Ausgabe 
22.5.1939
 
Einzelbild herunterladen

1

F - v *

4» - _

-Woche

ifführung

man

9 Zetter lachen kommen heiteren.

1« Jf* fe

'"der

.."lorn^ lnt"tum j. 1 Tiese 0? " morq(, stunben.

itsp ßli>'

«er6

fe

Montag, 22. Mai 1939

Kr.nz Zweites Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für VberWen)

gleich wieder da".

beeinträchtigte.

freundlichen Worten den Müttern die Hand drückte« Dann herrschte auch bald eine frohe Stimmung, Zit der die Kapelle Krengel die beschwingten Weisen bot.

Eine reichbeschickte Kaffeetafel beschloß die Feier­stunde, die von der NS.-Frauenschaft und dem Deutschen Frauenwerk sehr schön ausgestaltet wor­den war, so daß sie nicht nur den ausgezeichneten Müttern, sondern auch all denen, die dabei fein konnten, noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Links oben: Das Ehrenkreuz für kinder­reiche Mütter.

Nebenstehend: Kreis­leiter Backhaus beglück­wünscht die mit dem Ehrenkreuz geschmückten kinderreichen Mütter.

Rechts oben: Blick in den Saal während der Feierstunde. (Äufn. [3]: Halboth, Gießen.)

In diesem Jahr bekam der Muttertag eine beson­dere Bedeutung durch die erstmalige Verleihung der vom Führer gestifteten Mütter-Ehrenkreuze. Die NS.-Frauenschaft und das Deutsche Frauen­werk hatten schon durch die Feiern an den Vor­tagen zum Ausdruck gebracht, daß die Mutter nicht mehr allein steht, sondern auch in ihrem Alter in die Obhut der Nation genommen ist. Ganz be­sonders kam diese neue Einstellung zur Mutter durch die Feier zum Ausdruck, die am gestrigen Sonntag im Cafe Leib für diejenigen Mütter ver­anstaltet wurde, die vom Führer mit dem Mutter- Ehrenkreuz ausgezeichnet worden waren. NS.- Frauenschaft und Deutsches Frauenwerk und die Hitler-Jugend halfen die Feierstunde gestalten. Viele Parteigenossen hatten ihre Kraftwagen zur Ver­fügung gestellt und die Mütter in ihren Woh­nungen abgeholt, so daß manches Mütterchen auch die Freude einer Fahrt im Kraftwagen hatte.

An weißgedeckten und blumengeschmückten Tischen saßen im Saale des Cafe Leib die Mütter, die sich als die treuesten des Volkes erwiesen hatten, bei­einander, ohne Unterschied der Person und der Her­kunft.

Die Kapelle Krqngel verkürzte die Zeit bis zum Eintreffen der letzten Mutter mit frohen Weisen.

Als dienstältester Ortsgruppenleiter eröffnete Pg. Thomas die Feierstunde, zu der mit vielen Gästen auch der Leiter des Kreisabschnitts Gießen des Bundes der Kinderreichen, Prof. Dr. K l i e w e, erschienen war, mit einem kurzen Begrüßungswort.

Bauer'scher Gesangverein.

Am Samstagabend fand im VereinslokalBurg^ Hof" die diesjährige Generalversammlung des Bau- erschen Gesangvereins statt. In Verhinderung des 1. Vereinsführers Heinrich Ley eröffnete der 2. Vereinsführer Albert Schneider die Versamm­lung und begrüßte mit herzlichen Worten die Sangesbrüder.

Der Jahresbericht des Versammlungsleiters zeigte eine umfangreiche Vereinstätigkeit während des ab­gelaufenen Vereinsjahres, aus der besonders daS WHW.-Singen im Cafe Leib, das Gausängerfest im Juli 1938, das große Jubiläumskonzert und das 75. Stiftungsfest des Vereins hervorragen. Am Schluffe seines Berichtes ermahnte er die Sänger, auch im neuen Vereinsjahr wieder treu zum deut­schen Lied zu stehen, es zu hegen und zu pflegen und in das Volk hineinzutragen. Wenn in diesem Sinne auch das neue Jahr erfüllt werde, dann werde der Verein weiterhin an der Erreichung des großen Zieles des Führers tatkräftig mithelfen.

Hieraus verlas in Verhinderung des Rechners Hch. Lich Sangesbruder Hch. Menges den Kassenbericht, der ein günstiges Bild von Der finan-

Dann bereitete die Kapelle Krengel einen festlichen Auftakt. Eine Schar des BDM. fang das zukunfts­frohe LiedAuf hebt unsere Fahnen in den frischen Morgenwind". Durch Zitate von Worten des Füh­rers in Lied und Musik wurde der Dank der Na­tion an die Mutter zum Ausdruck gebracht, von der in einem' Gedicht ausgesprochen wurde:Wo ihr nicht seid, kann keine Heimat werden, so ihr nicht segnet, bleibt die Erde tot ..." Eindrucksvoll stand über diesen Darbietungen das Wort des Führers: Es mögen Männer Welten bauen, es steht und fällt ein Volk mit seinen Frauen!"

Das LiedHeilig Vaterland" leitete dann über zu der Ansprache des dienstältesten Ortsgruppen­leiters Thomas, der die Mütter aller vier Gie­ßener Ortsgruppen der NSDAP, willkommen hieß und seiner Freude darüber Ausdruck gab, daß auch Kreisleiter Backhaus zu dieser Feierstunde er­schienen war. Er sprach von dem schönen Maitag, der diesmal dem Ehrentag der Mutter ein beson­deres Gepräge gegeben, und erinnerte an den Aus­spruch des Führers, mit dem er der deutschen Mutter als erste Staatsbürgerin wieder einen Ehrenplatz im Volke zugewiesen und der darüber hinaus zum ersten Male in der deutschen Geschichte und wohl in der Welt überhaupt ein Ehrenzeichen für die Mutter geschaffen hat. Wie die Tapferkeit des Mannes in den Kämpfen und Schlachten mit dem Eisernen Kreuz und anderen Ehrenzeichen be­lohnt wird, so bekommt nun auch die deutsche Mutter das Ehrenkreuz als äußeres Zeichen der Dankbarkeit verliehen. Die Mutter, die durch ihre Kinder und Kindeskinder den Staat erhält, erfährt dadurch die Achtung, die ihr zukommt. Ergreifend war das Gedenken an die Mütter, die ihr eigenes Leben dahingaben, als sie dem Volke junges Leben schenkten. Mit herzlichen Glückwünschen an alle, denen der Führer an diesem Tage die Auszeichnung zuteil werden ließ, gab Ortsgruppenleiter Thomas das Zeichen für die Ueberreichung der Ehrenkreuze durch die Ortsgruppenleiter.

Von Tisch zu Tisch schreitend, überreichten diese den Müttern die Ehrenkreuze. BDM.-Mädels schenk­ten ihnen Blumensträuße dazu, und Helfer der Frauenschaft oder Amtswalter der Partei legten den Ausgezeichneten die Ehrenzeichen an. Es waren Augenblicke Mer und stolzer Freude, wenn die Ortsgruppenleiter den Frauen die Ehrenzeichen übergaben, und in manchem Frauenauge schimmerte eine Träne der Rührung. Als sie dann im Schmuck ihrer Auszeichnung die Glückwünsche _ entgegen­nahmen, leuchteten die Augen, und selbst über die abgehärmten Gesichter huschte die Freude, die noch erhöht wurde, als dann Kreisleiter Backhaus an den Reihen der Tische entlang schritt und mit

Äk wirkt schmerzstillend-

erfrischend-belebend

Amol Karmelitergeist ab 80 Pf. in allen Apotheken u. Drogerien

Erste Verleihung des Müiter-Ehrenkreuzes

Denkwürdige Feier der vier Gießener Ortsgruppen.

Wunder des heiligen Nils.

Äon Or. X Irance

Kein Fluß der Erde hat die Phantasie der Men­schen mehr angeregt als der heilige Nil. Und viel­leicht keiner hat der menschlichen Zivilisation größere Dienste geleistet als er. Denn Aegypten, die Mutter der ganzen antiken Bildung, von der alle Volker des Mittelmeeres, nicht zuletzt Griechen und Romer und durch sie wir selbst, gelernt.haben, ist und war niemals etwas anderes als ein Geschöpf oes Nils. Man kann es betrachten von welcher Seite man es will, alles was fruchtbar ist an Aegypten, und die Wüste kommt nicht in Betracht, hat guch niemals etwas geleistet, besteht aus nichts anderem als aus Nilschlamm, und der wurde von dem Flutz abgelagert. , ,

Ohne ihn ist Aegypten nichts als eine große Kalktafel, welche in Oberagypten m Grämt über­geht. Um die Zeit, als in Deutschland die Walder grünten, aus denen sich die Braunkohle bildete, war diese Kalktafel zusammengebrochen, und ein breiter Arm des Mittelmeeres schob sich in das Land ms etwa in die Gegend, wo heute die Könlgsgraber bei Luxor jeden Winter Tausende von Touristen um sich scharen. In diese Bucht mundete allerdings auch damals schon ein Riesenstrom, dem wir heute den Namen Urnil geben. Auch er floß aus mehreren großen Strömen zusammen wie der heutige Jtu, imd auch die kamen sämtlich aus Abessinien von den Hochplateaus Afrikas mit ihren tropischen Sommerregen, die den Flust sicher auch damals periodisch ebenso gewaltig. anschwellen ließen wie heute. Die Flutwässer reißen dort im tiefsten Afrika rotbraunen Schlamm von den Uferhangen mit sich, und diese Flußtrübe ist eigentlich das, was man heute Aegypten nennt. Die zum OTceresbbben niedergesunkene Kalkplatte hob sich allmählich. An den Mündungen des Nils hebt sich auch heute noch -das Land. Der riesige Meeresarm versandete all-

fahrung lehrte, daß es dann alle Sinkstoffe ablagerf« Das klargewordene Wasser wird dann durch dis Schleusen abgelassen. So erhöht sich jedes Iahe der Boden des Niltals durch Schlamm, der aus dem Herzen Afrikas stammt. Man hat berechnet, daß es sich seit 5000 Jahren dadurch um etwa fünf Meter erhöht hat, und so ist es begreiflich, daß manche Tempel im Tal, einst auf überschwemmungs­freiem Boden errichtet, heute vom Nil bespült werden.

In diesen wunderabren Schlammboden reifen nun jedes Jahr Ernten von einem Reichtum, der seit den biblischen Zeiten weltberühmt ist. Auch heute noch, da sich manches besonders durch die den Boden ausplündernde Baumwollkultur geändert hat, kann man immer noch sagen, daß Aegyptens Niltal der fruchtbarste Boden der Erde sei.

Und nun kommt das Merkwürdigste an diesem! Naturwunder. Bis in die jüngste Zeit wußte mait eigentlich nicht, worauf diese ganz besondere Frucht­barkeit beruht. Man hat den Schlamm chemisch untersucht, ohne Besonderes daran zu finden. Nach dem Urteil des Chemikers ist er ein guter, leichter Boden ohne hervorragende Eigenschaften. Er ent­hält relativ viel Kali, aber wenig Nitrate. Das Urteil der chemischen Bodenforscher war also, er! habe keinen großen Düngewert, stelle nur gleichsam einen Urboden dar.

Die Wirklichkeit aber widersprach diesem Urteil vollständig. Der Nilschlamm wird an Düngewert durch nichts auf Erden übertroffen. Dieser Wider­spruch ist nun heute aufgeklärt. Untersuchungen, dig ich im Jahre 1914 begann und auf wiederholten Be­suchen Aegyptens 1936 beendete, ergaben ein völlig anderes Ergebnis, als man den Schlamm nicht auf feine chemischen Eigenschaften, sondern auf feinem Mikroorganismengehalt untersuchte. Dieser ist denn auch wirklich von einem Reichtum, und, was noch wichtiger ist, von einer Besonderheit, welche dig wunderbare Fruchtbarkeit des Nillandes restlos er­klärt. Im Vergleich zu bestem deutschem Ackerboden hat der Nilschlamm schon quantitativ etwa dreimal sowie! von den Kleinlebewesen, welche die Phosphat­zersetzung, die Stickstofsumsetzung, die Kohlensäure­produktion, kurz alle jene Prozesse bewirken, vom denen die Fruchtbarkeit des Bodens abhängt. Sf "r denn nun gleichsam ein uraltes Rätsel klaren naturwissenschaftlichen Tctt^n -0 ns sei- warum gerade der Nil den Beincv^usdruck. Wah- Flusses erhielt. Er verdient ihn 6^" dem Naturreichtums, aus dem eigent^ch bUebeni siegte Kultur emporwuchs und MeggrJ01- .

3imlifation werden konnte. der Oftmark-Meister M 1 jegcn Schlesien Bres,

mählich, es blieb aber immer noch eine Mulde erhalten, deren Grund Mergelsand, Kalk und Sand­steine sind. Auf ihr aber lagert der Nilschlamm, umgewandelt in schokoladebraunen Humus, und diese Humusdecke ist Aegypten. Sie ist nirgends tiefer als 10 bis 12 Meter und nirgends breiter als 25 Kilometer, meist aber nur acht bis zehn­tausend Meter breit. Erst im Delta breitet sich dieser Fächer aus Humus bis zu 250 Kilometer Spannweite. Und dieses Dreieck mit dem anhängen- den engen, aber langen Tal, eine Art Schaufel, gefüllt mit Humuserde, das ist das Wunderland, aus dessen Boden seit fünftausend Jahren unerschöpflich die phantastischsten Dinge emporftiegen, eine Staats­verfassung, die für Jahrtausende, eigentlich auch für die Gegenwart mit ihren Grundsätzen ihrer Beamten und Steuerorganisation maßgeblich ge­blieben ist, Schrift und Wissenschaften, Bauten und Kunstwerken, Techniken und Künsten, oft einzigartig und nicht wiedergekommen auf Erden, dazu das ganze Märchenland des ägyptischen Orients, so daß eigentlich ein Menschenleben gar nicht ausreicht, um das verstehend in sich aufzunehmen, was alles in dem Wort Aegypten beschlossen ist.

Man könnte mit Recht sagen, Aegypten sei die echteste Welt des Fluß-Schlammes.

Durch eine eigentümliche landwirtschaftliche Tech­nik hat man es schon vor Jahrtausenden verstanden, das ganze angebaute Land jedes Jahr für vierzig Tage mit Schlarnrnwaffer überrieseln zu lassen. Man hat zu diesem Zweck große, durch Dämme abgeteilte Bassins geschaffen. Ganz Oberägypten ist in solche große, durch Schleusen verbundene Bassins ein­geteilt. In ihnen liegen die Felder, und gelegentlich der Ueberschwemmung wird das Wasser in sie ein­gelassen. Unterägypten dagegen ist mit einem Netz von Kanälen übersät. Zur Zeit der Ueberschwem­mung war also Äegypten ein einziger See; die Menschen konnten nur auf künstlichen Wohnhügeln leben. Da im Schlammboden nur Felder möglich waren, aber keine Wälder, gab es kein Holz für den Wohnbau. Die Wohnungen mußten daher aus Tonerde errichtet werden, die dauerhaften Gebäude aus dem Kalk und Granit der Talränder. So tarn man zum Steinbau der Tempel und Pyramiden.

Diese wunderbar regelmäßig eintretende lieber« schwemmung beginnt im Sudan, in der Gegend von Chartum schon Mitte Mai, im südlichen Aegyp­ten erreicht sie ihren höchsten Stand in der ersten Septemberwoche, und das Wasser steht dann 6 bis 7 Meter über dem Normalen; in Kairo noch fünf Meter.

Vierzig Tage lang ließ man das schokoladen­braune Wasser über den Feldern stehen, denn Er-

Aus der Stadt Gießen.

Mädels lernt schwimmen.

Für jedes sportliche Leiftungsabzeichen wird Schwimmen verlangt, und es ist nicht zuviel gesagt, wenn man die Schwimmkunst als die lebenswich­tigste Leibesübuna bezeichnet. Im Jahr der Gesund­heitspflicht der HI. nimmt das Schwimmen außer­dem als gesundeste Leibesübung einen besonderen Platz ein.

Es sollen im folgenden besonders die Mädel auf den Wert und die Notwendigkeit des Schwimmens hingewiesen werden.

Das Baden birgt neben dem hygienischen Wert schon hohen gesundheitlichen Wert durch Änregung des gesamten menschlichen Organismus. Das Schwimmen, die Bewegung im Wasser, erhöht die­sen Wert ganz bedeutend, und im Schwimmsport werden zudem alle charakterlichen Werte, die wir durch die körperliche Erziehung auch unserer Mädel erstreben, wie Mut, Entschlossenheit, Körperbeherr­schung, Ausdauer, Selbstvertrauen und Einsatzbe­reitschaft als höchster Ausdruck der Kameradschaft gepflegt. Diese hohen Werte können aber nur denen zuteil werden, die das Schwimmen regelmäßig be­treiben.

In Gießen sind wir in der glücklichen Lage, diese Leibesübung das ganze Jahr hindurch ausführen zu können. Das Schwimmen im Winter muß genau so selbstverständlich werden, wie im Sommer in der Lahn. Es ergeht hiermit an die Eltern der IM. der Aufruf: Schickt eure Mädel zum Schwimmen­lernen und Schwimmsport in die Anfänger-, Fort­geschrittene- oder Leistungsgruppe des IM.-Schwim­mens! Die Gruppen werden getrennt von geschul­ten Fachkräften geleitet, die Leistüngsgruppe wird außerdem noch besonders vom Gießener Schwimm- verein im Nationalsozialistischen Reichsbund für Leibesübungen betreut. Aber auch an alle Mädel des BDM. ergeht erneut der Ruf: Kommt zum Schwimmen! An euch und vor allem an die Führe­rinnen tritt die Aufgabe des Rettungsschwimmens heran. Die Deutsche Lebensrettungsgemeinschaft bil­det in Kursen Rettungsschwimmerinnen aus, die vor allem in Gefahr geratenen Schwimmunkundigen beistehen sollen im Kampf gegen den nassen Tod. Wenn noch alljährlich 30 v. H. aller Unfälle durch Ertrinken etfolgen und dadurch rund 5000 blühende Menschenleben dem Deutschen Volke verlorengehen, so liegt das daran, daß das Schwimmen noch nicht Allgemeingut des deutschen Volkes geworden ist.

Durch Üebung im Schwimmen von Jugend auf lernen wir das feuchte Element beherrschen und meistern und nehmen ihm so die Gefährlichkeit, um voll und ganz die gesundheitlichen Vorzüge des Schwimmens genießen zu können.

Vornotizen.

-Tageskalender für INonlag.

Gloria-Palast (Seltersweg):Spiel im Sommer- winb". Lichtspielhaus (Bahnhofstraße):Ich bin

Di- Morgenfeier wurde eingeleitet mit dem Lie- be^iederwalzcr von Brahms, einer verhältnismäßig wenig bekannten, großen Ernte, gärigen °° Anni A s f i o n , Ilse Wlnhold , Hemrick) D u r ]i ?nb'Ä'°° Ble^i Kapellmeister Joa-h'm P°-

volssliedhafter" GlTent^'

Ä uÄÄ.s

;

Ausprägung der kleinen Vokalharmome.

Aus dem Schrifttum der frühen und hohen Ro- i-p mir aelefcn von Hannes Raz U M,

mnntif h^ten wirbel 1 unb den An-

Hymnen an die ^ackst^^^ ßeben eines Tauge­fang der Erzählung während die hymnischen nichts" von Eichendorfs, ^oyrenv ,,

Strophen sich wohl nur der stillen, gechmm Lektüre vollkommen erfchUeße , ^lkg.ümlichster Emgangskapitel von Euyeyov n ,Qni)läuciq unb

r. Ä" -TS'V =»" Eichendorfss vielfältig abgewandelt fmben.

Den Abschluß bildete die Sonate für Violine und Klavier in d-moll von Schumann, .gespielt von Ewald Lassen und Heinz Mark wardt. Das Werk, das in Aufbau und Linienführung für Schu­manns Instrumentalmusik typisch erscheint, wurde von Konzertmeister Lassen mit sauberer Griff- und Bogentechnik und klar ausgearbeiteter Kantabilität üorgetragen. Besonders der im Gesamtbilde ab­stechende dritte Satz kam sehr schön heraus. Die Hörer folgten mit großer Aufmerksamkeit und dankten mit lebhaftem Beifall. Hans Thyriot.

** Silberne Hochzeit. Der Jnstallateurmei- ster Georg E i d m a n n und Ehefrau Lina, geb. Wagner, Gießen, Steinstraße 39, feiern am Diens­tag, 23. Mai, das Fest der silbernen Hochzeit. Unse­ren herzlichen Glückwunsch.

** A r b e i t s j u b i l ä u m. Am heutigen Tage kann der bet dem Pumpwerk in Queckborn beschäf­tigte Heizer Friedrich Meidt auf eine ununter­brochene Dienstzeit von 25 Jahren im Dienste der Stadt Gießen zurückblicken. Der Arbeitsjubilar wurde an seiner Dienststelle im Kreise seiner Ar­beitskameraden geehrt und ihm em Glückwunsch­schreiben des Oberbürgermeisters überreicht.

** Einstellungen bei der Wasserschutz- polizel. Die Wasferlchutzpolizei-Schule in Stet­tin stellt im August 1939 Bewerber für die Wacht- meist-rlausbahn ein. Bewerber wenden sich an die Wafserschutzpolizei-Schule, Einstellungsstelle, Stettin, zwecks Uebersendung eines Merkblattes.__

Gießener Gtadttheater.

Letzte Morgenfeier der Spielzeit: Deutsche Romantik.

Die lebte Morgenfeier der Spielzeit, mit der zugleich das zweite halbe Hundert dieser erfreulich in Aufnahme gekommenen Veranstaltungen begon- ven wurde, war der deutschen Romantik gewidmet Die Leitung hatte Dr. Hannes R azurn. Das Thema ist ebenso reizvoll rote im Hmblick auf tine Wiedergabe im Theater - mit gewissen Schwierigkeiten belastet, was etwa bei der Vor­lesung aus Novalis zu bemerken war Da übrigens auch die Abwicklung der Vortragsfolge die festge- setzte und schon traditionell gewordene Zett nicht unwesentlich überschritt, ist zu errangen, ob das Programm nicht für eine Morgenfeier schon etwas zu ausgedehnt war und die AusnahmeberettAaft für den nicht allenthalben leicht zugänglichen Ct ss