Ausgabe 
21.4.1939
 
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Die Glückwünsche der Reichsregierung

Graiulanten vor der Reichskanzlei

Großdeutschlands Gabentisch

London, 21. April. (Europapreß.) Das Presse­echo der Feierlichkeiten in Berlin zeigt, daß den nachhaltigsten Eindruck auf die englischen Bericht­erstatter die Parade gemacht hat. Sämtliche Blätter stellen das militärische Schauspiel besonders heraus. Manche sprechen von einem gewaltigen Auf­gebot von Truppen, chatte schon die Abendpresse des Vortages neidvoll festgestellt, daß die deutsche Wehrmacht neuerdings schwerere und anscheinend auch bessere Flakgeschütze als die englische be­sitze, so verzeichnet die Morgenpresse vom Freitag namentlich den Eindruck, den die in voller Aus­rüstung vorbeiziehenden und zum ersten Male

Berlin, 20. April. (DNB.) Welchen Anteil das ganze deutsche Volk und darüber hinaus das Deutsch­tum in aller Welt an dem 50. Geburtstag des Schöpfers des Großdeutschen Reiches genommen hat, das beweist in überzeugender Anschaulichkeit der Gabentisch, den Großdeutschland seinem Führer bereitet hat. Vor allem die vielen kleinen Gaben, die oft in rührender Schlicht­heit ahne große Mittel, aber mit grenzenloser Liebe und unendlichem Fleiß angefertigt worden sind, geben einen überwältigenden Eindruck von der Liebe und Verehrung, die die breiten Mas­sen des deutschen Volkes für den Führer empfinden. Neben den Plastiken und Gemälden, den schönsten Erzeugnissen des deutschen Kunstgewerbes, Wand­behängen und Teppichen, bibliophilen Kostbarkeiten, historischen Dokumenten, alten Handschriften und

kicher Kunstfertigkeit. Die Ueberfülle von Blumen­spenden von den kostbaren und seltenen Pflanzen bis zum schlichten Sträußchen füllt die ganzen Räume in ein duftendes Blütenmeer.

Namhafte Stiftungen für wissenschaftliche, kul­turelle und soziale Zwecke haben dem Führer eine besondere Freude bereitet. In großer Zahl sind dem Führer auch Kun st gegen stände von hohem Wert zum Geschenk gemacht worden. So sieht man unter den Gemälden Werke alter und neuerer Meister, von Tizian, Cranach, Defregger, Spitzweg, Thoma, Lenbqch und Robert von ^Haug sowie des Kärntner Meisters Egger-Lienz. Einen besonderen Seltenheitswert haben 14 Aquarelle des Dichters Anastasius Grün. Bei den Geschenken historischen Charakters fällt eine Tabakdose Andreas Hofers und das Feldbesteck des Für st en Bismarck auf. Neben einem Handschreiben von Ernst Moritz Arndt sieht man die Originalpartituren von Opern Richard Wagners, einen Erstdruck von SchopenhauersSämmtlichen Werken" in einer Ausgabe von 1874.

Aus einer Fülle von Gaben spricht der Dank der -befreiten Gebiete. Besonders zahlreich ist das Su­detenland vertreten. Man sieht darunter in großer Zahl herrliche Arbeiten der Glasindustrie wie auch eine kostbare elektrische Standuhr, die zu den vollen Stunden die Weisen bekannter Volkslieder aus einem Spielwerk erklingen läßt, ein Meisterstück des sudetendeutschen Kunsthand- werks. Auch das Memelland ist vertreten in einer großen Llnzahl wundervoller Be r n st e i n - arbeiten. In einem besonderen Raum sind die Geburtstagsgaben namhafter ausländischer Staats­männer und des Berliner Diplomatischen Korps zu-

Marineregiment, gestellt von der Marine- t Unteroffizier-Lehrabteilung, im Paradeschritt vor- überzieht. Stürmisch werden die Matrosen, die in ' ihren weißen Blusen und blauen Hosen einen präch­tigen Eindruck machen, von den Zuschauermassen ge­feiert. Ihnen folgt ein Regiment Luftwaffe zu Fuß, das ebenfalls lebhaftes Händeklatschen begrüßt Nun sehen die Zuschauer zum ersten Male eine Abteilung des Fallschirm-Iägerregi- m e n t s 1 vorbeiziehen. Völlig ungewohnt ist noch die grüne Uniform mit den Fallschirmgurten. Im schnellen Tempo folgen die motorisierten Teile der Luftwaffe, leichte, schwere und schwerste F In k schließen sich an. Gewaltig ist der Eindruck, den besonders die schwersten Flak auf die Zuschauermassen machen, die immer wieder ihrer Begeisterung und Bewunderung Ausdruck geben.

In Paradeformatton folgten der Reihe nach die 2. Leichte Division (Gera), die 20. (mot.) Division (Hamburg), die 23. Division (Potsdam) und die 1. Panzerdivision (Weimar). Besonders überzeugend wirkte die Vielfalt der Waffenausstat­tung der Infanterie, die außer ihren Ge­wehren auch leichte und schwere Maschinengewehre, leichte und schwere Granatwerfer, leichte und schwere neue Infanteriegeschütze mitführte. Die Kavallerie war auch mit Radfahrschwadronen und motorisierten Teilen vertreten. Die Artil­lerie zeigte alle Kaliber bis zu den schwersten. Unter den genannten Divisionen befand sich auch das Infanterie-Lehrregiment, die Kavgllerie-Lehr- und Versuchsabteilung, das Artillerie-Lehrregiment, das Lehr-Pionierbataillon 1, die Nebel-Lehr- und Versuchsabteilung, das Eisenbahn-Pionier-Lehrbatail- Ion 2, die Panzer-Lehrabteilung, die Schützen-Lehr- abteilung und die Panzerabwehr-Lehrabteilung. Der schwersten Artillerie folgte der Vorbeimarsch der 1. P a n z e r b r i g a d e mit ihren Panzerkraftwagen.

Den Abschluß' bildete die Abholung des Fahnenbata«lons, das während der Parade in breiter Front gegenüber der Nordtribüne gestan­den hatte, durch die Spielleute und das Musikkorps des JR.Großdeutschland", der Heeres-Unteroffi- zierschule Potsdam, des Marineregiments und des Luftwaffenregiments zu Fuß. Ein Ehrenbataillon begleitete die Feldzeichen bei ihrem Vorbeimarsch vor dem Führer. Die Begeisterung der Massen kannte keine Grenzen. Sie alle wollten noch einmal dem Führer danken und ihm Glück wünschen.Wir sind stolz auf unseren Führer!" so schallte es immer wieder aus Zehntausenden von Kehlen. Ueberwäl- tigend war der Jubel, der den Führer umbrandete, als er nach Verabschiedung von den Oberbefehls­habern der Wehrmacht und seinen Ehrengästen den Wagen bestieg, um nach der Reichskanzlei zurück­zufahren.

Prag feiert den Geburtstag des Führers.

Prag, 20. April (Europapreß). Prag stand am Donnerstag im Zeichen des Geburtstages des Füh­rers. Ein militärisches Wecken leitete den Tag ein. Um 6 Uhr marschierten die Musikzüge der Prager Garnison durch die reichbeflaggten Straßen der Stadt. Um elf Uhr fand im Stadion eine Parade statt. Der Kommandierende General des IV. Armee­korps, General der Infanterie v o n S ch w edler, begleitet von Staatssekretär Brigade sichrer Karl Hermann Frank und dem Militärbevollmächtiaten beim Protektorat, Generalleutnant von Frioe- r i c i, nahm die Meldung des Kommandeurs der 24. Division, Generallelutnant O l b r i ch t, entge­gen. Darauf schritt er die Front der im offenen Viereck angetretenen Truppen ab, unter denen sich auch die ^-Standarte Germania und ein Bataillon Ordnungspolizei befanden.

General der Infanterie Schwedler richtete an die Truppen eine kurze Ansprache. Echtes Soldatentum, so sagte er, wirkt völkerverbindend. Es könnte auch eine Brücke werden zwischen Deut­schen und Tschechen. Ein Jahrtausend Ge­schichte hat nicht nur Gegensätze, sondern auch man­cherlei Berührungspunkte ergeben. Zehntausende von Gefangenen hat das tschechische Volk in einer Zeit dahingegeben, deren Saat jetzt aufgeht. lieber die Gräber dieser Gefallenen folgt die innere Verständigung, die uns immer mehr anein­anderkitten wird. Im Herzen des Führers lebt der im Weltkrieg erprobte Frontsoldat. In unserem Herzen lebt unser Führer." Mit einem Sieg-Heil auf den Führer schloß General Schwedler.

Bei der Feier waren neben den Vertretern von Staat, Partei und Wehrmacht auch Vertreter der tschechischen Behörden mit den in Prag weilenden Ministern anwesend. Auch in allen anderen Garni­sonstädten des Protektorats fanden Paraden statt.

fammengeftellt.

Von der übergroßen Zahl der durch chre Origina- lität besonders ins Auge fallenden Geschenke seien hier nur noch erwähnt das Modell eines Aussichts- wagens, den die Reichsbahn dem Führer zum Gesthenk gemacht hat, eine als Gabe des Reichs- arbeitsdienstes aus edlen deutschen Hölzern gefertigte Kassette mit handgeschmiedeten Gold- und Silberbeschlägen und Aufnahmen, die den Führer bei den Männern mit dem Spaten zeigen, sowie ein großer runder Tisch, der auf einer kreisförmigen Platte aus getriebenem Metall das Netz der Reichs­autobahnen Großdeutschlands und in Intarsien Skizzen der kühnsten Brückenbauten an den Stra­ßen des Führers zeigt. Unter den vielen Erinne­rungsmappen fällt uns ein Geschenk der Kamerad­schaft ehemaliger Angehöriger des Bayerischen Re- serve-Jnfanterie-Regiments Nr. 16List" auf, dem der Führer angehört hat; ein Album mit Photo­graphien aus der Kriegsgeschichte des Regiments.

Alle Spenden, die großen wie die kleinen Gaben, haben dem Führer, der zur Besichtigung der Geschenke lange in diesen Räumen verweilte, eine große Freude bereitet. Nur einen Bruchteil der Gaben wird der Führer für sich behalten können: insbesondere die Bekleidungsstücke und die Nah­rungsmittel werden in den nächsten Tagen auf dem Wege über die Nationalsozialistische Volkswohlfahrt vielen bedürftigen Volksgenossen zugeführt und so aufs neue eine Freude berei­ten. Der mannhohe Baumkuchen und die Riesen- torten z. B. werden in Berliner Schulen verzehrt werden. Auch die Wehrmacht gehört zu den freudi­gen Abnehmern eines Teiles der reichhalttgen Wäschegeschenke; so sind z. B. von den kinderreichen Müttern des Gaues Westfalen-Süd für die Solda­ten des Führers 6000Paar Socken eingegan­gen, die in drei hohen Bergen aufgehäuft liegen. So hat Großdeutschland in überwältigender Form des Ehrentages feines Führers gedacht. Und vor allem in den ungezählten kleinen Aufmerksamkeiten und in den Beiträgen der Millionen unbekannter Volksgenossen liegt wiederum das spontane Be­kenntnis der deutschen Nation zu ihrem Führer.

Größtes Interesse in London.

Partituren, Erstdrucken und Erstabzügen, Funden aus der deutschen Vorgeschichte, alten Waffen und zahlreichen Modellen der Schöpfungen des Führers find es vor allem die oft selbstgefertigten schlichten Angebinde, die von der engen Verbundenheit des deutschen Volkes zu seinem Führer zeugen. Schnitze­reien und Intarsien, Metall- oder Lederarbeiten wechseln ab mit geschmackvoll ausgefichrten Glück­wunschadressen und kunstvoll eingebundenen Bilder­und Sammelwerken. Daneben liegen Handarbeiten, Ausrüstungs- und Gebrauchsgegenstände, Baby­ausstattungen und Wäsche aller Art, die sich auf langen Tischen zu hohen Bergen Haufen. Einen nicht geringen Raum nehmen allein die umfangreichen Lebensmittelspenden ein.

Der Führer empfing im Großen Empfangssaal der Neuen Reichskanzlei die Reichs­regierung, um ihre Glückwünsche zu seinem Geburtstag entgegenzunehmen. Links: General­feldmarschall Göring während seiner Ansprache. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Am Vormittag des 20. April begaben sich der Doyen des Diplomatischen Korps m Berlin, der Apostolische Nuntius (rechts), und der f I o m a M d) e 9JI i n t fte P r a i 6 e n t Dr. Tifo (links) mit vielen anderen Gratulanten zum Führer, um ihn zu feinem Geburtstage zu beglückwünschen. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Bastelarbeiten der Schulen und der Hitler-öffentlich aufgetretenen $a H f d) i r iritr u p p e n Jugend zeugen von rührendem Eifer und erstaun-1 hinterlassen haben. Sehr groß ist das Interesse an

Ole Eckstein No. 5 vereint in sich die fünf Eigenschaften, die die Güte einer Zigarette bestimmens

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