Ausgabe 
21.8.1939
 
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Mr. 194 Zweiter Blatt

Montag, 21. AugustM9

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Heerschau der Leibesübungen in Grünberg.

1. Bundesfest des RG-Reichsbundes für Leibesübungen im Kreis 8.

starken

Rennen waren

Feierstunde und Festabend

Festlicher Aufmarsch

KI

Reichsbundkreissührer Dr. Schäfer bei seiner Ansprache zw Siegerehrung.

Edle Haltungs- und Bewegungsübungen auf dem Schwebebalken.

ZU im

von großer Eleganz und Sicherheit der Ausführung owie manchen begeisterten Abgang zu bewundern. Die Leitung lag in Händen von Bettin (Wieseck). Die Turnerinnen von Heuchelheim warteten mit ihremChorischen Marschtanz" auf, vier Turnerin­nen des Mtv. zeigten neue Hüpfübungen von klarer turnerischer Linie, Wiesecker Turnerinnen er­wiesen sich in einem harmonischen Volkstanz als ehr sicher und bewiesen gleichzeitig sorgfältigste Uebungsarbeit. Turnerinnen von Alsfeld boten einen Wiener Walzer. Kameraden vom Radfahrerverein Großen-Linden ernteten mit einem Dierer-Einrad- Reigen und G a ß m a n n (Großen-Linden) mit einem Einer-Kunstfahren verdienten Beifall.

Bürgermeister König und Ortsgruppenlsiter Schütz beschlossen den anregenden Abend mit kurzen Ansprachen, die in der Führerehrung aus- klangen.

schoß hier wieder einmal den Vogel ab und erschien mit etwa 100 aktiven Teilnehmern. Hitler-Jugend und Kameradinnen im BDM. kamen aus weitem Umkreis herbei. Die beiden festlichen Tage von Grünberg waren Kampftage erster Ordnung und ein einmütiges Bekenntnis zur Sache des Reichs­bundes.

Die Reichsbundkreisführung und der ausrichtende Turnverein Grünberg hatten unter tatkräftigster Unterstützung der Partei und der Stadtverwaltung keine Mühe gescheut, um dem Fest den rechten Rahmen zu schaffen. Das ununterbrochen günstige Wetter kam der edlen Sache sehr zustatten. Grün- berg prangte in reichem Flaggenschmuck. Diele bunte Wimpel, wie man sie vom Gallusmarkt her kennt, flatterten über Straßen und Gassen. Auf der Käs­wiese waren alle Vorbereitungen für die Durchfüh­rung der Wettkämpfe getroffen. 10 Sprunggruben, 7 Plätze für Kugelstoßen, Laufbahn mit elektrischer Messung, 6 Barren, 7 Pferde, Schwebebalken und mehrere Recks standen bereit. Ein Festzelt war auf­geschlagen. Leider erwies es sich als zu klein. Ein Vergnügungpark fehlte auch nicht.

Schon am Samstag weilten viele rund 500 Wettkämpfer und Kampfrichter im Städtchen. Der größte Teil fand in Privatquartieren gastliche Auf­nahme. Für die Wettkämpfer des Festes waren zahlreiche schöne Ehrenpreise durch die Landräte der Kreise, durch die Stadtverwaltung und durch zahlreiche Firmen gestiftet worden. Kampfrichter­sitzungen am Samstag vermittelten letzte Anwei­sungen. Nach einem kurzen, regenlosen Wärmege-

Nach der Mittagspause wurde zu einem Auf­marsch durch die Stadt angetreten, der als äußeres Bild den Höhepunkt des Tages darstellte. Die Glie­derungen der Partei marschierten voraus, der Kreisführer und der Stab feiner engeren Mit­arbeiter folgten, farbenfreudige Fahnengruppen schlossen sich an, und bann folgten, nach Kreisen geordnet, die aktiven Wettkämpfer und Wettkämpfe­rinnen, die verschiedenen Mannschaften, Schwer­athleten und Radfahrer, die Spielmannschaften in ihrer bunten Kleidung und die Turnerinnen in ihrer schneeweißen Gleichtracht. Die Bevölkerung der Stadt Grünberg und die vielen Zuschauer, die aus weitem Umkreis in das Städtchen tarnen, bil­deten einen lebendigen Rahmen. Der Aufmarsch war eine schöne Werbung für die Sache der Leibes­übungen im NSRL. Der Marsch führte durch nur wenige Straßen zum Festplatz.

Nach der Ankunft auf dem Festplatz säumte bald eine nach Tausenden zählende Zuschauermenge die weite Fläche. In raschem Wechsel traten nun die Vereinsriegen zu ihren Vorführungen an und gaben einen Einblick in die Vielfalt der Arbeit, die m den Vereinen möglich ist. Handballkampf, Fußball­kampf und Staffelläufe sowie leichtathletische Wett­bewerbe folgten. Freiübungen der Frauen bildeten den Abschluß der Vorführungen.

Io. Hörnsheim Io. Lützellinden 4:2 (2:2).

Das Handballpokal-Endspiel um den vom Kreis­führer gestifteten Wanderpreis gestaltete sich zu einer einzigartigen Werbung für den Gedanken

Westen und verhieß einen schönen Sonntag.

Erste Wettkämpfe am Samstag.

Die Zwölfkämpfer traten zuerst in Aktion. Sie bestritten die volkstümlichen Hebungen. In rascher Folge wurden von denWettkämpfern der 100- Meter-Lauf, der Weitsprung und das Kugelstoßen erledigt. Auch die Basketballspieler hatten ihr Tur­nier begonnen. Die Mannschaft von VfB.-R. schlug sowohl die Mannschaft von Mtv. Gießen (20:16) wie auch die des Tv. Heuchelheim (32:14). Mtv. schlug Heuchelheim' 30:12 und 1900 konterte die Heuchelheimer gar mit 20:3 nieder. Die Schützen begannen ebenfalls.

witter war der Samstag bei schönstem Wetter Ende gegangen. Blutrot versank die Sonne

Schöffmann (Wieseck) bei einer ausgezeichneten Hebung am Reck.

.......... ...... für Vereine ohne Winterbad aus­geschrieben. Es gab eine Reihe von harten Kämp­fen, bei denen gleichzeitig zu erkennen war, daß innerhalb des Kreifes eine stattliche Anzahl Schwimmer von hervorragendem Leistungsdurch­schnitt vorhanden ist. Heber 100 Meter Kraul der Klasse II dominierte der Gießener Heinz Hof­mann, in der Klasse III sicherte sich der Wetzlarer B r e i t b a ch den Sieg. Auch über 100 Meter Brust fiel der Sieg an einen Wetzlarer. Ein schönes Ren­nen gab es über 50 Meter Brust für Männer (Vereine ohne Winterbad). Der Grünberger Wen- z e l kam in der guten Zeit von 43 Sekunden zum Sieg. Eine schöne Leistung zeigte der Grün- bcrger Bademeister Wolf, der 40 Meter tauchte, und zwar in 38 Sekunden. Ein anderer Schwim­mer, der sich in der Bahn vertat, blieb zu lange unter Wasser und mußte herausgeholt werden. Er wurde rasch wieder zum Bewußtsein gebracht. Im Kunstspringen wurde der Wetzlarer Baumgart­ner überlegener Sieger. Schüler sprang außer

Sonntag:

Kampftag erster Ordnung.

Die Nacht zum Sonntag war kurz. Als der Weck­ruf des Musikoereins Grünberg um 5.30 Hhr in den Gaffen erklang, war kaum die Sonne über den Horizont heraufgekommen. Bald waren die Straßen des Städtchens, das sich in der Hellen Mor­gensonne und im Schmuck der Fahnen, Wimpel und des frischen Grüns an vielen Häusern m schöner Festlichkeit darbot, von regem Leben erfüllt. Der bunte sportliche Dreß beherrschte das Straßenbild. Alles strebte den Wettkampfstütten, insbesondere dem Festplatz, zu. Nach der Flaggenhissung traten die Mehrkämpfer und Kämpferinnen zu ihren Hebungen an. Die Zwölfkämpfer bestritten nun ihre (Geräteübungen in Pflicht und Kur und die Bodenübungen. Die Frauen traten 3umCT~c9atnPj an, zeigten ebenfalls ihr Können an Pferd und Barren, begeisterten mit edlen Haltungs- und Be­wegungsübungen am Schwebebalken die Zuschauer, ließen in den Keulenübungen die gute turnerische Schulung erkennen, kämpften, im Weitsprung und im Vollball-Weitwurf, im Laufe und m den Hebun- gen an den Ringen um die beste Leistung. Die Männer bestritten außerdem einen Zehnkampf, bet dem an Stelle der volkstümlichen Übungen der Wettbewerb an den Ringen trat Schließlich aber trat die große Zahl der Dreikämpfer auf den Plan; Hunderte von Teilnehmern lagen hier im Wettstreit

des Handballs. Viele taufend Zuschauer verfolgten die hervorragende Spielweise beider Mannschaften, den letzten Einsatz und die jederzeit ritterliche Kampfweise. Es wird viele der interessiertenKen­ner" gegeben haben, die vielleicht Lützellinden als Favoriten sahen. Auf den ersten Blick schienen ge­rade sie recht zu behalten, zumal Hörnsheim auf zwei gute Spieler verzichten mußte. Wenn auch Lützellinden ersatzgeschwächt antrat, so war die Durchschlagskraft vor allem seiner Fünferreihe durch das Mitwirken von Will gegeben.

Der Spielverlauf erbrachte dann aber doch eine Heberraschung. Hörnsheim zeigte die geschlossenere Mannschaftsleistung, war vor allem vor dem Tor viel wendiger und verstand es auch, die gebotenen Chancen auszunutzen. Auf der anderen Seite vermißte man die unbedingt notwendige Zusam­menarbeit der einzelnen Mannschaftsteile und einen gesunden Drang nach dem gegnerischen Tor. Das aber hat das Spiel entschieden.

Mit dem Tv. Hörnsheim hat der wertvolle Preis einen würdigen ersten Besitzer gefunden, der dank seines Einsatzes und seiner nimmermüden Einsatz­bereitschaft verdient gewann.

FC. Teutonia Watzenborn-Steinberg gegen $13.06 Alsfeld 4:0 (2:0).

Ein Spiel, das zu jeder Zeit auf technisch hoher Stufe stand. Beide Mannschaften befleißigten sich, ihr Können an den Tag zu legen. Die Zuschauer verfolgten aufmerksam und gespannt die einzelnen Kampfhandlungen. In der ersten Halbzeit erzielte

Am Abend fand die große Veranstaltung mit iner Feierstunde in der Turnhalle ihren offiziellen Auftakt. Die Feierstunde wurde durch Kreisdietwart Dr. Römer gestaltet und durch Angehörige der Gliederungen der Partei getragen. Unter dem Leit­gedankenDeutschland, unser Weg und Ziel", wurde n Wort und Lied das neue Streben in unserem Vaterland, durch Leibesübungen ein wehrhaftes Volk zu schaffen, zum Ausdruck gebracht. Worte der Einzelfprecher, Lieder der Hitler-Jugend und des BDM. sowie ernste Musik (Musikoerein Orunberg) Höften sich in- sinnvoller Folge ab. Mit einem ge­meinsam gesungenen Lied, fand die Feierstunde ihren Abschluß.

Unter stärkster Beteiligung der Grünberger Ein­wohnerschaft fand schließlich der eigentliche Fest­abend statt. Das Zelt reichte bei weitem nicht aus, um alle Teilnehmer zu fassen. Viele standen unter dem gestirnten Himmel und verfolgten von außen her die Darbietungen auf dem Podium. Vereins- fütjrer Wenzel vom Turnverein Grünberg hieß alle Festgäste willkommen, besonders die Vertreter der Partei, der Kreisleitung, der Ortsgruppe, der Wehrmacht, der Luftwaffe, der Stadtverwaltung usw. und meldete anschließend dem Reichsbund- Kreisführer die Ausrichtung des Bundesfestes.

Reichsbundkreisführer Dv. S ch ä f e r begann feine Ansprache mit herzlichen Worten des Dankes an seine Mitarbeiter, an Partei, Stadtverwaltung und Bürgerschaft der Stadt Grünberg, an die Stifter der Ehrenpreise sowie an alle, die zur Ausgestaltung des ersten Bundessestes beitrugen. Er gab der Hoff­nung Ausdruck, daß das Fest allen Teilnehmern eine Fülle der schönsten Erinnerungen bringen möge. Mit großer Freude wurde der telegraphische Gruß des Reichssportführers aufgenom- men, der folgenden Wortlaut hatte:

Den Teilnehmern am Bund es fest in Grünberg übersende ich herzliche Grüße und wünsche einen guten Verlauf des Festes, von dem Sie neue Kraft und starke Antriebe für die Arbeit des Alltags mit nach Hause nehmen mögen!

Heil Hitler!

Reichssportführer von Tschammer und Osten."

Dann sprach der Kreisführer in kurzen Sätzen von der Fülle der großen Aufgaben des Reichsbundes. Er erinnerte zunächst an das überragende Erlebnis von Breslau, sprach von der Notwendigkeit der Förderung der Breitenarbeit, aber auch der Spitzen­leistungen, ferner von der erstrebten Einheitvon :Körper, Gei st und Seele im deutschen 'Menschen, von der Leibesübung, die nun auf wölkische Grundlage gestellt sei und dem Endziel der »ganzen Erziehungsarbeit, der g e i st i g e n und körperlichen W e h r h a f t i g k e i t. In mar­kanten Worten wies Reichsbundkreissührer Dr. Schäfer darauf hin, daß nicht der einzelne eine lHeberschätzung erfahren dürfe, sondern in der For­derung eines jeden einzelnen zu seiner eigenen besten Leistung das edle Ziel zu sehen sei. Er schloß leine Ansprache mit den Worten, daß die Fahne des Reichsbundes noch einen weiten Weg zu tragen sei, Uber aber doch in ein Reich der Vollendung, der Schönheit und der Größe führen müsse und fuhren werde. Die Ansprache wurde mit lebhaftem Beifall ausgenommen. .

Der weitere Verlauf des Abends (Leitung Kreis- 'jportwart Mohr) stand ausschließlich im Zeichen einer Reihe zum Teil begeisternder Vorführungen Verschiedener Fachämter, während derer die Zu- jefjauer verschiedentlich zu spontanem Beifall hinge- rriffen wurden. Die Kreisriege (Herbert-Gießen, Bettin, Schöffmann, Kreiling und Mank-Gießen- Wieseck, Seth und Seibt-Großen-Linden, Enge - Hardt-Heuchelheim, Rohrbach-Leihgestern und Steiosf Wwersdach) zeigte ihr vollendetes Können am Bar­gen, wie auch am Reck und in einigen Freiübungen. Ws gab viels Hebungen von großer Schwierigkeit,

und beherrschten die Laufbahn, die Sprunggruben und die Ringe für Kugelstoßen. Die Gewichtheber, die auf einem Tanzpodium ihre Leistungsfähigkeit zeigten, gaben viel Anlaß zur Bewunderung und fanden viele Zuschauer. Der Festplatz, sonneüber- strahlt, bot während des ganzen Vormittags ein äußeres Bild von unbeschreiblichem Reiz, er war erfüllt von einem kraftvollen Leben und einer Freu­digkeit, die immer da herrscht, wo die Jugend in der reinen Sphäre gesunder Leibesübungen den Ton bestimmt. Der Gefallenen des Weltkrieges und der Bewegung wurde mit einer Kranzniederlegung am Ehrenmal gedacht. Im Nachstehenden fei ver­sucht, die Wettkampftätigkeit der einzelnen Faä)- ämter in Hmrissen zu beleuchten.

Radrennen Radball Kunstfahren.

Zu früher Morgenstunde und in der Frische des neuen Tages starteten die Radfahrer (Klasse A) und wenig später die Anfängerklasse zu einem 100- Kilometer- bzw. zu einem 50-Kilometer-Rennen, das von Grünberg über Reiskirchen Annerod Lich Münster nach Grünberg zurückführte. In der Klaffe A gab es eine ganz knappe Entscheidung. Ernst Ludwig Preiß gewann mit zwei Radlängen von Kraft (Dudenhofen). Die übrigen Teilneh­mer folgten dicht auf. In der Anfängerklasse setzte sich der talentierte Becker (Gießen) mit 7 Minuten Vorsprung vor seinen Mitbewerbern als Sieger durch.

Vor vielen gespannt folgenden Zuschauern wur­den in der Turnhalle Radballspiele ausgetragen. In der A-Klasse beteiligten sich 6 Mannschaften, von denen jede gegen jede spielte. Die Gießener Rad­fahrervereinigung sicherte sich den Sieg. In der Anfängerklasse (3 Mannschaften) siegte der Radfah­rerverein 1900 Wieseck. In einem Einer-Kunstfah­ren zeigte Gaßmann (Großen-Linden) im Allein­gang sein Können x

Schwimmen Kunstspringen Wasserball.

Einen prächtigen Rahmen fanden die zahlreichen Schwimmwettkämpfe, die unter der bewährten Leitung von (Bauobmann Sauer im herrlich gelegenen Grünberger Waldschwimmbad ausgetra­gen wurden. In den Schwimm-Wettbewerben wur­den allein 14 Rennen durchgeführt. Einige der

Der 1. Bundesfestsieger Ludwig Herbert (Gießens (Ausnahmen [4|: Neuner, Gießener Anzeiger.)

Wettbewerb. Ein Wasserballspiel sah dis Wetzlarer! gegen die ersatzgeschwächten Gießener mit 6:2 in Front.

Korbball Basketball.

Schöne und lebhafte Kämpfe trugen die Mädchett auf dem Festplatz im Korbballspiel aus. Sechs Mann"schaften lagen im Wettbewerb. Die Turnen rinnen des Männerturnvereins Gießen schossen hiev vor den flinken Turnerinnen von Wetzlar den Vogel ab. Die Mädchen waren mit bewundernswertem Eifer bei der Sache und ließen sich auch durch die steigende Hitze um die Mittagsstunde nicht stören.

Die Basketballspiele wurden am Sonntagvor^ mittag dann zu Ende geführt. Hier fiel der Sieg an die Mannschaft des DfB.-Reichsbahn Gießen, die sich als die beständigste Mannschaft erwies, obwohl für Luh Ersatz eingestellt werden mußte. Bei den Mtv.ern machte sich das Fehlen der Brüder Krausch bemerkbar. Einen hartnäckigen Kamps gab es zwi­schen den DfB.ern und den Blauweißen der Spiel­vereinigung 1900, die im Turnier den zweiten Sieg errangen.

$chühen in anhaltendem Kamps.

Die Schützen, die ein großes Programm auf den Schießständen unweit des Waldschwimmbades er­ledigten, konnten bei der starken Beteil'gung ihre Wettkämpfe kaum zu Ende führen. Schon am Samstag wurde begonnen. Leider konnten bis zur Siegerehrung am Sonntagnachmittag die Ergebnisse noch nicht vorliegen. Es wurde sowohl im Klein­kaliber wie auch mit der Wehrmannbüchse ge­schossen. Heber die Kämpfe der Schützen berichten mir zu gegebener Zeit.

Das 1. Bundesfest des Nationalsozialistischen Reichsbundes für Leibesübungen im Kreis 8 (der die politischen Kreise Gießen, Alsfeld, Wetzlar und Dillenburg umfaßt) stand unter einem günstigen Stern und wurde zu einem schönen Erfolg. Es wurde zu einer Heeresschau der Leibesübungen in unserer engeren Heimat in universellem Sinne. Alle Sportarten, die in Grünberg Wettkampfmöglichkeiten finden konnten, beteiligten sich aktiv. Der weitaus größte Teil der Vereine des Kreises war vertreten. Die Wettkämpfer und -kämpferinnen kamen von Lahn und Dill, von Alsfeld und Dillenburg, von der nördlichen Wetterau und aus der Wetzlarer Gegend. Die größeren Vereine aus Gießen, Heuchel­heim, Wieseck, Großen-Linden usw. erschienen mit Aufgeboten. Der Turnverein Heuchelheim

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