ließen japanische Truppen in nicht weniger als •60 Transportschiffen Schanghai, um an einem Punkt iber südchinesischen Küste gelandet zu werden.
Ein Attentat auf Wang Tschingweih?
Schanghai, 22. März. (Europapreß.) Einer mach unbestätigten Meldung aus Hanoi in Fran- Misch-Jndochina zufolge soll am Dienstag auf den ehemaligen chinesischen Ministerpräsidenten Wang Tschingweih, der vor mehreren Monaten aus der Kuomintang-Partei wegen
seiner Friedens-Fühlungnahme mit Japan ausgeschlossen wurde, in Hongkong ein Attentat versucht worden sein. Drei Chinesen, die in seine Wohnung eindrangen, verwundeten mehrere Anwesende. Wang Tschingweih sei unverletzt geblieben. — In der internationalen Siedlung von Schanghai wurde ein Beamter der Nankinger Erneuerungs-Regierung von chinesischen Terroristen am Dienstag in seinem Hotel e r- mordet.
Zusammenfassung aller Kräfte.
Dr. Ley spricht zum Führerkorps der Partei.
Sonthofen, 21. März. (DNB.) Reichsleiter Sr. Ley, der auf der Ordensburg Sonthofen vor »en Hoheitsträaern der Partei sprach, nahm Ge- .egenheit, im Beisein des Reichsleiters Buch dem politischen Führerkorps anhand ausgestellter Modelle die neue Uniform und die Rangordnung mr die Politischen Leiter der NSDAP, zu erklären. Die _neuc schlichte, aber zweckmäßige und dennoch epräsentativ wirkende braune Uniform sowie die reue Rangordnung werden zu einem späteren Terrain eingesü'hrt werden.
Ausgehend von den Fragen der aktuellen Politik, on den letzten Ereignissen am politischen Horizont «er Welt stellte Reichsorganisationsleiter Dr. Ley ■Kinn in den Mittelpunkt seiner Rede Ausführungen der den Einfluß und die Bedeutung unserer Welt- mschauung, die schon heute, nach wenigen Jahren yrer staat spott tischen Verkörperung, die Stellungnahme jedes einzelnen erfordere. Klar zeigte Dr. 'ey die Hintergründe des augenblicklichen Verhaltens der Großmächte auf, Äe ihr seltsames Spiel solange zu tarnen versucht xitten. Wir sollten nicht vergessen, daß die deutsche Seschichte älter und die deutschen kulturellen Lei- nmgen nachhaltiger für die Entwicklung der Weltgeschichte gewesen seien als z. B. die englischen. Erst -Hs Deutschland sich wegen innerer Auseinander- tzungen stritt und zerfleischte, habe England mit !$r ihm eigenen Methode sich an den Ausbau seines Imperiums gemacht. Das deutsche Volk und seine ührung von heute hätten aber aus ihrer gro- > en Geschichte gelernt und seien bereit, diese Erkenntnisse bei den künftigen Entscheidungen in Rechnung zu stellen.
Nachdem der Reichsorganisationsleiter die Fron-
t e n st e l l u n g in den von den Juden beeinflußten Mächten klar aufgezeigt hatte, ging er auf die Kirch e n f r a ge ein, wobei er sich scharf gegen den von interessierter Seite erhobenen Vorwurf der Gottlosigkeit des Nationalsozialismus wandte. „Unsere Feinde in der Welt", so betonte Reichsleiter Dr. Ley, „hassen uns nicht, weil wir gottlos sind, sondern deshalb, weil sie wissen, daß jeder Nationalsozialist im tiefsten Grunde seines Herzens die ewigen Gesetze der göttlichen Schöpfungskraft bejaht und danach handelt, ohne sich von politischem Konfessionalismus beirren zu lassen.
Dr. Ley zeigte weiterhin auf, wie das schaffende Deutschland seinem Führer mit seiner Arbeitskraft fernen Dank abstatte. Das Volk liebe Adolf Hitler, weil es sich bei ihm geborgen fühle. Dieses Gefühl der Geborgenheit für alle Zeiten zu erhalten, sei die Hauptaufgabe der Partei. Deshalb müsse sie alles tun, um den deutschen Menschen in seinem alltäglichen Leben umfassend zu betreuen. Abschließend nahm der Reichsvrganisattonsleiter zu der organisatorischen, propagandistischen und schulungs- mäßigen Vorbereitung und Durchführung des großen Zieles der deutschen Zukunft Stellung. Die Einheit und Zusammenfassung aller Kräfte der Bewegung, vor allen Dingen i n d e n Ortsgruppen, müsse unter der einheitlichen Leitung des Hoheitsträgers sichergestellt werden.
Dr. Ley, der sich mit dieser Rede kurz vor Antritt seiner geplanten Reise nach Italien von den führenden Politischen Leitern der Partei! verabschiedete, konnte den Dank des Führerkorps aus den Gauen und Kreisen in stürmischen Beifallskundgebungen entgegennehmen.
Das neue KdF.-Gchiff „Robert Ley".
Das neue KdF.-Schiff „Robert Ley", von den .wwaldtwerken in Hamburg erbaut, sicht vor seiner s'sten Ausfahrt. Bei einer Besichtigung des stolzen Schiffes, das der Führer selbst als die „Bremen V=. deutschen Arbeiters" bezeichnete, zeigte es sich, tiß der Urlauber alle Vorzüge, die der „Wilhelm lmstloff" hat, auch aus dem neuen KdF.-Schiff fin= tüt. Darüber hinaus hat das neue KdF.-Schiff e in -durchlaufendes Deck mehr, und der Zih e a t e r f a a l ist durch das darüberliegende ZLotsdeck hindurchgebaut und hat eine schöne breite (nlerie erhalten, die diesem Raum ein ausgesucht s itliches Gepräge gibt. Auch im großen F e st f a a l st findet sich ein Durchbruch nach dem darüberliegen- bn Deck. Das neue KdF.-Schiff kann insgesamt fast 1 1'000 Urlauber aufnehmen. Mit seinen 25000 Brutto- rgiftertonnen, einer Länge von 204 Meter, einer Breite von 24 Meter und einer,Seitenhöhe von fast 2: Meter wird eine gesamte Decksfläche von rund 500 Quadratmeter erreicht. Die zwei- und vierbetti- p Kabinen gehen sämtlich nach außen. I «ge haben eine bequeme Wohnecke mit Tisch, Sofa ull» Sesseln; fließendes warmes und kaltes Wasser i sicht zur Verfügung. Ein besonderer Raum ist für I bi HI. und BDM. vorgesehen.
Lln Gesellschastsräumen sind vorhanden: zwei rp eise s ä l e mit dazwischenliegenden Küchen- und Lirtschaftsräumen, ein Wintergarten, zwei kkinere und eine große Laube, ein Theatersaal ndt Durchbau nach dem darüberliegenden Cafe, irl) ferner eine mit zahlreichen Geräten eingerichtete Cvorthalle. Ein Personenfahrstuhl führt vom ! Sinnendeck zum Schwimmbad, das in Hellem jnundttchen Mosaik gehalten ist. Im Innern sind väschiedene Derkaufsläden für Gebrauchsgegen- l'tmibe, Frifeursalons usw. vorgesehen. Ferner stehen b<i Fahrgästen zwei Aerzte und ein Zahnarzt mit
Wartezimmer, Sprechzimmer, Untersuchungs- und Behandlungszimmer und Krankenräume zur Verfügung. An sanitären Einrichtungen sind im ganzen 40 Badezimmer und 100 Brausen vorhanden. Es fehlt auch nicht eine umfangreiche Bibliothek mit Leseraum.
Die wichtigste Sicherheitskonstruktion für das ganze Schiff liegt in der Unterteilung des Schiffskörpers in zehn wasserdichte Abteilungen. 24 Rettungsboote sind vorhanden. Das Schiff hat diesel-elektrischen Antrieb. Vier Diesel- Dynamos erzeugen genügend Sttom für die beiden Propellermotoren von zusammen 8000 PS, die dem Schiff die Geschwindigkeit von 16 Knoten verleihen. Eine neuartige Schlingerdämpfungsanlage ist eingebaut. Eine moderne Wäscherei und Plätterei ist so groß ausgebaut, daß sie die gesamte Wäsche der Passagiere, Besatzung und die Schiffswäfche besorgen kann. — Die Tonfilmanlage ist nach den neuesten Erfahrungen gebaut und gestattet auch die Farbfilmvorführung. Neben 106 elektrischen Uhren ist die Rundfunk- a n l a g e so ausgebildet, daß sie den Forderungen der DAF. für Gemeinschaftsfahrten gerecht wird. Vorhanden sind 150 Lautsprecher. Erstmalig fest eingebaut sind Anlagen zur wissenschaftlichen Erforschung des Verhaltens von Schiffen im Betrieb. Für den Schiffsbau werden dadurch wichttge Erkenntnisse gewonnen, die sich nicht allein auf die Sicherheit von Schiffen, sondern auch auf die Materialfrage erstrecken. So wird nun dieses Schiff mit freudig gestimmten deutschen Arbeitern in die Ferne hinausgehen, um nicht nur aller Welt die modernste Leistung der Schiffsbautechnik zu zeigen, sondern zugleich ein Stück weltanschaulicher Lebenshaltung und prakttschen Nationalsozialismus über die Meere zu tragen.
Aus aller Welt.
Deutschlands Wassersport in Zahlen.
jßur Wassersport-Ausstellung in Berlin gibt das -liatistische Reichsamt eine Erhebung über die deut- hm Sportboote und Sportjachten be- liint Im letzten Frühjahr gab es im Deutschen ttsch rund 160 000 Sportboote und -jochten, lieber 2 000 entfallen auf Kanu- und Paddelboote, über \ 17)000 auf Ruderboote, rund 8000 auf Motorboote ' jD» Motorjachten, der Rest auf Segelboote und Segeljachten. Der Wert dieser Flotte errechnet sich iu rund 150 Millionen Mark. Hinsichtlich des Was- -nports steht der Gau Brandenburg auf allen Ge- ticeen weitaus an der Spitze. Don den Kleinbooten iäctztzt er allein 28 v. H., von den Ruderbooten 45 t Ä|., von den Motorbooten sogar 58 v. H., von den Kielbooten 41 v. H. Im Jahre 1938 waren im Zr.-Reichsbund für Leibesübungen 2 300 Waf - je: sportvereine mit 116 000 aktiven Mitglie- Itnn zusammengefaßt. Hinzu kommt die große Zahl dr Wassersportler, die sich einem Wassersportverein ■ Wtit angeschlossen haben und die von Fachkreisen cij fast das Doppelte der organisierten Wassersport- lr«geschätzt wird.
100 Jahre Fotografie.
I 2oas Jahr 1939 als das 100jährige Jubi- li msjahr der Fotografie soll in Deutsch- ; Len? seinen Höhepunkt finden in den Veranstaltun- gn des Reichsbundes Deutscher Arnateur-Foto- jaien, die am 29. Juli in München eröffnet werden. Ün'Deutfchen Museum in München wird eine große ^emotionale Fotografische Ausstellung" unter In Motto „100 Jahre Fotografie" stattfinden. Die . ihm Amateurfotografen der Welt sind hier ver- p!tm. Es ist mit einer Beteiligung von mindestens 2, Rationen zu rechnen. Ferner findet der zweite Krgreß der „Internationalen Amateurfotografen- Inon" statt. Im Juli zeigt der „Gau der Aus- l<i!°sdeutschen im RDAF." in Zusammenarbeit mit dir deutschen „Auslandsinstitut" in Stuttgart die pti „fotografische Ausstellung der Auslandsdeut- ke unter der Bezeichnung „die zweite Heimat". TeiDeranftaltungen, die unter Förderung des Rei- di£ stattfinden, find als ein internationales foto- xa isches Ereignis auf deutschem Loden anzusehen,
Der größte unterirdische Umsteigedahnhof der Welt.
Nach etwa 3V< Jahren steht eines der schwierigsten Bauwerke der Nordsüd-S-Bahn in Berlin vor der Vollendung: der S-Bahnhof Potsdamer Platz wird Anfang April in betrieb genommen. An einem der Brennpunkte des Berliner Verkehrs ist der größte unterirdische Urn- steigebahnhof der Welt eingebaut, ein Meisterwerk der Technik. Die 12 Meter breiten Bahnsteige Haden eine Länge von 120 Meter. Der Nahnhossanlage verleihen geschickt angebrachte Beleuchtungskörper eine strahlende Helle. Neun Zugänge, durch die man teilweise den Potsdamer Platz „unterschreiten" kann, mehrere große Helle Schalterräume, acht Rolltreppen usw. gewährleisten eine reibungslose Abwicklung des stärksten Verkehrs.
Lin neuer Film mit Paula Wessely.
Paula Wessely und Willy Birgel sind die Hauptdarsteller des Terrasilms „Die Frau zwi - schenden Fronte n", den Geza v. B o l v a r y inszeniert. Mit den Ausnahmen wird am 12. April begonnen.
„Rebellion um Preußen" von Friedrich Bethge.
In der von den Städtischen Bühnen Frankfurt veranstalteten „W oche der Lebende n", die einen Querschnitt durch das Bühnenschaffen der Gegenwart geben soll, fand im Schauspielhaus die Uraufführung von Friedrich B e t h g e s Tragödie „Rebellion um Preußen" statt, die einen Konflikt junger Ordensritter während der Zeit des Hochmeisters Heinrich von Plauen behandelt. Das gut besetzte Haus spendete dem Autor und den Darstellern herzlichen Beifall.
(Ein kostbarer Fund: Entdeckung eines Pharaonen- grabes.
Archäologen entdeckten bei Ausgrabungen in Charkieh die unversehrte Grabkammer des Pharao Psu Sennes, der vor rund 3000 Jahren regierte. Psu Sennes gilt als Schwiegervater des Königs Saloman. Die Grabkammer enchielt den 1000 kg schweren Goldsarg, der etwa eine Million Pfund Sterling wert ist, mü der Mumie. Weiter fand man dort zwei Skelette, eine Menge
Die industrielle Mobilmachung Frankreichs.
Pans, 21. März. (Europapreß.) Die Einzelheiten der vom Ministerrat beschlossenen Erlasse, die jetzt im „Journal Officiel" veröffentlicht werden, lassen die Bedeutung dieser Verordnungen, bei denen es sich um eine regelrechte industrielle M o - bilmachung handelt, noch »mehr hervortreten. Neben den militärischen Besttmmungen ist besonders wichttg der Erlaß über die Arbeitszeit inden Rüftungsbetrieben. Diese kann ohne weiteres auf sechzig Stunden wöchentlich ausgedehnt werden, auch bei solchen Betrieben, die nur mittelbar für die Landesverteidigung arbeiten. In besonderen Fällen darf die Arbeitszeit noch über sechzig Stunden je Woche ausgedehnt werden; dazu ist jedoch e-frie Sondererlaubnis des Arbeitsministeriums notwendig.
Die Errichtung der „Direktion der Produktion" im Kriegsministerium gilt als etwa gleichbedeutend mit der Schaffung eines Rüst u n g s in in i st e r i u rn s. Die „Direktion der Produktton" wird mit dem schon seit Januar dieses Jahres bestehenden interministeriellen Ausschuß für d i e Rüstungen zusammen- arbeiten und vor allem die Verteilung und Verwaltung der für Rüstung und Landesverteidigung er« forderlichen ^neuen Kredite überwachen.
Die vom Schatzamt für Rüftungsbetriebe zur Verfügung aeftellten neuen Kredite in Form von Vorschüssen werden zunächst auf 650 Millionen Franken begrenzt. Die Tätigkeit der „Direktton der Produktion" wird sich u. a. auch mit der Anwerbung und Spezialausbildung der Rüstungsarbeiter beschäftigen. Weiter fällt in ihren Tättgkeitsbereich der Ankauf und die EinlagerungvonRohstoffen usw., die industrielle Ausrüstung und die Verbesserung und Normalisierung der Ausrüstung der Rüstungsbetriebe.
Neben einer Verstärkung des Offizierskorps für die Luftabwehr, wird diese außerdem in weitgehendem Maße mit neuem Material ausgeftattet. Don der Kavallerie soll eine größere Anzahl Offi
ziere zur Luftabwehr übertreten. Die Zahl der Unteroffiziere der französischen Armee wird um 2500 Köpfe erhöht. Der Kommandant des neuen 10. fron« zösischeit Armeekorps wird Militärgouverneur von Straßburg.
Die Verstärkungder Effektiobestände der stanzösischen Armee wird durch folgenden Wortlaut verfugt: „Um zu jeder Zeit über die zur Verteidigung des Landes notwendigen Effettivbestände verfügen zu können, kann die Regierung, abgesehen pom Falle einer allgemeinen oder teilweisen Mobilmachung, auf Vorschlag des Ministeriums der Landesverteidigung vorübergehend den Teil der Jahresklafse, der feinen aktiven
Dienst beendet hat, unter den Fahnen behalten. Außerdem kann die Regierung die Mlitärpersonen der Disponibilität und der Reserven (Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften) ein berufen und vorübergehend über ihre normale Periode hinaus im Dienst behalten." Es würde sich, wie die Mittagsblätter hierzu noch ergänzen, um Dienstperioden von 40- Tagen für die Mannschaften und von 50 Tagen für die Offiziere und Unteroffiziere handeln. Die Be- sttmmungen über die M i l i t ä r z e n s u r sind verschärft worden. Danach wird die Verbreitung aller mitttärischen Nachrichten allgemein verboten, soweit sie nicht von der Regierung freigegeben sind. Für bestimmte Fälle wird eine Präventivzensur verhängt.
Schmuckstücke und Statuetten. Es scheint sich um die bedeutendste Entdeckung seit dem Tutankamon-Fund zu handeln. Der ägyptische Unterrichtsminister hat sich zur Fundstelle begeben.
Einweihung des deutschen Universitätsbüros in Rom.
In der Villa Massimo in Rom wurde das d e u t - sche Universitäts-Büro feierlich ein« geweiht. Der deutsche Botschafter v. Mackensen dankte dem Unterrichtsminister B o 11 a i und dem Vizepräsidenten der faschistischen Kammer, Gordin i, für ihre Teilnahme. Der Botschafter würdigte den Führer und den Duce als die beiden Männer, die den Frieden Europas gerettet und die Notwendigkeit erkannt haben, eine ersprießliche Zusammenarbeit der Völker zu sichern. General von M a s s o w, der Präsident des Instituts, hob die Wichtigkeit des Unterrichtes hervor. Minister B o t - toi erwiderte den Dank und unterstrich, daß Italien mit Deutschland im Kampf gegen die alten Ideologien eng vereint sei. Italien und Deutschland seien die Träger einer neuen Kultur- und Ord- nungsidee in der Welt.
Millionen Jungfische in Rhein und Rahe ausgesetzt.
Dieser Tage wurden im Rhein und in der Nahe Millionen Jungfische ausgesetzt. Die Aussetzung von drei Millionen Glasaalen erfolge im Rhein bei Bingerbrück. Insgesamt 11400 junge Schleie und Karpfen wurden in die Nahe ausgesetzt. Die Schleie und Karpfen kamen von der Fischzucht- onstolt Pilgram in Böhmen und von den deutschen Fongstellen in England und Holland. Die Aale wurden im Golf von Mexiko gefangen. Alle Jungfische waren in Moos und Eis in Kisten verpackt und haben die weite Reise gut überstanden. Dor dem Aussetzen wurden sie solange mit Flußwasser überspült, bis sie die Temperatur des Wassers angenommen hatten. Die Schleie und Karpfen hatten eine Länge von 9 Zenttmeter und eine Breite von 3 bis 4 Zentimeter. Die Aale waren durchsichtig — daher der Name Glasaale — und hatten die Form eines Bleistiftes.
Vollstreckung eines Todesurteils.
Berlin, 20. März. (DNB.) Arn 20. März rft der am 26. September 1893 in Kutzen (Ostpreußen) geborene Kurt Krebs hingerichtet worden, der durch Urteil des Schwurgerichts in Insterburg vorn 8. Dezember 1937 wegen Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte, ferner wegen weiterer (Straftaten zu einer Gesamtstrafe von 15 Jahren Zuchthaus und zu Sicherungsverwahrung verurteilt worden war. Krebs hatte am 6. Juni 1936 in Schielasken seinen 71jähri- gen Schwiegervater, den Gastwirt Friedrich Schneider, heimtückisch erschossen, um sich in den Besitz des Nachlasses zu setzen.
Ein erfreuliches Dementi.
Die Polnische Telegraphenagentur teilt mit, daß die in der polnischen Presse verbreitete Nachricht von einem Unglück in der Nähe von Krzernieniec, bei dem 42 Kinder ertrunken sein sollten, sich ni ch t bestätige.
'Trauriges Ende eines dreijährigen Kindes.
In Wirges wollte eine Frau aus Essigessenz Essig bereiten und füllte zu diesem Zweck etwas Essenz in eine größere Flasche. Während sie die Essenzflasche wieder an einen sicheren Ort brachte, ergriff ihr drei-' jähriger Junge vom Küchentisch die Essigflasche und trank von dem gefährlichen Inhalt. Das Kind wurde sofort in das Dernbacher Krankenhaus gebracht, hätte aber so schwere innere Verbrennungen davongetragen, daß es schon bald nach der (Einlieferung starb.
Schwere Schneestürme in der Eifel.
In der Nacht zum Dienstag setzten über der Eifel außerordentlich starke Schneestürme ein, die am Dienstagmittag noch unvermindert anhielten. Durch starke Verwehungen rft der Verkehr alleyt- halben sehr behindert. Bei Münstereifel und Prüm ist sogar ein Verkehr bis auf weiteres unmöglich. Ein gleiches wird von der Sttecke Eifelfcheid— Stadtkyll im Zuge der Reichsstraße Köln—Trier gemeldet. — Auch im bergischen Land ist es durch die Schneestürme zu erheblichen Verkehrsstörungen gekommen.
Grohfeuer bei Brüssel vernichtet Warenhaus.
In Ach bei Brüssel brach ein Großfeuer aus, dem ein Warenhaus zum Opfer fiel. Den Anstrengungen von Feuerwehr und Militär gelang es, die Ausdehnung des Brandes, von dem das ganze Stadtviertel bedroht war, zu verhüten. Der Schaden beläuft sich auf über eine Million Franken.
Deutsche Fernseh-Ausstellung auf dem Weltpostkongreß in Buenos Aires.
Mit dem deutschen Schnelldampfer „Cap Arcona" traf die deutsche Delegation für den XI. SB eit« postkongreß in Buenos Aires ein. Deutschland wird sich an einer hier veranstalteten Ausstellung mit einer Fernseh- und Fernsehtelephon- Schau beteiligen, wozu die argentinische Postoerwaltung die praktische Mitarbeit zugesichert hat. Damit wenden in Argentinien die ersten Fernsehoorführungen stattfinden. Postrat Dipl.-Jng. Hans P r e ß l e r, ein Mitglied der Delegation, erklärte zu den im April stattfindenden Vorführungen, daß diese in der gleichen Form oor- genommen werden, wie es in Deutschland geschieht: es werde die gleiche Apparatur verwendet wie die auf der Pariser Weltausstellung mit drei Großen Preisen ausgezeichnete. Mit ihr lassen sich Freilicht-, Bühnenszenen, Filme usw. übertragen. Außerdem wird eine vollständige Anlage für Fernseh- telephonie gezeigt, so wie sie zwischen Berlin und München besteht. Dabei werden die modernsten Geräte gezeigt, die eigens für die Ausstellung in Buenos Aires konstruiert wunden. Bei der Fernseh- telephonie handelt es sich 41m eine rein deutsche Erfindung. Es werden auch Lehrmodelle ausgestellt, ein Lehrfilm vorgeführt und Vorttäge über einschlägige Themen gehalten werden.
Der Präsident des französischen Luftsportverbandes tödlich verunglückt.
Der Präsident des ftanzösischen Luftsportverbandes, Finanzsenator Baron Foucacourt, ist zusammen mit seiner Frau im französischen Sudan, 200 Kilometer nordöstlich von Faya, bei einem Flugzeugunglück ums Leben gekommen.
Kleine politische Nachrichten.
Ministerpräsident Generalfeldmarschall Göring hat in Begleitung seiner Gattin Berlin verlassen, um in San Remo feinen Erholungsurlaub fortzusetzen.
*
Der Führer hat Sr. Maj. dem König von Irak zum Geburtstag drahtlich seine Glückwünsche übermittelt.
*
Der Führer hat S. M. dem Schahinscha von Iran zum Nauruz-Fest drahtlich seine Glückwünsche übermittelt.
*
Der ungarische Ministerpräsident Paul T e l e k i und Außenminister Graf C s a k y werden sich im Laufe des April zu offiziellen Besuchen nach Rom und Berlin begeben. Der römische Besuch findet in der zweiten Aprilhälfte^ statt.
*
Der italienische Botschafter Attolico hat Berlin verlassen, um an den Feierlichkeiten aus Anlaß des 20. Jahrestages der Gründung der Faschistischen Partei teilzunehmen. Vor seiner Abfahrt stattete der italienische Botsckafter dem Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop einen Besuch ab.
*
Der spanische Vizepräsident des Ministerrats und Außenminister Jordana richtete anläßlich der Lösung der tschecho-slowakischen Frage an den Reichsaußenmini st er dgs nachstehende Telegramm: „Ich entbiete Eurer Exzellenz meinen herzlichen Glückwunsch und stimme ein in den Jubel des deutschen Volkes in dem Augenblick, in dem sich alte Ziele erfüllen."
*
Der Präsident des Ständigen Internationalen Frontkämpfer - Ausschusses, NSKK. - Obergruppenführer General der Infanterie Herzog von Coburg, wurde vom Prinzregenten P a u l zu einer längeren Audienz empfangen. Prinzregent Paul gab zu feinen Ehren ein Frühstück. Der Herzog besuchte Ministerpräsident Zwetkowitsch, Außenminister Cincar-Markowitsch, Kriegsminister General Meditsch und Organisationen der jugoslawischen Frontkämpferverbände, die zu feinen Ehren ein Bankett gaben. Der Herzog reift nach Saloniki weiter, von wo er seine Fahrt nach Athen fortsetzt.
♦
Generalleutnant Stieler v. HeyPekamp, der Inspekteur der WehrwirtfchaftsinspekttL'n 9 in Kastel, konnte bie Wiederkehr des Tages festlich begehen, an dem er vor 40 Jahren in den Dienst des Heeres eintrat. Die Offiziere, Beamten und die gesamte Gefolgschaft der Webrwirt- schaftsinspektion 9 gedachten in zahlreichen Ehrungen ihres Inspekteurs.


