Ausgabe 
21.3.1939
 
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die mit dem Bilde des verstorbenen Slowakenfüh­rers Andrey Hlinka versehen sein werden.

Der spanische Staatschef Generalissimus Franco hat namens des nationalen Spaniens dem Füh- r e r in einem Telegramm s-e i n e Glückwünsche zur friedlichen Wiedereinbeziehung alten Reichs­gebietes in die Grenzen Deutschlands ausgesprochen, wofür der Führer seinen Dank übermittelt hat.

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Die Sendungen des deutschen Hilfswer­kes für die Bevölkerung Kataloniens, über die schon mehrfach berichtet wurde, nehmen ihren Fortgang. Nachdem am 11. März 670 000 kg Weizenmehl mit dem Sloman^DampferLivorno" in Hamburg mit der Bestimmung nach Barcelona verschafft worden sind, kommen am 20. März wei­tere 530000 kg Weizenmehl auf der ,Pro- cida" von derselben Linie zur Verladung.

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In dem volksreichsten Kanton der Schweiz, dem Kanton Zürich, fanden am Sonntag Erneue­rungswahlen zum Regierungsrat und

zum Kantons rat statt. Die Wahl zum Regie­rungsrat ergab die Bestätigung des bisherigen Besitzstandes. Es wurden vier bürgerliche und drei sozialdemokratische Vertreter gewählt.

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Das eidgenössische Finanz- und Zolldepartement hat den Bundesrat über das Ergebnis der Staats­rechnung für 1938 unterrichtet. Danach schließt die Verwaltunasrechnung mit einem Fehlbetrag von. 3 9 Millionen Franken. Der Voran­schlag sah einen Fehlbetrag von 23,1 Millionen vor. Die Gewinn- und Verlustrechnung zeigt einen Rück­schlag von 48,6 Millionen Franken.

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Die japanische Regierung beauftragte ihren Bot­schafter Togo in Moskau, gegen diewiderrecht­liche Auktion der Fischgründe" scharf zu protestieren. Das Außenamt in Tokio war davon unterrichtet worden, daß auch die sogenannten sta­bilen Fischgründe, auf die Japan einen vertraglichen Anspruch erhebt, versteigert würden.

Die Kreisleiter und Gauamtsleiter

auf der Ordensburg Sonthofen.

Berlin, 20. März. (DNB.) Die Kreisle!- ter und Gauamtsleiter sind zum ersten Dlole aus allen Gauen des Großdeutschen Reiches ,zU einer Arbeitstagung auf der Ordensburg Sont- > Hofen zusammengekommen. Der Leiter des Haupt- stchulungsamtes, stellvertretender Gauleiter Schmidt, geigte die gewaltige geistige Auseinandersetzung »zwischen Demokratie, politischem Konfessionalismus, 'Liberalismus und Marxismus einerseits und Na- üionalsoziglismus anderseits und gab ein eindrucks- wolles Bild der ungeheueren Durchschlagskraft der 'völkischen Parole:Ein Volk Ein Reich Ein Führer" in der Vergangenheit wie in der Zukunft. Die geistige und willensmäßige Mobilmachung und innere Konzentration des deutschen Volkes zu ver­wirklichen sei ausschließlich Aufgabe der Partei. Die Partei müsse zu jeder Zeit die alleinige politische Befehlsstelle des deutschen Volkes sein. Zweck aller Erziehungsarbeit der Partei muß es sein, den deut­schen Menschen mit dem notwendigen geistigen Rüst­zeug zu versehen und ihn bereit zu machen zum chweren Lebenskampf des einzelnen und der ge- arnten Nation.

_ Hauptamtsleiter Mehnert, der Leiter des Hauptorganisationsamtes der NSDAP., sprach über Den Sinn, die Gründe und die Notwendigkeiten Der neuen Uniform und Rangordnung ür die Politischen Leiter der NSDAP. Die neue »chlichte, abcf zweckmäßige und dennoch repräsentativ wirkende braune Uniform sowie die neuen Ränge werden zu einem späteren Termin eingeführt. Es ei der besondere Wunsch des Führers, mit der neuen würdigen Uniform seinem politischen Führerkorps «uch auf diese Weise eineAnerkennung zuteil werden zu lassen für die zumeist ehrenamt - i ch durchgeführte Arbeit im Dienste der Bewegung. Anschließend hatten die Politischen Leiter Gelegen­heit, die neuen Uniformstücke und Rangabzeichen zu besichtigen.

Der Korpsführer des NSKK., Reichsleiter H ü h n- c i n, betonte, die politische und weltanschauliche

Schulung sei auch die eigentliche Grundlage für die Leistungen auf dem Gebiete der 'Motorisierung, die seit der Machtübernahme vom nationalsozialistischen Geist erfüllt worden sei. Wenn das NSM. über einen so starken Nachwuchs verfüge über 100000 deutsche Jungen stehen in der Motor-HI. sei die Ursache nicht allein das Interesse an der Technik, sondern auch der innere Schwung, der alle Männer des NSKK. erfaßt habe. Korpsführer Hühnlein sprach dann über die Ausbildungsarbeit des NSKK., wobei er den Bau dreier weiterer neuer Motorsportschulen in diesem Jahre ankün­digte. Er bezeichnete Motorisierung und Motor­sport als Kraftäußerungen der gesamten Nation. Die starke Beteiligung am Motorsport führe zu immer größeren Leistungen der Erzeugung. Da die Entscheidungen des internationalen Kraftfahrsportes auch eine Sache der Ehre und GrLSe der Nation seien, müßte notwendigerweise auch das NSKK., d. h. also die Partei, die Führung des deutschen Kraftfahrsportes übernehmen. Zum Schluß gab Korpsführer Hühnlein noch einen Ueberblick über das Arbeitsgebiet der Verkehrserziehung und des NSKK.-Hilfsdienstes auf den Reichsstraßen, der später auch auf den Reichsautobahnen eingeführt werden soll. Der Korpsführer wies besonders auf den selbstlosen und ehrenamtlichen Einsatz der NSKK.-Männer hin.

Die Finanzlage der Gemeinden

Aus Anlaß des bevorstehenden Abschlusses des Rechnungsjahres 1938 veröffentlicht derGemeindetag" einen Bericht über die Finanz­lage der Gemeinden. Er weist darauf hin, daß der frische Wind, der seit 1933 durch die Arbeit der Gemeinden weht, bis zum Jahresabschluß 1938 an­gehalten hat. Seit 1933 sei zunächst die Sanierung vieler, dann nahezu aller Gemeindehaushalte er­folgt. Seit 1936 hätten sich dann die Gemeinden mit besonderer Intensität der Unterstützung der

Änkersflugzeug fliegt Geschwindigkeitsrekord.

SessauZugspitze-Dessau in 116 Minuten.

Berlin, 20. März. (BJtB.) Mil einer über­ragenden Flugleislung hat die deutsche Luftfahrt einen neuen stolzen Erfolg zu verzeichnen: es gelang einem zweimotorigen Junkersflugzeug, den internationalenGefchwindigkeits- rekord für Landflugzeuge über 1000 Kilometer mit 2000 Kilogramm Nutz­last für Deutschland zu erobern. Die Besatzung,

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Flugzeugführer Ingenieur Ernst Seibert (links) und Diplom-Ingenieur Kurt Heintz (rechts). (Scherl-Bilderdienft-M.)

Flugzeugführer Ingenieur Ernst Seibert und Diplomingenieur Kurl Heintz, erreichte auf der Mehftrecke DessauZugspitze und zurück eine Durch­schnittsgeschwindigkeit von 517 Kilometerstunden und überbot damit den bisher vom Ausland mit 474 Kilometerstunden gehaltenen Rekord um 43 Kilo­meterstunden. Das Rekordslugzeug ist ein bei der

i deutschen Luftwaffe neu eingeführter Bomber der Junkersflugzeugwerke, ein Ganzmetalltiefdecker, ausgerüstet mit 2 Motoren Jumo 211. Bei diesem Rekordflug wurden vollautomatische Luftschrauben verwendet, die ebenfalls ein Spitzenerzeugnis der Junkerswerke darstellen. Die neue Weltbestleistung wurde durch den Aeroklub von Deutschland der FAI zur Anerkennung als internationaler Rekord angemeldet.

Die Wetteroerhältnisse ließen es ratsam erscheinen, hierfür die Strecke DessauZugspitze als Meßstrecke sestzulegen. Das Rekordflugzeug hat mit seiner Nutz­last von zwei Tonnen für die 1000 Kilometer lange Strecke DessauZugspitzeDessau eine Flugzeit von 116 Minuten bepötigt.

Der Motor Jumo 211 stellt eine Weiterentwicklung des bekannten Jumo 210 dar, der auf manchem in­ternationalen Wettbewerb deutschen Flugzeugen ge­gen schärfste Konkurrenz zum Siege verhalf. Auch die deutsche Flugmotorenindustrie hat wieder ge­zeigt, daß sie den vor wenigen Jahren noch bestehen­den Vorsprung des Auslandes eingeholt hat. Mit der erfolgreichen Durchführung dieses Rekordfluges haben die Junkers-Flugzeug- und Motorenwerke einen der wichtigsten internationalen Rekorde, der vor allem auch von wesentlicher militärischer Bedeutung ist, in deutschen Besitz gebracht. Da­mit hat Deutschland seine hervorragende Stellung in der Luftfahrt- und Rüstungsindustrie der Welt erneut bewiesen. Besonders beachtenswert wird die Flugleistung dadurch, daß die überbotene Weltbest­leistung erst in jüngster Zeit mit modernstem aus­ländischem Fluggerät mehrmals in die Höhe ge­schraubt wurde.

Die beiden Flugzeugführer gehören der Junkers- Versuchsflugabteilung an. Der erste Flugzeugführer Ingenieur Ernst Seibert, ein Wormser, ist 27 Jahre alt. Er kam nach Ablegung seines Jnge- nieurexamens 1933 zur Segelfliegerei und erwarb in Darmstadt im gleichen Jahr seinen Flugzeug­führerschein. Nach Dienstleistung als Flugzeugfüh­rer bei der Luftwaffe ist er seit 1937 bei den Jun­kerswerken als Erprobungsflieger tätig. Diplom­ingenieur Kurt Heintz ist Hamburger und steht im 30. Lebensjahr. Auch er hat sich schon während seiner Studienzeit mit dem praktischen Fliegen beschäftigt.

R e i ch s b e d U r f n i s s e zugewandt und dafür eigene dringliche Aufgaben zurückge­stellt. Die Gemeinden konnten die ihnen zugefüg­ten Aderlässe trotz der Mehrausgaben nur ertragen, weil sie ihre Fürsorgeausgaben Jahr für Jahr bis auf den Stand von 1925 herabdrücken konnten. Gerade 1938 war der Zugriff des Reiches auf die wachsende Gemeindefinanzmasse am stärk­sten. Die Ergebnisse zeigen, daß'die Gemeinden diese Eingriffe ertragen haben und ihre Haus­halte ausgleichen können, allerdings auf ver­stärkte Schuldentilgung und freiwillige Rücklagen­bildung verzichten müssen. Der Bericht weist darauf hin, daß der 1938 verbliebene Raum nun 1939 nicht mehr da sei, weil die Reichsmaßnahmen sich erst in diesem Jahre voll auswirken, die Ausgaben gleichzeitig weiter angeschwollen sind und

wesentliche Einsparungen angesichts der Vollbeschäf­tigung und der ungünstigen Bevölkerungsstruktur im Wohlfahrtshaushalt auf keinen Fall erwartet wer­den können, ein wesentliches Ansteigen der ent- scheidenden Steuerquellen aber ausgeschlossen ist. So werde mit 1939 ein hartes Ringen um den Haushaltsausgleich einzusetzen haben.

Neuerungen im Lanvpostdienst.

Der Aufschwung der Wirtschaft ist auch auf die Amtsstellen der Reichspost auf dem Lande nicht ohne Einfluß geblieben. Die Leistungen der Post­agenturen, Poststellen sowie der Posthilfstellen haben beträchtlich zugenommen. Vom 1.4.1939 ab sollen die Landpostverhältnisse daher neu geregelt und zu­gleich die Einrichtungen in der Ostmark und im Sudetenland denen im Altreich angeglichen werden.

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