Ausgabe 
22.4.1939
 
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22./2Z. April 1939

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

Hr 94 viertes Blatt

Die Lergschuk Dillenburg (im Vordergrund).

Vergmänner im Bergkittel aus den Schulbänken der Vergichule.

(Line umfangreiche Lehrmittelsammlung steht zur Verfügung.

eine

,Du hast immer eine Schwäche für sie gehabt"

(Fortsetzung folgt.)

gefaucht

Mein liebes Kind", hatte Friedrich erwidert

neu auizubauen.

Als sie ihren Vater beerdigt und den kleinen Haus­halt ausgelöst hatte, blieben ihr noch ein paar Mark. Zu wenig, um davon zu eben, genug, um sich auf einen Erwerb oorzubereiten. Sie hatte verschiedene

märe etwas anderes gewesen als die bescheidenen! Pensionen an billigen Orten, für die sie außerdem das ganze Jahr sparen mußte. Aber da hatte man sie nicht eingeladen; jetzt aber tat man es, als wollte man sie verhöhnen, jetzt, da sie es nicht, mehr nötig hatte, da sie reifen formte, wohin sie

\ Sie wurde angenehm enttäuscht. Margit schien : dieses Ereignis ebenso vergessen zu haben rote die Tatsache, daß sie sich fünf volle Jahre nicht um Dina, gekümmert hatte; sie knüpfte einfach wieder an, wo sie damals stehen geblieben waren Diese Zurückhaltung war von Friedrich von Roeder veran­laßt, der sich endlich einmal zu einem ernsten Wort aufgerafft hatte.Soll vielleicht diese langweilige Pute (bas roar Dina) das ganze Vermögen einfach herunterschlucken wo ich doch ebenso gut mit der Alten verwandt bin?" hatte sie ihn wütend- am

er hatte einen v , Kunst sich vorteilhaft anzuziehen

Zwei Tage, darauf hatte Dina sich nachmittags frei gemacht, um ihrer Kusine bei Weihnachtsbe­sorgungen zu helfen. Margit hatte dringend darum gebeten, und wenn sie sich auch über dieses wieder­

gab es immer ein neues Kleid für sie ob sie es brauchte ober nicht und da mu^tp man ihm lassen,

An der Tafel gilt es manchmal zu beweisen, was man gelernt hat.

Nähe von Dillenburg. Die Schüler werden dabei der einen oder anderen Grube z u g e t e i 11. Diese Vorschriften bilden eine Sicherheit dafür, daß die Verbindung mit der Praxis nicht unterbrochen wird. Auch für die Bergschule, in der der Schüler zwei Jahre verbringt, ist praktische Betätigung Vorschrift. Ein halbes Jahr muß überhaupt praktisch gearbeitet werden, und zwar in einem auswärtigen Berg-

wollte.

Leise löste der Schlaf die Erinnerung ab; den bitteren Zug auf dem jungen Gesicht konnte er nicht verwischen.

haltig zu gestalten.

Selbstverständlich ist die Arbeit nachdrücklich auf die Forderungen des Vierjahresplanes abgestellt. Die ßeh'i ungsjteigerung der Betriebe soll nicht zu­letzt durch die Heranbildung tüchtiger Aufsichtsper­sonen erreicht werden, wie es außerdem notwendig ist, den vollkommenen Abbau der vorhandenen Bo­denschätze zu gewährleisten.

Die starke fortschrittliche Entwicklung des Berg­baues im Lahn- und im Dillgebiet, wie auch in Oberhessen, hat es schon vor langer Zeit notwendig werden lassen, tüchtige Seiger heranzubilden, denn Grubenbetriebe können sich nur unter der Leitung tüchtiger Fachmänner so entwickeln, wie es gerade die Gegenwart erfordert. Die Notwendigkeit des tüchtigen Fachmannes ist im Bergbau früh erkannt worden. Schon vor 80 Jahren wurde in Dillenburg eine Bergschule gegründet. Die Gruben- und Hütten­besitzer des ehemaligen Herzogtums Nassau faßten im Jahre 1858 nachdem in anderen Grubenbe- zirken bereits Bergschulen bestanden den Ent­schluß, ebenfalls eine solche Bergfchule ins Leben zu rufen und zu unterhalten. Als Ort der Bergschule wurde mit vorbedachter Absicht Dillenburg gewählt, weil, wie es bei der Gründung'ausgesprochen wurde, in der Umgebung von Dillenburg die größte Man­nigfaltigkeit mineralogischer Vorkommnisse und bie- send entsprechend Gruben und Hüttenwerke sich vor­sind en". 1

Die Schule entwickelte sich verständlicherweise aus kleinen Anfängen. Der erste Unterricht wurde in einem Raume zu ebener Erde des Dillenburger Pädagogiums" abgehalten. Bei der behelfsmäßigen Unterbringung konnte es allerdings auf die Dauer nicht bleiben Immerhin konnte erst etwa 40 Jahre nach der Gründung ein eigenes Schulgebäude be­zogen werden Es wurde in der jetzigen Wilhelm-

straße erstellt und dient heute noch feinen Zwecken. Gegenwärtig, sind einige Ausbauarbeiten im Gange die neben der Herstellung der äußeren Front, be­sonders der Lehrmittel- abteilung gelten.

Nach dem Einzug in das neue Haus im Jahre 1898 schlossen sich die Grubenbesitzer zu dem Bergbau-Verein Dillen­burg zusammen, der seit der Gründung der Trä­ger der Schule ist. Der Kreis derer, die die Schule förderten und ihren Fortbestand von der wirtschaftlichen Seite her sicherten, wurde aber bald erweitert, denn neben ben Besitzern der Gruben, ne­ben dem Bergbauverein, halfen auch die Betriebe der Steine und Erden mit und bewiesen ihr Inter-

Wenn man der Schule einen Besuch abstattet so wie wir es in dieser Woche taten dann fällt zunächst schon rein äußerlich etwas ganz Charakte- ristisches auf: die Schüler sitzen im Ehrenkleid des Bergmannes, im Bergkittel (schwarz mit goldenen Knöpfen) auf ihren Schulbänken. Die Bergschüler bieten damit ein Bild, das für den Fernerstehenden nicht alltäglich erscheint.

An den Besuch der Bergschule sind selbstverständ­lich einige Voraussetzungen geknüpft. Der Schüler, der die Bergschule besuchen will, muß mindestens schon 2Vz Jahre praktisch i n Grubenbe­trieben tätig gewesen sein. So ist es also erklärlich, daß die Bergschule von solchen Män­nern besucht ist, die längst über ein schulpflichtiges Alter hinaus sind.

Die Schule selbst gliedert sich in zwei Teile, in die Berg vor schule und in die Bergschule. In der Bergvorschule findet der Unterricht nur an einigen Vormittagen statt. Die Schüler müssen daneben im Laufe der Woche sechs tarifmäßig entlohnte Schich­ten verfahren, und zwar auf einer Grube in der

Jawohl, weil ich sie für einen durchaus vor­nehmen Menschen halte!"

Darauf hatte seine Frau ihn einfach stehenge­lassen und das Zimmer verlassen. Sie richtete sich zwar nach seinen Worten, aber von dieser Stunde an wandelte sich die Gleichgültigkeit, die sie inner­lich bisher für die Kusine gehabt hatte, in Ab­neigung, die sie allerdings sehr gut zu verbergen verstand.

Margit und Dina gingen durch zahlreiche Läden, plagten sich, alles, was auf einer endlosen Liste stand, zu finden, und gingen dann in ein großes Musik-Cafe, um sich auszuruhen. Margits Blick glitt zu dem Podium die Kapelle spielte gerade den neuesten Tonfilmschlager und da es nicht ihre Art war, auf die Gefühle anderer sonderlich Rücksicht zu nehmen, fragte sie mitten in ein Ge­spräch mit Strumpffarben hinein:Sag, hast du eigentliche deinen Verflossenen mal wiedergesehen?"

Nein!" sagte Dina kurz und fuhr dann fort: Im Winter finde ich eine dunkle Tönung immer richtiger."

Ich auch. Gehört hast du aber sicher von ihm?"

Auch bas nicht."

Die Knappheit ber Antwort hätte wahrscheinlich jeden anderen abgeschreckt.

Aber ich", sagte Margit strahlend.Ich weiß sogar eine ganze Menge über ihn. Daß er eine eigene Kapelle hat und in Amerika große Mode ist. Jawohl!"

So?" sagte Dina gelassen.Fräulein, Zigaretten, bitte!"

Das junge Mädchen kam heran und Dina wählte lange und sorgfältig. Dann bot sie ihrer Kusine an: Mochtest du?"

Der letzte Anlaß war die schöne Tänzerin Marion Bertolly, eine berühmte Tänzerin, die im Geben noch gewagtere Sprünge machte als auf der Bühne. Als Mikeny seine Leidenschaft für diese Frau zu- geben mußte weil er diesmal mit den Lugen nicht durchkam und auf Dinas Forderung, die Beziehung sofort abzubrechen, Ausfluchte machte, reichte sie die Scheidung ein. Eine Bitterkeit er­sparte ihr das Schicksal; ihr Vater brauchte von dem Zusammenbruch nichts zu erfahren. Der Oberjt- kutnant hatte seine Tochter nie fühlen lassen, daß sie ihm die Zustimmung zu dieser Heirat abgezwun- gen hatte, und sie hielt ihm gegenüber bis zuletzt krampfhaft den Schein einer glüctlidjen Slje aup recht Auch dann noch, als sie wußte, daß Mckeny, sowie er getrunken hatte, ein hemmungsloser Spie­ler war, und daß die dreißigtausenb Mark, die der Vater ihr zur Ausstattung mitgegeben hatte, zum größten Teile verspielt waren. Ihr Vater glaubte sie in gesicherten Verhältnissen, denn Mikeny verdiente anständig und legte Wert darauf daß seine Frau

Die Schule ist aus! Die Bergmänner vor dem Schulhaus.

(Aufnahmen [5]: Neuner, Gießener Anzeiger.) bau gebiet. Für die restlichen IV2 Jahre ist bann bic praktische Arbeit zu Gunsten ber wissensmäßigen Ausbildung, etwas eingeschränkt allerdings auch nicht ganz aufgegeben. Darüber hinaus halten Be­sichtigungsfahrten die Verbindung mit ber praktischen Arbeit aufrecht unb dienen ber lehrhaften Anschau- ung. Für die 'Schüler ist ein Minbestalter von 19 Jahren vorgeschrieben.

Es ist wohl verständlich, baß bas ungemein viel­fältige Gebiet bes Bergbaues auch einen vielfältigen Lehrplan für die Bergschule zur Folge hat. So gilt der Unterricht ber Bergbau künde überhaupt, ber 2Iufbereitungsfunbe und ber Steinbruchkunde. Von den Schülern wird in ihren späteren Stellungen verlangt werden, daß sie mit ben notwendigsten ein­schlägigen Gesetzen vertraut sind. Also dient manche Stunde dem Studium ber Berggesetze. Ein wichtiges Kapitel ist ferner die Unfallverhütung; in Verbin­dung damit steht die Ausbildung im Rettungswesen. Durch den starken Einsatz der Elektrotechnik im modernen Grubenbetrieb muß auch diesem Wissens­gebiet manche Stunde gewidmet werden. Die Ma­schinenkunde, die Vermessung unter Tage und die Betriebswirtschaftslehre sind weitere wichtige Teile des Lehrplanes. Ferner werden Kenntnisse ber Mathematik, ber Mechanik, ber Chemie und der Metallurgie vermittelt. Lagerstättenkunde und Geo­logie gehören selbstverständlich auch zum Lehrplan. Man sieht also, daß die Bergschule viel Wissen zu vermitteln hat und bie brei Jahre, die bafür zur Verfügung stehen, sinb notwendig, um dem Schüler bie Grundlage für seine spätere verantwortliche Ar­beit zu geben.

Wer die Bergschule verläßt und wer in den Jah­ren der Ausbildung cs an Aufmerksamkeit unb an Energie nicht hat fehlen lassen, bem steht ber Aufstieg vom Steiger zum Fahrsteiger, zum Be­triebsführer (Betriebsleiter), zum Obersteiger und zum Bergverwalter offen.

Der körperlichen Ertüchtigung wird befonbers ba- durch Genüge getan, daß bie jeweiligen Klaffen ge­schloffen bas SA.-Wehr ab Zeichen erwerben müssen. Darüber hinaus macht es sich bie Berg­schule zur Aufgabe, bie Grundlagen unseres völki­schen Gemeinschaftslebens und unsere nationalsozia- listische Weltanfchauung zu pflegen.

Die Dillenburger Bergschule, die seit ihrem Be­stehen etwa 850 Steiger ausgebildet hat, kann mit Befriedigung auf ihre langjährige Arbeit zurück­blicken. Die Feier des 80jährigen Bestehens kann mit berechtigtem Stolz und mit Freude begangen werden. In ben ersten Tagen bes Mai biefes Jahres werden sich bie Bergschüler, bie in ben vergangenen Jahren unb Jahrzehnten bie Schule besucht haben, wiebersehen unb babei sicherlich nicht ungern sich ber Zeiten erinnern, da sie selbst in bem schmucken Haus an ber Wilhelmstraße aus- und eingingen.

gleichmäßigen Ablauf zu Ende gehen. Und nun war sine Weiche umgestellt Wohin mochte das neue Gleis rühren? In eine bessere Zukunft? Nun hatte sie Gelb, mehr Gelb, als sie sich jemals träumen lieh unb (Selb erleichtert so viel Nur das Glück, das wirkliche Glück das kann man nicht kaufen bas kann man vom Schicksal nur geschenkt bekom- amie uucl unu men Die Verwanbten hatten sie nochmals einge-

QrmitPl Über ben Ausgang laben, nach Bärwalde zu kommen Was hätte in ~ er6 fänb es gan3 ntiürüdj. imfc sein Kind bei ihm. den Jahren ihrer Armut eine solche Einladung für I Widern:

einzige Aktivposten, den Dina Wegner aus ihrer kurzen Ehe in ihr Dasein als Mieterin möblierter Zimmer nehmen konnte'

Mikenys häufige Abwesenheit wegen seiner Gast­spielreisen erleichterte die Täuschung ihrem -Water gegenüber, und als sie zu ihm kam, um zu bleiben, war er gerade wieder an feinem alten Nierenleiden erkrankt. Sie verschob darum die Mitteilung bis zu feiner Genesung aber es kam nicht dazu Die Krankheit ging in Urämie über, und bie Aerzte

Bergmannes ans Der Schulbank

80 Zähre Bergschule Dillenburg.

Eine Mrau mit Herz

Roman von Hedda Lindner

Copyright by Carl Duncker Verlag, Berlin 9 Fortsetzung (Nachdruck verboten.)

esse an der Schule. Dem­gemäß wurde auch ber Lehrplan erweitert. Heute gilt bie Lehrtätigkeit nicht nur bem Wissen um bie Arbeit ber Gruben, sondern auch bem Wissen um bie Technik ber Arbeit in ben Steinbrüchen. Manches oberhessische Industrie-Unter­nehmen hat sich deshalb an der Förderung der Schule beteiligt, und mancher tüchtige Steiger, der in ber Bergschule sein Wissen unb Können auf eine breite Basis bringen konnte, steht heute in leiten- ber Stellung in diesen Betrieben. Neben Schülern aus bem engeren Heimatgebiet hat bie Schule gerabe im gegenwärtigen Schuljahr Besucher aus ganz Hes­sen, aus Thüringen, aus Württemberg und auch aus der Ostmark.

Die Schule wurde vor neue und größere Auf­gaben gestellt, als im vorigen Jahrzehnt die Erz­gruben modern mechanisiert wurden. Der Lehrplan wurde den neuen Anforderungen angepaßt und bie Schuleinrichtungen verbessert. Die Lehrarbeit soll ba­bei unmittelbar ber Praxis dienen. Der gegenwär­tig im Gang befindliche Ausbau der Schule dient bem Ziel, den Unterricht wirklichkeitsnahe unb nach-

Gern! Danke!"

Dina rauchte unb ließ ihre Blicke , über bas Publikum gehen. Margit beobachtete sie heimlich unb dachte baß es erstaunlich sei, was biefe fünf Jahre aus Dina gemacht hatten. Sie roar so sicher, so selbstverständlich geworben. Ob bas ber neue Reichtum roar? Das wäre ja rasch gegangen. I Dieser Reichtum, von bem sie minbeftens bie Du halt immer eine Scyroacye rur iie genaor > Hälfte Freb konnte reden tDcro

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deine Großtante hat bas Gelb ausbrücklich bemer angen sievenunozroanzig war sie jegi. unu vermacht. Du hast nur die Wahl, dich damit

chmal hatte |ie das Getuhl gehabt. j J abzufinden ober einen so aussichtslosen Prozeß zu uralte Frau, als wurde ihr Leben n diesem ^ginnen, daß sich vermutlich kein Anwalt rinden wurde, ihn zu rühren. Du brauchst den Verkehr mit Dipa nicht wieder au'zunehmen von sich aus wird sie es kaum versuchen wenn du es aber dennoch tust, hat es keinen Zweck, sie durch solche Bemerkungen zu reizen "

°" 7n z°g°n war. Hatte -r im 'gewannen. Stellungen - ak Sekretärin °,s SmpfQngsbnme immer em neues Meid mr sie. ob sie es - IN der einen wurde ibr em Vorgesetzter zudring- unu U" niuqir ....... . .... ... ... sich in ber anbern em Kunbe Dann kam sie in bie

ausgezeichneten Geschmack Die Langenborffsche Buchhandlung, und hier blieb sie.

jvuhii |iui .....1 auch nachher 1 Fünf Jahre waren seit dem Tode ihres Vaters 1

mit Geringeren Mitteln roar so ziemlich der 1 vergangen siebenundzwanzig roar sie setzt, und

** . fi . - '(Mm a QUönnor ihrPt . Q H k n 4-t a ( Sag fUoMi'lif Aöhrtht nfft

blieb, wenn er krank war, und fragte kaum nach I sie bedeutet! Erholung in bem g^ßen Park, bas ihrem Manne. Drei Wochen, nachdem die Scheidung ganze sorglos behagliche Leben im Schloß! Das ausgesprochen roar - genau anderthalb Jahre, ---------

nachdem sie Mikeny zum erstenmal gesehen hatte machte der Vater die Augen zu.

Die Wegners hatten, wenn auch nicht luxuriös, doch immer in einer gewissen Behaglichkeit gelebt. Nach dem Tode des Vaters mußte Dina feststellen, daß die dreißigtausend Mark, die er ihr so groß­zügig mitgegeben hatte, fast das ganze aus ber Inflation "gerettete Kapital barstellten. Er glaubte sie versorgt; für Ihn hatte seine Pension genügt

Ihr Anwalt machte sie psichtgemäß barauf auf­merksam, baß Mikeny als schulbiger Teil ihr unter­haltungspflichtig sei, aber sie lehnte ab. Nicht als große Geste, fonbern einfach, weil sie erkannte, baß ieil, unu tutllH |lc |lVi,, __ --------

sie jeben Pfennig nur unter Kampf aus ihm heraus- erroa$te verwandtschaftiche Gefühl keinen Illusionen ziehen müßte Seine Passionen sorgten zur Genüge b (-0 mar bod) Margit immerhin die einzige dafür, daß er niemals Geld hatte, und die _®e.tra9^ nähere Verwandte, die sie besaß Außerdem in- die er für sie aufgeroanbt hatte, waren schueßsich tereffierte es sie, ob ihre Kusine noch einmal auf aus ihrem eigenen Vermögen gewesen. i bie Erbschaftsangelegenheü anspielen würde

Dazu kam, daß sie nicht gezwungen sein wollte, ' - -

sich immer wieder eines Mannes zu erinnern ben si- so rasch unb grünblich wie nur möglich ver­gessen mußte, wenn sie versuchen wollte, ihr Leben

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