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21.3.1939
 
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Dienstag, 21 Uläri 1959

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189. Jahrgang

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Alltagsleben in Böhmen und Mähren

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Von unserer Berliner Schristleiiung.

geben kann, wenn aber das Deutsche Reich etwas tut, was für seine eigene Sicherheit unumgänglich ist, dann wird die Welt von Lärm und Kriegsgeschrei erfüllt.

So ist es auch jetzt wieder. Die Gazetten des Aus­landes haben ihre Sprache wiedergesunden und ziehen alle Register.Journal des Debets" behaup­tet kühn, der deutsche Generalstab plane jetzt eine Aktion gegen Holland und Belgien. DasHandelsblad" hält es für notwendig, daran zu erinnern, daß auch die Niederlande und Teile von Frankreich früher zum Deutschen Reiche gehörten. Gazette de Bruxelles" spinnt diesen Faden weiter und sagt, nach der Tschecho-Slowakei werde Ant­werpen an die Reihe kommen. DasOeuvre", das bekannte Pariser Lügenblatt, behauptet, die deutsche Wehrmacht werde das Olsagebiet und Oderberg be­setzen. Skandinavien solle durch ein Ultima­tum gezwungen werden, 50 v. H. seiner Erzeugnisse, besonders der Erze, an die autoritären Staaten zu verkaufen, im anderen Falle solle eine Blockade durch U-Boote einsetzen.News Chronicle" bringt gleich denKalender des Dritten Reiches", der 1939 die Eroberung Ungarns, 1940 Jugoslawiens und 1941 diejenige Frankreichs und anderer Staaten an der Westgrenze umfassen solle.

Wenn alle diese Behauptungen gleich Wahnsinn sind, so wohnt ihnen doch eine Methode inne. Es ist das System der Vergiftung der öffentlichen Meinung der Weit gegen ein Volk, dasauseige­il e r K r a f t u n d mit ausschließlich fried­lichen Mitteln sich wiedev» einen Platz erkämpft hat, nachdem man ihm jahrelang feine Ehre und seine Lebensbedingungen abzuschneiden versucht.

können. Und von der Achtung zum Berständnis kann der Weg auch nicht so weit fein.

Nur ein einziges Beispiel. In den ersten Tagen hat, wie nicht anders erwartet werden konnte, die Bevölkerung, die nicht wußte, was werden würde, größere Vorräte gekauft. Die Läden waren also gefüllt, und in ein stark besuchtes Geschäft kamen zwei »Soldaten, um sich Schnürsenkel zu kaufen. Die junge Verkäuferin will sie zuerst bedienen, aber die beiden Infanteristen wehren bescheiden ab und war­ten bis die Reihe an sie kommt. Keine große Sache, gewiß nicht, aber die tschechischen Frauen, die Zeu­gen dieses Vorfalls waren und die in diesen Tagen ihre Augen überall haben, stießen sich an und flüsterten.

Vielleicht noch schwieriger als den rechten Ton

E. S. 'Berlin, 20. März.

Als der Führer des Deutschen Reiches die groß­artige Lösung der mitteleuropäischen Frage verkün­dete, da herrschte in den Zeitungen der Westmächte zunächst Ueberraschung oder betretenes Schweigen oder die Erkenntnis von der Notwendigkeit dieser Entwicklung. Das tschechische Volk selbst nahm die durch seine eigenen Führer gewünschte - Neugestal­tung in Ruhe auf, denn es sehnt sich in feiner großen Masse nach Ruhe und Arbeit. Daß ihm diese weder von Frankreich noch von England oder ande­ren Staaten gegeben wird, hat es längst gemerkt. DieTrauerkunde" des bisherigen tschechischen Reise­büros in Paris hatte es in schöner Offenheit zum Ausdruck gebracht:Franzosen, wenn ihr auch 40 Divisionen verloren habt,' so bleiben euch trotz allem 11 Millionen Freunde." Ganz abgesehen da­von, daß nur etwa 6,5 Millionen Tschechen (und nicht 11 Millionen) vorhanden sind, ist hier treffend gesagt, daß es den Westmächten nur auf bie Divisionen ankam, »nicht auf den Frieden oder die Wohlfahrt im böhmisch-mährischen Raum.

Inzwischen hat aber die Rede Chamberlains in Birmingham gezeigt, daß der Unwille darüber im Wachsen ist, daß in Mitteleuropa eine Neuordnung geschaffen wurde, die nicht den Segen von Lonodon und Paris nachgesucht hat. Darin wird ein Wachsen des deutschen Einflusses gesehen, der auf der anderen Seite heftige Reaktionen zur Folge hat. Zwar ist Deutschland die größte Macht auf dem Festlande, es soll sich aber nach den anderen Mächten richten, die seine Lebensfragen lange genug geleugnet und in einzelnen Punkten nur höchst widerwillig anerkannt haben. Sie selbst sichern sich alle Vorteile, die es

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Großdeutschlands erste Repräsentanten im Reichsprotektorat.

Mit der Wehrmacht durch Böhmen und Mähren.

Von unserem K B.-Berichterstatier.

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Die Prager polizeiöirektion stellt Greuelmeldungen richtig.

Prag, 21. März. (DNB.) Die Prager Polizei- direktion stellt mit Rücksicht auf verschiedene Ge­rüchte in der ausländischen Presse fest, daß eine An­zahl von Personen, in der Hauptsache Kommu­nisten und Devisenschieber, in Schutz­haft genommen worden sind, daß aber diese Personen nach durchgeführten Verhaftungen nach und nach wieder auf freien Fuß gefetzt wurden, was schon in großem Maße geschehen ist Die Sicherstellung dieser Personen wurde aus­schließlich von der hiesigen Polizei bzw. von der hiesigen Gendarmerie durchgeführt. Zu der angeblichen Zahl von Selbstmorden bzw. Selbstmordversuchen betont die Prager Polizei­direktion nachdrücklich, daß die Statistik der Selbst­morde keine Zunahme aufweist. Schließlich wird ausdrücklich erwähnt, daß kein einziges Konzentrationslager in Böhmen oder Mähren errichtet worden ist.

Vor einer Regierungsumbildung in Prag.

Prag, 20. März. (DNB.) Unter dem Vorsitz des Staatspräsidenten Dr. H a ch a fanden auf der Pra­ger Burg Beratungen über die Neubildung einer einheitlichen tschechischen Front und einer ent­sprechenden Umbildung der Prager Re­gierung statt. Der Cesky Narodny Vybour (tsche­chischer Nationalausschuß) wird bei der Umbildung berücksichtigt werden. Der Staatspräsident wird vor seiner Entscheidung die den Verträgen entsprechen­den Vereinbarungen mit dem Reichs­protektor treffen.

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lmt der Bevölkerung zu finden, war es, das richtige Verhältnis zu den Angehörigen der tschechischen Armee zu treffen. Es ist schon richtig, daß es eine soldatische Kameradschaft über die Landesgrenzen hinaus gibt, aber hier mußten, wenn auch aus verständlichen Gründen, die militärischen Macht­mittel übergeben werden. Diese Uebergabe vollzog sich überall in durchaus ritterlicher Weise und ohne jedwede persönliche Kränkung. Es wurde im Gegen­teil ganz besonders Wert darauf gelegt, alle Armee­angehörigen mit besonderer Zuvorkommenheit zu behandeln. Das zeigte sich zum Beispiel am Gruß- kornment.

Es ist selbstverständlich, daß jüngere deutsche Offi­ziere ältere tschechische Offiziere zuerst grüßten. Jrn Straßenverkehr fanden, auch bei den Tschechen, die motorisierten Streifen große Beachtung die aus je einem deutschen und je einem tschechischen Soldaten bestanden. So dürfen die deutschen Soldaten der Wehrmachtsteile, die die Ehre hatten, am Einmarsch in das unter Reichsschutz gestellte Gebiet teilzuneh­men, in zweifacher Hinsicht stolz fein, stolz auf ihre Leistungen und stolz auf ihre Eigenschaften. Die beste Zusammenfassung liegt in der Feststellung, daß die deutschen Soldaten als Großdeutschlands Repräsentanten den geschichtlichen Befehl Adolf Hitlers voll erfüllt haben.

Neue Offensive der Weltlüge.

London der Herd einer neuen Einkreisungspoliük gegen Oeuischland

John Bull rührt die K r i e g s t r o m m e l, um Die verlorene Herrschaft über das europäische Festland wieder zusammenzuleimen. Am Montag wollte der englische Ministerrat nicht nur die Antworten der einzelnen Dominions, sondern auch Frankreichs, Sowjetrußlands, Roosevelts, Griechenlands, Bulga­riens, der Türkei, Rumäniens und Polens auf den britischen Vorschlag einerLiga gegen Deutschland" einsammeln. Der englische Außenminister Lord Hali­fax sollte dann im Oberhaus Stellung gegen die autoritären" Mächte nehmen und einen Welt- block der Demokratien unter Großbri tanniens Leitung verkünden. Die Antwort, die die deutsche Regierung den protestierenden fran­zösischen und englischen Botschaftern gab, besagt, daß die Reichsregierung nichkinder Lage fei, solche Proteste entgegenzunehmen, da sie jeder politi­schen, rechtlichen und moralischen Grundlage entbehrten. Diese Antwort wird in der englischen Presse, die von befannter Mimo senhastigkeit ist, alsgrob" empfunden und zum Anlaß genommen, um bie gröbsten Lügen über uns. zu verbreiten.

Wie die Lügen zustande tarnen, um bw kleinen Hasen in die britische Küche zu jagen, damit sie auf die Schlachtbank gelegt werden können, dafür ist der Schwindel vom deutschenWirtschafts- Ultimatum" an Rumänien mehr als be zeichnend. Ausgerechnet dieTimes" hatte gemeldet, in Bukarest habe die deutsche Regierung eine völlige Beherrschung der rumänischen Rohstoffquellen und Weizenvorräte verlangt, sei aber zurückgewiesen wor den, weil ganz Rumänien gegen dieses neueste Dik­tat protestiert habe. Der englische Kabinettsrat be-

Mas Holländer in Prag sahen.

Amsterdam, 21. März. (DNB.) Die Prager Korrespondenten der holländischen Blätter bezeich­nen es als höchst bemerkenswert, daß sich zwischen der Prager tschechischen Bevölkerung und den deut­schen Truppen in kürzester Zeit gute Beziehungen angebahnt haben. Am ersten Sonntag nach dem Zerfall des tschecho-slowakischen Staates seien die Straßen Prags voller fröhlicher Spazier­gänger gewesen. Die tschechische Bevölkerung habe den deutschen Soldaten gegenüber keineswegs eine abweisende Haltung an den Tag ge­legt. In den Wirtschaften habe man deutsche und . tschechische Soldaten freundlich an einem Tisch finden können. Der Telegraas be­zeichnet als besonders bemerkenswert, daß General S i r o v y als Gast des deutschen Oberbefehlshabers an der Parade der deutschen Wehrmacht teilgenommen hat. Die Bevölkerung Prags habe die mit großem Takt auftretende deutsche Wehrmacht freundlich empfangen. Besonders wird die gute Kameradschaft zwischen deutschen und tschechischen Soldaten hervorgehoben. Es sei bemerkenswert, wie schnell die Prager Bevölkerung sich -an den neuen Zustand gewöhnt habe. Die Tschechen betrachten die letzten Ereignisse als Folge des Zusammenbruchs im September und empfänden daher weniger Haß gegen Deutschland als tiefe Enttäuschung über Eng­land und Frankreich.

Prag, im März 1939.

ImDeutschen Haus" in Prag erzählt abends beim Glase Bier der Rittmeister K. als Schwadrons- führer in einer Aufklärungsabteilung von den Er­lebnissen dieser historischen Einmarschtage.Wir waren vor einem Jahr beim Einzug in die Ostmark dabei und im Herbst, als es in den Sudetengau ging. Auch damals haben meine Männer zeigen müssen, was in ihnen steckte und ob sie die Solda­ten waren, die wir brauchten. Dieser dritte Ein­marsch aber, der hatte es ganz besonders in sich. Er­stens einmal soll man bei uns zu Hause nicht so schnell vergessen, daß die Soldaten auch jetzt wieder zum letzten Einsatz bereit sein mußten, wenn verblendete Volksverführer Widerstand ver­sucht hätten. Unsere Soldaten wußten, was es bedeutete, wenn es im Führerbefehl hieß, daß jeder Widerstand sofort zu brechen fei. Dazu ist es nun glücklicherweise nicht gekommen, und so hatten wir nur einen Gegner: das Wetter. Das war alles andere als eine Kleinigkeit, wie wir im Schneesturm über das Jsergebirae gebraust sind. Dazu muß man aber wissen, daß mir als Fahrer auf den Kradrädern auch die Rekruten bei uns hatten, die noch nicht einmal ein halbes Jahr Soldaten waren und von denen viele erst vor einem Monat den Führerschein bekommen haben. Ich muß aber wirklich sagen, die Jungens waren ganz prima. Das ist kein Selbstlob für die eigene Schwadron, denn bei den andern war es ganz genau so, dabei war das Schneetteiben ost so stark, daß man nicht die Hand vor den Augen sehen konnte, außerdem haben wir 48 Stunden kein Auge zugemacht. Als mir gestern um Mitternacht in unser Quartier kamen, da hatten die Männer die Ruhe ehrlich verdient. Im übrigen sollte in acht Tagen Rekrutenbesichttgung [ein, aber der Abteilungsführer hat mit Recht ge­sagt, das sei wohl nun nicht mehr nötig."

Was hier für das Jsergebirge berichtet wird, das trifft in gleicher Weife auch für das Erzgebirge und die übrigen Gebirgsübergänge zu Man muß schon selbst mit dem Auto wie wir nächtens auf dem Hohen Schneeberg mitten in eine Flak-Kolonne ge­raten sein, um weder vorwärts noch rückwärts können, dann braucht man sich nicht zu, wundern, daß die alten Soldatenflüche aus den Kriegslagen wieder so lebendig wurden, wie damals an der Düna zur Zeit der russischen Schneeschmelze, als wir bis zum Nabel im flüssigen Dreck standen. Hier bei der Abfahrt vom Hohen Schneeberg, da konnte man wieder lernen, was Geduld heißt. Die steilen Abfahrten mußten mit äußerster Vorsicht genommen werden wenn man nicht auf der Strecke bleiben wollte. 'Selbstverständlich hat es Ausfälle gegeben, und manche Zugmaschine und mancher Funkwagen haben es sich, gegen einen Baum gelehnt, im Schnee allzu bequem gemacht. Zum Glück ist außer an- geknickten Kiefern kein größerer Schaden entstanden, und morgen oder übermorgen holt ein Bergungtz- kommando den ganzen Fuhrpark ab. Der Himmel mochte aber wissen, wie in diesem schneearmsten aller Winter jetzt wenige Tage vor Saisonschluß der ganze meterhohe Schneezauber herkam. Es hat den Soldaten aller Truppenteile eine besondere Freude gemacht, daß der Führer gerade dieser An­strengungen besonders gedachte. Jeder wußte jetzt, .daß der Führer mit ihnen lebte und fühlte.

Es ist aber notwendig, auch einmal in ganz am iberem Zusammenhang von den Soldaten zu spre- °chen, nämlich als den Repräsentanten «Großdeutschlands. Unsere Wehrmacht war i nicht nur in körperlicher Hinsicht durchaus geeignet »den Führerbefehl zu erfüllen, sie wußte auch, rote» «viel seelisch von ihr abhing, um das zu verwirk­lichen, was der Führer gewollt hatte. Unsere Svl- 5 baten sahen in den tschechischen Soldaten keine Geg- nncr sondern Kameraden, die ohne ihre Schuld iän eine schwierige Lage gekommen waren, sie sahen »uch in den Tschechen keine Feinde, sondern em Wolk, das unter Reichsschutz gestellt ist. Um jere Soldaten kamen nicht als Eroberer, sie hatten Allerdings den Willen, moralische E r o b e r u n- gen ju machen und das ist ihnen tatsächlich auch nusgezeichnet gelungen. Diesmal war die Sachlage nanz anders als beim Einmarsch in die Ostmark nfcer den Sudetengau. Damals gabs Blumen, Wem und endlosen Jubel. In den deutschen Gebieten war i!5 im März 1939 wohl genau das gleiche, aber in wen tschechischen Landesteilen standen Männer und Frauen schweigend an den Straßenseiten und war­teten ab, was da kommen sollte.

Und nun muß festgestellt werden, daß deutsche Soldaten durch ihr Verhalten einen Erfolg erzielt Haben, der für die neu zu findenden Lösungen von ntscheidender Bedeutung ist: Sie haben sich und iamit dem Reich Achtung erzwungen durch den men chlichen und soldatischen Takt, den diese ge- Mchtlichen Stunden forderten. Gewiß waren den Truppen in den Jnstruktionsstunden Richtlinien Tber ihr Verhalten gegeben worden, aber was man n Prag, in Brünn, Budweis und überall erlebte, ias war nicht das Ergebnis einer oder zweier Jn- Iruttionsftunben, das saß tiefer. Das war fern Öeranroerfen, das war Zurückhaltung, wo sie ge­raten war, aber auf eine freundliche Frage kam tets eine freundliche Antwort. Und gerade hier zeigte sich, daß ja die strittigen Fragen nicht unlos- ,ar sein werden, wenn einfache Soldaten erfolgreich mgar an der Lösung und Entwirrung mitwirken

Nach den historischen Tagen der vergangenen Woche macht sich nun in Böhmen und Mähren der Alltag wieder geltend. Ueberall sieht man jedoch die Zeichen der neuen Zeit, der Befreiung und des Wiederaufbaues. Unser Bild links zeigt eine NSV.-Gulaschkanone in Jglau, die den einrückenden Truppen auf dem Fuße gefolgt war. Rechts ein Bild von dem Verkehr der deutschen und tschechischen Truppen. Sie begegnen einander mit Achtung und Höflichkeit, die die Lage erfordert. Hier geben deutsche Soldaten einem tschechischen Offizier Feuer. (Scherl-Bilderdienst-M.)