Ausgabe 
21.2.1939
 
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S.Oport

hat

Teil und

wohlbekannte linke Hosentasche zu rutschen, sondern es darf ruhig unter den Rippen schlagen.

Den Hauptanteil an dem wenigstens vier, oft auch acht oder zwölf Monate dauernden Kurs (wöchent­lich ein Abend, dabei einmal monatlich allgemeiner Heimabend) nimmt natürlich die Schulung in erster Hilfe in Anspruch. Oberstes Prinzip dabei ist: kein Erziehen von Kurpfuschern irgendeiner Art, sondern gründliche Ausbildung in dem, was der Laie im Einzelfall tun kann und tun muß, und vor allem genaues Abgrenzen seiner Möglichkeiten.

Wann und wo wird zum Beispiel ein Gesund­heitsdienstmädel eingesetzt? Zunächst ist es selbst­verständlich zuständig für die kleinen Nöte am Heimabend oder einer anderen Veranstaltung ihrer Gruppe. Dann betreut es kleinere Sportveranstal­tungen, Aufmärsche und ist im Lager die treue Hilfe der Aerztin. Ganz besonders wichtig ist die Arbeit der Gesundheitsdienftmädel und auch die der übrigen in erster Hilfe geschulten Mädel aber im Kriegsfall. Hier müssen sie den wenigen zurückge­bliebenen Aerzten helfen, für die eingezogenen NS.- Schwestern einspringen und vor allem die heimge­kehrten Verwundeten und Rekonvaleszenten pflegen. Aufgaben gibt es also genug, für die es sich lohnt, abeiws in froher Gemeinschaft zu lernen, zu üben und so zu helfen, daß das Wort unseres Führers immer erfüllt wird:Dieses Volk muß gesund blei­ben. Mit seiner Gesundheit steht und fällt unser eigenes Dasein."

den Angeklagten unter Zubilligung mildernder Um­stände zu einer Geldstrafe von 150 RM., hilfsweise 30 Tage Gefängnis, zu verurteilen.

Der Verteidiger beantragte, mit Rücksicht auf die Unbescholtenheit und die soziale Lage des Angeklag­ten auf eine wesentlich geringere Strafe zu erkennen.

Das Gericht verurteilte den Angeklagten unter Zu­billigung mildernder Umstände zu einer G e l d - strafe von 100 R M., hilfsweise 20 Tage Ge­fängnis, und gestattete ihm, Geldstrafe und Kosten in monatlichen Raten von 8 RM. zu zahlen.

Der H. B. in Gambach wurde des Betrugs in einem Falle und des Betrugsoersuchs in einem wei­teren Falle beschuldigt, da er in zwei Geschäften den Glauben erweckte, er sei zahlungsfähig, während er vollständig vermögenslos ist und den Offenbarungs­eid geleistet hat. (Vergehen gegen § 263 StGB.) In dem einen Falle, in dem der Angeklagte Waren bezog, hat er die Restschuld inzwischen bezahlt, so daß niemand einen Dermögensschaden erlitten hat. Durch die Beweisaufnahme wurde der Angeklagte überführt.

Der Vertreter der Staatsanwaltschaft beantragte Einstellung des Verfahrens gemäß § 154 Abs. 2 StPO, oder, falls das Gericht zu einer Verurteilung kommen sollte, auf eine Gesamtgefängnisstrafe von fünf Wochen zu erkennen.

Das Gericht erließ Beschluß: Das Verfahren wird auf Antrag der Staatsanwaltschaft gemäß § 154 Abs. 2 StVO, vorläufig eingestellt.

Dieser Beschluß wurde damit begründet, daß nie­mand' geschädigt sei und die in der vorliegenden Sache auszusprechende Strafe zu einer wesentlichen Erhöhung der bereits rechtskräftig erkannten Strafe nicht führen würde.

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Deutsche Basketballspieler aeaen Italien.

Dom Untergau 116 .(Wetterau) des BDM. wird uns geschrieben:

Wir wollen diejenigen 17- bis 21-Jährigen in unfern Kursen erfassen, die anfangen, über Leben, Körper, Gesundheit nachzudenken. Gerade die Mädel, die aus ihrer Familie langsam heraus­wachsen und an die zukünftige eigene Familie, viel­leicht noch zaghaft, vielleicht ganz real denken, möchten wir schulen. Auf dem Lande, wo die Mädel naturverbunden aufwachsen, Pflanzen und Tiere in allen Lebenserscheinungen genauestens kennen, sind sie, was den Menschen selbst angeht, oft er­staunlich wirklichkeitsfremd. Hier will der Gesund­heitsdienst innerhalb des BDM.-Werks eingreifen und die Mädel vertraut machen mit dem gesunden und dem kranken Körper, der Gesundheits- und ,t)er Krankenpflege. Aus unfern Kursen möchten wir die Gesundheitsdienstmädel holen und in unfern Kursen Lust und Liebe zu volkspflegerischen Berufen wecken.

Was hört das Mädel bei uns? Wir fangen an mit der Entwicklungsgeschichte des Menschen, erzäh­len von der Lage und Funktion der Organe in un­serem Körper, vom Blutkreislauf, Stoffwechsel, Nah- rungsauf- und -abbau. Es ist richtig, wenn auch unsere künftigen Landfrauen wissen, daß sie zwar das Herz auf dem rechten Fleck, aber doch innerhalb der linken Körperfeite liegen haben. Und bei der Schlußprüfung, der sich die Mädel unterziehen kön­nen (das Gesundheitsdienstmädel muß diese Prüfung gemacht haben), hat das Herz es nicht nötig, in die

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zur Eröffnung gab es einen deutschen Sieg. Bei den Studenten kam der Münchener Heinz Miller in 3:33,3 Minuten vor dem Norweger Olaf Raabe und Hans-Günther R i e h l e (Deutschland) auf den ersten Platz. Bei den Studentinnen schUig die Schweizerin Margrit Schaad in 2:35,0 Minuten die Innsbruckerin Helga Gödl nur um 3Ao Se­kunden. Auf den dritten Platz kam Lisl H o f e r e r.

Die Abfahrtsstrecke befand sich etwa 18 Kilometer von Lillehammer entfernt bei dem kleinen Berg­dörfchen Nermo und war bei 800 Meter Höhen­unterschied 3,5 Kilometer lang. Der erste Teil der Strecke führte durch Wald, dann ging es über einen Steilhang zum Ziel. Nach alpinen Begriffen war die Strecke nicht schwer. Doch wirkten sich einige Unebenheiten im Gelände ungünstig aus. Harro Cranz und Ullrich Beutter spürten dies am eigenen Leibe. Beide Läufer stürzten und verloren kostbare Zeit Beutter war arg zerschunden, konnte sich aber als Medizinpraktikant selbst verpslastern. Heinz Miller sauste in tollkühner Schußfahrt ins Tal, stand aber immer sicher durch und erzielte so einen großen Vorsprung vor feinen Mitbewerbern.

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Zum Basketball-Länderspiel gegen Italien am kommenden Sonntag, 26. Februar in R o m hat die Reichssportführung (Fachamt Handball und Bas­ketball) folgende deutsche Mannschaft ausgestellt: Göina (Mtv. Wilnsdorf), Niklaus (Mtv. Wunsdorf), Cuiver (Mtv. Wünsdorf), Grimm (Mtv. Wuns­dorf) Kunze (LSV. Spandau), Schwalbe (MSV. Stansdorf), Meyer (Polizei Dresden), Sollmann (Jahn München), Regel (DSC. Berlin), Endres (DSC. Berlin). , w £ , .

Die Führung der Mannschaft hat Reichsfachamts­leiter -Brigadeführer Herrmann selbst über­nommen. Am kommenden Donnerstag wird in Berlin noch ein Trainingsspiel gegen eine Auswahl­mannschaft in Berlin lebender amerikanischer Stu­denten durchgeführt.

Von Zakopane aus begab sich ein großer der deutschen und ausländischen Schiläufer Springer an die Orte der nächsten großen Kampfe: Kitzbühel und Harrachsdorf. In Kitzbuhel werden vom 23. bis 26. Februar die letzten deutschen Sch^ Titel in den alpinen Wettbewerben vergeben: auch hier wird daneben ein Spähtrupplauf der Wehr­macht ausgetragen. Natürlich gehen die Gewinner der Militär-Schi-Patrouille von Zakopane, Die Männer des 3. Geb.-Iäg.-Rgt. 100 Reichenhall mit großen Siegesaussichten an den Start.

Wohlvorbereitet ist auch Harrachsdorf im Riesen­gebirge. Dort ist die Teufelsschanze derart umgebaut chorden, daß 70-Meter-Sprünge möglich sind Im Vorjahre gewann Weltmeister Josef Bradl Dort den Sprunglauf.

in überzeugender Weise das Leistungsvermögen der deutschen Wirtschaft insgesamt und das persönliche Können des Schaufenstergestalters im besonderen unter Beweis stellen. Wir sind gewiß, daß dieser Aufforderung überall in Großdeutschland Folge ge­leistet wird. Der deutsche Einzelhandel wird durch diese Aktion einen weithin sichtbaren Nachweis sei­ner Geschlossenheit und Einjatzbereitschaft für den Kampf um Die Freiheit der deutschen Nation liefern."

Gießener Dochenmarktpreise.

* Gießen, 21. Febr. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, Yi kg 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 9, Wirsing, kg 15, Weißkraut 11 bis 13, Rotkraut 13 bis 15, gelbe Rüben 12 dis' 14, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 30 bis 35, Unterkohlrabi 8 bis 10, Rosenkohl 42 Pf., Feldsalat 1,10 Mark,/io 10 bis 15 Pf., Tomaten, XA kg 30 bis 45, Zwiebeln 13 bis 15, Meerrettich 40 bis 70, Schwarzwurzeln 20 bis 40, Rhabarber 35 Pf., Kartoffeln, kg 5 Pf., 5 kg 43 Pf., 50 kg 3,35 bis 3,75 Mark, Blumenkohl, das Stück 20 bis 40 Pf., Endivien 10 bis 20, Lauch 5 bis 12, Sellerie 10 bis 40, Rettich 10 bis 15 Pf.

Amtsgericht Giehen.

Dem Th. Fr. M. in Gießen wurde zur Last gelegt, sich am 16. Oktober 1938 Der Bedrohung, Nötigung, Körperverletzung und Beleidigung gegenüber Polizei­beamten schuldig gemacht zu haben. Der Angeklagte war, insoweit er sich auf den Vorfall noch entsinnen kann, geständig und entschuldigte sein Verhalten mit starker Angetrunkenheit. Er hatte mit einigen Freunden Wiedersehen gefeiert.

Der Vertreter der Staatsanwaltschaft beantragt,

Oer Führer beglückwünscht.

I Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehr­macht sandte an den Kommandeur des Gebirgs- jögerregiments 100, Bad Reichenhall, folgendes Glückwunschtelegramm:

,Zch spreche der Patrouille Ihres Regimentes zu ihrem Sieg im Militärpatrouillenlauf anläßlich Der Schiweltmeisterschaften meinen' Glückwunsch und meine besondere Anerkennung aus.

Adolf Hitler.

Der Führer hat Gustl B er au er und Christel Cranz zu ihren großartigen Leistungen bei den internationalen Schiweltmeisterschaften telegraphisch seine herzlichsten Glückwünsche ausgesprochen.

Olympia-Dorbereitunq beginnt...

Leichtathletik-Kernmannschaft wurde verpflichlek.

Das Reichsfachamt Leichtathletik hatte rund 100 Mitglieder Der Kernmannschaft zu einem Zentral- Lehrgang nach Dem Hause des Deutschen Sports in Berlin eingeladen. In freimütiger Aussprache wurden hier den Aktiven die Richtlinien für die Olympia-Vorbereitungen bekanntgegeben. Leistungs- Sportwart Heiner T r o ß b a ch gab in fernemein­führenden Vortrag einen umfassenden Bericht über die Lage in unserer Leichtathletik und betonte. Daß nur eine in wirklicher Kameradschaft verschworene Kampftruppe zu höchstem Leistungseinsatz fähig sei. In diesem Sinne werde der Lehrgang zur Geburts­stunde unserer Mannschaft. Olympia-Inspekteur Christian Busch erzählte aus feinem vielseitigen Arbeitsbereich und zeigte Die Schwierigkeiten aus. Die fast immer einer großen Zielsetzung ^tgegen- üehen. Es liege Daher bei den Aktiven, erforderliche Maßnahmen zu verstehen, die m erster Lime bei Der Auswahl Der besten Kräfte für eine kleine, aber leistungsstarke Mannschaft erforderlich feien. JDer Stellvertreter des Reichsspvrtfuhrers, Arno B r e 11- meyer, betonte, daß die Reichssporifuhrung des NSRL. in einer Front mit den Aktiven stehe Der Führer habe am 50. Geburtstage des Reichssport Führers die Aufgabe des Sports aestellt und un­längst durch die Erhebung des DRL. zum bestätigt, daß der deutsche Sport auf dem rechten Wege 'sei und wertvolle Arbeit für Großdeutschland i leifte ..,

Beim abschließenden Kameradschaftsabend ergriff Reichsfachamtsleiter Dr: v, Hin t bas ©ort Gr wies Darauf hin, daß es in Helsinki viel schwerer fein werde, sich zu behaupten, als 1936 in der Hei­mat. Er ermahnte die Kerntrupve festzuhalten an i bem gesteckten Ziel und an die Leistung 3" denken, »ie jeder für die Mannschaft in die Waagschale zu werfen habe als Kämpfer für den Führer und Tur Großdeutschland in vorderster Front.

Deutscher Sieg im Abfahrtslauf.

Eröffnung der Akademischen Weltwinterspiele.

Mit den Abfahrtsrennen wurden am Montag bei i Lillehammer in Norwegen die VI Akademischen Weltwinterspiele in Angriff genommen, und gleich

*

Die deutsche Heerespatrouille vorn lll. Bataillon des Gebirgsjäger-Regiments 100 Reichenhall gewann in Zakopane vor Schweden, Polen und Italien den Militär-Patrouillenlauf. Unser Bild zeigt die siegreichen deutschen Soldaten mit dem vom Marschall Rydz-Smigly gestifteten kostbaren Pokal, Den Oberleutnant Gaum hält. Weiter sieht man Oberjäger Zängl, Gefreiten Speckbacher und Gefreiten Schaumann. (Presse-Bild-Zentrale-M.)

Aus der Arbeit des Gausachamtes Turnen.

Bei einer in Kassel ftattgefunbenen Mitarbeiter­tagung des Gaufachamtes Turnen im Gau XII Hessen wurde der Arbeitsplan 1939 sestgelegt. Gauobmann für Männerturnen Becker-Kassel, Gauobmann für Sommerspiele Dr. Pfeffer-Gießen, Gaufrauen- turnwartin Luise Schwarz-Friedberg, Gaujugend- fachwart Beck-Kassel und Gaupresseobmann- wald- Bad-Nauheim setzten die Termine für die von ihnen vorgesehenen Lehrgänge an. Die Schulungs­arbeit erstreckt sich nicht nur auf die Ausbildung der Kreisfachwarte, sondern sieht vor allem auch eine gründliche Förderung der gaubesten Turner und Turnerinnen vor.

Die Bereinsmannschastskämpfe der Manner und Frauen in den verschiedenen Klassen sind zur Zeit im Gange. So finden am 26. Februar, amTage der deutschen Frau", wie überall im Reiche die Kreis- klassenkämpfe der Turnerinnen und gleichzeitig die Ausscheidungskämpfe der Gauklasse in den einzelnen Kreisen statt. Es liegt bis jetzt aus 69 Vereinen die Meldung von 117 Frauenmannschaften vor. Die Gebiets-Meisterschaften der HI. im Geräteturnen werden am 12. März durchgeführt, für das Gebiet Hessen-Nassau in Offenbach a. M.

Turnerische Einzelkämpfe werden in diesem Jahr, da ein Gaufest nicht ftattfinbet, bei den Kreisfesten durchgeführt. Erstmals ist ein Gau-Alterstreffen ge­plant. Es findet, wie wir früher schon einmal mit- geteilt haben, in Heuchelheim statt und zwar am 30. Juli. Man rechnet mit 600 Teilnehmern für diese Veranstaltung. . .

Auf der Tagung verabschiedete sich der bisherige Gausachwart für Turnen, Wilhelm Ries-Kassel, von seinen Mitarbeitern. Sein Nachfolger Hermann

Schäfer-Kassel dankte dem scheidenden Kameraden für die geleistete treue Arbeit.

Aus unserem NSRL.-Rachbarkreise.

In Stockheim führte der NSRL.-Kreis Friedberg (politische Kreise Friedberg, Büdingen-Schotten, Obertaunus, Usingen) eine Besprechung des Führer­rats durch, bei der beschlossen wurde, das Kreisfest am 22. und 23. Juli in Schotten durchzuführen, wo der Turn- und Gesangverein gleichzeitig seine 80. Jahrfeier begeht und die Weihe eines Jahngedenk- steines vornimmt.

Kreisführer SA.-Sturmhauptsührer Otterbein- Friedberg teilte mit, daß er und Mitglieder der engeren Kreisführung eine Besprechung mit Kreis­leiter Backhaus (Kreis Wetterau) über die Zusam­menarbeit des NSRL. mit der Partei und ihrer Glie­derungen habe. Es sei ihm dabei vom Kreisleiter Unterstützung und Förderung der Arbeit im NSRL. und seine Gemeinschaften zugesagt worden. Lebhaft und dankbar begrüßt wurde die Mitteilung des Kreis­führers. daß Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger der Gemeinde Breungeshain 250 RM. überwiesen habe für Instandsetzung und Unterhaltung der Sprungschanze auf dem Hoherodskopf.

Mit dem Führerstab tagte gleichzeitig der Hohe- rodskopf-Bergfest-Ausschuß. Die Abrechnung über das 6. Hoherodskopfbergfest im vergangenen Jahr, die einen günstigen Abschluß zeigt, wurde vom Obmann des Ausschusses, Kreisfachwart Dr. Sie- gert-Stockl)eim vorgelegt. Dann beriet man die Fest­gestaltung des 7. Bergtreffens, das am 26./27. August auf dem oberhessischen Heimatberge stattfindet.

Wirtschaft.

Mein-Mainische Börse.

Still und uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 2O.Febr. Die anhaltend geringe Kundschaftsbeteiligung ließ die Börse auch zu Beginn der neuen Woche in äußerst stiller Haltung eröffnen. Hinzu kam, daß infolge des Karnevals Aufträge aus dem Rheinland fehlten, was zu einer weiteren Ein­engung der Geschäftstätigkeit führte.

Am Aktienmarkt blieb die Kursgestaltung wei­terhin uneinheitlich, wobei sich im allgemeinen nur kleine Veränderungen ergaben. Für verschiedene Elektrowerte bestand kleine Nachfrage, Lahmeyer und Elektr. Lieferungen zogen je 1 v. H. an auf 117 bzw. 124 und Licht'L Kraft gewannen 0,75 v. H. auf 134,25, hingegen bröckelten AEG. auf 121,25 (121,75) ab. Montanwerte litten erneut unter kleinen Verkäufen und gingen, insbesondere nach Den ersten, wenig ver­änderten Kursen leicht zurück. Mannesmann 112 bis 111,50 (112), Ver. Stahl 110, 90110,50 (111,13), Hoesch 109 (109,50), dagegen Klöckner gut gehalten mit 116,90 (116,75); Ilse Genuß stellten sich 1,5 v. H. höher mit 132. Von chemischen Werten ermäßigten sich IG. Farben auf 153,25 (153,75) und Scheide­anstalt auf 207,50 (208,25). Maschinen- und Zellstoff- werte waren zunächst ohne Kurse, auch sonst zeigten die Kurstafeln große Lücken.

Am Rentenmarkt blieb das Geschäft ebenfalls gering. Reichsaltbesitz bröckelten 0,13 v. H. ab auf 129,50, im Freiverkehr nannte man Kommnnal- Umschuldung mit 93,13 (93,15). Pfandbriefe hatten ruhiges Geschäft, Liquidationswerte bröckelten z. T. etwa 0,13 v. H. ab. Stadtanleihen notierten wenig verändert, die beiden Darmstädter je 0,13 v. H. ermäßigt, 4,5 v. H. Mainzer v. 280,25 v. H. auf 96,75. Industrie-Obligationen blieben vorwiegend gut behauptet.

Im Verlaufe war die Haltung teilweise schwächer, das kleine herauskommende Angebot wurde nur auf ermäßigter Basis ausgenommen. IG. Farben fielen auf 152,50 nach 153,25 zurück, Mannesmann-Röhren 0,13 v. H. erholt auf 111,65. Sonst ergaben sich kaum weitere Notierungen, die Umsätze blieben denkbar klein. Bei den später notierten Papieren überwogen 0,51 v. H. Abschläge, u. a. bei Reichsbank mit 181 (182) und Rheinstahl mit 136,65 (137,65).

Unnotierte Werte lagen still. Etwas schwächer Verein. Fränk. Schuh mit 82,7584,75 (8486), Dingler gut behauptet mit 105,75107,75, Ufa 0,75 v. H. fester mit 85,75. Tagesgeld unv. 2,25 v. H.

Abcndbörse sehr still.

Die Abendbörse nahm, wie kaum anders erwartet, einen sehr stillen Verlauf, da Publikumsaufträge fast völlig fehlten. Am Aktienmarkt blieb die Kursentwick­lung etwas uneinheitlich, wobei die Veränderungen über 0,250,5 v. H. nicht hinausgingen und zudem meist nominellen Charakter hatten. Von Montan­werten lagen Buderus und Hoesch je 0,5 v. H. niedri­ger mit 106,50 bzw. 108,50, Verein. Stahl unv. 110,50,

ebenso Rheinstahl mit 136,65, Mannesmann fast unverändert mit 111,50 (111,65). IG. Farben bröckel­ten noch 0,13 v. H. ab auf 152,40, lagen jedoch 0,40 v. H. über dem Berliner Schlußkurs. Kleine Abweichungen zeigten noch Gesfürel mit 139 (138,50), Westdeutsche Kaufhof mit 106,40 (106,25), Deutsche Linoleum mit 156 (156,50), Deutsche Erdöl mit 126,75 (127), Berger Tiefbau mit 145,50 (145), BMW. mit 151,75 (152) und Rheinmetall mit 134,50 (134,65). Von heimischen Werten blieben Adlerwerke mit 107,50, Metallgesellschaft mit 120,50, Holzmann mit 148,25 und Moenus Masch. mit 125 gut gehalten. Am Ren tenmarkt gingen 6 v. H. IG. Farben mit unv. 120,75 um/ Reichsbahn-VA. wurden zum Mittagskurs von 123,40 gefragt. Im Freiverkehr hörte man Äommunal- Umfchuldung mit unv. 93,13.

Morgen fällt die Abendbörfe aus.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 20. Febr. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Reichs­mark: Weizen W 9 208, W 11 210, W 12 211, W 13 212, W 16 215, W 18 217, W 19 219, W 20 221, Roggen R 11 194, R 12 195, R 14 197, R 15 198, R 16 200, R 17 201, R 18 202, R 19 204 Großhan­delspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste,Futterhafer. WeizenmehlType812 W 13 29,65, W 16 29,65, W 18 29,65, W 19 29,65, W 20 (Kreis Alzey) 29,65, W 20 (Kreis Worms) 30,00 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Für Weizen­mehl Type 812 mit Beimischung von Maisbackmehl liegen die Preise 30 Pf. unter diesen Notierungen. Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W 13 10,75, W 16 10,90, W 18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Rog­genfuttermehl R 19 12,50, Roggenvollkleie N 19 11,00. Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 16 10,25, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlen-» ftation. Treber getr.. Wiesenheu, handelsüblich 5,40, Wiesenheu, gut, gesund, trocken 6,40, Kleeheu gut, gesund, trocken 7,407,80, Luzerne heu, gut, gesund, trocken 7,808,20, Weizenstroh, bindfaden- gepreßt oder.gebündelt 2,80, Roggenstroh, do. 3,00, Hafer- und Gerstenstroh, do. 2,602,70 Erzeuger­preis ab Erzeuger-Verladestation.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 21. Febr. (Vorbericht.) Unn 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 600 Kälber, 90 Hümmel, 80 Schafe, 3200 Schweine. Es. kosteten: Kälber 35 bis 65 Mark, Hämmel 35 bis 50, Schafe 25 bis 42, Schweine 49,50 bis 58,50 Mark.- Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Schafü und Hümmel mittelmüßig.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach- mittag geschloffen.