vom vierten zum dritten Tag vor dem l-November gab aber (Elfer die Gelegenheit, feine Zindmafchlne in die vorbereitete Sprengkammer Mzubauen. Der Täter fuhr daraufhin sofort ab, m sich über Stuttgart zu den in der Schweiz be-

Berlin, 21. November (DNV.) Amtlich wird verlautbart:

Die im Haag befindliche Zentrale des bri­tischen 3ntelligence Service für West­europa versuchte seit längerem, in Deutschland Komplotte anzuzetteln und Anschläge zu orga­nisieren bzw. Verbindung mit von ihnen vermute­ten revolutionären Organisationen aufzunehmen. Auf Grund einer ebenso verbrecherischen wie alber­nen Aufklärung durch deutsche (Emigranten lebte man in der britischen Regierung und In dem Ihr unterstellten 3ntelligence Service In der Meinung, es befände sich im Staat, In der Partei und in der Wehrmacht eine Opposition mit dem Ziel, Im Reich eine Revolution herbeizuführen. Un­ter diesen Umständen wurden Beamte des Sicherheitsdienstes der ff beauftragt, Verbindung mit dieser britischen Terror- und Revolutionszentrale im Haag aufzunehmen. 3n dem Glauben, tatsächlich mit revolutionären deut­schen Offizieren zu verhandeln, offenbarten die Ver­

treter des brlttfchen Intelligence Service den deut­schen Beamten ihre Absichten und pläne, ja, um eine dauernde Verbindung mit diesen vermeint­lichen deutschen Offizieren aufrecht erhalten zu kön­nen, lieferten sie ihnen außerdem ein bestimm­tes englisches Funksende- und Emp­fangsgerät, durch das die deutsche Geheime Staatspolizei bis zum heutigen Tage die Ver­bindung mit der britischen Regierung aufrechterhalten hatte.

Am 9. November versuchten nun die Leiter die­ses britischen 3ntelligence Service für (Europa, Mr. Best und Kapitän Stevens, die holländi­sche Grenze bei Venlo nach Deutschland zu über-

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Die Vernehmung eine» jeden Verbrechers bedingt Abtasten und Kennenlernen seiner psychologischen Substanz: als sich der Verdacht­kreis um Elser dann geschlossen hatte, als sämtliche persönlichen Bindungen, sein Lebens­weg, seine Kreise, bis auf die Sekunde genau festzulegen waren, konnte in immer neuen, mehrfachen Vernehmungen und Gegenüberstel­lungen dann die Ueberzeugung gewonnen wer­den, den wirklichen Täler in Händen zu haben. Unter der Last des Bewcismaterials und der inzwischen in seinen Zufluchfestätten sichergestellten Einzelheiten konnte das Ge- st ä n d n i s des Verbrechers dann nur noch das Untersuchungsergebnis bestätigen.

Wie haben diesen Mann gesehen. Das ist der Mörder der Opfer jenes furchtbaren Planes, das ist der Mann, der den Führer und mit ihm die Führerschaft des Reiches treffen wollte. Man muß sich das alles immer wieder vor Augen halten, denn dieser Mann dort hat keine auffällige Verbrecher - Physiognomie, sondern intelligente Augen, leise, vorsichtig abwägende Ausdrücke, die Vernehmungen dehnen sich endlos, jedes Wort überlegt er lange und genau, bis er Antwort gibt, und wenn man ihn dabei beobachten kann, vergißt man im Augenblick, vor welchem satanischen Untier man steht, welche Schuld, welche grausige Last dieses Gewissen dort scheinbar so leicht zu tragen imstande ist.

Die Kriminalgeschichte kennt keinen Parallelfall für dieses gemeinste und raffinierteste aller Ver­brechen. Wie genau und systematisch dieser Ver­brecher gearbeitet hat, dafür spricht folgende Einzel­heit, die sich im Laufe der Vernehmuna ergab. Nach seinem eigenen Geständnis sollte Elser zur Klärung einiger Fragen an den Tatort in den Bürgerbräukeller nach München gebracht werden. Elser erklärte diesen Weg für überflüssig und fer-

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Berlin, 21.Nov. (DBB.) Der Reichsfüh­rer ff und Chef der deutschen pollzel l bt bekannt:

Sofort nach dem ruchlosen Anschlag Im Bürger- bäufeller am 8. 11. 1939 wurden Maßnahmen ge- i hoffen, die znr Aufklärung des verbrechens ^eignet erschienen und die Festnahme des Mers ober der Täter ermöglichen konnten. 3m 5uge dieser Fahndungsmahnahmen fand eine «mgenbllckliche Sperrung aller deutschen (s renzen in Verbindung mit einer verschärften 0 renzkontrolle statt. Unter den noch In dle- far Nacht Verhafteten befand sich ein Mann, der ersuchte, auf Illegalem Wege über die deutsche (irenze in die Schweiz zu gelangen. Es handelte sich bibei um den 36 3abre alten Georg (Elfer, zi letzt wohnhaft irt München. Die inzwischen ge- lioffenen Feststellungen der von der Sicherheits- plizei nach München entsandten Sonderkommission egaben zahlreiche Hinweise auf die Vorbereitung und Ausführung der 2-a L Als Täter schien eine perfon In Frage zu lummen, von der bereits am 12.11. eine genaue Beschreibung veröffentlicht werden konnte.

Vettere Feststellungen verstärkten den Verdacht, - Georg (Elfer zumindest in irgendeiner Beziehung z u dem Attentat stehen mußte. Unter der Last des von der Sonderkommiffion fo- ttabl am Tatort als auch In feinen inzwischen er­mittelten Zufluchtsstätten fichergestellten Beweis- materials und nach mehreren Gegenüberstellungen legte (Elfer nach erst hartnäckigem Leugnen am 1L 11.1939 ein volles Geständnis ab.

Sprengstoffes und den ungefähren Umfang des zu diesem verbrechen benötigten Spreng­materials sowie über den mutmaßlichen An­bringungsort der Höllenmaschine sowie deren eigentliche Bauart, vorgefundene Teile eines Spezialuhrwerks machten wichtige Schlüsse auf deren her st ellerfirmen möglich und gaben damit ganz besonders wert­volle Fingerzeige für die Fahndung nach dem Täter.

Auf dieser Unterlage der Tatortskommission baute bann die T ä t e r k o m m i s s i o n der Sicherheits- Polizei, aus Beamten der Geheimen Staatspolizei zusammengesetzt, ihre weitere Arbeit auf, und un­ter diesen gewonnenen Gesichtspunkten konnten nun die Tausend und aber Tausend Angaben aus dem ganzen deutschen Volk durchkämmt und abgeson­dert werden. Der Kreis um den Verbrecher wurde enger und enger, da man nun ja jetzt in der Lage war, das Wesentliche vom Unwesentlichen, das Zu- gehörige vom Nichtzugehörigen zu trennen. Alle Arbeit konnte darum in erster Linie sich auf den mutmaßlicher Täterkreis konzentrieren, um so dann systematisch auf den Täter, den Verbrecher selbst zu stoßen, und dann die oon ihm ausgehenden Ver­bindungslinien zu verfolgen.

In Richtung der ersten Untersuchunasergebmsse wurden auf Weisung des Reichsführers ff aus dem ganzen Reichsgebiet und von den Grenzen her alle nun zu dem engeren Verdachtskreis gehörenden Personen zur Sonderkommission nach München Überstellt, die wiederum nochmals nach den neue­sten Befunden den Kreis nach eingehendsten 93er- nehmunqen immer weiter einengte Wer den Aus­druckKreuzpeilung" im Funk und in der Naviga­tion beherrscht, der versteht am besten, wie klar und logisch zwingend die Ueberschneidung der Ar­beitsergebnisse oon Täter- und Tatortkommission im Kreise der verhafteten Verdächtigen dann den wirk- lichen Täter bezeichnete.

linden zum 9. November eine besonders mühevolle $rebeit; der ganze Sprengschutt wurde sorgfältig keachtet und systematisch durchsiebt und geordnet, end) tage, und nächtelangem methodischem Suchen rer genauester Druckberechnung und Beachtung ie Eigenart dieser entsetzlichen Sprengung kam die Sicherheitspolizei In den Besitz einzelner teils ge- tr^fügig scheinender Splitter, Schräubchen und ^verteile, die zur ersten Rekonstruktion des itjektiven Tatbestandes die notwendige Ürraussetzung waren.

Es konnte nunmehr ein erstes klares Bild

d I o H e n.

iIleichzeitig begab sich eine kriminalpolizeiliche ezialkommisston (T a t o r t s k o m m i s s i o n), be» »' bere Fachleute und Spezialisten der Sicherheits- ic. izei, nach München, wo ebenfalls sofort nach dem Öltransport der Toten und Verwundeten der isentliche Tatort völlig abgeriegelt v>. rde. Es begann dann hier noch in den Nacht-

Berlin, 21. Nov. (DNB.) Zu der Aufdeckung >is Münchener Attentats erfährt derDeutsche Di e n st" noch folgende Einzelheiten:

Sofort nach der ^lrchtbaren Untat am Abend des 8. November im Münchener Bürgerbräukeller tra- ici durch Befehle des Reichsführers ff sämtliche D-iils der deutschen Polizei mit höchster Alarmstufe n Tätigkeit. Es begann in der Stunde des 93er. ^chens bereits von außen nach innen gleichsam $on eine Einkreisung des Täters. Sämt- i<pe Grenzübergänge wurden gesperrt, offene 0" enzabschnitte besonders stark überwacht, keiner eich nur irgendwie verdächtig scheinenden Person mnrbe der Grenzübertritt gestattet, ehe nicht die ievndere Genehmigung des Chefs der Sicher- etspolizel (Reichssicherheits-Hauptamt) dazu vor- a\.. In einem äußerst knappen Zeitraum waren imit also die Türen, die aus dem Reich führen Hinten, hermetisch abgedichtet und ver-

Aufftand in Woziriffan.

Auch an den Nordgrenzen Indiens er­beben sich die eingeborenen Stämme gegen die britische .Herrschaft. Telegramme aus Delhi melden, daß die Aufständischen bei N a z m a k die bärtige britische Garnison überfielen, in einem Handstreich zehn Soldaten und einen Offizier töteten und zwei weitere Soldaten schwer verwundeten. Brittsckze Bomber überfliegen als Antwort das Land, zer­stören die an den unwegsamen Bergen klebenden Gehöfte, töten Frauen und Kinder, und glauben durch diesehumanen" Maßnahmen die Einge­borenen wieder in die britische Hörigkeit zwingen

Delhi B RI TISCH - INDIEN

zu können. Waziristan ist einer der neuralgischen Punkte der britischen Herrschaft im Norden In­diens im Himalayagebiet. Dort führt über den gefährlichen Kebyrpaß die Straße nach Afgha- mstan und in bas Herz Zentralasiens. Es hat England viel Blut und viel Geld gekostet, sich dort festzusetzen, und es hat in diesen Kämpfen nicht immer einen Sieg errungen. Im letzten Krieg mit Afghanistan hat England eine recht erhebliche Schlappe erlitten, es mußte im Frieden von Raval- Slnbie (Indien) die volle Unabhängigkeit

Afghani st ans anerkennen und seine Truppen bis an die indischen Grenzen zurückziehen.

Im Juni 1937 erhob sich in Waziristan der Emir von Epi gegen die Engländer. Die Stämme von Bahlzai uno Alizai griffen die bri­tischen Truppen aus dem Hinterhalte an. Als vor­treffliche Schützen brachten sie in ihren unzugäng­lichen Felslöchern den englischen Kolon^n empfind­liche Verluste bei. Schließlich zog EngWnd in Wa­ziristan 40 000 Soldaten, zum großen Teil berg­geübte Gurkhas, zusammen, die gegen den Emir einen regelrechten Feldzug eröffneten. Die Pflan­zungen wurden verwüstet, das Di-H getötet. Bom­benabwürfe, gegen die die (Eingeborenen machtlos waren, zerstörten die Häuser und Hütten. Den Emir von Epi aber, auf den die Engländer einen Stopp­preis gesetzt hatten, konnten sie nicht gefangen neh­men, er galt bei seinen Anhängern als kugelfest. Der Emir ist entkommen und hält sich irgendwo

tigte zum Beweis dafür im Vernehmungsraum frei­händig aus dem Kopf eine maßgerechte bis in die letzte Einzelheit gehende T a t o r t s k i z z e an, die den gesamten technisch komplizierten Mordplan ge­nau und wahrheitsgetreu enthielt.

Der Polizei war im Laufe der Fahndung ein Rätsel geblieben, bas ber Verbrecher bann zu losen imstande war.

Warum hatte der Täler in Anbelrachl der langen Laufzeit der Uhr in feiner Höllenmaschine auf feinem Weg in» Ausland noch einmal kehrt gemacht? Die erste öffentliche Bekanntgabe der Absage der Feierstunde im Bürgerbräukeller sowie die svä- tere Umlegung des Termins der Füh- rerrede zum Abend des 8. November halfen d«n Tater bewogen, sich nochmals in die Nähe des Tatortes zu begeben. Die glückliche FÜauna, die den Führer und damit uns alle vor einer ent­setzlichen Katastrophe bewahrte, wurde dem Verbrecher zum Verhänanis. Er konnte gesoßt werden, ehe er sich im Ausland dem deutschen Fugriff entziehen konnte.

Wir alle haben dieser Fügung dopvelt dankbar zu sein, denn dte Ergreifuna dieses Mannes bat in allen ihren Konsequenzen eine Bedeutung, deren Tragweite überhaupt nicht ob zu schätzen ist. Zu den bereits vorhandenen klaren Anhaltspunkten für die Hintergründe dieses schändlichen D^rbrechpus wird nun die deutsche Oeffentlichkelt unendlich viele kleine Fingerzeige und Einzelheiten im Verein mit der Sicherheitspolizei zusammentragen, damit zu aller eindeutiger Kenntnis auch eine lückenlose, bi» ins Kleinste gehende Kette des Beweises allen fenen, die es angeht, zum Verhängnis wird.