jedem
Leistungsfähige Berufsschulen
Führung, die durch seine nachfolgenden Kameraden noch verbessert werden konnte. Erst der zweite Kasseler Zweier mit Klubescheid und Petermann konnte aufholen, aber bei der Wendemarke kenterte das Boot, so daß die Aussichten nicht gerade günstig wurden. Der Zweier setzte in guter Fahrt seine Route fort. Der nachfolgende Gaumeister Grotegut holte für Kassel etwa vier Minuten heraus. Es kam zu einem spannenden Endkampf der letzten Zweier, aber Hanaus Vorsprung war nicht mehr einzuholen. Unter dem Beifall der Zuschauer fuhren die Hanauer Zündel und Schütz den Sieg für ihren Verein heim.
Mit 2:41,45 Stunden errang die Paddlerailde Hanau die Siegerplakette und damit auch den Titel eines Gau-Staffelmeisters des Gaues XII. Paddelsport Kassel kam mit 2:44,15 Stunden auf den zweiten Platz.
Wiesecker Kanuklub gewinnt in Klasse B.
In der Klasse B war die Mannschaft der Paddlergilde Gießen ausgefallen. Dafür beteiligten sich Rothe und Hahn im Zweier der Mannschaft der Gießener RG. 1877. Die Klasse B startete im Wan- dersaltboot die gleiche Strecke wie die ^-Mannschaften. In dieser Klasse standen sich die Mannschaften der Gießener Ruder-Gesellschaft und die des Wiesecker Kanuklubs gegenüber, die sich ein flottes Rennen lieferten. Sieger wurde der über die erfahrenere Mannschaft verfügende Wiesecker Kanuklub mit 3:10,15 Stunden vor der GRG. mit 3:13,03 Stunden. Vereinsführer Dr. E. Schwarz- maier nahm die Siegerehrung vor.
freit. Jetzt heiße die Parole „Sos von Kriegsblock".
Aussiedlung von Türken aus Jugoslawien.
Letzte Sportnachrichten.
Gau-Kanu-Staffelmeisterschast in Gießen
Sieben Gaumeister geschlagen.
Bomben-Lleberraschungen im Tschammerpokal-Wettbewerb
Kölner mit einer stark verjüngten Elf zur Stells waren. 5:0 lautete es am Schluß zugunsten der Domstädter. Und dabei war Zimmer, Kurhessens Torhüter, noch der beste Mann auf Kasseler Seite!
Ergebnisse aus dem Gau Hessen.
FC. Hanau 93 — Freiburger FC. 2:6; VfB. Friedberg — VfR. Schweinfurt 1:2; BC. Sport Kassel — Spv. Kassel 5:2; 1860 Hanau — VfL. Bruchköbel 4:1.
Baillet-Latour
über die Olympischen Winterspiele Garmisch-Partenkirchen 1940.
Die Vorbereitungen, die Deutschland jetzt schon ■ür die Abhaltung der Olympischen Winterspiele 1940 in Garmisch-Partenkirchen trifft, finden die restlose Anerkennung der internationalen Sportkreise. Der Präsident des Internationalen Olympi- chen Komitees, Graf Baillet-Latour, hat einem Mitarbeiter des „Journal" seiner Bewunderung für alles Ausdruck gegeben, was Deutschland in großzügigster Weise, dem Ideal des sportlichen Kampfes getreu, in Garmisch-Partenkirchen verwirklicht. Deutschland habe viel mehr getan, als man in London verlangt habe, wo man Deutschland die Abhaltung dieser Spiele übertrug, so erklärte Graf Baillet-Latour. Besonders begeistert zeigte sich der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees von der Errichtung des grandiosen Stadions, wo künftig die bisher auf dem Rießersee ausgetra- tragenen Eislaufprüfungen abgehalten werden sollen. Unabhängig von den Temperaturschwankungen wird hier eine ideale Möglichkeit geschaffen, bei jedem Wetter, auch bei Tauwetter, unter günstigsten Voraussetzungen die Eislaufprüfungen abzuhalten.
Die Arbeiten für den Ausbau des Schi-Stadions, das 150 000 Zuschauerplätze fassen wird; bezeichnete Graf Baillet-Latour als gigantisch. Er erklärte: „Die Ausdehnung der Arbeiten, die finanziellen Leistungen Deutschlands hierfür, die Arbeiterarmee für diese Arbeiten, die schon Anfang Dezember beendet sein sollen, haben mein ehrliches Erstaunen heroorgerusen, und ich habe die Organisatoren dafür lebhaft beglückwünscht."
Kurze Gportnotizen.
Der Engländer Cotton gewann in Bad Ems wiederum die Offene deutsche Golfmeisterschaft. Er siegte mit 280 Schlägen vor dem Deutschen Georg Beßner (Garmisch-Partenkirchen) mit 291 und dem in Schweden lebenden Engländer Dyer mit 296 Schlägen.
Der Frankfurter Stadt-Achter wurde auf dem Main zum 49. Male ausgefahren. Die Frankfurter RG. Germania siegte mit 1% Längen vor Frankfurter RG.-Oberrad und Frankfurter RC. — Den Offenbacher Stadtachter gewann der Offenbacher RD. 74 vor Hellas.
Westdeutschlands Wasserballer wur- den in Leverkusen vom belgischen Meister CRN. Brüssel mit 5:3 (1:1) geschlagen, nachdem die west- deutsche Sieben gleich nach der Pause 3:1 geführt hatte.
Den Höhepunkt des Fußballturniers im Rahmen der Studentenweltspiele in Wien wird das Zusammentreffen von Deutschland und Italien am Samstag, 26. August, im Wiener Stadion darstellen.
Adolf Heuser (Bonn), der deutsche Meister im Halbschwergewichtsboxen, hat erklärt, daß er in Zukunft nur noch im Schwergewicht kämpfen wird, da er das Halbschwergewichtslimit nicht mehr bringen kann. In diesem Jahr wird Adolf Heuser im t übrigen keinen Kampf mehr bestreiten.
H. G. Bentley (England) wurde zum vierten Male internattonaler deuffcher Golfmeister. Er besiegte in Bad Ems überlegen den Neuseeländer ' Ward mit 9 und 8. Bei den Frauen siel der Titel ; an die Belgierin Denise Oury, die die Amerikanerin Ruth Woodgard mit 5 und 3 bezwang.
Dis Paddlergilde Gießen, die mit der Durch- ührung der 5. Gau-Kanu-Staffelmeisterschaft des Gaues XII (Hessen) beauftragt war, hatte sich wiederum große Mühe gegeben, die Werbewirkung dieser Veranstaltung für den Paddelsport herauszustellen. Auf dem Platz an ihrem Bootshaus war ein lustiges Lagerleben eingerichtet. Es war nicht nur für die Boote, sondern auch für die Sportler und die Gäste in bester Weise gesorgt. Die Wettfahrleitung lag in den Händen des rührigen Vereinsführer Dr. E. S ch w a r z m a i e r , und feine Kameraden der Paddlergilde bildeten auch den reichlichen Mitarbeiterstab. Der Vereinsführer des Ruderklubs „Hassia" hatte wiederum das Motorboot für die Schiedsrichter zur Verfügung gestellt. Die Nachrichtenabteilung unter der Führung von Kamerad E i d t m a n n hat wieder den Blink- und den Telephondienst übernommen.
Hanau in Klasse A erfolgreich.
An den Start um die Gaumeisterschaft gingen die Mannschaften des Paddelsport Kassel und die Paddlergilde Hanau, Kassel mit dem Gaumeister im Einer- und Zweier-Kajak, Grotegut und Hanau gleichfalls mit erfahrenen Sportlern. Jede Mannschaft umfaßte neun Fahrer und zwei Boote, ein Einer- und einen Zweier-Kajak. Die Strecke führte über je 5 Kilometer, insgesamt über 30 Kilometer. Start war am Bootshaus bet Paddler, die Wendemarke lag hinter der Gleibachmündung. Beim Start geriet der Hanauer Nix in die Gefahr des Kenterns und konnte sich nur durch feine Geschicklichkeit im Boot halten. Trotzdem brachte er seinen Verein m
dia vor. Die Gäste wurden bei ihrer Ankunft vom Inspektor der Faschistischen Partei, Professor Dr. B e l l e l i, begrüßt. Zum Empfang hatten sich ferner der Vertrauensmann der faschistischen GJL.- Vereinigung, Professor Mangini und der deutsche Boffchafter in Rom eingefunden.
Flämische Heldengedenkfeier bei Dixmuiden.
Dixmuiden, 21.August. (DNB.) Am Sonntag wurde die große Wallfahrt des flämischen Volkes zum Heldendenkmal bei Dixmuiden zum 20. Male durcbgeführt. Weit über 100 000 Flamen hatten sich zu der Gedenkfeier am Fuße des Yser- Turms eingefunden, der als Symbol für die im Krieg gefallenen 30 000 Flamen und für den flämi- eben Kampf um die Gleichberechtigung und völkische Selbstbestimmung gilt. Der Vertreter des flä- mischen Frontkämpferverbandes, van R e e t h , erNarte, daß Flandern unter keinen Umständen fein Schicksal mit einem Kriegsblock verknüpfen dürfe. Unter „bem Schlagwort „Los von Frank- reich" hätten bie Flamen bas belgische Volk von ber Mrlitärbienstbarkeit gegenüber Frankreich be-
„happig" ausgefallen. Es wird allerdings noch von dem Kölner Ergebnis in den Schatten gestellt. In der Domstadt unterlag der Südwestmeister Wor- matta Worms gegen den VfL. 99 mit sage und schreibe 0:9 Toren. Und dabei hatten die Wormser einen Sturm zur Stelle, der auf dem Papier für einige Tore „gut" war. Es war jedenfalls ein schwarzer Tag für die Nibelungenstädter, die sich in diesem Jahr besonders viel vorgenommen haben.
Der Mittemeister Dessau 05 ging auf eiaenem Platz mit 1:2 gegen die Berliner „Veilchen ein, und der Sudetenmeister zog gegen die Leipziger Sporffreunde mit 2:3 den kürzeren.
Von den süddeutschen Mannschaften, die die erste Schlußrunde siegreich überstanden, zeigte vor allem die Frankfurter Eintracht (abgesehen von Waldhof und Neumeyer) meisterhaftes Können. Sie war im Gau Mittelrhein beim SD. Beuel zu Gast und siegte eindrucksvoll mit 5:0 (3:0). Der FSV. Frankfurt setzte sich in einem zeitweise sehr harten Spiel mit 5:3 gegen den Köln-Mülheimer SV. durch, Borussia Neunkirchen bezwang den in die Bezirksklasse abgestiegenen VfL. Benrath mit 4:1, und der 1. FC. Nürnberg war beim FC. Sinaen mit 5:1 erfolgreich, nachdem der Gastgeber bei der Pause noch 1:0 geführt hatte. Kurheften Kassel kam gegen den Mittelrhein-Meister Sülz 07 nicht auf, obwohl die
. B e I g r a b , 19. August. (Europapreß). Zwischen ber jugoslawischen und türkisechn Reaierung ist ein Abkommen erzielt worden über die Auswanderung der in Jugoslawien ansässigen Türken in die Türkei. In Südserbien und Maze- bonien leben etwa 300 000 Bauern. Landbesitzer, Hanbwerker unb Kaufleute türkischer Nationalität, bie während ber vierhunbertjährigen Herrschaft der Türken in diese Länder eingemanbert sinb. Das Abkommen sieht nun keine zwangsweise Uebersied- lung dieser in die Türkei vor, will aber durch verschiedene Begünstigungen die Auswanderung erleichtern. In dem Abkommen wird auch die Entschäbiguna dieser Auswanderer für ihre in Jugoslawien verlassenen Ländereien und Besitz- tümer aeregelt. Aus diese Weise wird die jugoslawische Bevölkerung in den südlichen Gebieten des Staates national einheitlicher.
rufsfchulen und ihre gesonderte Beschulung. Auch die Frage der sog. Provinzial-Meister- k u r s e sei aufgetaucht, Kurse zur Weiterbildung von Meistern und Gesellen im Zusammenhang mit Meisterschulen für das Handwerk oder größeren Berufsschulen. Es wäre vielleicht zweckmäßig, solche Kurse als gemeinschaftliche Einrichtungen der Städte bzw. der Provinz und des Staates unb bes Handwerks zu organisieren. Auch die Werkschulen, für die große Unternehmungen verstärktes Interesse zeigten, erwähnt ber Referent. Auf diese Weise würben die öffentlichen Berufsschulen beeinträchtigt.
Ziel der Staatsführung werde es grundsätzlich sein müssen, das öffentliche berufsbildende Schulwesen des Staates und der innerstaatlichen Selbstverwaltungskörper beisammenzuhalten und auszubauen. Es dürfe nicht eine Aufteilung au alle möglichen wirtschaftlichen Organisationen, Parteistellen unb Unternehmungen kommen. Der Staat behalte bie Berufsschulen nur dann fest in der Hand, wenn Rechts- und Finanzttägerschaft Usw. leistungsfähigen kommunalen Gebietskörperschaften übertragen sind, die dem Staat verantwortlich sind. Selbstverständlich müsse für leistungsfähige kommunale Berufsschulträger gesorgt werden, die ein ausreichend fachlich gefiedertes Schulwesen tragen können. Außerhalb der größeren und mittleren Städte werde also in erster Linie die Kreis- oder auch die Zweckverbandsberufsschule anzustreben sein. Im übrigen seinen alle Maßnahmen ju fördern, die das akttve Interesse der Organisationen der Wirtschaft, der DAF. und anderen Beteiligten am Gedeihen ber Berufsschulen stärken könnten. Es empfehle sich, maßgebliche Persönlichkeiten zu diesem Zweck als „F a ch b e i r ä t e" zur verantwortlichen praktischen Mitarbeit bei Ausgestaltung unb Betrieb der Schulen zu berufen.
Wie „Der Gemeindetag" berichtet, hat auf einer Berufs- unb Fachschultagung des Deutschen Ge- meinbefages der Beigeordnete Meyer ° Lül - mann die Wünsche der Gemeinden nach Schas- ung leistungsfähiger Berufsschulen zusammengefaßt. Er ging davon aus, daß Ministerialdirektor Staatsrat Schmeer eine Aenderung des bisher unorganisch aufgebauten Fach- und Berufsschulwesens als notwendig bezeichnet habe. Das deuffche Berufsschulwesen verdanke seine Entstehung und viel- ach muftergülti$e Entwicklung zum größten Teil der Aufbauarbeit, die die Gemeinden und Ge- meindeverbände im engen Einvernehmen mit den Organisationen der Wirtschaft und der DAF. geleistet haben. Obwohl heute nach dem Reichsschul- fflichtgesetz für alle Jugendlichen die Berufschulpflicht bestehe, fehle es einstweilen an einer gesetzlichen Verpflichtung zur Errichtung und Unterhaltung der Berufs- chulen. Ein künftiges Reichsgesetz werde dies zu ordnen haben. Die Gemeinden hätten nicht nur die Pflichtberufsschule geschaffen, sondern im Zusammenhang mit ihr und einem vielgestaltigen Fachschulwesen auch ein weitverzweigtes System von freiwilligen Fachlehrgängen zu- ätzlicher, ergänzender oder weiterführender Art ins Leben gerufen.
In neuester Zeit seien nun Erscheinungen hervorgetreten, die auf eine Durchlöcherung des Grundsatzes der öffentlichen, von den Gemeinden unb -verbänden errichteten und betriebenen Berufs- chule hinauszulaufen und die Gefahr der Zer- plitterun g hervorzurufen schienen. Hierzu gehörten die Fragen der sog. zusätzlichen B e - rufsfchulung und fördernden Berufserziehung sowie Abbröckelungstendenzen im handwerklichen Sektor. Der Reichsinnungsverband des Baugewerbes z. B. erftrebe die Herausnahme feiner Lehrlinge aus den allgemeinen Be
fall vorher selbst angegriffen unb verwundet worden {ein. Es heißt, daß bie japanischen Offiziere drastische Maßnahmen beschlossen haben, um „bie öffentlich bekundete japan- feindliche Haltung ber Nieberlassungsbehör- ben, in benen englischer Einfluß vorherrschenb ist, zu unterdrücken". In amtlichen japanischen Kreisen wird kein Zweifel darüber gelassen daß man die Lage alssehrernst ansieht, denn '.England habe mit diesem brutalen Mord" seine in Tokio „gegebenen Versprechungen gebro - ch e n".
Werschwemmung in Tientsin.
Tientsin, 20. Aug. (Europapreß.) Man befürchtet die Ueberschwemmung der japanischen, englischen und französischen Konzession in Tientsin, nachdem in den frühen Morgenstunden des Sonntags die Deiche des Peiho an vielen Stellen brachen oder sich als zu niedrig erwiesen. Am Sonntagabend stieg das Hochwasser noch weiter an. Der Stadtrat der englischen Konzession hat den Ausnahmezustand erklärt. Alle zur Verfügung stehenden Kräfte sollen eingesetzt werben, um bie Deiche zu erhöhen. Die Deichbrüche auf ber Süb- feite bes Flusses haben bereits in ber Nacht zum Sonntag verheerenbe Folgen gezeitigt. Viele Taulende von Chinesen suchten in den ausländischen Niederlassungen Unterkunft. Die Chinesenstadt ist stellenweise meterhoch überschwemmt. Don den japanischen Wachposten an der Grenze der englischen Konzession wurde am Sonntagmorgen dem Grenz- oerkehr etwas mehr Spielraum gegeben. So konnten mehrer Kraftwagen mit Lebensrnitteln ohne die übliche Durchsuchung die Sperre passieren.
Lücken
in der englischen Rüstung.
London, 20.Aug. (Europapreß.) Der Beschlußes Kriegsministeriums, von dem am 15. September fälligen zweiten 40 000-Mann-Schub an Milizmännern nur 8900 einzuziehen und am 15. Oktober weitere 18 000 einzuberufen, wirb von
Daß es in der ersten Schlußrunde des Tfcham- merpokal-Wettbewerbs nicht ohne Ueberrafchungen abqehen würde, war von vornherein Zu erwarten, aber die Tatsachen haben doch in dieser Hinsicht tue kühnsten Erwartungen übertroffen. Nicht weniger als sieben Gaumeister blieben aiff ber Strecke, und zwar Admira Wien (Ostmark), 1. 3^- 05 Schweinfurt (Bayern), DfR. Mannheim (Baden) Wormatla Worms (Süüwest), Kassel 03 (Heften), NS-Tgd. Warnsdorf (Sudetenland) unb SD. 05 Dessau Mitte) Bemerkenswert habet ist, daß fünf Gau- meister' auf eigenem Gelänbe geschlagen mürben, unb zwar von Mannschaften, gegen bie sie als Favoriten gestartet waren. Die Wiener Abmira, ber Endfp:elgegner Schalkes in der deuchchen M-lster. fcha t, hatte zwar wieder Platzer im Tor (ber [ogar ganz ausgezeichnet hielt!), aber die Mannschaft hat sich doch noch nicht wieder gesunden und muß e der tüchtigen Waldhof-Els mit 1:0 benSteg überladen. Bayerns Meister ging gegen Wacker Wien in ber Serlänqerunn ein, nachdem er anfangs 2:1 geführt hatte, und auch Badens Meister zag gegen Westende Hamborn, einen spielstarken Vertreter des Nieder- rhetn-Gaues, mit 2:3 den kürzeren.
Kastel 03, Hessens Meister, konnte ermartungs- gemäß bei der Nürnberger Neumeyer-Elf nichtbe- stehen, aber das Endergebnis (3:7) ist doch etwas
Drei tödliche Bergunfälle.
In den Allgäuer Bergen stürzte am Heilbronner See ber 18 Jahre alte Abolf Geifel- harbt aus Stuttgart töblich ab. Er fiel 70 Meter tief in bas Geröll. Die Leiche würbe geborgen j:nb nach Dberftborf gebracht. Geifelharbt hatte bie Tour in Begleitung seiner Schwester Unternommen. Der Bergwachtmann Hubert aus Dberftborf erlitt bas gleiche Schicksal in ber Schnek-Ostwanb. Er würbe von Kameraben tot geborgen. 3n ber Tret» tach-Ostwanb kam ebenfalls am Sonntag ber 18 Jahre alte Hans Hofmann, ber bie Wand bestiegen hatte, ums Leben. Er fiel vom Ostgrat in bie Wand ab. Die Leiche würbe noch nicht ge- funben.
Der Linzer Mörder gestellt und Im Feuerkampf erschossen.
Wie die Kriminalpolizei-Leifftelle München mitteilt, fft der flüchttge Linzer Mörder Karl Raders in der Nacht zum Samstag in Nieder-Waldkirchen (Kreis Niederdonau) gestellt und erschossen
den englischen Militärfachleuten als Beweis für das unorganische Arbeiten der zuständigen Stellen heft tig angegriffen. Offiziell heißt es, Oie Hinausschiebung der Einziehung sei herbeigeführt worden durch bie Knappheit an zur Verfügung stehenden Militärlagern und. an Ausbildungsoffizieren, die zum großen Teil an den im Augenblick stattfind end en Mari övern des stehenden Heeres und der Reserve teilnehmen. Die Presse läßt diese Entschuldigungen jedoch nicht gelten und schreibt, man könne nicht mehr bestreiten, daß bei der Aufstellung der Milizen j e i) r viel Durcheinander geherrscht habe. Der Militärkorrespondent des „Observer" spricht sogar von einer „Konfusion bei der Aufnahme unb Ausbilbung ber im Juli Eingezogenen". Auch habe es das Kriegsministerium an Weitblick schien saften bei der Vergebung der Bau-Aufträge.
In ber englischen Presse werben weitere Besorgnisse wegen ber nicht den Erwartungen entsprechen- )en Meldungen von Freiwilligen zu den »erschiedenen Hilfsbienstzweigen taut. Nach Angaben fr-es „Daily Telegraph" fehlen für die Zivilverteidigung insgesamt rund 350 000 Mann. Der erste Zu- trom an Freiwilligen habe viele Untaugliche enb i alten. In der letzten Woche seien die Meldungen ,chr stark zurückgeganaen. Sie beliefen sich im ganzen Lande auf 24 000 Mann gegenüber einem Dochendurchschnitt von 100 000 Mann im vergangenen April unb 50 000 während der übrigen Zeit. Um wenigsten befriedige die Lage in Glasgow, mo sich insgesamt nur 17 000 Freiwillige gemeldet Men, während 36 000 benötigt würden. Aehnlich 'iehe es mit Mancheste r. Auch in London fielen die Lücken noch groß. Hier würden weitere 20 000 Luftschutzwarte, 11000 freiwillige Sanitäter, H5000 Luftschutzhelfer verschiedener Art und 20 000 .hilssseuerwehrleute gebraucht.
Oer Annunziatenorden für Graf Ciano
Rom, 19.August. (Europapreß.) König Viktor 'Emanuel III. hat dem italienischen Außenminister Gras Ciano in ausdrücklicher Anerkennung feiner hervorragenden Verdienste mit einem besonderen Schreiben den Annunziatenorden verliehen. Die Träger dieses höchsten italienischen Ordens erhalten die Bezeichnung Vetter des Königs. Die römische Presse erklärt "dazu, durch diese Auszeichnung sei ein tapferer Soldat und erfolgreicher Staatsmann geehrt worden. Auf den Schlachtfeldern in Abessinien habe Graf Ciano zahlreiche Beweise seiner Tapferkeit gegeben. Als Außenminister habe er das Prestige der italienischen 'Nation in der Welt gemehrt und sich für die Unter- sstützung Rationalspaniens eingesetzt. Mit großem 'Geschick habe Graf Ciano sich für den Abschluß 'des politischen unb militärischen Bünbnisscs mit । ! Deutschland und für bie Festigung ber Achse ein«- l !gesetzt. Ferner habe er bie Vereinigung Albaniens imit Italien durchgeführt. Graf Ciano sei heute der Außenminister eines größeren Jta- Utens, das fest und unbesiegbar die zu seinem lLeben in ber Welt erforderlichen Positionen im Mittelmeer unb auf ben Weltmeeren beanspruche.
Graf Ciano in Albanien.
Rom, 19. Aug. (Europapreß.) Dem italienischen Außenminister Graf Ciano wurde bei seinem Einreffen in Tirana ein begeisterter Empfang bereitet. In einer Rebe auf bem Rathausvlag kündigte Gras Ciano einen baldigen Besuch des Duce in Albanien an. Graf Ciano weihte sodann )'ie Arbeiten für das große Olympia-Stadion und ^as neue Gebäude des Regierungsstatthalters in Tirana ein und begab sich hierauf nach D u r a z z o, so er der Grundsteinlegung einer neuen Wasser- Isitung beiwohnte. Abends ehrte die Bevölkerung Ourazzvs Graf Ciano durch einen Fackelzug. Km Sonntagmorgen traf Graf Ciano an Bord des Lreuzers „Herzog der Abruzzen" mit einer Flotten- iiivision in 23 a lo na ein, wo er ebenfalls der Grundsteinlegung für öffentliche Bauten beiwohnte. . Er besichtigte auch einen Sanitätszug, der auf seiner Eahrt durch Albanien zahlreichen Kranken Hilfe ge- iiracht hatte. Graf Ciano begab sich dann nach San Giovanni di Medua und nach Skutari i-ir Grundsteinlegung für weitere öffentliche Bauten.
Gauleiter Wächtler in 5tom.
Der Reichsleiter des NS.-Lehrerbundes, Gauleiter Wächtler, traf in Begleitung feiner Gattin tnb mehrere Hauptstellenleiter mit dem Flugzeug im R o m ein, um auf Einladung des Präsidenten ter faschistischen Erziehungsorganrsation Einrichtun- c=n der faschistischen Schulerziehung kennenzulernen. Las Programm sieht einen viertägigen Aufenthalt ii Rom sowie einen Besuch Orvietos, wo sich die l:lschistffche Akademie befindet, der Ausländeruniver- f tät Perugia und der Städte Littoria unb Sabau-
Aus aller Welt.
Friedrich Griefe
erhielt den mecklenburgischen Schrifttumspreis.
DNB. Doberan, 19. August. Zum 4. Doberan er Dichtertage waren alle namhaften Dichter des niederdeutschen Raumes sowie die ostpreußische Dichterin Agnes M i e g e i ,unb der deutsch- schweizerische Dichter Jakob Schaffner erschienen. Zum ersten Mal wurde der durch Gauleiter und Reichsstatthalter Friedrich Hildebrandt gestiftete „M ecklenburgische Schrifttumspreis" verkündet, den der Dichter Friedrich Griese erhielt. Der Dichter Moritz Jahn (Göttingen) sprach über die niederdeutsche Sprache als Ausdruck niedetdeutschen Wesens. Der Dichtertag findet in einer mehrtägigen Ostpreußenfahrt seinen Aus klang.
Schwere Gewitter in Frankreich fordern drei Todesopfer.
Nach einer sehr heißen Woche gingen am Sonntag über Frankreich zahlreiche Gewitter, teils von Wolkenbrüchen begleitet, nieder, die an verschiedenen Stellen empfindlichen Schaden anrichteten. Besonders schwere Gewitter sind unweit von Lisieux in der Normandie und in der Umgebung von Bordeaux zu verzeichnen. In Bordeaux schlug der Blitz in ein Haus, das zusammenstürzte unb einen Mann unter sich begrub. Er konnte nur als Leiche geborgen werben. Ferner wurde ein Radfahrer von einem Blitz getroffen und getötet. In Kembs im Elsaß wurde ein Mann vom Blitz erschlagen, ber unter einem Baurn Schutz gesucht hatte.


