Ausgabe 
22.3.1939
 
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ließen japanische Truppen in nicht weniger als 60 Transportschiffen Schanghai, um an einem Punkt iber südchinesischen Küste gelandet zu werden.

Ein Attentat auf Wang Tschingweih?

Schanghai, 22. März. (Europapreß.) Einer mach unbestätigten Meldung aus Hanoi in Fran- Misch-Jndochina zufolge soll am Dienstag auf den ehemaligen chinesischen Ministerpräsi­denten Wang Tschingweih, der vor meh­reren Monaten aus der Kuomintang-Partei wegen

seiner Friedens-Fühlungnahme mit Japan ausge­schlossen wurde, in Hongkong ein Attentat versucht worden sein. Drei Chinesen, die in seine Wohnung eindrangen, verwundeten mehrere Anwe­sende. Wang Tschingweih sei unverletzt geblie­ben. In der internationalen Siedlung von Schanghai wurde ein Beamter der Nankin­ger Erneuerungs-Regierung von chine­sischen Terroristen am Dienstag in seinem Hotel e r- mordet.

Zusammenfassung aller Kräfte.

Dr. Ley spricht zum Führerkorps der Partei.

Sonthofen, 21. März. (DNB.) Reichsleiter Sr. Ley, der auf der Ordensburg Sonthofen vor »en Hoheitsträaern der Partei sprach, nahm Ge- .egenheit, im Beisein des Reichsleiters Buch dem politischen Führerkorps anhand ausgestellter Mo­delle die neue Uniform und die Rangordnung mr die Politischen Leiter der NSDAP, zu erklären. Die _neuc schlichte, aber zweckmäßige und dennoch epräsentativ wirkende braune Uniform sowie die reue Rangordnung werden zu einem späteren Ter­rain eingesü'hrt werden.

Ausgehend von den Fragen der aktuellen Politik, on den letzten Ereignissen am politischen Horizont «er Welt stellte Reichsorganisationsleiter Dr. Ley Kinn in den Mittelpunkt seiner Rede Ausführungen der den Einfluß und die Bedeutung unserer Welt- mschauung, die schon heute, nach wenigen Jahren yrer staat spott tischen Verkörperung, die Stellung­nahme jedes einzelnen erfordere. Klar zeigte Dr. 'ey die Hintergründe des augenblick­lichen Verhaltens der Großmächte auf, Äe ihr seltsames Spiel solange zu tarnen versucht xitten. Wir sollten nicht vergessen, daß die deutsche Seschichte älter und die deutschen kulturellen Lei- nmgen nachhaltiger für die Entwicklung der Welt­geschichte gewesen seien als z. B. die englischen. Erst -Hs Deutschland sich wegen innerer Auseinander- tzungen stritt und zerfleischte, habe England mit !$r ihm eigenen Methode sich an den Ausbau seines Imperiums gemacht. Das deutsche Volk und seine ührung von heute hätten aber aus ihrer gro- > en Geschichte gelernt und seien bereit, diese Erkenntnisse bei den künftigen Entscheidungen in Rechnung zu stellen.

Nachdem der Reichsorganisationsleiter die Fron-

t e n st e l l u n g in den von den Juden beeinflußten Mächten klar aufgezeigt hatte, ging er auf die Kir­ch e n f r a ge ein, wobei er sich scharf gegen den von interessierter Seite erhobenen Vorwurf der Gott­losigkeit des Nationalsozialismus wandte.Unsere Feinde in der Welt", so betonte Reichsleiter Dr. Ley,hassen uns nicht, weil wir gottlos sind, son­dern deshalb, weil sie wissen, daß jeder National­sozialist im tiefsten Grunde seines Herzens die ewigen Gesetze der göttlichen Schöpfungskraft be­jaht und danach handelt, ohne sich von politischem Konfessionalismus beirren zu lassen.

Dr. Ley zeigte weiterhin auf, wie das schaffende Deutschland seinem Führer mit seiner Arbeitskraft fernen Dank abstatte. Das Volk liebe Adolf Hitler, weil es sich bei ihm geborgen fühle. Dieses Gefühl der Geborgenheit für alle Zeiten zu erhalten, sei die Hauptaufgabe der Partei. Deshalb müsse sie alles tun, um den deutschen Menschen in seinem alltäglichen Leben umfassend zu betreuen. Abschlie­ßend nahm der Reichsvrganisattonsleiter zu der or­ganisatorischen, propagandistischen und schulungs- mäßigen Vorbereitung und Durchführung des gro­ßen Zieles der deutschen Zukunft Stellung. Die Einheit und Zusammenfassung aller Kräfte der Bewegung, vor allen Dingen i n d e n Ortsgruppen, müsse unter der einheitlichen Leitung des Hoheitsträgers sichergestellt werden.

Dr. Ley, der sich mit dieser Rede kurz vor An­tritt seiner geplanten Reise nach Italien von den führenden Politischen Leitern der Partei! ver­abschiedete, konnte den Dank des Führerkorps aus den Gauen und Kreisen in stürmischen Beifallskund­gebungen entgegennehmen.

Das neue KdF.-GchiffRobert Ley".

Das neue KdF.-SchiffRobert Ley", von den .wwaldtwerken in Hamburg erbaut, sicht vor seiner s'sten Ausfahrt. Bei einer Besichtigung des stolzen Schiffes, das der Führer selbst als dieBremen V=. deutschen Arbeiters" bezeichnete, zeigte es sich, tiß der Urlauber alle Vorzüge, die derWilhelm lmstloff" hat, auch aus dem neuen KdF.-Schiff fin= tüt. Darüber hinaus hat das neue KdF.-Schiff e in -durchlaufendes Deck mehr, und der Zih e a t e r f a a l ist durch das darüberliegende ZLotsdeck hindurchgebaut und hat eine schöne breite (nlerie erhalten, die diesem Raum ein ausgesucht s itliches Gepräge gibt. Auch im großen F e st f a a l st findet sich ein Durchbruch nach dem darüberliegen- bn Deck. Das neue KdF.-Schiff kann insgesamt fast 1 1'000 Urlauber aufnehmen. Mit seinen 25000 Brutto- rgiftertonnen, einer Länge von 204 Meter, einer Breite von 24 Meter und einer,Seitenhöhe von fast 2: Meter wird eine gesamte Decksfläche von rund 500 Quadratmeter erreicht. Die zwei- und vierbetti- p Kabinen gehen sämtlich nach außen. I «ge haben eine bequeme Wohnecke mit Tisch, Sofa ull» Sesseln; fließendes warmes und kaltes Wasser i sicht zur Verfügung. Ein besonderer Raum ist für I bi HI. und BDM. vorgesehen.

Lln Gesellschastsräumen sind vorhanden: zwei rp eise s ä l e mit dazwischenliegenden Küchen- und Lirtschaftsräumen, ein Wintergarten, zwei kkinere und eine große Laube, ein Theatersaal ndt Durchbau nach dem darüberliegenden Cafe, irl) ferner eine mit zahlreichen Geräten eingerichtete Cvorthalle. Ein Personenfahrstuhl führt vom ! Sinnendeck zum Schwimmbad, das in Hellem jnundttchen Mosaik gehalten ist. Im Innern sind väschiedene Derkaufsläden für Gebrauchsgegen- l'tmibe, Frifeursalons usw. vorgesehen. Ferner stehen b<i Fahrgästen zwei Aerzte und ein Zahnarzt mit

Wartezimmer, Sprechzimmer, Untersuchungs- und Behandlungszimmer und Krankenräume zur Ver­fügung. An sanitären Einrichtungen sind im gan­zen 40 Badezimmer und 100 Brausen vorhanden. Es fehlt auch nicht eine umfangreiche Bibliothek mit Leseraum.

Die wichtigste Sicherheitskonstruktion für das ganze Schiff liegt in der Unterteilung des Schiffskörpers in zehn wasserdichte Abteilungen. 24 Rettungsboote sind vorhanden. Das Schiff hat diesel-elektrischen Antrieb. Vier Diesel- Dynamos erzeugen genügend Sttom für die beiden Propellermotoren von zusammen 8000 PS, die dem Schiff die Geschwindigkeit von 16 Knoten ver­leihen. Eine neuartige Schlingerdämpfungs­anlage ist eingebaut. Eine moderne Wäscherei und Plätterei ist so groß ausgebaut, daß sie die gesamte Wäsche der Passagiere, Besatzung und die Schiffswäfche besorgen kann. Die Tonfilm­anlage ist nach den neuesten Erfahrungen ge­baut und gestattet auch die Farbfilmvorführung. Neben 106 elektrischen Uhren ist die Rundfunk- a n l a g e so ausgebildet, daß sie den Forderungen der DAF. für Gemeinschaftsfahrten gerecht wird. Vorhanden sind 150 Lautsprecher. Erstmalig fest eingebaut sind Anlagen zur wissenschaftlichen Er­forschung des Verhaltens von Schiffen im Betrieb. Für den Schiffsbau werden dadurch wichttge Er­kenntnisse gewonnen, die sich nicht allein auf die Sicherheit von Schiffen, sondern auch auf die Mate­rialfrage erstrecken. So wird nun dieses Schiff mit freudig gestimmten deutschen Arbeitern in die Ferne hinausgehen, um nicht nur aller Welt die modernste Leistung der Schiffsbautechnik zu zeigen, sondern zugleich ein Stück weltanschaulicher Lebenshaltung und prakttschen Nationalsozialismus über die Meere zu tragen.

Aus aller Welt.

Deutschlands Wassersport in Zahlen.

jßur Wassersport-Ausstellung in Berlin gibt das -liatistische Reichsamt eine Erhebung über die deut- hm Sportboote und Sportjachten be- liint Im letzten Frühjahr gab es im Deutschen ttsch rund 160 000 Sportboote und -jochten, lieber 2 000 entfallen auf Kanu- und Paddelboote, über \ 17)000 auf Ruderboote, rund 8000 auf Motorboote ' jD» Motorjachten, der Rest auf Segelboote und Segeljachten. Der Wert dieser Flotte errechnet sich iu rund 150 Millionen Mark. Hinsichtlich des Was- -nports steht der Gau Brandenburg auf allen Ge- ticeen weitaus an der Spitze. Don den Kleinbooten iäctztzt er allein 28 v. H., von den Ruderbooten 45 t Ä|., von den Motorbooten sogar 58 v. H., von den Kielbooten 41 v. H. Im Jahre 1938 waren im Zr.-Reichsbund für Leibesübungen 2 300 Waf - je: sportvereine mit 116 000 aktiven Mitglie- Itnn zusammengefaßt. Hinzu kommt die große Zahl dr Wassersportler, die sich einem Wassersportverein Wtit angeschlossen haben und die von Fachkreisen cij fast das Doppelte der organisierten Wassersport- lr«geschätzt wird.

100 Jahre Fotografie.

I 2oas Jahr 1939 als das 100jährige Jubi- li msjahr der Fotografie soll in Deutsch- ; Len? seinen Höhepunkt finden in den Veranstaltun- gn des Reichsbundes Deutscher Arnateur-Foto- jaien, die am 29. Juli in München eröffnet werden. Ün'Deutfchen Museum in München wird eine große ^emotionale Fotografische Ausstellung" unter In Motto100 Jahre Fotografie" stattfinden. Die . ihm Amateurfotografen der Welt sind hier ver- p!tm. Es ist mit einer Beteiligung von mindestens 2, Rationen zu rechnen. Ferner findet der zweite Krgreß derInternationalen Amateurfotografen- Inon" statt. Im Juli zeigt derGau der Aus- l<i!°sdeutschen im RDAF." in Zusammenarbeit mit dir deutschenAuslandsinstitut" in Stuttgart die ptifotografische Ausstellung der Auslandsdeut- ke unter der Bezeichnungdie zweite Heimat". TeiDeranftaltungen, die unter Förderung des Rei- di£ stattfinden, find als ein internationales foto- xa isches Ereignis auf deutschem Loden anzusehen,

Der größte unterirdische Umsteigedahnhof der Welt.

Nach etwa 3V< Jahren steht eines der schwie­rigsten Bauwerke der Nordsüd-S-Bahn in Berlin vor der Vollendung: der S-Bahnhof Pots­damer Platz wird Anfang April in betrieb genommen. An einem der Brennpunkte des Berliner Verkehrs ist der größte unterirdische Urn- steigebahnhof der Welt eingebaut, ein Meisterwerk der Technik. Die 12 Meter breiten Bahnsteige Haden eine Länge von 120 Meter. Der Nahnhossanlage verleihen geschickt angebrachte Be­leuchtungskörper eine strahlende Helle. Neun Zu­gänge, durch die man teilweise den Potsdamer Platzunterschreiten" kann, mehrere große Helle Schalterräume, acht Rolltreppen usw. gewährleisten eine reibungslose Abwicklung des stärksten Verkehrs.

Lin neuer Film mit Paula Wessely.

Paula Wessely und Willy Birgel sind die Hauptdarsteller des TerrasilmsDie Frau zwi - schenden Fronte n", den Geza v. B o l v a r y inszeniert. Mit den Ausnahmen wird am 12. April begonnen.

Rebellion um Preußen" von Friedrich Bethge.

In der von den Städtischen Bühnen Frankfurt veranstaltetenW oche der Lebende n", die einen Querschnitt durch das Bühnenschaffen der Gegenwart geben soll, fand im Schauspielhaus die Uraufführung von Friedrich B e t h g e s Tragödie Rebellion um Preußen" statt, die einen Konflikt junger Ordensritter während der Zeit des Hochmeisters Heinrich von Plauen behandelt. Das gut besetzte Haus spendete dem Autor und den Dar­stellern herzlichen Beifall.

(Ein kostbarer Fund: Entdeckung eines Pharaonen- grabes.

Archäologen entdeckten bei Ausgrabungen in Charkieh die unversehrte Grabkammer des Pha­rao Psu Sennes, der vor rund 3000 Jahren regierte. Psu Sennes gilt als Schwiegervater des Königs Saloman. Die Grabkammer enchielt den 1000 kg schweren Goldsarg, der etwa eine Mil­lion Pfund Sterling wert ist, der Mumie. Wei­ter fand man dort zwei Skelette, eine Menge

Die industrielle Mobilmachung Frankreichs.

Pans, 21. März. (Europapreß.) Die Einzel­heiten der vom Ministerrat beschlossenen Erlasse, die jetzt imJournal Officiel" veröffentlicht werden, lassen die Bedeutung dieser Verordnungen, bei denen es sich um eine regelrechte industrielle M o - bilmachung handelt, noch »mehr hervortreten. Neben den militärischen Besttmmungen ist besonders wichttg der Erlaß über die Arbeitszeit inden Rüftungsbetrieben. Diese kann ohne weiteres auf sechzig Stunden wöchentlich ausgedehnt werden, auch bei solchen Betrieben, die nur mittelbar für die Landesverteidigung arbeiten. In besonderen Fällen darf die Arbeitszeit noch über sechzig Stunden je Woche aus­gedehnt werden; dazu ist jedoch e-frie Sondererlaub­nis des Arbeitsministeriums notwendig.

Die Errichtung derDirektion der Pro­duktion" im Kriegsministerium gilt als etwa gleichbedeutend mit der Schaffung eines Rü­st u n g s in in i st e r i u rn s. DieDirektion der Pro­duktton" wird mit dem schon seit Januar dieses Jahres bestehenden interministeriellen Ausschuß für d i e Rüstungen zusammen- arbeiten und vor allem die Verteilung und Verwal­tung der für Rüstung und Landesverteidigung er« forderlichen ^neuen Kredite überwachen.

Die vom Schatzamt für Rüftungsbetriebe zur Ver­fügung aeftellten neuen Kredite in Form von Vorschüssen werden zunächst auf 650 Millionen Fran­ken begrenzt. Die Tätigkeit derDirektton der Pro­duktion" wird sich u. a. auch mit der Anwer­bung und Spezialausbildung der Rü­stungsarbeiter beschäftigen. Weiter fällt in ihren Tättgkeitsbereich der Ankauf und die EinlagerungvonRohstoffen usw., die in­dustrielle Ausrüstung und die Verbesserung und Normalisierung der Ausrüstung der Rüstungsbe­triebe.

Neben einer Verstärkung des Offizierskorps für die Luftabwehr, wird diese außerdem in weitgehen­dem Maße mit neuem Material ausgeftattet. Don der Kavallerie soll eine größere Anzahl Offi­

ziere zur Luftabwehr übertreten. Die Zahl der Un­teroffiziere der französischen Armee wird um 2500 Köpfe erhöht. Der Kommandant des neuen 10. fron« zösischeit Armeekorps wird Militärgouverneur von Straßburg.

Die Verstärkungder Effektiobestände der stanzösischen Armee wird durch folgenden Wort­laut verfugt:Um zu jeder Zeit über die zur Ver­teidigung des Landes notwendigen Effettivbestände verfügen zu können, kann die Regierung, abgesehen pom Falle einer allgemeinen oder teilweisen Mobil­machung, auf Vorschlag des Ministeriums der Lan­desverteidigung vorübergehend den Teil der Jahresklafse, der feinen aktiven

Dienst beendet hat, unter den Fahnen behalten. Außerdem kann die Regierung die Mlitärpersonen der Disponibilität und der Reser­ven (Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften) ein berufen und vorübergehend über ihre normale Periode hinaus im Dienst be­halten." Es würde sich, wie die Mittagsblätter hierzu noch ergänzen, um Dienstperioden von 40- Tagen für die Mannschaften und von 50 Tagen für die Offiziere und Unteroffiziere handeln. Die Be- sttmmungen über die M i l i t ä r z e n s u r sind ver­schärft worden. Danach wird die Verbreitung aller mitttärischen Nachrichten allgemein verboten, soweit sie nicht von der Regierung freigegeben sind. Für bestimmte Fälle wird eine Präventivzensur verhängt.

Schmuckstücke und Statuetten. Es scheint sich um die bedeutendste Entdeckung seit dem Tutankamon-Fund zu handeln. Der ägyptische Unterrichtsminister hat sich zur Fundstelle begeben.

Einweihung des deutschen Universitätsbüros in Rom.

In der Villa Massimo in Rom wurde das d e u t - sche Universitäts-Büro feierlich ein« geweiht. Der deutsche Botschafter v. Macken­sen dankte dem Unterrichtsminister B o 11 a i und dem Vizepräsidenten der faschistischen Kammer, Gordin i, für ihre Teilnahme. Der Botschafter würdigte den Führer und den Duce als die beiden Männer, die den Frieden Europas gerettet und die Notwendigkeit erkannt haben, eine ersprießliche Zu­sammenarbeit der Völker zu sichern. General von M a s s o w, der Präsident des Instituts, hob die Wichtigkeit des Unterrichtes hervor. Minister B o t - toi erwiderte den Dank und unterstrich, daß Ita­lien mit Deutschland im Kampf gegen die alten Ideologien eng vereint sei. Italien und Deutschland seien die Träger einer neuen Kultur- und Ord- nungsidee in der Welt.

Millionen Jungfische in Rhein und Rahe ausgesetzt.

Dieser Tage wurden im Rhein und in der Nahe Millionen Jungfische ausgesetzt. Die Aussetzung von drei Millionen Glasaalen erfolge im Rhein bei Bingerbrück. Insgesamt 11400 junge Schleie und Karpfen wurden in die Nahe ausgesetzt. Die Schleie und Karpfen kamen von der Fischzucht- onstolt Pilgram in Böhmen und von den deutschen Fongstellen in England und Holland. Die Aale wur­den im Golf von Mexiko gefangen. Alle Jungfische waren in Moos und Eis in Kisten verpackt und haben die weite Reise gut überstanden. Dor dem Aussetzen wurden sie solange mit Flußwasser über­spült, bis sie die Temperatur des Wassers angenom­men hatten. Die Schleie und Karpfen hatten eine Länge von 9 Zenttmeter und eine Breite von 3 bis 4 Zentimeter. Die Aale waren durchsichtig daher der Name Glasaale und hatten die Form eines Bleistiftes.

Vollstreckung eines Todesurteils.

Berlin, 20. März. (DNB.) Arn 20. März rft der am 26. September 1893 in Kutzen (Ostpreußen) geborene Kurt Krebs hingerichtet worden, der durch Urteil des Schwurgerichts in Insterburg vorn 8. Dezember 1937 wegen Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehren­rechte, ferner wegen weiterer (Straftaten zu einer Gesamtstrafe von 15 Jahren Zuchthaus und zu Siche­rungsverwahrung verurteilt worden war. Krebs hatte am 6. Juni 1936 in Schielasken seinen 71jähri- gen Schwiegervater, den Gastwirt Friedrich Schneider, heimtückisch erschossen, um sich in den Besitz des Nachlasses zu setzen.

Ein erfreuliches Dementi.

Die Polnische Telegraphenagentur teilt mit, daß die in der polnischen Presse verbreitete Nachricht von einem Unglück in der Nähe von Krzernieniec, bei dem 42 Kinder ertrunken sein sollten, sich ni ch t be­stätige.

'Trauriges Ende eines dreijährigen Kindes.

In Wirges wollte eine Frau aus Essigessenz Essig bereiten und füllte zu diesem Zweck etwas Essenz in eine größere Flasche. Während sie die Essenzflasche wieder an einen sicheren Ort brachte, ergriff ihr drei-' jähriger Junge vom Küchentisch die Essigflasche und trank von dem gefährlichen Inhalt. Das Kind wurde sofort in das Dernbacher Krankenhaus gebracht, hätte aber so schwere innere Verbrennungen davon­getragen, daß es schon bald nach der (Einlieferung starb.

Schwere Schneestürme in der Eifel.

In der Nacht zum Dienstag setzten über der Eifel außerordentlich starke Schneestürme ein, die am Dienstagmittag noch unvermindert anhielten. Durch starke Verwehungen rft der Verkehr alleyt- halben sehr behindert. Bei Münstereifel und Prüm ist sogar ein Verkehr bis auf weiteres unmöglich. Ein gleiches wird von der Sttecke Eifelfcheid Stadtkyll im Zuge der Reichsstraße KölnTrier gemeldet. Auch im bergischen Land ist es durch die Schneestürme zu erheblichen Verkehrsstörungen gekommen.

Grohfeuer bei Brüssel vernichtet Warenhaus.

In Ach bei Brüssel brach ein Großfeuer aus, dem ein Warenhaus zum Opfer fiel. Den An­strengungen von Feuerwehr und Militär gelang es, die Ausdehnung des Brandes, von dem das ganze Stadtviertel bedroht war, zu verhüten. Der Schaden beläuft sich auf über eine Million Franken.

Deutsche Fernseh-Ausstellung auf dem Weltpostkongreß in Buenos Aires.

Mit dem deutschen SchnelldampferCap Arcona" traf die deutsche Delegation für den XI. SB eit« postkongreß in Buenos Aires ein. Deutschland wird sich an einer hier veranstalteten Ausstellung mit einer Fernseh- und Fern­sehtelephon- Schau beteiligen, wozu die argentinische Postoerwaltung die praktische Mitarbeit zugesichert hat. Damit wenden in Argentinien die ersten Fernsehoorführungen stattfinden. Postrat Dipl.-Jng. Hans P r e ß l e r, ein Mitglied der Dele­gation, erklärte zu den im April stattfindenden Vor­führungen, daß diese in der gleichen Form oor- genommen werden, wie es in Deutschland geschieht: es werde die gleiche Apparatur verwendet wie die auf der Pariser Weltausstellung mit drei Großen Preisen ausgezeichnete. Mit ihr lassen sich Frei­licht-, Bühnenszenen, Filme usw. übertragen. Außer­dem wird eine vollständige Anlage für Fernseh- telephonie gezeigt, so wie sie zwischen Berlin und München besteht. Dabei werden die modernsten Ge­räte gezeigt, die eigens für die Ausstellung in Buenos Aires konstruiert wunden. Bei der Fernseh- telephonie handelt es sich 41m eine rein deutsche Erfindung. Es werden auch Lehrmodelle ausgestellt, ein Lehrfilm vorgeführt und Vorttäge über ein­schlägige Themen gehalten werden.

Der Präsident des französischen Luftsportverbandes tödlich verunglückt.

Der Präsident des ftanzösischen Luftsportverban­des, Finanzsenator Baron Foucacourt, ist zu­sammen mit seiner Frau im französischen Sudan, 200 Kilometer nordöstlich von Faya, bei einem Flug­zeugunglück ums Leben gekommen.

Kleine politische Nachrichten.

Ministerpräsident Generalfeldmarschall Göring hat in Begleitung seiner Gattin Berlin verlassen, um in San Remo feinen Erholungs­urlaub fortzusetzen.

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Der Führer hat Sr. Maj. dem König von Irak zum Geburtstag drahtlich seine Glückwünsche übermittelt.

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Der Führer hat S. M. dem Schahinscha von Iran zum Nauruz-Fest drahtlich seine Glück­wünsche übermittelt.

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Der ungarische Ministerpräsident Paul T e l e k i und Außenminister Graf C s a k y werden sich im Laufe des April zu offiziellen Besuchen nach Rom und Berlin begeben. Der römische Besuch findet in der zweiten Aprilhälfte^ statt.

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Der italienische Botschafter Attolico hat Berlin verlassen, um an den Feierlichkeiten aus Anlaß des 20. Jahrestages der Gründung der Faschistischen Partei teilzunehmen. Vor seiner Ab­fahrt stattete der italienische Botsckafter dem Reichs­minister des Auswärtigen von Ribbentrop einen Besuch ab.

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Der spanische Vizepräsident des Ministerrats und Außenminister Jordana richtete anläßlich der Lösung der tschecho-slowakischen Frage an den Reichsaußenmini st er dgs nachstehende Tele­gramm:Ich entbiete Eurer Exzellenz meinen herz­lichen Glückwunsch und stimme ein in den Jubel des deutschen Volkes in dem Augenblick, in dem sich alte Ziele erfüllen."

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Der Präsident des Ständigen Internationalen Frontkämpfer - Ausschusses, NSKK. - Obergruppen­führer General der Infanterie Herzog von Coburg, wurde vom Prinzregenten P a u l zu einer längeren Audienz empfangen. Prinz­regent Paul gab zu feinen Ehren ein Frühstück. Der Herzog besuchte Ministerpräsident Zwetkowitsch, Außenminister Cincar-Markowitsch, Kriegsminister General Meditsch und Organisationen der jugo­slawischen Frontkämpferverbände, die zu feinen Ehren ein Bankett gaben. Der Herzog reift nach Saloniki weiter, von wo er seine Fahrt nach Athen fortsetzt.

Generalleutnant Stieler v. HeyPekamp, der Inspekteur der WehrwirtfchaftsinspekttL'n 9 in Kastel, konnte bie Wiederkehr des Tages festlich be­gehen, an dem er vor 40 Jahren in den Dienst des Heeres eintrat. Die Offiziere, Be­amten und die gesamte Gefolgschaft der Webrwirt- schaftsinspektion 9 gedachten in zahlreichen Ehrun­gen ihres Inspekteurs.